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Ein bereits bestehendes und nach sedimentologischen Kriterien analysiertes Bohrprofil aus dem geschlossenen Hafenbecken von Elaia, der ehemaligen Hafenstadt Pergamons, soll im Rahmen dieses Antrags palynologisch analysiert werden. Ziel ist es, die vegetationsgeschichtliche Entwicklung der Region zu rekonstruieren. Über dieses Gebiet in der Nordwesttürkei gibt es bisher keine verlässlichen paläobotanischen Befunde, so dass das Projekt eine Wissenslücke schließt. Eine Vorstudie hat gezeigt, dass das Geoarchiv Hafenbecken sich bestens zur Pollenanalyse eignet, da es (i) pollenhöffig ist, (ii) eine chronologisch kontinuierliche Schichtenfolge aufweist und (iii) die letzten 7500 Jahre, also die Zeit seit dem späten Atlantikum, umfasst. Damit könnte es helfen, die bedeutende Frage nach dem Einfluss des Klimas einerseits und des Menschen andererseits einer Klärung näher zu bringen. Elaia erlebte als Militär- und Handelshafen von Pergamon eine Blüteperiode im Zeitraum 300 v. Chr. - 300 n. Chr. Ein besonderer Fokus der Untersuchungen liegt daher auf den Vegetations- und Umweltveränderungen durch die Gründung, Blüte und Aufgabe der Siedlung.
Die Scharka-Krankheit, verursacht durch das Scharka-Virus der Pflaume (plum pox potyvirus, PPV), zählt gegenwärtig in Europa zu den wirtschaftlich wichtigsten Viruskrankheiten des Steinobstes. Die effektivste und zugleich umweltschonendste Gegenmaßnahme stellt der Anbau resistenter Sorten dar. Der Züchtung müssen dazu Genotypen mit bekannten Resistenzeigenschaften zur Verfügung gestellt werden. Literaturangaben und eigenen Erkenntnissen zufolge wird die Resistenz in Abhängigkeit vom Virusstamm und von der Umwelt ausgeprägt. Deshalb sollte es sich um genetisch unterschiedliches Zuchtmaterial handeln, das außerdem für die hiesigen Anbaubedingungen geeignet ist. Das Pflaumensortiment der Genbank Obst Dresden-Pillnitz des IPK Gatersleben erscheint für vergleichende Resistenzprüfungen besonders geeignet, da einheitliche Infektions- und Standortverhältnisse vorliegen. Insgesamt umfaßt es 242 Akzessionen (unterschiedliche Sorten z.T. verschiedener Herkünfte, einige Auslesen bzw. Zuchtklone). In Voruntersuchungen zeigte sich bereits ein differenziertes Verhalten gegenüber dem Scharka-Virus. Im Rahmen des geplanten Vorhabens ist vorgesehen, die nach Durchführung von Freilandbonituren und anschließender serologischer Testung als befallsfrei oder schwach befallen hervorgegangenen Genotypen mit Hilfe eines Gewächshaustestes (KEGLER et al., 1994) zu überprüfen. Die Reaktion handveredelter, getopfter Gewächshauspflanzen gestattet die frühzeitige Aussage zur PPV-Resistenz und gibt gleichzeitig einen Hinweis zum wahrscheinlichen Verhalten der Genotypen im Freiland im Falle eines hohen natürlichen Infektionsdruckes. Mit ausgewählten Genotypen folgen weitere Untersuchungen im Gewächshaus und Freiland unter Verwendung serologischer Methoden (ELISA, TPIB) und der PCR, um Kenntnisse zur Virusverteilung im Gehölz zu gewinnen. Hinzu kommt die Testung interessanter Exemplare mit verschiedenen, molekularbiologisch definierten Virusisolaten und unterschiedlichen Methoden der Virusübertragung. In Einzelfällen sind die Eltern resistenter Genotypen zu ermitteln und diese ebenfalls einer Testung zu unterziehen. Letzteres könnte Aussagen zur Vererbung der Scharka-Resistenz liefern. Die zusätzliche Ermittlung der Vektorresistenz gestattet eine umfassende Charakterisierung des Resistenzverhaltens von Pflaumengenotypen sowie die Ableitung züchterischer und anbauseitiger Empfehlungen.
Darstellung der ELA Sturmschäden aus dem Jahr 2014 sowie die geplanten Sofortmaßnahmen wie z.B. Neupflanzungen (Arbeitskreis ELA)
Um die Infektivitaet und das Konkurrenzverhalten von ausgebrachten symbiotischen Mikroorganismen untersuchen zu koennen, werden Methoden zur Identifizierung und zum spezifischen Nachweis dieser Organismen benoetigt. Eine Reihe monoklonaler Antikoerper gegen verschiedene Staemme von Frankia wurde entwickelt und ein Enzymimmunoassay aufgebaut, mit dessen Hilfe das Konkurrenzverhalten der Staemme im Boden untersucht wurde. Frankia Stamm ORS 020607 ist ein Stamm, der sich durch besonders effektive Stickstoffixierung auszeichnet. Er wurde in Pflanzungen in Indien inokuliert und konnte sich gegen endogene Staemme in solchen Pflanzungen durchsetzen, in denen lehmiger Oberboden vorherrscht. Es konnte gezeigt werden, dass die Standortbedingungen die Konkurrenz der symbiotischen Mikroorganismen beeinflussen.
Alkalimetalle und ihre Verbindungen sind ungewuenschte Spurenkomponente im Abgas von Kohleverbrennungsprozessen, da sie bis in den ppb-Konzentrationsbereich hinein zu Korrosion von Systemteilen in Reaktoren und Turbinen fuehren. Daher muessen sehr geringe Alkalikonzentrationen quantitativ, kontinuierlich und in-situ bestimmt werden. In einer Zusammenarbeit mit der Deutschen Montan Technologie werden Natrium- bzw. Kalium-Konzentrationen in der Gasphase direkt im Abgas eines Wirbelschichtreaktors unter realistischen industriellen Bedingungen bestimmt. Messungen werden mit der Excimerlaser induzierte Fragmentationsfluoreszenz (ELIF) durchgefuehrt. In diesem Verfahren werden die nachzuweisenden Natrium- bzw. Kaliumverbindungen durch ArF-Excimerlaserlicht simultan photodissoziert und die gebildeten Alkaliatome elektronisch angeregt. Fluoreszenz der angeregten Alkaliatomen wird dann nachgewiesen. Zur Bestimmung absoluter Konzentrationen werden Kalibrationsmessungen unter bekannten Temperaturen und Druckbedingungen mit dem gleichen optischen Aufbau wie beim Reaktor durchgefuehrt. Die Konzentrationen und deren zeitlichen Verlaeufe werden fuer verschiedene Kohletypen gemessen und der Einfluss der Wirbelschichttemperatur und anderer Betriebsparameter wird untersucht.
| Organisation | Count |
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| Bund | 36 |
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| Förderprogramm | 33 |
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| Boden | 20 |
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