Mit dem Blauen Engel werden Produkte und Dienstleistungen ausgezeichnet, die in einer ganzheitlichen Betrachtung besonders umweltfreundlich sind und zugleich hohe Ansprüche an den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Gebrauchstauglichkeit erfüllen. Das Vorhaben dient der Ableitung und Weiterentwicklung ambitionierter Standards für umweltfreundliche, insbesondere im Innenraum eingesetzte Produkte im Bereich der freiwilligen Produktkennzeichnung mit dem Blauen Engel. Weiterentwickelt werden für die innenraumrelevanten Produktgruppen Matratzen und Polstermöbel unter anderem Kriterien zur Bestimmung von Umweltentlastungspotenzialen, zur Verbesserung der Innenraumluftqualität, für geeignete Rücknahme und Wiederverwertungssysteme und für die Verwendung bestimmter Rohstoffe oder Recyclingmaterialien. Eine Konkretisierung der zu bearbeitenden Standards erfolgt entsprechend politisch prioritärer Ziele sowie Schwerpunktsetzungen der Jury Umweltzeichen im Rahmen der Leistungsbeschreibung. Ergänzend wird methodisch die Integration von bilanzierenden Footprint-Indikatoren angestrebt. Für Bauprodukte sind hierzu Informationslücken aus Environmental Product Declarations zu identifizieren und für ausgewählte Produkte zu schließen. Die Ergebnisse der Lebenszyklusanalysen sollen dazu beitragen, hohe ökologische Produktstandards in Instrumenten des produktbezogenen Umweltschutzes, z.B. bei der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung, zu verankern. Zusätzlich zu den nationalen Standards sollen für die oben genannten Produktgruppen Vorschläge zur Ausgestaltung europäischer Regelungen, einschließlich horizontaler Regelungen, erarbeitet werden, die in den europäischen Prozess der neuen Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte eingespeist werden können.
Blüten- und Knolleninduktion werden in Kartoffelpflanzen (Solanum tuberosum) von nahezu identischen Signalwegen gesteuert. Da die Kartoffelpflanze als Ertragspflanze und der Knollenertrag weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Identifikation ertrags- und qualitätssteigernder Faktoren von größtem Interesse. Im Rahmen des vorliegenden Antrags planen wir die Identifizierung und Charakterisierung der an der Blühinduktion und Knolleninduktion beteiligten Signaltransduktionswege auf molekularer Ebene. Blühinduktion und Knollenbildung stellen multifaktoriell gesteuerte Entwicklungsprozesse dar, die sowohl durch endogene, als auch durch exogene Parameter beeinflusst werden. Uns interessieren dabei u.a. Integrationsstellen, an denen diese Signalwege mit dem Metabolismus der Pflanze koordiniert werden. Das POTATO COUCH POTATO 1 (StPCP1) Protein ist ein Transkriptionsfaktor der IDD Familie. StPCP1 RNAi Pflanzen zeigen Veränderungen im Blühzeitpunkt und des Knollenertrags. Erste Ergebnisse aus quantitativen real-time PCR Experimenten deuten darauf hin, dass StPCP1 in die Regulation der Expression von Zuckertransportern involviert ist, was erklärt wie StPCP1 maßgeblich den Kohlenhydrathaushalt der Pflanze beeinflussen kann. Einige phloem-mobile Faktoren könnten die Funktion eines Botenstoffes erfüllen, der den Zuckerstatus der Sourceblätter an die Sinkorgane wie z.B. das Apikalmeristem und die Stolonspitzen weiterleitet. Wir planen, diese putativen phloem-mobilen Substanzen in Kartoffel zu untersuchen. Diese sind im Speziellen: Trehalose 6-Phosphat, miR156 und miR172 sowie deren Zielgene und -transkripte. Vorarbeiten weisen darauf hin, dass ähnlich wie es für Arabidopsis gezeigt werden konnte, der Zuckerstatus in den Blättern mit einer veränderten Expression bzw. Bildung dieser mutmaßlichen Signalmoleküle einhergeht. Wir werden weiterhin die regulatorischen Eigenschaften von StPCP1 und die Expression seiner Zielgene untersuchen. Das betrifft im Besonderen die direkte Regulation von Zuckertransportergenen (z.B. StSUT4) und die Identifizierung unbekannter Zielgene durch die Bindung der bekannten ID1 Bindedomäne. Gleichzeitig wollen wir bisher offene Fragen hinsichtlich der Interaktion bekannter Signalwege, die den Blühzeitpunkt und die Knollenbildung in Kartoffelpflanzen beeinflussen, beantworten, da im Speziellen der photoperiodische, der T6P- und der GA-Signalweg von StPCP1 gleichermaßen betroffen zu sein scheinen.
Der Senat hat gemeinsam mit den Bezirken und der Berliner Stadtreinigung (BSR) zahlreiche Angebote entwickelt, um Bürgerinnen und Bürgern die niedrigschwellige, kostengünstige und Wohnortnahe Entsorgung von Sperrmüll und Elektro- und Elektronikgeräten zu ermöglichen. Recycling-Höfe BSR Abfall-ABC: Wo kann ich welche Abfälle abgeben Abholung aus privaten Haushalten durch die BSR Sie möchten Sperriges (Sofa, Kühlschrank, Matratze) durch die BSR aus Ihrem Haushalt abholen lassen? Ab einer Gebühr von 50 Euro können Sie sich eine Abholung innerhalb der kommenden Wochen buchen. Tiptapp Sie möchten am besten heute noch Ihren Sperrmüll zu einem der BSR-Recyclinghöfe fahren lassen und sichergehen, dass es auch dort ankommt? Tiptapp bietet Ihnen die Vernetzung zu anderen Bürgerinnen und Bürgern, die – gegen eine kleine Aufwandsentschädigung – gesichert Ihren Sperrmüll zum BSR-Recyclinghof bringen. Kieztage Kaputtes entsorgen, noch gut Erhaltenes weitergeben und vielleicht noch einen kleinen Schatz ausgraben. Auf den Kieztagen haben Sie die Möglichkeit Sperrmüll und Elektro- und Elektronikgeräte wohnortnah im Kiez abzugeben und gleichzeitig die Tausch- und Verschenkmärkte zu nutzen. Damit tun Sie gleichzeitig etwas für die Umwelt und sparen bestenfalls noch dabei. Die nächsten Termine in Ihrem Kiez finden Sie auf der Seite der BSR. ReMap Bei ReMap finden Sie einen Überblick über alle wohnortnahen Möglichkeiten zur Verleihung, Weitergabe, zum Tausch, zur Reparatur oder zur Entsorgung. Einfach öffnen und die Lösung für Ihr Problem finden. NochMall Nochmal(l) verwenden ist die Prämisse der NochMall. Am Standort in Reinickendorf kann gutes Gebrauchtes abgegeben und erstanden werden. Repami Das Reparaturnetzwerk „repami“ vereint einen großen Teil der kommerziellen Reparaturbetriebe und ehrenamtliche Reparaturcafés der Stadt zentral auf einer Plattform. Es bietet einen Überblick über Berliner Handwerksbetriebe und Reparatur-Initiativen sowie deren Angebote. Abgabe von Bauabfällen aus privaten Haushalten Sie möchten private Bauabfälle gegen ein Entgelt korrekt entsorgen? Im Abfall-ABC der BSR finden Sie auch hierfür den richtigen Recyclinghof, wenn Sie angeben, welchen Abfall Sie entsorgen möchten, z. B. Bauschutt/ Mineralischer Bauschutt (wie Fliesen, Ziegel, Keramik), Asbest oder Dachpappe. Zero Waste Agentur Re-Use Berlin
Die große Menge an Müll und Unrat in Berliner Gewässern ist leider ein stetiges Problem. Denn egal ob Flüsse, Seen oder Kanäle: Müll gehört nicht in die Gewässer. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sind mehrere Schiffe, Reinigungswagen und weitere Fahrzeuge das ganze Jahr unterwegs, um die Berliner Gewässer zu reinigen. Denn müllfreie Gewässer sind eine saubere Sache. Regelmäßig wird eine Gewässerfläche von 50 km² gereinigt. Zur Veranschaulichung: Die Fläche, die gesäubert wird, ist etwa 14-mal so groß wie das Tempelhofer Feld. Hinzu kommen ca. 420 km kleinere Fließgewässer (z. B. Gräben und Fließe), was etwa 11-mal der Ringbahnstrecke Berlins entspricht – eine gewaltige Aufgabe, der wir uns ganzjährig widmen. Um diese Herausforderung zu bewältigen, sind täglich mehrere Reinigungsschiffe sowie Reinigungswagen und weitere Fahrzeuge im Einsatz. Die Säuberung der Berliner Gewässer, einschließlich der Bundeswasserstraßen, findet in einem mehrmals wöchentlich bis monatlichen Reinigungsturnus statt. Die jährlichen Gesamtkosten dafür belaufen sich auf etwa 2 Millionen Euro. Dabei finden wir an erster Stelle vor allem Verpackungsmüll, sowie Glasflaschen, aber auch Spritzen. Neben Autoreifen und Altholz, zum Beispiel in Form von Paletten, gehören auch skurrile Funde wie Matratzen, Sofas und weitere Möbel dazu. Auch Schrott in Form von E-Scootern, Einkaufswagen, Straßenschildern, Tresoren und Fahrrädern sind Teil des Mülls in den Berliner Gewässern. Einige Flüsse und Kanäle werden gezielt als Endlager für unerwünschte Gegenstände wie Möbel oder Matratzen missbraucht. Das schadet der Umwelt. Doch auch alltägliche Objekte tragen erheblich zur Verschmutzung bei. Oft werden sie liegengelassen, woraufhin Wind und Wetter dafür sorgen, dass Gegenstände wie Verpackungen oder Flaschen schließlich in die Nähe der Ufer und von dort aus in die Gewässer getrieben werden. Die effektivste Maßnahme gegen die Verschmutzung unserer Gewässer besteht darin, keinen Abfall in der Natur zu hinterlassen oder an Orten, an denen er nicht hingehört. Darüber hinaus können Sie durch die Sensibilisierung Ihres Umfelds für das Thema Müll in Gewässern einen wichtigen Beitrag leisten – ein guter Start wäre das Teilen dieser Webseite oder unserer Inhalte in den sozialen Medien.
In Möweneiern von Nord- und Ostsee wurde von den drei Hauptdiastereomeren alpha-, beta- und gamma, die in technischem HBCD enthalten sind, nur alpha-HBCD nachgewiesen. Die Konzentrationen von beta- und gamma-HBCD bewegten sich im Bereich der Nachweisgrenze. An allen drei Standorten wurden im Jahr 2000 die höchsten Konzentrationen gemessen. Danach nahmen die HBCD-Gehalte signifikant ab. Hexabromcyclododecan (HBCD) gehört zur Gruppe der bromierten Flammschutzmittel. Technisches HBCD ist ein Gemisch aus verschiedenen Diastereomeren , die jeweils aus zwei Enantiomeren ((-)/(+)) bestehen. gamma-HBCD macht mit 75-89% den Hauptanteil aus, gefolgt von beta-HBCD mit 10-13% und alpha-HBCD mit 1-12%. HBCD wird z.B. in Wärmedämmplatten aus Polystyrolschaum aber auch in Gehäusen von Computern und Rückbeschichtungen von Textilien für Polstermöbel verwendet. Schon relativ geringe Mengen dieses hochwirksamen Flammschutzmittels reichen aus, um einen effektiven Schutz zu gewährleisten. Trotzdem sind Spuren von HBCD mittlerweile in allen Umweltkompartimenten nachweisbar. In der Umwelt wird HBCD nur schwer abgebaut und reichert sich stark in Organismen und im Nahrungsnetz an. Darüber hinaus ist es sehr toxisch für aquatische Organismen. Diese PBT-Eigenschaften ( Persistent , Bioakkumulierend und Toxisch) haben dazu geführt, dass HBCD im Rahmen der Chemikalienbewertung unter REACh als besonders besorgniserregender Stoff (SVHC - substance of very high concern) eingestuft wurde. Seine Aufnahme in Anhang 1 der Stockholmer Konvention wird derzeit diskutiert. Trotz seiner negativen Eigenschaften darf HBCD momentan noch verwendet werden, da keine gleichwertigen Alternativen zur Verfügung stehen. Die HBCD-produzierenden und weiterverarbeitenden Industrien haben jedoch in den letzten Jahren verschiedene Programme zur Kontrolle und Reduktion von HBCD Emissionen initiiert (z.B. VECAP - Voluntary Emissions Control Action Programme und SECURE - Self Enforced Control of Use to Reduce Emissions). Um einen Eindruck der HBCD-Belastung von Biota an deutschen Küsten zu gewinnen wurden Poolproben von Silbermöweneiern dreier Standorte in der Nord- und Ostsee im Rahmen eines retrospektiven Monitorings untersucht. In Silbermöweneiern von den beiden Nordseestandorten Trischen und Mellum schwankten die HBCD-Konzentrationen (Summe aller Diastereomere ) zwischen 13,8 und 74,8 ng/g Fett (Trischen) und 4,17-107 ng/g Fett (Mellum). Eier von der Ostseeinsel Heuwiese wiesen HBCD-Gesamtgehalte von 25,1- 98,7 ng/g Fett auf. Von den drei Hauptdiastereomeren in technischem HBCD wurde nur alpha-HBCD in allen Eiproben nachgewiesen. Die Konzentrationen von beta- und gamma-HBCD bewegten sich dagegen meist im Bereich der Nachweisgrenze. In allen Proben war die Konzentration von (-)-alpha-HBCD geringfügig höher als die von (+)-alpha-HBCD. Die zeitlichen Konzentrationsverläufe waren an allen drei Probenahmeflächen ähnlich: Bis zum Jahr 2000 stiegen die Konzentrationen an, danach ist eine deutliche Abnahme zu erkennen. Silbermöweneier aus Trischen wiesen zwischen 1988 und 2008 mittlere Konzentrationen von 7,7-41,1 ng/g Fett (-)-alpha-HBCD und 5,9-31,2 ng/g Fett (+)-alpha-HBCD auf. Nach 2000 nahmen die Gehalte signifikant ab und erreichten im Jahr 2008 Werte unterhalb der Ausgangsgehalte von 1988. Etwas höhere Belastungen fanden sich in Eiern aus Mellum. Hier lagen die Konzentrationen der beiden alpha-HBCD Enantiomere bei 2,1-66 ng/g Fett (-)-alpha-HBCD bzw. 1,7-40,8 ng/g Fett (+)-alpha-HCBD. Auch hier nahmen die Konzentrationen nach 2000 ab, die Abnahme war aber weniger ausgeprägt als in Trischen. Erst im Jahr 2008 waren die Konzentrationen auf etwa 50% der Werte von 2000 gesunken. Die mittlere Belastung von Möweneiern von der Ostseeinsel Heuwiese lag zwischen 1998 und 2008 bei 13,3-52,0 ng/g Fett (-)-alpha-HBCD und 11,6-44,7 ng/g Fett (+)-alpha-HBCD. Eine signifikante Abnahme zeigt sich hier nach 2002. Im Jahr 2008 lagen die Konzentrationen deutlich unterhalb der Werte von 1998. Obwohl in technischem HBCD gamma-HBCD dominiert, findet sich in Möweneiern fast ausschließlich alpha-HBCD. Dieser Befund bestätigt frühere Untersuchungen. Als mögliche Gründe werden drei Faktoren diskutiert: (1) eine bessere Bioverfügbarkeit von alpha-HBCD wegen seiner höheren Wasserlöslichkeit, (2) eine Biotransformation von gamma- und beta-HBCD zu alpha-HBCD und (3) eine rasche Metabolisierung von gamma- und beta-HBCD, so dass es zu einer Anreicherung des langsamer abbaubaren alpha-Diastereomers kommt. Die beobachtete Abnahme der HBCD-Belastung in Möweneiern an allen drei Umweltprobenbank-Standorten deutet darauf hin, dass die Maßnahmen zur Emissionsreduktion greifen und/oder dass der Verbrauch von HBCD in den letzten Jahren rückläufig ist. Aktualisiert am: 12.01.2022 Datenrecherche Datenrecherche Datenrecherche Datenrecherche Datenrecherche
Teilplan Siedlungsabfälle und andere nicht gefährliche Abfälle [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] ABFALLWIRTSCHAFTSPLAN RHEINLAND-PFALZ 2022 Teilplan Siedlungsabfälle und andere nicht gefährliche Abfälle Titelfoto: © Christoph Schladt Die Fotos der Bildmontage entstanden während der Ausstellung „Upcycling :: ReUse | Wiederver- wenden statt Wegwerfen“ am 08.03.2022. Veranstalter der Ausstellung war die Stiftung Baukul- tur Rheinland-Pfalz. Die Gestaltung der Ausstellung erfolgte durch Studentinnen und Studenten der Hochschule Mainz, Fachrichtung Innenarchitektur unter der Leitung von Prof. Bernd Benning- hoff. Im Kurs „Entwurf Objekt“, haben die Studierenden die Aufgabe, ein Objekt unter bestimmten Vorgaben zu entwerfen. Entweder wird eine bestimmte Nutzung vorgegeben, beispielsweise Leuchten oder es gibt eine Materialvorgabe und das Objekt ist frei wählbar. Im Wintersemester 2021/2022 waren diese Objekte aus bereits benutzten Materialien/Produkten zu entwerfen und herzustellen. So entstanden Leuchten aus Luftfiltern, CDs oder Kaffeekapseln, Sessel aus texti- len Werbebannern oder Regale aus Wabenpappe. Die Bildmontage der Titelseite zeigt Objekte der Studierenden Charlotte Nesseler (Leuchten aus gebrauchten Ventilatoren) und Dana Berg (Leuchten aus alten Leiterplatten). ABFALLWIRTSCHAFTSPLAN RHEINLAND-PFALZ 2022 Teilplan Siedlungsabfälle und andere nicht gefährliche Abfälle November 2022 Unter Mitarbeit von: Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Straße 7 55116 Mainz Tel.: 06131/6033-0 Fax: 06131/1432966 E-Mail: presse@lfu.rlp.de www.lfu.rlp.de SAM Sonderabfall-Management-Gesellschaft Rheinland-Pfalz mbH Wilhelm-Theodor-Römheld-Str. 34 55130 Mainz Tel.: 06131/98298-0 Fax: 06131/98298-22 E-Mail: info@sam-rlp.de www. sam-rlp.de IMPRESSUM Herausgeber:Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Straße 1 55116 Mainz Bearbeitung:ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, Wilckensstraße 3, 69120 Heidelberg Telefon +49 6221 4767-0 Telefax +49 6221 4767-19 E-Mail info@ifeu.de Internet www.ifeu.de Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH Werner-Eisenberg-Weg 1 37213 Witzenhausen Telefon +49 5542 9380-0 Telefax +49 5542 9380-77 E-Mail info@witzenhausen-institut.de Internet www.witzenhausen-institut.de Landesamt für Umwelt Kaiser-Friedrich-Straße 7 55116 Mainz Telefon +49 6131 6033-0 Telefax +49 6131 1433195 E-Mail poststelle@lfu.rlp.de Internet www.lfu.rlp.de © 02.08.2022 Nachdruck und Wiedergabe nur mit Genehmigung des Herausgebers AWP Rheinland-Pfalz – Teilplan Siedlungsabfälle und andere nicht gefährliche Abfälle 2022 INHALTSVERZEICHNIS TEIL A: STAND UND ZIELE DER SIEDLUNGSABFALLWIRT- SCHAFT IN RHEINLAND-PFALZ 1Allgemeines1 2Ziele und abfallwirtschaftliche Rahmenbedingungen5 2.1Abfallwirtschaftliche Ziele5 2.2Maßnahmen des Landes8 2.2.1 2.2.28 9 2.3 3 Zielsetzung des Abfallwirtschaftsplans Maßnahmen zur Abfallvermeidung sowie zur Bekämpfung und Verhinderung jeglicher Form der Vermüllung 3.1 3.2 4 Siedlungsabfälle und andere Abfälle Mineralische Bauabfälle 10 15 Maßnahmen zur Abfallvermeidung und Wiederverwendung von Produkten15 Maßnahmen zur Bekämpfung und Verhinderung jeglicher Form der Vermüllung21 Darstellung der Abfallarten25 4.1Siedlungsabfälle in Rheinland-Pfalz30 4.1.131 31 32 34 34 36 37 37 38 39 40 41 42 43 44 44 45 Restabfälle 4.1.1.1 Häusliche Restabfälle 4.1.1.2 Sperrabfälle 4.1.2 Bioabfälle 4.1.2.1 Biotonnenabfälle 4.1.2.2 Gartenabfälle 4.1.2.3 Lebensmittelabfälle 4.1.3 Papier, Pappe und Karton (PPK) 4.1.4 Glas 4.1.5 LVP (Verpackungen) 4.1.6 Kunststoffe 4.1.7 Metalle 4.1.8 Holz 4.1.9 Textilien 4.1.10 Elektro- und Elektronikaltgeräte 4.1.11 Altbatterien und Akkumulatoren 4.1.12 Hausabfallähnliche Gewerbeabfälle MINISTERIUM FÜR KLIMASCHUTZ, UMWELT, ENERGIE UND MOBILITÄT RHEINLAND-PFALZ
Polstermöbel können bei der Herstellung, Nutzung und Entsorgung Umweltbelastungen verursachen. Die vom Umweltbundesamt empfohlenen Kriterien für Ausschreibungen beziehen sich daher auf den gesamten Lebensweg von Polstermöbeln. Sie betreffen die Herstellung und die dabei eingesetzten Werkstoffe und Materialien, die Nutzungsphase sowie die Entsorgung von gebrauchten Polstermöbeln und von Verpackungsmaterial für den Transport von neuen Möbeln. Der Leitfaden basiert auf den Kriterien des Umweltzeichens Blauer Engel für Polstermöbel (DE-UZ 117), Ausgabe Januar 2018. Quelle: Umweltbundesamt
Polstermöbel können bei der Herstellung, Nutzung und Entsorgung Umweltbelastungen verursachen. Die vom Umweltbundesamt empfohlenen Kriterien für Ausschreibungen beziehen sich daher auf den gesamten Lebensweg von Polstermöbeln. Sie betreffen die Herstellung und die dabei eingesetzten Werkstoffe und Materialien, die Nutzungsphase sowie die Entsorgung von gebrauchten Polstermöbeln und von Verpackungsmaterial für den Transport von neuen Möbeln. Der Leitfaden basiert auf den Kriterien des Umweltzeichens Blauer Engel für Polstermöbel (DE-UZ 117), Ausgabe Januar 2018. Veröffentlicht in Ratgeber.
<p>Emissionsarme und nachhaltig hergestellte Möbel schützen die Gesundheit und schonen die Umwelt – Labels wie der Blaue Engel bieten Orientierung.</p><p>Die Menschen in unseren Breitengraden verbringen die meiste Zeit in Innenräumen – in der eigenen Wohnung, im Büro oder in öffentlichen Gebäuden. Möbelstücke können eine wesentliche Quelle für Schadstoffe in der Raumlauft sein. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Augenreizungen können die Folgen hoher Schadstoffemissionen sein. Produkte, die zu 100 Prozent schadstofffrei sind, gibt es nicht. Mit der richtigen Wahl der Möbel kann jedoch die Belastung minimiert werden. Generell gilt: Möbel und Einrichtungsgegenstände sollten möglichst emissionsarm sein – das schützt die Gesundheit und die Umwelt.</p><p>Häufig verstecken sich Schadstoffe in Holzwerkstoffen, Klebern, Lackierungen oder anderen Beschichtungen. Zu den freigesetzten sogenannten „Flüchtigen organischen Verbindungen“ zählen beispielsweise Terpene und Aldehyde aus Hölzern, Weichmacher aus Lacken oder Lösemittel aus Wachsen. Terpene stecken als natürliche Bestandteile im Holz und können Allergien auslösen. Auch Formaldehyd, das Augen und Schleimhäute reizen und bei jahrelanger Belastung sogar krebserregend wirken kann, wird in geringen Mengen aus natürlichem Holz emittiert, kann aber vor allem in Holzwerkstoffen enthalten sein.</p><p>Möbelstücke aus Holz sind aus ökologischer Sicht sinnvoll – Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der mit geringem Aufwand, in der Regel ohne Dünge- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=Pflanzenschutzmittel#alphabar">Pflanzenschutzmittel</a>, produziert wird. Beim Kauf von Möbelstücken aus Holz ist eine nachhaltige Wald- und Holzwirtschaft von zentraler Bedeutung für den Umweltschutz. In Deutschland gilt das Bundeswaldgesetz, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung vorschreibt. Dazu zählen der Erhalt der Wälder und ein sparsamer Umgang mit der Ressource Holz.</p><p>Problematisch können Holzprodukte werden, deren Holz nicht aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Dazu gehören vor allem Tropenhölzer und Holz aus nördlichen Wäldern, die häufig aus großflächigen Kahlschlägen stammen. Hier werden Biotope und ganze Lebensräume vernichtet, deren Artenvielfalt und –struktur wegen der langen Entstehungszeiten nicht ersetzbar ist. </p><p>Wie erkennt man umweltfreundliche und emissionsarme Möbel?</p><p>Achten Sie beim Kauf auf Gütezeichen wie den Blauen Engel oder das Goldene M. Diese Label schließen minderwertige oder schadstoffhaltige Materialien konsequent aus und fordern den Einsatz von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.</p><p>Der <strong>Blaue Engel</strong> setzt mit seinen Vergabekriterien neben Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten einen klaren Schwerpunkt auf die menschliche Gesundheit. Die verschiedenen Siegel reichen von Holzmöbeln über Polstermöbel und Matratzen bis hin zu Bodenbelägen. Die Broschüre „Gesund und umweltfreundlich einrichten“ zeigt detailliert, welche Siegel für welche Kriterien stehen. Neben dem Blauen Engel bietet auch das <strong>Goldene M</strong> gute Orientierung. Dieses Gütezeichen für Möbel (RAL-GZ 430) der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. deckt die komplette Palette an Möbeln und Einrichtungsgegenständen ab. </p><p>Der Blaue Engel und das Goldene M garantieren Umwelt- und Gesundheitsaspekte, aber auch Faktoren wie Haltbarkeit und Stabilität. Und ein Möbelstück, das lange hält und nicht nach wenigen Jahren bereits wieder ersetzt werden muss, schont somit ebenfalls Portemonnaie und Umwelt. </p><p>Zu guter Letzt: Wohin mit ausgedienten Möbelstücken? </p><p>Irgendwann hat auch ein gutes Möbelstück ausgedient. Wenn es zum Wegwerfen zu schade ist, muss es nicht gleich auf den Sperrmüll wandern, sondern kann beispielsweise einer sozialen Einrichtung oder einem Gebrauchtmöbelkaufhaus gespendet werden. Möbelkammern holen die Stücke häufig kostenlos ab und arbeiten sie für karitative Zwecke auf. Auch Verschenk- und Tauschgruppen in sozialen Netzwerken, die es mittlerweile für fast alle deutschen Städte gibt, (zum Beispiel Free your Stuff) sind eine gute Anlaufstelle. </p><p>Falls das Möbelstück tatsächlich kaputt bzw. unbrauchbar ist, gehört es auf den Sperrmüll. Die Entsorgung ist kostenlos, Informationen gibt es bei der zuständigen Gemeinde. Mit dem Blauen Engel oder dem Goldenen M ausgezeichnete Möbelstücke vereinfachen übrigens auch Entsorgung und Recycling, da sie keine Materialschutzmittel wie Fungizide, Insektizide oder Flammschutzmittel oder halogenorganische Verbindungen enthalten dürfen.</p>
Die Menschen in unseren Breitengraden verbringen die meiste Zeit in Innenräumen. Möbel und Einrichtungsgegenstände können aufgrund ihrer großen Oberfläche und der verwendeten Materialien eine wesentliche Quelle für die Belastung der Innenraumluft sein. Diese Broschüre gibt Ihnen einen Überblick, worauf aus Gesundheits- und Umweltsicht bei der Einrichtung Ihrer Wohnung oder eines Büros geachtet werden sollte. Wie erkennt man umweltfreundliche Möbel, die ein gesundes Wohnen ermöglichen? Worauf ist beim Kauf zu achten? Und wohin mit ausgedienten Möbelstücken? Dieser Ratgeber erklärt´s.
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 15 |
| Land | 7 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 4 |
| Text | 11 |
| Umweltprüfung | 3 |
| unbekannt | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 16 |
| offen | 4 |
| unbekannt | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 21 |
| Englisch | 3 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Dokument | 5 |
| Keine | 8 |
| Webseite | 10 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 19 |
| Lebewesen und Lebensräume | 19 |
| Luft | 16 |
| Mensch und Umwelt | 22 |
| Wasser | 14 |
| Weitere | 22 |