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Querverbauung aus Strukturkartierung

In Sachsen wurde von 2005-2009 die Gewässerstruktur an allen wrrl-relevanten Fließgewässern im Vor-Ort-Verfahren erfasst. Zeitgleich wurden im Rahmen der Strukturkartierung alle Querbauwerke mit Koordinaten aufgenommen. Die Erhebung erfolgte anhand der Kategorien der Strukturkartierungsanleitung 'Gewässerstrukturgütekartierung in der Bundesrepublik Deutschland 'Verfahren für kleine und mittelgroße Fließgewässer' (LÄNDERARBEITSGEMEINSCHAFT WASSER (LAWA) (Hrsg.), Berlin, 2000), die sich vom Erhebungsbogen des amtlichen Katasters (WEHR-Datenbank) unterscheidet. Vereinzelte Nachkartierungen bzw. Kontrollen fanden 2009 und 2011 statt.

Fließgewässerstruktur 2027 in 7 Stufen

Gewässerstrukturkartierung an den Gewässern des Berichtsgewässernetzes nach WRRL - Information zu den Bewertungen der Einzelparameter pro Abschnitt und weiterer Aggregationsstufen, wie Hauptparameter, Bereiche, Funktionale Einheiten, Struktur Gesamt. Enthalten sind auch Links zu bis zu sechs Fotos je Abschnitt (gegen und mit der Fließrichtung und zu besonderen Gewässersituationen). Im Datenbestand werden sukzessive weitere kartierte Lose hinzugefügt: Abschluss der Kartierung voruassichtlich bis Ende 2027.

Gewässerstrukturgüte 2001

Bewertung der ökomorphologischen Gewässerstruktur ausgewählter sächsischer Fließgewässer nach LAWA-Übersichtsverfahren Ergebnis der Kartierung der Gewässerstruktur (Übersichtsverfahren) aus dem Jahr 2001. Die Kartierung umfasst 2000 km repräsentativ ausgewählte Fließgewässerstrecke in Sachsen. Das Shape beinhaltet die Gesamteinstufung der Gewässerstruktur (Verdichtung 3. Ordnung) sowie die beiden Zwischenparameter Auedynamik und Gewässerbettdynamik (Verdichtung 2. Ordnung). Die Attributierung orientiert sich an den Vorgaben aus der Kartieranleitung (LÄNDERARBEITSGEMEINSCHAFT WASSER (LAWA) (Hrsg.) (2002): Gewässerstrukturkartierung in der Bundesrepublik Deutschland-Übersichtsverfahren-. Berlin).

Gewässerstrukturgütekartierung (StALU MS Neubrandenburg)

Kartierung der Untersuchungsergebnisse zur Gewässerstruktur in Fließgewässern. Zusätzliche Informationen Literaturbasis: Verfahrensempfehlung des DVWK, 5/96 Kartierungsumleitung M-V

Gewässerstrukturgütekartierung (StALU VP Stralsund)

Kartierung der Untersuchungsergebnisse zur Gewässerstruktur an Fließgewässern Zusätzliche Informationen Literaturbasis: Verfahrensempfehlung des DVWK, 5/96 Kartierungsanleitung M-V

Fotostandort Gewässerprofildatenbank (GPro)

Werden Geländeaufnahmen mit Bezug zu wasserwirtschaftlichen Fragestellungen durchgeführt soll zu jedem aufgenommenen Profil mindestens ein aussagekräftiges Foto der aktuellen Situation vor Ort aufgenommen und abgegeben werden. Die Verortung des Fotos erfolgt über den Standpunkt des Fotografen, den Fotostandort im GPRO-Format (siehe 1.1.1.5.1 Profillinie). Für viele Fragestellungen ist das Foto eine zumindest gleichwertige Information zur Vermessung. Darüber hinaus eignen sich die Fotos sehr gut um sich einen ersten Eindruck des Gewässers zu verschaffen. Deshalb werden die Fotos der Gewässervermessung neben der GPRO-Datenbank zusammen mit den Fotos der Gewässerstrukturkarte in Themenbaum, BRS und UDO unter dem Eintrag Fotos an Gewässern mit Fotostandort und Blickrichtung präsentiert.

Gewasserstrukturgütekarte

Diese Karte stellt ein landesweites Ergebnis der VOR-ORT-Kartierung nach einem umfangreichen Bewertungsverfahren zur Gewässerstruktur an allen wasserwirtschaftlich bedeutsamen Gewässern. Die Gewässerstrukturgütekarte dokumentiert die Defizite und die Fortschritte bei der Wiederherstellung funktionsfähiger Gewässer.

Gewässertypenatlas

Die Gewässertypenkarte und die 96 kartierten Referenzgewässerstrecken mit Steckbriefen sind ein bundesweiter Maßstab für die Gewässerstrukturgütekartierung und im Gewässertypenatlas zusammengefasst.

Gewässerstrukturkartierung nach dem Übersichtsverfahren

Die Erhebung der Gewässerstruktur ist für die Erfassung, Überwachung und Entwicklung des morphologischen Zustands der Gewässer erforderlich. Das Verfahren stellt eine leicht handhabbare Methode für die Gewässerentwicklungsplanung dar. In Baden-Württemberg wurde landesweit das LAWA-Übersichtsverfahren und seit 2010 das Feinverfahren Baden-Württemberg angewendet. Als Ergebnis (Produkt) existiert die Gewässerstrukturkarte Baden-Württemberg 2004 nach dem LAWA-Übersichtsverfahren (5-stufig) als pdf.

Gewässerstrukturgüte – Gesamtbewertung (WRRL) 2011

Zur Kartierung der Gewässerstruktur in Berlin wurden insgesamt drei verschiedene Verfahren angewandt: 1.) Übersichtsverfahren (ÜV) der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA, 2002). Dieses Verfahren zur Kartierung von Fließgewässern basiert auf der Auswertung von Luftbildern, sowie historischem und aktuellem kartographischen Material. Es wurde auf die Gewässer Dahme, Havel und Spree angewandt. Das ÜV erlaubt es, einen Überblick über die Gewässerstruktur bei vergleichsweise geringem Kartieraufwand zu gewinnen. Es ist jedoch in seiner Aussagekraft begrenzt: Insbesondere Aussagen zur Gewässersohle sind mit diesem Verfahren nicht möglich. Es wird daher heutzutage kaum noch angewandt. 2.) Vor-Ort-Verfahren (VOV) der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA, 2000). Dieses Verfahren zur Kartierung von Fließgewässern basiert auf einer Vor-Ort Begehung des zu untersuchenden Fließgewässers und erlaubt so eine genaue Ansprache von mehr als 25 ökologisch relevanten Parameter, insbesondere auch in der Gewässersohle. Es wurde mit Ausnahme von Havel, Dahme und Spree auf alle in der Karte dargestellten kleineren Fließgewässer angewandt. 3.) Seeufer-Kartierverfahren (SUK) (LUNG, 2004). Die Berliner Seeufer wurden nach einem Verfahren kartiert, das ursprünglich im Auftrag des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG M-V, Güstrow) entwickelt und in Hinblick auf die in Berlin anzutreffenden Bedingungen angepasst wurde. Dieses Verfahren basiert, ähnlich zum Übersichtsverfahren für Fließgewässer, auf der Auswertung von Luftbildern und kartographischem Material. Im Rahmen der Kartierung der Berliner Seeufer wurde zusätzlich eine seeseitige Befahrung aller Seeufer vorgenommen, um so die Bewertung von Parametern zu ermöglichen, die sich aus Luftbildern insbesondere aufgrund von ufernahem Baumbestand nicht oder nicht ausreichend genau bestimmen lassen. Allen Kartierverfahren gemeinsam ist die Bewertung der betrachteten Abschnitte unter Verwendung einer siebenstufigen Klassifizierung (siehe Tab. 1), wobei die Bewertungen von „unverändert" (Klasse 1) bis „vollständig verändert" (Klasse 7) reichen. Die Vorgehensweise ist dabei für die angewandten Verfahren (ÜV, VOV, SUK) prinzipiell vergleichbar: Über mehrere Hierarchieebenen werden die im Gelände erhobenen bzw. aus bereits vorliegenden thematischen Datengrundlagen bestimmten Ausprägungen der jeweiligen Einzelparameter zu einer Gesamtbewertung für einen Abschnitt zusammengefasst. In den meisten Fällen erfolgt dies über die Bildung des arithmetischen Mittels, zum Teil werden aber auch komplexere Verfahren verwendet. Details zur Berechnung der Gesamtbewertung können den jeweiligen Verfahrensbeschreibungen entnommen werden (LAWA, 2002; LAWA, 2000; LUNG, 2004). Das prinzipielle Vorgehen soll am Beispiel der Indexbewertung der Gewässerstruktur von Fließgewässern nach dem VOV verdeutlicht werden: Bei der Erhebung vor Ort werden die Ausprägungen für 25 Strukturelemente (=Einzelparameter) des Gewässers und seines Umfeldes als Indikatoren für die ökologische Funktionsfähigkeit in einem Erfassungsbogen aufgenommen. Aus den abschnittsweise erhobenen Einzelparametern wird über eine arithmetische Mittelwertbildung die Bewertung der Hauptparameter vorgenommen (siehe Abb. 1). Die Zuweisung der Güteklassen von 1 („unverändert") bis 7 („vollständig verändert") erfolgt dabei über die in Tab. 1 dargestellte Vorschrift. Ebenfalls über Bildung des arithmetischen Mittels werden aus den Hauptparametern die Indexbewertungen für die Gewässerbereiche „Sohle", „Ufer" „Land", sowie der Gesamtindex für die Gewässerstruktur abgeleitet und anschließend wiederum die jeweiligen Güteklassen zugewiesen. Methodenkritik Die Methoden zur Bewertung der Gewässerstruktur sind relativ neu und zum Teil noch nicht endgültig festgelegt. Dies kann sich in einer den tatsächlichen Gegebenheiten nicht angemessenen negativen Bewertung der Gewässerstruktur bemerkbar machen. So wurden z. B. bei der Bewertung der Fließgewässer nach LAWA, 2000 naturraum-spezifische Gewässer-„Leitbilder" herangezogen, die den Gegebenheiten im Norddeutschen Tiefland im Hinblick auf die Sohlstruktur nicht immer gerecht werden, was im Resultat zu einer ungerechtfertigten Abwertung der Gewässerstruktur führen kann. Basierend auf den Erfahrungen, die über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren bundesweit mit der Strukturkartierung von Fließgewässern gewonnen wurden, erschien im Jahr 2012 eine vollständig überarbeitete Anleitung zur Kartierung der Struktur von Fließgewässern (LANUV, 2012). Auch das Verfahren zur Seeuferkartierung wird in einer 2013 bundesweit angestrebten Überarbeitung, den tatsächlichen Gegebenheiten der unterschiedlichen Gewässertypen noch gerechter werden, um im Zusammenspiel mit den Erhebungen der ufernahen biologischen Erhebung eine erfolgreiche Maßnahmenumsetzung erreichen zu können. Trotz ihrer (erkannten) Defizite erlauben die Verfahren zur Erhebung der Gewässerstruktur jedoch bereits in den angewandten Versionen einen aussagekräftigen Vergleich zwischen einzelnen Gewässern sowie eine eindeutige Ausweisung von problematischen Gewässer- bzw. Uferabschnitten und stellen so eine äußerst wertvolle Grundlage für Gewässerentwicklungskonzepte und weitere Maßnahmenplanung dar.

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