Immer mehr Unternehmen bewerben ihre Produkte und Dienstleistungen mit Begriffen wie klimaneutral', ' klimafreundlich' 'nachhaltig'. Materialbezeichnungen wie 'Meeresplastik', 'Recyclat', 'Naturkosmetik' oder 'kompostierbar' stehen auf vielen Verpackungen. Doch was steckt wirklich dahinter? Auch die Anzahl der Unternehmensinitiativen für Klimaschutz wird immer unübersichtlicher. Neben dem Labeldschungel tut sich für Verbraucher*innen ein noch undurchsichtiges Dickicht an Begrifflichkeiten und Initativen auf. Aber auch auf Seiten der Unternehmen gibt es vielfach mangelndes Wissen bei der Verwendung der Begriffe, wie Erfahrungen aus dem Bundespreis Ecodesign zeigen. Viele der verwendeten Begriffe sind nicht rechtlich geschützt und die Zielsetzung der Initiativen nicht transparent, sie suggerieren den Verbraucher*innen aber einen Konsum mit gutem Gewissen. Ziel des Vorhabens ist es anknüpfend an die Arbeiten der Green Claims Initiative, der Initiative 'Empowering the Consumers for the Green Transition' und der Verbraucherzentralen konkrete Hilfestellungen für die Unternehmens- und Verbraucherkommunikation (unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Kommission zum Nutzung von 'Environmental Footprint methods' 12/21) zur Vermeidung von Greenwashing zu erarbeiten. Im Rahmen des Vorhabens sollen zunächst unter Berücksichtigung der bestehenden Normung zur Produktkennzeichnung (u.a. ISO 14020ff, bes. 14021), die am häufigsten verwendeten Begriffe und Unternehmensinitiativen systematisch aufbereitet sowie auf deren Umweltrelevanz geprüft werden. Die Ergebnisse sollen durch Verbraucherbefragungen und Gesprächen mit Unternehmensvertreterinnen abgeglichen werden, um Wissenslücken und Unterstützungsbedarf, sowie Nachbesserungsbedarf im Bereich der Normung zu identifizieren. Daraus sollen konkrete Handlungsempfehlungen für die Unternehmens- und Verbraucherkommunikation sowie ein Maßnahmenpaket für die Politik und Normung entwickelt werden.
<p> <p>Der Bundespreis Ecodesign – die höchste Auszeichnung der Bundesregierung für ökologisches Design – geht in seine 15. Runde. Noch bis zum 2. April 2026 können in den Kategorien Produkt, Service, Konzept und Nachwuchs Arbeiten eingereicht werden, die ökologische Verantwortung mit hoher Designqualität verbinden – vom marktreifen Produkt bis hin zum visionären Modellprojekt.</p> </p><p>Der Bundespreis Ecodesign – die höchste Auszeichnung der Bundesregierung für ökologisches Design – geht in seine 15. Runde. Noch bis zum 2. April 2026 können in den Kategorien Produkt, Service, Konzept und Nachwuchs Arbeiten eingereicht werden, die ökologische Verantwortung mit hoher Designqualität verbinden – vom marktreifen Produkt bis hin zum visionären Modellprojekt.</p><p> Wer kann teilnehmen? <p>Teilnehmen können Unternehmen und Start-ups aller Branchen und Größen, Designagenturen, Architektur- und Ingenieurbüros, Forschungsinstitute und gemeinnützige Organisationen sowie Studierende aus ganz Europa.</p> <p>Die Einreichungsmöglichkeiten umfassen Produkte oder Prototypen, Dienstleistungen und Systemlösungen, innovative Ideen in der Entwicklungs- oder Planungsphase sowie Arbeiten aus dem Studium. Neben technischen Lösungen spielen auch soziale Innovationen eine zentrale Rolle.</p> Warum sich die Teilnahme lohnt <p>Der Bundespreis wird seit dem Jahr 2012 jährlich vom Bundesumweltministerium (BMUKN) und Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) in Kooperation mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) ausgelobt. Als höchste Auszeichnung der Bundesregierung für ökologisches Design steht der Preis für Glaubwürdigkeit und Qualität.</p> <p>Die Gewinner*innen werden in einer feierlichen Preisverleihung in den Lichthöfen des Bundesumweltministeriums in Berlin geehrt, zu der jedes Jahr rund 200 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Design erwartet werden. In diesem Jahr findet die Prämierung am 30. November statt.</p> <p>Die Anerkennung wirkt jedoch weit über diesen Moment hinaus: Die Gewinner*innen dürfen sich sowohl über mediale Aufmerksamkeit als auch über die Teilnahme an einer einjährigen Roadshow freuen. Dabei werden alle prämierten und nominierten Projekte europaweit auf Messen, in Museen sowie auf Design- und Umweltfestivals präsentiert. Begleitende Veranstaltungen, Impulsvorträge und Workshops bieten zusätzlich Sichtbarkeit, fachlichen Austausch und Vernetzungsmöglichkeiten.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Konsumhandlungen verlagern sich zunehmend ins Digitale, dieser Trend wird noch bestärkt durch die aktuelle Pandemielage. Aber auch aus anderen Gründen veröden viele Innenstädte, was zu neuen Herausforderungen für die Kommunen führt aber auch Chancen für nachhaltige Konsumstrukturen bieten kann. Eine aktuelle UBA-Studie zeigt, dass Onlinehandel aus Umweltsicht sogar Vorteile gegenüber stationärem Handel bietet. Relevanter ist die Frage welche und wie viele Produkte/ Leistungen konsumiert werden. Hier kommt aus Ressourcensicht besonders einer langen Nutzungsdauer von Produkten eine große Bedeutung zu. Mit der Forderung nach einem 'Recht auf Reparatur' hat auch der EU Green Deal dieses gestärkt. Da die derzeitige Aufenthaltsqualität und Funktion der Innenstädten zum Großteil von den Shoppingmöglichkeiten lebt, müssen für einen Wandel in unserer Konsumkultur und der Innenstädte Zukunftsszenarien entwickelt werden. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie unsere Innenstädte in 2030/ 2050 aussehen könnten, wenn wir zunehmend digital und gleichzeitig nachhaltiger konsumieren und sogar prosumieren. Wie könnten wir Leerstand und nachhaltigem Konsum gleichzeitig begegnen? (Urban Farming-Anlagen, Reparaturkaufhäuser, Leihläden, Showrooms für Onlinehandel)Zur Entwicklung verschiedener Narrative sollen aktuelle Konzepte aus der Forschung, aus dem Bundespreis Ecodesign, alternative Konsumpraktiken oder Prosuming auf Möglichkeiten für Alternativen der ganzheitlichen Innenstadtentwicklung ausgewertet werden inkl. Fördermöglichkeiten (z.B. Corona-Hilfen). Gemeinsam mit Kommunen, Planer*innen und Bürger*innen sollen gemeinsam Zukunftsbilder und konkrete Planungskonzepte entwickelt werden, bei denen die Innenstädte nicht primär vom klassischen Einzelhandel geprägt sind. Anhand eines Pilotprojektes soll eine Umsetzung z.B. eines kommunalen Reparaturkaufhauses erprobt werden. Für die Kommunen soll dies zu heute nutzbaren Praxisanregungen verdichtet werden und künftig fortschreibbar sein.
Das NPNK möchte nachhaltigen Konsum 'von der Nische zum Mainstream befördern'. Hierfür soll Politik neue Initiativen fördern, 'Richtung und Leitbilder vorgeben und einen Prozess moderieren, um diese umzusetzen'. Die UBA-Marktbeobachtung Grüner Produkte zeigt, dass der Mainstream für viele umweltfreundliche Produkte noch in weiter Ferne liegt, obwohl diese häufig auch einen individuellen Nutzen versprechen (z.B. gesünder durch weniger Fleisch oder kostengünstiger mit Car-Sharing) oder kaum Komforteinbußen und Handlungsänderungen in Kauf genommen werden müssen (z.B. Ökostrom, Recycling-Hygienepapier, torffreie Blumenerde, Sparbrausen). Die zentrale Fragestellung des Vorhabens ist es deshalb zu prüfen, ob und wie die Marktdurchdringung für umweltfreundliche Produkte durch konzertierte Aktionen auf ein spürbar neues Marktniveau gehoben werden könnte. Das Vorhaben soll 15 Schlüsselprodukte für unterschiedliche Konsumfelder identifizieren, die für informatorische und dialogische Maßnahmen zugänglich sind, ein hohes Umweltentlastungs- und Diffusionspotenzial haben sowie pars pro toto für andere Maßnahmen im entsprechenden Konsumbereich stehen. Dafür sollen neben Desktop-Research auch Marktdaten ausgewertet und gegebenenfalls erhoben sowie Experteninterviews (u.a. aus dem Umfeld Bundespreis Ecodesign, Blauer Engel) geführt werden. In einem nächsten Schritt werden für jedes Produkt Schlüsselakteure und Allianzen identifiziert, die für eine effektive Marktdurchdringung mittels konzertierter Aktion notwendig sind. Die relevanten Stakeholder werden zu Dialogforen eingeladen und aufbauend darauf (politische) Handlungsempfehlungen und konkrete Aktionsformate/ Kommunikationsstrategien erarbeitet. Pilothaft sollen für fünf Produkte entsprechende konzertierte Aktionen ggf. in Kooperation mit den Stakeholdern umgesetzt werden. Diese Piloten sollen umfassend evaluiert und ihre Übertragbarkeit auf andere Produkte untersucht werden.
die Kosten / Höhe der Zuwendung, die für den Bundespreis ecodesign für die letzte Umsetzung des Preises angefallen sind und für den aktuellen Durchlauf anfallen.
<p> <p>Unternehmen aller Größen und Branchen, Designer*innen und Studierende sind wieder aufgerufen, sich bis zum 15. April 2024 um den renommierten Designpreis zu bewerben. Gesucht werden zukunftweisende Konzepte, Dienstleistungen und Produkte, die durch ihre herausragende Umwelt- und Designqualität überzeugen.</p> </p><p>Unternehmen aller Größen und Branchen, Designer*innen und Studierende sind wieder aufgerufen, sich bis zum 15. April 2024 um den renommierten Designpreis zu bewerben. Gesucht werden zukunftweisende Konzepte, Dienstleistungen und Produkte, die durch ihre herausragende Umwelt- und Designqualität überzeugen.</p><p> <p>Seit 2012 loben das Bundesumweltministerium (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmuv">BMUV</a>) und das Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) in Kooperation mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) die höchste Auszeichnung der Bundesregierung für ökologisches Design aus.</p> <p>Der Preis ist in vier Kategorien ausgeschrieben: Konzept, Service, Produkt und Nachwuchs.</p> <p>Die Qualität der Einreichungen wird in einem mehrstufigen Verfahren von Fachleuten aus dem Umweltbundesamt, dem Beirat und der interdisziplinär besetzten Jury bewertet.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Die Baubranche ist für erhebliche Ressourcenverbräuche und damit einhergehenden Klimaauswirkungen verbunden. Laut zentralem Immobilien Ausschuss (ZIA) ist die Branche in Deutschland für etwa 30% der CO2-Emissionen verantwortlich. Umso wichtiger ist es, Baumaterialien möglichst im Kreislauf zu halten. Das Unternehmen Shards aus Sassenberg (NRW) stellt Fliesen aus recycelten mineralischen Abfällen her, die im Regelfall auf der Deponie landen, und achtet bei der Herstellung auf eine möglichst ressourcenschonende Verarbeitung. Das junge Unternehmen nutzt dafür regionale Quellen und verzichtet auf zusätzliche Farbstoffe. Zudem werden die Brennöfen mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Mit eigenen Photovoltaik-Anlagen will Shards künftig selbst für den benötigten Strom sorgen. Für ihren innovativen Beitrag zu Kreislaufwirtschaft in der Baubranche wurde das Unternehmen 2018 mit dem Bundespreis Ecodesign und 2021 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design ausgezeichnet.
Der Fahrradanhänger Htour ist eine vielfältig und universell einsetzbare Transporthilfe. Ob zum Transport des Wocheneinkaufs, eines Picknickkorbs zur Wiese oder des Sportequipments zum See. Es gibt verschiedene Modelle, welche jeweils in wenigen Sekunden zu Ladeflächen oder Transportboxen umgebaut werden können. Der innovative Fahrradanhänger wurde von der hinterher GmbH entwickelt, um eine umweltfreundliche Alternative zur Autonutzung zu bieten und somit die Verlagerung vom Auto zum Fahrrad zu schaffen. Mit dem funktionalen Design hat Hinterher.com den Bundespreis Ecodesign im Jahr 2015 und weitere deutsche Awards gewonnen. Bei dem Design wurde beachtet, dass Ästhetik und Funktionalität im Einklang sind. Das besonders leichte Aluminiumchassis hat eine lange Lebensdauer und lässt sich aufgrund der Materialwahl komplett recyclen. Außerdem ist die De- und Remontage besonders benutzerfreundlich, da Teile mit nur einem Werkzeug ausgetauscht werden können.
Die Compostella GmbH hat ein multifunktionales Zellulosepapier entwickelt um vier Produkte im Haushalt zu ersetzen und viele Ressourcen zu schonen. Das „1 für 4 Papier“ besteht aus FSC-zertifiziertem Holz und kann als Alternative zu Backpapier, Frischhaltefolie, Alufolie und Einschlagpapier verwendet werden. Dafür wurde Compostella im Jahr 2018 mit dem Bundespreis Ecodesign ausgezeichnet. Da das „1 für 4 Papier“ vollständig kompostierbar ist können durch die Nutzung des Papiers viele Ressourcen und anfallender Verpackungsabfall eingespart werden. Ein weiterer Vorteil für den Verbraucher ist die Multifunktionalität und das Ersetzen mehrere Produkte durch ein einziges.
Ausgangslage/Zielstellung/Methodik des Vorhabens: Anschließend an die Vorhaben Bundespreis Ecodesign 2010 und 2011. Die Vorhaben haben gezeigt, dass seitens der Unternehmen und Designer prinzipiell Interesse am Thema ökologische Produktgestaltung besteht, diese aber noch nicht zum vorrangig gültigen Gestaltungsprinzip geworden ist und noch einen Nischenmarkt bedient. Es stellt sich somit auswertend die Frage nach einer Strategie zur umfassenden Berücksichtigung der Ecodesignkriterien im Designprozess und der Darstellung des Marktvorteils solcher Produkte. Ziel dieses Vorhabens ist die Analyse von Hemmnissen in Unternehmen, die einer ökologischen Produktgestaltung entgegenstehen. Es soll geklärt werden, welche Rahmenbedingungen Produktentwicklung und -hersteller brauchen, um ökologisches Design zum grundlegenden Gestaltungsprinzip zu machen. Durch die Beschreibung von Erfolgsfaktoren ausgewählter Unternehmen (Preisträger Bundespreis Ecodesign) sollen umweltpolitische Handlungsoptionen zur Förderung einer ökologischen Produktpolitik ermittelt werden. Methode: Studie zu Erfolgsfaktoren des Ecodesign als Gestaltungsprinzip in Unternehmen an ausgewählten Beispielen. Wo sind ggf. Hemmfaktoren für Unternehmen sich im Segment ökologisches Design zu positionieren? Wie können Unternehmen bestärkt werden, ökologische Kriterien als umfassendes Gestaltungsprinzip zu etablieren. Aus Ergebnissen soll eine Kampagne für Ecodesign mit Zielgruppe Unternehmen und Vorschläge zur guten komm. Verbreitung von Ecodesign durch Unternehmen erarbeitet werden. Plattform für einen Erfahrungsaustausch für Hersteller/ Unternehmen zur Etablierung ökologischer Produktgestaltung und zur Vermarktung von Ecodesign-Produkten. Das Vorhaben soll eng verzahnt mit den unternehmensrelevanten Aktivitäten des Blauen Engels ablaufen und den Top-Runner-Ansatz berücksichtigen. Ergebnisse können sich in die bestehende Best-Practice-Plattform des Bundespreises Ecodesign eingliedern.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 91 |
| Land | 1 |
| Weitere | 11 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 5 |
| Förderprogramm | 6 |
| Text | 86 |
| unbekannt | 6 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 91 |
| Offen | 12 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 103 |
| Englisch | 25 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 29 |
| Datei | 5 |
| Dokument | 4 |
| Keine | 19 |
| Webseite | 81 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 54 |
| Lebewesen und Lebensräume | 65 |
| Luft | 45 |
| Mensch und Umwelt | 103 |
| Wasser | 42 |
| Weitere | 94 |