Durch das Wilkening-Verfahren wird Bioethanol unter geringerem Aufwand bei höheren Erträgen produziert. Die Nutzung der Energie aus der Abwasserbehandlung führt zu einer Reduzierung des Primärenergiebedarfs zur Dampferzeugung auf fast Null. Im Rahmen des Vorhabens soll die Produktion von Ethanol im Pilotmaßstab mit einer angepassten Abwasserbehandlung mit möglichen Kreisläufen betrieben und optimiert werden. Das Vorgehen umfasst die Bearbeitung der folgenden Punkte 1) Dekanteroptimierung bei Variation des Mahlgrades, 2) Ermittlung von Umsatzraten und Auslegungsdaten der Biogasanlage, 3) Etablierung eines innovativen Sickstoffeliminationsverfahrens, 4) Kreislaufschliessung durch MAP-Fällung (Dünger). Die Erkenntnisse aus dem Betrieb der Pilotanlage werden für die Auslegung der großtechnischen Anlage eingesetzt und können zudem auf andere Anlagen übertragen werden. Es erfolgt eine Bewertung hinsichtlich Praktikabilität, Wirtschaftlichkeit und CO2-Bilanz. Über den Stand der Erkenntnisse wird die Fachöffentlichkeit durch Veröffentlichungen und Tagungen informiert.