Das Vorhaben wird das Umweltressort vor allem bei der Erhebung und Auswertung statistischer Daten zu Umweltschadensfällen in Deutschland wissenschaftlich unterstützen. Erhebungsrelevante Daten sind dabei: - Art des Umweltschadens, Datum des Eintretens und /oder der Aufdeckung des Schadens. Die Art des Umweltschadens wird als Schädigung geschützter Arten und natürlicher Lebensräume, der Gewässer und des Bodens gemäß Art. 2 Nr. 1 EWG-RL 2004/35 eingestuft; - Beschreibung der Tätigkeiten gemäß Anhang III EWG-RL 2004/35. Sonstige relevante Informationen über die bei der Durchführung der genannten RL gewonnenen Erfahrungen. Das Vorhaben soll sich auf die gemeldeten Umweltschäden und deren Begleitumstände für den Berichtszeitraum ab 26.06.2019 bis 30.04.2022 stützen und soweit fachlich geeignet und sachlich sinnvoll auswerten. Für einige ausgewählte Fälle soll zudem eine vertiefte Analyse unterlegt mit ExpertInnen-Interviews (Behörden, Anlagenbetreiber, Versicherer, Umweltverbände, Wissenschaft) durchgeführt werden. Zusätzlich soll die seit Bestehen des USchadG ergangene höchstrichterliche Rechtsprechung (D, EU) rechtswissenschaftlich ausgewertet werden und Handlungsvorschläge erarbeitet werden, um etwaige bestehende Rechtslücken und Vollzugshemmnisse auf nationaler oder europäischer Ebene zu beseitigen.
Im Rahmen des Leitprojektes 'Elbe 2000' ist eine Synthese der Einzelprojektergebnisse zu erarbeiten, die eine zusammenfassende Bewertung, insbesondere im Hinblick auf die Schwermetallbelastungen im gesamten Elbeeinzugsgebiet, erlauben. Die Bearbeitung des Projektes erfolgt in zwei Phasen: 1. Vertiefende Auswertung der Einzelprojekte mit dem Ziel einer projektuebergreifenden Bewertung. 2. Projekt-u. regionenuebergreifende Bewertung durch gemeinsame Auswertung aller vergleichbaren u. zur Verfuegung stehenden Daten des Elbeeinzugsgebietes zur Erarbeitung allgemeingueltiger Aussagen u. Empfehlungen zur Elementbelastung im Elbeeinzugsgebiet. Das FZK befasst sich im Rahmen des Projektes mit der zusammenfassenden Aus- u. Bewertung der gewonnenen Daten des gesamten Elbestroms von der Quelle bis zur Muendung u. ist fuer die Zusammenfuehrung der Teilprojekte u. die Erstellung des projektuebergreifenden Abschlussberichtes verantwortlich.
Objective: The project aims at addressing the problem of pesticide pollution and contamination in the former countries of the Soviet Union (NIS states). It aims at developing novel chemical and physical methods for the remediation of pesticides and hence the decontamination of polluted soil, water and food. Major pesticides such as DDT, Lindan and various organophosphates are the key focus of the work proposed. New materials, molecular receptors, extraction techniques and reagents will be devised and investigated in detail. They will offer the option of successful remediation of chemically diverse pesticides from various media. Prime Contractor: University of Surrey, Department of Chemistry, School of Physics and Chemistry Thermochemistry Laboratory; Guildford; UK.
RECOVER:2010 is designed to assess the impact of current and future anthropogenic pressures on sensitive European freshwater ecosystems. Initially, it will evaluate the present extent of recovery of acidified freshwaters, and identify and quantify the dominant driving processes governing the timing and magnitude of recovery. Subsequently, the predictive capability of existing biogeochemical models such as MAGIC7 will be improved through enhanced process representation and the incorporation of linkages between hydrochemical changes and biological impacts. Pan-European application of the models to different ecosystem types, will evaluate the degree of compliance with respect to restoration of acidified waters by the year 2010, as specified under the Water Framework Directive. Similarly, agreed and proposed UN-ECE protocols on emissions control will be critically assessed, and economic costs and environmental benefits evaluated, with respect to the recovery of freshwaters. The project also aims to develop an end-user focus group linking research and policy, and so enhance the relevance of the project.
Das Vorhaben dient der Unterstuetzung der zur Zeit im Rahmen der EU laufenden Arbeiten fuer die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie fuer 'kuenstliche/stark veraenderte' Gewaesser. Anhand eines strukturell beeintraechtigtem Fliessgewaessers, das repraesentativ fuer Fliessgewaesser mit einem groesserem Einzugsgebiet ist, und anhand eines stofflich belasteten Fliessgewaessers in einem intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebiet, das repraesentativ fuer Fliessgewaesser mit einem kleineren Einzugsgebiet ist, sollen die allgemeinen Bestimmungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie konkretisiert werden. Dazu sollen - ausgehend von der Zielstellung der Richtlinie, den 'guten oekologischen Zustand' in den Gewaessern zu erreichen, die Massnahmen identifiziert werden, die erforderlich sind, um diesen Status fuer die ausgewaehlten Gewaesser zu erreichen - die Effekte abgeschaetzt werden, die die Durchfuehrung dieser Massnahmen auf die Nutzungen an den betrachteten Fliessgewaessern haette - Kriterien fuer die Definition derjenigen Massnahmen erarbeitet werden, die zu einer nicht akzeptablen Beeintraechtigung der Nutzungen fuehren wuerden und - vor diesem Hintergrund das 'maximale oekologische Potential' dieser Fliessgewaesser definiert und die zum Erreichen dieses Zustandes erforderlichen Massnahmen heraus gearbeitet werden.
Problemstellung: Nur etwa 800 der 4500 Stehgewaesser Baden-Wuerttembergs sind natuerlichen Ursprungs. Kuenstliche Seen aber muessen regelmaessig abgelassen werden, entweder um die Fische zu ernten (Fischweiher) oder aber um Unterhaltungsmassnahmen an den Auslaufbauwerken durchzufuehren (Stauhaltungen, z.B. Hochwasserrueckhaltebecken). Die Frage ist, wie sich das Ablassen auf die Biozoenose im See auswirkt, ob es schadet oder vielleicht sogar nuetzt, also eine Massnahme zum Erhalt des Gewaessers darstellt (durch Reduzierung der Schlammdicke). Ziele: - Beschreibung der limnochemischen, planktologischen und zoologischen Auswirkungen des Ablassens im See sowie im Abfluss (siehe Projekt 'Folgen von Stauablaessen fuer Fliessgewaesser'). - Vorschlaege fuer ein umweltvertraegliches Management des Ablassvorgangs. Stand der Arbeit: Fuer Fischweiher ist die Arbeit beendet (siehe Projekt 'Naturschutzaspekte von Weihern'). Fuer die untersuchten drei Hochwasserrueckhaltebecken in Baden-Wuerttemberg (Landkreis Goeppingen, Landkreis Heilbronn) werden die Daten fuer eine vergleichende Darstellung derzeit ausgewertet.
Von 1990 bis 1993 wurden die baden-wuerttembergischen Zufluesse Argen, Schussen, Rotach, Seefelder Aach und Stockacher Aach auf verschiedene Herbizide und Insektizide untersucht. Im Gegensatz zum Bodenseewasser, wo lediglich geringe Spuren von vier Herbiziden aus der Gruppe der Triazine gefunden wurden, waren in den Zufluessen die Herbizide Atrazin, Desethylatrazin, Simazin, Terbutylazin, Diuron, Isoproturon und vereinzelt Methabenzthiazuron nachweisbar. Dabei ueberschritten die Konzentrationen einiger Substanzen mehrfach deutlich die nach der deutschen Trinkwasserverordnung zulaessigen Grenzwerte, sowohl jenen fuer Einzelsubstanzen von 0,1 mg/m3 als auch den fuer die Pestizide insgesamt von 0,5 mg/m3. Als Folge des Atrazinverbotes ab Maerz 1991 lagen die Konzentrationen von Atrazin und Desethylatrazin ab 1992 meist nur noch knapp ueber den Bestimmungsgrenzen (Atrazin: 0,01; Desethylatrazin: 0,03 mg/l). In den beiden Jahren davor hatten die Hoechstwerte dieser Stoffe in den kleineren Zufluessen noch etwa 0,5 bis 1 mg/l erreicht. Auffallend war eine deutliche Zunahme der Diuron-Konzentrationen in mehreren Zufluessen, die weitgehend parallel zur Abnahme der Atrazingehalte verlief. Dies zeigt, dass dieser Wirkstoff zunehmend anstelle des verbotenen Atrazin eingesetzt wird. Die Bemuehungen um eine Verminderung der Belastung des Bodensees mit Pflanzenschutzmittel muessen sich auf eine fortdauernde, generelle Reduzierung des Pestizideinsatzes konzentrieren. Dies kann in erster Linie erreicht werden durch die strenge Einhaltung der Regeln einer ordnungsgemaessen Landwirtschaft (gute fachliche Praxis) und eine weitere Einschraenkung der Verwendung von Pestiziden in landwirtschaftlichen wie auch in ausserlandwirtschaftlichen Bereichen durch Anwendung nicht chemischer, alternativer Methoden des Pflanzenschutzes bzw der Unkrautbekaempfung. Verbote bestimmter Wirkstoffe koennen in Einzelfaellen, etwa bei extremer Giftigkeit oder Schwerabbaubarkeit der Stoffe, geboten sein, sind jedoch wegen der Ersatzstoffproblematik kein allgemein brauchbarer Loesungsansatz.
Durch giftige Chemikalien wurde die Gewaesserbiozoenose des Rheins erheblich geschaedigt. Es besteht ein wissenschaftliches Interesse, die Schaedigung und langfristige Erholung der Benthosorganismen des Rheins zu beobachten, um fuer vergleichbare Unfaelle Schadenabschaetzungen und Prognosen machen zu koennen. Dies hat auch konkrete Bedeutung fuer die Moeglichkeiten einer Wiederbesiedlung des Rhein mit Aalen und die Abschaetzung von Regressforderungen an den Verursacher. Dieses F+E-Vorhaben ist Teil eines von der Deutschen Rheinschutzkommission (DK) am 15/12/1986 verabschiedeten Messprogrammes im Zusammenhang mit dem Rheinchemieunfall 'SANDOZ', welches ganz ueberwiegend von den Laendern finanziert wird. Die erwarteten Ergebnisse sind auch von Bedeutung fuer Massnahmen des BMU im Zusammenhang mit den Paragraphen 7a und 36 WHG.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 18 |
| Europa | 2 |
| Land | 2 |
| Wissenschaft | 5 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 18 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 18 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 14 |
| Englisch | 6 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 17 |
| Webseite | 1 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 16 |
| Lebewesen und Lebensräume | 18 |
| Luft | 15 |
| Mensch und Umwelt | 18 |
| Wasser | 18 |
| Weitere | 18 |