Spotlight on EMF Research Jeden Monat werden weit über 100 wissenschaftliche Artikel in begutachteten internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht, die einen Bezug zu elektromagnetischen Feldern ( EMF ) und deren möglichen gesundheitsrelevanten Wirkungen haben. Mit "Spotlight on EMF Research" werden einzelne aktuelle Artikel vorgestellt, vom BfS in den bestehenden Kenntnisstand eingeordnet und in ihrer Relevanz für den Strahlenschutz bewertet. Abonnieren Sie den Spotlight-Newsletter mit Klick auf das Icon. Was "Spotlight on EMF Research" Ihnen bietet: Bewertung von wissenschaftlichen Publikationen, nachzulesen als PDF im DORIS Literaturhinweise zu weiterführenden Publikationen Eine Liste neuer Publikationen alle drei Monate Sie möchten diese Liste alle drei Monate per E-Mail? Dann melden Sie sich hier zum Spotlight-Newsletter an . Zur besseren Orientierung teilen wir die Texte für Sie in Kategorien ein. Alle weiteren Details erläutern wir hier: Spotlights und Literaturhinweise 1 2 3 … 14 Literaturliste 2026/2 (05.2026 bis 06.2026) Diese Liste zeigt die zwischen Mai und Juni 2026 gesichteten Publikationen, aus denen einzelne Artikel in "Spotlight on EMF Research" besprochen werden. Wenn Sie regelmäßig über neu erschienene Literaturlisten informiert werden und auch eine RIS-Datei mit den dazugehörigen Metadaten erhalten möchten, können Sie sich hier für den Spotlight-Newsletter anmelden. mehr anzeigen Literaturhinweis: "Commentary on the systematic review of radiofrequency field exposure and animal cancer by Mevissen et al. (2025) – Revisiting the evidence and a quantitative perspective" von Belenki et al. in Environment International (2026) Eine von der WHO beauftragte systematische Übersichtsarbeit schlussfolgerte mit hoher Sicherheit, dass hochfrequente elektromagnetische Felder das Risiko für Hirn- und Herztumoren bei Labortieren erhöhen. Belenki et al. stellten Abweichungen vom vorveröffentlichten Protokoll und von etablierten Leitlinien fest. Ihre quantitative und formale Analyse lässt auf eine geringere Sicherheit der Datenlage schließen und verdeutlicht, wie Unstimmigkeiten in der Methodik die Schlussfolgerungen zu möglichen Gesundheitsrisiken beeinflussen können. Mevissen et al. widersprechen dieser Neubewertung und der gewählten Methode. mehr anzeigen Spotlight on “The international collaborative animal study of the carcinogenicity and genotoxicity of mobile phone radiofrequency radiation” von Imaida et al. (japanische Studie) und Kim et al. (koreanische Studie) in Toxicological Sciences (2026) In der NTP-Studie wurde eine Zunahme an Tumoren in Labornagern beobachtet, wenn diese langfristig hochfrequenten elektromagnetischen Feldern ausgesetzt waren. Lassen sich diese Ergebnisse unabhängig reproduzieren? Das überprüften Imaida et al. und Kim et al. an männlichen Ratten. Außerdem untersuchten sie, ob die Langzeitbefeldung Erbgutschäden auslöst. Sie fanden weder eine Zunahme von Tumoren im Gehirn, Herzen oder Nebennieren noch Hinweise auf Erbgutschäden. In diesem Spotlight-Beitrag zeigen wir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu der NTP-Studie und wie aussagekräftig die neuen Ergebnisse sind. mehr anzeigen Literaturhinweis: "Alvar whole-body model: impact of muscle anisotropy on computational dosimetry" von Kangasmaa et al. in Physics in Medicine and Biology (2025) Wie kann man verlässlich berechnen, welche Ströme und Felder im menschlichen Körper hervorgerufen werden, wenn der Mensch äußeren niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern ausgesetzt ist? Diese Arbeit berücksichtigt erstmalig die Muskelfaserrichtung in einem dafür geeigneten Körpermodell. Kangaasma et al. stellen fest, dass die Einhaltung von Basisgrenzwerten damit genauer geprüft werden kann. Außerdem untersuchen sie, wie stark Ergebnisse aus älteren Modellen ohne Berücksichtigung der Muskelfaserrichtung davon abweichen. Diese Arbeit wurde mit Mitteln des Bundesumweltministeriums und im Auftrag des BfS im Rahmen des Forschungsvorhabens 3621EMF110 durchgeführt. mehr anzeigen Literaturliste 2026/1 (01.2026 bis 04.2026) Diese Liste zeigt die zwischen Januar und April 2026 gesichteten Publikationen, aus denen einzelne Artikel in "Spotlight on EMF Research" besprochen werden. Wenn Sie regelmäßig über neu erschienene Literaturlisten informiert werden und auch eine RIS-Datei mit den dazugehörigen Metadaten erhalten möchten, können Sie sich hier für den Spotlight-Newsletter anmelden. mehr anzeigen Spotlight on "Long-term residential magnetic field exposure and neurodegenerative disease mortality: An 18-year nationwide cohort study in Switzerland” by Sandoval-Diez et al. in Environment International (2026) Hängen Magnetfelder in der Nähe unseres Wohnorts mit der Sterblichkeit an neurodegenerativen Erkrankungen zusammen? Sandoval‑Diez et al. untersuchen diese Fragestellung anhand einer Kohorte aus der Schweiz. Hierzu schätzen sie die langzeitige Exposition (Ausgesetztsein) am Wohnort gegenüber niederfrequenten Magnetfeldern von Hochspannungsleitungen und Bahnlinien ab. Auf Basis von 18 Jahren Beobachtungsdauer, detaillierten Wohnortverläufen und validierten Distanzmodellen berichten Sandoval‑Diez et al. mögliche Zusammenhänge mit Alzheimererkrankungen und anderen Demenzformen, nicht jedoch mit Amyotropher Lateralsklerose ( ALS ), Parkinson oder Multipler Sklerose (MS). mehr anzeigen Spotlight on "Exposure to radiofrequency electromagnetic fields and IARC carcinogen assessment: Risk of Bias preliminary literature assessment for 10 key characteristics of human carcinogens" von Simkó et al. in Mutation Research (2025) Diese Übersichtsarbeit bündelt die Evidenz zur Karzinogenität von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern aus Tier- und Zellkulturstudien anhand von zehn Kriterien, die von der Internationalen Krebsagentur definiert wurden. Auffällig ist, dass vor allem Studien mit hohem Verzerrungsrisiko signifikante Effekte berichten. Durch die systematische Erfassung und Strukturierung der heterogenen Evidenz schafft die Übersichtsarbeit eine Grundlage für die zukünftige Bewertung des karzinogenen Potenzials hochfrequenter Felder und zeigt zugleich, wo robuste Daten fehlen. mehr anzeigen Spotlight on "Residential exposure to magnetic field due to high-voltage power lines and childhood leukemia risk in mainland France – GEOCAP case-control study, 2002-2010" von Mancini et al. in Environmental Research (2025) Können Magnetfelder von Stromleitungen zu Krebserkrankungen bei Kindern führen? In der großen französischen Fall-Kontroll-Studie GEOCAP untersuchen Mancini et al., ob Leukämie im Kindesalter mit Nähe zu Hochspannungsleitungen bzw. der modellierten Exposition (Ausgesetztsein) von niederfrequenten Magnetfeldern zusammenhängt. Die Ergebnisse deuten auf ein erhöhtes Leukämierisiko bei Kindern unter fünf Jahren, die sehr nah an Hochspannungsleitungen wohnen, hin. Allerdings zeigt sich kein Zusammenhang mit der modellierten Magnetfeldexposition. Im Spotlight-Beitrag erfahren Sie Stärken und Limitationen der Studie und wie wir die Ergebnisse interpretieren. mehr anzeigen Literaturhinweis: "Exposure to 5G-NR electromagnetic fields affects larval development of Aedes aegypti mosquito" von De Borre et al. in Scientific Reports (2025) Bisher wurde die Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder ( HF - EMF ) auf Insekten vergleichsweise wenig untersucht. De Borre et al. setzten Larven der Gelbfiebermücke Feldern mit einer Frequenz von 3,6 Gigahertz ( GHz ) aus, um deren Entwicklung zu untersuchen. Bei schwacher Exposition (Ausgesetztsein) verzögerte sich das Wachstum bei ernährungsbedingt geschwächten Larven. Eine hohe Exposition verursachte Erwärmung und führte zu kleineren erwachsenen Tieren. Erstmals wurde eine Modenverwirbelungskammer zur kontrollierten Exposition von Insekten eingesetzt. Wegen der kontrollierten Exposition gegenüber diesen Feldern könnte diese Studie die Grundlage für künftige Untersuchungen zu Wirkungen auf Insekten bilden. mehr anzeigen Literaturhinweis: "OPINION of the French Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety on the "radiofrequencies and cancer" expert appraisal" von ANSES (2025) Gibt es eine verlässliche wissenschaftliche Evidenz , dass die Exposition (Ausgesetztsein) gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern Krebs verursachen könnte? In dieser Stellungnahme bewertet die französische Agentur für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz (ANSES) rund 250 Studien, darunter epidemiologische Untersuchungen, Tierstudien zu Tumoren sowie Arbeiten zu biologischen Mechanismen. ANSES kommt zu dem Schluss, dass auf Basis der derzeit verfügbaren Daten nicht abschließend beurteilt werden kann, ob die Exposition gegenüber diesen Feldern krebserzeugende Wirkungen beim Menschen hat oder nicht. mehr anzeigen 1 - 10 von 132 Ergebnissen 1 2 3 … 14 Stand: 24.06.2026
Ziel ist es, Vektoren mit künftig zu erwartender hoher Ausbreitungsdynamik zu identifizieren sowie sensible Regionen für deren Etablierung zu erkennen. Für die ermittelten künftigen Risikogebiete können somit frühzeitig Überwachungsmaßnahmen initiiert werden. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt bei Stechmücken. Die gesammelten Informationen werden in einer Datenbank hinterlegt und können als Expertenwissen die Aussagen der Verbreitungsmodellierung ergänzen. GIS-Applikationen, multivariate Algorithmen und regionale Klimamodelle ermöglichen es biologisches, biogeographisches, klimageographisches und geostatistisches Wissen zu verknüpfen. Methode: Ein besonderes Augenmerk ist auf die invasive Tigermücke (Aedes albopictus), die Gelbfiebermücke (Ae. aegypti) und die Asiatische Buschmücke (Ae. japonicus) zu legen. Für ausgewählte Vektoren wird die heutige Gesamtverbreitung analysiert und mit räumlichen Klimadaten korreliert. Somit wird die bevorzugte Klima-Nische der Krankheitsüberträger ermittelt. Grundlegend für weitere Arbeiten wird relevante Literatur zu Verbreitungsdaten, Klimaansprüchen, Ausbreitungswegen, bevorzugten Reservoirwirten und möglichen Brutstätten analysiert.