Die ExxonMobil Production Deutschland GmbH (EMPG) (als technische Betriebsführerin der Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG (BEB) sowie der Mobil Erdgas-Erdöl GmbH (MEEG)) plant Änderungen am Fackelsystem der Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten (EAA GK).
Der Standort des Vorhabens liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Großenkneten im Landkreis Oldenburg.
Für diese Änderung ist gemäß § 9 (3) i. V. m. Nr. 8.1.3 der Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) eine standortbezogene Vorprüfung nach § 7 (2) UVPG durchzuführen.
Dazu hat die Vorhabenträgerin Unterlagen für die Durchführung einer standortbezogenen Vorprüfung gemäß Anlage 2 UVPG vorgelegt.
Diese nach den Vorgaben der Anlage 3 UVPG vorgenommene Vorprüfung hat ergeben, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung für das o. g. Vorhaben nicht erforderlich ist.
Die einzelnen Gründe für die Entscheidung können im anliegenden Prüfvermerk eingesehen werden.
Diese Feststellung wird hiermit öffentlich bekannt gegeben. Sie ist nach § 5 Abs. 3 UVPG nicht selbständig anfechtbar.
Biogas besteht im wesentlichen aus Methan und CO2, wobei die erzielbaren Methangehalte vom gewählten Vergärungsverfahren und vom Stoffstrominput abhängen. Daneben können H2S, NH3, SO2 und Wasserdampf im Biogas enthalten sein. Um dieses Biogas in Erdgasqualität umzuwandeln muss der CO2-Gehalt auf Werte um 2 Prozent reduziert werden, beim H2S werden Gehalte unter 2 ppm angestrebt. Außerdem sollte der Taupunkt unter -5 Grad C liegen. Zur Aufbereitung von Biogas sind 4 Verfahrensschritte notwendig: 1. Kondensatabscheidung - 2. Entfernen von CO2 und H2S - 3. Gastrocknung - 4. Brennwertkonditionierung, wofür adsorptive, absorptive, Membran- und Gaskondensationsverfahren Stand der Technik sind. Während ihn anderen Ländern Europas beachtliche Fortschritte erreicht wurden, besitzt Deutschland zwar die meisten Biogasanlagen (800), aber im Jahre 20000 gab es noch keine einzige industrielle Aufbereitungsanlage zu Erdgasqualität).Es ist das Ziel des vorgelegten Verbundprojektes einen Beitrag zu leisten, um diese Lücke zu schließen und zu einer industriell umsetzbaren Lösung zu gelangen, die zunächst im Pilotanlagenmaßstab getestet werden soll.
Im Rahmen des Verbundvorhabens CSEGR ist die Durchführung einer Machbarkeitsstudie geplant, die sich mit der Möglichkeit einer Ausbeutesteigerung von nahezu erschöpften Erdgaslagerstätten durch die Injektion von Kohlendioxid beschäftigt. Der Hintergrund der geplanten Untersuchung ist einerseits der steigende Bedarf an zukünftigen Speichermöglichkeiten für Kohlendioxid und andererseits die Tatsache, dass sich mehr als die Hälfte aller deutschen Gasfelder bereits in einem fortgeschrittenen Abbaustadium befinden und als potentielle Speicher in Frage kommen. Die Kombination von Kohlendioxid-Speicherung und Ausbeutesteigerung (Carbondioxide Storage and Enhanced Gas Recovery, CSEGR) ist bislang nur ein theoretisches Konzept, das noch nicht praktisch erprobt wurde. Ziel des Verbundvorhabens ist es, die Realisierbarkeit des CSEGR Konzeptes anhand repräsentativer Beispiele zu überprüfen. Im Rahmen der Untersuchung sollen verschiedene Lagerstättentypen, der Prozess der Kohlendioxid-Abscheidung aus typischen Quellen, die Kohlendioxid-Speicherung und die Transportmöglichkeiten berücksichtigt werden. Es ist geplant, zwei Fallbeispiele zu untersuchen: Die Rotliegend-Erdgasfelder der Altmark (Sachsen-Anhalt) unter Berücksichtigung eines Braunkohlekraftwerks als mögliche Kohlendioxid-Quelle mit einem jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß von etwa 10.000.000 t. Die Bundsandstein-Gaslagerstätte Barrien in Niedersachsen unter Berücksichtigung einer geplanten Erdgasaufbereitungsanlage mit einem zu erwartenden jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß von etwa 100.000 t. Die TU Clausthal ist für die Definition der technischen Anforderungen an unterirdische Anlagen zur Kohlendioxid-Injektion, die Bewertung der Bohrlochintegrität, die Reservoir-Modellierung, die Bestimmung der physikalischen Eigenschaften des an Kohlendioxid reichen Gases, die Modellierung der durch die Sequestrierung verursachten hydrodynamischen Prozesse und die Betrachtung der physikalischen Gesteinsalteration infolge einer Kohlendioxid-Verpressung zuständig. Die Aufgaben der BGR Hannover sind die Charakterisierung der Kohlendioxid-Quellen, die Definition der technischen Anforderungen an oberirdische Anlagen zur Kohlendioxid-Abtrennung und -Injektion, die Analysen des Kohlendioxid-Transports und der Feldverteilung, die Simulation der geochemischen Reaktionen und deren Auswirkungen auf den Speicher- bzw. das Deckgestein sowie die Betrachtung des CSEGR Konzepts unter Berücksichtigung ökonomischer und umweltrelevanter Aspekte. Die Industriepartner stellen Informationen zu den Anlagen bzw. geologische Basismodelle zu den Gaslagerstätten bereit und beabsichtigen auch eine personelle und finanzielle Beteiligung. Als potentielle Anwender des CSEGR Konzepts erwarten die Unternehmen Informationen über die Realisierbarkeit der Methode unter besonderer Berücksichtigung der genannten Fallbeispielen in der Altmark und in Barrien. usw.