Zielsetzung:
Klimatische Veränderungen beeinflussen die verfügbare Wassermenge und -qualität in Talsperren, was deutliche Auswirkungen auf die Sicherheit der Trinkwasserversorgung und auf die Ökosysteme der Stauseen und den Landschaftswasserhaushalt hat. Klimaprognosen deuten für Gebiete wie den Harz auf einen Anstieg von Niederschlägen im Winter und häufigere Trockenperioden im Sommer hin, was stärker schwankende Wasserstände bedeutet. Zur Anpassung im Management der Talsperren und deren Ökosystemen mangelt es jedoch oft an präzisen Vorhersagen und den nötigen Instrumenten, um risikobasierte Entscheidungen über notwendige dynamische Betriebsstrategien zu treffen. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen des Projekts ein vorhersagebasiertes, mengen- und gütegewichtetes Entscheidungsunterstützungssystem für Talsperren entwickelt werden, welches auf datengetriebenen Modellen basiert und am Beispiel des Systems der Harzwasserwerke implementiert wird.
Das Projekt konzentriert sich darauf, durch die Nutzung moderner Technologien und Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI), wie LSTM-Netzwerke (Long Short-Term Memory) und Ensemble-Methoden, zuverlässige Vorhersagen des Wasserbedarfs und -dargebots zu erstellen. Diese Vorhersagen werden in ein hydrodynamisches Optimierungsmodell integriert, um eine flexible und belastbare Entscheidungsunterstützung im Ereignisfall zu ermöglichen. Hierdurch sollen die verschiedenen Bewirtschaftungsziele wie Hochwasserschutz, Versorgungssicherheit, Ökosystemleistungen, Landschaftswasserhaushalt und Energieerzeugung bestmöglich erfüllt werden. Die Kombination von Echtzeit-Sensoren, Open-Source-Datensätzen und fortschrittlichen Datenanalyse-Tools ermöglicht es, komplexe und dynamische Prozesse zu simulieren und in Echtzeit Informationen bereitzustellen. Im Sinne der nachhaltigen Klimawandelanpassung werden so proaktive Maßnahmen zur Unterstützung der Versorgungssicherheit, des Hochwasserschutzes sowie des Landschaftswasserhaushaltes ermöglicht.
Die Implementierung des Demonstrators im System der Harzwasserwerke soll die Vorteile einer proaktiven Steuerung demonstrieren und eine multikriterielle Bewertung im Vergleich zu herkömmlichen Methoden ermöglichen. Der Fokus liegt nicht nur auf einem hohen Technology Readiness Level, sondern auch auf der Handhabung von Unsicherheiten und der Berücksichtigung verschiedener Vorhersagehorizonte. Diese sind für die verschiedensten wasserwirtschaftlichen Zielsetzungen von entscheidender Bedeutung.
The Tree Species Germany product provides a map of dominant tree species across Germany for the year 2022 at a spatial resolution of 10 meters. The map depicts the distribution of ten tree species groups derived from multi-temporal optical Sentinel-2 data, radar data from Sentinel-1, and a digital elevation model. The input features explicitly incorporate phenological information to capture seasonal vegetation dynamics relevant for species discrimination. A total of over 80,000 training and test samples were compiled from publicly accessible sources, including urban tree inventories, Google Earth Pro, Google Street View, and field observations. The final classification was generated using an XGBoost machine learning algorithm. The Tree Species Germany product achieves an overall F1-score of 0.89. For the dominant species pine, spruce, beech, and oak, class-wise F1-scores range from 0.76 to 0.98, while F1-scores for other widespread species such as birch, alder, larch, Douglas fir, and fir range from 0.88 to 0.96. The product provides a consistent, high-resolution, and up-to-date representation of tree species distribution across Germany. Its transferable, cost-efficient, and repeatable methodology enables reliable large-scale forest monitoring and offers a valuable basis for assessing spatial patterns and temporal changes in forest composition in the context of ongoing climatic and environmental dynamics.
Der Zukunftsbetrieb schafft es die Daten seines Betriebs und der Umwelt so zu erfassen, zu bündeln und als Entscheidungsgrundlage zu nutzen, dass er das ökologische, soziale und regionalökonomische Optimum erreicht. Dafür möchten wir mit diesem Projekt die Grundlage schaffen. Ziel ist es, auf dem potenziellen Zukunftsbetrieb, welcher mit seinem Standort in Brandenburg bereits jetzt spürbar vom Klimawandel betroffen ist, einen Prototypen für die integrierte Datenerhebung, -vernetzung und -auswertung zu entwickeln, welcher zukünftig auf andere Betriebe übertragbar ist. Dieses Ziel erreichen wir, indem wir die komplexen Zusammenhänge von Boden, Wasser, Biodiversität, (Mikro-)Klima, Tieren und Bewirtschaftungsformen mithilfe von digitalen Instrumenten messen, mittels Mobilfunks verfügbar machen, die Messungen u.a. durch künstliche Intelligenz (KI) auswerten und mithilfe geeigneter Bewertungssystematiken monetär bewerten. Die Erkenntnisse sollen für die zukünftige Landnutzung in Deutschland zugänglich gemacht und darüber hinaus öffentlich diskutiert werden, um die Basis für die weitere Transformation hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft zu schaffen. Derzeit gehen viele negative und positive Effekte der Land- und Ernährungswirtschaft als Externalitäten nicht in die betriebliche Kostenrechnung der Produzenten ein. So bilden die Marktpreise nicht die Realität für Mensch und Umwelt ab. Eine monetäre Bewertung der Externalitäten und die integrierte Darstellung mit allen wesentlichen Daten des Betriebs und seiner Umwelt hilft LandwirtInnen gute Entscheidungen zu treffen und gibt VerbraucherInnen die notwendige Transparenz bei der Kaufentscheidung, da zukünftig ein Preis alle wesentlichen Kosten und Wertbeiträge abbilden könnte. Das Projekt nutzt die Digitalisierung, um ökologisch vorteilhafte Anbausysteme bewert-, plan- und umsetzbar zu machen. Ein solcher integrativer Ansatz zahlt direkt auf die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft ein.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte um Auskunft zur rechtlichen Grundlage für das Einfangen und die
Kastration von Hauskatzen durch Privatpersonen bzw. Tierschutzorganisationen
im Saarland.
Hintergrund meiner Anfrage ist folgender konkreter Fall:
Unser als Haustier gehaltener Kater (Henry) war für rund drei Wochen
verschwunden. Trotz intensiver Suche blieb er unauffindbar. Erst durch eine
Veröffentlichung im örtlichen Mitteilungsblatt der Gemeinde (Fundbüro) wurden
wir auf eine Fundkatze aufmerksam gemacht, bei der es sich eventuell um
unseren vermissten Kater handeln konnte.
Wie sich herausstellte, war er von einer Tierschützerin in einer Entfernung von
nur etwa 200 Metern Luftlinie von unserem Wohnhaus in Eppelborn-Humes
eingefangen, in das Tierheim Linxbachhof verbracht wurde. Bei der
Kontaktaufnahme mit dem Tierheim zur Abholung wurde uns am Telefon
mitgeteilt, dass Henry unmittelbar nach Ankunft in einer Tierklinik kastriert
wurde. Bei Herausgabe des Tieres sei ein Ablösebetrag in Höhe von 200 € zu
zahlen. Eine Begründung für diese Summe wurde nicht näher erläutert.
In diesem Zusammenhang bitte ich um die Beantwortung folgender
Fragen:
1. Auf welcher rechtlichen Grundlage werden im Saarland Hauskatzen
eingefangen und kastriert, insbesondere außerhalb des Geltungsbereichs
der Katzenschutzverordnung Saarland wie z. B. in Blieskastel?
2. Ist dem Ministerium oder untergeordneten Stellen bekannt, dass Katzen
eingefangen, ins Tierheim verbracht werden und unmittelbar kastriert?
3. Wie ist der Begriff „verwilderte Hauskatze“ rechtlich oder behördlich
definiert, und woran wird im Einzelfall festgestellt, dass es sich nicht um
ein Haustier mit Halter handelt?
4. Wie wird der Begriff „Hotspot“ definiert und wer legt diese sogenannten
Hotspots fest? Erfolgt dies durch eine amtliche Stelle oder ausschließlich
durch Tierschutzorganisationen?
5. Wie wird ausgeschlossen, dass Katzen eingefangen und ohne Wissen oder Zustimmung des Halters kastriert werden?
6. Welche Informationspflichten bestehen gegenüber den Tierhaltern, wenn
Kastrationsmaßnahmen oder Fangaktionen in Wohngebieten stattfinden?
7. Wie wird die Höhe von Abhol- oder Rückführungsgebühren im Tierheim in solchen
Fällen (hier 200 €) geregelt und auf welcher rechtlichen Grundlage wird
ein solcher Betrag erhoben?
8. Inwieweit ist das Einfangen und Kastrieren von Katzen ohne medizinische
Indikation mit dem Tierschutzgesetz (§ 6 TierSchG) vereinbar,
insbesondere im Hinblick auf das Verbot der Amputation oder sonstigen
Entfernung von Körperteilen oder Organen bei Wirbeltieren ohne
tierärztlich begründete Notwendigkeit?
Wie wird dabei sichergestellt, dass die Tiere keinem vermeidbaren Leid,
Schmerz oder Stress, etwa durch Fangaktionen, Transport und
Operationen, ausgesetzt werden?
9. Welche rechtlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit
Privatpersonen oder Tierschützer überhaupt befugt sind, Lebendfallen
zum Einfangen von Katzen aufzustellen?
Wie wird sichergestellt, dass die verwendeten Fallen tierschutzgerecht
und funktionsfähig sind, d.h. dass sie die Tiere unversehrt fangen und
weder zu Verletzungen noch zu unnötigem Stress führen?
Gibt es – in Anlehnung an Vorgaben aus dem Jagdrecht – eine Pflicht zur
regelmäßigen Kontrolle der Fallen, etwa im Abstand weniger Stunden,
und wer kontrolliert die Einhaltung dieser Vorgaben?
Im konkreten Fall haben wir letztendlich ein völlig traumatisiertes Tier zurückbekommen.
Ich danke Ihnen für die Klärung der genannten Punkte und bitte um eine schriftliche Rückmeldung.
Im Zeitalter der Digitalisierung wird sich die Erwartungshaltung der Industrie, gedruckte Strukturbreiten immer weiter zu reduzieren und gleichzeitig den Produktionsdurchsatz zu maximieren, weiter beschleunigen. Dem Sieb- und Schablonendruckverfahren stehen dabei zentralen ungelösten Herausforderungen bevor. Es stellt sich die Frage wie ein solcher Prozess den Weg in das digitale Zeitalter finden kann, wenn dessen Erfolgsgeschichte über die letzten Jahrzehnte maßgeblich vom Fingerspitzelgefühl des Applikationsingenieurs und der langjährigen Erfahrung des Druckoperators geprägt wurde. In den kommenden Jahren müssen alle Voraussetzungen geschaffen werden, um die Drucktechnologie und die Fertigungsverfahren von Sieben und Schablonen darauf vorzubereiten in die digitalen Strukturen der Industrie 4.0 eingebunden zu werden. Die Optimierung der Wechselwirkung für den Druck, bei gleichzeitiger Steigerung des Produktionsdurchsatzes ist heutzutage nur unter enormen Ressourceneinsatz zu bewerkstelligen. Mit Hilfe der Einbindung aller Siebparameter und Toleranzen, soll der Ressourceneinsatz reduziert werden. Hierbei sollen KI oder maschinelles Lernen genutzt werden, um Spezifikationen auf Basis von mathematischen Berechnungen automatisch zu erstellen (theoretischer Ansatz). Die digitalen Spezifikationen werden in der Sieb- und Schablonenfertigung umgesetzt (praktischer Ansatz) und die Ergebnisse beim Drucken verifiziert.
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