<p> Wie Sie am besten vorgehen, um nachhaltig Geld anzulegen <ul> <li>Geld anlegen heißt Geld verleihen: Überlegen Sie, wem und für welche Projekte Sie Ihr Geld verleihen möchten.</li> <li>Nutzen Sie für Ihre alltäglichen Geldgeschäfte ein "grünes" Girokonto.</li> <li>Wählen Sie grüne, nachhaltige Sparprodukte. Sie sind ebenfalls bis zu einem Betrag von 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.</li> <li>Ob Altersvorsorge oder Vermögensaufbau: Berücksichtigen Sie auch bei der nicht durch die Einlagensicherung abgedeckten Geldanlage in Aktien und Fonds soziale und ökologische Kriterien. Nutzen Sie bei Fonds "Paris aligned Benchmarks" (PAB) und "Climate transition Benchmarks" (CTB).</li> <li>Ob Photovoltaikanlage oder energetische Sanierung: Nutzen Sie als Hausbesitzer*in eigene nachhaltige Investitionsmöglichkeiten.</li> <li>Prüfen Sie kritisch die Angebotsunterlagen und nutzen Sie unabhängige Beratungen, zum Beispiel von den Verbraucherzentralen.</li> </ul> Einführung zur grünen Geldanlage <p>Geld, das Sie aktuell nicht benötigen, können Sie entweder sicher "parken" (Girokonto, Sparanlagen) oder (mehr oder weniger) risikobehaftet anlegen und investieren (in Wertpapiere wie Fonds oder ETFs, Beteiligungen wie Aktien, …). Sie helfen der Umwelt und dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> besonders wirksam, wenn Sie dabei ethisch-ökologische Kriterien berücksichtigen. Ob energetische Haussanierungen, der Bau von Windrädern oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen: Nachhaltige Geldanlagen unterstützen gezielt den Umbau hin zu einer ökologisch-sozialeren Gesellschaft. Die positiven Effekte auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> und Umwelt variieren dabei je nach Anlagestrategie und Anlage. Sie sind vielfach indirekter Natur und deshalb kaum zu quantifizieren. Geldanlagen sind ein weites und nicht nur für Laien ein oft undurchschaubares Feld. Deshalb vier wichtige Vorbemerkungen:</p> <p><strong>Geld anlegen heißt Geld verleihen:</strong> Überlegen Sie, wem und wozu Sie Ihr Geld verleihen möchten. Denn das Geld, das Sie einer Bank geben, leiht bzw. investiert diese wiederum in konkrete Projekte und Wertpapiere. Machen Sie sich bewusst, dass Sie auch bei abstrakten Bankprodukten letztlich konkreten Menschen und Projekten Geld leihen. Wenn Sie im Alltag auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> und Umweltschutz achten, sollten Sie gerade bei Ihrer Geldanlage deshalb auf eine hohe Übereinstimmung mit Ihren persönlichen Werten achten. Besonders einfach ist das umzusetzen, wenn Ihre Bank ihre gesamte Anlagepolitik nach ethisch-ökologischen Kriterien ausgerichtet hat. Hier finden Sie eine <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/geld-bewegt">Übersicht der Verbraucherzentralen zu nachhaltigen Banken</a>.</p> <p><strong>Genau hinschauen:</strong> Die EU-Taxonomie gibt wissenschaftsbasierte Kriterien vor, die Wirtschaftsaktivitäten erfüllen müssen, damit sie sich nachhaltig nennen dürfen. Nicht zuletzt die Aufnahme von Atomenergie und Erdgas in den Kriterienkatalog verdeutlichen allerdings den Kompromisscharakter dieser europäischen Verordnung. Die europäisch vereinbarte Definition spiegelt nicht zwingend die eigenen Vorstellungen von Nachhaltigkeit. Begriffe wie "klimafreundlich", "grün", "ethisch" sind zudem bei Geldanlagen nicht geschützt. Deshalb gilt: Sie müssen selbst genau hinschauen, was sich im Einzelfall hinter den Angeboten verbirgt und ob diese mit Ihren Werten übereinstimmen.</p> <p><strong>Es gibt alles auch in "grün":</strong> Für (fast) alle Anlageformen gibt es alternative "grüne" Finanzprodukte. Ob sicher oder hochriskant, ob einfach oder komplex, ob mit kurzer oder langer Laufzeit: Nutzen Sie aus dieser Vielfalt die zu Ihnen passenden Angebote, um die Finanzierungsmöglichkeiten für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu verbessern.</p> <p><strong>Alles wie gewohnt:</strong> Wenn Sie sich grundsätzlich dafür entschieden haben, Ihr Geld nach sozialen und ökologischen Kriterien anzulegen, gibt es bei den Empfehlungen zum Vorgehen keine Unterschiede zu konventionellen Geldanlagen. Nutzen Sie klassische Informations- und Beratungsstrategien wie die "Bank des Vertrauens", unabhängige Anlageberatung, eigene (Online-)Recherche und kritische Nachfragen. Balancieren Sie die drei Anlagestrategien Liquidität, Sicherheit und Rendite nach Ihrer persönlichen Situation aus.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/uba_tipps9_investition.jpg"> </a> <strong> Umweltschonend investieren - nachhaltige Geldanlage leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2020) Gewusst wie: Sparen <p><strong>"Grünes" Girokonto nutzen:</strong> Ein Girokonto benötigt jeder und jede. Auch wenn in der Regel nicht viel Geld auf dem Girokonto liegt, ist es nicht nur ein einfacher und risikofreier Einstieg in eine nachhaltige Geldanlage, sondern in hohem Maße auch eine Visitenkarte für einen nachhaltigen Lebensstil. Denn ob an der Supermarktkasse, im Restaurant oder bei Überweisungen: Mit der EC-Karte und Kontonummer zeigen wir anderen täglich, wem wir unser Geld anvertrauen und welche Werte uns wichtig sind.<br>Bei einem "grünen" Girokonto haben Sie den gleichen Service wie bei einem normalen Girokonto. So gibt es keine Einschränkungen bei Kreditkarten, Online-Banking oder Bargeldbezug, der bei ethisch-ökologischen Banken meist über den Geldautomaten-Verbund der Genossenschaftsbanken erfolgt. Ihr Geld ist auch bei einem "grünen" Girokonto bis zu 100.000 Euro pro Person über die gesetzliche Einlagensicherung im Falle einer Insolvenz der Bank geschützt. Lediglich in Bezug auf Filialen müssen Sie v.a. bei den spezialisierten "grünen" Banken Abstriche machen. Persönliche Beratung erhalten Kund*innen hier in erster Linie per Telefon oder online.</p> <p>Beim Wechsel zu einem nachhaltigen Girokonto bekommen Verbraucher*innen Unterstützung von der Bank. Dazu sind die Institute seit September 2016 sogar verpflichtet. <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/banken-muessen-beim-kontowechsel-helfen-13051">Hinweise zum Kontowechsel</a> finden Sie auf den Seiten der Verbraucherzentralen. Art und Höhe der Kontogebühren sind sehr unterschiedlich. Während viele Banken die eigenen Kosten für Girokonten durch Mischkalkulationen in anderen Produkten "verstecken" und kostenlose Girokonten als Kundenwerbung nutzen, folgen "grüne" Girokonten v.a. bei kleineren Banken i.d.R. eher einem Transparenzansatz, so dass der Aufwand für Girokonten auch durch entsprechende Gebühren gedeckt wird. Einen <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/geld-anlegen-wie-nachhaltig-koennen-banken-wirklich-sein-21461">Girokontenvergleich von Banken mit Nachhaltigkeitsanspruch</a> stellt die Verbrauchzentrale Bremen zur Verfügung.</p> <p><strong>Sparen Sie für Ihre Zukunft und die Umwelt:</strong> Sparprodukte sind die richtige Anlageform für Geld, das Sie zur Absicherung, als Reserve, spontan oder zu einem festen Zeitpunkt in fester Höhe benötigen. Sie haben zwar schwächere Renditeaussichten als risikoreiche Anlagen wie Aktien, bieten aber dafür maximale Sicherheit. Denn Sparprodukte, vom einfachen Sparbuch über den Sparbrief bis hin zu Tages- und Festgeld, unterliegen wie auch das Girokonto der gesetzlichen Einlagensicherung. Damit Sie nicht nur sicher, sondern auch nachhaltig sparen, achten Sie auf die Berücksichtigung ethisch-ökologischer Kriterien bei den Sparangeboten. Bei "grünen" Banken sind ethisch-ökologische Kriterien bereits durch die Anlagepolitik der Bank abgedeckt. Aber auch konventionelle Banken bieten Sparprodukte an, die einen Zusatznutzen für Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> haben. Fragen Sie Ihren Bankberater oder ihre Bankberaterin.</p> <p><strong>Generell gilt bei allen Geldanlagen:</strong> Verbraucher*innen sollten sich vorher Gedanken über die Höhe der Anlage, die Laufzeit sowie die Inhalte der Sparanlagen machen und sich ausreichend informieren. Eine ökologisch ausgerichtete Bank nimmt aber viel Komplexität bei der Beurteilung der Geldanlage ab. Das Vertrauen in eine solche Bank kann für Anleger daher eine sinnvolle Strategie sein.</p> Gewusst wie: Investieren <p><strong>In die Zukunft investieren:</strong> Eine Sparanlage ist – mit Ausnahme des Inflationsrisikos – sicher, bringt aber in der Regel keinen oder nur einen geringen Zinsertrag. Wer einen höheren Zinsertrag für sein Geld haben möchte, muss es investieren – idealerweise in umweltfreundliche und nachhaltige Anlagen. Die Themen sind die gleichen wie beim Sparen: energetische Haussanierungen, der Ausbau von erneuerbaren Energien oder die Finanzierung von anderen ökologischen Geschäftsideen. Der Chance auf höhere Zinserträge stehen ein höheres Risiko und in der Regel Einschränkungen bei der Liquidität gegenüber. Im Gegensatz zu den klassischen grünen Sparprodukten bieten grüne, nachhaltige Beteiligungen, Fonds und andere Wertpapiere aber mehr Möglichkeiten, die erwünschten Umwelt- und Klimaschutzwirkungen direkter zu beeinflussen. Auch hier gibt es allerdings Unterschiede. So sind nachhaltige Altersvorsorgeprodukte wie Fonds zwar eher sichere Anlageformen, ihre ökologische Wirkung ist zum Beispiel im Vergleich zu Direktbeteiligungen wiederum begrenzt, da häufig große Unternehmen enthalten sind. Mit ihren eher kleinen Anteilen, die über Fonds beziehbar sind, können Kleinst-Investoren keinen Einfluss auf diese Unternehmen ausüben.</p> <p><strong>Fonds oder Direktbeteiligungen:</strong> Vereinfachend lassen sich Investitionen in zwei Kategorien unterteilen: Fonds und Direktbeteiligungen. Direktbeteiligungen sind definiert als Beteiligungen an Unternehmen (Aktien) und Projekten wie <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/energiegenossenschaften-gemeinsam-investieren-11295"><strong>Energiegenossenschaften</strong></a>, <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/riskante-umweltinvestments-investitionen-in-sonne-wald-und-co-18288"><strong>Windparks</strong></a> oder <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/waldinvestments-als-nachhaltige-geldanlage-riskant-und-spekulativ-12075"><strong>Waldinvestments</strong></a>, <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/nachhaltig-investieren-mit-der-crowd-16773"><strong>Crowdfundings</strong></a> oder <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/nachhaltige-geldanlage/mikrofinanzierung-geldanlage-mit-sinn-und-ohne-risiko"><strong>Mikrofinanzprojekte</strong></a>. Hier können Sie am direktesten beeinflussen, was mit Ihrem Geld gemacht wird. Ihr Ertrag ist allerdings ausschließlich abhängig vom Erfolg dieses einzelnen Unternehmens oder Projektes. Hierdurch kann ein höheres Risiko entstehen, beispielsweise wenn ein Windpark nicht den erwünschten Ertrag bringt oder Unternehmen schlecht geführt werden.</p> <p>Fonds streuen das Risiko, indem sie eine Vielzahl von Investitionen zusammenfassen. Sie gibt es in verschiedenen Ausprägungen als Aktien-, Renten-, Immobilien- oder Mischfonds. Das Risiko sinkt, weil sich der Wert des Fonds mit dem Wert der investierten Objekte verändert. Wenn z.B. ein Unternehmen in einem Jahr weniger erfolgreich wirtschaftet kann ein anderes Unternehmen den Verlust ausgleichen und dafür sorgen, dass der Fonds trotz Schwächen einzelner Investitionsobjekte erfolgreich bleibt. Unterschieden wird des Weiteren zwischen Fonds mit aktivem und passivem Management. Bei Fonds mit aktivem Management passen Fondsmanager die im Fonds investierten Anlageobjekte gemäß einer vorher festgelegten Strategie an. Fonds mit passivem Management wie z.B. <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/welche-vorteile-und-nachteile-haben-etfs-16603"><strong>Exchange Traded Funds (ETFs)</strong></a> bilden hingegen Indizes ab. Sie investieren in Unternehmen proportional zum zugrundeliegenden Index. Die investierten Anlageobjekte werden weniger häufig adjustiert, da die zugrundliegenden Indizes seltener angepasst werden. </p> <p><strong>Risiken einschätzen und streuen:</strong> Grundsätzlich gilt: Aktien und Direktbeteiligungen sowie auch einige Fonds haben immer – das heißt, auch im Falle einer ökologischen Variante – das Risiko eines Totalverlustes. Legen Sie deshalb nur Geld in solche Anlageformen an, das Sie nicht unbedingt für Ihre Grundbedürfnisse benötigen und streuen Sie das Risiko der Geldanlage, in dem Sie in unterschiedliche Anlageformen investieren. Sie finden hierzu umfassende <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/bevor-sie-geld-anlegen-das-kleine-einmaleins-der-geldanlage-10622">Ratgeber zur Geldanlage auf den Seiten der Verbraucherzentralen</a>. Bedenken Sie dabei: Bei Verbraucherzentralen stehen Sicherheit und Ertrag bei der Beratung im Vordergrund. Eine vermeintlich sichere Geldanlage, die den Raubbau an der Umwelt fortführt, zerstört aber unsere Lebensgrundlagen und bietet demnach eine zweifelhafte Form der Sicherheit für eine Geldanlage. Für den Umbau hin zu einer ökologisch verträglichen Wirtschaft benötigen wir auch viel Bereitschaft und Mut, in ökologisch-soziale Projekte zu investieren.</p> <p><strong>Vorsicht bei Renditeversprechungen:</strong> Seien Sie besonders vorsichtig bei hohen Rendite-Versprechungen – sie sind meist unsicher oder gänzlich unrealistisch. Gerade bei riskanteren Anlagen ist eine persönliche Beratung immer sinnvoll. Eine ökologisch ausgerichtete Bank kann hier viel Komplexität bei der Beurteilung der Geldanlage abnehmen.</p> <p><strong>Umwelt- und Sozialnutzen erkennen:</strong> Eine einfache Antwort, welche Investments grün und nachhaltig sind und welchen Umwelt- und Sozialnutzen sie haben, gibt es leider nicht. Achten Sie bei der Auswahl von Fonds auf die Nennung von PAB (Paris-aligned Benchmark) oder CTB (Climate Transition Benchmark) im Namen des Fonds. Solche Fonds verfolgen eine Anlagestrategie, die Klimaneutralität bis 2050 bei den Anlageobjekten erreichen. Sie werden in der Regel von einem bereits bestehenden Index (oft Mutterindex genannt) abgeleitet. CTBs starten dabei mit einer weniger ambitionierten Dekarbonisierung gegenüber dem Mutterindex (30 % Reduktion) als PABs (50 % Reduktion). Bei beiden Benchmarks reduzieren die Fonds ihren CO2-Ausstoß im Anschluss jährlich um 7 %. Ebenfalls Orientierung bieten das <a href="https://fng-siegel.org/">FNG-Siegel für Investmentfonds</a> sowie die <a href="http://www.gabv.org/%20">Global Alliance for Banking on Values</a>. Verbraucher sollten sich im Vorfeld möglichst genau informieren, welche <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>- und/ oder Nachhaltigkeitskriterien angewendet werden und in welche Branchen oder Unternehmen investiert wird. Nicht zwangsläufig bedeutet zum Beispiel die Bewertung "klimafreundlich", dass auch die Umwelt geschützt wird – und umgekehrt.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/fng_siegel_2022-10-13_quer.png"> </a> <strong> FNG-Siegel </strong> Quelle: Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG) Was Sie noch tun können <ul> <li>Nutzen Sie als Hausbesitzer*in eigene Investitionsmöglichkeiten wie Photovoltaikanlage oder energetische Sanierungsmaßnahmen zur nachhaltigen Geldanlage. Beachten Sie hierzu unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10705">Hinweise zu energiesparenden Gebäuden</a>.</li> <li>Umfassende Informationsangebote zum Thema grüne, nachhaltige Geldanlage finden Sie im Portal <a href="http://www.geld-bewegt.de/">Geld bewegt</a> der Verbraucherzentrale Bremen.</li> <li>Nutzen Sie auch die zahlreichen anderen unabhängigen <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen">Beratungsangebote der Verbraucherzentralen</a> und die <a href="https://www.test.de/Ethisch-oekologische-Geldanlage-saubere-Zinsangebote-4590882-4592114/">Informationsangebote der Stiftung Warentest</a>.</li> <li>Banken müssen seit August 2022 aufgrund des EU-Aktionsplans zur "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" in Beratungsgesprächen die Nachhaltigkeitspräferenzen von Anlegern abfragen. Teilen Sie hier Ihr Interesse an nachhaltigen Geldanlagen mit und nutzen Sie Taxonomie-konforme Anlagemöglichkeiten, die in umweltfreundliche Unternehmen und Projekte investieren. Je höher die Quote ist, desto größer ist die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> der Anlagen. Zum konkreten Vorgehen finden Sie nützliche Hinweise auf der <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/pflichtabfrage-von-nachhaltigkeitspraeferenzen-bei-der-geldanlage-80194">Website der Verbraucherzentralen</a>.</li> </ul> <p>Taxonomie-konforme Anlagen erfüllen die strengen, wissenschaftsbasierten Kriterien der EU Taxonomie an eine nachhaltige Wirtschaftsaktivität.</p> <p>Aktuell sind in der EU Taxonomie noch nicht für alle Wirtschaftsaktivitäten nachhaltige Kriterien definiert, wodurch die Erfüllungsquoten tendenziell niedrig sind. Ein aktives Nachfragen nach taxonomie-konformen Produkten steigert die Aufmerksamkeit seitens der Berater*innen und hilft der nachhaltigen Wirtschaft.</p> <ul> <li>Übertreiben Sie es nicht bei der Ertragsoptimierung: Zinserträge sind für die allermeisten Haushalte nur ein kleines Zubrot im Vergleich zum Erwerbseinkommen.</li> <li>Bedenken Sie auch: Ein Unternehmen hat Kapital- und Lohnkosten. Was das Unternehmen den Geldgebern als Zins zahlen muss, kann es nicht als Lohn an die Angestellten zahlen.</li> <li>Sie finden Sie noch mehr Infos und Anregungen zum Thema <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/geld">Nachhaltiger Konsum & Geld</a> in unserer Denkwerkstatt Konsum.</li> <li>Beachten Sie auch unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96287">Investmentstrategien bei nachhaltigen Geldanlagen</a>.</li> </ul> Was macht eine Geldanlage grün oder nachhaltig? <p>Geldanlagen ermöglichen kreditfinanzierte Investitionen. Sie können demnach alle gesellschaftlichen Bereiche umfassen: vom Gebäude zum Maschinenpark, vom Straßen- bis zum Schienennetz, vom Warenlager bis zur Software u.v.a.m. Wenn man dies bedenkt, wird gut nachvollziehbar, dass es vielfältige Definitionen und Kriterien dafür gibt, was eine grüne, nachhaltige Geldanlage sein kann und erfüllen sollte. Eine grüne, nachhaltige Geldanlage benötigt aber immer Kriterien dafür, weshalb in bestimmte Projekte investiert und in andere nicht investiert wird. Diese Kriterien betreffen im Allgemeinen die Aspekte Umwelt, Soziales und die Unternehmensführung. Man spricht deshalb auch von ESG-Geldanlagen (Environmental, Social, Governance). Dabei finden unterschiedliche Anlagestrategien – oft in Kombination – Anwendung:</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/fng-marktbericht_2024_online-09_neu.jpg"> </a> <strong> Die Anlagestrategien im Überblick </strong> Quelle: FNG Marktbericht 2024 Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong></p> <p>Investitionen in Projekte und Unternehmen binden häufig sehr langfristig Kapital und verfestigen damit hieraus resultierende Umweltschäden und Emissionen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte. Dies gilt z. B. für Kohlekraftwerke wie auch für Gebäude oder Maschinen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Geld heute schon so investiert wird, dass Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> in hohem Maße Berücksichtigung finden und mittel- bis langfristige Umwelt- und Klimaschutzziele auch erreicht werden können. Private Gelder sind wichtig für den Klimaschutz, denn sie finanzieren Projekte, die die Energiewende vorantreiben. Das betrifft den Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch energieeffiziente Gebäude, klimafreundliche Mobilität oder ökologische Landwirtschaft. Mit nachhaltigen Anlagen wird demnach ein umweltfreundlicheres Wirtschaften erst möglich.</p> <p>Welche Wirkungen grüne, nachhaltige Geldanlagen im Einzelfall haben, kann sehr unterschiedlich sein. Direkte Wirkungen können durch Abstriche bei Rendite oder Sicherheit erzielt werden, wobei dies die grundsätzliche Ermöglichung oder einfach nur umweltbezogene Verbesserungen beinhalten kann:</p> <ul> <li>Ermöglichung: Die nachhaltige Geldanlage schließt eine Finanzierungslücke für ein Umweltprojekt, das unter marktüblichen Rendite- und Sicherheitserwartungen keine Finanzierung erhalten hätte (z.B. ein Windrad an einem eher nicht so ertragreichen Standort).</li> <li>Verbesserung: Geringere Kreditkosten ermöglichen den finanzierten Projekten höhere Umweltstandards zu realisieren (z.B. die Verwendung ökologischer Baustoffe, die Umsetzung von über gesetzliche Anforderungen hinausgehenden Dämmstandards).</li> <li>Direkte Einflussnahme auf die Unternehmenspolitik: Eigentümer oder Finanzanbieter nutzen die Kreditvergabe oder Beteiligung, um Unternehmen zu stärkerem Nachhaltigkeitsengagement zu bewegen.</li> </ul> <p>Indirekt kann eine höhere Nachfrage nach grünen, nachhaltigen Geldanlagen zu höherer Aufmerksamkeit und Sensibilität gegenüber ESG-Kriterien führen. Öffentliche Aufmerksamkeit und öffentlicher Druck schaffen einen positiven Rahmen für ökologische und soziale Verbesserungen und begünstigen idealerweise dann wiederum auch entsprechende politische Maßnahmen.</p> <p>Für Einzelinvestitionen wie Photovoltaik- oder Windparks lässt sich die Umweltwirkung (z.B. die Treibhausgasminderung) durchaus beziffern. Für fondsgebundene Anlagen ist hingegen eine Quantifizierung nicht sinnvoll zu bewerkstelligen, da viele Umweltwirkungskategorien zu beachten und eine Vielzahl an Wirkungsannahmen zu treffen sind. Bei PAB- oder CTB-Fonds lassen sich zumindest Aussagen über das Ambitionsniveau der enthaltenen Unternehmen treffen, bis wann diese das Ziel der Klimaneutralität erreichen wollen.</p> <p><strong>Gesetzeslage:</strong></p> <p>In Deutschland sind nach dem <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/einsig/BJNR078610015.html">Einlagensicherungsgesetz (EinSiG)</a> Einlagen von Privatpersonen oder juristischen Personen bei Banken grundsätzlich bis zur Höhe von 100.000 Euro vor Verlust geschützt. Das heißt, dass Girokonten oder Tagesgeldguthaben bei jeder in Deutschland tätigen Bank bis zu diesem Betrag gesetzlich auch bei einer Insolvenz der Bank abgesichert sind.<br>Der Begriff der "nachhaltigen Geldanlage" ist mittlerweile in der EU durch die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96261">Regulierung</a> der EU geschützt (insbesondere Taxonomie- und Offenlegungs-Verordnung). Finanzinstitute, die mit "nachhaltigen" Produkten werben, müssen nachweisen, wie die in ihren Produkten investierten Unternehmen die wissenschaftsbasierten Kriterien der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/97731">EU-Taxonomie</a> erfüllen. Für jede Wirtschaftsaktivität und Branche wurden bestimmte Schwellenwerte festgelegt, die als nachhaltig gelten. Das Umweltbundesamt kritisiert jedoch, dass auch die Stromerzeugung aus Atomkraft und Gas als "nachhaltig" aufgenommen wurde (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/eu-taxonomie-atomkraft-erdgas-sind-nicht-nachhaltig">Link</a>). Darüber hinaus sind Begriffe wie "ethisch-ökologische" oder "klimafreundliche" Geldanlage nicht geschützt. Anleger müssen sich demnach weiterhin selber ein Bild von ihrer Bank sowie den Anlageprodukten machen und prüfen, ob die angebotenen Finanzprodukten ihren Wertvorstellungen entsprechen. Je transparenter eine Bank, desto besser für den Kunden.</p> <p><strong>Marktbeobachtung:</strong></p> <p>In den letzten Jahren haben nachhaltige Geldanlagen stark zugenommen. Politische Vorgaben zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien sind hierbei die zentralen Treiber. Inzwischen gibt es auch größere Pensionsfonds, die zum Beispiel Divestment betreiben, indem sie kontroverse Geschäftsfelder wie Kohlekraftwerke oder Gasfracking aus dem Anlagenportfolio ausschließen. Das Forum nachhaltige Geldanlagen (FNG) macht jährlich eine Markterhebung zu nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/konsum-produkte/gruene-produkte-marktzahlen/marktdaten-bereich-finanzen">Marktdaten zum Thema Finanzen</a> (Geldanlage, Kompensationszahlungen, Spenden) finden Sie auf unseren Seiten Daten zur Umwelt.</p> <p>Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:</p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/nachhaltiges-finanzsystem/wissensplattform-sustainable-finance%20">Wissensplattform Sustainable Finance</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite)</li> </ul> <p><strong>Quellen:</strong></p> <ul> <li>Wilkens, M./ Klein, C. (2021): <a href="https://www.vzbv.de/sites/default/files/downloads/2021/02/11/gutachten_wilkens_und_klein_nachhaltige_geldanlagen.pdf">Welche transformativen Wirkungen können nachhaltige Geldanlagen durch Verbraucherinnen und Verbraucher haben?</a></li> <li>Verbraucherzentrale Bremen (2018): <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/sites/default/files/2018-07/Broschuere-ethisch-oekologische-Geldanlage_2018.pdf">Ethisch-ökologisch anlegen und vorsorgen</a>.</li> </ul> </p><p> Wie Sie am besten vorgehen, um nachhaltig Geld anzulegen <ul> <li>Geld anlegen heißt Geld verleihen: Überlegen Sie, wem und für welche Projekte Sie Ihr Geld verleihen möchten.</li> <li>Nutzen Sie für Ihre alltäglichen Geldgeschäfte ein "grünes" Girokonto.</li> <li>Wählen Sie grüne, nachhaltige Sparprodukte. Sie sind ebenfalls bis zu einem Betrag von 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.</li> <li>Ob Altersvorsorge oder Vermögensaufbau: Berücksichtigen Sie auch bei der nicht durch die Einlagensicherung abgedeckten Geldanlage in Aktien und Fonds soziale und ökologische Kriterien. Nutzen Sie bei Fonds "Paris aligned Benchmarks" (PAB) und "Climate transition Benchmarks" (CTB).</li> <li>Ob Photovoltaikanlage oder energetische Sanierung: Nutzen Sie als Hausbesitzer*in eigene nachhaltige Investitionsmöglichkeiten.</li> <li>Prüfen Sie kritisch die Angebotsunterlagen und nutzen Sie unabhängige Beratungen, zum Beispiel von den Verbraucherzentralen.</li> </ul> </p><p> Einführung zur grünen Geldanlage <p>Geld, das Sie aktuell nicht benötigen, können Sie entweder sicher "parken" (Girokonto, Sparanlagen) oder (mehr oder weniger) risikobehaftet anlegen und investieren (in Wertpapiere wie Fonds oder ETFs, Beteiligungen wie Aktien, …). Sie helfen der Umwelt und dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> besonders wirksam, wenn Sie dabei ethisch-ökologische Kriterien berücksichtigen. Ob energetische Haussanierungen, der Bau von Windrädern oder die Finanzierung ökologischer Geschäftsideen: Nachhaltige Geldanlagen unterstützen gezielt den Umbau hin zu einer ökologisch-sozialeren Gesellschaft. Die positiven Effekte auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> und Umwelt variieren dabei je nach Anlagestrategie und Anlage. Sie sind vielfach indirekter Natur und deshalb kaum zu quantifizieren. Geldanlagen sind ein weites und nicht nur für Laien ein oft undurchschaubares Feld. Deshalb vier wichtige Vorbemerkungen:</p> <p><strong>Geld anlegen heißt Geld verleihen:</strong> Überlegen Sie, wem und wozu Sie Ihr Geld verleihen möchten. Denn das Geld, das Sie einer Bank geben, leiht bzw. investiert diese wiederum in konkrete Projekte und Wertpapiere. Machen Sie sich bewusst, dass Sie auch bei abstrakten Bankprodukten letztlich konkreten Menschen und Projekten Geld leihen. Wenn Sie im Alltag auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> und Umweltschutz achten, sollten Sie gerade bei Ihrer Geldanlage deshalb auf eine hohe Übereinstimmung mit Ihren persönlichen Werten achten. Besonders einfach ist das umzusetzen, wenn Ihre Bank ihre gesamte Anlagepolitik nach ethisch-ökologischen Kriterien ausgerichtet hat. Hier finden Sie eine <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/geld-bewegt">Übersicht der Verbraucherzentralen zu nachhaltigen Banken</a>.</p> <p><strong>Genau hinschauen:</strong> Die EU-Taxonomie gibt wissenschaftsbasierte Kriterien vor, die Wirtschaftsaktivitäten erfüllen müssen, damit sie sich nachhaltig nennen dürfen. Nicht zuletzt die Aufnahme von Atomenergie und Erdgas in den Kriterienkatalog verdeutlichen allerdings den Kompromisscharakter dieser europäischen Verordnung. Die europäisch vereinbarte Definition spiegelt nicht zwingend die eigenen Vorstellungen von Nachhaltigkeit. Begriffe wie "klimafreundlich", "grün", "ethisch" sind zudem bei Geldanlagen nicht geschützt. Deshalb gilt: Sie müssen selbst genau hinschauen, was sich im Einzelfall hinter den Angeboten verbirgt und ob diese mit Ihren Werten übereinstimmen.</p> <p><strong>Es gibt alles auch in "grün":</strong> Für (fast) alle Anlageformen gibt es alternative "grüne" Finanzprodukte. Ob sicher oder hochriskant, ob einfach oder komplex, ob mit kurzer oder langer Laufzeit: Nutzen Sie aus dieser Vielfalt die zu Ihnen passenden Angebote, um die Finanzierungsmöglichkeiten für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu verbessern.</p> <p><strong>Alles wie gewohnt:</strong> Wenn Sie sich grundsätzlich dafür entschieden haben, Ihr Geld nach sozialen und ökologischen Kriterien anzulegen, gibt es bei den Empfehlungen zum Vorgehen keine Unterschiede zu konventionellen Geldanlagen. Nutzen Sie klassische Informations- und Beratungsstrategien wie die "Bank des Vertrauens", unabhängige Anlageberatung, eigene (Online-)Recherche und kritische Nachfragen. Balancieren Sie die drei Anlagestrategien Liquidität, Sicherheit und Rendite nach Ihrer persönlichen Situation aus.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/uba_tipps9_investition.jpg"> </a> <strong> Umweltschonend investieren - nachhaltige Geldanlage leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2020) </p><p> Gewusst wie: Sparen <p><strong>"Grünes" Girokonto nutzen:</strong> Ein Girokonto benötigt jeder und jede. Auch wenn in der Regel nicht viel Geld auf dem Girokonto liegt, ist es nicht nur ein einfacher und risikofreier Einstieg in eine nachhaltige Geldanlage, sondern in hohem Maße auch eine Visitenkarte für einen nachhaltigen Lebensstil. Denn ob an der Supermarktkasse, im Restaurant oder bei Überweisungen: Mit der EC-Karte und Kontonummer zeigen wir anderen täglich, wem wir unser Geld anvertrauen und welche Werte uns wichtig sind.<br>Bei einem "grünen" Girokonto haben Sie den gleichen Service wie bei einem normalen Girokonto. So gibt es keine Einschränkungen bei Kreditkarten, Online-Banking oder Bargeldbezug, der bei ethisch-ökologischen Banken meist über den Geldautomaten-Verbund der Genossenschaftsbanken erfolgt. Ihr Geld ist auch bei einem "grünen" Girokonto bis zu 100.000 Euro pro Person über die gesetzliche Einlagensicherung im Falle einer Insolvenz der Bank geschützt. Lediglich in Bezug auf Filialen müssen Sie v.a. bei den spezialisierten "grünen" Banken Abstriche machen. Persönliche Beratung erhalten Kund*innen hier in erster Linie per Telefon oder online.</p> <p>Beim Wechsel zu einem nachhaltigen Girokonto bekommen Verbraucher*innen Unterstützung von der Bank. Dazu sind die Institute seit September 2016 sogar verpflichtet. <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/banken-muessen-beim-kontowechsel-helfen-13051">Hinweise zum Kontowechsel</a> finden Sie auf den Seiten der Verbraucherzentralen. Art und Höhe der Kontogebühren sind sehr unterschiedlich. Während viele Banken die eigenen Kosten für Girokonten durch Mischkalkulationen in anderen Produkten "verstecken" und kostenlose Girokonten als Kundenwerbung nutzen, folgen "grüne" Girokonten v.a. bei kleineren Banken i.d.R. eher einem Transparenzansatz, so dass der Aufwand für Girokonten auch durch entsprechende Gebühren gedeckt wird. Einen <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/geld-anlegen-wie-nachhaltig-koennen-banken-wirklich-sein-21461">Girokontenvergleich von Banken mit Nachhaltigkeitsanspruch</a> stellt die Verbrauchzentrale Bremen zur Verfügung.</p> <p><strong>Sparen Sie für Ihre Zukunft und die Umwelt:</strong> Sparprodukte sind die richtige Anlageform für Geld, das Sie zur Absicherung, als Reserve, spontan oder zu einem festen Zeitpunkt in fester Höhe benötigen. Sie haben zwar schwächere Renditeaussichten als risikoreiche Anlagen wie Aktien, bieten aber dafür maximale Sicherheit. Denn Sparprodukte, vom einfachen Sparbuch über den Sparbrief bis hin zu Tages- und Festgeld, unterliegen wie auch das Girokonto der gesetzlichen Einlagensicherung. Damit Sie nicht nur sicher, sondern auch nachhaltig sparen, achten Sie auf die Berücksichtigung ethisch-ökologischer Kriterien bei den Sparangeboten. Bei "grünen" Banken sind ethisch-ökologische Kriterien bereits durch die Anlagepolitik der Bank abgedeckt. Aber auch konventionelle Banken bieten Sparprodukte an, die einen Zusatznutzen für Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> haben. Fragen Sie Ihren Bankberater oder ihre Bankberaterin.</p> <p><strong>Generell gilt bei allen Geldanlagen:</strong> Verbraucher*innen sollten sich vorher Gedanken über die Höhe der Anlage, die Laufzeit sowie die Inhalte der Sparanlagen machen und sich ausreichend informieren. Eine ökologisch ausgerichtete Bank nimmt aber viel Komplexität bei der Beurteilung der Geldanlage ab. Das Vertrauen in eine solche Bank kann für Anleger daher eine sinnvolle Strategie sein.</p> </p><p> Gewusst wie: Investieren <p><strong>In die Zukunft investieren:</strong> Eine Sparanlage ist – mit Ausnahme des Inflationsrisikos – sicher, bringt aber in der Regel keinen oder nur einen geringen Zinsertrag. Wer einen höheren Zinsertrag für sein Geld haben möchte, muss es investieren – idealerweise in umweltfreundliche und nachhaltige Anlagen. Die Themen sind die gleichen wie beim Sparen: energetische Haussanierungen, der Ausbau von erneuerbaren Energien oder die Finanzierung von anderen ökologischen Geschäftsideen. Der Chance auf höhere Zinserträge stehen ein höheres Risiko und in der Regel Einschränkungen bei der Liquidität gegenüber. Im Gegensatz zu den klassischen grünen Sparprodukten bieten grüne, nachhaltige Beteiligungen, Fonds und andere Wertpapiere aber mehr Möglichkeiten, die erwünschten Umwelt- und Klimaschutzwirkungen direkter zu beeinflussen. Auch hier gibt es allerdings Unterschiede. So sind nachhaltige Altersvorsorgeprodukte wie Fonds zwar eher sichere Anlageformen, ihre ökologische Wirkung ist zum Beispiel im Vergleich zu Direktbeteiligungen wiederum begrenzt, da häufig große Unternehmen enthalten sind. Mit ihren eher kleinen Anteilen, die über Fonds beziehbar sind, können Kleinst-Investoren keinen Einfluss auf diese Unternehmen ausüben.</p> <p><strong>Fonds oder Direktbeteiligungen:</strong> Vereinfachend lassen sich Investitionen in zwei Kategorien unterteilen: Fonds und Direktbeteiligungen. Direktbeteiligungen sind definiert als Beteiligungen an Unternehmen (Aktien) und Projekten wie <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/energiegenossenschaften-gemeinsam-investieren-11295"><strong>Energiegenossenschaften</strong></a>, <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/riskante-umweltinvestments-investitionen-in-sonne-wald-und-co-18288"><strong>Windparks</strong></a> oder <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/waldinvestments-als-nachhaltige-geldanlage-riskant-und-spekulativ-12075"><strong>Waldinvestments</strong></a>, <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/nachhaltig-investieren-mit-der-crowd-16773"><strong>Crowdfundings</strong></a> oder <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/nachhaltige-geldanlage/mikrofinanzierung-geldanlage-mit-sinn-und-ohne-risiko"><strong>Mikrofinanzprojekte</strong></a>. Hier können Sie am direktesten beeinflussen, was mit Ihrem Geld gemacht wird. Ihr Ertrag ist allerdings ausschließlich abhängig vom Erfolg dieses einzelnen Unternehmens oder Projektes. Hierdurch kann ein höheres Risiko entstehen, beispielsweise wenn ein Windpark nicht den erwünschten Ertrag bringt oder Unternehmen schlecht geführt werden.</p> <p>Fonds streuen das Risiko, indem sie eine Vielzahl von Investitionen zusammenfassen. Sie gibt es in verschiedenen Ausprägungen als Aktien-, Renten-, Immobilien- oder Mischfonds. Das Risiko sinkt, weil sich der Wert des Fonds mit dem Wert der investierten Objekte verändert. Wenn z.B. ein Unternehmen in einem Jahr weniger erfolgreich wirtschaftet kann ein anderes Unternehmen den Verlust ausgleichen und dafür sorgen, dass der Fonds trotz Schwächen einzelner Investitionsobjekte erfolgreich bleibt. Unterschieden wird des Weiteren zwischen Fonds mit aktivem und passivem Management. Bei Fonds mit aktivem Management passen Fondsmanager die im Fonds investierten Anlageobjekte gemäß einer vorher festgelegten Strategie an. Fonds mit passivem Management wie z.B. <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/welche-vorteile-und-nachteile-haben-etfs-16603"><strong>Exchange Traded Funds (ETFs)</strong></a> bilden hingegen Indizes ab. Sie investieren in Unternehmen proportional zum zugrundeliegenden Index. Die investierten Anlageobjekte werden weniger häufig adjustiert, da die zugrundliegenden Indizes seltener angepasst werden. </p> <p><strong>Risiken einschätzen und streuen:</strong> Grundsätzlich gilt: Aktien und Direktbeteiligungen sowie auch einige Fonds haben immer – das heißt, auch im Falle einer ökologischen Variante – das Risiko eines Totalverlustes. Legen Sie deshalb nur Geld in solche Anlageformen an, das Sie nicht unbedingt für Ihre Grundbedürfnisse benötigen und streuen Sie das Risiko der Geldanlage, in dem Sie in unterschiedliche Anlageformen investieren. Sie finden hierzu umfassende <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/bevor-sie-geld-anlegen-das-kleine-einmaleins-der-geldanlage-10622">Ratgeber zur Geldanlage auf den Seiten der Verbraucherzentralen</a>. Bedenken Sie dabei: Bei Verbraucherzentralen stehen Sicherheit und Ertrag bei der Beratung im Vordergrund. Eine vermeintlich sichere Geldanlage, die den Raubbau an der Umwelt fortführt, zerstört aber unsere Lebensgrundlagen und bietet demnach eine zweifelhafte Form der Sicherheit für eine Geldanlage. Für den Umbau hin zu einer ökologisch verträglichen Wirtschaft benötigen wir auch viel Bereitschaft und Mut, in ökologisch-soziale Projekte zu investieren.</p> <p><strong>Vorsicht bei Renditeversprechungen:</strong> Seien Sie besonders vorsichtig bei hohen Rendite-Versprechungen – sie sind meist unsicher oder gänzlich unrealistisch. Gerade bei riskanteren Anlagen ist eine persönliche Beratung immer sinnvoll. Eine ökologisch ausgerichtete Bank kann hier viel Komplexität bei der Beurteilung der Geldanlage abnehmen.</p> <p><strong>Umwelt- und Sozialnutzen erkennen:</strong> Eine einfache Antwort, welche Investments grün und nachhaltig sind und welchen Umwelt- und Sozialnutzen sie haben, gibt es leider nicht. Achten Sie bei der Auswahl von Fonds auf die Nennung von PAB (Paris-aligned Benchmark) oder CTB (Climate Transition Benchmark) im Namen des Fonds. Solche Fonds verfolgen eine Anlagestrategie, die Klimaneutralität bis 2050 bei den Anlageobjekten erreichen. Sie werden in der Regel von einem bereits bestehenden Index (oft Mutterindex genannt) abgeleitet. CTBs starten dabei mit einer weniger ambitionierten Dekarbonisierung gegenüber dem Mutterindex (30 % Reduktion) als PABs (50 % Reduktion). Bei beiden Benchmarks reduzieren die Fonds ihren CO2-Ausstoß im Anschluss jährlich um 7 %. Ebenfalls Orientierung bieten das <a href="https://fng-siegel.org/">FNG-Siegel für Investmentfonds</a> sowie die <a href="http://www.gabv.org/%20">Global Alliance for Banking on Values</a>. Verbraucher sollten sich im Vorfeld möglichst genau informieren, welche <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>- und/ oder Nachhaltigkeitskriterien angewendet werden und in welche Branchen oder Unternehmen investiert wird. Nicht zwangsläufig bedeutet zum Beispiel die Bewertung "klimafreundlich", dass auch die Umwelt geschützt wird – und umgekehrt.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/fng_siegel_2022-10-13_quer.png"> </a> <strong> FNG-Siegel </strong> Quelle: Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG) </p><p> Was Sie noch tun können <ul> <li>Nutzen Sie als Hausbesitzer*in eigene Investitionsmöglichkeiten wie Photovoltaikanlage oder energetische Sanierungsmaßnahmen zur nachhaltigen Geldanlage. Beachten Sie hierzu unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10705">Hinweise zu energiesparenden Gebäuden</a>.</li> <li>Umfassende Informationsangebote zum Thema grüne, nachhaltige Geldanlage finden Sie im Portal <a href="http://www.geld-bewegt.de/">Geld bewegt</a> der Verbraucherzentrale Bremen.</li> <li>Nutzen Sie auch die zahlreichen anderen unabhängigen <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen">Beratungsangebote der Verbraucherzentralen</a> und die <a href="https://www.test.de/Ethisch-oekologische-Geldanlage-saubere-Zinsangebote-4590882-4592114/">Informationsangebote der Stiftung Warentest</a>.</li> <li>Banken müssen seit August 2022 aufgrund des EU-Aktionsplans zur "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" in Beratungsgesprächen die Nachhaltigkeitspräferenzen von Anlegern abfragen. Teilen Sie hier Ihr Interesse an nachhaltigen Geldanlagen mit und nutzen Sie Taxonomie-konforme Anlagemöglichkeiten, die in umweltfreundliche Unternehmen und Projekte investieren. Je höher die Quote ist, desto größer ist die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> der Anlagen. Zum konkreten Vorgehen finden Sie nützliche Hinweise auf der <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/pflichtabfrage-von-nachhaltigkeitspraeferenzen-bei-der-geldanlage-80194">Website der Verbraucherzentralen</a>.</li> </ul> <p>Taxonomie-konforme Anlagen erfüllen die strengen, wissenschaftsbasierten Kriterien der EU Taxonomie an eine nachhaltige Wirtschaftsaktivität.</p> <p>Aktuell sind in der EU Taxonomie noch nicht für alle Wirtschaftsaktivitäten nachhaltige Kriterien definiert, wodurch die Erfüllungsquoten tendenziell niedrig sind. Ein aktives Nachfragen nach taxonomie-konformen Produkten steigert die Aufmerksamkeit seitens der Berater*innen und hilft der nachhaltigen Wirtschaft.</p> <ul> <li>Übertreiben Sie es nicht bei der Ertragsoptimierung: Zinserträge sind für die allermeisten Haushalte nur ein kleines Zubrot im Vergleich zum Erwerbseinkommen.</li> <li>Bedenken Sie auch: Ein Unternehmen hat Kapital- und Lohnkosten. Was das Unternehmen den Geldgebern als Zins zahlen muss, kann es nicht als Lohn an die Angestellten zahlen.</li> <li>Sie finden Sie noch mehr Infos und Anregungen zum Thema <a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/geld">Nachhaltiger Konsum & Geld</a> in unserer Denkwerkstatt Konsum.</li> <li>Beachten Sie auch unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96287">Investmentstrategien bei nachhaltigen Geldanlagen</a>.</li> </ul> </p><p> Was macht eine Geldanlage grün oder nachhaltig? <p>Geldanlagen ermöglichen kreditfinanzierte Investitionen. Sie können demnach alle gesellschaftlichen Bereiche umfassen: vom Gebäude zum Maschinenpark, vom Straßen- bis zum Schienennetz, vom Warenlager bis zur Software u.v.a.m. Wenn man dies bedenkt, wird gut nachvollziehbar, dass es vielfältige Definitionen und Kriterien dafür gibt, was eine grüne, nachhaltige Geldanlage sein kann und erfüllen sollte. Eine grüne, nachhaltige Geldanlage benötigt aber immer Kriterien dafür, weshalb in bestimmte Projekte investiert und in andere nicht investiert wird. Diese Kriterien betreffen im Allgemeinen die Aspekte Umwelt, Soziales und die Unternehmensführung. Man spricht deshalb auch von ESG-Geldanlagen (Environmental, Social, Governance). Dabei finden unterschiedliche Anlagestrategien – oft in Kombination – Anwendung:</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/fng-marktbericht_2024_online-09_neu.jpg"> </a> <strong> Die Anlagestrategien im Überblick </strong> Quelle: FNG Marktbericht 2024 </p><p> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong></p> <p>Investitionen in Projekte und Unternehmen binden häufig sehr langfristig Kapital und verfestigen damit hieraus resultierende Umweltschäden und Emissionen für die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte. Dies gilt z. B. für Kohlekraftwerke wie auch für Gebäude oder Maschinen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Geld heute schon so investiert wird, dass Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> in hohem Maße Berücksichtigung finden und mittel- bis langfristige Umwelt- und Klimaschutzziele auch erreicht werden können. Private Gelder sind wichtig für den Klimaschutz, denn sie finanzieren Projekte, die die Energiewende vorantreiben. Das betrifft den Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch energieeffiziente Gebäude, klimafreundliche Mobilität oder ökologische Landwirtschaft. Mit nachhaltigen Anlagen wird demnach ein umweltfreundlicheres Wirtschaften erst möglich.</p> <p>Welche Wirkungen grüne, nachhaltige Geldanlagen im Einzelfall haben, kann sehr unterschiedlich sein. Direkte Wirkungen können durch Abstriche bei Rendite oder Sicherheit erzielt werden, wobei dies die grundsätzliche Ermöglichung oder einfach nur umweltbezogene Verbesserungen beinhalten kann:</p> <ul> <li>Ermöglichung: Die nachhaltige Geldanlage schließt eine Finanzierungslücke für ein Umweltprojekt, das unter marktüblichen Rendite- und Sicherheitserwartungen keine Finanzierung erhalten hätte (z.B. ein Windrad an einem eher nicht so ertragreichen Standort).</li> <li>Verbesserung: Geringere Kreditkosten ermöglichen den finanzierten Projekten höhere Umweltstandards zu realisieren (z.B. die Verwendung ökologischer Baustoffe, die Umsetzung von über gesetzliche Anforderungen hinausgehenden Dämmstandards).</li> <li>Direkte Einflussnahme auf die Unternehmenspolitik: Eigentümer oder Finanzanbieter nutzen die Kreditvergabe oder Beteiligung, um Unternehmen zu stärkerem Nachhaltigkeitsengagement zu bewegen.</li> </ul> <p>Indirekt kann eine höhere Nachfrage nach grünen, nachhaltigen Geldanlagen zu höherer Aufmerksamkeit und Sensibilität gegenüber ESG-Kriterien führen. Öffentliche Aufmerksamkeit und öffentlicher Druck schaffen einen positiven Rahmen für ökologische und soziale Verbesserungen und begünstigen idealerweise dann wiederum auch entsprechende politische Maßnahmen.</p> <p>Für Einzelinvestitionen wie Photovoltaik- oder Windparks lässt sich die Umweltwirkung (z.B. die Treibhausgasminderung) durchaus beziffern. Für fondsgebundene Anlagen ist hingegen eine Quantifizierung nicht sinnvoll zu bewerkstelligen, da viele Umweltwirkungskategorien zu beachten und eine Vielzahl an Wirkungsannahmen zu treffen sind. Bei PAB- oder CTB-Fonds lassen sich zumindest Aussagen über das Ambitionsniveau der enthaltenen Unternehmen treffen, bis wann diese das Ziel der Klimaneutralität erreichen wollen.</p> <p><strong>Gesetzeslage:</strong></p> <p>In Deutschland sind nach dem <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/einsig/BJNR078610015.html">Einlagensicherungsgesetz (EinSiG)</a> Einlagen von Privatpersonen oder juristischen Personen bei Banken grundsätzlich bis zur Höhe von 100.000 Euro vor Verlust geschützt. Das heißt, dass Girokonten oder Tagesgeldguthaben bei jeder in Deutschland tätigen Bank bis zu diesem Betrag gesetzlich auch bei einer Insolvenz der Bank abgesichert sind.<br>Der Begriff der "nachhaltigen Geldanlage" ist mittlerweile in der EU durch die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96261">Regulierung</a> der EU geschützt (insbesondere Taxonomie- und Offenlegungs-Verordnung). Finanzinstitute, die mit "nachhaltigen" Produkten werben, müssen nachweisen, wie die in ihren Produkten investierten Unternehmen die wissenschaftsbasierten Kriterien der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/97731">EU-Taxonomie</a> erfüllen. Für jede Wirtschaftsaktivität und Branche wurden bestimmte Schwellenwerte festgelegt, die als nachhaltig gelten. Das Umweltbundesamt kritisiert jedoch, dass auch die Stromerzeugung aus Atomkraft und Gas als "nachhaltig" aufgenommen wurde (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/eu-taxonomie-atomkraft-erdgas-sind-nicht-nachhaltig">Link</a>). Darüber hinaus sind Begriffe wie "ethisch-ökologische" oder "klimafreundliche" Geldanlage nicht geschützt. Anleger müssen sich demnach weiterhin selber ein Bild von ihrer Bank sowie den Anlageprodukten machen und prüfen, ob die angebotenen Finanzprodukten ihren Wertvorstellungen entsprechen. Je transparenter eine Bank, desto besser für den Kunden.</p> <p><strong>Marktbeobachtung:</strong></p> <p>In den letzten Jahren haben nachhaltige Geldanlagen stark zugenommen. Politische Vorgaben zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien sind hierbei die zentralen Treiber. Inzwischen gibt es auch größere Pensionsfonds, die zum Beispiel Divestment betreiben, indem sie kontroverse Geschäftsfelder wie Kohlekraftwerke oder Gasfracking aus dem Anlagenportfolio ausschließen. Das Forum nachhaltige Geldanlagen (FNG) macht jährlich eine Markterhebung zu nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/konsum-produkte/gruene-produkte-marktzahlen/marktdaten-bereich-finanzen">Marktdaten zum Thema Finanzen</a> (Geldanlage, Kompensationszahlungen, Spenden) finden Sie auf unseren Seiten Daten zur Umwelt.</p> <p>Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:</p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/nachhaltiges-finanzsystem/wissensplattform-sustainable-finance%20">Wissensplattform Sustainable Finance</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite)</li> </ul> <p><strong>Quellen:</strong></p> <ul> <li>Wilkens, M./ Klein, C. (2021): <a href="https://www.vzbv.de/sites/default/files/downloads/2021/02/11/gutachten_wilkens_und_klein_nachhaltige_geldanlagen.pdf">Welche transformativen Wirkungen können nachhaltige Geldanlagen durch Verbraucherinnen und Verbraucher haben?</a></li> <li>Verbraucherzentrale Bremen (2018): <a href="https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/sites/default/files/2018-07/Broschuere-ethisch-oekologische-Geldanlage_2018.pdf">Ethisch-ökologisch anlegen und vorsorgen</a>.</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Trotz langjähriger Bemühungen und Förderungen über verschiedene Programme konnte der Verlust von Biodiversität in Agrar- und Kulturlandschaften (rd. 50 % der deutschen Landesfläche) nicht gestoppt werden. Der Finanzbedarf für Deutschland für die Erhaltung und Entwicklung von Biodiversität wird auf 3,26 Mrd. ‘pro Jahr geschätzt. Das Projekt ‘AgoraNatura’zielt darauf ab, diese Finanzierungslücke zu schließen, indem ein digitaler Marktplatz für hochwertige Naturschutzmaßnahmen geschaffen wird, mit dem gezielt privatwirtschaftliches Kapital angesprochen wird. Mit ‘AgoraNatura’sollen Projektanbieter (wie z. B. Landwirte und lokale Initiativen) mit privaten Geldgebern (Unternehmen und Privatpersonen) vernetzt werden, sodass die Finanzierung und Umsetzung großskaliger, ökologisch wertvoller Projekte realisiert werden kann. AgoraNatura baut auf einer Pilotplattform auf, die im Rahmen eines vorangegangenen Forschungsprojekts erfolgreich erstellt wurde und nun im vorwettbewerblichen Betrieb getestet werden soll. Die Plattform bietet Anbietern von Naturschutzprojekten die Möglichkeit, ihre Projekte nach definierten Standards zu zertifizieren und über Crowdfunding bzw. Kooperationen zu finanzieren. Zu den Trägern des Projektes gehören die verschiedenen Stakeholder der Landnutzung und Forschung in Deutschland: der Deutsche Bauernverband (DBV), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Das Projekt schlägt damit eine Brücke zwischen Landnutzung und Naturschutz, die in dieser Form bislang einmalig ist. Unterstützt wird das Projekt von regionalen Praxispartnern, wie dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL). AgoraNatura soll sich als marktfähiges Modell etablieren, welches Unternehmen und privaten Investoren eine niederschwellige Möglichkeit bietet, ökologische Leistungen gezielt zu fördern. Dabei hebt sich das Angebot von AgoraNatura von anderen vergleichbaren Anbietern durch den qualitativ hochwertigen NaturPlus Standard ab. In Zeiten wachsender öffentlicher Anforderungen an Unternehmen, etwa durch die EU-Taxonomie und die Corporate Sustainability Reporting Directive, müssen sie ihr Engagement im Naturschutz transparent und effektiv nachweisen. Der Rückgriff auf den NaturPlus Standard garantiert die hohe Qualität und ist daher auch als Kommunikationsmittel für Unternehmen attraktiv. Fazit: Der Online-Marktplatz ‘AgoraNatura‘ bietet die Möglichkeit, Naturschutzprojekte mit ausgezeichneter naturschutzfachlicher Qualität in Deutschland flächendeckend und effektiv zu finanzieren, indem es Akteure vor Ort mit finanzkräftigen Investoren aus der Wirtschaft vernetzt. Als erster deutscher Marktplatz für Naturschutzprojekte bietet er die Möglichkeit, Naturschutzakteure in Deutschland langfristig zu vernetzen und die bestehende eklatante Finanzierungslücke im Naturschutz zu schließen.
The EU taxonomy and the Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) are central instruments in the EU Sustainable Finance Framework. Both aim at redirecting financial flows towards sustainable investments while both face critique in terms of coherence and usability.This report presents suggestions to leverage synergies between the SFDR and the Taxonomy by enhancing the usability of the Do No Significant Harm (DNSH) criteria in the EU Taxonomy and the Principle Adverse Impact (PAI) indicators under the SFDR. The report analyses the environmental objectives of climate change mitigation and sustainable use and protection of water for the economic sectors energy, manufacturing, construction and real estate, transport, and water supply. The report was completed in March 2025 and does not address current political and regulatory developments regarding the sustainable finance regulation.
The EU Taxonomy requires large and capital-market-oriented companies to report on the sustainability of their economic activities. How far this redirects capital flows or changes financing conditions remains unclear. This report outlines approaches to model the Taxonomy’s effectiveness, drawing on modelling from the Pathways project (“Pathways to an EU in 2050 with net-zero GHG emissions”). It also assesses how the project’s three scenarios align with the Taxonomy, showing that the more ambitious pathways achieve alignment earlier and more comprehensively.
The European Union has introduced the EU Taxonomy and the European Sustainability Reporting Standards (ESRS) as key regulatory frameworks to enhance transparency and direct capital flows towards environmentally responsible investments. This report explores the interconnections between these two frameworks, identifies implementation challenges, and analyzes synergies that companies can leverage to streamline their reporting obligations. A key focus is placed on materiality assessments, the integration of Taxonomy-related data into ESRS disclosures, and the potential for an EFRAG Implementation Guidance to facilitate alignment. Findings indicate that companies already collecting Taxonomy-related data can utilize it to meet ESRS requirements. The report was completed in March 2025 and does not address current political and regulatory developments regarding sustainable finance and corporate sustainability reporting.
06. Mai 2026 | 10:00-11:30 Uhr Webinar | kostenfrei | für Mitglieder der Umweltallianz die Anforderungen an Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit und nachhaltige Finanzberichterstattung wachsen zunehmend. Die EU-Taxonomie stellt hierbei ein zentrales Element dar, um wirtschaftliche Aktivitäten in Bezug ihrer ökologischen Nachhaltigkeit transparent und vergleichbar zu machen. Gern möchten wir als Umweltallianz unseren Mitgliedern diesbezügliche, gezielt aufbereitete Informationen zur Verfügung stellen und laden Sie hiermit recht herzlich zu einem Fachvortrag zu diesem Thema ein. Wir freuen uns sehr, dass wir dafür eine auf diesem Gebiet fachlich versierte Referentin gewinnen konnten. Frau Katharina Schöne, ESG-Managerin bei der retria GmbH aus Freiberg wird Ihnen in einem Fachvortrag die wichtigsten Informationen zur EU-Taxonomie aus praktischer Sicht in kompakter Form vorstellen. Sie haben zudem die Möglichkeit, direkt Ihre konkreten Fragen zu diesem Thema an die Referentin zu stellen. Der Vortrag wird sich mit folgenden Aspekten befassen: Grundlagen der EU-Taxonomie Pflichten & Anwendungsbereich Umsetzung in der Unternehmenspraxis Typische Voraussetzungen & Lösungsansätze Fragerunde / Diskussion Bitte melden Sie sich bis zum 20.04.2026 per E-Mail an umweltallianz(at)lau.mwu.sachsen-anhalt.de zur Veranstaltung an. Sie erhalten dann den Einwahllink. 13. Mai 2026 | 14:00-15:00 Uhr Webinar | kostenfrei | für Mitglieder der Umweltallianz Bereits im letzten Jahr konnte die „Teilnahme an der Umweltallianz Sachsen-Anhalt“ erfolgreich als Projektauswahlkriterium in der GRW-Förderung etabliert werden. Nun wird Allianzteilnahme auch bei Sachsen-Anhalt INVESTIERT als Projektauswahlkriterium anerkannt. Der nächste Förderaufruf für dieses Programm steht nach derzeitigem Stand kurz bevor. In diesem Zusammenhang wird in Zusammenarbeit mit der Investitionsbank Sachsen-Anhalt in einem Onlinevortrag über für die Wirtschaft relevante Förderprogramme informieren. Folgende Agenda ist vorgesehen: 14:00 – 14:05 Uhr: Begrüßung (Geschäftsstelle Umweltallianz) 14:05 – 14:45 Uhr: Vorstellung der Förderprogramme der Investitionsbank Sachsen-Anhalt für Unternehmen (Christian Bickner, Investitionsbank Sachsen-Anhalt) 14:45 – 14:55 Uhr: Fragen, Austausch 14:55 – 15:00 Uhr: Verabschiedung 01. Juni 2026 | 10:00-11:00 Uhr Webinar | kostenfrei | für Mitglieder der Umweltallianz die Anforderungen an Unternehmen im Bereich „ESG/Nachhaltigkeit“ gewinnen in Lieferketten, im Finanzmarkt sowie auf regulatorischer Ebene zunehmend an Bedeutung. Auch bei der Kreditvergabe an Unternehmen ist die Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. Aus diesem Grund laden wir die Mitglieder der Umweltallianz zu dem Fachvortrag „Nachhaltigkeit bei der Kreditvergabe für Unternehmen“ ein. Wir freuen uns sehr, dass wir für diesen Vortrag einen Referenten gewinnen konnten, der täglich mit diesem Thema zu tun hat und diese praktischen Erfahrungen gern mit Ihnen teilen wird. Herr Wolfgang Vitzthum, Managing Director und Head of Sustainable & Transition Finance Advisory bei der Commerzbank AG, wird Ihnen in einem Referat die wichtigsten Informationen zu diesem Thema in kompakter Form vorstellen. Sie haben zudem die Möglichkeit im Rahmen einer Fragerunde/Diskussion direkt Ihre konkreten Fragen an den Referenten zu stellen und sich mit den anderen Teilnehmenden auszutauschen. Herr Vitzthum wird bei der Veranstaltung auf aktuelle Entwicklungen, regulatorische Anforderungen sowie praxisnahe Ansätze zur Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in Kreditentscheidungsprozessen eingehen. Der 10. Preis der Umweltallianz Sachsen-Anhalt 2026 wird am 17. Juni 2026, 15:00-16:30 Uhr in der Industrie- und Handelskammer Halle verliehen. Er steht unter dem Motto „Engagement im Umweltschutz – unternehmerisches Handeln für die Zukunft“. Ausgezeichnet werden sachsen-anhaltische Unternehmen, die deutlich machen, dass sich wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz nicht gegenseitig ausschließen, indem sie: ambitioniert Klimaschutzmaßnahmen ergreifen, die immer knapper werdenden natürlichen Ressourcen effizient einsetzen, durch ihre Innovationsstärke die Klima- und Ressourcenschonung vorantreiben und das wirtschaftliche Potenzial in grünen Technologien, Produkten und Dienstleistungen erkennen, weiterdenken und nutzen. Das Preisgeld beträgt 8.500 Euro. Eine vierköpfige Jury wählt derzeit die Finalisten aus. Vorsitz: Prof. Dr. Mathias Seitz, Professur für Verfahrenstechnik/Technische Reaktionsführung an der Hochschule Merseburg, Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften Mitglieder: Prof. Dr. Thomas Brockmeier, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau Marko Mühlstein, Geschäftsführer der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH Dr. Christiane Röper, Vizepräsidentin des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) und Abteilungsleiterin Immissionsschutz, Klima, Nachhaltigkeit des LAU
The EU taxonomy and the Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) are central instruments in the EU Sustainable Finance Framework. Both aim at redirecting financial flows towards sustainable investments while both face critique in terms of coherence and usability.This report presents suggestions to leverage synergies between the SFDR and the Taxonomy by enhancing the usability of the Do No Significant Harm (DNSH) criteria in the EU Taxonomy and the Principle Adverse Impact (PAI) indicators under the SFDR. The report analyses the environmental objectives of climate change mitigation and sustainable use and protection of water for the economic sectors energy, manufacturing, construction and real estate, transport, and water supply. The report was completed in March 2025 and does not address current political and regulatory developments regarding the sustainable finance regulation. Veröffentlicht in Texte | 58/2026.
The European Union has introduced the EU Taxonomy and the European Sustainability Reporting Standards (ESRS) as key regulatory frameworks to enhance transparency and direct capital flows towards environmentally responsible investments. This report explores the interconnections between these two frameworks, identifies implementation challenges, and analyzes synergies that companies can leverage to streamline their reporting obligations. A key focus is placed on materiality assessments, the integration of Taxonomy-related data into ESRS disclosures, and the potential for an EFRAG Implementation Guidance to facilitate alignment. Findings indicate that companies already collecting Taxonomy-related data can utilize it to meet ESRS requirements. The report was completed in March 2025 and does not address current political and regulatory developments regarding sustainable finance and corporate sustainability reporting. Veröffentlicht in Texte | 59/2026.
The EU Taxonomy requires large and capital-market-oriented companies to report on the sustainability of their economic activities. How far this redirects capital flows or changes financing conditions remains unclear. This report outlines approaches to model the Taxonomy’s effectiveness, drawing on modelling from the Pathways project (“Pathways to an EU in 2050 with net-zero GHG emissions”). It also assesses how the project’s three scenarios align with the Taxonomy, showing that the more ambitious pathways achieve alignment earlier and more comprehensively. Veröffentlicht in Climate Change | 08/2026.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 31 |
| Land | 4 |
| Weitere | 2 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 6 |
| Text | 14 |
| unbekannt | 17 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 30 |
| Offen | 7 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 29 |
| Englisch | 9 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 4 |
| Dokument | 15 |
| Keine | 16 |
| Multimedia | 2 |
| Webseite | 12 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 22 |
| Lebewesen und Lebensräume | 26 |
| Luft | 18 |
| Mensch und Umwelt | 37 |
| Wasser | 18 |
| Weitere | 31 |