Zwischen Herbst 2008 und Sommer 2010 wurden in den Vogesen und im Schwarzwald insgesamt 152 Quellen zu den verschiedenen Jahreszeiten beprobt. Neben den Quellgewässern sind auch die Böden der Quellgebiete Gegenstand der Untersuchung. Anhand verschiedener physikalischer und chemischer Parameter soll eine Aussage über den Versauerungsgrad der Quellen und der Böden in beiden Gebirgen getroffen werden. Zudem wird angestrebt, Korrelationen zwischen den Boden- und Quellwerten nachzuweisen. Diese Auswertungen dienen als Basis für die Analyse des Zustandes der Tonminerale in den Böden.
Das Forsthydrologische Forschungsgebiet Reinhardswald (Nordhessen) umfasst das 420 ha grosse, bewaldete Einzugsgebiet des Elsterbaches. Dort werden seit 1971 Wasser- und Stoffbilanzuntersuchungen durchgefuehrt. Vorrangiges Ziel ist es, die atmogene Saeure- und Schadstoffbelastung dieses repraesentativen Mittelgebirgs-Waldoekosystems zu quantifizieren und die langfristigen Auswirkungen der sauren Deposition auf die forstlichen Standorte, die Waldbestockung, das Abflussverhalten/-regime und die Gewaesserqualitaet zu dokumentieren. Im Rahmen einer normalen forstlichen Bewirtschaftung wird das Forschungsgebiet Reinhardswald also als 'Barometer-Einzugsgebiet' zum Erkennen exogen verursachter Veraenderungen im Wasser- und Stoffhaushalt genutzt
Durch den Braunkohletagebau entstanden bzw. entstehen geogen extrem versauerte Restseen (pH 2-4), die auch hinsichtlich weiterer abiotischer Parameter ein Extremhabitat darstellen. Wir untersuchen die Konsequenzen, die dies fuer die Struktur und Funktionsweise der planktischen Nahrungsnetze hat.
Untersuchungen zur Belastung von Seesaiblingen in Tiroler Hochgebirgsseen (va Schwarzsee, Oetztaler Alpen) im Zuge zunehmender Versauerung. Ziel: 1) Erfassung der Reaktion von Fischen auf starke Absenkung des pH-Wertes waehrend der Schneeschmelze und die damit verbundene Aktivierung von Schwermetallen. 2) Untersuchung des atmosphaerischen Eintrages von Schwermetallen, 3) systematische Erfassung limnologischer, geologischer und klimatologischer Parameter im Untersuchungsgebiet, und 4) Vergleich mit der Reaktion von Seesaiblingen aus dem relativ unbelasteten Achensee. Erfassung struktureller und funktioneller Parameter vor allem in der Leber, aber auch in Niere und Kiemen.
Im Rahmen der Revision der westpalaearktischen Arten der Gattung Lebertia (GE 646/7-1) wird die Wassermilbensammlung Werner Jäntsch bearbeitet, die bei Freilandarbeiten in den frühen 1960er Jahren im Erzgebirge entstand. Abgesehen von ihrer generellen faunistischen Bedeutung ist sie in zweierlei Hinsicht von besonderem Interesse: 1. Die Tiere stammen aus Gegenden, die in der frühen Wassermilbenkunde wichtige Sammelgebiete darstellten (Piersig, Ende 19. Jahrhundert). Sie eignen sich daher für die Rekonstruktion unvollständig beschriebener Arten, von denen kein, oder unzulänglich erhaltenes, Typenmaterial vorliegt. 2. Das Untersuchungsgebiet hat seit der Zeit der Aufsammlungen erheblich unter ökologischen Veränderungen durch saure Immissionen gelitten (Brettfeld 1987, Dässler & Ranft 1989, Keitel 1995, Mädler & Arnscheidt 1996, Zimmermann und Ziemann 1990). Die Aufarbeitung der Sammlung ermöglicht eine Wiederholungsuntersuchung, die Auswirkungen der Gewässerversauerung auf die Wassermilbenfauna dokumentieren kann. Die Sammlung Jäntsch wird nach Aufarbeitung in den Wassermilbenbestand des Senckenberg Museums Frankfurt inkorporiert.
Am 27. Februar 2012 erhielt Prof. Dr. Ulf Riesesell des Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (IFM-GEOMAR) den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG). Der Wissenschaftler erhält den wichtigen Förderpreis für seine Forschungen zum Ozeanwandel, einer der weitreichendsten Begleit- und Folgeerscheinungen des vom Menschen verursachten Klimawandels.
Zielstellung: Für die aufgeführten Seen wurden die Lebensbedingungen für Fische betrachtet, das fischereiliche und fischfaunistische Leitbild erarbeitet, die Fischbestände untersucht und gegebenenfalls Grundlagen für die zukünftige fischereiliche Nutzung erarbeitet. Material und Methoden: Die vorliegenden Gutachten zur Gewässerentwicklung und zum Gewässerzustand der drei Seen des Tagebaukomplexes Goitzsche wurden ausgewertet. Zur Erfassung und Bewertung der Fischbestände wurden die drei Seen im Sommer 2011 befischt. Im Ludwigsee war bereits 2005 eine erste Befischung durchgeführt worden. Ergebnisse: Während 2005 im rund 90 ha großen, oligotrophen Ludwigsee einige Fische, v. a. Barsche und Plötzen, gefangen wurden, wies der See 2011 infolge der aufgetretenen Versauerung keine geeigneten Lebensbedingungen für Fischen mehr auf. Der 48 ha große, oligotrophe Holzweißiger See war 2011 pH-neutral, allerdings ist eine künftige Versauerung nicht ausgeschlossen. Der See ist mit dem natürlichen fischereilichen Seentyp eines Maränensees vergleichbar, die flachen Bereiche könnten Merkmale eines Hecht-Schleie-Sees aufweisen. 2011 wurden sieben Fischarten, Barsch, Blei, Karpfen, Kaulbarsch, Plötze, Rotfeder und Schleiee nachgewiesen. Am häufigsten waren Plötze, Barsch und Rotfeder. Die Bruttoenergiegehalte der Fische wiesen auf günstige Ernährungsbedingungen hin. Der 26,5 ha große, oligotrophe Zöckeritzer See ist mit dem Holzweißiger See über einen Flachwasserbereich verbunden. Der See weist im Norden ein tiefes, meromiktisch geschichtetes Becken mit niedrigen hypolimnischen Sauerstoffkonzentrationen und im Süden einen Flachwasserbereich auf. Die pH-Werte lagen im Bereich von 4,7 - 6,5. Insgesamt wurden 22 Fische der Arten Barsch, Giebel, Plötze, Rotfeder und Schleiee gefangen. Gegenwärtig bietet der See Fischen keine optimalen Lebensbedingungen. Sollten sich die Bedingungen im Nordbecken nicht verschlechtern, ist die Entwicklung eines artenarmen und barschdominierten Fischbestandes denkbar, wie er in einigen Talsperren zu finden ist. Die Flachwasserbereiche könnten der Fischgemeinschaft eines Hecht-Schleie-Sees Lebensraum bieten, wenn sich stabile neutrale pH-Werte einstellen.
Tropische Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung bis zu zwei Drittel ihres Zooplanktons. Zu diesem Ergebnis kommt ein deutsch-australisches Forscherteam, welches die Riffe um Kohlendioxid-Austrittsstellen vor der Küste Papua Neuguineas untersucht hat. An diesen vulkanischen Quellen entweicht so viel Kohlendioxid aus dem Meeresboden, dass das Wasser jenen Säuregrad besitzt, den Wissenschaftler für die Zukunft der Weltmeere vorhersagen. Den Rückgang des Zooplanktons erklären die Forscher mit dem Verlust geeigneter Versteckplätze. Er wird hervorgerufen, weil sich die Korallengemeinschaft des Riffes mit zunehmender Versauerung verändert. Anstelle dicht verzweigter Geweihkorallen wachsen dann robuste helmförmige Arten von Steinkorallen, die dem Zooplankton kaum Unterschlupf bieten. Da diese Kleinstorganismen eine wichtige Nahrungsquelle für Fische und Korallen darstellen, sind die Folgen für das Nahrungsnetz des Korallenriffes weitreichend, berichten die Forscher in einer Studie, die am 19. September 2016 im Onlineportal des Fachmagazins Nature Climate Change erschienen ist.
30 Jahre Monitoring versauerter Waldbäche in Rheinland-Pfalz [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Gewässerschutz und Luftschadstoffe 30 Jahre Monitoring versauerter Waldbäche in Rheinland-Pfalz Gewässerschutz und Luftschadstoffe 30 Jahre Monitoring versauerter Waldbäche in Rheinland-Pfalz Zwischenbilanz zur langfristigen Entwicklung der Gewässerversauerung im Hunsrück Chemisch-physikalische und gewässerbiologische Trends Mainz, Dezember 2018 Impressum Herausgeber: Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) Kaiser-Friedrich-Str. 7 • 55116 Mainz Bearbeiter: Fulgor Westermann, LfU Probenahmen, Analytik: Sandy Sobieray, Cornelia Röder, LfU Abflüsse: Yvonne Henrichs, LfU Statistik, Diagramme, Trendanalysen und -interpretation: Dr. Andreas Müller, Julius Kranl, Büro chromgruen Planungs- und Beratungs- GmbH & Co. KG, Velbert Titelbild und alle weiteren Fotos im Innenteil, bis auf Fotos von Brigitta Eiseler auf Seiten 100-101: LfU Layout und Herstellung: LfU © Dezember 2018 Nachdruck und Wiedergabe nur mit Genehmigung des Herausgebers Inhaltsverzeichnis Einleitung6 Gewässerversauerung – was sind die Ursachen? Welche Gewässerlandschaften sind von Gewässerversauerung überhaupt betroffen? Wie wirkt sich Versauerung im Gewässer aus? Internationale Überwachung der Versauerung von Oberflächengewässern Aktuelle Berichtspflicht zur Gewässerversauerung durch EU-Vorgabe Entwicklung versauernd wirkender Luftschadstoffe seit den 1980er-Jahren bis heute Daten und Methoden Chemismus Statistik Makrozoobenthos6 6 7 7 8 9 12 12 13 15 Charakteristika der Einzugsgebiete und Lage der Untersuchungsstellen der „Sauren Bäche“16 Untersuchungsstellen Entwicklung der Abflüsse17 23 Trendentwicklungen25 Entwicklung und Trend der Aluminium-Konzentrationen Entwicklung und Trend der Cadmium-Konzentrationen Entwicklung und Trend der Sulfat-Konzentrationen Entwicklung und Trend der Basekapazität Entwicklung und Trend der Säurekapazität (SK) Entwicklung und Trend der pH-Werte Veränderungen im charakterisierenden pH-Wert-Status der Untersuchungsbäche Entwicklung und Trend des Nitrat Entwicklung und Trend von Calcium und Magnesium Entwicklung und Trend elektrische Leitfähigkeit Entwicklung und Trend Chlorid Entwicklung und Trend gelöster organischer Kohlenstoff (DOC) Entwicklung und Trend Wassertemperatur25 31 34 40 46 52 58 59 65 74 79 86 93 Makrozoobenthos99 Erläuterung zur Methode der biologischen Versauerungsindikation 99 Welche Tiergruppen des Makrozoobenthos fallen versauerungsbedingt aus? 100 Zwischenbilanz zur Entwicklung des Makrozoobenthos in den „Saure-Bäche“-Programmgewässern 101 Literatur110 Zusammenfassung112 5
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 119 |
| Land | 25 |
| Weitere | 3 |
| Wissenschaft | 59 |
| Zivilgesellschaft | 6 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 5 |
| Förderprogramm | 109 |
| Gesetzestext | 1 |
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| License | Count |
|---|---|
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| Deutsch | 118 |
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| Resource type | Count |
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