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Color-Sharing - Entwicklung einer App zum Color-Sharing im Malergewerbe

In Malerbetrieben fallen zum Teil erhebliche Mengen von ungenutzten Farb- und Lackbeständen an. Die Ursachen sind vielfältig und unabhängig vom Zustand und Alter der Farben und Lacken. Die Gebindegrösse der bestellten Menge übersteigt die tatsächlich benötigte Menge, Bemusterungsaufträge bleiben ohne Folgeaufträge oder eine fehlerhafte Berechnung der benötigten Menge bei Aufträgen. Als wichtigste Ursachen können identifiziert werden: Ungebrauchte Farben und Lacke gelten als Sonderabfall und müssen entsprechend entsorgt werden. Die anfallenden Entsorgungskosten sind für kleinere Malerbetriebe von Bedeutung. Mithilfe einer App zum Color-Sharing können Malerbetriebe ungenutzte Farb- und Lackbestände ausschreiben und so ein einfaches Teilen untereinander ermöglichen. Dieser Austausch bewirkt ökologische sowie ökonomische positive Effekte. Das unterstützte Projekt umfasst die Pilotphase, welche als Proof of Concept dienen soll. Das beinhaltet die Entwicklung einer App zum Color-Sharing und den Test mit Malerbetrieben aus dem Raum Bern. Das Projekt wurde aufgrund des Beitragsgesuchs vom 28.06.2017 genehmigt. Projektziele: Mit Hilfe einer selbstentwickelten App zum Color-Sharing sollen innerhalb einer dreimonatigen Pilotphase mit 10 unterschiedlichen Malerbetrieben die ökologische und ökonomische Wirkung des Color-Sharings quantifiziert werden. Zudem sollen die weiteren Schritte, um die App zum Color-Sharing zur Marktreife zu bringen, dokumentiert werden. Beschreibung der Resultate: Mit dem vom BAFU finanzierten Pilot konnte eine erste Version der App sowie 18 Betriebe für eine Testnutzung während drei Monaten gefunden werden. Daraus entstanden sind jede Menge interessanter Rückmeldungen, Kontakte sowie die ersten wiederverwendeten Farbkübel. Das allgemeine Echo der Malereibetriebe, aber auch erster Farbwarenhersteller war überwältigend positiv, die Idee findet hier grossen Anklang. Gleichzeitig wurden aber auch die momentane technische Limitierung der App sowie der realisierten Funktionen offensichtlich: Damit die App flächendeckend eingeführt werden kann, muss der Suchradius für Farben geografisch eingeschränkt werden können. Weiter wurde von vielen Malerbetrieben eine Funktion vermisst, mit der sie gleichzeitig ihre eigenen Restbestände verwalten können. Umsetzung der Anwendung: Malerbetriebe erzielen ökonomische Gewinne und verhindern gleichzeitig toxische Abfälle durch die Entsorgung von Farbresten ein. Durch die Wiederverwendung dieser Farbreste, vermittelt durch die App, haben die knapp 20 Malerbetriebe die App benutzt, Farbreste erfasst und während der 3 Monate dauernden Testphase 49 Farbeinheiten recycelt, sowie 163 Farbeinheiten im System erfasst.

Moeglichkeiten zur Faerbung von aromatischen Polyamiden mit hohen Echtheiten

Einer Ausbreitung der Anwendungsgebiete von Polyaramidfasern steht deren schlechte Anfaerbbarkeit und geringe Lichtechtheit entgegen. m-Aramide sind grundsaetzlich mit Saeure-, Metallkomplex- und auch mit Dispersionsfarbstoffen anfaerbbar. Die Lichtechtheiten gegenueber dem konventionellen Verfahren koennen nicht gesteigert werden. Arbeiten zur chemischen Modifizierung der Polymerkette zeigten, dass unter Reaktionsbedingungen, die denen einer Faerberei entsprechen, keine der theoretisch denkbaren Umsetzung ablaufen kann. Untersuchungen zum konventionellen Verfahren lieferten Ergebnisse ueber die Wirkung zur Trennung der Carrierbehandlung vom Faerbeprozess sowie zum Elektrolyteinfluss. Hinsichtlich des Salzzusatzes im Faerbebad laesst sich das basische Verfahren optimieren. Eine Vorbehandlung von aromatischem Polyamid mit fluessigem Ammoniak bewirkt eine mit Carrierzusatz vergleichbare basische Anfaerbung und analoge Echtheiten. Die Ergebnisse des Projektes gestatten, das konventionelle Verfahren hinsichtlich Elektrolyt- und Carriereinsatz zu optimieren. Damit ist eine Verbesserung der oekologischen Vertraeglichkeit in der Textilveredlung moeglich.

Emissionen organischer Verbindungen bei der handwerklichen Verarbeitung von Lacken und Farben

Bei der handwerklichen Verarbeitung von Lacken und Farben werden jaehrlich ca. 120.000 t organische Verbindungen (im wesentlichen Loesemittel) freigesetzt. Die Zusammensetzung der Emissionen aus konventionellen und umweltschonenden Systemen soll experimentell ermittelt und bewertet werden. Neben Angaben zur direkten Belastungssituation bei der Verarbeitung sollen auch Daten ueber laenger anhaltende Emissionen aus fertigen Anstrichen gewonnen werden.

Teilvorhaben 7: Entwicklung von schwermetallfreien Faerbe- und Gerbmitteln und -verfahren; Rohstoffaufbereitung und Extraktherstellung, Teilvorhaben 6: Entwicklung von schwermetallfreien Faerbe- und Gerbmitteln und -verfahren; Rohstofferzeugung und -charakterisierung

Die oekologische Bedenklichkeit bei der Gerbung und Faerbung von Haeuten resultiert aus dem Einsatz der Chromgerbung und synthetischer chromhaltiger Farbstoffe. Davon betroffen sind derzeit jaehrlich etwa 1,8 Milliarden m2 hochwertiger Leder mit einem Chromgehalt von 36OOOt. Im Rahmen eines durch das BMFT gefoerderten Verbundvorabens wurden bereits 3 Gattungen der Knoeterichgewaechse (Polygonaceae) - Rheum (Rhabarber), Rumex (Ampfer) und Reynoutria (Staudenknoeterich) - auf ihre Eignung als Rohstofflieferant zur Gewinnung pflanzlicher Gerbmittel untersucht. Diese Arbeiten sollen mit der Gattung Polygonum fortgefuehrt und um einen neuen Schwerpunkt erweitert werden - der Untersuchung, Gewinnung und Nutzung der in den Wurzeln von Rheum (Rhabarber) und Rumex (Ampfer) natuerlich von den Farbstoffe mit dem Ziel der Substitution bislang eingesetzter synthetischer chromhaltiger Metallkomplexfarbstoffe. Der Anbau der Polygonaceaen zur Gewinnung pflanzlicher Gerb - und Farbstoffe koennte mit dazu beitragen, landwirtschaftliche Flaeche fuer den Non-Food-Bereich zu nutzen und damit ein neues Arbeitsfeld fuer Landwirte zu schaffen.

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