In einem interdisziplinären Projektverbund soll geklärt werden, ob der knappe vorhandene Abfalldeponieraum besser genutzt werden kann, indem alte Deponien geöffnet, weiterverwendbare Stoffe extrahiert und nicht verwertbare Reste durch biologische und chemische Verfahren weiter verringert werden. In vier Teilprojekten werden abfallwirtschaftliche Maßnahmen, mikrobiologische und abfallanalytische Untersuchungen sowie juristisch-ökonomische Fragen und Bewertungsmaßstäbe auf die Projektthematik konzentriert. Ein ausführlicher Schlussbericht mit einem Anlagenband und eine Buchpublikation liegen vor.
Das Ziel des Vorhabens ist eine erstmalige ganzheitliche Betrachtung des Rückbaus von abgelagerten Siedlungsabfällen und Müllverbrennungsschlacken. Einer der wichtigsten Kostenträger können dabei die im abgelagerten Abfall enthaltenen Metalle und mineralische Bestandteile sein. Die Untersuchungen am IFAD beschäftigen sich dabei vornehmlich mit der Entwicklung der Rückgwinnung von im Feingut befindlichen Wertstoffen, und wie diese dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden können. Ziel der Aufbereitung feiner Fraktionen aus vorgelagerten Behandlungsschritten an abgelagerten Siedlungsabfällen und Schlacken ist die weitest gehende Rückgewinnung fein- und feinstkörniger Metallpartikel bei gleichzeitiger Abreicherung eines verbleibenden Mineralstoffstromes an Metall-, Kohlenstoff- und Organikinhalten. Zum einen soll das Ausbringen insbesondere der Nichteisenmetalle in verwertbare Konzentrate maximiert werden. Zum anderen soll der Hauptmassenstrom an Mineralik durch Abreicherung von Schad- bzw. Störstoffen soweit aufgewertet werden, dass er als Zuschlagstoff für die Erzeugung von Ersatzbaustoffen geeignet ist oder mindestens auf eine Deponie geringerer Klassifizierung verbracht werden kann. Letztlich soll ein möglichst kleiner Stoffstrom zur abschließenden Beseitigung bzw. Rückführung in thermische Behandlungsstufen zurückbleiben. Bislang liegen keine aussagekräftigen, tragfähigen Verfahrensansätze für das gesamte Kornband im Feinbereich kleiner als 32 bzw. kleiner als 25 mm mit und ohne vorgelagerten Behandlungsschritten vor, die als Grundlage für die Erstellung eines Leitfadens zu Charakterisierung und Umgang mit solchen Stoffströmen dienen können. Der im Rahmen dieses Projektes verfolgte innovative Ansatz greift auf Erfahrungen aus der Aufbereitung von Erzen sowie anderen feinkörnigen metallhaltigen Abfallströmen zurück. Separationstechniken unterschiedlicher Art sind im Kornbereich größer als ca. 6 mm, 0,5-6 mm und kleiner als 0,5 mm erforderlich, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Die bei der Aufbereitung entstehenden metall-abgereicherten Mineralikfraktionen sollen so weiteraufbereitet werden, dass sie gesichert ausreichend gute Eigenschaften aufweisen, um sie einer Verwertung oder einem Wiedereinbau unter günstigen Bedingungen zuführen zu können. Teil der Betrachtung, im Hinblick auf die Veredelung und Vermarktung der Inertstoffe, ist eine Inventarisierung der generierten mineralischen Sekundärrohstoffe nach den vorgeschalteten Routen über die sie erzeugt worden sind. Auf diesem Weg wird eine ganzheitliche und vergleichende Betrachtung erst möglich. Aufgrund der Ergebnisse sollen die angewandten Verfahren in eine Gesamtstrategie implementiert werden, um ein auf die metallischen Inhaltsstoffe und mineralischen Rückstände abzielendes Rückgewinnungs- und Verwertungskonzept zu entwickeln.
Am Beispiel der Wertmetalle Indium, Gallium und Kobalt soll untersucht werden, ob seltene Metalle aus Rückständen der bergbaulichen Aufbereitung (Berge) unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wiedergewonnen werden können. Es existieren weltweit Berge und Absetzbecken (Bergeteiche) sowie Tailings, die diese Elemente in bedeutenden Mengen enthalten, weil die Aufbereitung der Erze jeweils auf die Anreicherung ökonomisch interessanter Metalle gezielt hatte. Die Ausbeutefähigkeit solcher Berge in Absetzbecken der Flotation soll am Beispiel der der Massiv-Sulfid-Vererzung des Rammelsberges bezüglich Indium, Gallium und Kobalt untersucht werden. Das Vorhaben dient der Rohstoffsicherung durch innovative Verfahren, die zur Steigerung der Rohstoffeffizienz zu entwickeln sind. Hierbei ist insbesondere der Vermeidungseffekt von Emissionen zu beachten, da die energieintensive Zerkleinerung/Mahlung weitgehend entfällt. In diesem Sinne sind die Berge aus Aufbereitungsrückständen als potenziell wertvolle sekundäre Lagerstätten für das 'Landfill Mining' angesehen. Die Arbeitsplanung dem Fachantrag zu entnehmen. Dabei ist die Firma Stöbich Holding in den Arbeitspaketen 1 und 8 tätig. Im AP 1 schafft Stöbich zu Beginn des Vorhabens die Infrastruktur für die Probennahme und Probenbearbeitung vor Ort. Die Firma Stöbich übernimmt dabei die Bereitstellung von Betriebsmitteln, Energie, Wasser sowie der Infrastruktur. Die Projektleitung zum Zugang der Probenentnahme, zum Aufbau der Infrastruktur sowie Unterstützung bei der Logistik wird ebenfalls gestellt. Das AP 8 startet ab März 2017; hier wird die wissenschaftliche Bearbeitung der wirtschaftlichen Anschlussfähigkeit ermittelt.
Am Beispiel ausgewählter wirtschaftsstrategischer Rohstoffe wie Indium, Gallium und Kobalt soll untersucht werden, ob eine Gewinnung aus den Flotationsteichen der Erzaufbereitung des Rammelsberges bei Goslar unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten möglich ist. Die Aufbereitungsverfahren werden an Originalproben im Rahmen von Labor- und Technikumsversuchen entwickelt und erprobt. Vorlaufend werden geeignete Abbaustrategien und -techniken sowie anschließend an die Aufbereitung Methoden zum Wiedereinbau der neu erzeugten Aufbereitungsrückstände und der Reinigung abzustoßender Wässer entwickelt. Begleitet werden die technologischen Entwicklungen von Planungen zur Infrastrukturgestaltung eines künftigen Rohstoffgewinnungsbetriebes, der Klärung von Genehmigungsfragen und weiterer für die wirtschaftliche und ökologische Gesamtbewertung erforderlichen Parameter. Dadurch wird eine höchstmögliche technische und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit sichergestellt. Im Rahmen des hier beantragten Teilvorhabens sollen im Rahmen des Gesamtverbundes folgende Arbeitspaketen verantwortlich bearbeitet oder an diesen mitgewirkt werden: Arbeitspaketen 1 (Erfassung der Lagerstättendaten) und 5 (Entwicklung eines Konzeptes für den Abbau der Lagerstätten und der Standsicherheit).
Im Rahmen des Verbundprojektes soll am Beispiel ausgewählter wirtschaftsstrategischer Rohstoffe wie Indium, Gallium und Kobalt untersucht werden, ob eine Gewinnung aus den in den Bergeteichen abgelagerten Aufbereitungsrückständen (Tailings) der Erzaufbereitung des Rammelsberges bei Goslar unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten möglich ist. Die Aufbereitungsverfahren werden an Originalproben im Rahmen von Labor- und Technikumsversuchen entwickelt und erprobt. Vorlaufend werden geeignete Abbaustrategien und -techniken sowie anschließend an die Aufbereitung Methoden zum Wiedereinbau der neu erzeugten Aufbereitungsrückstände und der Reinigung abzustoßender Wässer entwickelt. Begleitet werden die technologischen Entwicklungen von Planungen zur Infrastrukturgestaltung eines künftigen Rohstoffgewinnungsbetriebes, der Klärung von Genehmigungsfragen und weiterer für die wirtschaftliche und ökologische Gesamtbewertung erforderlichen Parameter. Dadurch wird eine höchstmögliche technische und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit sichergestellt. Die geplanten Arbeitsschritte für HMG sind im Einzelnen: AP3: Aufbereitung des Bergeteichmaterials -Entwicklung hydrometallurgischer Separations- und Aufkonzentrationsverfahren für Sondermetalle (insbesondere In, Ga und ggfs. Co) aus dem Sulfidkonzentraten AP4: Metallurgische Verfahren zur Darstellung marktfähiger Produkte - Einschleusung der gewonnenen Vorkonzentrate in bestehende Anlagen und Prozesse der Metallurgie - Entwicklung von Produktspezifikationen und Absatzkanälen für Baryt- und Pyritkonzentrate und iterative Verschränkung der Flotationsprozessführung mit Qualitätsstufen-Definitionen für den Absatz von Baryt- und Pyritkonzentraten sowie für die verbleibende Mineralikfraktion im Hinblick auf eine Verwertung - Prozessoptimierung durch Verknüpfung von Aufbereitungsverfahren, hydrometallurgische Vorkonzentration und metallurgische Verwertung.
Für das in Deutschland durchzuführende Standortauswahlverfahren zur Bestimmung eines Standorts für ein geologisches Endlager für hoch radioaktive, Wärme entwickelnde Abfälle hat die Kommission 'Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe' in ihrem Abschlussbericht empfohlen, in Bezug auf die Temperaturverträglich möglicher Wirtsgesteinsvorkommen aus Vorsorgegründen in der 'Phase Eins' des Standortauswahlverfahrens zunächst von einer Grenztemperatur an der Oberfläche des endgelagerten Abfallgebindes von 100°C auszugehen. Diese Empfehlung soll gelten, bis auf Basis von Forschungsarbeiten maximal mögliche Temperaturen in den jeweiligen Wirtsgesteinen festgelegt und daraus spezifische Grenztemperaturen abgeleitet werden können. Als Beitrag zur Vorbereitung auf eine Fortschreibung der Sicherheitsanforderungen des BMUB für die Endlagerung Wärme entwickelnder radioaktiver Abfälle wurden in dem hier beschriebenen Vorhaben die wissenschaftlichen Grundlagen einer wirtsgesteinsunabhängigen Grenztemperatur für die Wirtgesteinstypen Steinsalz, Tonstein und Kristallin aufbereitet und bewertet. Hierauf aufbauend wurden Betrachtungen angestellt zur Bedeutung einer Grenztemperatur für die betriebliche Sicherheit, die Langzeitsicherheit und die Rückholbarkeit/Bergbarkeit der Abfälle. Außerdem wurde die Anwendung auf das Standortauswahlverfahren hinsichtlich der Prüfung des Kriteriums 'Temperaturverträglichkeit' und seiner Auswirkungen auf den Flächenbedarf des Endlagers betrachtet und die Vorsorgeorientierung der empfohlene Grenztemperatur im Vergleich zu der von der Europäischen Kommission gegebenen Definition des Vorsorgeprinzips bewertet.
Ziel des Projektes SAFEUSE ist es, den Umgang mit Abfalldeponien in Vietnam nachhaltig zu verbessern, indem das Modell eines integrierten und weitsichtig angelegten Herangehens am Beispiel des Deponiestandortes Go Cat entwickelt und praxisorientiert konkrete Wissens- und Planungsbausteine zur Standortnachnutzung erarbeitet werden. Dieses Teilvorhaben wird wesentliche Rahmenbedingungen für die sichere, ökologisch und ökonomisch vorteilhafte Nachnutzung klären und mit der Variante des Deponierückbaus eine wichtige Option zur Wiedererschließung und Sicherung des Standortes untersuchen. Begleituntersuchungen bestimmter ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte sollen den weiteren Teilvorhaben zudem als Flankierung dienen und wichtige Grundlagen für eine letztlich zu treffende Gesamtsanierungs- und Nachnutzungsentscheidung liefern. Das Teilvorhaben wird 6 Arbeitspakete mit folgenden Fachinhalten umfassen: Rahmenanalyse, Deponiezustands- und Inventaranalyse, Gefährdungs- und Dringlichkeitseinschätzung, generelle Technologieoptionen und Betrachtungsoption, Deponierückbau sowie Soziale Implikationsanalyse. In einem weiteren Arbeitspaket zusammengefasst sind Aktivitäten zur Ergebnissicherung und -disseminierung. Hierzu gehören u.a. Ergebnis- und Trainingsworkshops. Es wird Interaktionen zwischen den Teilvorhaben von SAFEUSE und eine kontinuierliche Einbindung sowie Mitwirkung lokaler F&E Beteiligter und Akteursgruppen geben. Insgesamt sind 5 'Deliverables' geplant.
Durch das fortschreitende Wachstum der vietnamesischen Städte liegt eine große Zahl der zu schließenden Deponien in Vietnam innerhalb der Städte und somit in enger Nachbarschaft zu Wohn- und Gewerbegebieten, so auch die Deponie Go Cat in Ho Chi Minh City. Diese Deponie dient im Projekt SAFEUSE als Praxisbeispiel, an dessen Standortvoraussetzungen und Problemfeldern sich die Strategieentwicklung zum nachhaltigen Umgang mit geschlossenen Deponien orientieren wird. Die Abdeckungen und Rekultivierungen sollen nun nicht mehr nur die eingelagerten Abfälle kaschieren, sondern in städtischen Bereichen außerdem eine Folgenutzung auf geschlossenen Deponiestandorten ermöglichen, was das zentrale Ziel dieses Teilvorhabens sein wird. Die Rekultivierung der Deponieoberfläche soll daher die Sickerwasserbildung auf ein Minimum reduzieren, ästhetische Belange berücksichtigen und eine wirtschaftliche Nachnutzung ermöglicht werden. Mit Hilfe von Kriterien soll die Deponie hinsichtlich möglicher Nachnutzungskonzepte untersucht werden. In enger Abstimmung mit den deutschen und vietnamesischen Projektpartnern werden in den ersten Arbeitsschritten die Voraussetzungen und Gegebenheiten vor Ort analysiert. Es werden verschiedene Alternativen für eine Nachnutzung anhand zu untersuchender Kriterien bearbeitet. Dazu sind auch vor Ort Workshops und Studienreisen geplant. Den Projektabschluss bildet ein konkreter Handlungskatalog mit Empfehlungen für die mögliche Nachnutzung der Deponie Go Cat.
Schwerpunkte des Berichts bilden das Einsparpotenzial von Phosphor in Produkten und von phosphathaltigen Produkten sowie die Qualität der Rezyklate und deren Einsatz als Düngemittel in der Landwirtschaft bzw. in der Düngemittelindustrie. Außerdem werden Verfahren zur P-Rückgewinnung identifiziert und bewertet, die Kosten und der Energieaufwand der Verfahren dargestellt sowie mögliche Umstellungen der Kläranlagen in Bezug auf eine erleichterte Phosphorrückgewinnung geprüft. Weitere zentrale Inhalte sind Mengenberechnungen zur Entwicklung der thermischen Klärschlammentsorgung und die Möglichkeit des Landfill Minings sowie die Langzeitlagerung der Klärschlammaschen. Anhand einer Expertenbefragung wurden Aspekte zur Markteinführung der Rezyklate diskutiert. Weiterhin werden bereits durchgeführte Maßnahmen zur Klärschlammentsorgung und P-Rückgewinnung aus dem Ausland dargestellt. Abschließend erfolgt eine Prüfung der rechtlichen Umsetzungsmöglichkeiten, u.a. zur Finanzierung und Subventionierung der P-Rückgewinnung sowie zur Abnahmeverpflichtung der produzierten Rezyklate.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 25 |
| Land | 3 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 8 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 23 |
| Text | 3 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 4 |
| Offen | 23 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 26 |
| Englisch | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Dokument | 2 |
| Keine | 14 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 26 |
| Lebewesen und Lebensräume | 24 |
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