Im Projekt A02 sollen die Auswirkungen der Ingestion von Mikroplastik (MP) -Partikeln an zwei terrestrischen Modellorganismen, dem im Boden lebenden und Substrat-fressenden Kompostwurm Eisenia fetida sowie der Boden-nistenden omnivoren Ameisenart Camponotus floridanus, untersucht werden. Ziel ist es eine systematische Untersuchung der Effekte von MP der am weitesten verbreiteten und damit umweltrelevanten Kunststoffsorten mit unterschiedlichen Morphologien, Größe und Konzentration der Partikel mit zwei terrestrischen Modellorganismen durchzuführen, um die Wirkmechanismen besser verstehen zu können. Sowohl für E. fetida als auch C. floridanus soll untersucht werden, inwieweit sich diese Modell-MP-Partikel mit ihren unterschiedlichen physikalisch-chemischen Eigenschaften auf die Fitness der Modellorganismen auswirken, und zwar sowohl auf phänotypischer Ebene (Mortalitätsrate, Anzahl Nachkommen) als auch auf Transkriptom-, und Proteomebene untersucht werden, um sublethale Stress- oder Immunreaktionen charakterisieren zu können. Zudem sollen mögliche Effekte von MP auf die Aktivität und Diversität des Darmmikrobioms und der Bereitstellung mikrobiell produzierter Gärungsprodukte und anderer Metabolite für den Wirt untersucht werden, denn solche Veränderungen könnten den Wirt indirekt beeinflussen. Wir erwarten, dass die Wirkmechanismen und biologischen Effekte von den chemisch-physikalischen Eigenschaften sowie der Morphologie der MP-Partikel abhängen.
Ethnologisch orientierte Forschungsaktivitaeten ueber lokales Wissen und Handlungsstrategien. Umwelt- und Landschaftsbewertung aus wissenschaftlicher und nichtwissenschaftlicher Sicht, sowie das endogene Entwicklungspotential von 'Indigenous Knowledge' sind die Leitthemen. Dabei bieten sich als regionale Schwerpunkte - im Sinne einer vergleichenden Hochgebirgsforschung - die Alpen und der Himalaja an. Geplant sind die Projekte 'Nationalparke in Nepal: Traditionelle Nutzung und Bewertung im Konflikt mit dem Naturschutz' und 'Nepal Conservation Area Mapping Project' (in Zusammenarbeit mit der TU Graz) weiterzufuehren. Als sozialgeographisch ausgerichteter, weiterer Forschungsschwerpunkt kristalliert sich das Thema 'Marginale Gruppen' heraus. Geplant ist ein Projekt ueber die sogenannten 'Tribal Groups' und 'Out-Casts' in Suedasien und deren Entwicklungspotential. Im Fokus sollen gleichzeitig auch Migrantinnengruppen in der Schweiz stehen.
Die Wanderausstellung zeigt anhand archäologischer und paläogenetischer Exponate und Daten, dass die Deutschen wie alle anderen Bevölkerungen in Europa nicht autochthon entstanden sind, sondern als Ergebnis von Migrationsprozessen. Menschen waren zu allen Zeiten mobil. Auf der Suche nach Nahrung, Wasser und anderen Ressourcen haben sie sich stets sowohl kleinräumig bewegt als auch andere Regionen und Kontinente besiedelt. Indem wir den Besuchern unsere unterschiedlichen Wurzeln aus Afrika oder Westasien präsentieren, soll verdeutlicht werden, dass Migration kein modernes Phänomen ist, sondern selbstverständlicher Bestandteil des Mensch-seins.
Die Haltung von Wiederkäuern, insbesondere von Rindern, Schafen und Ziegen, ist ein wesentlicher Bestandteil rurbaner Räume und Gesellschaften im Globalen Süden, insbesondere in Westafrika. Durch enge Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen der Tierhaltung in den Tropen und Subtropen und der Sozial- und Kulturanthropologie zielt Projekt B03 darauf ab, die Prozesse zu identifizieren und zu analysieren, durch die Viehhaltung zur Entstehung, Unterstützung und Nachhaltigkeit von rurbanen Lebensgrundlagen und Lebensstilen in Accra, Ghana, beiträgt. Ausgehend von den vier analytischen Perspektiven der FOR5903 - Ausstattung & Verortung, Institutionen & Praktiken, Ströme & Konnektivität sowie Lebensgrundlagen & Lebensstile - analysiert das Projekt, durch welche komplementären Prozesse eine heterogene und fragmentierte Rurbanität in Westafrika neue Formen der Konnektivität ermöglicht und wie diese für die Entwicklung von Unternehmen im Viehhaltungssektor genutzt werden. Dabei interessiert insbesondere, wie neue natürliche Ressourcen, soziale Netzwerke, Arbeitskraft (und Kenntnisse) sowie Kapital eine Verhandlungsarena für die Neugestaltung des westafrikanischen Viehsektors eröffnen, in der ständige Kreativität und Anpassung sowie Re- und Selbstorganisation erforderlich sind. Wir werden untersuchen, wie die Tierhaltung als sozial-ökologisches System einen räumlichen und sozialen Zugang zu Rurbanität ermöglicht und wie nachhaltig sie ist.
Erforschung der Hemmung der tierischen Leistung durch die angegebenen Stoffe.
Aphelinus abdominalis, ein Parasitoid der Familie Aphelinidae, wird seit mehreren Jahren als Nützling zur Blattlausbekämpfung in Unterglaskulturen angeboten. Das Potential seiner Effizienz wird aber im Vergleich zu den Blattlausparasitoiden der Aphidiinae häufig unterschätzt. Das Verhalten der Aphelinidae im Wirtshabitat ist in der Literatur gut dokumentiert, doch der Kenntnisstand über ihre Fernorientierung bei der Wirtssuche ist noch lückenhaft. In dem hier beantragten Forschungsvorhaben sollen in einer Verbindung von Laborexperimenten und anwendungsorientierten Gewächshausversuchen die Möglichkeiten für eine Effizienzsteigerung von A. abdominalis ausgelotet werden. Ein Schwerpunkt der geplanten Verhaltensstudien liegt dabei auf einer Aufklärung der Mechanismen des Lernvermögens. In zahlreichen Arbeiten wurde in den vergangenen Jahren gezeigt, daß sich die meisten Parasitoiden flexibel den wechselnden Umweltbedingungen anzupassen vermögen, indem sie bestimmte Duftstoffe ihrer Wirtspflanzen erlernen und für die Wirtssuche nutzen. Da Schlupfwespen mit einem breiten Wirtsspektrum auch im Gewächshaus mit einer Vielzahl unterschiedlicher Pflanze-Wirt-Systeme konfrontiert werden, ist es das Ziel dieses Projekts, anhand den Modellsystems A. abdominalis - Macrosiphum euphorbiae - Paprika/Aubergine sinnvolle Strategien für eine praktische Nutzbarmachung dieser Lernfähigkeit zu erarbeiten.
Es wird versucht, die Grundlagen fuer ein Modell zu erarbeiten, das die populationsdynamischen Vorgaenge innerhalb des Systems Beutetier (Spinnmilbe Tetranychus urtieae) - Raeuber (Raubmilbe Ph. persimilis) beschreibt.
Bestandserfassung und Untersuchung bestandsveraendernder Faktoren, sowie etho-oekologische Forschungen.
Das Projekt interpretiert die ‚Green Growth'-Strategie und deren aktuelle Implementierung als eine Form des 'Zukunft-Machens'. Sie folgt der Vision, ökologische (‚grüne') und ökonomische (Wachstum) Ziele miteinander zu verbinden. Fallstudien in Kenia, Tansania und Namibia untersuchen die Übersetzung dieser Vision in jeweils spezifische Politiken des ökologischen Wachstums. Die Kernfrage richtet sich darauf, wie Green Growth als ‚reisende Idee' durch unterschiedliche Übersetzungsregime übertragen wird, und wie sich dadurch Umwelt-Governance verändert.
Gewinnen von Erkenntnissen zum Klima, zur Entwicklung und Oekologie, Zusammensetzung der fossilen Flora und Fauna eozaener palaearktischer Bernsteinwaelder. Erarbeiten neuer Methoden zur Praeparation (auch fuer EM-Technik), Determination, Dokumentation und Altersbestimmung von Inklusen des Baltischen Bernsteins. Weiterfuehrende taxonomische und systematische Erfassung der Athropoden Fauna.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 216 |
| Europa | 3 |
| Global | 1 |
| Land | 3 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 90 |
| Zivilgesellschaft | 5 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 216 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 216 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 201 |
| Englisch | 67 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 143 |
| Webseite | 73 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 127 |
| Lebewesen und Lebensräume | 198 |
| Luft | 83 |
| Mensch und Umwelt | 215 |
| Wasser | 66 |
| Weitere | 204 |