Regensburg ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Die Stadt wurde 179 n. Chr. als römisches Lager gegründet und liegt an der Donau, wo zwei Nebenflüsse, Naab und Regen, aus nördlicher Richtung in den Fluss münden. Die Stadt ist Bischofssitz der Diözese Regensburg und verfügt über drei Hochschulen. Die Regensburger Altstadt ist Attraktionspunkt für Touristen aus aller Welt und seit 2006 gehört sie zusammen mit dem Stadtteil „Stadtamhof“ auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Heute leben auf den etwa 80 Quadratkilometern Stadtfläche 136.000 Einwohner. Wesentliches Rückgrat der Wirtschaft der Stadt ist das verarbeitende Gewerbe wie Automobilbau, Maschinenbau, Elektrotechnik und Mikroelektronik. Die Geschichte der Straßenbeleuchtung in Regensburg ist relativ jung: erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Gaslampen im öffentlichen Straßenraum angebracht. Durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im 20. Jahrhundert vergrößerte sich der Beleuchtungsumfang bedeutend. In der Regensburger Altstadt kamen hauptsächlich historische Sechskantleuchten und die Wandleuchte „Ratisbona“ mit Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (weißes Licht) und Natriumdampflampen (gelbes Licht) zum Einsatz. Die Ausleuchtung der Altstadt war sehr ungleichmäßig, wodurch sich viele zu helle oder zu dunkle Straßen- und Gassenbereiche ergaben. Eine gute Personenerkennung, die das Sicherheitsgefühl der Passanten erheblich steigern kann, war dadurch nicht gegeben. Zudem wurde zu viel Licht in den Nachthimmel abgestrahlt. Ziel des Projektes war es, für die Regensburger Altstadt, die 2006 als „einzige authentisch erhaltene mittelalterliche Großstadt Deutschlands“ zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurde, eine innovative, altstadtgerechte, ökologisch und ökonomisch optimierte LED-Lichtlösung zu entwickeln. Das über Jahrhunderte entstandene Raumgefüge der Straßen, Gassen, Plätze und Freiräume sollte mithilfe einer durchdachten Lichtgestaltung auch in der Nacht nachvollziehbar sein. Mit den Partnern OSRAM/Siemens, Regensburg wurde ein spezielles LED-Retrofit für die Altstadtleuchten in zwei Altstadtgassen entwickelt und getestet. Ein modularer Leuchtmittelprototyp unter Anwendung von Linsensystemen in den Leuchten und diffuser LEDs machte eine gerichtete und variable Akzentbeleuchtung auf historische Fassaden und Wege für die Altstadt mit ihren verwinkelten Straßen und historischen Gebäuden möglich. Auch die Anwohner und Passanten wurden im Rahmen einer Befragung in die Bewertung der neuen innovativen LED-Technik eingebunden. Sie äußerten sich überwiegend positiv zu der neuen Beleuchtung. Innerhalb des Projekts wurden 228 Altstadtleuchten mit einem LED-Lampeneinsatz umgerüstet. Mit der energieeffizienten Sanierung der historischen Straßenbeleuchtung konnte die Stadt Regensburg für 228 umgerüstete Leuchtstellen den Energieverbrauch und die Energiekosten um etwa 55 Prozent reduzieren. Durch die realisierte Energieeinsparung können 27,9 Tonnen CO 2 -Emissionen pro Jahr vermieden werden. Die Stadt Regensburg wurde erster Preisträger in der Kategorie „Sanierung 100.000 bis 500.000 Einwohner“ im Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“. Mit dem Förderschwerpunkt sollten Kommunen auf die Möglichkeiten, Energie einzusparen und damit ihre Kosten langfristig zu senken, aufmerksam gemacht werden. Branche: Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheitswesen, Erholung Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Stadt Regensburg Bundesland: Bayern Laufzeit: 2009 - 2011 Status: Abgeschlossen Förderschwerpunkt: Energieeffiziente Stadtbeleuchtung
Informationen zum "Dosenpfand" | 2021 Wohin mit dem Elektroschrott? | 2020 Wolfskompetenzzentrum Iden - WZI | 2022 (pdf-Datei, 828 KB) NATURA 2000 in Sachsen-Anhalt: Artenschutz im Wald | 2012 NATURA 2000 in Sachsen-Anhalt: Beschreibung der in Sachsen-Anhalt vorkommenden Waldlebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie | 2012 NATURA 2000 in Sachsen-Anhalt: Bewirtschaftungshinweise für die in Sachsen-Anhalt vorkommenden Waldlebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie | 2012 OZON-Information "Bodennahes Ozon und Sommersmog" | 2004 Staatliche Vogelschutzwarte im Landesamt für Umweltschutz | 2000 Boden-Dauerbeobachtungsflächen im Land Sachsen-Anhalt, 1997 Entladungslampen | 1993 Trinkwasserschutzgebiete | 1992 Salzlaststeuerung | 1992
Presse KORREKTUR: 1,7 % mehr recycelte Elektrogeräte im Jahr 2018 gegenüber 2017 Menge recycelter Altgeräte gestiegen, Recyclingquote aber nahezu unverändert Seite teilen Pressemitteilung Nr. 055 vom 21. Februar 2020 KORREKTUR: Die am 21.02.2020 verbreitete Meldung muss aufgrund fehlerhafter Angaben von Beispielen für Erstbehandlungsanlagen korrigiert werden. Weitere Hinweise zu den Korrekturen stehen am Ende der Meldung. WIESBADEN – 2018 wurden in Deutschland insgesamt 853 100 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte zur Erstbehandlung angenommen. 85,6 % dieser Geräte (729 900 Tonnen) wurden recycelt oder zur Wiederverwendung vorbereitet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 1,7 % beziehungsweise 12 000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Die Recyclingquote, also Anteil der recycelten oder zur Wiederverwendung vorbereiteten Geräte an allen angenommenen Geräten, blieb jedoch nahezu unverändert (2017: 85,8 %). Den mengenmäßig größten Anteil an allen im Jahr 2018 angenommenen Elektro- und Elektronikaltgeräte machten Haushaltsgroßgeräte mit 42,9 % (365 800 Tonnen) aus, gefolgt von Haushaltskleingeräten (19,7 % beziehungsweise 168 300 Tonnen), Geräten der Informations- und Telekommunikationstechnik (14,7 % beziehungsweise 125 000 Tonnen) und Geräten der Unterhaltungselektronik (13,8 % beziehungsweise 118 100 Tonnen). Als Erstbehandlung wird die Behandlung von in Behältern oder Fahrzeugen angelieferten und unbehandelten Geräte in der ersten Anlage bezeichnet. Hier werden die Geräte aussortiert, Teile demontiert oder Schadstoffe entnommen und einer weiteren Behandlung zugeführt. Beim Recycling werden Abfälle so aufbereitet, dass gewonnene Rohstoffe zur Herstellung neuer Produkte genutzt werden können. Bei der Vorbereitung zur Wiederverwendung werden Produkte durch Maßnahmen wie Reparaturen wieder ihrem ursprünglichen Nutzungszweck zugeführt. Erstbehandlung von Elektro- und Elektronikaltgeräten 2018 Kategorie Erstbehand- lungs- anlagen insgesamt Menge insgesamt Darunter gewerbliche Altgeräte 1 Letztendliche Behandlung der angenommenen Altgeräte beziehungsweise ihrer Fraktionen Vorbereitung zur Wiederver- wendung Recycling Sonstige Verwer- tung 2 Beseiti- gung Anzahl 1 000 Tonnen 1: Geräte, die ausschließlich in anderen als privaten Haushalten genutzt werden oder die gewöhnlich nicht in privaten Haushalten genutzt werden. 2: Insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung. . = Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten. 01 Haushaltsgroßgeräte 240 365,8 16,3 3,2 309,0 42,8 10,7 02 Haushaltskleingeräte 196 168,3 9,2 2,9 136,6 23,8 5,0 03 Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik 237 125,0 27,2 5,8 105,2 11,8 2,2 04a Geräte der Unterhaltungselektronik ohne Photovoltaikmodule 163 118,1 8,5 1,2 99,6 14,0 3,3 04b Photovoltaikmodule 20 7,9 5,6 0,9 6,0 0,8 0,2 05a Beleuchtungskörper ohne Gasentladungslampen 92 7,7 0,5 0,1 6,5 0,8 0,2 05b Gasentladungslampen 48 13,9 6,1 . 12,8 0,6 . 06 Elektrische und elektronische Werkzeuge 130 29,8 3,5 0,0 25,2 3,8 0,8 07 Spielzeug sowie Sport- und Freizeitgeräte 108 7,1 0,9 0,0 6,0 0,9 0,1 08 Medizinische Geräte 116 6,1 1,0 0,0 5,6 0,5 0,1 09 Überwachungs- und Kontrollinstrumente 111 2,3 0,8 0,0 2,0 0,3 0,1 10 Ausgabeautomaten 43 1,2 0,7 . 1,1 0,1 . Insgesamt 341 853,1 80,2 14,1 715,7 100,2 23,1 Hinweise zu den Korrekturen gegenüber der am 21.02.2020 veröffentlichten Version (Korrekturen vorgenommen am 11.03.2020): 1. Korrektur: Der erste Satz des ersten Absatzes der Meldung lautete: „2018 wurden in Deutschland insgesamt 853 100 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte von Recycling- und Wertstoffhöfen und anderen Anlagen zur Erstbehandlung angenommen.“ Das ist nicht richtig, denn in Recycling- und Wertstoffhöfen werden zwar Elektro- und Elektronikaltgeräte angenommen, aber nicht erstbehandelt; „von Recycling- und Wertstoffhöfen und anderen Anlagen“ wurde daher gelöscht. 2. Korrektur: Der erste Satz des dritten Absatzes der Meldung lautete: „Als Erstbehandlung wird die Behandlung von in Behältern oder Fahrzeugen angelieferten und unbehandelten Geräte in der ersten Anlage (zum Beispiel kommunale Recycling- und Wertstoffhöfe, Schadstoffmobile oder Depot-Sammelcontainer) bezeichnet.“ Die Angabe der Beispiele in Klammern war aus dem im 1. Korrekturhinweis genannten Grund ebenfalls nicht korrekt und wurde daher gelöscht. Hinweis zu der Korrektur gegenüber der am 21.02.2020 veröffentlichten und erstmalig am 11.03.2020 korrigierten Version (Korrektur vorgenommen am 21.12.2020): Im dritten Absatz hat sich der prozentuale Anteil der im Jahr 2018 angenommenen Haushaltsgroßgeräte an den Elektro- und Elektronikaltgeräten sowie die entsprechende Menge auf 42,9 % (365 800 Tonnen) geändert. Kontakt für weitere Auskünfte Statistiken der Abfallwirtschaft Telefon: +49 611 75 8184 Zum Kontaktformular Zum Thema Abfallwirtschaft
Die Besiedlung des Stadtgebiets Göttingens geht bis in die Jungsteinzeit zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Göttingen im Jahr 953 n. Chr. Unter dem Namen „Gutingi“, damals noch ein Dorf. Die eigentliche Stadtgründung fand jedoch westlich dieses Dorfes im Leinetal statt. 1734 wurde Göttingen Universitätsstadt und hat sich bis heute zu einer Hochschul- und Wissenschaftsstadt entwickelt. An der traditionsreichen Georg-August-Universität und zwei weiteren Hochschulen studieren rund 27.000 Studierende. Sie stellen gut 20 Prozent der 128.000 Einwohner der Großstadt dar. Im Jahr 2010 hat die Stadt Göttingen ein Klimaschutzkonzept aufgestellt mit dem Ziel, bis zum Jahr 2020 die CO 2 -Emissionen um 40 Prozent zu reduzieren. Ein Bestandteil unter vielen ist die energetische Sanierung der Stadtbeleuchtung, die in den nächsten Jahren vollständig umgesetzt werden soll. Die veraltete Straßenbeleuchtung bestand überwiegend aus Pilzleuchten mit einer geringen Leuchteneffizienz, hohem Streulichtanteil nach oben und zur Seite und war mit ineffizienten Quecksilberdampflampen bestückt. Auf der Suche nach Standardlösungen für die Sanierung der Wohn- und Anliegerstraßen im gesamten Stadtgebiet wurden drei unterschiedliche Konzepte erarbeitet. Dabei wurde besonderer Wert auf ihre Energie- und CO 2 -Emissionsbilanz und die Wirtschaftlichkeit gelegt. Die drei Konzepte wurden in den Sanierungsprojekten der Straßen Königsstieg, Merkelstraße und Nonnenstieg realisiert. KÖNIGSSTIEG Bei der Modernisierung der Beleuchtung der Straße Königsstieg wurden 25 veraltete Pilzleuchten, die mit Quecksilberdampflampen bestückt waren, durch 12 neue technische Leuchten mit Metallhalogendampflampen ersetzt. Die breitstrahlende Spiegeloptik führte dazu, dass 13 Leuchten eingespart werden konnten. Die Entfernung zwischen den Masten erhöhte sich von 35 auf 70 Meter. Die gewählten Metallhalogendampflampen weisen eine wesentlich höhere Lichtausbeute und Lebensdauer auf. Ziel der Sanierungsmaßnahmen war es, die gleiche Beleuchtungsqualität zu erreichen wie vorher oder diese gegebenenfalls zu verbessern. Dieses Ziel konnte in einem Teilabschnitt nicht ganz erreicht werden. Die durchschnittliche Beleuchtungsstärke des Königsstiegs konnte im Vergleich zur Ausgangssituation erhöht werden. Da aber in einem Straßenabschnitt die Leuchten auf einer Seite angebracht sind, auf der auch relativ hohe Bäume stehen, hat sich dort die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung verringert (große Masthöhe, große Distanz zwischen den Masten). Es wurden aber bereits verschiedene Lösungsansätze entwickelt, um die aktuelle Situation zu verbessern (beispielsweise eine Erhöhung der Lampenleistung). In den anderen Teilabschnitten hat sich das Beleuchtungsniveau deutlich erhöht. MERKELSTRASSE Bei der Merkelstraße handelt es sich um eine Wohnstraße mit Durchgangs- und Anliegerverkehr. Die 45 bis 50 Jahre alte Straßenbeleuchtung bestand aus Pilzleuchten mit opaker Abdeckung und Quecksilberdampflampen (80 W und 125 W). Insgesamt wurden 180 Leuchten inklusive Masten demontiert und durch neue Pilzleuchten mit Spiegeloptik, glasklarer Abdeckung und hausseitiger Abschirmung ersetzt. Bestückt wurden diese mit je zwei Kompaktleuchtstofflampen (2 x 18 W). Die gewählte Pilzleuchte zählt zu den dekorativen Leuchten und ist eine preisgünstige, aber dennoch hochwertige Standardleuchte. Über ein Rundsteuersignal wird jeweils eine Lampe in der verkehrsärmeren Zeit (22:00 Uhr bis 05:30 Uhr) weggeschaltet. Dazu wurden 14 Einspeisestellen auf die neue Rundsteuertechnik umgerüstet. Die Beleuchtungsstärke hat im Vergleich zu der alten Beleuchtung abgenommen. Leuchtdichtemessungen haben ergeben, dass die Leuchtdichte geringer ist, es aber keine vollständig dunklen Stellen gibt. Aufgrund der verringerten Blendwirkung der neuen Leuchten wird die Straße subjektiv als heller empfunden. Auch bei dieser Konzeptumsetzung wurden Lösungen erarbeitet, wie die Beleuchtungsstärke angehoben werden kann (gegebenenfalls Erhöhung der Lampenleistung). NONNENSTIEG Im Nonnenstieg, einer Wohnstraße mit Anlieger- und Durchgangsverkehr, wurden 15 Leuchten erneuert (inkl. Erdarbeiten und Mastaustausch). Die verwendeten modernen LED-Leuchten wurden mit einer Sensortechnik kombiniert, die jederzeit eine bedarfsgerechte Beleuchtung sicherstellt. Die Lampen (warmweiß, 30 W) dimmen im Ruhezustand automatisch auf 20 Prozent herunter (an Straßeneinmündungen bzw. Kreuzungen auf 40 Prozent). Sobald sich ein Verkehrsteilnehmer nähert, erhöhen die betroffene und die beiden nächsten Leuchten das Licht wieder auf 100 Prozent, so dass sich die Helligkeit dem Verkehrsteilnehmer vorausbewegt. Das kommunizierende Sensorsystem wurde in Göttingen deutschlandweit zum ersten Mal eingesetzt. Die Beleuchtungssituation konnte im Nonnenstieg verbessert werden. Die mittlere Beleuchtungsstärke hat sich fast verdoppelt und die Gleichmäßigkeit hat sich deutlich verbessert. Die Sensoren zeichnen ihre Schalttätigkeit auf, so kann die Steuerung analysiert und die Aktivität der Sensoren ggf. optimiert werden. Insgesamt spart die Stadt Göttingen durch die Sanierung von 207 Leuchten nun jährlich 91.262 Kilowattstunden. Durch die realisierte Energieeinsparung können rund 51 Tonnen CO 2 pro Jahr vermieden werden. Die Stadt Göttingen wurde dritter Preisträger in der Kategorie „Sanierung 100.000 bis 500.000 Einwohner“ im Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“. Mit dem Förderschwerpunkt sollten Kommunen auf die Möglichkeiten, Energie einzusparen und damit ihre Kosten langfristig zu senken, aufmerksam gemacht werden. Branche: Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheitswesen, Erholung Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Stadt Göttingen Bundesland: Niedersachsen Laufzeit: 2010 - 2011 Status: Abgeschlossen Förderschwerpunkt: Energieeffiziente Stadtbeleuchtung
Baltrum ist mit einer Fläche von gerade einmal sechseinhalb Quadratkilometern die flächenmäßig kleinste ostfriesische Insel, die aus den drei Ortsteilen Westdorf, Ostdorf und das Alte Ostdorf besteht. Die Gemeinde wurde im Jahr 1398 erstmals urkundlich erwähnt, 1876 zum Seebad erklärt und 1966 als Nordseeheilbad anerkannt. Die 475 Einwohner der Insel leben hauptsächlich von den ca. 30.000 Touristen, die es jährlich auf die Insel zieht. Die mittlerweile autofreie Inselgemeinde liegt im Wattenmeer, das 2009 zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Die öffentliche Straßenbeleuchtung der Gemeinde stammte teilweise noch aus den 1960er Jahren und war gekennzeichnet durch eine veraltete und ineffiziente Technik mittels Quecksilberdampflampen. Zwar war das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Modernisierung der Beleuchtung bei den Einwohnern vorhanden, aber die geringen Haushaltsmittel hinderten die Kommune Investitionen in eine moderne und energieeffiziente Technik durchzuführen. Mit dem Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ bot sich der Gemeinde eine Chance, die notwendigen Energieeinsparungen zu realisieren. Das Ziel der Modernisierung der Beleuchtungsinfrastruktur war neben den Einsparungen im Stromverbrauch ein Erhalt bzw. eine Steigerung der Aufenthalts- und Erlebnisqualität im Einklang mit der Natur, um dem Anspruch als Naturheilbad weiterhin gerecht zu werden. Das Gesamtvorhaben setzte sich aus der Sanierung der Straßenbeleuchtung und der Illumination des Dorfplatzes zusammen. Die alte Straßenbeleuchtung bestand vorwiegend aus Pilzleuchten, in denen Quecksilberdampflampen unterschiedlicher Leistung (50 Watt, 80 Watt bzw. 125 Watt) zum Einsatz kamen. Der Energieverbrauch der 184 Leuchtstellen lag bei gut 55.700 Kilowattstunden. Die neue Beleuchtung besteht aus Mastaufsatzleuchten mit Energiesparlampen (26 Watt). Trotz einer erheblichen Senkung der elektrischen Leistung, die durch den Einsatz von elektronischen Vorschaltgeräten verstärkt wird, konnte die Beleuchtungsstärke auf einem konstanten Niveau gehalten, teilweise sogar verbessert werden. Für die Illumination des Dorfplatzes entschied sich Baltrum für vier LED-Leuchten mit einer Anschlussleistung von jeweils 24 Watt. Durch diese innovative Beleuchtung wird der Dorfplatz als besonderer Ort auf der Insel hervorgehoben. Mit der Sanierung der 184 Leuchtstellen spart die Gemeinde Baltrum jetzt jährlich 42.300 Kilowattstunden. Dadurch reduzieren sich die Energiekosten um 6.135 Euro (bei 0,15 Euro/Kilowattstunde). Durch die realisierte Energieeinsparung können etwa 23,6 Tonnen CO 2 pro Jahr vermieden werden. Die Gemeinde Baltrum wurde zweiter Preisträger in der Kategorie „Sanierung unter 10.000 Einwohner“ im Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“. Mit dem Förderschwerpunkt sollten Kommunen auf die Möglichkeiten, Energie einzusparen und damit ihre Kosten langfristig zu senken, aufmerksam gemacht werden. Branche: Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheitswesen, Erholung Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Gemeinde Baltrum Bundesland: Niedersachsen Laufzeit: 2009 - 2010 Status: Abgeschlossen Förderschwerpunkt: Energieeffiziente Stadtbeleuchtung
Bereits im 6. Jahrhundert befand sich auf dem Stadtgebiet von Geseke eine frühmittelalterliche Siedlung, die im Jahr 833 zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurde. Geseke ist am Hellweg gelegen, der mittelalterlichen Verbindung von Rhein und Elbe, einer historisch bedeutenden Heer- und Handelsstraße. Die Entwicklung Gesekes ist seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wesentlich vom Kalksteinvorkommen und den Karstquellen der Umgebung geprägt. Es entstand eine ausgedehnte Zementindustrie, die zahlreiche Steinbrüche im Süden der Stadt hervorbrachte. Sie prägen das heutige Landschaftsbild. Heute leben in der westfälischen Stadt rund 21.500 Einwohner. Die öffentliche Stadtbeleuchtung Gesekes soll energieeffizient umgerüstet werden. Im Zuge der aktuellen Planung wurden in einem ersten Schritt vorrangig die Straßenbereiche modernisiert, die über Lichtpunkte mit hohem Energiebedarf sowie technisch veraltete Leuchten verfügen. Das war unter anderem in den Straßen Bürener Straße, Van der Reis Weg, Störmeder Straße, Van Loon Straße und Alfred-Delp-Straße der Fall, deren Beleuchtung im Rahmen des Förderschwerpunkts energieeffizient saniert wurde. Die Spiegeltechnik der Leuchten der alten Beleuchtungsanlage war veraltet, und die Steuerung bezog sich nur auf den Ein- und Ausschaltzeitpunkt in den Dämmerungsphasen. Zudem gab es keine Leistungsreduzierung in den Nachtstunden. Ziel war es, die Beleuchtungsanlage auf den technologisch neuesten Stand auszubauen. Neben dem Einsatz von lichttechnisch hocheffizienten, wartungsfreundlichen Leuchten werden diese zur erweiterten Effizienzsteigerung zusätzlich über ein Beleuchtungsmanagement gesteuert und überwacht. Dadurch wird das Kabelnetz ein Datenübertragungsnetz und jeder Lichtpunkt zu einem Datenpunkt. So wird das Stromnetz zur Schnittstelle für Kommunikation, und es ergeben sich eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten (z. B. WLAN-Internetzugang, ansteuerbare Parkleitsysteme, beleuchtete Werbetafeln, Steckdosen mit Abrechnungssystemen zum Aufladen von E-Bikes an den Masten oder Vehicle-to-Grid). Bis auf 9 Leuchten, die mit Kompaktleuchtstofflampen betrieben wurden, werden alle Leuchten mit Natriumdampf-Hochdrucklampen bestückt und mit elektronischen Vorschaltgeräten betrieben. Damit wird sichergestellt, dass für jede Verkehrssituation die Straßenbeleuchtung bedarfsgerecht betrieben wird. Mit dem Einsatz der neuen Leuchten- und Lampentechnologie werden über 30 Prozent der elektrischen Leistung eingespart. Durch das Managementsystem und die damit mögliche dynamische Anpassung des Beleuchtungsniveaus wird eine zusätzliche Energieeinsparung von nochmals gut 30 Prozent erreicht. Mit der Umrüstung der 107 Leuchtstellen spart die Stadt Geseke jetzt jährlich 43.856 Kilowattstunden. Dadurch reduzieren sich die Energiekosten um 6.578 Euro (bei 0,15 Euro/Kilowattstunde). Durch die realisierte Energieeinsparung können etwa 24,4 Tonnen CO 2 pro Jahr vermieden werden. Die Stadt Geseke wurde dritter Preisträger in der Kategorie „Sanierung 10.000 bis 50.000 Einwohner“ im Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“. Mit dem Förderschwerpunkt sollten Kommunen auf die Möglichkeiten, Energie einzusparen und damit ihre Kosten langfristig zu senken, aufmerksam gemacht werden. Branche: Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheitswesen, Erholung Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Stadt Geseke Bundesland: Nordrhein-Westfalen Laufzeit: 2009 - 2010 Status: Abgeschlossen Förderschwerpunkt: Energieeffiziente Stadtbeleuchtung
Der Main-Taunus-Kreis, im Rhein-Main-Gebiet gelegen, ist Schulträger von 56 Schulen, an denen durch verschiedene Maßnahmen der Energieverbrauch gesenkt werden konnte. Zu diesen Schulen gehört auch die Heinrich-von-Brentano-Schule, eine Gesamtschule, in der 720 Schülerinnen und Schüler der Bildungsgänge Hauptschule, Realschule und Gymnasium weitestgehend gemeinsam lernen. Im Sinne einer energieeffizienten Sanierung der Schule wurden in den vergangenen sechs Jahren bereits Investitionen in eine Schadstoff- und Heizungssanierung getätigt. Durch den Bundeswettbewerb konnte nun auch das neue Beleuchtungskonzept für ein Schulgelände leichter umgesetzt werden. Im Main-Taunus-Kreis wurden in der nahen Vergangenheit zunehmend energiesparende LED-Leuchten an Schulen eingesetzt. Diesem Trend folgend hat die Stadt Hochheim 36 Mastleuchten auf dem Schulgelände der Heinrich-von-Brentano-Schule platziert. Eine bedarfsgerechte Lichtsteuerung wird integriert, die den Energieverbrauch und folglich auch CO 2 -Emissionen senkt. Das Projekt ist der erste öffentliche Bereich, der mit der neuen Technologie ausgestattet wird. Das Konzept soll bei weiteren Außenanlagen der Kommune umgesetzt werden. Die alte verbrauchsstarke Beleuchtung bestand aus 50 Masten, in deren Kugelleuchten Quecksilberdampflampen zum Einsatz kamen. Sie waren so stark verschmutzt, dass die heute geforderten Beleuchtungsstärken nicht mehr eingehalten werden konnten. In der neuen Beleuchtungsanlage kommen LED-Komplettsysteme zum Einsatz, die auf dem neuesten Stand der Technik sind. Die aus 86 Einzel-LEDs bestehenden Module haben in Verbindung mit der nötigen Vorschaltelektronik eine Anschlussleitung von insgesamt 110 Watt. Eine intelligente Lichtsteuerung passt das Beleuchtungsniveau mittels Bewegungsmeldern in drei Stufen bedarfsgerecht an. Es wird auf einem konstanten Grundniveau von 20 Prozent gehalten und bei Personenverkehr auf 70 Prozent angehoben. Im Fall eines Brandes auf dem Schulgelände wird das Niveau automatisch auf die volle Beleuchtungsstärke gebracht. Die Helligkeitsniveaus variieren je nach Jahreszeit und Frequenz der Nutzung der Außenanlage durch Fußgänger und Radfahrer. Mit den Ersatz von 50 Quecksilberdampflampen durch 36 Leuchten mit LED-Komplettsystem spart die Samtgemeinde Barnstorfjetzt jährlich 19.024 Kilowattstunden. Dadurch reduzieren sich die Energiekosten um 2.854 Euro (bei 0,15 Euro/Kilowattstunde). Durch die realisierte Energieeinsparung können etwa 10,6 Tonnen CO 2 pro Jahr vermieden werden. Der Main-Taunus-Kreis wurde zweiter Preisträger in der Kategorie „Sanierung 10.000 bis 50.000 Einwohner“ im Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“. Mit dem Förderschwerpunkt sollten Kommunen auf die Möglichkeiten, Energie einzusparen und damit ihre Kosten langfristig zu senken, auf. Branche: Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheitswesen, Erholung Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Main-Taunus-Kreis Bundesland: Hessen Laufzeit: 2009 - 2010 Status: Abgeschlossen Förderschwerpunkt: Energieeffiziente Stadtbeleuchtung
Die Samtgemeinde Barnstorf ist in der Mitte eines von den Städten Bremen, Oldenburg und Osnabrück gebildeten Dreiecks zwischen Moor und Wald im Huntetal gelegen. Mit ihren Mitgliedsgemeinden Barnstorf, Drebber, Drentwede und Eydelstedt zählt die Samtgemeinde 11.796 Einwohner. Mit einer Größe von 205 Quadratkilometer entspricht ihre Fläche der Landeshauptstadt Hannover. Der Flecken Barnstorf, ursprünglich landwirtschaftlich geprägt, wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert an die Bahnlinie Bremen-Osnabrück angeschlossen und ist auch heute noch durch seine günstige Verkehrslage der zentrale Verwaltungsort für das Umland. Die Ortschaft ist der Siedlungsschwerpunkt der Region und, bedingt durch die umfangreichen Erdöl- und Erdgasvorkommen, das Zentrum des ausgedehnten Wirtschaftsraumes. Die ältesten Teile der Straßenbeleuchtung in der Samtgemeinde Barnstorf sind bereits rund 50 Jahre alt. Die Anfänge gehen auf die 1960er Jahre zurück, in denen mit der Bundesstraße 51 zunächst die Hauptdurchgangsstraße beleuchtet wurde. Nach und nach folgten wichtige Verkehrsachsen und Ende der 60er Jahre auch die flächendeckende Beleuchtung in den Wohngebieten. Die Straßenbeleuchtung der Samtgemeinde Barnstorf bestand aus ineffizienten und veralteten Pilzleuchten mit Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, Langfeldleuchten mit Leuchtstoffröhren sowie Kofferleuchten mit Quecksilberdampf-Hochdrucklampen. Ziel und Aufgabe der Sanierung war daher eine Umrüstung auf energieeffiziente Technologien unter Beibehaltung oder Verbesserung des vorhandenen Beleuchtungsniveaus sowie eine Steigerung der Lichtqualität bei gleichzeitiger maximaler Energieeinsparung. Durch den Einsatz von modernen Halogenmetalldampflampen mit Keramikbrenner und elektronischem Vorschaltgerät sollte bei verschiedenen Straßentypen mit unterschiedlichem Beleuchtungsbedarf eine Energieeinsparung von jeweils mindestens 50 Prozent erreicht werden. Besonderes Augenmerk lag dabei, neben der Reduktion des Energiebedarfs, auf einer Verbesserung der Gleichmäßigkeit des Beleuchtungsniveaus, einer Reduzierung von Blendungen und einer Steigerung der Farbwiedergabeeigenschaften. Insgesamt wurden innerhalb der 5 Teilvorhaben mit unterschiedlichen Straßentypen (Hauptmannstraße, Wohnstraßen, Wohnerschließungsstraßen, Landesstraße, Bundesstraße) 155 Leuchten ausgetauscht. Innerhalb des Teilvorhabens 1 (Landesstraße) wurden 31 ineffiziente Quecksilberdampflampen durch 34 Halogenmetalldampflampen ersetzt. Das Teilvorhaben 2 (Bundesstraße) sah vor, 26 Quecksilberdampflampen durch Halogenmetalldampflampen auszutauschen. Bei dem Teilvorhaben 3 (Wohnstraßen) wurden 67 Quecksilberdampflampen durch 53 Halogenmetalldampflampen ersetzt. 11 Leuchten, die mit Quecksilberdampflampen bestückt waren, wurden innerhalb des Teilvorhabens 4, einer Pilotanlage in der Hauptmannstraße, durch LED-Leuchten ersetzt. Insgesamt wurden beim Teilvorhaben 5 (Wohnerschließungsstraßen) 17 Leuchten mit Quecksilberdampflampen durch 31 Leuchten mit Halogendampflampen ersetzt. Bei allen Teilvorhaben wurden die Leuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten bestückt. Mit der Umrüstung der 155 Leuchten spart die Samtgemeinde Barnstorfjetzt jährlich 46.547 Kilowattstunden. Dadurch reduzieren sich die Energiekosten um 6.982 Euro (bei 0,15 Euro/Kilowattstunde). Durch die realisierte Energieeinsparung können 25,9 Tonnen CO 2 pro Jahr vermieden werden. Die Samtgemeinde Barnstorf wurde erster Preisträger in der Kategorie „Sanierung 10.000 bis 50.000 Einwohner“ im Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“. Mit dem Förderschwerpunkt sollten Kommunen auf die Möglichkeiten, Energie einzusparen und damit ihre Kosten langfristig zu senken, aufmerksam gemacht werden. Branche: Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheitswesen, Erholung Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Samtgemeinde Barnstorf Bundesland: Niedersachsen Laufzeit: 2009 - 2011 Status: Abgeschlossen Förderschwerpunkt: Energieeffiziente Stadtbeleuchtung
Im Rahmen der Berichtspflicht über das Elektro(nik)geräte und -altgeräteaufkommen in Deutschland erfolgte im vorliegenden Bericht die Analyse und Aggregation der Daten der stiftung ear und des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2015. Insgesamt brachten Hersteller 1,9 Millionen Tonnen Elektro(nik)geräte (b2b+b2c) auf den Markt – der höchste Wert seit Beginn der Dokumentation im Jahr 2006. Die ermittelten Daten über zurückgenommene und behandelte Mengen an Altgeräten zeigen, dass Deutschland fast alle festgelegten Ziele und Quoten erfüllt, außer bei Kategorie 5a (Gasentladungslampen), bei der die vorgesehene Recyclingquote von 80 % mit 77,23 % nicht erreicht wurde.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 29 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 3 |
| Weitere | 6 |
| Wissenschaft | 1 |
| Zivilgesellschaft | 7 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 29 |
| Text | 5 |
| unbekannt | 3 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 14 |
| Offen | 24 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 37 |
| Englisch | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 1 |
| Dokument | 10 |
| Keine | 16 |
| Webseite | 12 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 18 |
| Lebewesen und Lebensräume | 26 |
| Luft | 13 |
| Mensch und Umwelt | 38 |
| Wasser | 12 |
| Weitere | 38 |