Die monatliche Erhebung bei Betreibern von Anlagen zur Erzeugung von Elektrizität zur allgemeinen Versorgung dient der kurzfristigen Beurteilung der konjunkturellen Lage des Energiemarktes.
Mit den Energiedaten legt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) Daten und Fakten zur weltweiten Verfügbarkeit, der Förderung sowie zum Import und Export von Energierohstoffen vor. Dies umfasst Daten zu fossilen Energierohstoffen und zu erneuerbaren Energieträgern. Die Datentabellen (Energiedaten) werden jährlich herausgegeben und hier wie gewohnt kostenfrei zum Download angeboten. Die veröffentlichten Datensätze zur Situation bei den erneuerbaren Energieträgern einschließlich Geothermie und Wasserstoff, sowie bei den Energierohstoffen Erdgas, Erdöl, Kernbrennstoffen und Kohle mit Stand Ende 2022 sind ein klassifiziertes und bewertetes Extrakt der Energierohstoff-Datenbank der BGR. Neben der Abschätzung des geologischen Inventars an Energierohstoffen mit belastbaren Aussagen zu Reserven und Ressourcen werden die Energiemärkte bezüglich der weltweiten Entwicklung von Produktion, Export, Import und Verbrauch betrachtet. Die Energiedaten dienen der rohstoffwirtschaftlichen Beratung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), der deutschen Wirtschaft und Wissenschaft sowie der Öffentlichkeit.
In diesem Forschungsprojekt sollen zwei gegenläufige Aspekte der zukünftigen Entwicklungen auf den Energiemärkten untersucht werden: Energieknappheit momentan (Energiearmut charakteristisch für den Großteil der Weltbevölkerung) und vor allem in der Zukunft durch das einerseits rasante Bedarfswachstum (vor allem in China, Indien und anderen Schwellenländern) und andererseits der begrenzten Ressourcen an fossiler Energie. Globale Erwärmung und andere externe Effekte durch die Verwendung fossiler Energieträger. Daher sind aus umweltpolitischer Sicht eigentlich zu viele fossile Energieträger vorhanden. So unterschiedlich die beiden Probleme scheinen, deren Lösung ist durch einen gemeinsamen Nenner charakterisiert: ein relativ schneller Übergang zu alternativer und erneuerbarer Energie. In dieser Studie soll dieser Übergang aus unterschiedlichen Gesichtspunkten und auch mit interdisziplinären Ansätzen analysiert werden. Eine Fragestellung ist die; ob Preis- oder Mengeninstrumente (wie Zertifikate) geeigneter sind CO2-Emissionen zu reduzieren. Ein anderer Aspekt ist der der Gestaltung von Anreizen für die Bereitstellung von erneuerbarer Energie. Dabei sollen auch auf mögliche Skalenerträge berücksichtigt werden, wie sie auch im Vorschlag Desertic (Solarstrom aus der Sahara) implizit zum Ausdruck kommen. Dieses exemplarische Projekt unterstreicht auch noch andere wichtige Aspekte wie die einer geopolitischen Dimension und das Problem, dass sich Regierungen nicht binden können, die versprochenen Anreize zu streichen. Weitere Vorhaben sind die Analyse der Konkurrenz von Biotreibstoffen mit Lebensmitteln um landwirtschaftlich nutzbare Flächen und die strategische Wahl der russischen Erdölförderung (Angebotsdynamik, der russische 'Oil Peak, Konkurrenz mit Erdgas, Energieeffizienz und damit verbunden das Problem lokal niedriger Preise und der Übergang zu erneuerbarer Energie). Zur Analyse wird eine breite Palette von Methoden wie Gleichgewichtsmodelle, dynamische Optimierung und Spiele (deterministisch und stochastisch), Anreizmechanismen, Ansätze der Neuen Politischen Ökonomie, etc. zur Anwendung kommen.
Der Klimawandel verschärft die Probleme der Verfügbarkeit von Trinkwasserressourcen, die bereits für 80% der Weltbevölkerung bedroht sind. Es ist von daher wichtig, Systeme sorgfältig zu konzipieren, die Wasser mit hoher Zuverlässigkeit, langfristiger Nachhaltigkeit und niedrigere Kosten bereitstellen können. Außerdem erzeugt die Energiewende in der nahen Zukunft stark schwankende Strompreise was sich auf die Gestaltung, den Betrieb und die Kosten von Wasserversorgungssystemen auswirken wird. In der Literatur sind erste koordinierte Planungsansätze für Wasser- und Energiesysteme aufgetaucht. Diese jedoch begrenzen sich hauptsächlich auf die Bewertung einzelner Wasseranlagen. Das Verständnis komplexerer (z.B. aus mehreren Quellen bestehender) Wassersysteme, die langfristige Investitionsplanung von gekoppelten Wasser-Energie-Systemen und die langfristige Nachhaltigkeit unter dem Einfluss des Klimawandels sind entscheidende Aspekte, die mehr Forschung erfordern. Unser übergreifendes Ziel ist die Verbesserung des Planungsprozesses der Infrastruktur und des Betriebs von Wasserversorgungssystemen, wobei der Schwerpunkt auf der Wasserentnahme und -produktion aus verschiedenen Quellen liegt. Diese Methoden zur Entscheidungsfindung werden auf die Ressourcenknappheit, die Klimaunsicherheit und die fortschreitende Energiewende zugeschnitten und gleichzeitig die Komplexität von Wassersystemen mit mehreren Quellen berücksichtigen. Unser Vorhaben ist in drei Arbeitspakete strukturiert. Im ersten werden wir Methoden zur Planung des kurzfristigen (Wochen) Betriebs komplexer Systeme der lokalen Wasserversorgung vorantreiben. Dafür werden wir neuartige multikriterielle Optimierungsmodelle (Wasserqualität, Kosten) für Wasserversorgungssysteme mit mehreren Quellen entwickeln, die in intelligente Energiemärkte eingebunden sind. Maschinelles Lernen zur Vorhersage des Wasserbedarfs und der Stromkosten für die Wasserproduktion wird in dieses Optimierungsproblem eingebettet. Im zweiten Arbeitspaket werden wir Optimierungsmodelle für eine koordinierte Investitionsplanung für die Infrastruktur von Wasser-Energie-Systemen entwickeln. Diese werden so konzipiert sein, dass sie gegen Dürren unterschiedlicher Intensität und Dauer abgesichert sind, wie die Megadürren, die vielen Ländern in jüngster Zeit widerfahren sind. Im dritten Arbeitspaket werden wir unsere Methoden erweitern, um mit tiefen (d.h. schwer quantifizierbaren) Unsicherheiten umzugehen, die das langfristige (Jahrzehnte) Wassermanagement prägen. Unsere dazu entwickelten Methoden werden sich auf adaptive Investitionsstrategien konzentrieren. Die Ergebnisse unserer Grundlagenforschung werden Konzepte und Methoden für ein nachhaltiges und kosteneffizientes Wassermanagement sein, einschließlich der Betriebs- und Infrastrukturplanung. Die Weiterentwicklung dieser Planungsmethoden wird dazu beitragen, die Wasserversorgungssysteme auf den Klimawandel und auf die Gefährdung der Versorgungssicherheit vorzubereiten.
Im Projekt werden die Gestehungskosten fuer die in einer GuD - Anlage parallel erzeugte Waerme und Elektroenergie unter den Randbedingungen sich liberalisierender Energiemaerkte fuer die Landeshauptstadt Erfurt grundsaetzlich analysiert und Vorschlaege fuer eine thermodynamisch korrekte und betriebswirtschaftlich sinnvolle Aufteilung der Kosten auf die beiden Koppelprodukte abgeleitet.
Die Stromerzeuger bieten an der Strombörse einen Erzeugungspreis an, der die variablen Kosten des Kraftwerksbetriebs widerspiegelt. Anhand dieser Grenzkosten wird nach dem Merit-Order Prinzip schließlich der Strompreis ermittelt. Es ist jedoch zu hinterfragen, ob das Bieten nach Grenzkosten heute wie auch in einem zukünftig deutlich heterogener aufgestellten Kraftwerksportfolio, das an der Börse Handel treibt, weiterhin Bestand hat. So verändert die aktuelle Situation an den Energiemärkten durch die unvorhergesehenen starken Preisanstiege der Rohstoffe das gewohnte Handelsbild, denn bei einem gleichgebliebenen Kraftwerkspark sind die Beschaffungskosten bspw. für Gaskraftwerke überproportional gestiegen. Auch der europaweite Ausbau der erneuerbaren Energien kann Einfluss auf das Bietverhalten der Marktteilnehmer haben. Da die Grenzkosten der erneuerbaren Energien Anlagen nahezu null sind, kann deren zunehmender Handel an den Märkten zu großen Differenzen zwischen den Grenzkosten der bietenden Kraftwerke führen. Gleichzeitig können besonders die zu erwartenden Volatilitäten bei der Erzeugung aus erneuerbaren Energien zu sehr geringen Strompreisen führen und damit Refinanzierungen erschweren. Zusätzlich verbindet die europäische Marktkopplung unterschiedliche Erzeugungsparks miteinander und verändert damit ebenfalls die bestehenden Märkte und deren Handelseigenschaften. So kann es finanziell attraktiv erscheinen, einen Aufschlag auf die Grenzkosten oder eine strategisch platzierte Stromnachfrage zu nutzen. Im Rahmen des Vorhabens sollen daher die an der EPEX SPOT vorhandenen Gebotsdaten in den Preiskurven auf strategische Muster hin analysiert werden. Gefundene Strategien werden in einem zweiten Schritt in die Zukunft getestet. Dazu wird deren Einfluss auf den Strompreis und Investitionen in flexible Erzeugungstechnologien in Deutschland unter Berücksichtigung der in Zukunft stark unterschiedlichen nationalen Stromerzeugungssysteme in Europa untersucht.
Ziel dieses Projekts ist es, mit einem inter- und transdisziplinären Ansatz die Ergebnisse von Partizipationsprozessen in einer großangelegten Stichprobe (n größer als 150) zu bewerten, Form und Grad der Partizipation sowie ihrer Wirkungen mittels nachvollziehbarer Kriterien zu messen, um Empfehlungen für zukünftige Solarstrom-, Windkraft- und Stromnetzinfrastrukturprojekte zu geben, und dieses Wissen auch für andere Bereiche der Energiewende wie den Mobilitäts- und Wärmesektor und lokale Energiemärkte verfügbar zu machen. Langfristig soll damit die Beteiligung von Bürger:innen an Energieprojekten effektiver und sozial gerechter gestaltet und die Akzeptanz gefördert werden, um so die Energiewende mit dem nötigen Ausbau zu beschleunigen. Aufbauend auf diesen Überlegungen befasst sich das Forschungsvorhaben mit folgenden Fragestellungen: - Was sind die Auswirkungen von partizipativen Prozessen auf Solarstrom-, Windkraft- und Stromnetzinfrastrukturprojekte? - Verändern Partizipationsprozesse die tatsächlich implementierten Projekte, und, wenn ja, unter welchen Bedingungen und wie? - Verändern Partizipationsprozesse die Akzeptanz der Projekte, und, wenn ja, unter welchen Bedingungen und wie? - Kann Partizipation die Energiewende beschleunigen, und wenn ja, welche Beteiligungsformen und wie? Um die genannten Projektziele zu erreichen, erstellt das Projekt eine Datenbank zu Energieprojekten mit verschiedenen Beteiligungsformen. Für die Datenbank werden qualitative und quantitative Daten erhoben und diese zusammengeführt. Für die Auswertung der Daten entwickelt das Vorhaben einen Bewertungsrahmen, um die Wirkung von verschiedenen Beteiligungsformen abschätzen zu können. Die Entwicklung dieses Rahmens erfolgt ko-kreativ, unter Einbeziehung verschiedener Stakeholder:innen, die entweder selbst Beteiligungen durchführen, begleiten oder selbst in diesen partizipieren.
Die Energieministerinnen und -minister der Länder haben sich im Rahmen der heutigen Sonder-Energieministerkonferenz mit den stark gestiegenen Preisen für fossile Energieträger infolge der angespannten geopolitischen Lage im Nahen Osten befasst – Ziel der Länder ist es Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Wirtschaft kurzfristig zu entlasten und gleichzeitig den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter zu beschleunigen Die rheinland-pfälzische Energieministerin Katrin Eder betonte die Bedeutung gezielter Entlastungen für alle Bevölkerungsgruppen: „Die aktuellen Preissteigerungen bei fossilen Energien treffen viele Menschen und Unternehmen hart. Deshalb ist es notwendig, dass wir über eine Senkung der Stromsteuer für alle Verbrauchsgruppen sprechen. Gleichzeitig müssen kriegsbedingte außergewöhnliche Gewinne einzelner Mineralölunternehmen durch eine Übergewinnsteuer abgeschöpft werden. Entscheidend ist für mich dabei: Diese Mittel müssen den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen und helfen, die Mehrbelastungen rasch abzufedern und langfristig unsere energiepolitische Unabhängigkeit zu forcieren.“ Zugleich stellte Katrin Eder klar, dass Strom in den vergangenen Jahren trotz der Energiekrise nicht dauerhaft teurer geworden sei – im Gegenteil: „Der Ausbau der erneuerbaren Energien wirkt bereits heute stabilisierend auf die Strompreise. Mehr Wind- und Solarenergie im System senken die Erzeugungskosten und machen Strom langfristig günstiger und unabhängiger von fossilen Preisschocks. Gerade deshalb ist es richtig, Strom durch eine niedrigere Stromsteuer zusätzlich zu entlasten, um so den Umstieg auf klimafreundliche Technologien weiter zu unterstützen.“ Energiestaatssekretär Michael Hauer verwies darauf, dass für den weiteren Erfolg der Energiewende vor allem verlässliche Rahmenbedingungen notwendig seien: „Damit der Ausbau von erneuerbaren Energien, Netzen und Speichern weiter Fahrt aufnehmen kann, brauchen wir stabile gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen. Rheinland-Pfalz hat sich auf der letzten Energieministerkonferenz bereits dafür eingesetzt, diese Planungssicherheit zu stärken.“ Gerade angesichts der aktuellen Entwicklungen sei es entscheidend, die positive Dynamik beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht auszubremsen, sondern weiter zu unterstützen. Dazu gehörten auch verlässliche Förderbedingungen, eine effiziente Integration von Erzeugung, Speicherung und Flexibilisierung sowie der konsequente Ausbau der Energieinfrastruktur. „Die Energiewende ist und bleibt der beste Schutz vor geopolitischen Krisen auf den Energiemärkten. Wer erneuerbare Energien ausbaut, sorgt für mehr Unabhängigkeit, stärkt regionale Wertschöpfung und schafft Arbeitsplätze im Land“, so Staatssekretär Hauer.
Die Erhebung über die Stromerzeugungsanlagen der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden dient der Beobachtung des Energiemarktes. Sie zeigt auf, in welchem Umfang Industriebetriebe ihren Strom- und Wärmebedarf durch eigene Kraftwerke decken.
Die Jahreserhebung über die Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung im Verarbeitenden Gewerbe, im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden dient der Beobachtung des Energiemarktes. Sie zeigt auf, in welchem Umfang Industriebetriebe ihren Strom- und Wärmebedarf durch eigene Kraftwerke decken.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 998 |
| Europa | 2 |
| Kommune | 4 |
| Land | 172 |
| Weitere | 14 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 255 |
| Zivilgesellschaft | 62 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 3 |
| Förderprogramm | 962 |
| Text | 45 |
| Umweltprüfung | 52 |
| unbekannt | 89 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 185 |
| Offen | 965 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 1029 |
| Englisch | 233 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 5 |
| Datei | 5 |
| Dokument | 112 |
| Keine | 510 |
| Unbekannt | 2 |
| Webseite | 544 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 580 |
| Lebewesen und Lebensräume | 780 |
| Luft | 439 |
| Mensch und Umwelt | 1151 |
| Wasser | 249 |
| Weitere | 1050 |