Other language confidence: 0.6141996967649556
Die Messstelle Br. oh Emdg. Sulzach (Messstellen-Nr: 2617) befindet sich im Gewässer Wörnitz in Bayern. Die Messstelle dient der Überwachung des biologischen Zustands, des chemischen Zustands, des Grundwasserstands in tieferen Grundwasserstockwerken.
<p> <p>Bodennahes Ozon und hohe Lufttemperatur bergen für Mensch und Umwelt nach wie vor ein hohes Schädigungspotenzial. Der Klimawandel kann zu mehr Heißen Tagen führen, was die Bildung von Ozon fördern und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken erhöhen kann.</p> </p><p>Bodennahes Ozon und hohe Lufttemperatur bergen für Mensch und Umwelt nach wie vor ein hohes Schädigungspotenzial. Der Klimawandel kann zu mehr Heißen Tagen führen, was die Bildung von Ozon fördern und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken erhöhen kann.</p><p> Gesundheitliche Risiken von Ozon und hoher Lufttemperatur <p>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> beeinflusst in vielfältiger Weise unsere Umwelt. Der Anstieg der mittleren jährlichen Lufttemperatur führt derzeit bereits zu wärmeren bzw. heißeren Sommern und zukünftig wahrscheinlich auch zu milderen Wintern. Eine hohe Lufttemperatur begünstigt gemeinsam mit intensiver Sonneneinstrahlung die Bildung von Ozon in Bodennähe. Dies führt bei anhaltend sommerlicher Schönwetterlage neben der Hitzebelastung auch zu einer erhöhten gesundheitlichen Belastung durch hohe bodennahe Ozonkonzentrationen.</p> <p>Zur Charakterisierung der Ozonbelastung dient der Wert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Ozon als 8-Stunden-Mittelwert. Während der letzten extremen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/hitzesommer">Hitzesommer</a> 2018 und 2022 (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57569">„Gesundheitsrisiken durch Hitze“</a>) wurde dieser EU-Zielwert für Ozon zum Beispiel an der Messstation in Stuttgart-Bad Cannstatt 47- und 40-mal überschritten. Zur besseren Einordnung des umweltbezogenen Gesundheitsrisikos dient zudem die Kenngröße „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/heisser-tag">Heißer Tag</a>“ des Deutschen Wetterdienstes, definiert als Tag, dessen höchste Temperatur oberhalb von 30 Grad Celsius liegt. In den Sommern 2018 und 2022 wurden an der Messstation in Stuttgart-Schnarrenberg 29 und 30 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/heisse-tage">Heiße Tage</a> registriert. Beide Messgrößen sind in der Abbildung „Überschreitungen des Zielwertes für Ozon und Anzahl Heißer Tage in Stuttgart“ dargestellt.</p> <p>Überschreitungen des Zielwertes für Ozon und Anzahl Heißer Tage (Tmax >30°C) in Stuttgart als interaktives Liniendiagramm</p> <strong> Überschreitungen des Zielwertes für Ozon und Anzahl Heißer Tage (Tmax >30°C) in Stuttgart </strong> <p>* Zahl der Tage mit Überschreitung des Ozon-Zielwertes (120 µg/m³) zum Schutz der menschlichen Gesundheit als 8-Std.-MW</p> Quelle: Landesanstalt für Umwelt Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg / Deutscher Wetterdienst Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Anzahl-Heisser-Tage-und-Ozon_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (307,92 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Anzahl-Heisser-Tage-und-Ozon_2026-05-20.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (29,34 kB)</a></li> </ul> </p><p> Gesundheitliche Wirkungen <p>Ozon ist ein Reizgas. An Tagen mit hoher Ozonkonzentration leiden viele Menschen an Reizerscheinungen der Augen (Tränenreiz), Atemwegsbeschwerden (Husten) und Kopfschmerzen. Diese Reizungen treten weitgehend unabhängig von der körperlichen Aktivität auf. Ihr Ausmaß wird primär durch die Aufenthaltsdauer in der ozonbelasteten Luft bestimmt. Besonders nach reger körperlicher Aktivität im Freien wurde bei Schulkindern und Erwachsenen eine verminderte Lungenfunktion sowie eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit festgestellt. Diese funktionellen Veränderungen und Beeinträchtigungen normalisierten sich im Allgemeinen spätestens 48 Stunden nach Expositionsende. Bei einem erhöhten Atemvolumen, zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung, kann Ozon tief in das Lungengewebe vordringen, dort das Gewebe schädigen und Entzündungen hervorrufen. Im Gegensatz zur Veränderung der Lungenfunktionswerte bildeten sich entzündliche Reaktionen des Lungengewebes nur teilweise zurück. Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit dem Auftreten erhöhter bodennaher Ozonkonzentrationen assoziiert.</p> <p>Eine hohe Lufttemperatur während Hitzeperioden kann ein zusätzliches Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen. Bei sehr hohen Temperaturen kann das körpereigene Kühlsystem überlastet werden. Als Folge der Hitzebelastung können bei empfindlichen Personen Regulationsstörungen und Kreislaufprobleme auftreten. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Erschöpfung und Benommenheit. Ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind von diesen Symptomen besonders betroffen. </p> <p>Klimamodelle prognostizieren, dass die Phasen mit erhöhter sommerlicher Luftverschmutzung – unter anderem mit Ozon – im Zusammenwirken mit sommerlicher Hitze zukünftig vermehrt auftreten werden. Zudem wird vermutet, dass sich beide Einzelbelastungen in ihrer gesundheitlichen Kombinationswirkung verstärken können. </p> <p><em>Tipps zum Weiterlesen: </em><br><br><em>Mücke, H.-G. (2014): Gesundheitliche Auswirkungen von atmosphärisch beeinflussten Luftverunreinigungen. Kapitel 3.1.3, S. 1-7. In: Lozan et al. (Hrsg.): Warnsignal <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>: Gesundheitsrisiken; Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. GEO Wissenschaftliche Auswertungen, Hamburg.</em><br><br><em>Mücke, H.-G. und A. Matzarakis (2017): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> und Gesundheit. In: Wichmann et al. (Hrsg.): Handbuch der Umweltmedizin, Kapitel VIII-1.10, 38 Seiten. Ecomed Verlag, Landsberg.</em></p> <p><em>Augustin J. et al. (202</em>3<em>): Gesundheit. Teil III, Kapitel 14. S. 171-189. In: Guy P. Brasseur, Daniela Jacob, Susanne Schuck-Zöller (Hrsg.) (2023): Klimawandel in Deutschland, 2. überarb. und erweiterte Auflage, Springer Spektrum, Heidelberg.</em></p> </p><p> Weniger bodennahes Ozon ist möglich <p>Gesundheitliche Belastungen durch höhere Ozonkonzentrationen in Bodennähe sind zu vermeiden. Hierzu ist anzustreben die Zielwerte und langfristigen Ziele für Ozon zum Schutz der menschlichen Gesundheit zu erreichen und auf Dauer einzuhalten. Die Europäische Union (EU) hat im Jahr 2002 in der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?qid=1582627655982&uri=CELEX:32002L0003">Richtlinie über den Ozongehalt in der Luft</a> einen Ozonzielwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) zum Schutz der menschlichen Gesundheit festgelegt. Dieser Wert wurde in der aktuellen <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202402881">Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft für Europe</a> von 2024 bestätigt, jedoch wurde die Anzahl an Überschreitungstagen reduziert: </p> <ul> <li>Ab Januar 2030 darf ein Kubikmeter (m³) Luft im 8-Stunden-Mittel nicht mehr als 120 Mikrogramm (µg) Ozon enthalten. Dieser Wert darf an höchstens 18 Tagen im Kalenderjahr überschritten werden, gemittelt über drei Jahr.</li> </ul> <p>Um die gesundheitlichen Belastungen durch Ozon zu verringern, müssen die Emissionen jener Schadstoffe sinken, welche als Vorläufersubstanzen die Ozonbildung befördern. Dazu zählen vor allem Stickstoffoxide (NOx) und Kohlenwasserstoffe, insbesondere Methan. Möglichkeiten, die Emissionen dieser Luftschadstoffe zu senken, bestehen bei der Tierhaltung, im Verkehrssektor, in der Industrie, beim Einsatz von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biomasse">Biomasse</a> zur Energiegewinnung, durch Energieeinsparmaßnahmen sowie bei der Lösemittelverwendung in Industrie, Gewerbe und Haushalten.</p> </p><p> Seien Sie informiert <p>Mit der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftqualitaet/app-luftqualitaet">UBA App Luftqualität</a> können Sie sich kostenfrei und bequem auch unterwegs über aktuelle Ozonkonzentration informieren lassen. Zudem werden Prognosen für Ozon bereitgestellt und die Möglichkeit geboten, sich bei hohen Werten warnen zu lassen. Aktuelle Daten zu Ozon und weiteren Luftschadstoffen finden Sie auch im Internet auf der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftdaten">Luftdatenseite</a>.</p> </p><p> Weiterführende Informationen <p><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?qid=1582627655982&uri=CELEX:32002L0003">Richtlinie über den Ozongehalt in der Luft</a></p> <p><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202402881">Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft für Europe</a></p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe-im-ueberblick/ozon">Luftschadstoffe im Überblick: Ozon</a></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
<p> <p>Eine Luft-Wärmepumpe fürs schmale Reihenhaus? Erdkollektoren fürs Mehrfamilienhaus? Eine Wärmepumpe als Heizungs-Unterstützung in der Eigentümergemeinschaft? Beim Thema Wärmepumpe gibt es noch immer viele Fragen – besonders bei Bestandsgebäuden: Geht das wirklich? Und lohnt es sich? Die stetig wachsende Zahl guter Beispiele im UBA-Portal „So geht’s mit Wärmepumpen!“ zeigt, dass und wie es geht.</p> </p><p>Eine Luft-Wärmepumpe fürs schmale Reihenhaus? Erdkollektoren fürs Mehrfamilienhaus? Eine Wärmepumpe als Heizungs-Unterstützung in der Eigentümergemeinschaft? Beim Thema Wärmepumpe gibt es noch immer viele Fragen – besonders bei Bestandsgebäuden: Geht das wirklich? Und lohnt es sich? Die stetig wachsende Zahl guter Beispiele im UBA-Portal „So geht’s mit Wärmepumpen!“ zeigt, dass und wie es geht.</p><p> Beispiele für Denkmalschutz, Reihenhaus und Optimierung <p>Ein <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/114965">denkmalgeschütztes Fachwerkhaus von 1932</a> in einer der kältesten Regionen Deutschlands spart nach Einbau einer Wärmepumpe 2.000 Euro Heizkosten jährlich – ganz ohne Fassadendämmung. Ein <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/114135">schmales Reihenmittelhaus ohne Garten und Keller</a> bekommt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe auf dem Dach: „Die Wärmepumpe ist von außen nicht zu hören und im Haus meist sehr leise. Wir schlafen nur einen Meter vom Innengerät entfernt, und nur gelegentlich tritt ein niederfrequentes Geräusch auf, das noch durch Feintuning des Herstellers optimiert werden soll“, schreibt der Eigentümer des Gebäudes.</p> <p>Manchmal läuft die neue Heizung am Anfang nicht wie erwartet. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/113885">Familie Mücke</a> stellte fest, dass das System ineffizient arbeitet und einen schlechten Warmwasserkomfort bietet. Doch ein Umbau konnte das Problem lösen: Die Effizienz wurde erheblich verbessert, was zu Heizkosteneinsparungen von 30 bis 40 Prozent führte.</p> Auch Beispiele für Mehrfamilienhäuser und Nichtwohngebäude <p>Auf „So geht’s mit Wärmepumpen!“ gibt es auch Projekte in Nichtwohngebäuden und Mehrfamilienhäusern. Da aufgrund des Alters von Gebäude (Baujahr 1890) und Heizungsanlage die nötigen Vorlauftemperaturen und Heizlasten nicht einfach zu bestimmen waren, entschied sich eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/110961">Wohnungseigentümergemeinschaft aus Konstanz</a> für eine Wärmepumpe, die im Hybridsystem durch die vorhandene Gasheizung unterstützt wird.</p> <p>In den Projekten im Portal berichten Gebäudeeigentümer*innen oder Akteure aus Planung, Energieberatung oder Architektur aus erster Hand von ihren Erfahrungen. Viele haben außerdem eine E-Mail-Adresse als Kontaktmöglichkeit hinterlegt.</p> Vorbild sein und Wärmepumpen-Erfahrung teilen! <p><strong>Sie haben selbst eine Wärmepumpe?</strong> Dann sind Sie schon jetzt ein Vorbild<strong>. </strong>Lassen Sie andere an Ihren Erfahrungen teilhaben und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/108006">zeigen Sie Ihr Projekt im Wärmepumpen-Portal</a>! Sie kennen <strong>andere Haushalte mit Wärmepumpen? </strong>Dann leiten Sie diese Mail gerne weiter! </p> Unterstützung durch Projektteam <p><a href="http://www.ifeu.de/">ifeu</a>, <a href="http://www.co2online.de/">co2online</a> und <a href="https://ingenieurbuero-heckmann.de/">Ingenieurbüro Heckmann</a> unterstützen das UBA im Rahmen eines Forschungsprojektes bei der Konzeption, dem Aufbau, der Pflege und der Außenkommunikation zum Portal „So geht’s mit Wärmepumpen!“. Das Projektteam ist per E-Mail erreichbar unter: <a href="mailto:UBA-WP-Datenbank@co2online.de">UBA-WP-Datenbank@co2online.de</a>.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Die Messstelle Transekt 16 (Messstellen-Nr: 108292) befindet sich im Gewässer Chiemsee in Bayern. Die Messstelle dient der Überwachung des biologischen Zustands.
[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] LUA-BILANZ TIERGESUNDHEIT & TIERSEUCHEN Zahlen, Daten und Fakten für das Jahr 2025 © Nikola Tomašić / Pexels Tierseuchen: 2025 dominiert von Geflügelpest und Blauzungenkrankheit Die Tierseuchenüberwachung des Jahres 2025 wur- de von einem im Vergleich zu den Vorjahren mas- siven Geflügelpestausbruch im Herbst 2025 bei Wildvögeln und dem Wiederausbruch der Blauzun- genkrankheit vom Serotyp 8 in Rheinland-Pfalz do- miniert. Aber auch andere Tierseuchen haben das Landesuntersuchungsamt (LUA) stark beschäf- tigt: Die Afrikanische Schweinepest, die zusätz- lich zum Geschehen in den Kreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms und im Juni 2025 auch in Nord- rhein-Westfalen nahe der Grenze zu Rheinland- Pfalz festgestellt wurde; der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Berlin-Brandenburg im Januar 2025 und neue Seuchen wie die Epizootische Hä- morrhagie der Hirsche (EHDV) und die Lumpy Skin Krankheit (LSD), die aus dem Westen und Süden Frankreichs immer näher rücken. Ein besonders be- merkenswertes Ereignis war der Nachweis eines Tuberkulose-Erregers bei einem Mähnenwolf aus einem rheinland-pfälzischen Zoo. Das LUA ist die zentrale Einrichtung des Lan- des Rheinland-Pfalz für die Diagnostik von Seu- chen sowie von Zoonosen und sonstigen Erkran- kungen bei Tieren. Hier werden Untersuchungen an Proben erkrankter oder verendeter Tiere zur Feststellung oder zum Ausschluss von Seuchen durchgeführt. Diese werden ergänzt durch Un- tersuchungen im Rahmen von Sanierungs- und staatlichen Monitoring-Programmen sowie so- genannte Handelsuntersuchungen, durch die si- chergestellt wird, dass der Seuchenstatus der Be- stände überwacht wird und nur gesunde Tiere in andere Betriebe verbracht werden. Die Untersu- chungen ermöglichen einen steten Überblick über den Gesundheitsstatus der Nutz- und Wildtierpo- pulation und tragen somit dazu bei, den Gesund- heitsschutz für Mensch und Tier zu gewährleisten. Denn nicht zuletzt wird hierdurch sichergestellt, dass nur Lebensmittel von gesunden Tieren in den Handel gelangen. Zur Überwachung des Gesundheitsstatus der Nutz- und Wildtierpopulation wurden im LUA 2 2025 insgesamt 207.687 Proben untersucht. Da viele Proben auf verschiedene Parameter und mit unterschiedlichen Methoden untersucht werden müssen, ist die Zahl der tatsächlich durchgeführ- ten Untersuchungen wesentlich höher. Von be- sonderem Interesse sind dabei die Nachweise der nach dem Tiergesundheitsrecht gelisteten Tier- seuchen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen und gesundheitlichen Bedeutung für die Allgemeinheit staatlich bekämpft oder überwacht werden. Im LUA ist auch die Fachaufsicht in den Berei- chen Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz und tie- rische Nebenprodukte als wichtige Schnittstel- le zwischen dem Ministerium und den Kommunen angesiedelt. Sie sorgt unter anderem dafür, dass die geltenden Rechtsnormen landesweit einheit- lich ausgelegt werden. Darüber hinaus verfügt das LUA über spezialisierte Tiergesundheitsdienste für Rinder, Schweine und kleine Wiederkäuer, die die Tierbesitzer vor Ort in Sachen artgerechter und hygienischer Haltungsbedingungen beraten. Krankheiten, die durch Vektoren übertragenen werden, wie die die Epizootische Hämorrhagie der Hirsche (EHDV) und die Lumpy Skin Krankheit, haben im LUA zusammen mit der Maul- und Klau- enseuche an Bedeutung gewonnen. Denn sie sind bei Tieren, die eine klinische Symptomatik aufwei- sen, differentialdiagnostisch relevante Erreger zur Blauzungenkrankheit. Das Virus der Epizootischen Hämorrhagie (EHDV) der Hirsche ist wie das Blauzungenvirus ebenfalls ein Orbivirus aus der Familie der Reovi- ridae und diesem sowohl in Hinsicht auf die klini- schen Symptome als auch in Hinblick auf die Aus- breitung sehr ähnlich. Überträger sind wie beim Blauzungenvirus sogenannte Gnitzen. Die höchste Empfänglichkeit wurde bei Antilopen und Weiß- schwanzhirschen beobachtet. Rinder können aber auch erkranken. Unterschieden werden zurzeit sie- ben Serotypen. Im November 2022 wurde das Virus erstmals in- nerhalb Europas in Sardinien und Südspanien nachgewiesen. Im weiteren Verlauf der letzten BVD, BHV-1, Blauzunge: Mehrere Tierseuchen gefährden die Gesundheit von Rindern. © Christina & Peter / Pexels Jahre hat sich das Virus vor allem über Frankreich weiter nach Norden verbreitet. 2025 wurden im LUA 675 Proben von Rindern, Schafen und Ziegen aus 329 rheinland-pfälzischen Beständen, sowie 33 Wild- und Zootiere auf das EHD-Virus unter- sucht. Alle Proben waren negativ. Bei der Lumpy Skin Krankheit (LSD) handelt es um eine Erkrankung, die durch ein Virus der Gat- tung Capripocken verursacht wird. Das Virus ist nahe verwandt mit den Erregern der Schaf- und Ziegenpocken. Die Übertragung erfolgt vor allem durch blutsaugende Insekten. Die Lumpy Skin Krankheit oder Dermatitis No- dularis ist in der Hauptsache eine Erkrankung bei Rindern und Büffeln. Klinisch zeigen die Tie- re zunächst hohes Fieber, Milchrückgang und Hautveränderungen (Knoten/ Knötchen). Auch die Schleimhäute können betroffen sein. In den letzten Jahren wurde LSD in Europa nur in den südlichen Ländern nachgewiesen. Ein Nach- weis in Frankreich in 2025 nahe der Grenze zur Schweiz führte zu vermehrten Untersuchungen in Deutschland, da aus den daraufhin eingerichteten Restriktionszonen zuvor Rinder nach Deutschland transportiert worden waren. Im LUA wurden 2025 insgesamt 78 Proben aus 15 rheinland-pfälzischen Beständen virologisch auf Capripocken und 72 Proben aus elf Beständen auf Antikörper unter- sucht. Auch hier waren alle Proben negativ. Andere Tierseuchen, die schon länger Bekämp- fungsmaßnahmen unterliegen, werden im Rah- men von Monitoring und diagnostischen Untersu- chungen und Handelsuntersuchungen überwacht. Das für Rinder hoch ansteckende Bovine Her- pesvirus Typ 1 (BHV-1) etwa führt zu einer le- benslang bestehenden Infektion, die sich häufig in Leistungsminderung, grippeartigen Erscheinungen und Störungen der Fruchtbarkeit äußert. 2025 hat das LUA in zwei rheinland-pfälzischen Betrie- ben bei insgesamt zwölf Tieren BHV-1-Antikörper nachgewiesen. In einem Fall wurden Tiere bei ei- nem Viehhändler wegen einer Transportüberla- dung vorübergehend eingestellt und untersucht. 3 Die drei Reagenten wurden aus dem Bestand zur Schlachtung verbracht. Nach zwei negativen Nachuntersuchungen des Restbestandes gilt der Betrieb wieder als BHV-1 frei. In dem zweiten Fall wurden bei einer Routineun- tersuchung in dem Bestand bei zwei Tieren BHV- 1-Antikörper nachgewiesen. Die Untersuchung des Gesamtbestandes ergab weitere Reagen- ten. Nach der Entfernung der Reagenten und der Nachuntersuchung des Gesamtbestandes nach etwa sechs Wochen wurden keine weiteren BHV- 1-Antikörper mehr nachgewiesen. Das Auftreten der BHV-1-Infektion zeigt nach- drücklich, dass die Tierhalter weiterhin streng da- rauf achten müssen, ausschließlich Tiere aus seuchenfreien Beständen einzustallen und Biosi- cherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten, um den Eintrag und die Ausbreitung einer Infek- tion zu verhindern. Insgesamt wurden im LUA im Rahmen der Überwachung der bestehenden Seu- chenfreiheit 54.186 Blutproben aus 2.887 rhein- land-pfälzischen Beständen sowie 5.458 Tank- und Einzelmilchproben aus 941 Beständen auf BHV-1 untersucht. Die zu den wirtschaftlich bedeutsamsten Erkran- kungen der Rinder zählende Bovine Virusdiarr- hoe (BVD) geht mit Durchfall, grippeartigen Er- scheinungen und Fruchtbarkeitsstörungen einher. Ziel der staatlichen Bekämpfung ist es, sogenann- te persistent infizierte Kälber, die den Erreger le- benslang ausscheiden ohne selbst zu erkranken, möglichst rasch aus den Beständen zu entfernen und vom Handel auszuschließen. Daher werden den Kälbern bereits bei der innerhalb der ersten sieben Lebenstage erforderlichen Kennzeichnung mit Ohrmarken Hautstanzproben entnommen und auf das BVD-Virus untersucht. Im Jahr 2025 wurden im LUA insgesamt 108.741 Ohrstanzproben aus 3.214 rheinland-pfälzischen Beständen untersucht. Dabei wurde das Virus der BVD bei keinem Kalb nachgewiesen. Im Rahmen von Handelsuntersuchungen und zu diagnosti- schen Zwecken wurden zusätzlich weitere 1.017 4 Blut- und Organproben von diversen Wiederkäu- ern auf das Vorhandensein von BVD mit negati- vem Ergebnis getestet. Nach dem erstmaligen Nachweis des Erregers des West Nil Fiebers (WNF) in Rheinland-Pfalz bei einer Schnee-Eule im Jahr 2023 wurde 2024 erst- mals der Nachweis einer WNF-Infektion bei Pfer- den geführt. In 2025 gab es keine weiteren Nach- weise. Pferde können zwar an WNF erkranken und auch verenden, spielen bei der Ausbreitung des Infektionsgeschehens des durch blutsaugen- de Stechmücken übertragenen Erregers aber kei- ne Rolle. Die Erkrankung tritt insbesondere bei Vögeln auf und kann insbesondere bei Greif- und Rabenvögeln zu schweren Verläufen mit neuro- logischen Symptomen und gehäuften Todesfäl- len führen. Der Erreger kann auch auf Menschen übertragen werden und verursacht eine grippe- ähnliche Erkrankung. In seltenen Fällen entwickelt sich eine Hirnentzündung, die einen tödlichen Verlauf nehmen kann. Es muss aber weiterhin mit dem Auftreten des WNF in Rheinland-Pfalz gerechnet werden. Die Infektion unterliegt zwar der staatlichen Tierseu- chenüberwachung; tierseuchenrechtliche Maß- nahmen sind bislang allerdings nicht vorgeschrie- ben. Impfstoffe gegen das West-Nil-Virus für Menschen und Vögel existieren nicht, aber ein Schutz der Pferde vor schweren klinischen Sym- ptomen kann mit einer Impfung erreicht werden. Daher gilt die Empfehlung, Pferde und Ponys imp- fen zu lassen. Die Impfung gegen das West Nil-Vi- rus wird von der rheinland-pfälzischen Tierseu- chenkasse mit einer Beihilfe finanziell unterstützt. Untersuchungen an 5.047 verendeten Rindern, Schafen, Ziegen und Wildwiederkäuern und 347 geschlachteten Rindern, Schafen und Ziegen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf Transmis- sible spongiforme Enzephalopathie (BSE, Scra- pie, CWD) ergaben 2025 erfreulicherweise nur negative Untersuchungsergebnisse. Die mit Verhaltens- und Bewegungsstörungen einhergehende, tödlich verlaufende Erkrankung Als Hauptreservoir der Salmonellen gelten Tie- re. Eine Salmonelleninfektion führt besonders bei Jungtieren zu klinischen Symptomen mit Durch- fall und teilweise hohem Fieber. Bei Rindern, Schafen, Schweinen und Pferden kann es in Ein- zelfällen zu Fehlgeburten kommen. Ausgewach- sene Tiere erkranken zwar eher selten klinisch, können die Erreger aber über längere Zeit aus- scheiden und damit unerkannt weiterverbreiten und die Umwelt kontaminieren. Die hohe Wider- standsfähigkeit gegen äußere Einflüsse ermöglicht den Bakterien dort ein langes Überleben. Keine Scrapie: Die mit Verhaltens- und Bewegungsstö- rungen einhergehende, tödlich verlaufende Erkrankung wurde 2025 bei keinem Tier aus dem Land nachgewie- sen. © Studio Lichtfang / Pexels tritt spontan auf. Tierseuchenrechtliche Maßnah- men erfolgen in der Regel nicht, da fast immer nur Einzeltiere betroffen sind. Die Nachweise aus den Jahren 2023 und 2024 zeigen aber, dass die Moni- toring-Untersuchungen zum Vorkommen der Er- krankung weiterhin erforderlich sind, um deren verstärktes Auftreten erfassen und einen Eintrag in die Nahrungsmittelkette verhindern zu können. Zu den wechselseitig zwischen Tier und Mensch übertragbaren Erregern (sogenannte Zoonosen) zählen die Salmonellen. Diese bakteriellen In- fektionserreger werden meist bei differenzialdi- agnostischen Untersuchungen zur Feststellung der Erkrankungs- oder Todesursache nachgewie- sen. 2025 wurden die Salmonellen bei 16 Rin- dern, Schafen und Ziegen in zwölf Betrieben nachgewiesen. Darüber hinaus wurden die Bakte- rien auch bei 15 Wild- und Zootieren sowie in vier Umgebungsproben aus Hühner- und Gänsehal- tungen in zwei Beständen festgestellt. Landwirtschaftliche Nutztiere und die daraus er- zeugten Lebensmittel tierischen Ursprungs stehen an der Spitze der möglichen Infektionsquellen für den Menschen. Die Infektion erfolgt in der Regel über die Aufnahme kontaminierter Nahrungsmit- tel; aber auch Schmutz- und Schmierinfektionen an Haustieren sind möglich. Die Infektion äu- ßert sich beim Menschen meist als akute Darm- entzündung mit plötzlich einsetzendem Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen sowie einer Störung des Allgemeinbefindens und leichtem Fieber. Die oft mehrere Tage anhaltenden Symptome können insbesondere bei Kleinkindern oder älteren Perso- nen zu einer ausgeprägten Dehydratation (Aus- trocknung durch Wasserverlust) führen. In die Kategorie der Zoonosen fällt auch die bak- teriell bedingte Tularämie (oder Hasenpest). Das LUA hat im vergangenen Jahr 38 Tiere aus Rhein- land-Pfalz auf Tularämie untersucht, und dabei die Zoonose bei 19 Feldhasen aus sieben Kreisen nachgewiesen. An der Zahl der Nachweise ist er- kennbar, dass die Erkrankung bei Feldhasen relativ weit verbreitet ist. Erkrankte Wildtiere wie Hasen oder Kaninchen wirken matt und teilnahmslos, sie verlieren ihre Schnelligkeit und angeborene Scheu. Grundsätzlich können sich auch Hunde mit dem Erreger der Hasenpest infizieren und diesen weit- geben. Die Tiere zeigen Appetitlosigkeit, Fieber so- wie geschwürige Veränderungen im Rachen und Schwellungen der Körperlymphknoten. Ausgangs- punkt für Infektionen des Menschen ist aber meist der direkte Kontakt mit erkrankten Wildtieren 5
Urbanization affects ecological communities but urban ecology has mostly focused on large and charismatic species. Water-filled tree holes and other ephemeral small standing waters in cities constitute unique but inconspicuous breeding habitats for a range of insects. Their biodiversity is not well known and how their communities respond to increased urbanization in particular, has rarely been studied. Using a Citizen Science Project, we investigated how urbanization (measured as imperviousness, human population density and altered temperature), additional environmental parameters (pH, electric conductivity) and detritus serving as a food source affected larval insect communities in artificial aquatic microhabitats. We found that these habitats were colonized quickly by a range of insect taxa. Their community abundance, richness and decomposition rates were largely stable across different levels of urbanization. Fine detritus content increased larval abundance. Community composition shifted strongly with urbanization. The most abundant and frequent species in our study, the exotic mosquito species Aedes japonicus, responded negatively to imperviousness. Aquatic microhabitats could be shown to be important habitats for aquatic insects in cities. However, their community composition may change with increased urbanization. As our results showed, exotic species such as mosquitoes may dominate the communities in these habitats. In the case of vector species, high abundances may affect human and animal health via increased pathogen transmission. Therefore, we suggest raising awareness about potential risks of these habitats and possible measures preventing the establishment and spread of harmful species, while still supporting native biodiversity in urban spaces.
[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] LUA-BILANZ INFEKTIONSPRÄVENTION Zahlen, Daten und Fakten für das Jahr 2025 © James Gathany, CDC / Wikimedia Bilanz „Infektionsprävention“ der Abteilung Humanmedizin des LUA Die Bürgerinnen und Bürger vor den gesundheitli- chen Folgen negativer Umwelteinflüsse zu schüt- zen ist der zentrale Auftrag des Landesuntersu- chungsamtes (LUA). In enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Überwachungsbehörden untersuchen die 500 Mitarbeiterinnen und Mitar- beitern des LUA neben Lebensmitteln, Bedarfsge- genständen und Kosmetika auch Bioproben von Mensch und Tier. Verschiedenste Fachdisziplinen bewerten gemeinsam diese Analysen und beraten neben den beauftragenden Behörden auch die in- teressierte Öffentlichkeit und politische Entschei- dungsträger in allen Fragen des umweltbezogenen Verbraucherschutzes. Für die Abteilung für Humanmedizin steht die Be- ratung der Gesundheitsämter bei der Umset- zung von Infektionsschutzmaßnahmen im Mit- telpunkt des Aufgabenspektrums. Die jährlich rund 120.000 Laboruntersuchungen der Abtei- lung umfassen neben mikrobiologischen Analy- sen zum Nachweis von Infektionserregern in hu- manem Probenmaterial auch trinkwasser- und krankenhaushygienische Untersuchungen. Die- se Labortätigkeit wird ergänzt durch epidemio- logische Analysen von Labor- und Meldedaten. Durch fortlaufende Beschreibung und Bewertung des Vorkommens von Krankheitserregern entste- hen so die Daten für Rückschlüsse auf die Entste- hung und Übertragung von Infektionskrankheiten und damit die Grundlage für die Implementierung wirksamer Schutzmaßnahmen. Mit Hilfe von Daten aus der gesetzlichen Melde- pflicht von Infektionskrankheiten und -erregern überwacht das LUA auch solche Infektionen, die durch blutsaugende Insekten (sog. „Vektoren“) auf den Menschen übertragen werden. In den ver- gangenen Jahren geschieht dies mit erhöhter Auf- merksamkeit, da mit einer Ausbreitung vekto- rassoziierter Infektionskrankheiten als Folge des Klimawandels zu rechnen ist. Ein solcher Zusam- menhang liegt nahe, da in vielen Fällen sowohl die Entwicklung infektiöser Stadien des Erregers 2 im Vektor als auch das Vorkommen der Vektoren selbst temperaturabhängig sind. Vektorübertragene Infektionen: Gesundheitsrisiko durch Klimawandel Bestimmte Stechmücken, Stechfliegen oder Ze- cken können beim Stich Krankheitserreger wie Viren, Bakterien oder Parasiten übertragen. Durch den Klimawandel, veränderte Umweltbe- dingungen und die zunehmende globale Mobi- lität verändern sich auch die Lebensräume die- ser sog. „Vektoren“. Einige ursprünglich tropische oder subtropische Arten breiten sich inzwischen auch in Europa aus. Dadurch können Erkrankun- gen auftreten, die früher in Deutschland keine Rolle spielten. In Rheinland-Pfalz sind bestimmte vektorüber- tragene Erkrankungen bereits etabliert, etwa die durch Zecken übertragene Lyme-Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). An- dere Infektionen wie Dengue- oder Chikungunya- Fieber kommen bislang nur als Reiseerkrankungen vor, könnten jedoch künftig auch lokal übertragen werden - wenn geeignete Vektoren vorhanden sind und die klimatischen Bedingungen eine Über- tragung ermöglichen. Der folgende Überblick stellt wichtige Vektoren und vektorübertragene Erkrankungen vor, die in Rheinland-Pfalz bereits vorkommen oder vor dem Hintergrund veränderter klimatischer Bedingun- gen perspektivisch relevant werden könnten. Culex-Mücken: Heimische Überträger des West-Nil- und des Usutu-Virus Die Culex-Mücken zählen zu den häufigsten Mü- ckenarten in Deutschland. Besonders Vertreter der Culex pipiens-Gruppe sind nahezu überall ver- breitet – auch in Rheinland-Pfalz. Die Tiere sind schlank gebaut, haben lange Beine sowie schmale, durchsichtige Flügel und haben meist eine bräunli- che Färbung. Mit einer Körpergröße von etwa drei bis sieben Millimetern wirken sie eher unscheinbar, sind im Sommer aber allgegenwärtig. Männliche Culex-Mücken sind harmlose Nektarsauger, Weib- chen hingegen benötigen eine Blutmahlzeit, um Eier abzulegen. Aktiv sind diese Mücken vor allem in den warmen Sommermonaten, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Bevorzugt leben Culex-Mücken in der Nähe von stehenden Gewäs- sern wie Teichen, Pfützen oder Regentonnen. Dort legen die Weibchen ihre Eier ab. Bedeutung haben Culex-Mücken vor allem als mögliche Überträger von Krankheitserregern, zum Beispiel des West-Nil-Virus oder des Usutu-Virus. Beide Viren zirkulieren hauptsächlich zwischen Vögeln und Mücken. Erst wenn eine infizierte Mü- cke außerhalb dieses Zyklus einen Menschen oder ein Pferd sticht, wird das Virus auch an sie weiter- gegeben. Menschen und Pferde gelten jedoch als sogenannte „Fehlwirte“, da von ihnen aufgrund der niedrigen Viruskonzentration im Blut das Virus nicht weiterverbreitet werden kann. Um sich vor möglichen Infektionen zu schützen helfen das Tra- gen langer, heller Kleidung, die Verwendung von Mückenschutzmitteln und Fliegengitter an den Fenstern. Außerdem sollte stehendes Wasser im Garten vermieden werden; Regentonnen sollten abgedeckt und Wasserbehälter geleert werden. Das West-Nil-Fieber beim Menschen wird haupt- sächlich durch die Subtypen 1 und 2 des West-Nil- Virus verursacht. Das Virus gehört zur Familie der Flaviviren und stammt ursprünglich aus Afrika. In- zwischen ist das West-Nil-Fieber in vielen Regio- nen der Welt verbreitet, auch in Teilen Europas, z. B. in Griechenland und Italien, wo es regional zu größeren Fallzahlen kommen kann. In Deutschland wurde das West-Nil-Virus (Sub- typ 2) erstmals im Jahr 2018 bei Vögeln und Pfer- den nachgewiesen. Seit 2019 sind zudem erste autochthone, also durch heimische Mücken über- tragene Erkrankungsfälle beim Menschen in Ost- deutschland bekannt geworden. Begünstigt durch warme Sommer und eine verlängerte Mückensai- son breitet sich das Virus zunehmend aus. Auch in Rheinland-Pfalz wurde das Virus im Jahr 2023 erstmals nachgewiesen – bei einer Schnee-Eule in einem Vogelpark. Im Sommer 2026 wurde dann bei der Untersuchung von Blutspenden erstmals auch eine in Rheinland-Pfalz erworbene Infekti- on mit dem West-Nil-Virus bei einem Menschen festgestellt. Ungebetener Gast: Eine Culex-Mücke bei einer Blut- mahlzeit. © Urmas Tartes I Wikimedia Die meisten Infektionen verlaufen ohne Be- schwerden. Etwa 20 Prozent der infizierten Per- sonen entwickeln grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdig- keit oder Hautausschlag. Die Beschwerden dau- ern meist drei bis sechs Tage. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwei bis vierzehn Tage. Nur selten, etwa bei einem Prozent der Infektionen, kommt es zu schweren Krankheitsverläufen mit Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem. Einen speziel- len Impfstoff für Menschen gibt es derzeit nicht. Das Usutu-Virus gehört, wie das West-Nil-Virus, zur Familie der Flaviviren. Das Virus wurde erst- mals 1959 in Südafrika isoliert und hat sich seit den 1990er-Jahren zunehmend in Europa ausge- breitet. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Culex-Mücken. In Deutschland wird das Vi- rus vor allem bei Wildvögeln, insbesondere Am- seln, nachgewiesen. Bisher wurden humane In- fektionen in Deutschland nur bei Blutspendern entdeckt, die im Rahmen routinemäßiger Unter- suchungen getestet wurden und keine Sympto- me hatten. 3 Usutu-Virus-Infektionen verlaufen meistens asymptomatisch. In symptomatischen Fällen können grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Hautausschlag und allgemeines Krankheitsgefühl auftreten. In sehr seltenen Fäl- len (<1%), insbesondere bei immungeschwächten Personen, kann es zu neurologischen Komplikati- onen wie Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Gehirnentzündung (Enzephalitis) kommen. Ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung. Aedes-Mücken: Invasive Tigermücken als mögliche Überträger tropischer Viren Die Asiatische Tigermücke, auch Aedes albopic- tus genannt, stammt ursprünglich aus Südost- asien. Aedes albopictus wurde erstmals 2007 in Deutschland nachgewiesen und hat sich seitdem stark ausgebreitet. Es handelt sich dabei um eher kleine Mücken, die leicht an ihrer Färbung zu er- kennen sind: Sie sind tiefschwarz gefärbt mit sil- berweißen Schuppen an mehreren Körperteilen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Mücken- arten sind Aedes albopictus auch tagsüber aktiv, was die Exposition gegenüber Stichen erhöhen kann. Daneben können sie mehrere ursprünglich tropische Viruskrankheiten wie Denguefieber, Chi- kungunya und Zika übertragen. kehrenden aus Asien, Süd- und Mittelamerika nachgewiesen. Dem LUA wurden auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in den vergan- genen zehn Jahren insgesamt 270 Fälle von Den- gue-Erkrankungen von den Gesundheitsämtern in Rheinland-Pfalz übermittelt; alle Betroffenen hat- ten sich im Ausland infiziert. Übertragungen des Dengue-Virus innerhalb Deutschlands gab es bis- her noch nicht. Anders sieht es etwa in Frankreich und Italien aus: Dort wurden im Jahr 2025 nach Angaben des European Centre for Disease Preven- tion and Control (ECDC) insgesamt über 30 Per- sonen durch einen Stich einer Aedes-Mücke mit dem Dengue-Virus infiziert. Typische Symptome einer solchen Infektion sind hohes Fieber, sehr starke Muskel- und Gelenk- schmerzen, Kopfschmerzen und ein fleckiger Hautausschlag. Selten können schwere Verläufe mit Blutungen auftreten, die eine stationäre Be- handlung notwendig machen. Für Reisende in bestimmte Risikogebiete stehen in- zwischen Impfstoffe zur Verfügung. Ob eine Imp- fung sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Rei- seziel, der Reisedauer und möglichen früheren Dengue-Infektionen ab. Eine reisemedizinische Be- ratung durch Hausärztinnen, Hausärzte oder tro- penmedizinische Beratungsstellen wird empfohlen. Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung mü- ckenübertragener Infektionen ist der Schutz vor Stichen. Dazu gehören lange Kleidung, Insekten- schutzmittel und die Vermeidung von Brutstätten. Da sich Aedes albopictus in Deutschland bislang noch nicht flächendeckend etabliert hat, kann die Bevölkerung durch das Entfernen kleiner Wasser- ansammlungen aktiv zur Eindämmung beitragen. In Deutschland hat sich die Asiatische Tigermücke zuerst in der Oberrheinregion etabliert. Mittler- weile kommt sie aber auch innerhalb von Rhein- land-Pfalz vor, beispielsweise im Landkreis Ger- mersheim, im Rhein-Pfalz-Kreis, in Ludwigshafen, in Speyer und in der Stadt Mainz. Denguefieber ist weltweit eine der häufigsten durch Mücken übertragenen Virusinfektionen und wird in Deutschland gelegentlich bei Reiserück- 4 Gefahr im Anflug: Die Asiatische Tigermücke breitet sich im Zuge des Klimawandels auch in Deutschland im- mer weiter aus. © James Gathany, CDC / Wikimedia © mrsbella / Pixabay Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke verhindern: So kann jeder mithelfen Von der Eiablage bis zur erwachsenen Mücke vergehen bei warmen Temperaturen über 25 Grad oft nur sieben bis zehn Tage. Im Gegen- satz zu vielen heimischen Stechmückenarten benötigt die Asiatische Tigermücke (Aedes al- bopictus) keine größeren dauerhaft feuchten Gewässer. Bereits kleinste Wasseransamm- lungen reichen für die Entwicklung aus, etwa Regentonnen, Gießkannen, Blumenunterset- zer, Dachrinnen, Gullys, alte Autoreifen oder im Freien liegendes Kinderspielzeug. Die Eier der Tigermücke sind zudem relativ wider- standsfähig gegen Austrocknung. Nach erneu- tem Kontakt mit Wasser kann die Entwicklung fortgesetzt werden. Für die Eindämmung der Asiatischen Tigermü- cke ist daher auch die Mithilfe der Bevölke- rung wichtig. Grundstücke und Gärten sollten regelmäßig auf kleine Wasseransammlungen überprüft und diese möglichst entfernt oder abgedeckt werden. Der wirksamste Schutz vor vektorübertragenen Erkrankungen bleibt die Vermeidung von Mückenstichen und die Kon- trolle der Vektoren selbst. Da sich die Asiati- sche Tigermücke in Deutschland bislang noch nicht flächendeckend etabliert hat, können solche Maßnahmen ihre weitere Ausbreitung verlangsamen. Weiterführende Informationen zum Umgang mit Brutstätten gibt es bei der Kommuna- len Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. Chikungunya ist deutlich seltener als Dengue, hat aber ein ähnliches Verbreitungsgebiet in Südame- rika und Südostasien. Von den in den vergangenen zehn Jahren 30 übermittelten Chikungunya-Fäl- len in Rheinland-Pfalz haben sich alle Personen im Ausland infiziert. Während es bisher keine Über- tragungen innerhalb Deutschlands gab, kam es in Frankreich im Jahr 2025 zu einer sehr großen An- zahl autochthoner Übertragungen (= Übertragun- gen innerhalb Frankreichs) mit insgesamt 633 Fäl- len. Zuvor waren autochthone Übertragungen von Chikungunya sehr selten. Im Jahr 2025 kam es auch zu Übertragungen in der Großregion Grand Est, die an Rheinland-Pfalz grenzt. Die Symptomatik einer Infektion mit dem Chikun- gunya-Virus ist in der Akutphase vergleichbar mit dem Dengue-Virus und äußert sich vor allem durch Fieber, Kopfschmerzen und starke Muskel- und Ge- lenkschmerzen. Die Verläufe sind in der Regel mil- der, und es kommt seltener zu Komplikationen. Allerdings können sich sehr starke Muskel- und Ge- lenkschmerzen anschließen, die sich über mehrere Monate hinziehen können. Chikungunya heißt da- her übersetzt „der gekrümmt Gehende“. Für Reisende in bestimmte Risikogebiete ste- hen inzwischen Impfstoffe zur Verfügung. Ob eine Impfung sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Reiseziel, der Reisedauer und möglichen Vorer- krankungen ab. Eine reisemedizinische Beratung durch Hausärztinnen, Hausärzte oder tropenme- dizinische Beratungsstellen wird empfohlen. Zika-Viren sind vor allem in Südostasien und in Südamerika verbreitet. Im Jahr 2015 kam es in Süd- und Mittelamerika zu einem großen Aus- bruch des Zika-Virus. In Deutschland und Europa wurden bisher keine autochthonen Übertragungen nachgewiesen. In Rheinland-Pfalz gab es in den vergangenen zehn Jahren insgesamt neun gemel- dete Fälle von Erkrankungen mit dem Zika-Virus, alle Betroffene hatten sich im Ausland infiziert. Typisch für Zika ist ein meist milder Krankheits- verlauf mit Fieber, Gelenkschmerzen und ei- nem oft juckenden Hautausschlag. Während die 5 Erkrankung selbst meist mild verläuft und von selbst wieder abklingt, kann es durch eine Infek- tion der Mutter in der Schwangerschaft zu Fehl- bildungen beim ungeborenen Kind kommen. Entscheidend ist der Schutz vor Mückenstichen, denn es steht bislang kein Impfstoff gegen das Zika-Virus zur Verfügung. Aufgrund einer Virus- persistenz in Samen- und Vaginalflüssigkeit nach Infektion kann das Zika-Virus auch sexuell über- tragen werden. Der Gemeine Holzbock: Die wichtigste heimische Zecke Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist die in Deutschland häufigste Zeckenart und in ganz Rheinland-Pfalz verbreitet. Zecken leben vor allem in Wäldern, hohem Gras, Gebüschen und zuneh- mend auch in Gärten oder Stadtparks. Besonders aktiv sind sie in den warmen Monaten zwischen Frühjahr und Herbst. Durch milde Winter verlän- gern sich ihre Aktivitätszeiten zunehmend. Im Gegensatz zu Stechmücken springen oder flie- gen Zecken nicht. Heimische Zeckenarten sit- zen meist auf Gräsern oder niedrigen Pflanzen und werden beim Vorbeigehen abgestreift. Die wichtigsten durch den Gemeinen Holzbock über- tragenen Erkrankungen in Deutschland sind die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Menin- goenzephalitis (FSME). Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von durch Zecken übertragenen Erkrankungen ist die Vermeidung von Zeckenstichen. Beim Aufenthalt in Wäldern, hohem Gras oder Gebüschen sollten möglichst lange Kleidung und festes Schuhwerk getragen werden. Zusätzlich können Insekten- schutzmittel verwendet werden. Zecken kommen auch in Stadtparks vor, so dass es innerhalb städ- tischer Grünflächen empfehlenswert ist, Gebüsch oder hohe Gräser grundsätzlich zu meiden. Nach Aufenthalten im Freien sollte der Körper sorgfäl- tig abgesucht und Zecken möglichst frühzeitig entfernt werden. Dafür eignen sich besonders Ze- ckenkarten oder ähnliche spezifische Werkzeuge. Aber auch Pinzetten oder notfalls Fingernägel sind 6 hilfreiche Werkzeuge. Im Vordergrund steht die schnellstmögliche Entfernung der Zecke. Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Ze- cken übertragene Erkrankung in Deutschland und kommt auch in Rheinland-Pfalz regelmäßig vor. Die Zahl der gemeldeten Erkrankungen schwankt von Jahr zu Jahr deutlich. Im Jahr 2025 wurden dem LUA rund 1.150 Fälle übermittelt. Damit la- gen die Fallzahlen höher als in den unmittelbar vorangegangenen Jahren, jedoch weiterhin unter dem Niveau der Jahre 2011 bis 2020. Typisch ist eine ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle, die sogenannte Wanderröte. Zu- sätzlich können Fieber, Kopf- und Gliederschmer- zen auftreten. Unbehandelt können später Ge- lenke, das Nervensystem oder das Herz betroffen sein. Da in Deutschland sehr viele Personen schon Kontakt mit den Bakterien hatten, lassen sich Spätfolgen oft nicht sicher einer vorangegange- nen Infektion zuordnen. Eine Impfung gegen Borreliose steht derzeit nicht zur Verfügung. Ist eine Zecke mit Borre- lien infiziert, erfolgt die Übertragung auf den Menschen nicht direkt nach dem Stich, sondern erst nach mehreren Stunden. Daher ist es essen- ziell, sich direkt nach Aufenthalten im Grünen nach Zecken abzusuchen und diese zu entfer- nen, um das Risiko einer Infektion zu minimie- ren. Nach einem Zeckenstich sollte die Haut in den folgenden Tagen und Wochen auf Verände- rungen beobachtet werden. Tritt eine ringförmi- ge Hautrötung um die Einstichstelle auf, kann nach entsprechender Abklärung durch den Haus- arzt gegebenenfalls mit Antibiotika behandelt werden. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) tritt vor allem im Süden und Osten Deutschlands auf. In Rheinland-Pfalz wurde bislang nur der Landkreis Birkenfeld als FSME-Risikogebiet ausge- wiesen. Allerdings sind die Zahlen in Rheinland- Pfalz konstant niedrig mit etwa vier gemeldeten Fällen pro Jahr. Weiterhin ist im Landkreis Bir- kenfeld FSME seit 2020 nicht mehr aufgetreten. Eine Infektion mit dem FSME-Virus bei Aufenthal- Kann Krankheitserreger im Gepäck haben: Der Gemeine Holzbock. © Erik Karits / Pexels ten im Grünen in Rheinland-Pfalz ist also insge- samt unwahrscheinlich - anders als im benachbar- ten Baden-Württemberg, wo 2025 267 Fälle von FSME gemeldet wurden. Symptomatische Fälle einer FSME klagen zumeist über grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Nur bei einem ge- ringen Teil der Erkrankten kommt es anschließend zu einer Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks. Schwere Verläufe können bleibende neurologische Schäden hinterlassen. Für Menschen in FSME-Risikogebieten oder mit häufiger Exposition gegenüber Zecken wird eine Schutzimpfung empfohlen. Das gilt auch für Ur- laubsreisende, die in FSME-Risikogebiete reisen. In diesen Fällen können Hausärztinnen und Hausärz- te entsprechend beraten. Hyalomma-Zecken: Mögliche Überträger tropischer Erkrankungen Hyalomma-Zecken stammen ursprünglich aus wärmeren Regionen Afrikas, Asiens und Südeuro- pas. Sie werden gelegentlich durch Zugvögel, die im Frühjahr aus dem Süden zurückkehren, nach Deutschland eingeschleppt. Im Gegensatz zum heimischen Gemeinen Holzbock sind sie deutlich größer und bewegen sich aktiv auf ihre Wirte zu. In den vergangenen Jahren wurden auch in Rhein- land-Pfalz wiederholt einzelne Hyalomma-Zecken nachgewiesen. Dauerhaft ist diese Zeckenart je- doch bislang nicht in Deutschland etabliert. Auf- grund des Klimawandels mit steigenden Tempera- turen und längeren Trockenperioden könnte sich dies künftig verändern. Hyalomma-Zecken können verschiedene Krank- heitserreger übertragen, zum Beispiel das Krim- Kongo-Fieber. Bislang kommt diese Viruserkran- kung insbesondere vor allem in Teilen Afrikas, Asiens, des Nahen Ostens und Südosteuropas vor. In Deutschland wurden bislang keine autochthonen Erkrankungen nachgewiesen. Da Hyalomma-Ze- cken jedoch regelmäßig eingeschleppt werden und dabei bereits mit dem Virus infiziert sein könnten, wird die Situation aufmerksam beobachtet. Ein Krim-Kongo-Fieber beginnt meist plötzlich mit hohem Fieber, starken Kopf- und Muskel- schmerzen sowie ausgeprägtem Krankheitsgefühl. Nicht selten kommt es zu Blutungen und Organ- versagen und in 5 bis 30 Prozent verläuft die Er- krankung tödlich. Entscheidend für die Prävention ist daher der Schutz vor Zeckenstichen sowie ein weiteres Monitoring des Vektors. 7 Herausgeber: Landesuntersuchungsamt Mainzer Straße 112 56068 Koblenz poststelle@lua.rlp.de https://lua.rlp.de
Der Darstellungsdienst zeigt die Geltungsbereiche der rechtskräftigen Bebauungspläne sowie Satzungen gemäß §§ 34 u. 35 BauGB der Geimeinde Mücke (Vogelsbergkreis) inklusive der Verknüpfung auf Pläne und Dokumente. Dies ist ein Web Map Service der Gemeinde Mücke.
Die Messstelle Wegbr. oh Mdg. (Messstellen-Nr: 17753) befindet sich im Gewässer Zenn in Bayern. Die Messstelle dient der Überwachung des biologischen Zustands, des chemischen Zustands.
Die Messstelle Wegbr. oh Mdg. (Messstellen-Nr: 17781) befindet sich im Gewässer Gründlach in Bayern. Die Messstelle dient der Überwachung des biologischen Zustands, des chemischen Zustands.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 192 |
| Europa | 7 |
| Kommune | 11 |
| Land | 115 |
| Weitere | 30 |
| Wirtschaft | 2 |
| Wissenschaft | 62 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 68 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 146 |
| Hochwertiger Datensatz | 1 |
| Infrastruktur | 9 |
| Lehrmaterial | 1 |
| Mitmachportal | 1 |
| Taxon | 46 |
| Text | 87 |
| unbekannt | 19 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 109 |
| Offen | 207 |
| Unbekannt | 13 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 300 |
| Englisch | 130 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 8 |
| Bild | 17 |
| Datei | 60 |
| Dokument | 50 |
| Keine | 161 |
| Unbekannt | 1 |
| Webdienst | 4 |
| Webseite | 90 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 155 |
| Lebewesen und Lebensräume | 329 |
| Luft | 131 |
| Mensch und Umwelt | 318 |
| Wasser | 189 |
| Weitere | 299 |