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Wärmewende kurz erklärt

Die Wärmewende beschreibt den Wechsel von fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle hin zu klimafreundlichen Heizsystemen. Ziel ist es, den CO₂-Ausstoß zu senken und die Wärmeversorgung von Gebäuden nachhaltig, zukunftssicher und unabhängiger von importierten Energieträgern zu gestalten. Dazu werden erneuerbare Energiequellen wie die Sonnenenergie, die Erdwärme, die Luft als Energiequelle und die natürliche Wärme des Wassers genutzt und in effizienten Technologien wie Wärmepumpen und Solarkollektoren eingesetzt. Auch eine gute Gebäudedämmung und eine optimal eingestellt Heizungsanlage tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu reduzieren. Die Wärmewende ist für Berlin besonders wichtig, da der Gebäude- und Wärmesektor für etwa 40 Prozent der CO₂-Emissionen der Stadt verantwortlich ist. Derzeit werden über 90 Prozent der Wärme noch mit fossilen Energieträgern wie Gas, Öl und Kohle erzeugt. Das belastet das Klima und macht die Energieversorgung abhängig von Importen und schwankenden Preisen. Um die Berliner Klimaschutzziele bis 2045 und mehr Unabhängigkeit von Energieimporten zu erreichen, muss die Wärmeversorgung schrittweise auf klimafreundliche Alternativen umgestellt werden. Die gesamtstädtische Wärmeplanung gibt dabei Orientierung, indem sie für jedes Stadtgebiet aufzeigt, welche Möglichkeiten der Wärmeversorgung bestehen und geeignet sind. Die Wärmewende soll dazu beitragen: unabhängiger von Gas und Öl zu werden Energie langfristig sicherer und bezahlbarer zu machen saubere Luft in Berlin zu fördern und den CO₂-Ausstoß zu senken erneuerbare Energien stärker zu nutzen das Klima zu schützen Gebäude energieeffizienter zu machen und Wärmeverluste zu verringern Die Wärmewende betrifft viele Akteure: private Haushalte Vermieterinnen und Vermieter Mieterinnen und Mieter Unternehmen Energieversorger Politik und Verwaltung Die Umstellung kostet zunächst Geld und braucht Zeit. Langfristig soll die Wärmeversorgung dadurch klimafreundlicher, kostengünstiger und sicherer werden. Die Wärmewende bringt nicht nur Veränderungen mit sich, sondern auch konkrete Vorteile im Alltag: Verbesserung der Lebensqualität durch moderne und saubere Wärmelösungen Entlastung des Geldbeutels, da erneuerbare Energien unabhängiger von schwankenden Öl- und Gaspreisen machen Steigerung des Wohn- und Immobilienwerts, da energetische Sanierungen die Heizkosten senken Gemeinsame Verantwortung, da die Wärmewende ein gesellschaftliches Projekt ist und wir so die Wärmeversorgung für die Zukunft sichern

Katrin Eder: „Wir brauchen energiepolitische Unabhängigkeit“

Energiekrise trifft Alltag der Menschen – Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare und sichere Energie Die jüngste Eskalation der Lage im Nahen Osten erfüllen die Energieministerinnen und Energieminister der Länder Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit großer Sorge. Die Gedanken sind bei den Menschen in Iran, in Israel und in der gesamten Region, die unter Gewalt und Unsicherheit leiden. Zugleich zeigen die Entwicklungen einmal mehr: Internationale Konflikte haben direkte Auswirkungen auf unseren Alltag in Deutschland. Steigende Preise für fossile Abhängigkeitsenergien wie Gas, Öl und Flüssigerdgas treffen Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Handwerk, Mittelstand und Industrie. Für viele Familien bedeutet das: höhere Heizkosten, steigende Stromrechnungen, mehr Unsicherheit bei der Haushaltsplanung. Für Unternehmen steigen Produktionskosten – mit Folgen für Arbeitsplätze und Preise. „Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten und die daraus resultierende Unsicherheit auf den globalen Energiemärkten verdeutlichen dabei einmal mehr die energiepolitische Verwundbarkeit Deutschlands. Die Prognosen zu steigenden Gas-, Öl- und LNG-Preisen lassen erhebliche Belastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Wirtschaft erwarten“, erklärten die Energieministerinnen und -minister von Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in einem gemeinsamen Brief an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Deshalb braucht es jetzt entschlossene Schritte, um unsere Energieversorgung von fossilen Importen unabhängig, bezahlbar und zukunftsfest zu machen. Erneuerbare Energien ausbauen – Preise stabilisieren, Versorgung sichern Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sind aus Sicht der Länder wichtige Weichen gestellt worden, um erneuerbare Energien schneller auszubauen. Diesen Weg gilt es konsequent fortzusetzen und sogar zu beschleunigen. Beim Ausbau der Windenergie dürfen Projekte nicht länger ausgebremst werden. Zusätzliche Ausschreibungen können Investitionen anstoßen, Arbeitsplätze sichern und die Stromversorgung stabilisieren. Die Länder fordern von Frau Reiche die vorliegenden Gesetzesentwürfe dahingehend zu korrigieren. Denn jede neue Windkraftanlage verringert die Abhängigkeit von teuren Importen – und wirkt langfristig preisdämpfend. Auch der Ausbau der Photovoltaik bleibt entscheidend. Eine starke europäische Produktion von Solarmodulen schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze hier vor Ort. Gleichzeitig müssen Dachanlagen für Bürgerinnen und Bürger weiterhin attraktiv sein. Gerade private Haushalte leisten mit Solaranlagen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende – dieses Eigenengagement darf nicht durch unnötige Hürden gebremst werden. Die deutsche Energiewende muss ein Mitmachprojekt bleiben. Die Länder appellieren an Wirtschaftsministerin Reiche von der Abschaffung der Solaranlagenförderung für privat Haushalte abzusehen. Gebäude modernisieren, statt fossile Abhängigkeit verlängern Viele Menschen fragen sich derzeit, wie sie ihre Heizkosten künftig bezahlbar halten können. Klar ist: Dauerhafte Entlastung entsteht nicht durch immer neue Subventionen für Gas, sondern durch den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme und energetische Modernisierung. Neue gesetzliche Regelungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes müssen Haushalte wirksam vor steigenden Gaspreisen schützen. Wer heute in eine neue Heizung investiert, braucht Planungssicherheit. Es darf zum Beispiel nicht passieren, dass Bürgerinnen und Bürger mit der vorgesehenen neuen Grüngasquote in neue Gasheizungen investieren und später mangels fehlender Biogaskapazitäten keine verlässliche Versorgung mehr erhalten. Netze ausbauen, Flexibilität stärken Damit günstiger Wind- und Solarstrom überall ankommt, müssen die Stromnetze gezielt ausgebaut und intelligenter genutzt werden. Unsicherheiten bei Investitionen – etwa durch die geplanten zehnjährigen Redispatch-Vorbehalte – lähmen den Ausbau. Stattdessen braucht es klare, verlässliche Rahmenbedingungen für eine verbesserte Ausnutzung begrenzter Netzkapazität seitens des Bundes. Speicher, flexible Verbraucher, Bioenergie und Wasserstoff können helfen, Engpässe zu vermeiden und die Versorgung zu sichern. Deutschland hat beim Thema Wasserstoff technologisch eine starke Ausgangsposition. Diese Chance muss genutzt werden – für eine moderne Industrie, sichere Arbeitsplätze und mehr Unabhängigkeit. Stattdessen plant das Wirtschaftsministerium des Bundes, Innovationsausschreibungen für Wasserstoff zu streichen. Jetzt gemeinsam handeln Die geopolitische Lage zeigt: Energiesouveränität ist kein abstraktes Ziel, sondern Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität und soziale Sicherheit. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen erwarten zu Recht eine verlässliche, ambitionierte Energiepolitik, die Preise stabilisiert, Abhängigkeiten reduziert und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis spätestens 2045 fest im Blick behält. Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein stehen bereit, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit dem Bund die notwendigen Schritte umzusetzen. Jetzt ist der Moment, entschlossen zu handeln – für bezahlbare Energie, sichere Arbeitsplätze und eine stabile Zukunft für die Menschen in unserem Land. „Wir brauchen energiepolitische Unabhängigkeit, die sich vom kriegerischen Diktat der fossilen Energien lossagt – zum Schutz der Menschen in den Kriegsgebieten und zum Wohle der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Der globale Ölpreis zieht in den vergangenen Tagen stark an, der Gaspreis ist bereits auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. Das zeigt: Geopolitische Risiken werden zu Preisrisiken im Alltag“, erklärt die rheinland-pfälzische Energieministerin Katrin Eder in Mainz. Baden-Württembergs Energieministerin Thekla Walker: „Wenn wir weiter auf fossile Importe angewiesen sind, sind wir auch weiter einem unkalkulierbaren Preisroulette ausgesetzt. Darüber täuscht auch die Biogas-Treppe im neuen GEG nicht hinweg. Baden-Württemberg hat etwa über 1000 Biogasanlagen. Aber nur 30 haben die erforderliche Größe, dass sich eine Aufbereitung zu Biomethan und eine Einspeisung ins Gasnetz lohnt – es gibt weder die erforderliche Infrastruktur noch die Flächen für den Anbau von Energiepflanzen. Mehr Energiesouveränität erreichen wir mit einer Elektrifizierung der Wärmeversorgung und einem konsequenten Ausbau von PV und Wind.“

Neue UBA-Studie: Rolle von Energiepreisen für den Klimaschutz

<p> <p>Eine neue Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, dass die CO₂-Bepreisung allein nicht ausreichen wird, damit Deutschland bis 2045 klimaneutral wird. Stattdessen ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich, der die Lenkungswirkung von Energiepreisen mit dem Ausbau öffentlicher Infrastrukturen und der Förderung von Klimaschutztechnologien kombiniert.</p> </p><p>Eine neue Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, dass die CO₂-Bepreisung allein nicht ausreichen wird, damit Deutschland bis 2045 klimaneutral wird. Stattdessen ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich, der die Lenkungswirkung von Energiepreisen mit dem Ausbau öffentlicher Infrastrukturen und der Förderung von Klimaschutztechnologien kombiniert.</p><p> <p>Die deutschen Klimaziele können nur durch den kombinierten Einsatz verschiedener energie- und klimapolitischer Instrumente erreicht werden. Dies sind zentrale Ergebnisse einer neuen Studie, die das Öko-Institut zusammen mit dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung und Professor Stefan Klinski von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin im Auftrag des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> vorgelegt hat. Die Studie untersucht mit Hilfe empirischer Daten und Modell-Analysen, wie sich die Energienachfrage bei steigenden Preisen verändert.</p> <p>Die Studie hebt hervor, dass Energie- und Strompreise sowie staatlich bestimmte Preisbestandteile wie Steuern und Netzentgelte erhebliches Potenzial bieten, Energieeinsparungen zu fördern und Treibhausgasemissionen zu senken. Besonders in den energieintensiven Sektoren Gebäude, Verkehr und Industrie können diese Maßnahmen eine signifikante Wirkung entfalten. Gleichzeitig betonen die Forschenden die Notwendigkeit, die negative Auswirkungen hoher Energiepreise auf einkommensschwache Haushalte abzumildern.</p> Beispiel Wärmepumpe <p>Ein konkretes Beispiel aus der Studie verdeutlicht das Potenzial dieses Ansatzes: Wärmepumpen mit flexiblen Stromtarifen können wirtschaftlich konkurrenzfähig zu Erdgasheizungen sein. Für ein Einfamilienhaus liegen die jährlichen Gesamtkosten einer Wärmepumpe mit flexiblem Tarif bei 5.090 Euro, während eine Gas-Brennwert-Anlage mit 5.224 Euro zu Buche schlägt. Viele private Haushalte achten weniger auf die Gesamtkosten, sondern besonders auf die Anschaffungskosten der Heizungsanlage. Diese werden gegenüber zukünftigen Kosten im Betrieb häufig überbewertet. Das hat auch damit zu tun, dass Menschen oft kurzfristig handeln. Um den Markthochlauf von Wärmepumpen zu beschleunigen, empfiehlt die Studie eine Reihe politischer Maßnahmen, darunter die Senkung der Anschaffungskosten, eine einkommensgestaffelte Förderung und die kontinuierliche Beobachtung des Verhältnisses von Strom- und Gaspreisen. Denn ob sich eine Wärmepumpe im Vergleich zur Erdgasheizung wirklich lohnt, hängt nicht nur vom Strompreis, sondern auch vom Erdgaspreis ab. Im Falle einer ungünstigen Entwicklung sollte der Staat aktiv gegensteuern, z.B. durch niedrige Mehrwertsteuern für Strom mit flexiblen Stromtarifen.&nbsp;</p> <p>Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass effektiver <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> mehr erfordert als nur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/co2">CO2</a>-Bepreisung. Sie empfehlen der Bundesregierung, verschiedene preisliche Hebel zu nutzen. So sollte die Ausgestaltung der staatlich bestimmten Bestandteile von Energie- und Strompreisen reformiert werden. Zu diesen Preisbestandteilen gehören beispielsweise Steuern und/ oder Netzentgelte. Flankierend sollte die Bundesregierung Infrastrukturen ausbauen und gezielte Hilfen für einkommensschwache Haushalte bereitstellen. Dieser umfassende Ansatz verspricht, die Klimaziele Deutschlands erreichbar zu machen und gleichzeitig soziale Härten zu vermeiden.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Graphenbasierter Datenraum für energieeffiziente Logistikimmobilien

Entwicklung neuartiger Widerstandsheizelemente durch innovative Werkstoff- und Verfahrenskombinationen

FH-Impuls 2016 I: skaFLEX - skalierende Flexibilität

Kein weiterer Rückgang bei klimaschädlichen Treibhausgasemissionen in Sachsen-Anhalt

Die Normalisierung der Gaspreise sowie verstärkte Kohleverstromung haben in Sachsen-Anhalt zu einer leichten Zunahme der Treibhausgasemissionen geführt. Das geht aus einer aktuellen Schätzung des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt für das Jahr 2024 hervor. Demnach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 26,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (CO2-äq) ausgestoßen. Das waren rund 450.000 Tonnen beziehungsweise 1,75 Prozent mehr als 2023. „Die aktuelle Klimabilanz zeigt auf, dass die Senkung der Treibhausgasemissionen bei uns im Lande kein Selbstläufer ist“, erklärte Umwelt-Staatssekretär Dr. Steffen Eichner am heutigen Donnerstag. „Die starken Rückgänge in den vergangenen Jahren hatten nicht unwesentlich mit den, durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine verursachten hohen Gaspreisen und dadurch verminderter Industrieproduktion zu tun. Insoweit war mit einem Wiederanstieg der Emissionen nach Normalisierung der Lage zu rechnen. Damit wir unsere Klimaziele langfristig erfüllen, dürfen wir den Ausbau der Erneuerbaren sowie der Energienetze, die klimaneutrale Transformation der Wirtschaft und Investitionen in nachhaltige Mobilität nicht vernachlässigen. Hier gilt es, in den kommenden Jahren konsequent in eine nachhaltige Zukunft zu investieren.“ In Deutschland legt das Bundes-Klimaschutzgesetz den Rahmen für die Minderung der Emissionen fest. Bis 2040 sollen diese im Vergleich zum Jahr 1990 um 88 Prozent gesenkt werden. Für Sachsen-Anhalt ergibt sich daraus eine anzustrebende Reduktion des Ausstoßes von aktuell 26,3 auf etwa sieben Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Um Schritt für Schritt das Minderungsziel zu erreichen, müssten die Treibhausgasemissionen jedes Jahr um 1,2 Millionen Tonnen verringert werden. Eine zentrale Rolle nimmt der Ausbau erneuerbarer Energien ein. Mehr als 60 Prozent des Stroms wird heute schon in Sachsen-Anhalt regenerativ, das Land zählt bundesweit zu den Vorreitern. In den vergangenen Jahren wurden dadurch auch neue Einspeiserekorde im Gebiet des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz verzeichnet. Der Betrieb konventioneller fossiler Kraftwerke beschränkt sich dadurch immer stärker auf Zeiten ohne ausreichende Versorgung durch Solar- oder Windkraftanlagen. Der Anstieg der Treibhausgasemissionen zwischen 2023 und 2024 lässt sich dem Bericht zufolge einerseits auf einen vergleichsweise häufigen Betrieb des Kohlekraftwerks Schkopau zurückführen. Zum anderen führten gesunkene Gaspreise zum Wiederanstieg der Düngemittelproduktion in Sachsen-Anhalt. Um die Wirtschaft langfristig klimaneutraler aufzustellen, soll künftig dort, wo kein grüner Strom zum Einsatz kommen kann, verstärkt mit klimaneutral hergestelltem Wasserstoff gearbeitet werden. Sachsen-Anhalt treibt deshalb den Aufbau des Wasserstoffkernnetzes aktiv voran und verfolgt das Ziel, sich als starke Wasserstoffregion in Deutschland zu etablieren. Der Bericht des Landesamtes für Umweltschutz zu den Treibhausgasemissionen Sachsen-Anhalts im Jahr 2024 ist im Internet abrufbar unter: https://lau.sachsen-anhalt.de/fachberichte Bei den Angaben für die Jahre 2023 und 2024 handelt es sich um Vorabschätzungen auf der Basis von Daten aus Emissionsschutzberichten und Emissionshandel sowie Angaben des Thünen-Instituts und des Umweltbundesamtes. Sobald Daten der amtlichen Statistiken für diese Jahre vorliegen, können sich geringfügige Differenzen ergeben. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Threads , Bluesky , Mastodon und X

250331_PM_Verleihung_Effizienzsiegel_IPTPergande_neu.pdf

LENA GmbH Olvenstedter Str. 66, 39108 Magdeburg www.lena.sachsen-anhalt.de Wir machen Energiegewinner. Pressekontakt: Anja Hochmuth E-Mail hochmuth@lena-lsa.de Tel. 0391 5067-4045 Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressemitteilung Magdeburg | 31. März 2025 IPT Pergande GmbH mit „Effizienzsiegel“ ausgezeichnet Energiestaatssekretär Thomas Wünsch und Landesenergieagentur übergeben Auszeichnung in Weißandt-Gölzau Die IPT Pergande GmbH in Weißandt-Gölzau wurde heute als drittes Unternehmen in Sachsen- Anhalt mit dem „Effizienzsiegel für Energiegewinner“ der Landesenergieagentur (LENA) ausgezeichnet. Der Hersteller von Produkten für die chemische Industrie hat in die Effizienzsteigerung einer Anlage zur Wirbelschicht-Granulation investiert und konnte seinen CO2-Fußabdruck dadurch signifikant senken. Energiestaatssekretär Thomas Wünsch hat heute gemeinsam mit LENA-Prokurist Dirk Trappe das hochwertige Effizienzsiegel an den geschäftsführenden Gesellschafter der Pergande Gruppe, Hon.-Prof. Dr.-Ing. Mirko Peglow übergeben. Energie-Staatssekretär Thomas Wünsch betont: „Immer mehr Unternehmen in Sachsen-Anhalt setzen auf Energieeffizienz – gegen steigende Kosten und für das Klima. Für echte Vorreiter wie die IPT Pergande gibt es jetzt zusätzlich das Effizienzsiegel der Landesenergieagentur. Damit zeichnen wir Unternehmen aus, die bei Investitionen in neue Anlagen oder Maschinen besonders stark auf Effizienz und Nachhaltigkeit setzen und den CO2-Ausstoß entscheidend reduzieren. IPT Pergande als wichtiger Dienstleister für die Chemieindustrie ist hierfür künftig ein ganz besonderes Aushängeschild.“ „Die kontinuierliche Nutzung der Abwärme aus der Drucklufterzeugung für den Betrieb unserer Trocknungsanlagen ist ein gutes Beispiel für die Verbesserung unserer Energieeffizienz. Vor dem Hintergrund des andauernden hohen Gaspreises haben wir uns aus wirtschaftlichen Gründen zu dieser Maßnahme mit einer Investitionshöhe von ca. 2 Mio. € entschlossen. Aus meiner Sicht ist es für jeden Unternehmer selbstverständlich, Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, auch im Hinblick auf eine Kostenersparnis, zu ergreifen.“, erläutert Mirko Peglow. Die signifikante Reduzierung des CO2-Fußabdrucks des Gesamtverfahrens wurde durch die Nutzung der Abwärme von Kompressoren für die Erzeugung von Druckluft erreicht, indem das Prozessgas vorgewärmt wurde, was wiederrum zu einer Reduzierung des Heizdampfes führte. Der reduzierte Dampfbedarf führt zu einer Verringerung des Erdgasverbrauches. Die resultierende Einsparung pro Jahr liegt bei 400 Tonnen CO2-Äquivalent. Dies entspricht dem durchschnittlichen LANDESENERGIEAGENTUR SACHSEN-ANHALT Wir machen Energiegewinner. CO2e-Ausstoß von 265 Vier-Personen-Haushalten im Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche pro Jahr (Quelle: UBA; CO2-Quickcheck). Mit der Maßnahme wurde der prozess- bezogene CO2e-Ausstoß um 50 Prozent reduziert. IPT Pergande ist Lohnhersteller in Deutschland und produziert für die chemische Industrie verschiedene Produkte. Das Unternehmen verfügt über insgesamt zehn Produktionslinien für verschiedene Anwendungen. Im Jahr 2021 hat Pergande eine neue Produktionsanlage in Betrieb genommen und produziert auf dieser Linie bis zu 24 Tonnen Fertigprodukt pro Tag. Hintergrund zum „Effizienzsiegel für Energiegewinner in Sachsen-Anhalt“ In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Unternehmen in Sachsen-Anhalt in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien investiert - mit Inanspruchnahme einer Förderung (z.B. „Sachsen- Anhalt ENERGIE“) und ohne Förderunterstützung. Über 400 gute Beispiele hat die LENA im Energieatlas Sachsen-Anhalt dokumentiert. Um diese zum Teil vorbildlichen Investitionsinitiativen sichtbarer zu machen, hat die LENA Anfang des Jahres das „Effizienzsiegel für Energiegewinner in Sachsen-Anhalt“ ins Leben gerufen. Mit dem Effizienzsiegel werden Unternehmen ausgezeichnet, die kürzlich in Energieeffizienz investiert und damit entweder in besonderem Maße einen Beitrag zur Energieeinsparung und zur Senkung von Treibhausgas-Emissionen geleistet haben oder im Verhältnis zur Investition einen besonders hohen Einspareffekt erzielen konnten. Interessierte Unternehmen können sich unter www.lsaurl.de/Effizienzsiegel über ein Formular bewerben. Die Verleihung erfolgt öffentlichkeitswirksam gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt. Ausgezeichnete Unternehmen erhalten neben dem Effizienzsiegel aus Emaille für ihre Außenwerbung verschie- dene weitere Möglichkeiten, ihr Effizienzprojekt öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Träger des Effizienzsiegels für Energiegewinner in Sachsen-Anhalt: • ALMECO GmbH in Bernburg • VTQ Videotronik GmbH in Querfurt

Strompreisentlastungen bei Nutzung für Wärmepumpen

Die Studie untersucht die rechtlichen Möglichkeiten für spezielle Wärmepumpentarife. Der Gesetzgeber kann den Stromendpreis für Wärmepumpen beeinflussen.Wärmepumpen mit einem flexiblen Stromtarif, der in der Regel günstiger als normaler Haushaltsstrom ist, sind schon heute wirtschaftlich. Flexible Tarife erfordern einen eigenen Stromzähler und Flexibilität beim Strombezug.Die Entwicklung der Strom- und Energiepreise ist schwer vorhersehbar. Man muss also nicht nur das Preisniveau, sondern auch das Verhältnis zwischen Strom- und Gaspreisen im Auge behalten. Bei ungünstiger Entwicklung könnte die Regierung die Mehrwertsteuer auf Strom für flexible Tarife senken. Bei hoher CO2-Bepreisung für die Gebäudeheizung sollte sie erhöht werden.

Der Einfluss von CO₂- und Energiepreisen auf Energieverbräuche in der Industrie

Die Studie soll den Beitrag von CO2- und Energiepreisen zum Klimaschutz in der Industrie ermitteln. Dazu wird ein gesamtwirtschaftliche Modell (PANTA RHEI) verwendet, das Energieverbrauch und Emissionen verschiedener Industriesektoren im Kontext der wirtschaftlichen Entwicklung abbildet. In PANTA RHEI werden verschiedene Szenarien modelliert.Bei mittleren Elastizitäten reicht eine Emissionsminderung von 20 Mt CO2 nicht aus, um das Sektorziel für die Industrie zu erreichen. Die Stellschrauben jenseits der CO2-Preise, insbesondere die staatlichen Komponenten der Strom- und Gaspreise für die Industrie, tragen nur begrenzt zur CO2-Minderung bei.Die begrenzten Effekte lassen sich mit den bestehenden, starken Pfadabhängigkeiten im Industriesektor erklären. Politische Maßnahmen und Investitionen in erste Anlagen können diese Hürden überwinden.

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