Die Unterbrechung von Kontaminationswegen im Untergrund durch Dichtwaende birgt derzeit noch eine Vielzahl von Problemen. So reagieren die eingesetzten Bohrfluessigkeiten und Dichtwandmassen hochsensibel auf Kationen und Schadstoffe aus dem umgebenden Boden, grosse Mengen an unbrauchbaren Schlaemmen muessen entsorgt werden, eine Kontrolle der Dichtwandmassenqualitaet ist nur zeitverzoegert moeglich etc. Ziel des Projekts ist es, neue Materialien und Technologien zu entwickeln, mit deren Hilfe die Einkapselung von kontaminierten Boeden verbessert wird. Angestrebt wird, die Langzeitstabilitaet auf mindestens 100 Jahre zu erhoehen, die Rueckhaltekapazitaeten um den Faktor 2 zu verbessern und Sensoren fuer ein real-time monitoring zu entwickeln.
Das System dient dem Ziel, fuer mehrere kombinierte Dichtwandsysteme Verfahren zu deren Herstellung zu entwickeln. Insbesondere bei der senkrechten Abdichtung von Deponiesickerwasserdurchtritten in das umgebende Grundwasser muessen hohe Anforderungen an die Undurchlaessigkeit der Dichtwand gestellt werden. Diese Anforderungen koennen von den bekannten Dichtverfahren nicht erfuellt werden. Deshalb schlaegt der Antragsteller mehrere Methoden zum Einstellen und Verbinden von ein- und/oder mehrschichtigen Mebranen in der Suspension einer dichtenden Schlitzwand vor. Im Rahmen des Vorhabens sollen geeignete Verfahren fuer diese Methoden bis zur Anwendungsreife entwickelt werden. Im Anschluss an die erfolgreiche Durchfuehrung des Vorhabens ist vorgesehen, die Verfahren an einem konkreten Projekt einzusetzen.
The proposed project is aiming at the development of new high-added value products based on bentonite and presenting a high retention capacity for a large variety of pollutants for environmental protection applications. The field of application of the newly developed products is in the trench wall slurry-technology with vertical barriers against organic and inorganic toxic leachates from contaminated industrial sites as well as already existing waste deposits which are not encapsulated according to modern technical standards.
Entwicklung eines neuen Verfahrens zum Einbau von PEHD-Kunststoffdichtungsbahnen (KDB) mit an Laengsseiten angeschweissten Schlosshaelften in tiefe Dichtungsschlitzwaende. So hergestellte Dichtwaende bilden ein Zwei-Barrieren-System mit erhoehtem Widerstand gegen den Transport von Schadstoffen durch die Wand hindurch.
Ausgehaertete Dichtwaende unterliegen Beanspruchungen infolge geologisch oder baulich bedingter Bodenbewegungen wie zB einer Ueberschuettung oder Grundwasserabsenkung. Wegen des moeglichen unterschiedlichen Spannungs-Verformungs-Verhaltens des Bodens und einer bereits erhaerteten Dichtwand bewirken diese Bewegungen Spannungen in der Dichtwand und koennen so zu deren Zerstoerung fuehren. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wurden umfangreiche Laborversuche an Dichtwandmassen durchgefuehrt. Als Referenzgroesse aller Versuche diente die einaxiale Druckfestigkeit. Das Verhalten von Dichtwandmassen unter oedometrischer Belastung, die Zugfestigkeit von Dichtwandmassen und das Verformungsverhalten der Dichtwandmassen unter langer Lasteinwirkung wurden untersucht sowie das Querdehnungsverhalten abgeschaetzt. Des weiteren wurden triaxale Scherversuche als CD- und CU-Versuche durchgefuehrt. Aus den Versuchen laesst sich auf der Grundlage der Mohr-Coulomb'schen Bruchbedingung auf eine Festigkeit in einem einaxialen Spannungszustand sigmatief1,f (sigmatief3=0) schliessen. Das Verhaeltnis kappa zwischen der einaxialen Druckfestigkeit und den so ermittelten theoretischen Festigkeiten liegt bei 0,6 (Spaltversuch),1,1:1,2 (undrainierter Triaxialversuch) und 2,0 (drainierter Triaxialversuch) bzw fuer die Grenzspannung im Oedometer bei 1,0.