Im Koalitionsvertrag zur 19.Legislaturperiode ist festgehalten, 'Deutschland zum Standort für LNG-Infrastruktur' zu machen. Die nationale Gasversorgung erfolgt derzeit im Wesentlichen über das Erdgastransport- und -verteilnetz. Im Kontext einer ambitionierten Klimaschutzpolitik ist zukünftig durch regenerative Power to Gas - Importe eine Änderung und stärkere Diversifizierung des Imports von Gasen erwartbar. Das Vorhaben soll Erkenntnisgewinne zur Rolle und Beitrag der in Deutschland vorhandenen Gasinfrastruktur sowie einer etwaigen künftigen Flüssigerdgas-Infrastruktur (liquefied natural gas, LNG) bei der Umsetzung und Erreichung ambitionierter Klimaschutzpolitik, wie im Pariser Abkommen vereinbart, ermitteln sowie in diesem Kontext kurzfristigen wissenschaftlichen Beratungsbedarf des BMU und UBA decken. Hierfür sollen europäische und nationale Pläne zur Gasinfrastruktur vor dem Hintergrund der Erreichung der nationalen Klimaschutzziele zugrunde gelegt und bewertet werden. Auch soll ein Überblick zu geplanten nationalen Projekten und deren Gründen/Hemmnissen zur Umsetzung erfasst werden. Im Rahmen des Vorhabens sollen Vorschläge für die Entwicklung der Gasinfrastruktur einschließlich etwaiger neuer Infrastrukturen erarbeitet werden, die mit der Erreichung der Klimaschutz- und Energieziele einhergehen. Dabei sollen auch Folgen und Anforderungen betrachtet werden, die aus der Entwicklung im Bereich dekarbonisierter und erneuerbarer Gase für die künftige Gasinfrastruktur folgen werden.