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Schwerpunktprogramm (SPP) 1889: Regional Sea Level Change and Society (SeaLevel), Untersuchungen zur Reaktion von Meeresspiegel und Hydrographie in der Arktis auf Veränderungen des hydrologischen Regimes über borealen Einzugsgebieten

Der Süßwassereintrag in den Arktischen Ozean stellt einen wichtigen Antriebsmechanismus für regionale Meeresspiegeldynamik in der Arktis dar. Salzarmes Oberflächenwasser erzeugt und unterhält eine starke Schichtung im Arktischen Ozean. Diese Halokline schirmt größtenteils das kalte polare Oberflächenwasser und das Meereis von wärmerem Tiefenwasser atlantischen Ursprungs ab und verhindert so vertikale Wärmeflüsse. Veränderungen des Süßwassergehalts werden wahrscheinlich den regionalen Meeresspiegel direkt beeinflussen, aber ebenso wird eine modifizierte Ozeandynamik durch Massentransporte innerhalb der Arktis den Meeresspiegel verändern. Das hydrologische Regime des kontinentalen Abflusses unterliegt Schwankungen. Leider sind kontinuierliche Aufzeichnungen von kontinentalem Abfluss in den Arktischen Ozean zu selten, um wichtige wissenschaftliche Fragen über das Langzeitverhalten und die Entwicklung von arktischem Meeresspiegel und Klima zu bearbeiten. Neben in-situ Beobachtungen und hydrologischen Modellen eröffnen Satellitengravimetrie (GRACE) und Satellitenaltimetrie neue Möglichkeiten, die Hydrologie von großen Einzugsgebieten zu beobachten. Dies geschieht, im dem man mit diesen Fernerkundungsmethoden die Größe von Wasserspeichern in den Einzugsgebieten und Pegelstände entlang von Flüssen misst, die dann auf verschieden Arten in Abfluss umgerechnet werden können. Für Meereis-Ozeanmodelle bedeutet die Seltenheit von Abflussinformationen in der Arktis, dass der Jahresgang des Abflusses als stationär angenommen wird. In unserem Projekt werden wir diese Annahme aufheben und ein Meereis-Ozeanmodell benutzen, um den Einfluss von zeitlich variablem Abfluss auf die arktische Ozeanzirkulation und das Süßwasserbudget zu untersuchen. Das Hauptziel der Projektes ist es, die Reaktion von Meeresspiegel und Hydrographie in der Arktis auf Veränderungen des hydrologischen Regimes über borealen Einzugsgebieten abzuschätzen und zu quantifizieren. Die Projektziele tragen zur Strategie des Schwerpunktprogramms 1889 bei, indem 1)die Datensätze und Zeitreihen von hydrologischen Parametern über borealen Einzugsgebieten durch den Einsatz von geodätischen satellitengestützten Fernerkundungsmethoden (zeitliche auflösenden Gravimetrie, Satellitenaltimetrie) verbessert werden und lange und hochauflösende Zeitserien für alle großen Einzugsgebiete, die in den Arktische Ozean entleeren, erstellt werden. 2) Sensitivität von Meereis- und Ozeandynamik auf Veränderungen des Süßwasserantriebs (u.a. Abfluss) analysiert wird. 3) Modellergebnisse über Veränderungen des kontinentalen Abflusses verglichen werden mit seit 1990 beobachteter Variabilität von flüssigen Süßwassergehalt (und damit verbundenen sterischen Meeresspiegeländerungen) im Arktischen Ozean und im Nordatlantik. Nicht nur dienen diese Vergleiche der Modellbewertung, sondern sie unterstützen auch die Interpretation relativ seltener ozeangraphischer in-situ Beobachtungen.

Niedrigwasser verschärft die Belastung durch Spurenstoffe

<p> <p>Die Niedrigwassersituation in Deutschland bleibt angespannt. Ende Juli 2026 waren alle großen Flüsse in Deutschland betroffen; vielerorts wurden extrem niedrige Wasserstände und Abflüsse registriert. Auch wenn inzwischen aufgetretenen Niederschläge regional zu einer vorübergehenden Entspannung führten, gab es keine nachhaltige Erholung der Wasserführung.</p> </p><p>Die Niedrigwassersituation in Deutschland bleibt angespannt. Ende Juli 2026 waren alle großen Flüsse in Deutschland betroffen; vielerorts wurden extrem niedrige Wasserstände und Abflüsse registriert. Auch wenn inzwischen aufgetretenen Niederschläge regional zu einer vorübergehenden Entspannung führten, gab es keine nachhaltige Erholung der Wasserführung.</p><p> <p>Niedrige Pegelstände sind nicht nur ein mengenmäßiges, sondern auch ein qualitatives Problem. Während trockener Witterungsperioden gehen die Einleitungen kommunaler Kläranlagen nur geringfügig zurück, jedoch nimmt die natürliche Wasserführung der Gewässer deutlich ab. Dadurch steigt der Anteil gereinigten Abwassers am Gewässerabfluss teilweise erheblich. Bei gleichbleibender Stofffracht führt die geringere Verdünnung zu höheren Konzentrationen.&nbsp;</p> <p>Insbesondere langlebige (persistente) Spurenstoffe, die in konventionellen Kläranlagen nicht oder nur unvollständig entfernt werden sind dort hervorzuheben. Spurenstoffe sind z.B. Rückstände von Arzneimitteln, Pflanzenschutzmitteln, Bioziden und anderen Chemikalien. Sie können schon in geringen Konzentrationen Wirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben. Modellierungen zeigen, dass die höchsten Spurenstoffkonzentrationen vor allem bei Niedrigwasser auftreten (BfG). Betroffen sind beispielsweise Arzneimittelwirkstoffe, Industriechemikalien und Biozide. Auch abseits der Kläranlagenabläufe können diffuse Stoffeinträge von beispielsweise Pestiziden unter Niedrigwasserbedingungen ein größeres Problem darstellen.&nbsp;</p> <p>Spurenstoffe können abhängig von ihren spezifischen Eigenschaften bereits in sehr niedrigen Konzentrationen nachteilige Wirkungen auf Lebewesen hervorrufen, die in Gewässern leben. Gleichzeitig stellen steigende Wassertemperaturen durch Wärme und geringere Wasservolumina ein zusätzliches Problem für sie dar. Im Rhein wurden Anfang August abschnittweise mehr als 26 °C gemessen. Warmes Wasser enthält zudem weniger Sauerstoff und erhöht den Stoffwechsel vieler Organismen. Neben den geringeren Wassertiefen verlangsamt sich oft auch die Fließgeschwindigkeit. Die daraus entstehende geringere Durchmischung des Wassers erschwert den Sauerstoffeintrag aus der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/atmosphaere">Atmosphäre</a> und kann so Sauerstoffmangel zusätzlich begünstigen. All diese Stressoren erleben die Lebewesen gleichzeitig, was dazu führen kann, dass sie beispielsweise auf Schadstoffbelastung empfindlicher reagieren als sonst. Dieses Zusammenspiel wird auch als multipler Stress bezeichnet.</p> <p>Multipler Stress hat zuletzt im Sommer 2022 in der Oder zu einem massiven Fischsterben geführt als Folge einer sehr hohen Salzbelastung aus dem Bergbau, Niedrigwasser und hohen Wassertemperaturen. Dies führte zu einer Massenentwicklung der giftigen Alge <em>Prymnesium parvum</em>.</p> <p>Auch die Trinkwassergewinnung kann betroffen sein, insbesondere dort, wo Oberflächenwasser oder Uferfiltrat genutzt werden. Höhere Ausgangskonzentrationen erhöhen die Anforderungen an Überwachung und Aufbereitung.&nbsp;</p> <p>Niedrigwasser macht damit sichtbar, dass Spurenstoffeinträge nicht allein über Verdünnung beherrscht werden können. Erforderlich sind Maßnahmen an den Quellen der Spurenstoffeinträge sowie eine gezielte weitergehende Abwasserbehandlung an besonders belasteten Gewässern.&nbsp;</p> <p>Die Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels sind in Deutschland bereits spürbar: Vermehrt auftretende Hitzewellen und Dürren führen zu Niedrigwasserständen, regionaler Wasserknappheit und Wassernutzungskonflikten. Klimaprojektionen deuten außerdem auf eine Verschiebung der Niederschlagsmengen vom Sommer in den Winter und auf einen deutlichen Anstieg der Jahresmitteltemperatur hin. Angesichts dieser Prognosen gewinnt die vorsorgliche und quellenorientierte Reduktion von Spurenstoffeinträgen zusätzlich an Bedeutung.</p> <p>Neben Maßnahmen zur Verringerung der Spurenstoffeinträge sind übergeordnet auch wirksame Klimaschutzmaßnahmen notwendig. Die Einhaltung der Klimaschutzziele ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Folgen des Klimawandels für die Gewässer und darin lebende Organismen langfristig zu begrenzen und die Belastung durch Niedrigwasser nicht weiter zu verschärfen.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Aktuelle Pegelstände für Hessen der Station "Meiningen"

An der Station "Meiningen" mit der ID 42857 am Fluss Werra wird der Wasserstand gemessen

Aktuelle Pegelstände für Hessen der Station "Marburg"

An der Station "Marburg" mit der ID 42324 am Fluss Lahn wird der Wasserstand gemessen

Aktuelle Pegelstände für Hessen der Station "Vacha"

An der Station "Vacha" mit der ID 42864 am Fluss Werra wird der Wasserstand gemessen

LANUK aktualisiert Blaue Richtlinie: Grundlage für die Fließgewässer von morgen

Klimawandel, Niedrigwasser, Hochwasserereignisse und Biodiversitätsverlust verändern die Anforderungen an Flüsse und Bäche in Nordrhein-Westfalen – das LANUK aktualisiert die Blaue Richtlinie als eine zentrale Grundlage für naturnahe Gewässerentwicklung Flüsse und Bäche in Nordrhein-Westfalen müssen künftig stärker auf extreme Wasserstände vorbereitet werden: längere Niedrigwasserperioden, zeitweise trockenfallende Gewässerabschnitte und extreme Hochwasserereignisse verändern die Anforderungen an die Gewässerunterhaltung und den Gewässerausbau. Um diesen und anderen aktuellen Herausforderungen zu begegnen, arbeitet das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) derzeit an der Aktualisierung der sogenannten Blauen Richtlinie. Sie ist seit vielen Jahren eine zentrale fachliche Grundlage für die naturnahe Entwicklung von Fließgewässern in Nordrhein-Westfalen. Zum Start der zweitägigen Fachtagung „Lebendige Gewässer – Renaturieren. Wiederherstellen. Zukunft gestalten!“, die heute (Mittwoch, 1. Juli 2026) in Düsseldorf begonnen hat, erklärte die Präsidentin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima: „Unsere Flüsse und Bäche sind Lebensadern unserer Landschaften. Sie prägen Ökosysteme, sichern Biodiversität und beeinflussen unser Klima. Aktuell sind aber nur rund zehn Prozent der Oberflächengewässer in NRW in einem guten ökologischen Zustand. Viele Gewässer sind über Jahrzehnte hinweg begradigt und verbaut worden. Sie haben dadurch ihre natürliche Dynamik verloren – und mit ihr wichtige ökologische Funktionen.“ Der Gewässerschutz müsse heute mehr denn je alle Informationen integral betrachten. Es brauche belastbare Daten und fachliche Instrumente, die vor Ort praktisch anwendbar sind, erklärte Elke Reichert. „Die gute Nachricht: Wir wissen heute sehr viel besser als noch vor einigen Jahren, wie Renaturierungsmaßnahmen nachhaltig gelingen können. Wandernde Fischarten, wie der Lachs oder der Maifisch, können inzwischen wieder in viele Laichgewässer in NRW aufsteigen, ohne an Querbauwerken aufgehalten zu werden“, führt Elke Reichert als einen Nachweis erfolgreichen Handelns an. Für den nächsten Bewirtschaftungsplan nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie für die Jahre 2028 bis 2033 wertet das LANUK seine umfangreichen Daten aus: Betrachtet werden 1.684 Fließwasserkörper sowie 49 Seen und Talsperren. Die Bewertung der Wasserqualität basiert auf Messergebnissen aus den Jahren 2019 bis 2024. Insgesamt fließen rund 830.000 Einzelmesswerte in die Auswertung ein. Die -Wasserrahmenrichtlinie hat als Ziel, die Gewässer in einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu bringen. Dafür reicht es nicht aus, einzelne Messwerte zu betrachten. Entscheidend ist es, die unterschiedlichen Ergebnisse miteinander zu vernetzen. Dabei wird nach den Stoffen geschaut, die ein Gewässer belasten können. Ebenso wichtig sind die Struktur eines Gewässers und die möglichst naturnahe Entwicklung von Ufern, Sohlen und Auen. All das beeinflusst, welche Tier- und Pflanzenarten vorkommen und ob Fische und andere Organismen ohne Hindernisse im Gewässer wandern können. Das LANUK-Monitoring erfasst und beurteilt deshalb chemische, ökologische sowie hydromorphologische Qualitätskomponenten. Auf der Grundlage dieser fachlichen Bewertungen können gezielte Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Strukturelle Maßnahmen leisten dabei einen entscheidenden Beitrag zur Erfüllung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie. In Nordrhein-Westfalen gibt es seit über 40 Jahren die sogenannte Blaue Richtlinie. Sie beschreibt, wie naturnahe Fließgewässer geschützt und strukturell beeinträchtigte Fließgewässer möglichst naturnah weiterentwickelt werden können und unterstützt damit die Ziele der europäischen Richtlinie für nordrhein-westfälische Fließgewässer. Die derzeit gültige sechste Auflage der Blauen Richtlinie wurde im Jahr 2010 eingeführt. Seitdem haben sich rechtliche Anforderungen, fachliche Standards und der Kenntnisstand weiterentwickelt. Die Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass es einen Bedarf gibt, die Blaue Richtlinie wieder auf den allgemein anerkannten Stand zu bringen, nicht nur, um Ihre Anwendung praktikabler zu machen, sondern auch um Maßnahmen zur naturnahen Entwicklung der Fließgewässer in NRW effizient und zielgerichtet umsetzen zu können. Die Aktualisierung verfolgt einen holistischen Ansatz: Fließgewässer und Auen werden als zusammenhängendes System betrachtet. Wasserwirtschaftliche, naturschutzfachliche, klima- und hochwasserbezogene Belange werden dabei integriert, um widerstandsfähige und klimaresiliente Gewässerlandschaften zu fördern. Ziel ist es, den Akteuren vor Ort zu helfen, ein modernes und praxisorientiertes Instrument für die nachhaltige und effiziente naturnahe Entwicklung von Fließgewässerlandschaften an die Hand zu geben. Die Projektarbeiten zur Aktualisierung der Blauen Richtlinie haben im Oktober 2025 begonnen und sollen im Oktober 2027 abgeschlossen werden. Die Projektkoordination liegt im LANUK. Begleitet wird die Überarbeitung durch Arbeitsgruppen mit Fachleuten aus Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Natur- und Bodenschutz, Fischerei und Kommunen. Dadurch sollen Aktualität, Umsetzbarkeit und Akzeptanz der neuen Fassung gesichert werden. Auf der Fachtagung „Lebendige Gewässer – Renaturieren. Wiederherstellen. Zukunft gestalten!“ stellt das LANUK den aktuellen Stand der Arbeiten, die Ziele und die geplanten Neuerungen der siebten Auflage der Blauen Richtlinie vor. Weitere Programmpunkte befassen sich mit frei fließenden Gewässern, ökologischer Aufwertung von Fließgewässerlandschaften, Niedrigwasser, Sedimentmanagement und konkreten Renaturierungsmaßnahmen wie zum Beispiel der Südlichen Düssel oder dem Murbach, einem Zufluss der Wupper. Die Veranstaltung zeigt damit, wie fachliche Daten, europäische Anforderungen und praktische Gewässerentwicklung zusammengeführt werden können. Öffentlich verfügbare wasserwirtschaftliche Daten stellt das Land Nordrhein-Westfalen unter anderem über das Fachinformationssystem ELWAS-WEB und weitere Open-Data-Angebote bereit. Genutzt werden sie von Behörden, Wasserverbänden, Planungsbüros, Kommunen und der interessierten Öffentlichkeit bei der Einordnung des Gewässerzustands und der Planung von Maßnahmen. Informationen zum Zustand der NRW-Gewässer: https://www.flussgebiete.nrw.de/ Hintergrundinformationen zur Wasserrahmenrichtlinie: https://www.lanuk.nrw.de/themen/wasser/wasserrahmenrichtlinie Weitere Informationen zur Gewässermorphologie: https://www.lanuk.nrw.de/themen/wasser/fluesse-baeche-und-seen/gewaessermorphologie zurück

Pegel im Odergebiet: Hohensaaten-Finow, Oder

Der Pegel Hohensaaten-Finow wurde als Lattenpegel im Jahr 1853 in unmittelbarer Nähe zum Flusslauf der Oder an der ehemaligen Finow-Schleuse errichtet. Die Schleuse fungierte als Bindeglied zwischen dem Finow-Kanal und der Oder. Nach Verfüllung der Schleuse in den 1960er Jahren verblieb eine buchtartige Erweiterung des Flusses, an welcher der Pegel weiterhin betrieben wird. Die Wasserstandsbeobachtungen an dem Pegel sind seit dem Abflussjahr 1901 im Gewässerkundlichen Jahrbuch veröffentlicht. In den Gewässerkundlichen Jahrbüchern 1901-1934 trägt der Pegel den Namen Pegel Hohensaat(h)en, Schleuse bzw. Finowschleuse, seit 1935 wird die heutige Bezeichnung Pegel Hohensaaten-Finow verwendet. Tägliche Durchflusswerte sind im Gewässerkundlichen Jahrbuch ab Jahrgang 1959 enthalten. Der Pegel wurde im Oktober 1979 mit einem Schreibpegel ausgerüstet. Höhe des Pegelnullpunktes: vor  01.11.1926   NN+ 0,128 m ab   01.11.1926   NN+ 0,143 m  (Änderung des Höhensystems; die Höhenlage des Pegels zum Gelände hat sich nicht geändert) ab   01.11.1959   NN+ 0,16   m  (Neufeststellung; die Höhenlage des Pegels zum Gelände hat sich nicht geändert) ab   01.11.2010   NHN+ 0,149 m (Umstellung auf das Höhensystem DE_DHHN92_NH_BB/NHN/160)

Über uns Staatlicher Wasserbau für das Leben am Fluss Wasserqualität in Sachsen-Anhalt im Blick Ein tolles Arbeitsumfeld

Ganz im Zeichen des Elementes Wasser arbeiten beim Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) Experten wie Hydrologen, Wasserbauingenieure, Geomatiker, Chemiker, Biologen, Umwelttechniker und Umweltingenieure, Ökologen, Wasserbauer, Laboranten und viele Spezialisten mehr. Als nachgeordneter Betrieb des Landesministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt (MWU) ist das Team des LHW mit vielfältigen Aufgaben betraut. Dazu gehört der staatliche Wasserbau, mit dem das Land für die großen Herausforderungen zwischen Hochwasserschutz und Wasserrückhalt zukunftssicher aufgestellt wird. Seit dem verheerenden Hochwasser im Jahr 2002 wurden rund 1,4 Milliarden Euro in die Hochwasserschutz-Infrastruktur des Landes investiert. Nur acht Prozent der 1370 Kilometer Deich in Verantwortung des LHW haben noch einen dringenden Sanierungsbedarf. In der Hochwasservorhersagezentrale des Landes Sachsen-Anhalt (HVZ) haben die Kollegen die Wasserstände der sachsen-anhaltischen Flüsse im Blick - und warnen beziehungsweise informieren, sobald mit steigenden Pegeln zu rechnen ist. Jeder Bürger kann sich so auch ganz selbstständig über die aktuelle Situation informieren. Damit Deiche ebenso wie wasserwirtschaftliche Anlagen reibungslos funktionieren, wenn einmal Hochwasser droht, sind die Teams der sieben Flussbereiche von Osterburg im Norden bis Merseburg im Süden rund ums Jahr im Einsatz, um Deiche und Anlagen wie beispielsweise Wehre und Schöpfwerke instandzuhalten. Daneben gilt es, die Güte der Gewässer sowohl ober- als auch unterirdisch zu beobachten. Die Experten des LHW analysieren dafür zahlreiche Proben aus Oberflächengewässern und dem Grundwasser. Wie steht es um den Nitratgehalt? Liegen Schadstoffeinträge vor? Wie hoch ist die Konzentration an Schwermetallen? Welche Kleinstlebewesen kommen im Wasser vor? Werden Auffälligkeiten festgestellt, sind sie diejenigen, die erste Maßnahmen einleiten. Viele Informationen finden Interessenten im Datenportal des Gewässerkundlichen Landesdienstes (GLD) . Nicht zuletzt geht es auch um die ökolgische Qualität der Gewässer: Flüsse sollen Raum zurückbekommen, der ihnen in den vergangenen Jahrhunderten Stück für Stück genommen wurde. Das trägt zum Hochwasserschutz und zum Wasserrückhalt bei. Für die Menschen in den Regionen bedeutet es, natürliche Gewässer- und Uferstrukturen, die auch zum Wohlbefinden beitragen. Der LHW gestaltet die wasserwirtschaftliche Zukunft Landes für Generationen mit. All das geschieht in einem ansprechenden Arbeitsumfeld, zu dem flexible Arbeitszeitmodelle für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso gehören wie die Möglichkeit, tageweise im Homeoffice zu arbeiten. Als öffentliche Einrichtung bietet der LHW einen sicheren Arbeitsplatz mit verlässlicher Vergütung nach Tarif.

Fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe:

Umweltminister Oliver Krischer besuchte am 30. Juni 2026 das Lagezentrum der Stadt Mülheim an der Ruhr. Seiner Einladung waren das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) und der Ruhrverband gefolgt. Oberbürgermeister Marc Buchholz, sein Krisenstabsleiter David Lüngen und der Leiter der Mülheimer Feuerwehr Sven Werner luden ins Lagezentrum ein, öffneten die Leitstelle, um dort gemeinsam Bilanz zu ziehen über Erkenntnisse und Neuerungen, die die Bewältigung von Ereignissen wie dem Hochwasser im Juli 2021 konkret verbessert haben. Umweltminister Oliver Krischer: „Wir müssen in Zukunft mit mehr extremen Wetterlagen rechnen. Für den Schutz der Menschen vor Ort ist eine bessere Information der Einsatzkräfte ein zentraler Baustein. Deshalb werden die Schnittstellen wie hier in Mülheim verbessert und die Hochwasser-Informationen auf eine immer breitere Datenbasis gestellt“, sagt Umweltminister Oliver Krischer beim Termin in der Leitstelle. Zuletzt hatte das LANUK 26 neue Pegel in Betrieb genommen – besonders auch an kleineren Flüssen, die vor der Flutkatastrophe 2021 so noch nicht im Fokus standen. Die Präsidentin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima erläuterte dazu: “Die 26 neuen Pegelstationen sind Teil eines dichten Messnetzes. Damit beobachten wir laufend die Gewässer in Nordrhein-Westfalen. Die Daten sind öffentlich einsehbar im Hochwasserportal. Es zeigt die Messwerte der 122 Hochwassermeldepegel und weiterer 135 gewässerkundlicher Pegel des LANUK. Zudem erhalten wir Messwerte von 306 Niederschlagsmessstationen und Daten von 79 Pegelanlagen anderer Betreiber, Tendenz steigend.“ Das Hochwasserportal NRW ermöglicht auch für Laien eine schnelle Übersicht über die Messwerte in NRW. Bei Hochwasser informiert das LANUK mit überregionalen hydrologischen Lageberichten mindestens einmal täglich darüber, wo Wasserstände steigen oder fallen und wie sich die Lage voraussichtlich entwickeln wird. Der hydrologische Lagebericht wurde neu strukturiert, er ist damit nicht nur für Fachleute einfacher zu lesen. „Neu ist nach dem Hochwasser von 2021 auch, dass das Landesamt den Kommunen und damit den Leitstellen der Feuerwehr unmittelbar die Informationen zur Verfügung stellt, die sie brauchen, um ihre Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu planen. Unsere aufbereiteten Daten stehen den Leitstellen der Kreise und kreisfreien Städte im Intranet der Landesverwaltung zur Verfügung. Für die Ruhr können für einige Pegel auch bereits Prognosen für das Hochwasser angezeigt werden. Diese Funktion wird Schritt für Schritt für alle Gewässer mit Hochwassermeldepegeln ausgebaut,“ erklärte Elke Reichert. Beim Ruhrverband ist der Vorstandsvorsitzende Christoph Donner zuständig für den Bereich Technik und Flussgebietsmanagement. Er blickte zurück auf die Auswirkungen des Hochwasserereignisses 2021 an der Ruhr und schilderte seine Schlussfolgerung: „Hochwasserschutz kann nur gelingen, wenn er nicht nur für einen einzelnen Flussabschnitt, sondern für das gesamte Einzugsgebiet gedacht wird. Maßnahmen, die beispielsweise in Mülheim wirken sollen, müssen an vielen Stellen der Ruhr und an ihren Nebenflüssen oberhalb von Mülheim umgesetzt werden. Deshalb kommt es hierbei auf die Solidarität aller Kommunen im gesamten Ruhreinzugsgebiet und insbesondere auf eine solide Finanzierungsbasis an.“ Besonders hob er hervor, dass der Ruhrverband für seine Mitgliedskommunen seine flussgebietsweite Expertise anbietet, wenn es darum geht, zusätzliche Rückhalte- bzw. Speicherräume für einen nachhaltigen Hochwasserschutz zu identifizieren. Im Lagezentrum der Mülheimer Feuerwehr zeigten die Fachleute aktuelle Pegelwerte der Ruhr. Parallel dazu wurden auf weiteren Monitoren Prognosen und Karten mit potenziell gefährdeten Gebieten angezeigt. Die vom LANUK aufbereiteten Daten ermöglichen den Leitstellen und Kommunen eine zielgenaue Einsatzplanung, die durch die verkürzten Kommunikationswege zwischen den Akteuren schneller eingeleitet werden kann. Und noch eine Besonderheit zeichnet die Leitstelle in Mülheim aus: Dort ist die bundesweit  erste mobile Einrichtung zur Trinkwasserversorgung im Krisenfall stationiert. https://hochwasserportal.nrw/ zurück

Flusspegel: "Aue 1" am Gewässer Schwarzwasser (Zwickauer Mulde)

Dieser Inhalt beschreibt den Flusspegel "Aue 1" mit der Messstellen-Id: "563790" und der Object-Id 6. Die Messstation liegt am Gewässer Schwarzwasser.

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