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Umweltwirksamkeit von Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen nach Paragraph 8 BNatSchG

Seit 1976 schreibt Paragraph 8 BNatSchG fuer unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen vor. Trotz vieler Einzeluntersuchungen und singulaerer Erkenntnisse erfolgte eine umsetzungsorientierte systematische Evaluierung dieses Instruments bislang nicht. Auf eine aktuelle juristische und rechtstatsaechliche Untersuchung (Burmeister 1988) kann aufgebaut werden. Eine Novellierung des BNatSchG wird derzeit vorbereitet. Ueber einen fallstudiengestuetzten Vergleich der Ziele festgesetzter Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen verschiedenartiger Eingriffstatbestaende mit den bisherigen Ergebnissen ihrer Durchfuehrung - insbesondere ihrer Umweltwirksamkeit - sollen sowohl Handlungsanleitungen fuer die weitere Praxis, als auch Hinweise fuer die Weiterentwicklung der Rechtsgrundlagen auf Bundes- und Laenderebene gewonnen werden. Das Vorhaben soll darueberhinaus Grundlagen fuer eine Datensammlung ueber Ausgleich und Ersatz von Eingriffen in Bundeszustaendigkeit liefern (Vorhabenteil mit Vorstudienfunktion), die in einem Folgevorhaben ausgebaut werden soll.

Wirksamkeit der Abdichtung von Versatzmaterialien - Geochemische Untersuchungen zum Langzeitverhalten von Salzversatz mit Zuschlagstoffen

Durch mineralogisch-geochemische Untersuchungen von Versatzmaterialien und Zuschlagstoffen und geochemischen Modellrechnungen mit EQ3/6 sollen Reaktionen identifiziert und quantifiziert werden, die im Falle eines Salzloesungszutritts zur Wasserbindung und Verringerung von Porositaet und Permeabilitaet fuehren. Moegliche Reaktionen wie Mineralneubildung koennen durch Zunahme des Feststoffvolumens eine Verringerung oder letztlich den Verschluss von Wegsamkeiten im anfangs permeablen Versatz bewirken. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf in der Praxis anwendbare Zuschlagstoffe, die solche Reaktionen beim Kontakt mit endlager- oder UTD-relevanten Salzloesungen zeigen. Die Reaktionen sollen zu nachweislich unter Endlager- oder UTD-Bedingungen langzeitstabilen Mineralassoziationen fuehren. Ein weiterer Schwerpunkt sind gleichartige Untersuchungen an Abfall- und Reststoffen, die bei Versatzmassnahmen untertaegig eingebracht werden. Das Potential solcher Versatzrezepturen zur selbsttaetigen Entwicklung abdichtender Bereiche bei Loesungszutritt und Versatzrezepturen mit optimalem Verhalten soll ermittelt werden.

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