API src

Found 50 results.

Related terms

MV Region Pomerania WMS

Informationen der staatlichen Umweltverwaltung Mecklenburg-Vorpommern: Karten zur Geologie, zu geologischen und kulturhistorischen Sehenswuerdigkeiten, zu Geotopen und Naturdenkmaelern sowie Touren im Geopark Pomerania

MV Geotourismus Geopark WMS

Informationen der staatlichen Umweltverwaltung Mecklenburg-Vorpommern: Karten zur Geologie, zu geologischen und kulturhistorischen Sehenswuerdigkeiten, zu Geotopen und Naturdenkmaelern sowie Touren im Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft

MV Geotourismus Geopark WFS

Informationen der staatlichen Umweltverwaltung Mecklenburg-Vorpommern: Karten zur Geologie, zu geologischen und kulturhistorischen Sehenswuerdigkeiten, zu Geotopen und Naturdenkmaelern sowie Touren im Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft

MV Region Pomerania WFS

Informationen der staatlichen Umweltverwaltung Mecklenburg-Vorpommern: Karten zur Geologie, zu geologischen und kulturhistorischen Sehenswuerdigkeiten, zu Geotopen und Naturdenkmaelern sowie Touren im Geopark Pomerania

Für Mensch und Umwelt: SGD Nord förderte Naturparke im Jahr 2025 mit mehr als 1,3 Millionen Euro

Naturparke vereinen Klima-, Natur- und Artenschutz mit nachhaltigem Tourismus, lokaler Wirtschaft und Umweltbildung. Um ihre Existenz zu sichern und wertvolle Projekte auszubauen, hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord die sieben rheinland-pfälzischen Naturparke im Jahr 2025 mit mehr als 1,3 Millionen Euro aus Landesmitteln gefördert. Wofür das Geld unter anderem verwendet wurde – ein Überblick. Mensch und Natur in Einklang bringen: Keine leichte Aufgabe, doch genau dieses Ziel verfolgen die Naturparke in Rheinland-Pfalz. „Das Anliegen, beide Seiten – Mensch und Natur – unter einen Hut zu bekommen, macht Naturparke so wertvoll. Mit den Fördermitteln des Landes unterstützt die SGD Nord in ihrer Funktion als Obere Naturschutzbehörde die wichtige Arbeit der Verantwortlichen vor Ort“, erklärt SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis. Gefördert wurden beispielsweise folgende Projekte: Naturpark Nassau: Streuobst und insektenreiches Totholz Im Naturpark Nassau förderte die SGD Nord unter anderem die Erweiterung einer Streuobstwiese bei Misselberg in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau. Gemeinsam mit der Stiftung Scheuern – einer Einrichtung der Behindertenhilfe – sind hier in einem früheren Projekt bereits knapp 180 Bäume gepflanzt worden; 2025 folgten nun 30 weitere Obstbäume sowie ein riesiger Totholzstapel. Davon profitieren etwa Insekten und Vögel, denn für sie ist wertvoller Lebensraum entstanden. Naturpark Nordeifel: von den Bienen lernen Klein, flauschig und stets fleißig: Bei einem Projekt, das die SGD Nord im Naturpark Nordeifel gefördert hat, steht die Biene im Rampenlicht. Denn auf dem Lehrpfad, den der Bienenzüchterverein Prümer Land im Kurpark Prüm errichtet hat, können Jung und Alt Spannendes über Bienen und das Imkern erfahren. Mit Schautafeln und haptischen Elementen werden die Lebensweise der Bienen sowie ihr Nutzen für die Natur und die Artenvielfalt vermittelt. Darüber hinaus wurden bienenfreundliche Stauden und Sträucher gepflanzt; auch ein barrierefreier Zugang zum Lehrpfad entstand. Naturpark Rhein-Westerwald: für Mensch und Eidechse Dass Naturparke Mensch und Natur vereinen, zeigt sich im Naturpark Rhein-Westerwald. Hier unterstützte die SGD Nord unter anderem den Bau einer halbkreisförmigen Trockenmauer in den Weinbergen von Leutesdorf im Kreis Neuwied, von der sowohl müde Wanderinnen und Wanderer als auch Eidechsen profitieren. Denn die Mauer dient einerseits als Sitzbank, und andererseits finden Mauereidechsen in den kleinen Spalten und Hohlräumen ideale Lebensbedingungen vor. Naturpark Südeifel: mit App und Fotos sensibilisieren Im Naturpark Südeifel hat die SGD Nord unter anderem Projekte gefördert, die über den Naturpark und seine Flora und Fauna informieren. So präsentiert etwa die neue „Naturpark Südeifel“-App Wanderwege und Highlights im Naturpark und stellt Tiere und Pflanzen vor. Nähern sich Nutzerinnen und Nutzern einem Naturschutzgebiet, bietet die App zudem automatisch Informationen an und klärt über Verhaltensregeln auf. Viel Wissenswertes bietet auch die Outdoor-Ausstellung der Gesellschaft für Naturfotografie unweit der Hängebrücke Irreler Wasserfälle im Eifelkreis Bitburg-Prüm: Tafeln mit Fotos und Texten geben dort einen Einblick in die Tierwelt des Naturparks. Hierdurch soll das Bewusstsein für die Artenvielfalt und den Naturschutz gefördert werden. Saar-Hunsrück: Baumschule für regionales Grün Dem Naturpark Saar-Hunsrück hat die SGD Nord im September 2025 einen Förderbescheid für das Projekt „Naturpark-Bäume mit und für Alle“ überreicht. Bei dem Projekt, das von einem breiten Bündnis von Partnern getragen wird, entsteht eine 5.000 Quadratmeter große Baumschule. Ziel ist es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Schulen und Vereinen klimaverträgliche, regionale Bäume und Sträucher vorzuziehen und auszupflanzen, und damit einen dauerhaften Beitrag zu Biodiversität, Klimaschutz, Bildung sowie Inklusion zu leisten. Auch der Bau von Nistkästen und Insektenhotels steht auf dem Programm. Naturpark Soonwald-Nahe: Wildcamping begrenzen Das Zelt an einem idyllischen See aufschlagen und den Sternenhimmel am Lagerfeuer genießen: Für viele Camperinnen und Camper sicher eine reizvolle Vorstellung. Doch Wildcampen ist in Deutschland vor allem in Naturparks und Schutzgebieten verboten – aus gutem Grund. Denn Müll, Lärm und die Anwesenheit von Menschen stören das sensible Gleichgewicht der Natur. Die gute Nachricht: Es gibt Alternativen, so auch im Naturpark Soonwald-Nahe. Auf einer Anhöhe unweit von Bruschied im Kreis Bad Kreuznach entstehen bald naturnahe Wohnmobilstellplätze samt Trockentoilette, die legales Übernachten im Naturpark im Einklang mit der Natur ermöglichen. Auch dieses Projekt wird – neben weiteren – von der SGD Nord gefördert. Natur- und Geopark Vulkaneifel: tierisch gute Helfer Im Naturpark Vulkaneifel förderte die SGD Nord unter anderem ein Beweidungsprojekt. Bei diesem grasen künftig Ziegen und Rinder örtlicher Landwirtschaftsbetriebe auf einer rund sechs Hektar großen Fläche im Kessel des Meerfelder Maars im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Ziel dieser extensiven – also schonenden – Beweidung ist es, das Areal wieder in eine lebendige, artenreiche Wiesenlandschaft zu verwandeln. Im Rahmen eines weiteren Projekts, das die SGD Nord unterstützt, hat der Naturpark zudem eine Streuobstinitiative gegründet. Diese bündelt Maßnahmen rund um die Pflanzung, Pflege und Nutzung von Streuobst und vermittelt wertvolles Wissen. Weitere Informationen zu den Aufgaben der SGD Nord im Bereich des Naturschutzes sind unter folgendem Link zu finden www.sgdnord.rlp.de/themen/naturschutz .

Geoparks, Geotope und Geopfade von Sachsen

Die Karte stellt die Geotope, Geoparks mit ihren Informationszentren und Geopfade von Sachsen dar. Geotope sind besonders schützenswerte, seltene oder einmalige geologische Objekte. Geoparks und Geopfade laden zu touristischen Entdeckungstouren ein, bei denen der geologische Untergrund und seine Nutzung im Fokus stehen. Sie umfassen ein oder mehrere Geotope sowie deren Umgebung. Weitere Informationen erhalten Sie bei Klick / Touch auf ein Objekt.

Multilaterale Wissenschaftskooperation zur Geoparkforschung im Südkaukasus, Teilvorhaben: Analyse sozio- ökologischer Entwicklungspotentiale in peripheren Regionen

Multilaterale Wissenschaftskooperation zur Geoparkforschung im Südkaukasus

Katrin Eder: „Wir gestalten eine neue Struktur für den kooperativen Naturschutz“

Umweltministerin startet zweite Modell-Naturschutzstation in Rheinland-Pfalz –Entwicklung der Umsetzung der größten strukturellen Veränderung der vergangenen Jahrzehnte im rheinland-pfälzischen Naturschutz – Förderbescheid über rund 450.000 Euro überreicht „Um die Herausforderungen der Klima- und Artenkrise zu bewältigen, brauchen wir engagierte Akteure vor Ort und passgenaue Lösungen. Der landesweite Aufbau der Naturschutzstationen in Rheinland-Pfalz eröffnet neue Möglichkeiten, um den kooperativen Naturschutz in der Region langfristig zu stärken und regional zu verankern. Gemeinsam mit den engagierten Partnerinnen und Partnern aus Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunen können wir effektiver auf die Herausforderungen des Naturschutzes reagieren und unsere Artenvielfalt bestmöglich erhalten und schützen. So verleihen wir dem Naturschutz ein neues Gesicht und ein nachhaltiges Fundament in den Regionen“, sagte Umweltministerin Katrin Eder bei der Vorstellung der zweiten rheinland-pfälzischen Modell-Naturschutzstation. Anhand zweier Modell-Naturschutzstationen wird das Vorhaben einer landesweit neuen Organisationsstruktur für das Naturschutzmanagement entwickelt. In den Landkreisen Donnersbergkreis, Bad Dürkheim sowie der kreisfreien Stadt Neustadt an der Weinstraße ist die erste Modell-Naturschutzstation des Landes im September 2024 gestartet. In der Vulkaneifel haben sich nun Akteure aus Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft sowie Kommunen zusammengeschlossen, um gemeinsam die zweite Modell-Naturschutzstation aufzubauen. Die beiden Modellregionen liegen damit in den Zuständigkeitsbereichen der Struktur- und Genehmigungsdirektionen (SGD) Nord und Süd. Die Kreisverwaltung der Vulkaneifel ist die Trägerin der Modell-Naturschutzstation Nord. Insbesondere sind dabei die Unteren Naturschutz- sowie Landwirtschaftsbehörden beteiligt. Landrätin Julia Gieseking nahm stellvertretend für die gesamte Interessengemeinschaft einen Förderbescheid über 446.796 Euro von Umweltministerin Katrin Eder entgegen. „Die Vulkaneifel, vor allem die Mitarbeitenden der Unteren Naturschutz- und Landwirtschaftsbehörden sind starke Partnerinnen und Partner in unserer zweiten Modellregion, die das Vertrauen zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunen ausbauen möchten und damit den Grundstein für ein zukunftsfähiges Naturschutzmanagement legen“, lobte die Ministerin das Engagement der Kreisverwaltung. „Unsere einzigartige historische Kulturlandschaft macht den Landkreis Vulkaneifel weit über die Region hinaus attraktiv. Zugleich tragen wir als kommunale Familie – gemeinsam mit den Verbandsgemeinden und Ortsgemeinden – die Verantwortung, diese besonderen Naturschätze, mit all den Gaben, die uns die Natur Tag für Tag schenkt, für die kommenden Generationen zu bewahren. Nutzung, Schutz und die Entwicklung unserer Gemeinden müssen dabei klug miteinander in Einklang gebracht werden. Die Naturschutzstation eröffnet uns dafür neue Wege: Das Prinzip der Drittelparität garantiert, dass Landnutzer, Kommunen und Naturschutz gleichberechtigt und auf Augenhöhe zusammenarbeiten. So werden Konflikte nicht gegeneinander, sondern miteinander gelöst. Dieses Miteinander eröffnet uns die Chance, unseren Landkreis gemeinsam nachhaltig weiterzuentwickeln – und zugleich die Naturschätze zu bewahren, die uns so besonders machen“, sagte Landrätin Julia Gieseking (Landkreis Vulkaneifel). Für den Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V. (BWV), MdL Marco Weber, sind die Naturschutzstationen eine Chance für eine flächendeckende Umsetzung des kooperativen Ansatzes beim Naturschutz: „Gerade, weil alle auf Augenhöhe miteinander kommunizierten, bietet sich die Möglichkeit, Probleme erst gar nicht entstehen zu lassen. Nur im konstruktiven Dialog kann die Nutzung von Flächen, der Schutz sensibler Bereiche sowie Berücksichtigung wichtiger Bereiche für unsere Zukunftsbetriebe und die Schaffung von Ausgleichsräumen künftig ausgewogen geplant und entschieden werden.“ Als wesentlicher Akteur aus dem Bereich der Landnutzung ist in der Modell-Naturschutzstation Nord auch der Forst, aktuell vertreten durch die Forstämter des Kreises, aktiv. „Wir freuen uns darauf, die ohnehin schon gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren vor Ort im Rahmen der Modell-Naturschutzstation weiterzuentwickeln und zu intensivieren und mit unserer fachlichen Expertise zu unterstützen“, erläuterte Matthias Urmes, Forstamtsleiter in Daun. Auch Susanne Venz, stellvertretende Vorsitzende des NABU Kylleifel, erklärte stellvertretend für die Naturschutzverbände: „Naturschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Von einer Naturschutzstation erwarten die Verbände, dass bisherige Aufgaben des über 30 Jahre etablierten Naturschutzmanagements genauso erfolgreich weitergeführt werden. Zusätzlich soll sie neue Aufgaben wie beispielsweise die Grünlandstrategie, Kompensation und Eingriffsregelung sowie die Natura-2000-Betreuung auf Kreisebene umsetzen.“ Beide Modell-Naturschutzstationen werden für eine zweijährige Modellphase gefördert. In dieser Zeit verfolgen sie das Ziel, den Regelbetrieb der künftigen Naturschutzstationen bestmöglich vorzubereiten. Bis zur Arbeitsaufnahme weiterer Naturschutzstationen sollen – in Kooperation mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) – in den Modell-Naturschutzstationen Abläufe, Arbeitshilfen und Empfehlungen für den Aufbau entwickelt und ein Wissenstransfer mit dem aktuellen Naturschutzmanagement hergestellt werden. „Für Rheinland-Pfalz stellt die Etablierung der Naturschutzstationen eine besondere Herausforderung dar. Es gilt, das erfolgreiche und langjährig etablierte System des Naturschutzmanagements zur Umsetzung der Vertragsnaturschutzberatung und der Biotopbetreuung zu sichern und weiterzuentwickeln“, erläuterte Umweltministerin Katrin Eder bei einer gemeinsamen Begehung des Wiesengebiets „Auf Seiderath“ im FFH Gebiet Gerolsteiner Kalkeifel, das in der Modellregion liegt. Dort begleitete die Ministerin gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Interessengemeinschaft den derzeitigen Biotopbetreuer Gerd Ostermann, der die Besonderheiten sowie Pflegehistorie dieses Naturraums vorstellte. Hintergrund Im Rahmen der Etablierung von Naturschutzstationen in Rheinland-Pfalz soll in der Modellregion Nord, die den Landkreis Vulkaneifel umfasst, die zweite Modell-Naturschutzstation (MoNa) durch die Interessengemeinschaft Modell-Naturschutzstation Nord (IG Nord) aufgebaut und betrieben werden. In der IG Nord finden sich Organisationen und Einzelpersonen aus Land- sowie Forstwirtschaft, Kommunen und Naturschutz zusammen, die Interesse am Aufbau der MoNa Nord haben und an deren strategischer und inhaltlicher Ausrichtung mitwirken. Die Entscheidung, dass die Kreisverwaltung für die Modellphase als Förderantragsstellerin fungieren soll, wurde von der IG einvernehmlich gefällt. Die Koordinierungsstelle Naturschutzstationen Rheinland-Pfalz steht der IG Nord beratend zur Seite. Mitglied der IG Nord sind folgende Organisationen und Einzelpersonen: NABU, Gruppe Daun NABU, Gruppe Kylleifel Arbeitsgemeinschaft Naturschutzverbände (AGNV), bestehend aus: BUND, Kreisgruppe Vulkaneifel Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. Eifelverein, Ortsgruppe Daun Landesjagdverband Rheinland-Pfalz Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V. Landesforsten Rheinland-Pfalz Landkreis Vulkaneifel Verbandsgemeinde Daun Verbandsgemeinde Kelberg Verbandsgemeinde Gerolstein Natur- und Geopark Vulkaneifel Naturpark Nordeifel e.V., Teilgebiet Rheinland-Pfalz Weitere Informationen zu den Naturschutzstationen finden Sie auf der Homepage der gemeinsamen Koordinierungsstelle von Umweltministerium und DVL: https://naturschutzstationen.rlp.de

„Runder Tisch zur Talsperre Kelbra“ betont vorrangige Nutzung für Hochwasserschutz

Wie wird der Hochwasserschutz an der Talsperre Kelbra ausgestaltet? Welche anderen Nutzungen sollen am Stausee künftig möglich sein? Und wie können Information und Beteiligung der Menschen vor Ort verbessert werden. Um diese Fragen dreht sich der Ende 2020 vom Umweltministerium initiierte „Runde Tisch zur Talsperre Kelbra“. Im Fokus: Der Ausgleich verschiedener Nutzungsinteressen, von Hochwasser- und Naturschutz, über Naherholung und Fischerei bis hin zum Tourismus. Zum Abschluss des Dialogformats im Beisein von Umweltstaatssekretär Dr. Steffen Eichner gab es heute in Kelbra (Landkreis Mansfeld-Südharz) eine „Gemeinsame Erklärung“. Darin verständigen sich Vertreterinnen und Vertreter von Umweltministerium, Talsperrenbetrieb, Biosphärenreservat, angrenzenden Landkreisen und Kommunen aus Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie von touristischen und Naturschutz- wie Anglerverbänden im Kern auf die Fortführung des in den vergangen drei Jahren erprobten, vorläufigen Betriebsplans der Talsperre, der den Hochwasserschutz weiterhin in den Mittelpunkt stellt. Darüber hinaus sollen jetzt Weichen gestellt werden, um die Möglichkeiten für weitere Nutzungen am Stausee Kelbra zu verbessern. Dazu sagte Eichner: „Der kontinuierliche und intensive Austausch zum Betrieb der Talsperre Kelbra hat sich ausgezahlt. Im direkten Gespräch konnten auch konfliktträchtige Themen rund um die Nutzung des Stausees ergebnisoffen besprochen und Lösungen gefunden werden. Im Ergebnis steht fest, dass der Hochwasserschutz auch künftig oberste Priorität haben muss. Dies hat zuletzt auch das Winterhochwasser zum Jahreswechsel 2023/24 bestätigt, als viele Menschen nur durch die professionelle Steuerung der Talsperre vor katastrophalen Überflutungen bewahrt wurden. Gleichzeitig werden wir aber weitere Nutzungen unterstützen, soweit sie den Hochwasserschutz nicht beeinträchtigen.“ Zwar könnten auch künftig nicht alle Interessen zu jeder Zeit vollständig Berücksichtigung finden. „Ich bin aber davon überzeugt, dass wir einen vernünftigen Kompromiss gefunden haben, mit dem alle Beteiligten weitestgehend leben können.“ Nach Abwägung der Interessen und Nutzungswünsche mit klimatischen, naturschutzfachlichen und behördlichen Rahmenbedingungen gibt es folgende Ergebnisse: • Der vorläufige Betriebsplan aus dem Jahr 2019 hat sich im Wesentlichen bewährt. Darauf aufbauend werden die Ergebnisse der Evaluierung in die Neufassung des Betriebsplans einfließen. Dieser wird durch ein weiterführendes Monitoring begleitet. Im Mittelpunkt steht auch künftig der Hochwasserschutz. • Für den Fisch- und Gewässerschutz soll in der Winterstauphase bis Anfang März in der Talsperre ein Restwasservolumen zwischen 0,5 und 1,0 Millionen Kubikmetern verbleiben. • Zur besseren Ausnutzung der Wasserfläche für Seglerinnen und Segler wird die Errichtung einer für den Segelsport günstiger gelegenen Anlegestelle unterstützt. • Im Interesse der touristischen Nutzung soll geprüft werden, ob das Sommerstauziel von 12,5 Millionen Kubikmetern verlängert werden kann. • Eine Zulassung des Kite-Surfens wäre grundsätzlich nur dann möglich, wenn durch potenzielle Nutzende nachgewiesen werden kann, dass dies mit den bestehenden Erhaltungszielen des Vogelschutzgebietes vereinbar ist. • Die Angelfischerei kann unter Maßgabe des primär dem Hochwasserschutz dienenden Talsperrenbetriebs sowie naturschutzrechtlicher Rahmenbedingungen in angepasster Form weitergeführt werden. • Der Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt unterstützt die naturschutzfachliche Weiterentwicklung und Besucherlenkung in der Region mit flankierenden Maßnahmen. Dazu zählen das geplante „Naturerlebniszentrum Stausee Kelbra“, der Kranichbeobachtungsturm, der Fischlehrpfad oder der Einsatz von Rangern. Die Talsperre Kelbra befindet sich länderübergreifend im Südwesten Sachsen-Anhalts und im Norden Thüringens. Sie wurde von 1962 bis 1966 als Hochwasserschutzanlage errichtet und 1969 in Betrieb genommen. Heute hat der Stausee auch große Bedeutung als Lebensraum für mehr als 300 Vogelarten sowie Drehscheibe für den Vogelzug. Jedes Jahr im Herbst machen hier bis zu 50.000 Kraniche Halt und den Stausee Kelbra so zum drittgrößten Kranichrastplatz in Deutschland. Dieses einzigartige Naturerlebnis zieht jährlich tausende Besucher an, die sich darüber künftig in einem modernen „Naturerlebniszentrum Stausee Kelbra“ informieren können; den Weg für die Finanzierung aus Strukturwandelgeldern hatte die Landesregierung in enger Abstimmung mit den Kommunen vor Ort Anfang 2024 geebnet. Darüber hinaus hat sich der Stausee mit Strandbad, Campingplatz und angrenzendem Natur- und Geopark Kyffhäuser zu einem attraktiven Ziel für Naherholung und Tourismus in den Monaten von Mai bis Oktober entwickelt. Der „Runde Tisch zur Talsperre Kelbra“ wurde durch einen unabhängigen Moderator geleitet und hat insgesamt neunmal getagt. Zusätzlich wurde in zwei öffentlichen Veranstaltungen über die Arbeit informiert. Um den Dialog zur Entwicklung des Areals rund um den Stausee Kelbra fortzusetzen, wird der Talsperrenbetrieb künftig jährlich eine Informationsveranstaltung durchführen. Die „Gemeinsame Erklärung des Runden Tisches zur Talsperre Kelbra“ wurde – mit Ausnahme des "Naturschutzbunds Deutschland (NABU), Landesverband Sachsen-Anhalt e.V." und der Landesarbeitsgemeinschaft Kranichschutz Sachsen-Anhalt – von allen Mitgliedern unterzeichnet. Sie steht auf den Internetseiten des Umweltministeriums zur Verfügung: https://lsaurl.de/RTTK2025. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Threads, Bluesky, Mastodon und X (ehemals Twitter). Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X

1 2 3 4 5