Der Webservice INSEL ist eine webbasierte Anwendung zur Bereitstellung hochwertiger Fachdaten sowie spezialisierter Algorithmen für die Binnenschifffahrt. Die Plattform wird seit 2021 im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte entwickelt.
Ziel von INSEL ist es, Infrastruktur-, Gewässer- und Verkehrsdaten zentral verfügbar zu machen und ergänzend fachliche Dienste zur Datenverarbeitung bereitzustellen. Damit soll die Digitalisierung und Automatisierung in der Binnenschifffahrt gezielt unterstützt werden.
Der Dienst richtet sich an Forschungspartner, Entwickler datengetriebener Anwendungen und an die interessierte Öffentlichkeit.
INSEL stellt seine Daten und Dienste über eine standardisierte REST-API zur Verfügung. Anwendungen können dabei automatisiert auf aufbereitete Fachdaten und Dienste zugreifen. Derzeit stehen die folgenden Dienste zur Verfügung: Stationierung, Rückstationierung, RIVER-ETA (Regression based Intelligent Vessel ETA Refinement), Routenplanung und Strömungsinterpolation.
Über eine integrierte Swagger-UI lassen sich die API-Endpunkte direkt auf der Webseite interaktiv erkunden und ausprobieren. Ergänzend dazu bietet die Webseite eine Dokumentation und weiterführende Hilfestellungen.
Mit diesem Ansatz schafft INSEL die Grundlage für innovative Anwendungen, etwa im Bereich der intelligenten Routenplanung, der adaptiven Fahrverhaltenssteuerung oder der Integration (teil-)autonomer Technologien in der Binnenschifffahrt.
Der Webservice ist modular, erweiterbar und serviceorientiert konzipiert. Bei der Entwicklung stehen Wartbarkeit, Betriebssicherheit sowie ein stabiler und leistungsfähiger Einsatz im Vordergrund.
Der Zugang zu INSEL ist grundsätzlich öffentlich. Aktuell erfolgt die Freischaltung noch per E-Mail-Anfrage, perspektivisch soll der Dienst jedoch ohne Registrierung nutzbar sein.
Derzeit werden weitere Modelle, insbesondere für Prognosen, entwickelt. Zudem sollen in Zukunft zusätzliche Infrastrukturdaten wie Verkehrszeichen, Verbotszonen und Brückendurchfahrtshöhen über den Webservice abrufbar sein.
Identifizierung und Definition von vertiefenden Studien zu einzelnen Reduktionsoptionen und Folgeproblemen. Erstellung eines Kriterienkatalogs zur Bewertung von moeglichen Arbeiten und Strategien zur Vermeidung und Verringerung energiebedingter Spurengase.
Das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm regelt die Festsetzung von Lärmschutzbereichen an bestimmten Flugplätzen in Deutschland. Das Verfahren zur Ermittlung dieser Lärmschutzbereiche wird durch die "1. Fluglärmschutzverordnung" konkretisiert, die auf die "Anleitung zur Berechnung von Lärmschutzbereichen" (AzB) sowie die "Anleitung zur Datenerfassung über den Flugbetrieb" (AzD) verweist. Die teils vor Jahrzehnten festgeschriebenen akustischen und flugbetrieblichen Daten der AzB können den Flugbetrieb in Deutschland nur noch bedingt abbilden. So wurden in den letzten Jahren beispielsweise neue Luftfahrzeugmuster mit modernen Triebwerken eingeführt und ältere Muster stillgelegt oder modernisiert. Um diesen Tatsachen Rechnung zu tragen, wurde im Forschungsvorhaben "Überprüfung und Verbesserung der Berechnungsverfahren beim Fluglärm" die Datengrundlage für zivile Luftfahrzeuge der AzB vollständig überarbeitet. Im Zuge dieser Überarbeitung wurde ein neues Gruppierungsschema für Luftfahrzeuge entwickelt und eine Anpassung der akustischen und flugbetrieblichen Daten vorgenommen. Das hier beschriebene Vorhaben wendet diese neue akustische Datengrundlage erstmals für realitätsnahe Verkehrsszenarien an. Basierend auf den Erfahrungen der Autoren aus der Erstellung einer Vielzahl von sog. Datenerfassungssystemen (DES), bei denen die flugbetriebliche Praxis in Modellen für die Fluglärmberechnung abgebildet wird, wurden Fluglärmberechnungen für drei große Verkehrsflughäfen in Deutschland durchgeführt. Ergebnis sind detaillierte graphische Darstellungen der berechneten Fluglärmsituation für verschiedene Szenarien einschließlich einer Differenzbetrachtung zwischen aktueller und überarbeiteter akustischer Datengrundlage. Quelle: Forschungsbericht
Mit der zunehmenden wissenschaftlichen Analyse der Umweltbelastung steht die Umweltpolitik einer Fuelle von Einzelinformationen gegenueber. Zur Entscheidungsvorbereitung benoetigt eine praeventive Umweltpolitik ein systematisierendes Instrumentarium, das auf der Ebene der Emissionen einzelner Schadstoffe und Emittentengruppen die notwendige Datenbasis liefert und es erlaubt, die direkten und indirekten Wirkungen der Umweltpolitik medienuebergreifend zu analysieren. Nur so ist es moeglich, ein annaehernd vollstaendiges Bild der Auswirkungen umweltpolitischer Massnahmen zu erhalten. Vor diesem Hintergrund hat der Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen in seinem Umweltgutachten 1987 Grundzuege eines Ansatzes zur Ermittlung der Emittentenstruktur in der Bundesrepublik Deutschland zur Diskussion gestellt. Zweck dieses Ansatzes soll sein, eine systematische Datenbasis fuer die Beschreibung und Prognose der Zusammenhaenge zwischen der Entwicklung der Wirtschafts- und Sozialstruktur und der Umweltbelastung in der Bundesrepublik Deutschland zu gewinnen. Die Datenbasis soll als Entscheidungshilfe fuer die weitere Ausgestaltung der Umweltpolitik genutzt werden. Das Forschungsvorhaben hat drei Hauptaufgaben: 1) Entwicklung eines empirischen Erhebungskonzepts fuer den vom Rat von Sachverstaendigen fuer Umweltfragen vorgeschlagenen Ansatz 'Emittentenstruktur' mit den Unteraufgaben 1,1) Darstellung der Zusammenhaenge zwischen wirtschaftlicher Aktivitaet und Schadstoffemissionen in den Umweltbereichen Luft, Wasser, Abfall, Boden und den Moeglichkeiten umweltentlastender Massnahmen. 1,2) Gegenueberstellung der Erhebungsstrukturen von Umwelt- und Wirtschaftsstatistik...