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Im Rahmen dieses zweijährigen Forschungsprojektes wurde versucht, im UG Merfelder Bruch (800 ha), mittels Ohrmarkenmarkierung frisch gesetzter Kälber und Fotofallenerfassung die Damwildpopulationsgröße über das Fang-Markierung-Wiederfang-Verfahren abzuschätzen. Es zeigte sich, dass man mit der angewandten Methode innerhalb von maximal einer Woche in der Lage war, mindestens 10 % der in dem Jahr geborenen Damkälber zu markieren. In beiden Jahren wurden insgesamt 46 Damkälber markiert. Nach wenigen Wochen lagen von fast allen Markierten Fotofallennachweise vor, was die Eignung des Fotofallennetzwerkes mit 10 übers Gebiet verteilten Fotofallen sehr gut belegt. Auch die hohen Wiederfangraten vieler markierter Kälber sprechen für die Eignung der Methode und für einen geeigneten Datenpool.
Im Kreisgebiet wird die Jagd in Jagdbezirken ausgeübt. Die Fläche der jagdlich nutzbaren Fläche beträgt rund 32.000 Hektar. Die Grundeigentümer (Bund, Land, Kommunen, private Eigentümer) verwalten Jagdflächen, die über 75 Hektar groß sind. Die Grundstückseigentümer, die in einer sogenannten Jagdgenossenschaft zusammengeschlossen sind, verpachten die meisten der kleineren jagdlich nutzbaren Flächen an interessierte Jäger. Diese Jagdgenossenschaft unterliegt als Körperschaft des öffentlichen Rechts der Aufsicht durch die Kreisverwaltung.
Die ersten sicheren Nachweise der Wildkatze auf sächsischem Gebiet führten nun dazu, dass ab dem Jahr 2013 auch für diese wiederkehrende Art entsprechende Strukturen für ein effizientes Monitoring, bei dem alle bisherigen Akteure eingebunden sind, entwickelt werden. Hierfür erschien es sinnvoll, das bereits etablierte Luchs-Monitoringsystem sowohl personell zu erweitern, als auch inhaltlich zu ergänzen, um Synergieeffekte z.B. beim Lockstock- und Fotofallenmonitoring nutzen zu können.
Die Kernzonen der terrestrischen deutschen Nationalparke (NLP) und Biosphärenreservate (BR) umfassen perspektivisch 50 bis nahezu 100 Prozent der NLP- (bzw. BR-)Fläche. Obwohl hier jede wirtschaftliche bzw. stoffliche Nutzung ruhen soll, wird gegenwärtig im überwiegenden Anteil der Kernzonen weiterhin Jagd als Wildbestandsregulierung und a. zur Förderung der Naturverjüngung betrieben. Ein an dem anspruchsvollen Ziel eines ungelenkten Naturdynamikschutzes orientiertes Wildmanagement ist eines der größten Herausforderungen des Nationalparkmanagements in Mitteleuropa, da u.a. große Prädatoren wie Luchs und Wolf weitgehend fehlen. Entscheidend ist die Frage, wie, wann, wo, in welchem Umfang, wie lang ab NLP-Gründung und durch wen ein Wildmanagement bei unterschiedlichen Wilddichten in den NLP (in Augenschein genommen werden sollen Rot- und Damhirsche, Rehe und Schwarzwild) erfolgen sollen und wie dies auch organisatorisch umzusetzen ist. Dabei müssen sowohl die Bestandsdichten, die Mobilität und die Lebensraumsituation des Wildes bekannt sein, als auch die Situation im Umfeld des NLP. Zum Auftakt des Vorhabens soll ein Expertenworkshop zum Thema durchgeführt werden, zu dem Vertreter der betroffenen Bundesländer und der NLP sowie Wald-/Wild-Experten eingeladen werden sollen und mit dessen Hilfe der zu bearbeitende Fragenkatalog konkretisiert werden soll. Danach soll der wissenschaftliche Sachstand zu diesem Thema zusammengeführt und die spezifische Situation jedes NLP in Deutschland und dessen Umfeld durch Zusammentragen von Daten erfasst werden, z.T. auch durch Befragungen und eigene Erhebungen (Wilddichten, Monitoring-Daten zu relevanten Indikatoren, bisheriges Wildmanagement und dessen Wirkungen, etc.). Dabei sollen insbesondere auch Erfahrungen aus dem benachbarten europäischen Ausland einfließen. Anschließend soll ein Vergleich der Daten und Erkenntnisse erfolgen. U.a. soll versucht werden, die 'kumulative' Wirkung des Schalenwildes (also Rot-, Damhirsche und Rehe) auf die
Das Ziel des Forschungsvorhabens besteht darin, die unterschiedlichen Demokratiemuster (patterns of democracy) sowie die Leistungsbilanzen von politischen Systemen (policy performance) in 10 mittel- und osteuropäischen Ländern im Zeitraum von 1995 bis 2005 empirisch zu identifizieren und analytisch zu verbinden. Theoretisch gehen wir dabei von der 'institutions do matter'-Annahme aus. In Weiterentwicklung des Ansatzes von Arend Lijphart (1999) schlagen wir ein dreidimensionales Demokratiemodel vor, das institutionelle wie akteursbezogene Strukturmerkmale verbindet. Demokratische Systeme sind institutionell durch zwei Dimensionen definiert: das Wahlsystem (elektorale Entscheidungsregel) und das Regierungssystem, hier definiert als die Vetomacht außerparlamentarischer Institutionen gegenüber Regierung und Parlament (legislative Entscheidungsregel). Da Politiken nicht allein in institutionellen Rahmenbedingungen entstehen, sondern in diesen von Akteuren beschlossen und umgesetzt werden, untersucht die dritte Dimension die Akteurskonstellation in Regierung und Parlament. Die durch diese drei Dimensionen definierten Demokratiemuster werden mit policy-Mustern in den Politikfeldern Wirtschaft, Soziales und Umwelt in Beziehung gesetzt. Empirisch soll der Einfluss der Demokratiemuster auf die Leistungsbilanz von politischen Systemen vor dem Hintergrund der historischen Entwicklungen (legacies) und der internationalen Einbindung der einzelnen mittel- und osteuropäischen Länder erklärt werden. Insofern werden die traditionellen Analysen über Politikperformanz in westlichen Ländern um die für Mittel- und Osteuropa bedeutenden Fragen 'does history matter' bzw. 'does globalization matter' ergänzt. Methodisch basiert das Forschungsvorhaben auf der Anwendung der makro-quantitativen Vielländeranalyse (Aggregatdatenanalyse). Eingang in die Analyse finden jene Länder der Mittel- und Osteuropa, die empirisch vergleichbar sind (most similar systems design).
In einer von der Verwaltung des UNESCO-Biosphaerenreservates Schorfheide-Chorin in Auftrag gegebenen Studie wurden Moeglichkeiten der Wildbestandsregulierung in der Kernzone Arnimswalde des Biosphaerenreservates untersucht. Anlass war die generelle Frage nach der Notwendigkeit einer Bejahung der Kernzonen von Grossschutzgebieten. Es erfolgte eine Konkretisierung der Schutzziele und eine eingehende Analyse der gegenwaertigen Situation. Dabei zeigte sich, dass die Grenzen der Wildlebensraeume anders verlaufen als die Schutzgebietsgrenzen. Das Gebiet hat eine 'Brueckenkopflage' am Rand der Schorfheide vor den Feldfluren der Uckermark. Die Verteilung des Schalenwildes ist sehr ungleichmaessig und einem dynamischen Wechsel unterlegen. Die Analyse umfasste daher auch die angrenzenden Gebiete der Schutzzonen II und III. Mit der Erfassung der aktuellen Forst- und potentiellen Waldoekosystemtypen und der Lebensraumbewertung nach Aesungs- und Deckungsqualitaet wurden neue Methoden angewendet, deren Bedeutung weit ueber die Beurteilung des Untersuchungsgebietes hinausgeht. Sie koennen in der Forsteinrichtung und in der Jagdwirtschaft zu voellig neuen, modernen und auf oekologischer Grundlage basierenden Verfahren fuehren. Anhand der aktuellen und potentiellen Verteilung der Baumarten und Oekosysteme wurde der Natuerlichkeitsgrad des Gebietes berechnet. Dieser ist in der Kernzone mit 26 Prozent bei den Baumarten und 18 Prozent bei den Oekosystemen relativ gering und zeigt abnehmende Tendenz mit sinkendem Schutzstatus. Ergebnis: Der Lebensraum der Wildtiere umfasst ein Mehrfaches der Waldflaeche. Nur ca. 25 Prozent der Schalenwildstrecke faellt in den Waldflaechen der Zonen I, II, III. Der Einfluss des Schalenwildes auf die Baumverjuengung ist gegenwaertig hoch. Die weitgehend geschlossenen Altholzbestaende der Kernzone lassen eine grossflaechige Verjuengung nicht zu. Rot-, Dam- und Schwarzwild wechseln in ihrer Bestandesdichte jahreszeitlich und in Abhaengigkeit vom Feldfruchtanbau. Das standortstreue Rehwild hat den groessten Einfluss auf die Verjuengung. Die Regulierung des Wildbestandes muss sich auf das Rehwild konzentrieren. Es muss scharf bejagt werden. Die anderen Schalenwildarten sind im Rahmen der Hegegemeinschaft zu bewirtschaften. Die Jagdzeit in der Kernzone sollte auf die Zeit von September bis Dezember reduziert werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 6 |
| Land | 1 |
| Wissenschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 5 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 6 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 6 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 1 |
| Keine | 3 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 3 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 3 |
| Lebewesen und Lebensräume | 6 |
| Luft | 2 |
| Mensch und Umwelt | 6 |
| Wasser | 2 |
| Weitere | 6 |