In dem Projekt soll die Populationsdynamik der beiden Traubenwicklerarten - Lobesia botrana Den et Schiff und Eupoecilia ambiguella Hbn - ueber den gesamten Zeitraum des Projektes in der Weinbauregion des Ahrtales untersucht werden. Gleichzeitig werden die in dem Gebiet auftretenden Parasiten der Traubenwickler gesammelt und identifiziert. Erfolgversprechende Arbeiten werden im Labor in Zucht genommen und ihre Biologie, Oekologie sowie ihre Wirksamkeit untersucht. Weiterhin soll die Wirkung von im Weinbau eingesetzten Pflanzenschutzmitteln auf die Parasiten getestet werden.
In zwei erstmals mit Pheromonen und zwei konventionell behandelten Rebflaechen wurde der Einfluss von Nutzarthropoden auf Traubenwicklerpopulationen und auf Gelegenheitsschaedlinge untersucht. Der ueberwiegende Teil raeuberischer Arten gehoerte zur Gruppe der Spinnen. Die geringen Abundanzen raeuberischer Arten am Rebstock lassen jedoch den Schluss zu, dass kein entscheidender regulierender Einfluss der Schaedlingsfauna erfolgt. Im Gegensatz dazu war der Einfluss parasitischer Arten auf Traubenwickler wesentlich bedeutender. Teilweise wurden hohe Parasitierungsraten von Hautflueglern an Bekreuzten Traubenwicklerpuppen ermittelt. Das Auftreten von Gelegenheitsschaedlingen wurde durch den mehrjaehrigen Pheromoneinsatz nicht gefoerdert. Als Raeuber von Springwurmpuppen (Sparganothis pilleriana) wurde der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia) identifiziert.
Freilandversuche zur Anwendung der Konfusionsmethode als biotechnisches Bekaempfungsverfahren gegen den Einbindigen Traubenwickler und den Bekreuzten Traubenwickler. Erprobung von Pheromonformulierungen und -dispensern. Untersuchungen ueber das Verhalten von Traubenwicklern unter dem Einfluss der Konfusionsmethode. Studien zur Verbreitung der Populationen der beiden Taubenwicklerarten in Oesterreich.