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Ansätze einer verbesserten Nutzung von Anpassungsdaten und -wissen für eine vorsorgende Planung in der Praxis von Entscheidungsträgern

Eine vorsorgende Anpassungsstrategie braucht Starkregenrisiko- u.a. Gefahrenkarten, die die Resilienz ggü. Klimawandelrisiken erhöhen helfen. Das Vorhaben soll Klimadienste entwickeln, die diese u.a. Daten und Informationen für einen vorsorgenden Umgang kommunaler und privater Entscheider besser nutzbar machen, indem Ansätze zur Verbesserung der 'Adaptation Literacy' konzipiert und beispielhaft in Peer Groups ausgetestet werden. Konkret sollen Klimadienste für diese Anwendungsfälle entwickelt werden, die verfügbare wissenschaftliche Datengrundlagen (wie Gefahren- und Risikokarten) so transformieren, dass Entscheider in der Lage sind, Adaptation Literacy aufzubauen und diese Daten und Informationen vorsorgend zielgenau zu nutzen. Zielgruppe sind Verbände und Vereinigungen beispielweise aus den Bereichen Planung, Architektur, Ingenieurwesen und Infrastrukturen. Folgende Instrumente sind angedacht: zielgruppengerechte Aggregation von Daten und Informationen, Training von Nutzern als 'Anpassungs-Botschafter' für gesellschaftlich relevante Bereiche, Erstellung von eLearning Angeboten. Das Vorhaben kann auf folgende Vorhaben aufbauen: Umsetzung von Klimaanpassungsdiensten im KliVo-Portal, Klimadapt Netzwerk, Stakeholderdialoge und Peer Learning.

Evaluation of the KlimAdapt project

After five years of operation, a comprehensive evaluation of the KlimAdapt project, consisting of the German Climate Preparedness Portal (KLiVO-Portal) and its accompanying network, was carried out in 2024. The aim was to examine the impact and use of the portal, particularly from a user perspective. The evaluation is divided into five main questions, which were answered through a secondary analysis of existing data and the evaluation of an online survey, a series of interviews and a market analysis. The factsheet presents the evaluation procedure as well as the key findings and recommendations for further development.

Evaluation des Vorhabens KlimAdapt

Nach fünf Jahren operativem Betrieb wurde im Jahr 2024 eine umfassende Evaluation des KlimAdapt-Vorhabens, bestehend aus dem Deutschen Klimavorsorgeportal (KLiVO-Portal) und seinem Begleitnetzwerk, durchgeführt. Ziel war es, die Wirkung und Nutzung des Portals insbesondere aus Nutzerperspektive zu untersuchen. Die Evaluation gliedert sich in fünf Hauptfragestellungen, die durch eine Sekundäranalyse vorhandener Daten und die Auswertung einer Onlineumfrage, einer Interviewreihe und einer Marktanalyse beantwortet wurden. Das Factsheet stellt das Vorgehen der Evaluation sowie die zentralen Ergebnisse und Empfehlungen für die Weiterentwicklung vor.

"Das KLiVO Portal vorgestellt: Ihr zentraler Wegweiser zur Klimavorsorge in Deutschland" Termin: Freitag, 19. September 2025 von 09:15 bis 10:15 Uhr.

in der Woche der Klimaanpassung 2025

Evaluation of the KlimAdapt project

After five years of operation, a comprehensive evaluation of the KlimAdapt project, consisting of the German Climate Preparedness Portal (KLiVO-Portal) and its accompanying network, was carried out in 2024. The aim was to examine the impact and use of the portal, particularly from a user perspective. The evaluation is divided into five main questions, which were answered through a secondary analysis of existing data and the evaluation of an online survey, a series of interviews and a market analysis. The factsheet presents the evaluation procedure as well as the key findings and recommendations for further development. Veröffentlicht in Fact Sheet.

Evaluation des Vorhabens KlimAdapt

Nach fünf Jahren operativem Betrieb wurde im Jahr 2024 eine umfassende Evaluation des KlimAdapt-Vorhabens, bestehend aus dem Deutschen Klimavorsorgeportal (KLiVO-Portal) und seinem Begleitnetzwerk, durchgeführt. Ziel war es, die Wirkung und Nutzung des Portals insbesondere aus Nutzerperspektive zu untersuchen. Die Evaluation gliedert sich in fünf Hauptfragestellungen, die durch eine Sekundäranalyse vorhandener Daten und die Auswertung einer Onlineumfrage, einer Interviewreihe und einer Marktanalyse beantwortet wurden. Das Factsheet stellt das Vorgehen der Evaluation sowie die zentralen Ergebnisse und Empfehlungen für die Weiterentwicklung vor. Veröffentlicht in Fact Sheet.

Analyse und Einsatz von Klimadiensten zum Kapazitätsaufbau, Bildung und Vernetzung zur Klimawandelanpassung

Klimadienste sind ein wichtiges Instrument, mit dem der Bund, die Länder, Forschungs- und Beratungsorganisationen andere Institutionen (z.B. Kommunen, Unternehmen) bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützen. Sie sollen eine Brücke zwischen Forschung, Wissensträgern und Umsetzungsakteuren schlagen, indem sie Klimainformationen anwendungsfreundlich bereitstellen, Entscheidungen zum Umgang mit Klimarisiken unterstützen und Maßnahmenempfehlungen geben. Bisherige Forschung ergab, dass Klimadienste nur wenig genutzt werden, da die Dienste nicht zu den kontextspezifischen Entscheidungssituationen passen, Zeit-, und Personalressourcen fehlen, die Legitimation und Wirksamkeit der Dienste unklar ist oder sie unbekannt sind. Das Vorhaben begegnet diesen Herausforderungen in einem transdisziplinären Forschungsprozess, der auf drei Ebenen untersuchen soll, wie Klimadienste zukünftige und aktuelle Entscheidungsträger und Umsetzungsakteure bei der Klimaanpassung wirksam unterstützen können: 1) Forschung zum Mainstreaming von Klimaanpassungswissen in relevante berufliche/akademische Aus- und Fortbildungen und Durchführung von Pilotvorhaben mit dem Ziel, Klimawandelanpassung als Grundlagenwissen in prioritär betroffenen Berufsfeldern institutionell zu verankern (z.B. Gesundheitsbereich, Landwirtschaft, Bau-, Planungsbereich) 2) transdisziplinäre Prozessbegleitung und Weiterentwicklung des KlimAdapt Anbieter-Nutzer-Netzwerks zu Klimaanpassungsdiensten, um Dienste partizipativ weiterzuentwickeln, in der Anwendung zu begleiten und das Netzwerk als Lern-, Austausch- und Beratungsplattform auszubauen 3) Evaluation und Weiterentwicklung des Klimavorsorgeportals als ressortübergreifendes Portal für Klimadienste mit dem Ziel die Wirksamkeit des Portals und der Dienste zu erhöhen.

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Hitzeaktionspläne: Status quo, Barrieren & Erfolgsfaktoren

<p> <p>Was braucht ein kommunaler Hitzeaktionsplan und wo gibt es Unterstützungsbedarf? Diese und weitere Fragen sind mit der Zunahme von Hitzeperioden und ihren Auswirkungen in den vergangenen Jahren zunehmend relevanter geworden. Deshalb hat ein erstes bundesweites Forschungsprojekt kommunale Hitzeaktionspläne etwas genauer unter die Lupe genommen – mit bemerkenswerten Einblicken.</p> </p><p>Was braucht ein kommunaler Hitzeaktionsplan und wo gibt es Unterstützungsbedarf? Diese und weitere Fragen sind mit der Zunahme von Hitzeperioden und ihren Auswirkungen in den vergangenen Jahren zunehmend relevanter geworden. Deshalb hat ein erstes bundesweites Forschungsprojekt kommunale Hitzeaktionspläne etwas genauer unter die Lupe genommen – mit bemerkenswerten Einblicken.</p><p> <p><em>Hitzewellen werden häufiger und intensiver</em></p> <p>Die Daten des <a href="https://www.das-basisdienst.de/DE/leistungen/zeitreihen/zeitreihen.html?nn=752628%20-%20buehneTop">Deutschen Wetterdienstes</a> zeigen seit den 1970er Jahren eine Zunahme von Hitzewellen in Deutschland. Die <a href="https://www.eea.europa.eu/publications/europes-changing-climate-hazards-1/heat-and-cold/heat-and-cold-extreme-heat">Europäische Umweltagentur</a> geht davon aus, dass unter allen betrachteten Klimawandelszenarien in Zukunft eine Zunahme von Hitzewellen, sowohl hinsichtlich deren Häufigkeit, Dauer als auch deren Intensität, zu erwarten ist. Auch die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/KWRA-Zusammenfassung">Klimawirkungs- und Risikoanalyse für Deutschland</a> projiziert eine flächendeckende Zunahme von Hitzewellen. Demnach werden urbane Ballungsräume besonders betroffen sein. Extrem heiße Sommer in Deutschland sind in der Konsequenz in den kommenden Jahren – wie bereits in den Jahren 2003, 2018, 2019 und 2022 – vermehrt zu erwarten.</p> <p>Die Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Hitzeereignisse und Sonneneinstrahlung bleibt selbst bei einem schwachen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> bestehen. Deshalb wurde im <a href="https://www.bmuv.de/download/fortschrittsbericht-zur-klimaanpassung">zweiten Aktionsplan Anpassung zur Umsetzung der Deutschen Anpassungsstrategie</a> im Jahr 2015 die Notwendigkeit zur Erstellung von Hitzeaktionsplänen (HAP) – wie bereits von der Weltgesundheitsorganisation (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/who">WHO</a>) zeitnah nach dem extremen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/hitzesommer">Hitzesommer</a> 2003 in Europa empfohlen – erwähnt. Die Bund/Länder Ad-hoc Arbeitsgruppe „Gesundheitliche <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/anpassung-an-den-klimawandel">Anpassung an den Klimawandel</a>“ (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/gak">GAK</a>) publizierte daraufhin „<a href="https://www.bmuv.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/hap_handlungsempfehlungen_bf.pdf">Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschlichen Gesundheit</a>“.</p> <p><em>Forschungsprojekt untersucht Umsetzungsstand bei Hitzeaktionsplänen</em></p> <p>Aber inwieweit sind diese Handlungsempfehlungen bei den Zielgruppen – Bundesländern und Kommunen – angekommen? Welche Akteure entwickeln bereits passende Pläne zur Vorsorge gegen und Bewältigung von Hitzewellen? Auf welche Klimavorsorgedienste wird dabei zurückgegriffen? Und wo liegen Barrieren in diesem Prozess? Diese und andere Fragen bearbeitete die Beratungsfirma adelphi research gGmbH und die Hochschule Fulda im Auftrag des Umweltbundesamtes im Forschungsprojekt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/analyse-von-hitzeaktionsplaenen-gesundheitlichen">„Wirksamkeitsanalysen von gesundheitlichen Anpassungsmaßnahmen im Rahmen von Hitzeaktionsplänen sowie Klimaanpassungsdiensten“</a> (kurz: HAP-DE; 2019-2023).</p> <p><em>Maßnahmen können hitzebedingte Mortalität senken</em></p> <p>Mit einer systematischen Literaturrecherche identifizierte das Projektteam elf Studien zwischen 2008 und 2019, die den Einfluss von Hitzeaktionsplänen auf die hitzebedingte Mortalität thematisieren. Besonders älteren Menschen und Frauen können Hitzeaktionspläne demnach helfen, ihr Risiko, aufgrund von Hitze zu sterben, zu verringern. Deshalb sollte der Bund prüfen, inwieweit zielgruppenspezifische Maßnahmen aus anderen Ländern und deren Plänen sich auch zur Umsetzung in Deutschland eignen.</p> <p><em>Bisher haben nur wenige Kommune Hitzeaktionspläne umgesetzt</em></p> <p>Mit einer Onlineumfrage unter kommunalen Verwaltungen erlangte das Projektteam wichtige Erkenntnisse zu der Bedeutung, den Barrieren und Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung und Umsetzung von Hitzeaktionsplänen. Über die Hälfte der 116 Antwortenden (58%) kannten die Handlungsempfehlungen zur Erstellung von Hitzeaktionsplänen. In der Gruppe der befragten Bundesländer waren sie sogar mehr als 90% bekannt. Von den Personen, welche die Handlungsempfehlungen kennen, fanden 81% die Handlungsempfehlungen sehr beziehungsweise eher hilfreich. Nur 16% gaben an, dass diese für sie eher nicht oder gar nicht (3%) hilfreich waren.</p> <p>Zum Befragungszeitpunkt im späten Frühjahr 2020 hatte noch kein Bundesland und nur vier Kommunen bzw. ein Landkreis nach eigenen Angaben Hitzeaktionspläne umgesetzt. Bei rund der Hälfte der Antwortenden auf Ebene der Bundesländer beziehungsweise Gemeinden war ein solcher allerdings in Erarbeitung oder zumindest in Planung. Von den befragten Kommunen häufig genutzte Klimavorsorgedienste zum Thema umfassen den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/en/publikationen/hitzeknigge">Hitzeknigge</a> des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>, den <a href="https://www.dwd.de/DE/service/newsletter/form/hitzewarnungen/hitzewarnungen_node.html">DWD-Hitzenewsletter</a>, die <a href="https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warn-App-NINA/warn-app-nina_node.html">NINA-Warn-App</a> sowie das <a href="https://www.klivoportal.de/DE/Home/home_node.html">Klimavorsorgeportal</a> der Bundesregierung.</p> <p><em>Begriff „Hitzeaktionsplan“ wird unterschiedlich ausgelegt</em></p> <p>Im Rahmen von Fallstudien und Beratungen erarbeitete das Projektteam weitere Evidenz zum Stand der Hitzeaktionsplanung und damit verbundenen Barrieren. Dabei zeigte sich schnell, dass der Begriff „Hitzeaktionsplan“ von Kommunen unterschiedlich ausgelegt wird. Die konkreten Maßnahmen, die Kommunen unter dem Stichwort Hitzeaktionsplan planen, fallen entsprechend vielfältig aus. In der Analyse kristallisierten sich Faktoren heraus, die maßgelblich für den Erfolg oder Misserfolg eines kommunalen Hitzeaktionsplans sind. Dabei ging es unter anderem um:</p> <ul> <li><strong>Risikowahrnehmung:</strong> Häufig werden Risiken, die von Hitze ausgehen, von der Bevölkerung und von Entscheidungstragenden in Politik und Verwaltung unterschätzt. Dies wirkt sich hemmend auf die Konzeption und Umsetzung eines Hitzeaktionsplans aus.</li> <li><strong>Verteilung von Zuständigkeiten:</strong> Ein Hitzeaktionsplan benötigt die enge und – oftmals noch nicht etablierte – Zusammenarbeit verschiedener Akteure unter anderem aus den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Soziales, Stadtplanung und Bevölkerungsschutz.</li> <li><strong>Akquise von Ressourcen:</strong> Der Erhalt von ausreichend finanziellen und personellen Ressourcen für die Entwicklung und Umsetzung eines Hitzeaktionsplans stellte für mehrere interviewte Kommunen eine zentrale Herausforderung dar.</li> </ul> <p>Unter anderem auf Basis dieser Erkenntnisse hat die Hochschule Fulda eine <a href="https://www.hs-fulda.de/fileadmin/user_upload/FB_Pflege_und_Gesundheit/Forschung___Entwicklung/Klimawandel_Gesundheit/Arbeitshilfe_zur_Entwicklung_und_Implementierung_eines_Hitzeaktionsplans_fuer_Kommunen_21.03_final.pdf">Arbeitshilfe für die Entwicklung und Umsetzung kommunaler Hitzeaktionspläne</a> veröffentlicht.</p> <p><em>Klimavorsorgedienste umfassender evaluieren</em></p> <p>Viele Akteure sehen Klimadienste als eine hilfreiche Unterstützung bei Aktivitäten zur Hitzevorsorge an. Inwieweit die Dienste tatsächlich genutzt werden und welche Wirkung sie entfalten, ist allerdings ungewiss, da nur wenige Klimavorsorgedienste evaluiert werden. Hier sollten die Anbieter solcher Dienste in Zukunft stärker tätig werden. Zur Unterstützung zukünftiger Evaluationen verfasste das Projektteam eine Handreichung mit dem Titel „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/evaluation-von-klimavorsorgediensten">Evaluation von Klimavorsorgediensten – Anleitung und Tipps zur Analyse der Wirksamkeit</a>“. Dieser Leitfaden umfasst methodische Hilfestellungen, Tipps und Hinweise, wie Verbreitung, Bekanntheit und Rezeption von Diensten bei der Zielgruppe oder Anwendungserfahrungen erfasst werden können.</p> <p><em>Übergreifenden Handlungsrahmen optimieren</em></p> <p>Um mehr kommunale Hitzeaktionspläne in die Umsetzung zu bringen, fordern viele Kommunen, den Gesundheitsschutz vor und bei Hitze im Rahmen einer kommunalen Pflichtaufgabe gesetzlich zu verankern und mit Leben zu füllen. Dies würde es den Akteuren vor Ort erleichtern, das Thema angesichts der vielen anderen Pflichtaufgaben stärker in den Fokus rücken zu können. Darüber hinaus empfiehlt das Projektteam, dass Bund und Länder einzelne Akteure noch intensiver in einen Austausch zum Thema bringen sollten, etwa über Dialogveranstaltungen, Weiterbildungen oder überregionale beziehungsweise ressortübergreifende Projekte. Solch ein Wissensaustausch und eine verstärkte Kooperation wäre vor allem hilfreich für Bundesoberbehörden unterschiedlicher Ressorts und Kommunalverwaltungen; dort insbesondere für die Gesundheits- und Sozialämter.</p> <p><em>Abschlussbericht: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/analyse-von-hitzeaktionsplaenen-gesundheitlichen">Analyse von Hitzeaktionsplänen und gesundheitlichen Anpassungsmaßnahmen an Hitzeextreme in Deutschland</a></em></p> <p><em>Autor: Christian Kind (adelphi)</em></p> <p><em>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter/archiv/newsletter-klimafolgen-anpassung-nr-84">Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 84</a> veröffentlicht. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter">Hier</a> können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Wie gelingt wirksame Starkregenvorsorge?

<p> <p>Aufgrund der Erderhitzung werden extreme Wetterereignisse wie die aktuellen Starkregenfälle in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen noch häufiger und heftiger auftreten. Neben konsequentem Klimaschutz ist es daher wichtig, dass wir uns anpassen. Wir zeigen, wie Kommunen und Privatpersonen gegen Starkregen vorsorgen können.</p> </p><p>Aufgrund der Erderhitzung werden extreme Wetterereignisse wie die aktuellen Starkregenfälle in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen noch häufiger und heftiger auftreten. Neben konsequentem Klimaschutz ist es daher wichtig, dass wir uns anpassen. Wir zeigen, wie Kommunen und Privatpersonen gegen Starkregen vorsorgen können.</p><p> <p>Bei einem ungebremsten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> würden die Risiken durch Hitze, Trockenheit und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/starkregen">Starkregen</a> im gesamten Bundesgebiet künftig stark ansteigen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/neue-analyse-zeigt-risiken-der-erderhitzung-fuer">Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA)</a> des Bundes. Wir zeigen hier Beispiele dafür, wie sich Kommunen besser an Starkregenereignisse anpassen können.</p> UBA-Projekt Regen//Sicher <p>Um Städte und Gemeinden wirksam vor den Folgen von ⁠Starkregen⁠ zu schützen, benötigt es vor Ort gemeinsame Anstrengungen von Kommune und Bürger*innen. Im Vorhaben <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/kommunen-koennen-kommunikation-starkregenvorsorge">„Regen//Sicher“</a> im Auftrag des Umweltbundesamts wurde deshalb ein breites Spektrum an Kommunikations- und Aktivierungsformaten in den Modellkommunen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=xL4IMbjNODM">Worms</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=S1OGDAisuzA">Lübeck</a> sowie Bad Liebenwerda und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=pGrs_aXKET8">Elsterwerda</a> entwickelt und erprobt. Kommunen können durch gezielte Kommunikationsinstrumente wie Nachbarschaftsberatungen oder Stadteilworkshops Bürger*innen motivieren, Vorkehrungen für Starkregen (zum Beispiel Einbau von Rückstauklappen, Schaffung von Versickerungsflächen) zu treffen. Zudem wurden im Projekt diverse Materialien, Konzepte und Leitfäden für Kommunen entwickelt, die Bürger*innen bei der Starkregenvorsorge beteiligen wollen. Die Materialien sind auf der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/innovative-beteiligung">Projektwebseite des UBA</a> zu finden.</p> Solingen: „Kommunale Überflutungsvorsorge in Zeiten des Klimawandels“ <p>Wegen der zunehmenden Überflutungsgefahr haben die Technischen Betriebe Solingen (TBS) ihre klassische Entwässerungsplanung zu einer "integralen Entwässerungsplanung" zusammengefasst. Nunmehr werden Kanalnetzbewirtschaftung, Grundstücksentwässerung, Wasserbewirtschaftung und Überflutungsschutz in einem einzigen Sachgebiet umgesetzt, welches den Überflutungsschutz als Kümmerer für die Stadt koordiniert. Damit veränderten die TBS nicht nur Inhaltliches sondern auch Organisatorisches. Im Ergebnis wird das Kanalnetz nicht mehr als alleinige Entwässerungs-Option angesehen. So kommt die Kommune beim Überflutungsschutz zu neuen, auch „oberflächigen“ Lösungen: Entsiegelungs- sowie Begrünungsmaßnahmen vermindern und Retention drosselt den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/abfluss">Abfluss</a>. Neue Notwasserwege ermöglichen nun den schadlosen Abfluss durch Siedlungsgebiete. Zusätzlich wurden durch Analyse- und Simulationsverfahren Überflutungsschwerpunkte identifiziert und angepasst. Die Stadt kennt jetzt das Risikopotential für einzelne Infrastrukturen. Bei Infrastrukturplanungen wird der Beitrag jeder Maßnahme zum Überflutungsschutz ämterübergreifend abgestimmt. Um Private mit in die Pflicht zu nehmen, baute die TBS ein Beratungs-, Warn- und Informationskonzept auf, welches neben Flyern, eine Webseite, Beratung, eine Online-Selbsteinschätzung und eine StarkregenwarnApp umfasst. Mit dem Aufbau der „integralen Entwässerungsplanung“, für die es 2018 vom UBA den Preis des „Blauen Kompass“ gab, ist die Stadt Solingen gut aufgestellt, um Starkregenrisiken wirtschaftlich zu begegnen: https://www.youtube.com/watch?v=11MYEFM_-qM .</p> Renaturierung von Bächen in Arnsberg <p>Arnsberg hat Konsequenzen gezogen aus zwei verheerenden Starkregen, die im Sommer 2007 mehrere Ortsteile überflutet haben. Zum Schutz vor zukünftigen Extremwetterereignissen hat die Stadt ein Hochwasserschutzkonzept geplant und innerhalb kurzer Zeit Maßnahmen umgesetzt wie die Renaturierung und Verbreiterung mehrerer Bäche im Stadtgebiet. Bei einem erneuten Starkregen im Jahr 2010 konnten Schäden verhindert werden, die ohne die Maßnahmen eingetreten wären. Maßgeblich für den schnellen Erfolg des Projektes war die systematische Einbindung der Betroffenen. Die Beteiligten aus Verwaltung und Bevölkerung arbeiteten engagiert mit den Ingenieurbüros zusammen, die die Maßnahmen durchführten. Mehr Informationen im Video: https://www.youtube.com/watch?v=oHmFfqG88DU</p> UBA-Portal zur Renaturierung von Fließgewässern <p>Durch Gewässerrenaturierungen können Überschwemmungsflächen zurückgewonnen und Hochwasserrisiken verringert werden. Die online Plattform „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/fluesse/gewaesserrenaturierung-start">Renaturierung von Fließgewässern</a>“ des UBA stellt Informationen für potenzielle Maßnahmenträger von Renaturierungsprojekten zusammen. Ziel der Fließgewässerrenaturierung ist es, Flüsse und Bäche wieder naturnäher zu gestalten und ihren ökologischen Zustand zu verbessern.</p> Tatenbank und klivo.de <p>Praktische Leitfäden für Planer, Kommunen und Private, die aufzeigen, wie Starkregenvorsorge gelingt, finden sich im Klimavorsorge-Portal des Bundes www.klivo.de. In der Tatenbank sammelt das Umweltbundesamt Maßnahmen und Projekte zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/anpassung-an-den-klimawandel">Anpassung an den Klimawandel</a> in Deutschland. Über 200 Maßnahmen zu verschiedenen Themenfeldern – u.a. auch zur Starkregenvorsorge - sind in der Tatenbank recherchierbar: www.tatenbank.anpassung.net</p> Publikationen und weitere Informationen <p>Die UBA-Broschüre „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaanpassung-in-der-raeumlichen-planung">Klimaanpassung in der räumlichen Planung</a>“ zeigt an unterschiedlichen Fällen, wie Anpassungsmaßnahmen in der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/raumordnung">Raumordnung</a>⁠ und ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bauleitplanung">Bauleitplanung</a>⁠ umgesetzt und mit den vielfältigen anderen städtebaulichen und Umweltschutzbelangen der Siedlungsplanung in Einklang gebracht werden können. Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/lawa-0">LAWA</a>) hat 2018 eine <a href="https://www.lawa.de/documents/lawa-starkregen_2_1552299106.pdf">Strategie für ein Starkregenrisokomanagement</a> erarbeitet. Ziele sind die Verbesserung der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/vorhersage">Vorhersage</a>- und Frühwarnsysteme, der Risikobewertung und -kommunikation, der Aufklärung der Bevölkerung über Verhaltensweisen im Krisenfall sowie Aspekte der vorsorgenden Raum- und Stadtplanung sowie Flächennutzung. Die Studie „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/vorsorge-gegen-starkregenereignisse-massnahmen-zur">Vorsorge gegen Starkregenereignisse und Maßnahmen zur wassersensiblen Stadtentwicklung – Analyse des Standes der Starkregenvorsorge in Deutschland und Ableitung zukünftigen Handlungsbedarfs</a>“ im Auftrag des UBA gibt umfangreiche Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Starkregenvorsorge in Deutschland. Dazu wurden zunächst zahlreiche Projekte recherchiert und beispielhafte Maßnahmen und Instrumente zur Starkregenvorsorge aus den Bereichen Multifunktionale Flächennutzung, Starkregengefahrenkarten sowie Warnung und Kommunikation näher analysiert. Herauszuheben ist die Rolle der Starkregengefahrenkarten als wichtiges Instrument der Risikokommunikation.</p> </p><p>Informationen für...</p>

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