Blatt Görlitz bildet die geologischen Verhältnisse im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien ab. Das Lausitzer Bergland wird im Norden des Kartenausschnitts erfasst, im Osten der Komplex des Iser- und Riesengebirges, im Westen die Ausläufer der Sächsischen Kreidesenke mit dem Elbsandsteingebirge und im Süden die Nordböhmische Kreidesenke. Die Lausitzer Überschiebung zieht sich von Westnordwest nach Ostsüdost quer über das Kartenblatt. Die Plutonite des südlichen Lausitzer Berglands bilden das größte Plutonitgebiet im variszischen Gebirge Mitteleuropas. Cadomische und altpaläozoische Magmatite und Anatexite (Oberproterozoikum bis Ordovizium) bilden den aufgrund dominierender Biotitgranodiorite als "Lausitzer Granodiorit-Massiv" bezeichneten Komplex. Die Biotit-Monzogranite bei Stolpen und Königshain intrudierten erst synvariszisch im Oberkarbon. Tertiäre Vulkanite (Basanit, Nephelinit, Olivinbasalt) treten gehäuft in der Region um Zittau auf. Die Kristallingesteine sind in den Niederungen des Lausitzer Berglandes von känozoischen Lockersedimenten überlagert. In südöstlicher Fortsetzung des Lausitzer Berglands erstreckt sich der Komplex des Iser- und Riesengebirges. In seinem Zentrum lagert der synvariszisch intrudierte Riesengebirgsplutons (Biotit-Monzogranite des Oberkarbons), der von einem Gürtel metamorpher Kristallingesteine umrandet wird. Während im Norden des Plutons präkambrische bis kambrische Gneise ("Iser-Gneise") und Glimmerschiefer lagern, treten in seiner östlichen und südlichen Umrandung vermehrt auch Phyllite und Quarzite sowie paläozoische Metamorphite auf. Die südwestliche Begrenzung des Komplexes bildet die Lausitzer Überschiebung, die den Abbruch zur Nordböhmischen Kreidesenke markiert. Die Nordböhmische Senke ist mit kreidezeitlichen Sand- und Mergelsteinen verfüllt. Mit Mächtigkeiten bis zu 150 m lagern sie diskordant über präkambrischem bzw. paläozoischem Untergrund. Auffällig sind die Vorkommen tertiärer Vulkanite (Basalt, Basanit, Nephelinit, Phonolith, Trachyt), die verstärkt im westlichen bzw. nordwestlichen Abschnitt der Senke die kreidezeitliche Sedimentdecke durchstoßen. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, verdeutlicht eine tektonische Übersichtskarte die regionalgeologische Gliederung im Kartenausschnitt. Ein Profilschnitt gewährt zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Das Profil schneidet in seinem Nordwest-Südost-Verlauf das Lausitzer Granodioritmassiv, die Lausitzer Überschiebung sowie die Nordböhmische Kreidesenke mit ihren tertiären Vulkanitschloten (z. B. Hochwald und Ortel).
Moorhydrologische Untersuchungen der Restmoore des Elbsansteinmoore (12 Moore), 3 Bände
Im Rahmen der grenzübergreifenden Zusammenarbeit wird eine Abstimmung von Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen angestrebt mit dem Ziel einer möglichst einheitlichen Entwicklung des Elbsandsteingebirges als geschützte Natur- (Nationalparke) und Kulturlandschaft (Landschaftsschutzgebiete). Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Naturschutz soll zugleich darauf ausgerichtet sein, die Einwohner und Freunde der Sächsisch-Böhmischen Schweiz einander noch näher zu bringen und damit einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Grundlage: Vereinbarungen zwischen dem Ministerium für Umwelt der Tschechischen Republik und dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landesentwicklung und der beiden Schutzgebietsverwaltungen, 1991 Leitbild zur Fortführung und Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Naturschutz in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz, 2004
Der Landschaftsschutz ist in der Nationalparkregion vorrangiges Schutzziel. Im Nationalpark besteht das Ziel Eigenart, Schönheit und naturräumliche Vielfalt von Ausschnitten des Elbsandsteingebirges einschließlich Übergangslagen mit entsprechendem Standorts- und Vegetationsmosaik in naturnahem Zustand zu erhalten oder wiederherzustellen. Die Ausweisung des Landschaftsschutzgebiets bezweckt die Erhaltung und Entwicklung des Elbsandsteingebirges einschließlich der in angrenzenden Naturräumen befindlichen Schutzgebietsflächen als Kulturlandschaft und landesweit bedeutsames Erholungsgebiet sowie als Beispiel vorbildlicher Landschaftspflege. Grundlage §§ 3 Abs. 2 Nr. 1 und 9 Abs. 1 NLPR-VO
Die geologischen Gegebenheiten und die geologische Entwicklung der Nationalparkregion Sächsische Schweiz (Elbsandsteingebirge) werden allgemeinverständlich dargelegt. Auf der Rückseite Erläuterung und geologische Zeitskala für dieses Gebiet.
T. neglectus kommt in Deutschland nur sehr isoliert in einigen Höhlen und Stollen vor (siehe artspezifischer Kommentar zur Gefährdung). Der Anteil am Weltbestand ist somit gering (Kriterium 1: A0). Ob eine hochgradige Isolation der Vorkommen vorliegt (Kriterium 2: Li) ist unklar, da in vielen Fällen ein natürliches Vorkommen angezweifelt wird (Zinke 2000, Heusinger & Gebhardt 2003, Pfeifer et al. 2011). Die Lage im Areal kann daher nicht sicher eingeschätzt werden (Kriterium 2: L?). In Kombination mit dem Kriterium 3 (G*) (vgl. Hochkirch et al. 2016) besteht möglicherweise eine erhöhte Verantwortlichkeit Deutschlands zur weltweiten Erhaltung der Art (Kategorie: „?“). Das Ergebnis weicht von der bisherigen Einstufung ab. Laut Maas et al. (2011) hat Deutschland für diese Art nur eine allgemeine Verantwortlichkeit (siehe auch Detzel & Maas 2004). Durch die zwischenzeitlich erfolgte Spezifizierung der Kriterienklassen konnte das Kriterium 2 gegenüber der letzten Roten Liste präziser ermittelt werden. Troglophilus neglectus ist eine Höhlenschrecke, deren Verbreitungsgebiet von Nordostitalien und Südösterreich bis auf den Zentralbalkan reicht (Bellmann et al. 2019). Die Vorkommen nördlich der Alpen sind stark isoliert und vermutlich auf Einschleppung oder Ansalbung zurückzuführen. Dies wird auch für viele der deutschen Vorkommen angenommen (Zinke 2000, Heusinger & Gebhardt 2003, Pfeifer et al. 2011). Aktuelle Nachweise der bekannten Populationen liegen aus dem Jahr 2020 für das Mayener Grubenfeld in Rheinland-Pfalz (K. Fuhrmann, schriftl. Mitteilung 2021) und das Elbsandsteingebirge in Sachsen vor (R. Moritz und M. Nuß, schriftl. Mitteilungen 2020 und 2021). In Sachsen wurde jüngst ein weiteres Vorkommen der Art in einem Fledermausquartier im Schloss Borthen südlich von Dresden entdeckt (Moritz et al. 2022). Der Fundort (TK25 Nr. 5048) befindet sich etwa 20km nordwestlich der bekannten Populationen rund um Königstein. Das bekannte Vorkommen in einer Karsthöhle im Fichtelgebirge (Bayern) wurde zuletzt im Jahr 2022 bestätigt (J. Fischer, schriftl. Mitteilung 2023). Der Bestand gilt als stabil. Ein weiteres bayerisches Vorkommen wurde 2019 im Landkreis Eichstätt entdeckt (TK25 Nr. 7132) (J. Voith, schriftl. Mitteilung 2022). Ob es sich hierbei um ein altes, bislang unentdecktes Vorkommen handelt oder die Art erst kürzlich eingeschleppt wurde, muss noch geklärt werden. Starke Bestandsveränderungen sind derzeit unwahrscheinlich. Sowohl der langfristige als auch der kurzfristige Bestandstrend werden daher wie bei Maas et al. (2011) als stabil gesetzt.
Gut kenntliche Art, neben wenigen älteren ein neuerer Fund aus Nordhessen, vgl. Krieglsteiner & Krieglsteiner (1990: 159). Auch Aufsammlungen von luftfeuchten Sandsteinwänden im Elbsandsteingebirge (Sachsen) sind hier einzuordnen (Flatau, unpubl., Gottschalk & Eckel 1998). Bei einer Untersuchung im Nationalpark Sächsische Schweiz war dies ein häufiger Myxomycet an luftfeuchten Sandsteinfelsen, oft auf dem Moos Dicranodontium denudatum (Schnittler et al. 2010).
Keine andere Raubfliegenart weist in Deutschland aktuell ein höheres Aussterberisiko auf als die Große Makelfliege (Abb.: siehe Publikation für Abbildungsnummer). Obwohl es sich um eine vergleichsweise große und auffällige Art handelt, die auf geringe Entfernung bereits durch Sichtbeobachtung nachgewiesen werden kann, ist derzeit nur ein einziges Vorkommen im Elbsandsteingebirge bekannt (Kästner 2020). Es muss davon ausgegangen werden, dass sie sehr starke Verluste in fast allen ehemals besiedelten Mittelgebirgen erlitten hat. Vermutlich sind diese Rückgänge teilweise auf den Klimawandel zurückzuführen, denn die Art besiedelt bevorzugt offene bzw. halboffene, feuchte Bereiche in Bachtälern wie z.B. Uferstaudenfluren und Wald-Grünland-Übergangsbereiche mit eher feucht-kühlem Mikroklima. Auffällig ist, dass die Art trotz der intensivierten Erfassung in den deutschen Alpen mithilfe von Malaisefallen-Untersuchungen und im Zuge von Exkursionen aktuell nirgendwo bestätigt werden konnte. Weitere Details im Einstufungsbeispiel (Kap.: siehe Publikation für Kapitelnummer).
Die geologischen Gegebenheiten und die geologische Entwicklung der Nationalparkregion Sächsische Schweiz (Elbsandsteingebirge) werden allgemeinverständlich dargelegt. Auf der Rückseite Erläuterung und geologische Zeitskala für dieses Gebiet.
Heft. 2 Beiträge zur Tierwelt: "Beiträge zur Tierwelt des Elbsandsteingebirges" Inhalt: - Artenschutz als Gemeinschaftsaufgabe (H. Kubasch) - Der Schwarzstorch in der Sächsischen Schweiz und den angrenzenden Landschaften (A. Sturm) - Das Aussterben des Auerhuhns Tetrao urogallus L. im Elbsandsteingebirge - Versuch einer Analyse (S. Klaus, U. Augst) - Fledermäuse in der Sächsischen Schweiz (U. Löser, M. Wilhelm, U. Zöphe) - Der Fischotter Lutra lutra L. 1758 in der Sächsischen Schweiz (H. Riebe) - Zum Status des Luchses, Felis (Lynx) lynx L. im Elbsandsteingebirge - die Luchsnachweise der letzten sechzig Jahre (H. Riebe)
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 16 |
| Land | 20 |
| Wissenschaft | 12 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 5 |
| Taxon | 9 |
| unbekannt | 19 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 9 |
| Offen | 8 |
| Unbekannt | 16 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 33 |
| Englisch | 9 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 6 |
| Keine | 21 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 6 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 15 |
| Lebewesen und Lebensräume | 33 |
| Luft | 7 |
| Mensch und Umwelt | 27 |
| Wasser | 5 |
| Weitere | 19 |