Es werden aktuelle Messergebnisse der fünf Gewässergütemessstationen sowie der Multiparametersonde der Pleiße am Standort Böhlen arbeitstäglich im Internet zur Verfügung gestellt.
Das Wassergütemessnetz 2 (WGMN2) stellt im Rahmen der nationalen und internationalen Meldepflichten aktuelle Daten der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Bürger, Schulen und Behörden haben ein reges Interesse an den Daten des WGMN. Deshalb werden die Daten in sechs stationären Gewässergütemessstationen im Zehn-Minuten-Takt aktualisiert. So stehen die erhobenen Parameter in Echtzeit zur Verfügung. Hierbei werden physikalische, hydrologische, meteorologische und biologische Messgrößen erfasst, die eine dynamische Sicht auf die Gewässerbeschaffenheit ermöglichen. Die Messstationen sind an ausgewählten Standorten an der Elbe, Havel, Teltowkanal, Oder und Neiße positioniert. Die Gewässergütemessstationen sind Bestandteil langfristig konzipierter Sanierungsmaßnahmen und dienen dem Nachweis der Gewässergüte und ihrer zeitlichen Veränderung im Rahmen von international abgestimmten Mess- und Untersuchungsprogrammen, der aktuellen Gewässerüberwachung (Warndienste), der Beweissicherung und der Gewinnung von wasserwirtschaftlichen Informationen. Das WGMN trägt dazu bei, dass Auswirkungen von Störfällen bei Industriebetrieben oder von Schiffsunglücken zeitnah ermittelt und zügig Maßnahmen ergriffen werden können. Aber auch kleinere Verunreinigungen wie illegal entsorgtes Altöl vom Auto fallen durch die Messungen schnell auf. Mit der Erkennung von akuten Verschmutzungen und dem Erfassen langfristiger Trends dient das WGMN auch dazu, entsprechende Forderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in Brandenburg umzusetzen. Hier können alle Datensätze abgerufen werden. Derzeit werden die Messwerte im Netz als Grafiken dargestellt.
Die im Geschäftsbereich Labore durchgeführte Wasser-, Boden- und Sedimentanalytik umfasst folgende Leistungen: - Erhebung physikalischer, chemischer und biologischer Daten in Wassermessnetzen einschließlich Bewertung der Gewässergüte, - Sedimentuntersuchungen, - Gewinnung chemischer und physikalischer Analysedaten im Rahmen von Bodenmessnetzen, -monitoring und -kartierung, - chemische und physikalische Boden- und Gesteinsuntersuchungen für die geologische Landesaufnahme, - Organisation externer Ringversuche im Rahmen des Qualitätsmanagements für Privatlabore nach Vorgaben der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA). Die Grundwasserproben werden auf Grundlage der Messnetzkonzeptionen durch den Geschäftsbereich "Messnetze" (GB 3) entnommen. Die Probenahme von Feststoffen erfolgt in Verantwortung des LfULG (Fachbereiche Boden und Geologie). Neben dem Zentrallabor in Nossen stehen desweiteren die Gewässergütelabore in Chemnitz, Bad Düben und Görlitz zur Verfügung. Zusätzlich werden kontinuierlich Messdaten in den automatischen Gewässergütemessstationen in Schmilka, Zehren, Dommitzsch, Bad Düben und Deutsch-Ossig erhoben.
Das Aufgabengebiet der " Wasseranalytik" umfasst die Untersuchung der Anionen, Nährstoffe und summarischen Kenngrößen, organischen Spurenstoff- und Metallanalytik und beinhaltet folgende Leistungsschwerpunkte: - Probenahme Oberflächenwasserproben - Fließgewässeruntersuchungen - Grundwasseruntersuchungen - Untersuchungen der Wochenmischproben aus den fünf Gewässergütemessstationen - Standgewässeruntersuchungen - Untersuchungen von Bodensickerwasser (LfULG) u.a. im Rahmen der Überwachung von Altstandorten des Uranbergbaus (WISMUT) sowie - Untersuchung von Sonderproben während außergewöhnlicher Gewässersituationen in der Elbe inkl. täglicher Rufbereitschaft im Rahmen des internationalen Warn- und Alarmplanes der Elbe. Die organischen Spurenstoff- und Metallanalytik basiert auf hochwertiger Analysentechnik (GC-MS/HPLC-MS: Organik, ICP/MS: Metallanalytik)
Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) betreibt in Niedersachsen zahlreiche kontinuierlich überwachte Gewässergütemessstationen an Fließgewässern in den Einzugsgebieten von Weser, Elbe und Ems sowie an den Küstenzuflüssen zur Nordsee. Zweck der Aufzeichnung unterschiedlicher Parameter ist es, außergewöhnliche hydrologische oder meteorologische Bedingungen sowie Unfälle möglichst schnell zu registrieren. Derartige Ereignisse können Gefahren für Gewässernutzungen und aquatische Lebensgemeinschaften hervorrufen, so dass möglichst schnell darauf reagiert werden muss, um Gegenmaßnahmen einzuleiten oder Beweise zu sichern. Mit der offiziellen Gewässergüte App können Sie sich nun mobil, ob unterwegs oder zu Hause, über die aktuelle Gewässergütesituation niedersächsischer Fließgewässer informieren. Dargestellt werden die aktuellen Gewässergütedaten wie elektrische Leitfähigkeit, pH-Wert, Sauerstoffgehalt und Wassertemperatur der Gewässergütemessstationen der niedersächsischen Fließgewässer. Zusätzlich wird als meteorologischer Parameter die Lufttemperatur angegeben und bei einzelnen Stationen auch die Trübung registriert. Eine Aktualisierung der Daten erfolgt in der Regel stündlich. Finden Sie als Nutzer die Gewässergütemessstationen an Fließgewässern in Ihrer Nähe mit der integrierten Umgebungssuche und der innovativen Kartenübersicht. Die detaillierten Grafiken zeigen die zeitliche Entwicklung verschiedener Gewässergüteparameter als Tagesganglinie bis hin zur Jahresübersicht. So lässt sich z. B. der Einfluss besonderer meteorologischer Ereignisse wie Trockenperioden oder Starkregen auf die Gewässergüte erkennen. Die gelungene Gestaltung und die einfache Handhabung machen diese App zur Nummer 1 Referenz der Gewässergütemessstationen Apps. Features: - aktuelle Gewässergütedaten an wichtigen niedersächsischen Fließgewässern - Umgebungssuche und innovative Kartenübersicht - Detailansicht mit Informationen zur Gewässergütemessstation - detaillierte Tages-, Wochen-, Monats- Jahresübersicht über den zeitlichen Verlauf des entsprechenden Parameters in einer übersichtlichen Grafik Die Aktualität der Daten ist vom Datenbestand des NLWKN abhängig, es kann daher keine Garantie dafür übernommen werden, dass die Daten vollständig und korrekt sind.
Ein Bestandteil der Fließgewässerüberwachung in Baden-Württemberg sind physikalisch-chemische und chemische Parameter, die im Rahmen des chemischen Landesüberwachungsnetzes erfasst werden. Sie liefern die erforderlichen Grundlagen zur Bewertung der Fließgewässerbeschaffenheit Das Landesüberwachungsnetz besteht zum einen aus den 26 kontinuierlich messenden Güte-Messstationen, auch Online-Messstellen genannt, und zum anderen aus ca. 180 repräsentativen Chemie-Messstellen, die regelmäßig in bestimmten Messzyklen beprobt werden. Ein Bestandteil der Fließgewässerüberwachung in Baden-Württemberg sind physikalisch-chemische und chemische Parameter, die im Rahmen des chemischen Landesüberwachungsnetzes erfasst werden. Sie liefern die erforderlichen Grundlagen zur Bewertung der Fließgewässerbeschaffenheit Das Landesüberwachungsnetz besteht zum einen aus den 26 kontinuierlich messenden Güte-Messstationen, auch Online-Messstellen genannt, und zum anderen aus ca. 180 repräsentativen Chemie-Messstellen, die regelmäßig in bestimmten Messzyklen beprobt werden.
Umweltminister Stefan Wenzel hat heute (Mittwoch) die voll automatische Gewässergüte-Messstation in Boffzen im Landkreis Holzminden besucht. Die Station ist die erste niedersächsische Weser-Messstation nach dem Zusammenfluss von Werra und Fulda und der Landesgrenze; sie überprüft die Einhaltung der Zielwerte für Chlorid, Magnesium und Kalium. Die Daten werden automatisch erhoben und kontinuierlich an den NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) weitergeleitet. Der Bewirtschaftungsplan 2015 bis 20121 (Salz) sieht für die Messstelle Boffzen bis 2021 eine Chlorid-Konzentration in Höhe von 395 Milligramm pro Liter (mg/l) vor, bis 2027 soll der Wert sogar unter 295 mg/l fallen. „Damit wollen wir der Salzeinleitung in die Werra klare Grenzen setzen. Die Messstation trägt dazu bei, die Werte transparent zu erfassen und Erfolge in Bezug auf die Versalzung der Weser messbar zu machen. Der Verursacher wird sich mit seiner Produktion und Maßnahmen zur Verringerung der Salzlast an dem Beschluss der Weserkonferenz messen lassen müssen“, sagte der Minister in Boffzen. Die Messstation wurde vom NLWKN im Sommer eingerichtet und ist Mitte Oktober in den Regelbetrieb gegangen. Bereits seit Mai wurden Messungen in Boffzen durch mobile Messgeräte und tägliche Probenahmen vorgenommen. Die Messstelle arbeitet inzwischen vollautomatisch. „Das bedeutet, dass die Daten mit Hilfe von Messsonden, die direkt in der Weser angebracht sind, über Funk an einen Datensammler im Stationshäuschen geschickt werden“, erläuterte Stephanie Gudat vom NLWKN. „Von dort werden die Daten direkt in das Betriebsinformationssystem des NLWKN weiter geleitet und stehen für eine kontinuierliche Auswertung zur Verfügung“. Die gemessenen Rohdaten zu den wichtigen Parametern Sauerstoffgehalt, Leitfähigkeit und pH-Wert dieser Messstelle und weiterer Messstationen in Niedersachsen stehen ab jetzt in einem Messintervall von 15 Minuten online über das Portal des NLWKN zur Verfügung ( www.gewaessergueteonline.nlwkn.niedersachsen.de ). Eine Smartphone-Applikation zum Abruf der Gütedaten der niedersächsischen Messstationen ist in Vorbereitung. Die Salzparameter werden im Labor des NLWKN als 14-Tagesmischproben auf Salz- und Nährstoffparameter untersucht und anschließend im Internet veröffentlicht. Eine zusätzliche Veröffentlichung auf den Internetseiten der Flussgebietsgemeinschaft Weser ist vorgesehen. An der Weser existieren derzeit fünf automatische Güte-Messstationen, in Fließrichtung sind dies die Stationen Hemeln, Boffzen, Hessisch Oldendorf, Drakenburg und Brake. Im Einzugsgebiet der Weser, also inklusive der wichtigen Neben- und Zuflüsse zur Weser, existieren 16 automatische Stationen, in ganz Niedersachsen sind es 24 Stationen. Hintergrund-Informationen zur Gütemessstelle Boffzen: Hintergrund-Informationen zur Gütemessstelle Boffzen: Die Gütemessstation ist in einen Neubau (Wohnhaus mit Garage) integriert und von außen auf den ersten Blick schwer als Messstation zu erkennen. Die Station bildet einen messtechnischen Lückenschluss zwischen den Stationen Hemeln (Landkreis Göttingen) und Hessisch Oldendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont). Wie arbeitet die Güte-Messstation? Wie arbeitet die Güte-Messstation? Einige Stationen werden im sogenannten Bypass-System betrieben, so auch die neue Station Boffzen. Dabei wird Wasser über ein Pumpensystem aus der fließenden Welle des Gewässers in ein Leitungssystem in der Station gepumpt. In diesem Leitungssystem sitzen die Messsonden, die den Wert ermitteln und die Daten an den Datensammler im Stationshaus übergeben. Sowohl die Messung als auch die Datenübertragung erfolgt automatisch. Die Messintervalle und die Datenübermittlungsintervalle werden vorab eingestellt. Gibt es schon erste Ergebnisse? Gibt es schon erste Ergebnisse? Es gibt Ergebnisse von den 14-Tagesmischproben, die im Rahmen des Messprogramms der Flussgebietsgemeinschaft Weser erhoben werden; die Werte einiger Sonden sind im Internet verfügbar: https://www.gewaessergueteonline.nlwkn.niedersachsen.de/Start
Vorhabenziel: Das Ziel des Verbundvorhabens ist einen Beitrag zur Einführung eines integrierten Ansatzes für den Aufbau von Instrumenten des Umwelt- und Klimaschutzmanagements in der Provinz Sichuan zu liefern und die Entwicklung und den Einsatz nachhaltiger Umwelttechnologien und Dienstleistungen zu fördern. Als innovative Dienstleistungsprojekte sind sieben Management- und drei Demonstrationsprojekte vorgesehen. Die Ziele dieses Teilantrags sind, mit dem Teilprojekt 'Web-GIS basierte wasserwirtschaftliche Planentwicklung' (M2) und Unterstützung des Teilprojektes Gewässergütemessnetz mit mehreren Messstationen (D1) effektive Instrumente für ein erfolgreiches Wissens - und Risikomanagement in Sichuan zu liefern. Das Umweltportal inkl. der Web GIS-Anwendung und die Sensor Web Dienste ermöglichen eine wirkungsvolle Übersicht für die Managementebene, Verschneidungen und Analysen für die Arbeitsebene sowie einen außerordentlichen Beitrag für die Überwachung und das Risikomanagement durch die schnelle Bekanntgabe und Verbreitung von Messergebnisse per SensorWeb. Arbeitsplanung: Die Projektpartner wollen im Teil WEB GIS Daten aus Sichuan aufbereiten, diese auch als OGC-WebGIS-Dienste bereitstellen und durch die Bereitstellung dieser Dienste in einer WebGIS-Anwendung zahlreiche Verschneidungs-, Analyse-, und Editiermöglichkeiten bieten. Darüber hinaus werden Sensor Web Dienste erstellt und weiterentwickelt, die die Daten der Gewässergütemessstationen online in das WebGIS übertragen.
<p>An ausgewählten Standorten betreibt das HLNUG insgesamt 7 ortsfeste Messstationen zur Überwachung der Wasserqualität. Die Messstationen befinden sich an größeren Fließgewässern bzw. Gewässern mit besonderer Belastungssituation. Die gewonnenen <a href="https://www.hlnug.de/messwerte/datenportal/gewaesserguete">Messergebnisse</a> sind repräsentativ für den untersuchten Wasserkörper. Zur Erfassung des gesamten stofflichen Austrags aus einem Flusseinzugsgebiet, befinden sich die Messstationen in der Regel in Mündungsnähe. Über Tauchpumpen wird kontinuierlich Wasser aus dem Fluss entnommen und zu den Messgeräten in der Station gefördert.</p><p>Die Standardparameter Sauerstoffgehalt, pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Wassertemperatur und Trübung werden im Abstand weniger Minuten erfasst. In einigen Messstationen werden auch die Pflanzennährstoffe Ortho-Phosphat, Ammonium und Nitrat erfasst. Die aktuellen Messdaten werden von einem zentralen Rechner per Datenfernübertragung abgerufen und für weitere Auswertungen bereitgestellt. Dies bietet eine zeitlich nahezu lückenlose Beobachtung und Analyse der Gewässerqualität und somit eine exakte Bestimmung der Dauer von Belastungssituationen. Es werden dynamische Prozesse im Gewässer, sowie absolute Minima und Maxima von Messgrößen abgebildet. Ein Teil des zur Messstation geförderten Wassers wird in Stichproben entnommen oder zu Wochenmischproben zusammengeführt und für eine umfassende Analyse auf Spurenverunreinigungen ins Labor gebracht. In aufwändigen Untersuchungen werden die Proben auf viele verschiedene Parameter untersucht, z. B. auf die physikalisch-chemischen Standardparameter, deren Auswahl die Einflüsse verschiedener Eintragsquellen (Kläranlagen, Landwirtschaft und Industrie) abbildet. Kontinuierlich erzeugte Mischproben ermöglichen eine im Vergleich zu Stichproben genauere Bestimmung von Stofffrachten zur Bilanzierung des Stoffaustrags aus dem gesamten Flusseinzugsgebiet.</p><p>Die gewonnenen Informationen über die Wasserbeschaffenheit dienen darüber hinaus der Trendbeobachtung und als Grundlage für Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität gemäß <a href="https://www.hlnug.de/themen/wasser/wasserrahmenrichtlinie">Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)</a>. Die im Allgemeinen kontinuierlich gemessenen Werte für den Sauerstoffgehalt, pH-Wert, die Wassertemperatur, die Nährstoffkonzentrationen sind Hilfsgrößen für die biologische Bewertung und somit für den ökologischen Zustand des Wasserkörpers nach WRRL. In der Oberflächengewässerverordnung (nationale Umsetzungsverordnung der WRRL) sind für diese Messgrößen fließgewässertypspezifische Orientierungswerte festgelegt.</p><p>Weitere Stoffe, die den ökologischen und chemischen Zustand ganz oder teilweise bestimmen können, werden in den in der Regel wöchentlich genommenen Stich- und Mischproben erfasst. Für viele dieser Stoffe sind in der <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/ogewv_2016/OGewV.pdf">OGewV, 2016</a> sogenannte Umweltqualitätsnormen als Jahresdurchschnittswert (JD-UQN) und als maximal zulässige Höchstkonzentrationen (ZHK-UQN) definiert.</p><p>Die Messstationen sind je nach Standort und Einzugsgebiet in verschiedene nationale oder internationale Messprogramme, wie beispielsweise das der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins, eingebunden. Messprogramme beinhalten Angaben zur Häufigkeit der Messungen und Probennahmen, zur Probenart und Konservierung, zu Untersuchungsparametern und zu Analyseverfahren. Es werden einheitliche Rahmenbedingungen geschaffen, um vergleichbare Ergebnisse zu bekommen. In einer Datenbank werden die Ergebnisse gesammelt und für diverse Auswertungen zur Verfügung gestellt.</p><p>Für den mobilen Einsatz verfügt das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie über eine Messstation in Anhängerbauweise. In Niedrigwassersituationen, Umbauphasen oder Sanierungsmaßnahmen fungiert sie als mobile, modular aufgebaute Ersatzstation. Neben der flexiblen kontinuierlichen Gewässerüberwachung soll die mobile Messstation eingesetzt werden, um Schadensfälle oder Belastungen unklarer Herkunft aufzuzeichnen. Zielgerichtet können somit Maßnahmen zur Behebung des Schadens oder der Verbesserung der Wasserqualität eingeleitet werden. Zudem dient die Station dazu, den Erfolg bereits durchgeführter Maßnahmen zu dokumentieren.</p><p>Die Gewässergüte-Messstation in Bischofsheim ist Hessens größte ortsfeste Messstation. Sie dient als Überwachungsstation des Mains bei Mainkilometer 4,0 und befindet sich in Mündungsnähe zum Rhein. Hauptaufgabe der Messstation ist die Kontrolle der Gewässergüte im Mündungsbereich des Mains, als wichtigster Vorfluter für kommunale und industrielle Einleitungen im Rhein-Main-Gebiet. Die Messstation verfügt über zwei Mainwasserentnahmestellen, linkes und rechtes Ufer. Diese befinden sich am Brückenpfeiler der Autobahnbrücke A671 (linkes Ufer) und ufernah an einem Ponton (rechtes Ufer). Die kontinuierliche Messung der Standardparameter erfolgt für beide Entnahmestellen. Es werden insgesamt vier Wasserstränge, jeweils zwei für linkes und rechtes Ufer in einer PE- und einer VA-Leitung gemessen. Neben routinemäßigen Untersuchungen der Mainwasserqualität existieren Warn- und Alarmpläne für die länderübergreifende Abstimmung und Koordination bei außergewöhnlichen Gewässerbelastungen durch beispielsweise unfallbedingte oder unerlaubte Einleitungen. Rückstellprobensammler entnehmen kontinuierlich Wasserproben über einen Zeitraum von 12 Stunden. Die Aufnahmekapazität der Sammler reicht für 7 Tage. Die Proben werden im Kühlraum bei +4°C für 4 Wochen gelagert. Im Schadensfall oder nach Bedarf stehen damit Wasserproben für Analysen auf Verunreinigungen zur Verfügung. Somit können Eintragspfade und gegebenenfalls Verursacher rückwirkend ermittelt werden. Darüber hinaus werden periodische Mischproben erzeugt und Stichproben zur Analyse im Labor entnommen. Für die Ermittlung von Stofftransporten und -frachten werden Abflussdaten vom Pegel Raunheim bezogen.</p><p>Kontinuierliche Messungen:</p><p>Wassertemperatur</p><p>Leitfähigkeit</p><p>pH-Wert</p><p>Sauerstoffgehalt</p><p>Trübung</p><p>Ortho-Phosphat</p><p>Messungen in Stich- und Mischproben:</p><p>Chlorid, Sulfat und weitere Ionen,</p><p>Metalle, Ortho-Phosphat, Gesamtphosphat, Ammonium, Nitrat</p><p>Organische und anorganische Spurenstoffe</p><p>Summenparameter</p><p>In Frankfurt Nied betreibt das HLNUG eine feste Doppelmessstation. Bei Main – km 25,6, kurz oberhalb der Nidda-Einmündung und an der Nidda, kurz vor der Einmündung in den Main, befindet sich jeweils in Ufernähe ein Dalben mit Schwenkarm, an dessen unterem Ende die Pumpeneinrichtung (Korb mit Pumpe) angebracht ist. Die Pumpen fördern das Wasser in die Messstation. Ein Teil des geförderten Main- und Niddawassers durchfließt kontinuierlich automatische Messgeräte in der Messstation, ein anderer Teil wird in Stich- und Wochenmischproben für Laboranalysen entnommen. Neben den chemisch-physikalischen Parametern werden im Rahmen von verschiedenen Messprogrammen gezielte aufwändigere Untersuchen im Labor auf Spurenverunreinigungen durchgeführt, wie z.B. Pflanzenschutzmittel, Arzneimittel und Schwermetalle.</p><p><strong>Probenahme Main</strong></p><p>Kontinuierliche Messungen:</p><p>Wassertemperatur</p><p>Leitfähigkeit</p><p>pH-Wert</p><p>Sauerstoffgehalt</p><p>Messungen in Misch- und Stichproben:</p><p>Chlorid, Sulfat und weitere Ionen,</p><p>Metalle, Ortho-Phosphat, Gesamtphosphat, Ammonium, Nitrat</p><p>Organische und anorganische Spurenstoffe</p><p>Summenparameter</p><p><strong>Probenahme Nidda</strong></p><p>Kontinuierliche Messungen:</p><p>Wassertemperatur</p><p>Leitfähigkeit</p><p>pH-Wert</p><p>Sauerstoffgehalt</p><p>Ortho-Phosphat</p><p>Ammonium</p><p>Messungen in Misch- und Stichproben:</p><p>Chlorid, Sulfat und weitere Ionen,</p><p>Metalle, Ortho-Phosphat, Gesamtphosphat, Ammonium, Nitrat</p><p>Organische und anorganische Spurenstoffe</p><p>Summenparameter</p><p>Die Gewässergüte-Messstation am Schwarzbach liegt kurz vor dem Hochwassersperrwerk/ Pumpwerk Ginsheim bei Astheim-Trebur. Der Schwarzbach durchfließt das hessische Ried und mündet südlich von Ginsheim in den Ginsheimer Altrhein. Die Gewässersituation im hessischen Ried ist gekennzeichnet durch abflussarme und aufgrund der hohen Siedlungsdichte im Rhein-Main-Gebiet stark abwasserbelastete Fließgewässer. Zur Untersuchung der Wasserbeschaffenheit des Schwarzbachs wird über einen Schwenkarm mit Pumpeneinrichtung Wasser zu den Messgeräten in der Messstation gefördert. Die Messstation ist mit Geräten zur kontinuierlichen Messung der Standardparameter und Registrierung der Pflanzennährstoffe Ortho- und Gesamt-Phosphat ausgestattet. Darüber hinaus werden zur Beurteilung des Eutrophierungsgrades des Gewässers die Chlorophyll-Konzentration, die Photosyntheseaktivität und verschiedene Algenklassen kontinuierlich bestimmt. Je mehr Algen vorhanden sind, desto höher ist die Chlorophyll-Konzentration. Hohe Temperaturen und eine intensive Lichteinstrahlung in den Sommermonaten begünstigen das Wachstum und die Photosyntheseaktivität der Algen. Bei gleichzeitigem Überangebot an Nährstoffen im Gewässer kann es zur Massenentwicklung der Algen mit nachteiliger Auswirkung auf die Wasserqualität kommen. Die stoffliche Belastung wird in regelmäßig oder kontinuierlich genommen Stich- und Mischproben im Labor analysiert. Insbesondere auf Spurenstoffe wie Arzneistoffe, Haushalts- und Industriechemikalien, Pflanzenschutzmittel und Biozide.</p><p>Kontinuierliche Messungen:</p><p>Wassertemperatur</p><p>Leitfähigkeit</p><p>pH-Wert</p><p>Sauerstoffgehalt</p><p>Gesamtphosphat</p><p>Ortho-Phosphat</p><p>Chlorophyll a und b</p><p>Messungen in Misch- und Stichproben:</p><p>Chlorid, Sulfat und weitere Ionen,</p><p>Metalle, Ortho-Phosphat, Gesamtphosphat, Ammonium, Nitrat</p><p>Organische und anorganische Spurenstoffe</p><p>Summenparameter</p><p>Die Gewässergüte-Messstation in Hanau liegt an der Kinzig, bei Flusskilometer 1,93, kurz vor Einmündung in den Main. Messstationen befinden sich häufig in Mündungsnähe, so kann der gesamte stoffliche Austrag aus dem Flusseinzugsgebiet erfasst werden. In der Station wird mit Pumpeneinrichtungen Wasser aus dem Fluss entnommen und zu den Messsonden und Messgeräten gefördert. Die Standardparameter werden kontinuierlich erfasst und bieten eine nahezu lückenlose Beobachtung und Analyse der Gewässerqualität. Es werden absolute Minima und Maxima von Messgrößen und die Dauer von Belastungen erfasst. Die gewonnenen Informationen über die Wasserbeschaffenheit dienen der Trendbeobachtung und als Grundlage für Maßnahmen zur Verbesserung. Stich- und Mischproben werden im Labor auf eine Vielzahl von Parametern untersucht, deren Auswahl die Einflüsse verschiedener Eintragsquellen und Messprogramme abbildet.</p><p>Kontinuierliche Messungen:</p><p>Wassertemperatur</p><p>Leitfähigkeit</p><p>pH-Wert</p><p>Sauerstoffgehalt</p><p>Ortho-Phosphat</p><p>Messungen in Misch- und Stichproben:</p><p>Chlorid, Sulfat und weitere Ionen</p><p>Metalle, Ortho-Phosphat, Gesamtphosphat, Ammonium, Nitrat</p><p>Organische und anorganische Spurenstoffe</p><p>Summenparameter</p><p>Auf dem Schleusengelände in Solms an der Lahn, bei Flusskilometer 118,5, befindet sich die Gewässergüte-Messstation. Über eine an einem Ausleger befestigte Tauchpumpe wird das Flusswasser in eine Ringleitung durch die Messstation gefördert. Die Standardparameter werden kontinuierlich erfasst. Zuverlässige und zeitlich hochaufgelöste Messwerte sind besonders zur Überwachung der Sauerstoffdynamik staugeregelter Gewässer wie der Lahn von Bedeutung. Neben den Basisparametern der kontinuierlichen Überwachung werden regelmäßig und kontinuierlich Stich- und Mischproben für die Analyse im Labor genommen. Die Messung und Bewertung der Proben erfolgt nach festgelegten Messprogrammen und orientiert sich an standortbedingten Belastungsschwerpunkten. Zahlreiche gestaute Abschnitte der Lahn, Kläranlagenabläufe und eine intensiv betriebene Landwirtschaft beeinflussen die Wasserqualität.</p><p>Kontinuierliche Messungen:</p><p>Wassertemperatur</p><p>Leitfähigkeit</p><p>pH-Wert</p><p>Sauerstoffgehalt</p><p>Ortho-Phosphat</p><p>Messungen in Misch- und Stichproben:</p><p>Chlorid, Sulfat und weitere Ionen,</p><p>Metalle, Ortho-Phosphat, Gesamtphosphat, Ammonium, Nitrat</p><p>Organische und anorganische Spurenstoffe</p><p>Summenparameter</p><p>Die Gewässergüte-Messstation Wahnhausen an der Fulda befindet sich oberhalb der Mündung in die Weser, im Oberwasser der Schleuse Wahnhausen mit angeschlossenem Wasserkraftwerk. Zur Überwachung der Wasserqualität wird über einen Ausleger mit Pumpeneinrichtungen automatisch Wasser aus dem Fluss entnommen und zu den Messsonden in der Station gefördert. Anhand von kontinuierlich gemessenen Standardparametern lässt sich der Momentanzustand der Fulda beobachten und bewerten. Die aktuellen Messdaten werden von einem zentralen Rechner per Datenfernübertragung abgerufen und stehen zur weiteren Auswertung bereit. Über einen Mischprobensammler werden automatisch Wasserproben genommen, die zu Ein- oder Zweiwochen-Mischproben vereinigt und neben regelmäßig genommenen Stichproben im hessischen Landeslabor in Wiesbaden, auf eine Vielzahl chemischer Parameter untersucht werden. Für die Ermittlung von Stofftransporten werden Abflussdaten vom Pegel Bonaforth bezogen.</p><p>Kontinuierliche Messungen:</p><p>Wassertemperatur</p><p>Leitfähigkeit</p><p>pH-Wert</p><p>Sauerstoffgehalt</p><p>Messungen in Misch- und Stichproben:</p><p>Chlorid, Sulfat und weitere Ionen,</p><p>Metalle, Ortho-Phosphat, Gesamtphosphat, Ammonium, Nitrat</p><p>Organische und anorganische Spurenstoffe</p><p>Summenparameter</p><p>Die Gewässergüte-Messstation Witzenhausen liegt an der Werra, 13 km oberhalb der Mündung in die Weser. Ein Ausleger mit Pumpeneinrichtungen fördert das Wasser in die Messstation. Dort werden die physikalisch-chemischen Standardparameter über automatische Messgeräte kontinuierlich gemessen. Standortbedingt wird zusätzlich der Pflanzennährstoff Nitrat erfasst. Durch Salzeinleitungen des Kalibergbaus im oberen Werratal weist die Werra eine erhöhte Chloridkonzentration auf. Die kontinuierliche Messgröße Leitfähigkeit ist als leicht bestimmbare Kenngröße u. a. ein zuverlässiger Indikator für Verlauf und Intensität der Salzbelastung. Bei Gerstungen werden die höchsten Leitfähigkeiten in der Werra gemessen. Eine regelmäßige Kontrolle des Salzgehaltes im Wasser ist unerlässlich. Automatische Probenehmer sammeln kontinuierlich Wasser in Form von Wochenmischproben. Diese werden neben regelmäßig genommenen Stichproben im Landesbetrieb Hessisches Landeslabor auf eine Vielzahl von Parametern untersucht. Nach dem Zusammenfluss von Werra und Fulda in die Weser ist im weiteren Flussverlauf eine fortschreitende Verdünnung der Salzbelastung zu beobachten. Die Weser ist das einzige große mitteleuropäische Flusssystem, dessen Einzugsgebiet ausschließlich in Deutschland liegt. Die Einhaltung der Wasserrahmenrichtlinie ist daher von besonderer Bedeutung. Für die Ermittlung von Stofftransporten werden Abflussdaten vom Pegel Letzter Heller bezogen.</p><p>Kontinuierliche Messungen:</p><p>Wassertemperatur</p><p>Leitfähigkeit</p><p>pH-Wert</p><p>Sauerstoffgehalt</p><p>Nitrat</p><p>Chlorid</p><p>Messungen in Misch- und Stichproben:</p><p>Chlorid, Sulfat und weitere Ionen,</p><p>Metalle, Ortho-Phosphat, Gesamtphosphat, Ammonium, Nitrat</p><p>Organische und anorganische Spurenstoffe</p><p>Summenparameter</p><p><a href="https://www.hlnug.de/kontaktformular?tx_powermail_pi1%5Bfield%5D%5Baddid%5D=5494&cHash=a23708b622dad6a76286fc04e5fe7ae5">Dr. Christina Klein</a><br>Tel.: 0611-6939 107</p><p><a href="https://www.hlnug.de/kontaktformular?tx_powermail_pi1%5Bfield%5D%5Baddid%5D=5846&cHash=36adbacabfc0ab71d4dffeb0a2ac9aac">Jana-Anette Semsei</a><br>Tel.: 0611-6939 775</p><p><a href="https://www.hlnug.de/messwerte/datenportal/gewaesserguete">Gewässergütedaten der hessischen Messstellen und Messstationen</a></p><p><a href="https://www.rheinguetestation.de/">Rheingütestation Worms</a></p><p><a href="https://www.rheinwasseruntersuchungsstation.de/">Rheinwasser-Untersuchungsstation Mainz-Wiesbaden</a></p><p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Nx36xDfoI_A&t=16s">Rheinwasser-Untersuchungsstation Mainz-Wiesbaden</a></p>
Bild: ZLO/LUBW Bild: ZLO/LUBW Ende Juli wurde die letzte schwimmende Gewässergütemessstation der LUBW an der Donau in Ulm-Wiblingen durch einen modernen Container nach dem Vorbild der Luftmessstationen ersetzt. Die in die Jahre gekommene Schwimmstation war seit 1994 in Betrieb und wies erhebliche Mängel aus Sicht der Arbeitssicherheit und der Ergonomie auf und war zudem Herberge für zahlreiche Insekten und Spinnentiere. In der neuen Messstation sind die Sonden zur Erfassung der Onlinekenngrößen jetzt auf festem, nicht mehr schwankendem Untergrund und in ergonomischen Steh- und Arbeitshöhen installiert. Neu ist das Durchflusssystem aus Acrylglas, das die Messsonden aufnimmt – dies ist mit einer automatischen Reinigungs- und Spülfunktion ausgestattet. Neu installiert wurde auch ein Trübungsmessgerät. Die Pumpenzuleitung ist an einem Schwenkarm mit Handseilwinde angebracht. Das erleichtert die Bergung der Pumpe für Wartungsarbeiten. Hinzugekommen ist auch ein automatischer Probesammler für Wochenmischproben, der zusammen mit dem Sammler für Tagesrückstellproben witterungsgeschützt in der Station untergebracht ist.
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 6 |
| Land | 21 |
| Type | Count |
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| Förderprogramm | 4 |
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| Boden | 11 |
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