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Im Allgemeinen sind die Molybdän (Mo) Werte im Trinkwasser deutlich unterhalb der als Gesundheitsrisiko eingestuften Konzentrationen. Daher hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch keine Grenzwerte festgelegt, veröffentlichte jedoch eine Empfehlung, wonach 70 Mikro g/L nicht überschritten werden sollten. In diesem Zusammenhang sind kürzlich im Grundwasser Zentral Floridas gemessene Molybdän-Konzentrationen von über 5.000 Mikro g/L besorgniserregend. Molybdän tritt in dieser Region natürlich auf (geogen) und wird aufgrund von anthropogen bedingter Störung der physikalisch-chemischen Bedingungen im Grundwasserleiter freigesetzt. Diese Art der anthropogen-induzierten Kontamination durch geogene Elemente stellt weltweit ein Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Die andauernden Probleme mit Arsen (As) in Bangladesch und Westbengalen sind Thema unzähliger Beiträge in Presse und wissenschaftlichen Zeitschriften. Wenngleich Molybdän weniger toxisch ist als Arsen, könnte es sich als ein ähnliches Problem erweisen. Besonders dann, wenn Trinkwasser aus Grundwasserleitern marinen Ursprungs gewonnen wird in denen Mo von Natur aus erhöht vorhanden ist. Um die Möglichkeit der anthropogen-induzierten Kontamination durch geogenes Mo in Grundwasserleitern marinen Ursprungs besser zu verstehen, wird ein multidisziplinärer Ansatz vorgeschlagen. Ziel ist ein besseres Verständnis der Mo-Mobilisierung durch eine Kombination aus (geo)chemischen und hydrogeologischen Arbeiten, sowie deren Quantifizierung im Rahmen eines reaktiven Transportmodels.
Rhein, Mosel, Saar, Lahn und Nahe eigenen sich hervorragend als Lebensraum für den Europäischen Aal, der jüngst zum „Fisch des Jahres 2025“ gekürt worden ist. Um die Bestände zu erhalten, hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord nun in einer groß angelegten Aktion rund 950.000 Jungtiere ausgesetzt. Die Daten sind eindeutig: Die Zahl der jungen Aale, die von der Nordsee in die europäischen Flüsse einwandern, beträgt heute nur noch rund 5 Prozent der ursprünglichen Population. Die genauen Gründe dafür sind unbekannt. Entsprechend wenige junge Aale, die wegen ihrer Durchsichtigkeit in diesem Alter Glasaale genannt werden, finden über den Rhein ihren Weg in die rheinland-pfälzischen Flüsse. Die SGD Nord wirkt dieser ungünstigen Entwicklung in ihrer Funktion als Obere Fischereibehörde und gemeinsam mit Berufsfischern seit Jahren aktiv und erfolgreich entgegen. So wurden bei der jüngsten Aktion rund 950.000 Glasaale in Rhein, Mosel und Saar ausgesetzt. Hier wachsen die Fische nun unter idealen Bedingungen heran. Aale aus Südfrankreich „Das Bewahren der Artenvielfalt im Wasser wie auch an Land ist essentiell für das Funktionieren unserer Ökosysteme. Mit dem Aussetzen der Glasaale trägt die SGD Nord dazu bei, den Fortbestand einer wichtigen, im nördlichen Rheinland-Pfalz heimischen Art zu sichern“, betont SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis. Die Glasaale stammen von der südfranzösischen Atlantikküste und wurden von einem dort ansässigen Unternehmen, das die SGD Nord in den kommenden vier Jahren als Partner unterstützt, nach Rheinland-Pfalz gebracht. Echte Langstreckenschwimmer In der Natur legen Aale bereits als Larven mehrere tausend Kilometer zurück, von ihrem Geburtsort, der Sargassosee im Atlantik östlich von Florida, schwimmen sie bis an die europäischen Küsten. Von dort wandern sie durch Flussmündungen nach Mitteleuropa ein, wo sie den Großteil ihres Lebens verbringen. In großen Flüssen, wie dem Rhein, der Mosel und der Saar, finden die Jungtiere ideale Bedingungen vor. Denn Aale fühlen sich in einer sandigen, schlammigen Umgebung wohl und tolerieren auch Wasser mit wenig Sauerstoff. Nach etwa zehn bis fünfzehn Jahren treten sie dann die rund 6.000 Kilometer lange Rückreise zu ihrem Geburtsort an. Dort pflanzen sie sich das erste und einzige Mal in ihrem Leben fort. Die SGD Nord setzt seit vielen Jahren erfolgreich Aale in rheinland-pfälzischen Gewässern aus. Die aktuelle Aktion ist Teil des gemeinsamen Aalbewirtschaftungsplans der rheinanliegenden Bundesländer. Der Titel „Fisch des Jahres“ wird jedes Jahr vom Deutschen Angelfischerverband, dem Bundesamt für Naturschutz, dem Verband Deutscher Sporttaucher und der Gesellschaft für Ichthyologie verliehen.
Zum heutigen Tag des Wassers am 22. März 2023 setzt das Berliner Fischereiamt gemeinsam mit Berliner Fischer*innen und Angler*innen im Bereich Oberhavel, Unterhavel, Spree und Dahme insgesamt 2,15 Millionen Glasaale aus. Da sich Aale in Gefangenschaft nicht vermehren, wurden die Tiere als sogenannte Glasaale vor wenigen Tagen in französischen Flussmündungen am Atlantik gefangen. Der anschließende Transport nach Berlin erfolgte mit einer zertifizierten, besonders nachhaltigen und schonenden Methode. Das Ausbringen direkt in die Oberläufe der Fließgewässer substituiert die natürliche Wanderungsbewegung der Aale aus dem Meer in die Flüsse, die durch Wehre, Schleusen und andere Bauwerke stark eingeschränkt ist. Seit über drei Jahrzehnten ist der Aalbestand in Europa stark rückläufig. Die Ursachen für den Rückgang der Aalbestände sind vielfältig und liegen vermutlich sowohl an veränderten Umweltbedingungen als auch fehlenden Wandermöglichkeiten. Zur Bestandserhaltung ist der jährliche Aussatz von Glasaalen in Berlin langfristig angelegt und wird wissenschaftlich begleitet. In diesem Jahr werden im Land Berlin 644 Kilogramm Glasaale (Stückgewicht jeweils etwa 0,3 Gramm) auf einer Gewässerfläche von 4.575 Hektar ausgesetzt. Durchgeführt und finanziert wird die Maßnahme wieder durch das Fischereiamt Berlin, die Köpenicker Fischervereinigung e.V. und die Fischersozietät Tiefwerder-Pichelsdorf. Die Maßnahmen werden durch den Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF 2014-2020) der Europäischen Union und die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz gefördert. Die Gesamtsumme im Jahr 2023 beträgt 144.700 Euro. Davon sind 75.100 Euro Fördermittel der Europäischen Union, 25.036 Euro Landesmittel und 44.600 Euro Eigenmittel der Fischereiberechtigten. Der Europäische Aal unterliegt einem äußerst langwierigen Entwicklungszyklus. So lebt der Aal acht bis zwölf Jahre in unseren Flüssen und Seen und wächst dabei als Gelbaal auf bis zu ein Kilogramm Körpergewicht heran. Als Blankaal schwimmen die ausgewachsenen Tiere die Flüsse herab, um eine 5.000 Kilometer lange Wanderung durch den Atlantik bis zur Sargassosee östlich der Küste Floridas anzutreten. Hier legen die Aalweibchen vier bis fünf Millionen Eier in etwa 700 Meter Meerestiefe ab, die anschließend von den Männchen befruchtet werden. Daraufhin sterben die Elterntiere ab. Aus den Eiern schlüpfen weidenblattförmige Larven, die etwa drei Jahre lang passiv mit dem Golfstrom in Richtung der europäischen und nordafrikanischen Küsten treiben. Hier angekommen, entwickeln sich die Larven zu kleinen, durchsichtigen, etwa 0,3 Gramm schweren, aalförmigen Fischen, den sogenannten Glasaalen. Die Glasaale wandern zumeist in größeren Schwärmen, nun schon dunkel gezeichnet, als Steigaale flussaufwärts, um sich hier wiederum zu geschlechtsreifen (adulten) Tieren zu entwickeln.
Aalschutzinitiative RLP hilft Aalen beim Umgehen von Staustufen und Turbinen von Wasserkraftwerken / Klimaschutzministerin entlässt rund 400 Aale im Rhein auf den Weg zu den Laichgebieten in der Sargassosee „Mit der Aalschutzinitiative und dem Aaltaxi können wir unserer Verantwortung, klimafreundliche Energie durch Wasserkraft zu erzeugen und bedrohte Wanderfische zu schützen gerecht werden. Das Land hat es gemeinsam mit den Energieversorgern und Fischern geschafft, dass Aale nun sicher von den rheinland-pfälzischen Gewässern zu ihren Laichgebieten im Meer kommen“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder am heutigen Dienstag in Mülheim-Kärlich. Dort begleitete sie die Freisetzung von rund 400 Aalen in den Rhein. Die rheinland-pfälzischen Flüsse sind sehr gut geeignete Lebensräume für Aale, die jahrzehntelang als Einkommensquelle für Berufsfischer dienten. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurde allerdings ein sehr starker Rückgang ankommender Aallarven an den europäischen Küsten beobachtet. Auf den Weg in ihre 5000 Kilometer entferntes Laichgebiet im Atlantik, nord-östlich von Florida muss der europäische Aal Staustufen und Turbinen von Wasserkraftwerken passieren – was für viele Tiere oftmals tödlich endet. Damit die rund einen Meter langen, schlangenförmigen Tiere sicher über den Rhein im Meer ankommen, wurde die 1995 die Aalschutzinitiative der Landesfischereiverwaltung gemeinsam mit dem Landesfischereiverband und den Wasserwerksbetreibern gegründet und kurz darauf das „Aaltaxi“ eingerichtet. Mit diesem werden die Fische an den Staustufen an der Mosel und der Saar vorbei bis zum Rhein transportiert und dort wieder in die Freiheit entlassen. Zehn Moselberufsfischer, einer je Staustufe, fangen die abwandernden Aale (Blankaale) und geben sie zu den marktüblichen Preisen an das Land RLP (SGD Nord) ab. Zudem werden Jungaale entnommen und in Aalfarmen großgezogen, die nach ein bis zwei Jahren wieder in Flüssen und Bächen freigelassen werden. Die Kosten der Besatzmaßnahme belaufen sich auf etwa 90.000 Euro und werden von dem Wasserwerksbetreiber (RWE Generation Hydro GmbH) übernommen. "Als Verwalterin der Fischereirechte des Landes Rheinland-Pfalz übernimmt die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord die Federführung in der Aalschutzinitiative. Insofern freue ich mich, dass wir nun eine zusätzliche Maßnahme zum Schutz wandernder Aale einrichten konnten. Das ist ein essentieller Fortschritt im Bereich des Fischschutzes an den großen Wasserkraftanlagen in Mosel und Saar", so Prof. Dr. Martin Kaschny, Vizepräsident der SGD Nord. Jährlich werden so 8.000 bis 10.000 Aale mit der Taxifahrt bei ihrer Wanderung entlang der Staustufen gerettet. „Dieses Beispiel macht Schule. Je vielfältiger unsere Ökosysteme sind, umso anpassungsfähiger sind sie. Daher ist es so wichtig, jede einzelne Art zu erhalten“, so die Eder. „Mittlerweile sind ähnliche Projekte im Saarland und für die Grenzgewässer mit Luxemburg entstanden.“ Hintergrund Der Europäische Aal kommt natürlicherweise im Rhein und dessen Seitengewässern vor. Zum Lebensende wandert der Aal von den mitteleuropäischen Bächen und Flüssen stromabwärts über die Nordsee in die Sargassosee (Atlantik nordöstl. Florida). In mehreren hundert Meter Wassertiefe laichen sie ab und versterben danach. Die geschlüpften Larven schwimmen mit dem Golfstrom zur europäischen Küste. Als Jungaale (Glasaale) ziehen sie in die Mündungsbereiche der großen Ströme und wandern weiter die Bäche und Flüsse auf, in denen die Abwanderung der Elterntiere begonnen hatte. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurde ein sehr starker Rückgang ankommender Aallarven an den europäischen Küsten beobachtet; Ursachen dafür sind die eingeschränkte Durchwanderbarkeit der Fließgewässer durch Wasserkraft- und Wehranlagen in den Gewässern, eine parasitäre Erkrankung durch den Schwimmblasenwurm sowie der Glasaalfang zum Verzehr im Rheindelta
Am 8. Februar 2017 gab das Fisheries Department von Belize die Entdeckung einer bisher unbekannten Hai-Art in Belize bekannt. Lange ging die Forschung davon aus, dass alle Schaufelnasen-Hammerhaie eine gemeinsame Art darstellen. Wissenschaftler der Florida International University untersuchten in Zusammenarbeit mit dem Fisheries Department von Belize die Schaufelnasen-Hammerhaie vor der Küste des zentralamerikanischen Landes. DNA-Proben der Tiere zeigen große genetische Unterschiede zu anderen Schaufelnasen-Hammerhaien auf, wie die Universität in Florida am 2. Februar 2017 mitteilte.
Systemraum: Entnahme aus den Lagerstätten bis zur Bereitstellung des Phosphats ab Werk Geographischer Bezug: Marokko Zeitlicher Bezug: 1986-2004 Weitere Informationen: Verarbeitungsschritte für Erze aus Florida und Marokko wird exemplarisch betrachtet Die Bereitstellung von Investionsgütern wird in dem Datensatz nicht berücksichtigt. Allgemeine Informationen zur Förderung: Art der Förderung: Tage- und Untertagebau Rohstoff-Förderung: USA 24,7% VR China 20,6% Marokko 17,1% Russland 7,5% Tunesien 5,4% Abraum: k.A.t/t Fördermenge weltweit: 147200000t/a Reserven: 18000000000t Statische Reichweite: 122a
Das UNESCO-Welterbekomitee hat auf seiner 34. Tagung im Juli 2010 in Brasilia den Nationalpark Everglades in den USA auf die Liste des Welterbes in Gefahr gesetzt. Als besonders gefährdet gelten die Everglades an der Südspitze Floridas, weil sich die Wasserqualität des Ökosystems fortlaufend verschlechtert. Der Wasserzufluss hat sich um fast 60 Prozent vermindert, während die Schadstoffbelastung stark angestiegen ist. Die zunehmende Eutrophierung bedroht das Wasserökosystem und stellt eine Gefahr für Tiere und Pflanzen dar. Die Everglades umfassen eines der größten Mangrovenwaldgebiete der westlichen Hemisphäre. Die Sumpflandschaft der Everglades ist eine der wichtigsten Brutstätten für Watvögel in Nordamerika.
Uferfliegen (Diptera: Ephydridae) Bestandssituation. Stand: Januar 2013 Jens-Hermann Stuke & Rudolf Bährmann Die Uferfliegen (Ephydridae) bilden eine der arten- reichsten Dipterenfamilien mit weltweit etwa 1.800 Arten (Mathis & Zatwarnicki 1995). Viele der etwa 250 mitteleuropäischen Arten sind an verschiedenste Gewässer gebunden, sie leben beispielsweise an Fluss- oder Bachufern, Teichrändern, Kiesgrubengewässern, Pfützen oder hypereutrophen Ausflüssen von Güllegru- ben. Spezialisierte Arten kommen aber auch auf Tro- ckenrasen, auf Bergwiesen oder in Wäldern vor. Einige euryöke Arten sind sehr häufig und so lassen sich über- all Ephydriden finden. Hohe Abundanzen von Uferflie- gen treten an vegetationsfreien oder vegetationsarmen Ufern eutropher Gewässer auf, wo Tausende der oft nur 1–10 mm großen Fliegen auf wenigen Quadratmetern Schlickflächen vorkommen können. An solchen Stellen können Ephydriden leicht gekäschert werden. Die auf Xerothermrasen vorhandenen Ephydriden leben in der Regel bodennah und können daher im Allgemeinen nur mit Bodenfallen nachgewiesen werden. Die Lar- ven der aquatischen Arten leben oft als Filtrierer oder seltener räuberisch im Sediment. Über die Ansprüche dieser Arten liegen aber kaum detaillierte Angaben vor. Die artenreiche Gattung Hydrellia miniert in Pflanzen und nutzt vor allem auch Arten, die im Wasser oder zu- mindest an feuchten Standorten leben. Bearbeitungsstand, Datengrundlagen Die Bestimmung der Ephydriden ist ausführlich in Stuke (2010a, b, 2011, 2013) dargestellt. Die Nomen- Eine Uferfliege der Gattung Ochthera. Köchstedt, 1990, Foto: A. Stark. 1106 klatur entspricht der aktuellen deutschen Artenliste (Stuke 2011). Die Grundlage für die hier präsentierte Artenliste ist das von Bährmann ausgewertete Ma- terial aus verschiedenen Untersuchungen der Jahre 1971–2011 (Bährmann 1978, 1987, 1995, 2009). Da- rüber hinaus fließen die Ergebnisse von vier mehrtä- gigen Exkursionen ein, die 2010–2011 von Stuke nach Sachsen-Anhalt (Binnensalzstellen, Elbetal, Harz) un- ternommen wurden. Hierbei gelangen durch gezielte Nachsuche mehrere Neufunde für Sachsen-Anhalt und Deutschland. Eine ausführlichere Darstellung der Ephy- dridenfauna Sachsen-Anhalts, in der Einzelfunde pu- bliziert sind und eine vollständige Bibliografie enthalten ist, legen Stuke & Bährmann (2013) vor. Ein Nachtrag findet sich in Stuke (2013). Deshalb wird in der tabella- rischen Auflistung auf die Spalte Nachweis verzichtet. Eine wesentliche Steigerung der Anzahl für Sachsen- Anhalt nachgewiesener Arten ist vor allem durch inten- siveres Sammeln zu erwarten. 123 Ephydriden-Arten werden hier für Sachsen-An- halt aufgelistet, das sind 69 % der 177 für Deutschland nachgewiesenen Arten (Stuke 2013). Der Bearbeitungs- stand, der mit dieser Liste dokumentiert wird, ist noch nicht befriedigend. Verglichen mit den Erfahrungen aus Niedersachsen sind sicherlich mehr als 140 Ephydriden- Arten in Sachsen-Anhalt zu erwarten. Trotz des unzu- reichenden Erfassungsstandes zeichnet sich aber schon jetzt die herausragende Bedeutung Sachsen-Anhalts für die Ephydridenfauna ab. Neun Arten wurden bislang für Deutschland nur aus diesem Bundesland gemeldet, mindestens weitere zwölf Arten haben hier einen wich- tigen Verbreitungsschwerpunkt. Insbesondere die Bin- nensalzstellen Sachsen-Anhalts sind von allergrößtem Wert für die Ephydriden. Darauf weisen bereits Bähr- mann & Bellstedt (2008) hin. Viele der halophilen Ar- ten sind auch bezogen auf ihre Gesamtverbreitung erst außerordentlich selten nachgewiesen. Beispielsweise ist Schema durrenbergensis bislang nur vom „Locus typicus“ bekannt, dem Gradierwerk in Bad Dürrenberg, wo sie auch aktuell bestätigt werden konnte. Darüber hinaus konnten allein 2010 und 2011 an den Binnensalzstellen Sachsen-Anhalts zwei Arten gefunden werden, bei de- nen es sich vermutlich um unbeschriebene Arten han- delt. Keine der Uferfliegen-Arten ist gesetzlich geschützt. Frank, D. & Schnitter, P. (Hrsg.): Pflanzen und Tiere in Sachsen-Anhalt Literatur Bährmann, R. (1978): Ökofaunistische Untersu- chungen an Ephydriden (Diptera) verschiedener Rasenbiotope in Thüringen (DDR). – Dtsch. ento- mol. Zeitschr. N. F. (Berlin) 25: 337–348. Bährmann, R. (1987): Untersuchungen der Dipteren- fauna in natur- und industrienahen Rasenbiotopen Thüringens (DDR) mittels Bodenfallen. – Dtsch. entomol. Zeitschr. N. F. (Berlin) 34: 85–105. Bährmann, R. (1995): Zur ökologischen Charakteri- sierung ausgewählter Ephydriden-Arten (Ephydri- dae, Diptera) Mitteldeutschlands. – Studia dipterol. (Halle) 2: 3–20. Bährmann, R. (2009): Zweiflügler (Diptera: Brachyce- ra) aus mitteldeutschen Graslandbiotopen. – Studia dipterol. (Halle) 16: 185–240. Bährmann, R. & Bellstedt, R. (2008): Zur Dipteren- fauna (Insecta) mitteldeutscher, insbesondere thürin- gischer Salzstellen. Ein Beitrag zur Insektenfauna ge- fährdeter Lebensraumtypen. – Abh. Ber. Mus. Natur Gotha (Gotha) 25: 63–86. Mathis, W. N. & Zatwarnicki, T. (1995): World Cata- log of Shore Flies. Associated Publishers, Gainesville, Florida, 423 S. Stuke, J.-H. (2010a): Die Uferfliegen Niedersachsens und Bremens (Diptera: Ephydridae) – Teil I. – Ento- mol. Zeitschr. (Stuttgart) 120: 171–189. Stuke, J.-H. (2010b): Die Uferfliegen Niedersachsens und Bremens (Diptera: Ephydridae) – Teil II. – Entomol. Zeitschr. (Stuttgart) 120: 195–222. Stuke, J.-H. (2011): Eine kritische Liste der aus Deutsch- land nachgewiesenen Ephydridae (Diptera) mit der Beschreibung einer neuen Art. – Entomol. Zeitschr. (Stuttgart) 121: 115–126. Stuke, J.-H. (2013): Funde von Ephydridae (Diptera) aus der Oberrheinebene in Baden-Württemberg (Deutsch- land). – Studia dipterol. (Müncheberg) 20: 59–67. Stuke, J.-H. & Bährmann, R. (2013): Die Uferfliegen Sachsen-Anhalts (Diptera: Ephydridae). – Entomol. Zeitschr. (Stuttgart) 123: 115–128. Zatwarnicki, T. & Hollmann-Schirrmacher, V. (1997): Neue und seltene Ephydridae aus Deutschland (Di- ptera, Ephydridae). – Studia dipterol. (Halle) 4: 219– 230. Zatwarnicki, T. & Mathis, W. N. (2007): A revision of the Palearctic species of the shore fly genus Discomy- za Meigen (Diptera: Ephydridae). – Insect syst. evol. (Kopenhagen) 38: 241–266. Anschriften der Verfasser Dr. Jens-Hermann Stuke Roter Weg 22 26789 Leer E-Mail: jhstuke@zfn.uni-bremen.de Prof. em. Dr. Rudolf Bährmann Käulchensweg 38 51105 Köln E-Mail: r.baehrmann@t-online.de Tab. 74.1 : Bestandssituation der Uferfliegen in Sachsen-Anhalt Art Allotrichoma dahli Beschovski, 1966 Allotrichoma filiforme Becker, 1896 Allotrichoma laterale (Loew, 1860) Allotrichoma schumanni Papp, 1974 Athyroglossa flaviventris (Meigen, 1830) Athyroglossa glabra (Meigen, 1830) Athyroglossa ordinata Becker, 1896 Atissa kerteszi Papp, 1974 Atissa limosina Becker, 1896 Atissa pygmaea (Haliday, 1833) Axysta cesta (Haliday, 1833) Clanoneurum cimiciforme (Haliday, 1855) Coenia curvicauda (Meigen, 1830) Coenia palustris (Fallén, 1823) Dichaeta caudata (Fallén, 1813) Diclasiopa lacteipennis (Loew, 1862) Diclasiopa niveipennis (Becker, 1896) Discocerina obscurella (Fallén, 1813) Discomyza incurva (Fallén, 1823) Ditrichophora calceata (Meigen, 1830) BSBemerkungen s sV, halophil V, halophil halophil sV, halophil s 1107 Art Ditrichophora fuscella (Stenhammar, 1844) Ditrichophora moraviae (Becker, 1926) Ditrichophora strandi (Duda, 1942) Ephydra macellaria Egger, 1862 Ephydra murina Wirth, 1975 Ephydra riparia Fallén, 1813 Glenanthe fuscinervis Becker, 1896 Glenanthe ripicola (Haliday, 1839) Gymnoclasiopa aulisioi (Canzoneri, 1976) Gymnoclasiopa pulchella (Meigen, 1830) Halmopota salinarius (Bouché, 1834) Haloscatella dichaeta (Loew, 1860) Hecamede albicans (Meigen, 1830) Hecamedoides glaucellus (Stenhammar, 1844) Hecamedoides kelmorum Stuke, 2011 Hyadina guttata (Fallén, 1813) Hyadina humeralis Becker, 1896 Hyadina minima (Papp, 1975) Hyadina pollinosa Oldenberg, 1923 Hyadina rufipes (Meigen, 1830) Hydrellia albilabris (Meigen, 1830) Hydrellia flaviceps (Meigen, 1830) Hydrellia fulviceps (Stenhammar, 1844) Hydrellia griseola (Fallén, 1813) Hydrellia ischiaca Loew, 1862 Hydrellia maura Meigen, 1838 Hydrellia mutata (Zetterstedt, 1846) Hydrellia nigricans (Stenhammar, 1844) Hydrellia obscura (Meigen, 1830) Hydrellia pilitarsis (Stenhammar, 1844) Hydrellia svecica (Zatwarnicki, 1988) Hydrellia thoracica Haliday, 1839 Ilythea spilota (Curtis, 1832) Lamproscatella sibilans (Haliday, 1833) Limnellia quadrata (Fallén, 1813) Mosillus subsultans (F., 1794) Nostima picta (Fallén, 1813) Nostima semialata (Collin, 1913) Notiphila brunipes Robineau-Desvoidy, 1830 Notiphila cinerea Fallén, 1813 Notiphila dorsata Stenhammar, 1844 Notiphila graecula Becker, 1926 Notiphila guttiventris Stenhammar, 1844 Notiphila maculata Stenhammar, 1844 Notiphila nigricornis Stenhammar, 1844 Notiphila nubila Dahl, 1973 Notiphila riparia Meigen, 1830 Notiphila uliginosa Haliday, 1839 Notiphila umbrosa Drake, 2001 Notiphila venusta Loew, 1856 Ochthera manicata (F., 1794) Paracoenia fumosa (Stenhammar, 1844) Parydra aquila (Fallén, 1813) Parydra coarctata (Fallén, 1813) 1108 BSBemerkungen sR s sV, halophil R, halophil halophil halophil halophil sV, halophil s s AR, halophil R, halophil sV R shalophil V s s R
Die Umweltorganisation Greenpeace entsendete am 12. August 2010 von St. Petersburg in Florida das Schiff Artic Sunrise zur einer dreimonatigen Expedition in den Golf von Mexiko, um direkte und unabhängige Daten über das tatsächliche Ausmaß der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu sammeln. Das Team wird nicht nur die aktuelle Umweltschädigung dokumentieren, sondern auch den Zustand der bedrohten, bisher noch nicht betroffenen Gebiete untersuchen.
Fischer auf den Philippinen haben zufällig einen der selten Riesenmaulhai gefangen, der anschliessend verspeist wurde. Der rund 500 Kilogramm schwere und vier Meter lange Riesenmaulhai verfing sich in den Netzen der Fischer, berichtet die Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF). Seit der Entdeckung der Fischart 1976 vor Hawaii wurden weltweit erst 40 Riesenmaulhaie gesichtet. Der am 30. März auf den Philippinen gefangene Hai wurde vom Museum für Naturgeschichte in Florida laut WWF «Riesenmaulhai 41» genannt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 34 |
| Land | 1 |
| Weitere | 3 |
| Wissenschaft | 5 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 14 |
| Ereignis | 5 |
| Förderprogramm | 6 |
| Gesetzestext | 14 |
| Taxon | 6 |
| Text | 6 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 20 |
| Offen | 11 |
| Unbekannt | 7 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 38 |
| Englisch | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2 |
| Datei | 8 |
| Dokument | 4 |
| Keine | 25 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 12 |
| Lebewesen und Lebensräume | 38 |
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| Weitere | 22 |