Fragmentation of the natural environment has contributed to major biodiversity loss in South East Asia. Reptiles represent a significant biomass and occupy important functions in our ecosystem. However, these organisms are highly sensitive to relatively minor changes in temperature and habitat alteration. In this study we will investigate the effects of habitat fragmentation and potentially climate change on agamids at several sites in Southeast Asia. We will identify the species richness of agamids, their habitat use, and their diet. By using morphometrics, we aim to correlate morphology and habitat use and diet to explore the ecological niches these lizards occupy. We will also test for microhabitat preferences and optima to understand the ecological impacts on these species caused by forest fragmentation. We hope to use this approach to lay the foundations for macro-ecological modelling proving insights into future distributions and the impact of habitat connectivity.
Adaptive Radiation - die schnelle Diversifizierung eines gemeinsamen Vorfahren in nah verwandter Arten als Folge der Anpassung an verschiedene ökologische Nischen - ist der Prozess, der einen Großteil des taxonomischen und phänotypischen Reichtums auf der Erde generierte. Einige der bekanntesten Beispiele sind Darwinfinken des Galápagos Archipel, Anolis-Eidechsen auf den karibischen Inseln und Buntbarsche in den ostafrikanischen Rift-Seen. Das Einzigartige an diesen Seen ist, dass sie im Vergleich zu anderen insulären Systemen weitere potentielle adaptive Radiation enthalten. Diese sind jedoch nicht ausreichend studiert, und ihre Anpassungsfähigkeit und schnelle Diversifizierung wurden noch nicht nachgewiesen, so dass eine integrative Untersuchung dieser Gruppen und der Rolle der Umwelt für adaptiven Radiation erforderlich ist.Dieser Projektvorschlage zielt darauf ab, Informationen der Fossilienbestände und paläoökologische Daten aus drei ICDP-Projekten in Kombination mit einer gründlichen Untersuchung der Phylogenie (Stammbaum), Morphologie und Ökologie rezenter Arten von Diatomeen (Kieselalgen) des Tanganjika-, Malawi- und Challa-See zu kombinieren, um eine Schlüsselfrage der Evolutionsbiologie zu beantworten: Bewirken bestimmte Umweltbedingungen parallele adaptive Radiation in mehreren Taxa?Ich schlage die Konzentration auf vier Diatomeengattungen mit einem bekannten hohen Artenreichtum und einer phänotypischen Vielfalt vor. Vorläufige Analysen des gut erhaltenen Fossilienbeständs, einschließlich mehrerer ausgestorbener und unbeschriebener Arten, sowie zeitlich kalibrierte molekularer Phylogenien, lassen auf eine gemeinsame Abstammung und eine rasche Diversifizierung schließen. Dies ist sowohl mit der Geschichte der Seen als auch mit dem Alter der adaptiven Radiation der Buntbarsche vereinbar. Ich werde testen, ob die Kriterien der adaptiven Radiation für Diatomeen erfüllt sind und ob die Artbildung und phänotypische Differenzierung auf in den Bohrkernen dokumentierten paläoökologischen Veränderungen beruhen.Dieses Projekt bietet die einzigartige Möglichkeit zu ergründen, ob diese Seen tatsächlich parallele adaptive Radiation in verschiedenen Organismen beherbergen, was im Vergleich zu anderen insulären Systemen ein herausragendes Merkmal wäre. Darüber hinaus würde ich auch in der Lage sein, gemeinsame zugrunde liegende Triebkräfte für evolutionäre Radiationen zu identifizieren. Die integrative Analye rezenter und ausgestorbener Arten sollte eine genaueres Bild der evolutionäre Geschichte bieten. Die hier vorgeschlagenen methodischen Verbesserungen und das bessere Verständnis der Triebkräfte evolutionärer Radiationen sind für Evolutionsbiologen von großem Interesse. Dieses Projekt wird zum angedachten wissenschaftlichen Bohrprojekt des Tankanyika-See beitragen, indem Basisdaten ermittelt werden, welche eine entscheidende Voraussetzung für die Rekonstruktion der evolutionären und ökologischen Geschichte aquatischer Systeme sind.
<p> Was Sie bei Pflanzenkohle beachten sollten <ul> <li>Kaufen Sie nur zertifizierte Pflanzenkohle (EBC-Siegel der geeigneten Klasse je nach Anwendung). Dies garantiert, dass Schadstoffgehalte geprüft und Grenzwerte eingehalten werden.</li> <li>Wenn Sie selbst Pflanzenkohle herstellen wollen, nutzen Sie dafür geeignete Behälter und halten Sie sich streng an die Herstellervorgaben, um gesundheitsschädliche Emissionen gering zu halten.</li> <li>Geben Sie Gehölzschnitt in die öffentliche Grünschnittabfuhr und legen Sie nach Möglichkeit Totholzhecken in ihrem Garten an.</li> </ul> Gewusst wie <p>Pflanzenkohle entsteht durch die unvollständige Verbrennung ("Verkohlung" bzw. "Pyrolyse") von Pflanzenmaterial wie z.B. Gehölzschnitt. Durch ihre poröse Struktur und ihre große innere Oberfläche kann sie Wasser und Nährstoffe speichern und Schadstoffe binden, d.h. die Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität des Bodens wird durch Einbringung von Pflanzenkohle erhöht. Im Gegensatz zu Kompost wird der Kohlenstoff von Pflanzenkohle beim Einbringen in den Boden kaum zu CO2 umgewandelt. Dadurch kann der Einsatz von Pflanzenkohle unter bestimmten Bedingungen zur CO2-Bindung beitragen und die Humusbildung unterstützen. Allerdings enthält Pflanzenkohle selbst kaum pflanzenverfügbare Nährstoffe. Sie muss in einem weiteren Schritt mit Nährstoffen beladen werden.</p> <p>Bei der <strong>Herstellung von Pflanzenkohle</strong> können Luftschadstoffe wie Feinstaub und Kohlenmonoxid, aber auch klimaschädliches Methan entstehen. Ein sachgemäßer Umgang reduziert diese Emissionen weitestgehend; deshalb sollten Herstellervorgaben unbedingt eingehalten werden. Beim Kauf von Pflanzenkohle ist es wichtig auf zertifizierte Produkte zu achten. Denn bei unsachgemäßer Herstellung können neben erhöhten Emissionen auch Grenzwerte für Schadstoffe in der Pflanzenkohle überschritten werden, die sich dann permanent im Boden befinden.</p> <p><strong>Siegel beachten:</strong> Kaufen Sie für die Anwendung im Garten nur Pflanzenkohle, die mit dem EBC-Siegel zertifiziert ist. Im European Biochar Certificate (EBC) werden Anforderungen an das Ausgangsmaterial als auch Grenzwerte für einzelne Schadstoffe in der Pflanzenkohle sowie der Kontrollumfang an die herstellenden Anlagen festgelegt. Dadurch ist garantiert, dass die Pflanzenkohle bei der Herstellung und Anwendung den allgemeinen Umweltanforderungen entspricht. Für die Anwendung im Boden sind die Klassen EBC-FutterPlus, EBC-AgroBio und EBC-Agro zugelassen. Die Herstellung der Pflanzenkohle erfolgt in modernen Pyrolyseanlagen. Das hat gegenüber handwerklichen Herstellungsmethoden den Vorteil, dass der Pyrolyseprozess technisch kontrolliert und gesteuert werden kann. Zudem können auch die "<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nebenprodukte">Nebenprodukte</a>" (Pyrolyseöle, Pyrolysegase und Abwärme) genutzt werden. Dadurch haben moderne Pyrolyseanlagen einen höheren Wirkungsgrad und die Schadstoffgehalte in der Abluft und in der Pflanzenkohle liegen unter den Grenzwerten.</p> <p><strong>Dauerhafte CO2-Bindung durch Zusatzzertifikate:</strong> Pflanzenkohle kann langfristig CO₂ speichern. Zusätzliche Zertifikate stellen sicher, dass diese Bindung nicht rückgängig gemacht wird. Im Rahmen der freiwilligen CO2-Kompensation können entsprechende Projekte unterstützt werden. Hierfür gibt es Plattformen, die nicht nur die Qualität der Pflanzenkohle (EBC-Siegel), sondern auch die nicht-rückholbare Ausbringung zertifizieren. Das ist für den Klimaschutznutzen wichtig, da Pflanzenkohle prinzipiell auch verbrannt werden kann, so dass der Kohlenstoff wieder vollständig als CO2 entweichen würde.</p> <p>Bei eigener Herstellung <strong>an Herstellerempfehlungen halten</strong>: Wenn Sie Pflanzenkohle selbst herstellen möchten, sollten Sie sich vorab intensiv mit dem Herstellungsprozess und der richtigen Praxis vertraut machen. Das Ithaka Institut in der Schweiz bietet z. B. entsprechende Hintergrundinformationen und eine <a href="https://www.ithaka-institut.org/de/ct/109-Bedienungsanleitung%20">Bedienungsanleitung</a> an. Am besten lassen Sie sich den Herstellungsprozess von erfahrenen Personen zeigen. So schaffen Sie die Voraussetzungen, dass Sie nicht nur eine möglichst große Ausbeute, sondern auch eine Pflanzenkohle mit guter Qualität und geringer Schadstoffbelastung erhalten. Denn auch wenn das Grundprinzip einfach ist und seit Jahrtausenden praktiziert wird, kann man aus Umweltsicht einiges falsch machen. Statt eines korrekt ablaufenden Verkohlungsprozesses kann ein qualmendes Lagerfeuer mit unnötiger Schadstoffbelastung das Resultat sein.</p> <p><strong>Folgende Punkte sind für eine gute Verkohlung besonders entscheidend:</strong></p> <ul> <li><strong>Geeignetes Gefäß:</strong> Sie benötigen ein geeignetes Gefäß, das u.a. eine gute Verbrennung der austretenden Brenngase ermöglicht und den Anforderungen z. B. bei der Ablöschung des Feuers standhält (Korrosionsschutz).</li> <li><strong>Geeignetes Ausgangsmaterial:</strong> Sie dürfen grundsätzlich nur unbehandeltes Holz verwenden. Das Material sollte gut getrocknet, relativ homogen im Durchmesser und vor Regen geschützt gelagert worden sein. In der Regel wird Schnittgut von Ziergehölzen oder Obstbäumen verwendet, was schlecht kompostierbar ist. Verwenden Sie keinen frischen Grünschnitt, Blätter oder nährstoffreiche Ausgangsmaterialien. Diese sollten kompostiert oder in die Biotonne gegeben werden.</li> <li><strong>Stetige Prozessführung:</strong> Es sollten immer nur dünne Holzschichten aufgelegt werden, wenn die oberste Schicht zu veraschen beginnt. Das erfordert eine kontinuierliche Betreuung und Beobachtung des Vorgangs.</li> <li><strong>Zügiger Anzündvorgang von oben:</strong> Das Anzünden sollte von oben mit geeigneten und möglichst pflanzlichen oder naturnahen Anzündhilfen (z.B. wachsgetränkter Holzwolle) erfolgen, um die Rauchentwicklung gering zu halten.</li> <li><strong>Ablöschen von unten:</strong> Nach dem Herstellen der letzten Schicht Pflanzenkohle muss diese (wenn möglich von unten) abgelöscht werden, um den Kohleausbrand zu stoppen.</li> <li>Es bietet sich an, die abgekühlte Pflanzenkohle mit <strong>Kompost</strong> zu vermischen bzw. diese auf den Komposthaufen/ in die Komposttonne zu geben.</li> </ul> <p>Aufgrund der hohen Anschaffungskosten eignet sich die handwerkliche Herstellung von Pflanzenkohle am ehesten für Gartengemeinschaften wie z. B. Kleingartenvereine. Verschiedene Vereine oder Verbände bieten Seminare oder Informationen hierzu an.</p> <p><strong>Abstand halten:</strong> Bedenken Sie bezüglich der Rauchentwicklung, dass Sie genügend Abstand zu Lüftungsöffnungen (Fenster und Türen), zu Gartennachbarn sowie zu brennbaren Objekten (Bäume, Büsche, Häuser, Schuppen) einhalten. Wie bei jedem offenen Feuer sollte mindestens eine Person das Feuer immer im Blick haben, um eingreifen zu können, falls etwas passiert.</p> <p><strong>Entsorgen Sie Grünschnitt fachgerecht:</strong> Kleinere Mengen an Grünschnitt können Sie fachgerecht z.B. über die Biotonne entsorgen oder selber kompostieren. Durch die Untermischung von holzigem Material wird die Durchlüftung und damit der Rotteprozess des Komposts verbessert. Für größere Mengen Grünschnitt bieten Kommunen gesonderte Entsorgungsmöglichkeiten an. Wenn Sie genügend Platz in Ihrem Garten haben, können Sie eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/totholz">Totholz</a>(h)ecke anlegen. Sie schaffen damit einen wichtigen Lebens- und Rückzugsraum u.a. für Kleingetier wie Kröten und Eidechsen sowie für viele Insekten.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können: </strong></p> <ul> <li>Bevorzugen Sie beim Kauf von Pflanzenkohle Anbieter aus Ihrer Nähe.</li> <li>Beachten Sie unsere Tipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/lagerfeuer-feuerschalen">Feuerschalen</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/kaminofen">Kaminöfen</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/gartenhaecksler">Gartenhäcksler</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/kompost-eigenkompostierung">Kompost</a>. </li> </ul> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong> Pflanzenkohle stellt eine Option zur Entnahme von CO2 aus der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/atmosphaere">Atmosphäre</a> ("Removal") und zur langfristigen Speicherung von Kohlenstoff dar, wenn sichergestellt werden kann, dass sie nicht verbrannt wird. Die Pflanzenkohle wird durch Pyrolyse, also Verkohlung von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biomasse">Biomasse</a> (z.B. Holz) hergestellt.</p> <p>Dabei entstehen – neben der Pflanzenkohle – auch unerwünschte Abgase und Schadstoffe wie Kohlenmonoxid, Feinstaub und Kohlenwasserstoffe. Dem Nutzen für das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> stehen demnach Risiken wie die Belastung der Böden, der Luft und des Grundwassers mit Schadstoffen gegenüber. Vor allem durch Fehlbedienung kann es zu einer ungewollten Qualm-Entwicklung und zu unnötiger Schadstoffbelastung der Pflanzenkohle mit Polyzyklisch Aromatischen Kohlenwasserstoffen (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pak-0">PAK</a>) kommen. Daher ist es aus Umweltsicht besonders wichtig, hohe Anforderungen bezüglich des Ausgangsmaterials, der Herstellung als auch in Bezug auf die Ausbringung z. B. in Böden zu legen. </p> <p><strong>Gesetzeslage: </strong>Pflanzenkohle ist in der EU als Bodenhilfsstoff zugelassen. Die detaillierten Voraussetzungen und Anforderungen sind in der EU-Düngemittelverordnung (<a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:02019R1009-20230316#tocId413%20">EU-Verordnung 2019/1009</a>) geregelt.</p> </p><p> Was Sie bei Pflanzenkohle beachten sollten <ul> <li>Kaufen Sie nur zertifizierte Pflanzenkohle (EBC-Siegel der geeigneten Klasse je nach Anwendung). Dies garantiert, dass Schadstoffgehalte geprüft und Grenzwerte eingehalten werden.</li> <li>Wenn Sie selbst Pflanzenkohle herstellen wollen, nutzen Sie dafür geeignete Behälter und halten Sie sich streng an die Herstellervorgaben, um gesundheitsschädliche Emissionen gering zu halten.</li> <li>Geben Sie Gehölzschnitt in die öffentliche Grünschnittabfuhr und legen Sie nach Möglichkeit Totholzhecken in ihrem Garten an.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Pflanzenkohle entsteht durch die unvollständige Verbrennung ("Verkohlung" bzw. "Pyrolyse") von Pflanzenmaterial wie z.B. Gehölzschnitt. Durch ihre poröse Struktur und ihre große innere Oberfläche kann sie Wasser und Nährstoffe speichern und Schadstoffe binden, d.h. die Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität des Bodens wird durch Einbringung von Pflanzenkohle erhöht. Im Gegensatz zu Kompost wird der Kohlenstoff von Pflanzenkohle beim Einbringen in den Boden kaum zu CO2 umgewandelt. Dadurch kann der Einsatz von Pflanzenkohle unter bestimmten Bedingungen zur CO2-Bindung beitragen und die Humusbildung unterstützen. Allerdings enthält Pflanzenkohle selbst kaum pflanzenverfügbare Nährstoffe. Sie muss in einem weiteren Schritt mit Nährstoffen beladen werden.</p> <p>Bei der <strong>Herstellung von Pflanzenkohle</strong> können Luftschadstoffe wie Feinstaub und Kohlenmonoxid, aber auch klimaschädliches Methan entstehen. Ein sachgemäßer Umgang reduziert diese Emissionen weitestgehend; deshalb sollten Herstellervorgaben unbedingt eingehalten werden. Beim Kauf von Pflanzenkohle ist es wichtig auf zertifizierte Produkte zu achten. Denn bei unsachgemäßer Herstellung können neben erhöhten Emissionen auch Grenzwerte für Schadstoffe in der Pflanzenkohle überschritten werden, die sich dann permanent im Boden befinden.</p> <p><strong>Siegel beachten:</strong> Kaufen Sie für die Anwendung im Garten nur Pflanzenkohle, die mit dem EBC-Siegel zertifiziert ist. Im European Biochar Certificate (EBC) werden Anforderungen an das Ausgangsmaterial als auch Grenzwerte für einzelne Schadstoffe in der Pflanzenkohle sowie der Kontrollumfang an die herstellenden Anlagen festgelegt. Dadurch ist garantiert, dass die Pflanzenkohle bei der Herstellung und Anwendung den allgemeinen Umweltanforderungen entspricht. Für die Anwendung im Boden sind die Klassen EBC-FutterPlus, EBC-AgroBio und EBC-Agro zugelassen. Die Herstellung der Pflanzenkohle erfolgt in modernen Pyrolyseanlagen. Das hat gegenüber handwerklichen Herstellungsmethoden den Vorteil, dass der Pyrolyseprozess technisch kontrolliert und gesteuert werden kann. Zudem können auch die "<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nebenprodukte">Nebenprodukte</a>" (Pyrolyseöle, Pyrolysegase und Abwärme) genutzt werden. Dadurch haben moderne Pyrolyseanlagen einen höheren Wirkungsgrad und die Schadstoffgehalte in der Abluft und in der Pflanzenkohle liegen unter den Grenzwerten.</p> <p><strong>Dauerhafte CO2-Bindung durch Zusatzzertifikate:</strong> Pflanzenkohle kann langfristig CO₂ speichern. Zusätzliche Zertifikate stellen sicher, dass diese Bindung nicht rückgängig gemacht wird. Im Rahmen der freiwilligen CO2-Kompensation können entsprechende Projekte unterstützt werden. Hierfür gibt es Plattformen, die nicht nur die Qualität der Pflanzenkohle (EBC-Siegel), sondern auch die nicht-rückholbare Ausbringung zertifizieren. Das ist für den Klimaschutznutzen wichtig, da Pflanzenkohle prinzipiell auch verbrannt werden kann, so dass der Kohlenstoff wieder vollständig als CO2 entweichen würde.</p> <p>Bei eigener Herstellung <strong>an Herstellerempfehlungen halten</strong>: Wenn Sie Pflanzenkohle selbst herstellen möchten, sollten Sie sich vorab intensiv mit dem Herstellungsprozess und der richtigen Praxis vertraut machen. Das Ithaka Institut in der Schweiz bietet z. B. entsprechende Hintergrundinformationen und eine <a href="https://www.ithaka-institut.org/de/ct/109-Bedienungsanleitung%20">Bedienungsanleitung</a> an. Am besten lassen Sie sich den Herstellungsprozess von erfahrenen Personen zeigen. So schaffen Sie die Voraussetzungen, dass Sie nicht nur eine möglichst große Ausbeute, sondern auch eine Pflanzenkohle mit guter Qualität und geringer Schadstoffbelastung erhalten. Denn auch wenn das Grundprinzip einfach ist und seit Jahrtausenden praktiziert wird, kann man aus Umweltsicht einiges falsch machen. Statt eines korrekt ablaufenden Verkohlungsprozesses kann ein qualmendes Lagerfeuer mit unnötiger Schadstoffbelastung das Resultat sein.</p> <p><strong>Folgende Punkte sind für eine gute Verkohlung besonders entscheidend:</strong></p> <ul> <li><strong>Geeignetes Gefäß:</strong> Sie benötigen ein geeignetes Gefäß, das u.a. eine gute Verbrennung der austretenden Brenngase ermöglicht und den Anforderungen z. B. bei der Ablöschung des Feuers standhält (Korrosionsschutz).</li> <li><strong>Geeignetes Ausgangsmaterial:</strong> Sie dürfen grundsätzlich nur unbehandeltes Holz verwenden. Das Material sollte gut getrocknet, relativ homogen im Durchmesser und vor Regen geschützt gelagert worden sein. In der Regel wird Schnittgut von Ziergehölzen oder Obstbäumen verwendet, was schlecht kompostierbar ist. Verwenden Sie keinen frischen Grünschnitt, Blätter oder nährstoffreiche Ausgangsmaterialien. Diese sollten kompostiert oder in die Biotonne gegeben werden.</li> <li><strong>Stetige Prozessführung:</strong> Es sollten immer nur dünne Holzschichten aufgelegt werden, wenn die oberste Schicht zu veraschen beginnt. Das erfordert eine kontinuierliche Betreuung und Beobachtung des Vorgangs.</li> <li><strong>Zügiger Anzündvorgang von oben:</strong> Das Anzünden sollte von oben mit geeigneten und möglichst pflanzlichen oder naturnahen Anzündhilfen (z.B. wachsgetränkter Holzwolle) erfolgen, um die Rauchentwicklung gering zu halten.</li> <li><strong>Ablöschen von unten:</strong> Nach dem Herstellen der letzten Schicht Pflanzenkohle muss diese (wenn möglich von unten) abgelöscht werden, um den Kohleausbrand zu stoppen.</li> <li>Es bietet sich an, die abgekühlte Pflanzenkohle mit <strong>Kompost</strong> zu vermischen bzw. diese auf den Komposthaufen/ in die Komposttonne zu geben.</li> </ul> <p>Aufgrund der hohen Anschaffungskosten eignet sich die handwerkliche Herstellung von Pflanzenkohle am ehesten für Gartengemeinschaften wie z. B. Kleingartenvereine. Verschiedene Vereine oder Verbände bieten Seminare oder Informationen hierzu an.</p> <p><strong>Abstand halten:</strong> Bedenken Sie bezüglich der Rauchentwicklung, dass Sie genügend Abstand zu Lüftungsöffnungen (Fenster und Türen), zu Gartennachbarn sowie zu brennbaren Objekten (Bäume, Büsche, Häuser, Schuppen) einhalten. Wie bei jedem offenen Feuer sollte mindestens eine Person das Feuer immer im Blick haben, um eingreifen zu können, falls etwas passiert.</p> <p><strong>Entsorgen Sie Grünschnitt fachgerecht:</strong> Kleinere Mengen an Grünschnitt können Sie fachgerecht z.B. über die Biotonne entsorgen oder selber kompostieren. Durch die Untermischung von holzigem Material wird die Durchlüftung und damit der Rotteprozess des Komposts verbessert. Für größere Mengen Grünschnitt bieten Kommunen gesonderte Entsorgungsmöglichkeiten an. Wenn Sie genügend Platz in Ihrem Garten haben, können Sie eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/totholz">Totholz</a>(h)ecke anlegen. Sie schaffen damit einen wichtigen Lebens- und Rückzugsraum u.a. für Kleingetier wie Kröten und Eidechsen sowie für viele Insekten.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können: </strong></p> <ul> <li>Bevorzugen Sie beim Kauf von Pflanzenkohle Anbieter aus Ihrer Nähe.</li> <li>Beachten Sie unsere Tipps zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/lagerfeuer-feuerschalen">Feuerschalen</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/heizen-bauen/kaminofen">Kaminöfen</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/gartenhaecksler">Gartenhäcksler</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/kompost-eigenkompostierung">Kompost</a>. </li> </ul> </p><p> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong> Pflanzenkohle stellt eine Option zur Entnahme von CO2 aus der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/atmosphaere">Atmosphäre</a> ("Removal") und zur langfristigen Speicherung von Kohlenstoff dar, wenn sichergestellt werden kann, dass sie nicht verbrannt wird. Die Pflanzenkohle wird durch Pyrolyse, also Verkohlung von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biomasse">Biomasse</a> (z.B. Holz) hergestellt.</p> <p>Dabei entstehen – neben der Pflanzenkohle – auch unerwünschte Abgase und Schadstoffe wie Kohlenmonoxid, Feinstaub und Kohlenwasserstoffe. Dem Nutzen für das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> stehen demnach Risiken wie die Belastung der Böden, der Luft und des Grundwassers mit Schadstoffen gegenüber. Vor allem durch Fehlbedienung kann es zu einer ungewollten Qualm-Entwicklung und zu unnötiger Schadstoffbelastung der Pflanzenkohle mit Polyzyklisch Aromatischen Kohlenwasserstoffen (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pak-0">PAK</a>) kommen. Daher ist es aus Umweltsicht besonders wichtig, hohe Anforderungen bezüglich des Ausgangsmaterials, der Herstellung als auch in Bezug auf die Ausbringung z. B. in Böden zu legen. </p> <p><strong>Gesetzeslage: </strong>Pflanzenkohle ist in der EU als Bodenhilfsstoff zugelassen. Die detaillierten Voraussetzungen und Anforderungen sind in der EU-Düngemittelverordnung (<a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:02019R1009-20230316#tocId413%20">EU-Verordnung 2019/1009</a>) geregelt.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer besucht zwei im Rahmen des Projekts ‚15 grüne Schulhöfe‘ umgestaltete Schulhöfe – Klimaschutzministerium hat Umgestaltung mit je 15.000 Euro gefördert „Grau, versiegelt und heiß statt grün, abwechslungsreich und kühl – das ist leider viel zu oft die Realität auf Schulhöfen. Mit dem Projekt ‚15 grüne Schulhöfe‘ hat sich das Klimaschutzministerium zum Ziel gesetzt, das zu ändern. An den umgestalteten Schulhöfen der Don Bosco Grundschule in Wolsfeld und der Friedrich-Spee-Realschule plus in Neumagen-Dhron sieht man, welches Potenzial in Schulhöfen steckt. Die Begrünung bietet gleichzeitig Raum für Erholung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und Anlässe für praxisnahen Unterricht im Freien. Die Grünflächen dienen außerdem dem Klimaschutz und bieten Insekten einen Lebensraum. So wird Klimaschutz sicht- und spürbar“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer. Vor der über die Aktion Grün geförderten Umgestaltung bestand der Schulhof der Don Bosco Grundschule in Wolsfeld aus einer unbeschatteten Teerfläche und einer Rasenfläche. Jetzt befinden sich auf dem Schulhof ein grünes Klassenzimmer, in dem die Schülerinnen und Schüler draußen lernen können, ein Krabbelhügel mit Betonrohren, verschiedene Beete, die unterschiedlichen Insekten Lebensräume bieten, Totholzhabitate, zum Beispiel eine Benjeshecke, und eine Kräuterschnecke als Trockenhabitat. Zusätzlich übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung und können den Schulhof als Schulhofhüterinnen und -hüter im Schulhofcheck mit Rudi Regenwurm aktiv mitgestalten. „Hier lernen sie, wie Bodenqualität, Pflanzen und das Klima zusammenhängen“, so Schulleiterin Dorothee Heser. Bei diesem Prozess wurde die Naturpark-Schule pädagogisch und konzeptionell durch den Naturpark Südeifel unterstützt. Die Friedrich-Spee-Realschule plus in Neumagen-Dhron hatte drei asphaltierte Schulhöfe, von denen seit der Umgestaltung einer begrünt ist. Die Schülerinnen und Schüler konnten hier bereits im Rahmen einer Planungswerkstatt ihre Wünsche für die zukünftige Gestaltung ihres Schulhofes einbringen. Nun ist eine Ruhezone mit Beschattung, einer Kräuterspirale, Trockenmauern und Hochbeeten entstanden, die auch Insekten und Eidechsen einen Lebensraum bietet. „Dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre Visionen in der Planungswerkstatt selbst einbringen konnten, macht diesen neuen Schulhof zu ‚ihrem‘ Projekt. Wo vorher nur grauer Asphalt war, ist nun ein lebendiger Ort der Ruhe und der Artenvielfalt entstanden. Für uns als Realschule plus ist das nicht nur eine bauliche Maßnahme, sondern ein wichtiger pädagogischer Baustein: Wir zeigen unseren Jugendlichen, dass man durch eigenes Engagement das Schulklima und unsere Umwelt aktiv und positiv verändern kann“, sagte Schulleiter Mario Cossé. Jeweils 15.000 Euro haben die aus 60 Bewerbungen ausgewählten 15 teilnehmenden Schulen aus dem Förderprogramm „Aktion Grün“ erhalten, um ihre Schulhöfe gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern zu vielfältigen, lebenswerten und klimaresilienten Lern- und Aufenthaltsorten zu machen. Die fachliche Beratung und Begleitung der Schulen bei der Umsetzung ihrer einzelnen Projekte erfolgte durch die Deutsche Umwelthilfe.
Naturparke vereinen Klima-, Natur- und Artenschutz mit nachhaltigem Tourismus, lokaler Wirtschaft und Umweltbildung. Um ihre Existenz zu sichern und wertvolle Projekte auszubauen, hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord die sieben rheinland-pfälzischen Naturparke im Jahr 2025 mit mehr als 1,3 Millionen Euro aus Landesmitteln gefördert. Wofür das Geld unter anderem verwendet wurde – ein Überblick. Mensch und Natur in Einklang bringen: Keine leichte Aufgabe, doch genau dieses Ziel verfolgen die Naturparke in Rheinland-Pfalz. „Das Anliegen, beide Seiten – Mensch und Natur – unter einen Hut zu bekommen, macht Naturparke so wertvoll. Mit den Fördermitteln des Landes unterstützt die SGD Nord in ihrer Funktion als Obere Naturschutzbehörde die wichtige Arbeit der Verantwortlichen vor Ort“, erklärt SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis. Gefördert wurden beispielsweise folgende Projekte: Naturpark Nassau: Streuobst und insektenreiches Totholz Im Naturpark Nassau förderte die SGD Nord unter anderem die Erweiterung einer Streuobstwiese bei Misselberg in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Gemeinsam mit der Stiftung Scheuern – einer Einrichtung der Behindertenhilfe – sind hier in einem früheren Projekt bereits knapp 180 Bäume gepflanzt worden; 2025 folgten nun 30 weitere Obstbäume sowie ein riesiger Totholzstapel. Davon profitieren etwa Insekten und Vögel, denn für sie ist wertvoller Lebensraum entstanden. Naturpark Nordeifel: von den Bienen lernen Klein, flauschig und stets fleißig: Bei einem Projekt, das die SGD Nord im Naturpark Nordeifel gefördert hat, steht die Biene im Rampenlicht. Denn auf dem Lehrpfad, den der Bienenzüchterverein Prümer Land im Kurpark Prüm errichtet hat, können Jung und Alt Spannendes über Bienen und das Imkern erfahren. Mit Schautafeln und haptischen Elementen werden die Lebensweise der Bienen sowie ihr Nutzen für die Natur und die Artenvielfalt vermittelt. Darüber hinaus wurden bienenfreundliche Stauden und Sträucher gepflanzt; auch ein barrierefreier Zugang zum Lehrpfad entstand. Naturpark Rhein-Westerwald: für Mensch und Eidechse Dass Naturparke Mensch und Natur vereinen, zeigt sich im Naturpark Rhein-Westerwald. Hier unterstützte die SGD Nord unter anderem den Bau einer halbkreisförmigen Trockenmauer in den Weinbergen von Leutesdorf im Kreis Neuwied, von der sowohl müde Wanderinnen und Wanderer als auch Eidechsen profitieren. Denn die Mauer dient einerseits als Sitzbank, und andererseits finden Mauereidechsen in den kleinen Spalten und Hohlräumen ideale Lebensbedingungen vor. Naturpark Südeifel: mit App und Fotos sensibilisieren Im Naturpark Südeifel hat die SGD Nord unter anderem Projekte gefördert, die über den Naturpark und seine Flora und Fauna informieren. So präsentiert etwa die neue „Naturpark Südeifel“-App Wanderwege und Highlights im Naturpark und stellt Tiere und Pflanzen vor. Nähern sich Nutzerinnen und Nutzern einem Naturschutzgebiet, bietet die App zudem automatisch Informationen an und klärt über Verhaltensregeln auf. Viel Wissenswertes bietet auch die Outdoor-Ausstellung der Gesellschaft für Naturfotografie unweit der Hängebrücke Irreler Wasserfälle im Eifelkreis Bitburg-Prüm: Tafeln mit Fotos und Texten geben dort einen Einblick in die Tierwelt des Naturparks. Hierdurch soll das Bewusstsein für die Artenvielfalt und den Naturschutz gefördert werden. Saar-Hunsrück: Baumschule für regionales Grün Dem Naturpark Saar-Hunsrück hat die SGD Nord im September 2025 einen Förderbescheid für das Projekt „Naturpark-Bäume mit und für Alle“ überreicht. Bei dem Projekt, das von einem breiten Bündnis von Partnern getragen wird, entsteht eine 5.000 Quadratmeter große Baumschule. Ziel ist es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Schulen und Vereinen klimaverträgliche, regionale Bäume und Sträucher vorzuziehen und auszupflanzen, und damit einen dauerhaften Beitrag zu Biodiversität, Klimaschutz, Bildung sowie Inklusion zu leisten. Auch der Bau von Nistkästen und Insektenhotels steht auf dem Programm. Naturpark Soonwald-Nahe: Wildcamping begrenzen Das Zelt an einem idyllischen See aufschlagen und den Sternenhimmel am Lagerfeuer genießen: Für viele Camperinnen und Camper sicher eine reizvolle Vorstellung. Doch Wildcampen ist in Deutschland vor allem in Naturparks und Schutzgebieten verboten – aus gutem Grund. Denn Müll, Lärm und die Anwesenheit von Menschen stören das sensible Gleichgewicht der Natur. Die gute Nachricht: Es gibt Alternativen, so auch im Naturpark Soonwald-Nahe. Auf einer Anhöhe unweit von Bruschied im Kreis Bad Kreuznach entstehen bald naturnahe Wohnmobilstellplätze samt Trockentoilette, die legales Übernachten im Naturpark im Einklang mit der Natur ermöglichen. Auch dieses Projekt wird – neben weiteren – von der SGD Nord gefördert. Natur- und Geopark Vulkaneifel: tierisch gute Helfer Im Naturpark Vulkaneifel förderte die SGD Nord unter anderem ein Beweidungsprojekt. Bei diesem grasen künftig Ziegen und Rinder örtlicher Landwirtschaftsbetriebe auf einer rund sechs Hektar großen Fläche im Kessel des Meerfelder Maars im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Ziel dieser extensiven – also schonenden – Beweidung ist es, das Areal wieder in eine lebendige, artenreiche Wiesenlandschaft zu verwandeln. Im Rahmen eines weiteren Projekts, das die SGD Nord unterstützt, hat der Naturpark zudem eine Streuobstinitiative gegründet. Diese bündelt Maßnahmen rund um die Pflanzung, Pflege und Nutzung von Streuobst und vermittelt wertvolles Wissen. Weitere Informationen zu den Aufgaben der SGD Nord im Bereich des Naturschutzes sind unter folgendem Link zu finden www.sgdnord.rlp.de/themen/naturschutz .
Die Zauneidechse ( Lacerta agilis ) ist Reptil des Jahres 2021 und in Baden-Württemberg die am weitesten verbreitete Eidechsenart. Die Nachweiskarte der LAK unterstreicht dies anschaulich. Die ersten Zauneidechsen werden im März bereits beobachtet. In der Roten Liste für Deutschland (2020), die aktuell neu erschienen ist, befindet sich die Zauneidechse auf der sogenannten Vorwarnliste. In Baden-Württemberg wird die Art ebenfalls in der Vorwarnliste geführt. Das heißt ihre Lage könnte sich in den nächsten Jahren verschlechtern, wenn Einwirkungen fortbestehen, die den Bestand reduzieren. Unter anderem die Zerstörung oder Zerschneidung der Lebensräume führt zu einem Rückgang der Art. Um die Vorkommen dieser und anderer Reptilien- und Amphibienarten zu bewerten und damit beispielsweise gezielte Schutzmaßnahmen ergreifen zu können, werden diese in der Landesweiten Artenkartierung (LAK) der Amphibien und Reptilien erfasst. 2014 startete das Land Baden-Württemberg das Projekt LAK in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart (SMNS), der ABS (Amphibien-Reptilien-Biotop-Schutz Baden-Württemberg e.V.), dem BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.), dem LNV (Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V.) und dem NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.). Im Fokus stehen Amphibien und Reptilien, die nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie von europaweiter Bedeutung sind und in Baden-Württemberg zu den weit verbreiten Arten zählen. Mithilfe eines Netzes von ehrenamtlichen Kartierenden wird im ganzen Land geschaut, wo genau und mit wie vielen Individuen diese Arten vorkommen. Die Ehrenamtlichen können sich bei verschiedenen Veranstaltungen fachlich austauschen und in Workshops und Fachvorträgen weiterbilden. Die 7. Jahresveranstaltung zur Landesweiten Artenkartierung (LAK) der Amphibien und Reptilien wurde am 06.03.2021 virtuell durch das Naturkundemuseum Stuttgart und die LUBW durchgeführt. Gut 130 Artenschützerinnen und Artenschützer lauschten Fachvorträgen zu den bisherigen Projektergebnissen der Amphibien und Reptilien und zum Schwerpunkt Eidechsen. So gab es auch einen Vortrag zu dem Reptil des Jahres 2020/2021: der Zauneidechse. Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Monitoring von Eidechsenarten. Die Ergebnisse der Kartierungen können als interaktive Nachweiskarte online aufgerufen und bei Bedarf exportiert werden. Die Funde der jeweiligen Art werden rosa als 5km-UTM-Rasterfeld dargestellt. Gleichzeitig ist im Hintergrund das aktuell bekannte Verbreitungsgebiet in grün geladen mit einem Zeitschnitt ab 1990. Das aktuell bekannte Verbreitungsgebiet wird als TK25-Quadranten dargestellt. Mithilfe des Infobuttons können weitere Informationen hinsichtlich Kartierjahr und Datenherkunft abgefragt werden. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert. Karte zeigt: Nachweiskarte der Zauneidechse (Lacerta agilis); grün: bislang bekanntes Verbreitungsgebiet seit 1990; rosa: Nachweise durch Ehrenamtliche, Bildnachweis: LUBW, LGL Mehr zum Thema:
Deichertüchtigung in Gensingen schafft mehr Sicherheit – Investitionssumme liegt bei zwölf Millionen Euro – Spundwandkonstruktion sorgt für zusätzliche Stabilität – Hochwasserschutz auch in Bauphase Mit dem ersten Spatenstich hat Klimaschutz- und Umweltministerin Katrin Eder den offiziellen Startschuss für das Deichbauprojekt in Gensingen (Kreis Mainz-Bingen) gegeben. Auf einer Länge von 1,6 Kilometern wird der bestehende Nahedeich ertüchtigt und auf den neusten Stand der Technik gebracht. Die Investitionssumme beträgt rund zwölf Millionen Euro. „Die Erderwärmung macht das Klima unberechenbarer. Extremwetterereignisse wie Starkregen und Hochwasser nehmen zu. Daher investiert das Land kontinuierlich in Hochwasservorsorge und Hochwasserschutz. Wir müssen unsere Deiche modernisieren und Retentionsräume schaffen, um unsere Gemeinden zu schützen“, erklärte Katrin Eder in Gensingen. Gemeinsam mit der Ministerin brachten Hannes Kopf, Präsident der SGD Süd, Manfred Scherer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen, und René Pieroth, Ortsbürgermeister von Gensingen, das Großprojekt ins Rollen. Deiche wie die an der Nahe sind ein wichtiger Bestandteil des Hochwasserschutzes in Rheinland-Pfalz. Sie verhindern, dass Hochwasser unkontrolliert ins Hinterland strömt. Das Deichbauwerk in Gensingen wird durch die Ertüchtigung höher, stärker verdichtet und damit stabiler. Gefördert wird das Projekt durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und im Rahmen des Entwicklungsprogramms „Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ (EULLE). SGD Süd-Präsident Prof. Dr. Hannes Kopf betonte: „Deiche bieten Sicherheit für Generationen vor Ort. Unsere Hochwasserschutzanlagen schützen nicht nur Vermögenswerte, sondern auch die Menschen und die Natur!“ Damit auch in der rund zweijährigen Bauphase der Hochwasserschutz gewährleistet bleibt, wird in 50-Meter-Abschnitten ertüchtigt. Zugleich wird Vorsorge getroffen, dass die entstandene Lücke schnell gefüllt und abgedichtet werden kann, sollte sich ein Hochwasser abzeichnen. Der südliche Abschnitt von 650 Metern weist zudem eine Besonderheit auf. Durch die Nähe zum Mühlgraben und Wiesbach fehlt Raum, um den Deich nach den geltenden Anforderungen auf der Landseite als Erddeich auszubauen. Daher werden Spundwände tief in der Erde verankert. Diese Konstruktion sorgt nicht nur für Standsicherheit. Sie verhindert auch die Unterspülung des Deiches. Die Deichkrone wird auf 4,50 Meter Breite ausgebaut und erhält einen drei Meter breiten asphaltierter Deichverteidigungsweg. Über ihn können im Ernstfall schnell Geräte, Sandsäcke und Baumaterialien transportiert werden, um Deichschäden zu reparieren und Wasserdurchbrüche zu verhindern. Bei den Bauarbeiten wird darauf geachtet, die Eingriffe in Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten. Dazu zählt die Vergrämung von Eidechsen, aber auch die Wiederherstellung des artenreichen Grünlands nach dem Ende der Baumaßnahme. Dazu wird Saatgut gewonnen, das aus dem räumlichen Umfeld der Deiche stammt. Dieses Saatgut wird später zusammen mit dem Saatmaterial standortgerechter Gräser genutzt, um die neuen Deichflächen wieder zu begrünen. Hintergrund Seit den verheerenden Hochwasserereignissen im Dezember 1993 und Januar 1995 hat das Land den Hochwasserschutz an der Nahe grundlegend verbessert. Im Oberlauf der Nahe bis einschließlich Bad Kreuznach wurden bereits folgende Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt: Ertüchtigung der Hochwasserschutzanlagen Hochstetten-Dhaun die Hochwasserschutzwand innerhalb der Stadt Bad Kreuznach der Polder Planig mit 0,65 Mio. m³ Retentionsvolumen Im Bereich der unteren Nahe, zwischen Bretzenheim/Ippesheim-Planig und der Nahemündung in Bingen wurden bis heute folgende Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt: die Hochwasserschutzwand der Stadt Bingen im Mündungsbereich der Nahe, die Deichertüchtigung zwischen Bingen-Büdesheim und Bingen-Dietersheim, die Deichertüchtigung im Bereich der Ortslage Dietersheim, die Deichertüchtigung im Bereich der Ortslage Langenlonsheim, die Deichrückverlegung Bretzenheim mit 0,87 Mio. m³ Rückhaltevolumen die Deichertüchtigung im Bereich der Ortslagen Ippesheim-Planig
Im Zuge von Brückenneubaumaßnahmen bzw. -instandsetzungen entstehen stets Beeinträchtigungen für Natur und Umwelt – auch im städtischen Raum – vor allem durch Rodungsmaßnahmen. Nach der Darstellung von Bestand und Konflikten wird der Eingriff bewertet, um daraus Maßnahmen zur Kompensation der Eingriffe abzuleiten. Vor Baubeginn, baubegleitend und nach Bauende werden folglich unvermeidbare Beeinträchtigungen durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landespflege ausgeglichen. Dazu gehören beispielsweise Baumneupflanzungen, das Anlegen von Habitaten für Eidechsen oder das Anbringen von Nistkästen. Bild: SenMVKU Grün an Brücken Für Brückenbauvorhaben sind vorbereitend Baufeldfreimachungen durchzuführen. Vor Baubeginn, baubegleitend und nach Bauende ist die Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen notwendig, um den Eingriff in die Natur, der durch das Bauvorhaben verursacht wird, wieder zu kompensieren. Weitere Informationen
Wesermarsch/Berne und Oldenburg/Hude – Zusammen mit lokalen Akteuren setzt sich der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vielerorts für den Schutz der seltenen Schlingnatter ein. Im Naturschutzgebiet „Holler- und Wittemoor“ bei Hude werden deshalb in den kommenden Wochen Gehölze entfernt, um einen lichten, strukturreichen Lebensraum entlang eines Moordammes zu schaffen. Gleich zwei Untere Naturschutzbehörden unterstützen die Maßnahme, da die Landkreisgrenze zwischen Oldenburg und der Wesermarsch mitten durch das Naturschutzgebiet verläuft. Zusammen mit lokalen Akteuren setzt sich der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vielerorts für den Schutz der seltenen Schlingnatter ein. Im Naturschutzgebiet „Holler- und Wittemoor“ bei Hude werden deshalb in den kommenden Wochen Gehölze entfernt, um einen lichten, strukturreichen Lebensraum entlang eines Moordammes zu schaffen. Gleich zwei Untere Naturschutzbehörden unterstützen die Maßnahme, da die Landkreisgrenze zwischen Oldenburg und der Wesermarsch mitten durch das Naturschutzgebiet verläuft. Große Maschinen im Naturschutzgebiet? Da muss doch etwas faul sein!, werden sich vielleicht bald Besucherinnen und Besucher im „Holler- und Wittemoor“ denken. Doch hier geht alles mit rechten Dingen zu. Der Baggereinsatz ist Teil einer Naturschutzmaßnahme. Hier lebt nämlich die seltene Schlingnatter, die EU-weit unter Schutz steht. Gut getarnt und oft versteckt ist die kleine harmlose Würgeschlange allerdings nur selten zu Gesicht zu bekommen. „Die Schlingnatter sonnt sich gerne an alten Moordämmen und geht dort auf die Jagd, zum Beispiel nach Eidechsen und Mäusen“, erzählt Thomas Kutter, Projektkoordinator beim NLWKN Hannover. „Hier am Hauptweg im Holler- und Wittemoor ist dieser geeignete Bereich leider immer schmaler geworden, weil Birken, Kulturheidelbeere und Spätblühende Traubenkirsche sich ausbreiten“, so Kutter. Enge Abstimmung – maximale Rücksichtnahme Enge Abstimmung – maximale Rücksichtnahme Da hilft nun nur noch der Bagger, um den Gehölzen entgegen zu wirken. Bei den Arbeiten wird dabei darauf geachtet, dass nicht ins Moor hineingefahren, sondern vom Weg aus gearbeitet wird – und so möglichst wenig Schaden an den wertvollen Moorflächen entsteht. „Die Umsetzung findet in einer Zeit statt, in der die Brutphase der Vögel bereits vorbei, die Schlingnatter aber noch aktiv ist“, erklärt Britta Belkin von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg. „Das hat den Vorteil, dass wir die Schlingnatter nicht im Winterquartier erwischen und sie in die Randbereiche fliehen kann, wenn sie die Erschütterung der Maschinen spürt.“ Die Maßnahme wird zusätzlich von einem vom NLWKN beauftragten Reptilien-Experten begleitet und dauert nur wenige Tage. Finanziert wird sie durch das EU-geförderte Integrierte LIFE-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“, das in Niedersachsen durch den NLWKN umgesetzt wird. Das „Holler- und Wittemoor“ ist ein besonderes Gebiet, das seit 1988 unter Naturschutz steht. „Es ist der Rest eines ehemaligen Randhochmoores, das in der Vergangenheit durch Abtorfung und Entwässerung in Mitleidenschaft gezogen wurde. Trotzdem bietet es aktuell immer noch hochmoortypischen Arten und Lebensgemeinschaften einen wichtigen Rückzugsraum in unserer heutigen Kulturlandschaft. Mit dieser Maßnahme leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einer geschützten Art“, stellt Anna Wiersbinski von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch fest. Das gesamte Gebiet befindet sich im Eigentum der Domänenverwaltung, also im Landeseigentum. Hintergrund zum Integrierten LIFE-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“ Hintergrund zum Integrierten LIFE-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“ Das Projekt setzt zwischen 2016 bis 2026 Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt in fast ganz Niedersachsen und weiten Teilen Nordrhein-Westfalens um. Die beiden Bundesländer finanzieren 40 % des IP LIFE, die anderen 60 % werden durch die Europäische Kommission gefördert. Im Fokus stehen neben der Schlingnatter und weiteren gefährdeten Arten wie Kreuz- und Knoblauchkröte auch nährstoffarme Lebensräume. Beispiele hierfür sind Borstgrasrasen und Binnendünen. In Niedersachsen wird das Projekt durch den NLWKN umgesetzt.
Zauneidechsen in Berlin und auf dem Kienberg Finden Sie nicht auch, dass die Plätze, an denen man sich in Berlin in die Sonne setzen kann, ohne dabei gestört zu werden, immer seltener werden? Was für die Menschen nur eine kleine Beeinträchtigung ist, bedeutet für einige tierische Bewohner der Stadt gleich eine existenzielle Bedrohung. Zauneidechsen sind sehr wärmebedürftig und bevorzugen offene oder halboffene, trockene Lebensräume mit viel Sonne, wie Trockenrasen, Waldsäume und -lichtungen, Brachflächen, Aufschüttungen, Dämme oder Böschungen. Aufgrund der Flächenausdehnung und der dort noch vorhandenen Freiflächen sind in Berlin die meisten Zauneidechsen wohl an den besonnten Waldsäumen der Waldgebiete zu finden. Ein weiterer Siedlungsschwerpunkt der Berliner Zauneidechsen sind die bestehenden und stillgelegten Bahnflächen, die im gesamten Stadtgebiet verteilt sind. Am Kienberg wurde die letzte Zauneidechse Anfang der 1990er Jahre gesichtet. Das Verschwinden dieser Tierart liegt wahrscheinlich am Mangel an geeigneten Freiflächen zum Sonne tanken, bedingt durch die zunehmende Dichte und Ausbreitung der Gehölze. Die Waldränder im Bereich des süd- und südöstlichen Kienberghangs bekommen über das Jahr hinweg viel Sonne und bieten daher den idealen Lebensraum für ein angenehmes Eidechsendasein. Das unterstützte die IGA Berlin 2017 mit der gezielten Schaffung von Lichtungen und Verstecken an den Waldrändern, damit sich die Zauneidechsen hier wieder ansiedeln können. Als Lebensraum und für die Vermehrung benötigt die Zauneidechse jedoch mehr als nur schöne Sonnenplätze. Ein glückliches Reptiliendasein erfordert unter anderem auch blüten- und insektenreiche Grasflächen, da die Nahrung der Zauneidechse zum größten Teil aus Insekten, besonders Heuschrecken und Käfern, besteht. Dornengebüsche oder Reisigwälle sowie verlassene Kleinsäugergänge die der Zauneidechse bei Tag und Nacht Deckung und Verstecke vor Feinden bieten. Lesestein- und Stubbenhaufen als Verstecke, notwenige Winterquartiere und Sonnenplätze für die wechselwarmen Tiere. offene Sandflächen, in die die Eidechsen ihre Eier eingraben können und die die wohlige Nestwärme und Feuchtigkeit für den Nachwuchs bereitstellen. Die so hergerichteten Standorte eignen sich für die Ansiedlung einer Zauneidechsenpopulation, was insbesondere für die Zeit nach der IGA Berlin 2017 geplant ist. Die zunächst für die Zauneidechse angelegten Strukturen erfreuen jedoch auch eine Vielzahl weiterer Arten, darunter vor allem Insekten wie die Wollbiene, die Spiralhornbiene, der Resedaweißling, der Bunte Rübenrüssler und die Zweifarbige Beißschrecke. Für den Erhalt der biologischen Vielfalt spielt die Vernetzung von Lebensräumen – der Biotopverbund – eine große Rolle. Gesetzliches Ziel des Biotopverbundes ist die Bewahrung, Wiederherstellung und Entwicklung funktionsfähiger, ökologischer Wechselbeziehungen in der Landschaft auf mindestens 15 Prozent der Landesfläche. Zur Prüfung geeigneter Flächen für den Biotopverbund wurde in Berlin ein Zielartenkonzept entwickelt. Als Zielarten wurden solche Tier- und Pflanzenarten ausgewählt, die besonders auf räumliche und funktionale Verknüpfungen angewiesen sind und von deren Schutz weitere Arten profitieren können. Die Zauneidechse ist eine der 34 Tier- und Pflanzenarten auf der Zielarten-Liste des Berliner Biotopverbundes. Schaffen wir also der Zauneidechse einen neuen Lebensraum, erhalten auch viele weitere licht- und wärmeliebende Arten im übertragenen Sinne einen „Platz an der Sonne“ – ein Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt. Berliner Biotopverbund und Zielartenkonzept Informationen zur Zauneidechse vom Bezirksamt Lichtenberg
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 24 |
| Land | 37 |
| Weitere | 8 |
| Wissenschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 11 |
| Lehrmaterial | 1 |
| Taxon | 4 |
| Text | 39 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 10 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 51 |
| Offen | 13 |
| Unbekannt | 4 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 66 |
| Englisch | 3 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 7 |
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| Unbekannt | 1 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 41 |
| Lebewesen und Lebensräume | 68 |
| Luft | 14 |
| Mensch und Umwelt | 63 |
| Wasser | 20 |
| Weitere | 59 |