Das Motto der Weißenseer Hagenbeck-Schule lautet „biologische Vielfalt erleben“. Mit einem Bauernhof, großen Garten, Freilandlabor, Biotop, Vivarium und dem Unterrichtsfach biologische Vielfalt leistet die Schule ihrem Motto ohne Zweifel Folge! Das einzigartige Profil der Berliner Schule folgt dem Grundsatz, dass die praktische Auseinandersetzung in und mit der Natur zu einem besonderen Bewusstsein und Engagement für den Klimaschutz führt. Biodiversität in Schulgarten und Biotop Das Schulgelände der Hagenbeck-Schule bietet zahlreichen Tieren und Pflanzen ein artgerechtes Zuhause. Während der Schulgarten aktiv genutzt und bewirtschaftet wird, bietet das angrenzende Wildbiotop Insekten, Vögeln, Reptilien und Pflanzen einen natürlichen Lebensraum. Das Biotop umfasst eine Blumenwiese, Hecken, Totholzecken, eine Trockenmauer sowie eine Ruderalfläche, auf welcher sich Pionierarten ansiedeln können. Auch Nistkästen und Insektenhotels sind zur Unterstützung der Biodiversität im Biotop aufgestellt. Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Wildbiotop insbesondere im Wahlpflichtfach biologische Vielfalt zur Beobachtung der unterschiedlichen Lebensräume und Verhaltensweise heimischer Tier- und Pflanzenarten. Im Schulgarten dreht sich alles um die ökologisch verantwortliche Nutzung der Agrarflächen. Die Schülerinnen und Schüler lernen den gesamten Kreislauf der Natur kennen und sind aktiv in Planung, Bodenvorbereitung, Pflege, Ernte und Weiterverarbeitung eingebunden. Im Sinne der Biodiversität werden die Pflanzen in Mischkulturen angebaut. Dabei lernen die Kinder eine große Vielfalt an Nutzpflanzen kennen: Von Obstbäumen über Gemüsepflanzen hin zu Kräutern, Getreide und Faserpflanzen. In Sachen tierischer Artenvielfalt sucht die Hagenbeck-Schule ihresgleichen. Sowohl in dem Schulbauernhof als auch im Vivarium leben zahlreiche Tierarten, die von den Schülerinnen und Schüler betreut und gepflegt werden. Ob mit Fell, Federn oder Schuppen: Tierfreunde werden an der Schule den artgerechten Umgang mit heimischen und exotischen Tierarten geschult. Dabei lernen sie, dass Pony, Muli, Ziege, Huhn und Meerschweinchen ebenso individuelle Bedürfnisse und Charaktere haben wir Bartagame, Pfeilgiftfrosch, Königspython und Krokodilmolch. Durch den engen Kontakt mit den tierischen Schulbewohnern überwinden die Schülerinnen und Schüler nicht nur eventuelle Berührungsängste, sondern entwickeln im Laufe der Zeit ein Gespür für die Tierwelt, ihre Bedürfnisse und ihre Umwelt. Auch in der Lehre dreht sich viel um die Relevanz von Natur und Umwelt. Dies gilt insbesondere für die Wahlpflichtfächer Biologische Vielfalt und WAT (Wirtschaft-Arbeit-Technik). In beiden Kursen wird das lokale Handeln der Schülerinnen und Schüler in einen globalen Kontext gesetzt. Im Wahlpflichtfach Biologische Vielfalt erhalten die Jugendlichen einen unmittelbaren Bezug zu ihrer Lebenswelt und erweitern ihre praktischen Erkenntnisse durch theoretische Betrachtungen zum Themenkomplex des Ressourcenschutzes. Der WAT-Wahlpflichtkurs legt einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen Handeln. Die Hagenbeck-Schule unterstützt ihre Schützlinge dabei, sich selbstständig und selbstverantwortlich zu engagieren. Dies spiegelt sich in den verschiedenen Schülerfirmen wider, welche an der Pankower Schule entstanden sind. Allen ist der Einsatz für die Artenvielfalt gemein. Während die Firmen „Garten-Gang“ und „Make it Green“ sich mit der Herstellung und Vermarktung von Produkten aus dem Schulgarten befassen, verfolgen die Schülerunternehmen „Hagenpig(c)“ und „Schulsafari“ einen vermittelnden Ansatz. Mit einer Wanderausstellung macht Hagenpig(c) auf die Relevanz von biologischer Vielfalt aufmerksam und bietet darüber hinaus fotografische Dienstleistungen an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schulsafari bieten Grundschulen und Seniorenheimen informationsreiche Führungen durch die Erlebnisbereiche der Hagenbeck-Schule an. Durch ihre Schülerfirmen lernen die Jugendlichen, dass Umweltbewusstsein, Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg keinesfalls konträr sein müssen. Ökologisches Schulessen | Abfallvermeidung | Abfalltrennung | Schulgarten | Biodiversität | Grünes Klassenzimmer | Schulprogramm | Projekte Rund 470 Schülerinnen und Schüler werden derzeit an der integrierten Sekundarschule in Pankow von 45 Lehrkräften unterrichtet. Die Hagenbeck-Schule wird als teilgebundene Ganztagsschule geführt. Die Hagenbeck-Schule setzt neben dem Schwerpunkt der biologischen Vielfalt weitere Akzente in den Bereichen der sportlichen und künstlerischen Entwicklung. Darüber hinaus wird das Konzept des dualen Lernens – der Verknüpfung von Theorie und Praxis – in vielen Kursen angewendet. Umweltschule in Europa Bild: DeepGreen/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Pankow Übersicht: Diese Pankower Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: halfpoint/Depositphotos.com Handlungsfelder im Klimaschutz Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen
Aufgrund des in der Vergangenheit wesentlich bedeutenderen Anbaus von Hanf ist ein Rückgang des an ihn gebundenen Falschen Mehltaus wahrscheinlich. Die Art wurde erstmals im Jahr 2002 in Deutschland nachgewiesen (Jage et al. 2017) und ist vorher vermutlich übersehen worden. Hanf wurde in Deutschland mindestens seit der vorrömischen Eisenzeit als Faserpflanze angebaut (Körber-Grohne 1995). Der Falsche Mehltau wird daher als Archäomyzet eingestuft. Mindestens einer der Nachweise stammt vom Wild-Hanf (Cannabis ruderalis), der unbeständig in Deutschland vorkommt und nicht kultiviert wird (S. Rätzel, briefl. Mitt. 2021).
Land- und Ernährungswirtschaft sind wichtige Pfeiler der Wirtschaft des Flächenlandes Brandenburg. Jedoch stellen die natürlichen Standortbedingungen die Landwirtschaft, und besonders den Pflanzenbau, in der Region vor besondere Herausforderungen. Diese bestehen darin, für die schwierigen und immer herausfordernd werdenden natürlichen Bedingungen vielfältige und exakt auf den Standort abgestimmte Bewirtschaftungsformen zu finden und umzusetzen, mit denen Umwelt, Klima und Biodiversität geschützt werden und die landwirtschaftlichen Betriebe ein angemessenes Einkommen erzielen können. Im Rahmen des Vorhabens wird ein Maßnahmekonzept verbunden mit einem Transferkonzept in und mit landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Brandenburg umgesetzt. Das Maßnahmekonzept für neue Verfahren des integrierten Pflanzenbaus umfasst verschiedene Handlungsfelder der Ackerbaustrategie: - Kulturpflanzendiversität: den Anbau von Körnerleguminosen (Kichererbsen, Linsen) und Faserpflanzen zur Mehrfachnutzung (Hanf, Durchwachsene Silphie), - Digitalisierung: ein sensorbasiertes Nährstoff- und Humus-Monitoring, die präzise Düngung und den präzisen Pflanzenschutz, - Düngung: die präzise Kalkung und präzise N-Düngung, - Pflanzenschutz: die mechanische Beikrautregulierung durch Hacken und Striegeln und den präzisen Pflanzenschutz. Die Maßnahmen stehen untereinander in Verbindung und tragen auch zu den Handlungsfeldern Biodiversität und Klimaanpassung bei. Neben Synergien zwischen den Maßnahmen können auch Zielkonflikte auftreten, die in diesem Vorhaben begleitend ebenfalls adressiert werden sollen.
Land- und Ernährungswirtschaft sind wichtige Pfeiler der Wirtschaft des Flächenlandes Brandenburg. Jedoch stellen die natürlichen Standortbedingungen die Landwirtschaft, und besonders den Pflanzenbau, in der Region vor besondere Herausforderungen. Diese bestehen darin, für die schwierigen und immer herausfordernder werdenden natürlichen Bedingungen vielfältige und exakt auf den Standort abgestimmte Bewirtschaftungsformen zu finden und umzusetzen, mit denen Umwelt, Klima und Biodiversität geschützt werden und die landwirtschaftlichen Betriebe ein angemessenes Einkommen erzielen können. Im Rahmen des Vorhabens wird ein Maßnahmekonzept verbunden mit einem Transferkonzept in und mit landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Brandenburg umgesetzt. Das Maßnahmekonzept für neue Verfahren des integrierten Pflanzenbaus umfasst verschiedene Handlungsfelder der Ackerbaustrategie: - Kulturpflanzendiversität: den Anbau von Körnerleguminosen (Kichererbsen, Linsen) und Faserpflanzen zur Mehrfachnutzung (Hanf, Durchwachsene Silphie), - Digitalisierung: ein sensorbasiertes Nährstoff- und Humus-Monitoring, die präzise Düngung und den präzisen Pflanzenschutz, - Düngung: die präzise Kalkung und präzise N-Düngung, - Pflanzenschutz: die mechanische Beikrautregulierung durch Hacken und Striegeln und den präzisen Pflanzenschutz. Die Maßnahmen stehen untereinander in Verbindung und tragen auch zu den Handlungsfeldern Biodiversität und Klimaanpassung bei. Neben Synergien zwischen den Maßnahmen können auch Zielkonflikte auftreten, die in diesem Vorhaben begleitend ebenfalls adressiert werden sollen.
Pruefung pflanzenbaulicher Fragen (Saattermine, Saatstaerke, Duengung, Bewaesserung, Sorten) zu Hanf, nachdem diese Faserpflanze aufgrund einer Aenderung des Betaeubungsmittelgesetzes wieder angebaut werden darf. Erprobung der Erntetechnik im Praxismassstab mit vorhandenen, angepassten Erntemaschinen.