Kritische Würdigung der GFP-Reform von 2003 und Ausblick auf weitergehende notwendige Reformschritte.
Nahrungsnetze sind das Rückgrat gesunder Ökosysteme und nachhaltig nutzbarer Ökosystemgüter und -Leistungen. Die EU Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) und die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) fordern daher eine stärkere Beachtung von Nahrungsnetzparametern im Ressourcenmanagement. Das Wissen über die Nahrungsnetze der Ostsee ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Der Transfer dieses Wissens in Management-Anwendungen bleibt aber unvollständig, und entscheidende Wissenslücken bestehen. BONUS und das Feld der Nahrungsnetzforschung im Ostseeraum stehen an einem Scheideweg: Entscheidungen darüber, wohin zukünftiger Forschungsaufwand gelenkt werden sollte, und wie das Wissen zu Nahrungsnetzen im ökosystembasierten Management optimal genutzt werden kann, sind dringend erforderlich. BONUS XWEBS will die wissenschaftlichen Grundlagen für diese Entscheidungen liefern, indem i) das verfügbare Wissen und die Wissenslücken zu Ostsee-Nahrungsnetzen synthetisiert und erfasst, ii) Engpässe bei der Anwendung des verfügbaren Wissens im Ressourcenmanagement analysiert, und iii) zukünftige Perspektiven für die Nahrungsnetzforschung im Ostseeraum aufgezeigt werden.
The MSY concept was included as a principle in the 2009 Green Paper on the reform of the Common Fisheries Policy (CFP) in accordance with the global imperative to manage fish stocks according to the maximum sustainable yield (MSY). This implies a commitment to direct management of fish stocks towards achieving MSY by 2015. Attaining this goal is complicated by the lack of common agreement on the interpretation of 'sustainability' and 'yield' and by the effects that achieving MSY for one stock may have on other stocks and broader ecosystem, economic, or social aspects. MYFISH will provide definitions of MSY variants which maximize other measures of 'yield' than biomass and which account for the fact that single species rarely exist in isolation. Further, MYFISH will redefine the term 'sustainable' to signify that Good Environmental Status (MSFD) is achieved and economically and socially unacceptable situations are avoided, all with acceptable levels of risk. In short, MYFISH aims at integrating the MSY concept with the overarching principals of the CFP: the precautionary and the ecosystem approach. MYFISH will achieve this objective through addressing fisheries in all RAC areas and integrating stakeholders (the fishing industry, NGOs and managers) throughout the project. Existing ecosystem and fisheries models will be modified to perform maximization of stakeholder approved yield measures while ensuring acceptable impact levels on ecosystem, economic and social aspects. Implementation plans are proposed and social aspects addressed through active involvement of stakeholders. Finally, effects of changes in environment, economy and society on MSY variants are considered, aiming at procedures rendering the MSY approach robust to such changes. The expertise of 26 partners from relevant disciplines including fisheries, ecosystem, economic and social science are involved in all aspects of the project. Global experience is engaged from North America and the South Pacific.
Das EU-Parlament stimmte am 13. Dezember 2016 in zweiter Lesung einer neuen Verordnung zu, durch die die Schleppnetzfischerei unter 800 Metern Tiefe ab dem Jahr 2017 verboten ist. Die Verordnung verbietet Tiefseefischerei unter 800 Metern Tiefe, hat gesonderte Vorschriften für besonders empfindliche Meereszonen unter 400 Metern Tiefe und enthält die Möglichkeit für strengere Kontrollen auf See und Vorschriften für transparentere Datensammlungen.
Am 30. Juni 2016 einigten sich das Europäische Parlament, der Rat und die Europäische Kommission auf Kernpositionen für eine neue Verordnung zur Tiefseefischerei. Damit soll unter anderem die Schleppnetzfischerei unter 800 Metern verboten werden. Neben dem Verbot von Bodenschleppnetzen wurden weitere, dringend notwendige Reformen für den Fischerei-Sektor beschlossen. So sind Stellnetze und Kiemennetze in Regionen unterhalb von 600 Meter zukünftig verboten. Für bisher nicht befischte Gebiete ist eine Verträglichkeitsprüfung erforderlich, bevor eine Fangerlaubnis für Tiefseefische erteilt wird. Außerdem müssen zukünftig auf 20 Prozent der Ausfahrten von Tiefseefischern innerhalb der EU-Gewässer und auf der Hohen See Beobachter eingesetzt werden. Bei Kontakt mit Tiefseekorallen, -schwämmen und anderen empfindlichen Tiefsee-Ökosystemen muss der Fang abgebrochen und anderswo fortgesetzt werden.
Am 13. Juli 2016 ist EU-weiter Fish Dependence Day. Ab diesem Tag haben die Länder der Europäischen Union rechnerisch ihre eigenen Fisch-Ressourcen verbraucht und sind für den Rest des Jahres von Importen abhängig. In der EU werden bedeutend mehr Fisch- und Meeresfrüchte konsumiert als in heimischen Gewässern gefischt werden. Mehr als die Hälfte der Fisch-Nachfrage wird durch Importe gedeckt, von denen wiederum über 50 Prozent aus Entwicklungsländern stammen. Seit sieben Jahren veröffentlicht die New Economics Foundation (NEF) jährliche Berechnungen zur Fisch-Import-Abhängigkeit der EU und ihrer Mitgliedsstaaten.
Am 13. Mai 2016 berichtet Greenpeace, dass die Umweltorganisation gemeinsam mit Tauchern der niederländischen Organisation Ghost Fishing Fischernetze mit einem Gesamtgewicht von mehr als einer Tonne in der Nordsee geborgen hat. Während einer zehntägigen Aufräumaktion mit dem Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise befreiten die Meeresschützer einen Teil des Sylter Außenriffs von den sogenannten Geisternetzen. Dies sind abgerissene oder entsorgte Fischernetze, die als Plastikmüll im Meer landen und dort zur Todesfalle für Fische und andere Meerestiere werden können. Laut EU-Verordnung ist es verboten, Fischereigerät im Meer zu entsorgen. Verloren gegangene Netze müssen gemeldet werden. Die Fischereibehörden sind dann für ihre Bergung verantwortlich. So sieht es die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) der EU vor, die auch für Deutschland rechtsverbindlich ist. Doch bisher wird dieser Teil der GFP in Deutschland nicht umgesetzt, teilt Greenpeace mit.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 30 |
| Europa | 4 |
| Land | 1 |
| Wissenschaft | 5 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 14 |
| Förderprogramm | 14 |
| Text | 1 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 2 |
| Offen | 28 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 25 |
| Englisch | 7 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 14 |
| Dokument | 6 |
| Keine | 10 |
| Webseite | 19 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 16 |
| Lebewesen und Lebensräume | 26 |
| Luft | 5 |
| Mensch und Umwelt | 30 |
| Wasser | 23 |
| Weitere | 28 |