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Halichoerus grypus atlanticus Nehring, 1886 Atlantische Kegelrobbe Säugetiere Gefährdet

Siehe Baltische Kegelrobbe (Halichoerus grypus grypus). Die Kegelrobben der Nordsee haben im letzten Jahrzehnt ein bemerkenswertes Populationswachstum gezeigt (van Neer et al. 2017). Trotzdem müssen sie im Hinblick auf eine in der Vergangenheit wesentlich größere Population als „Gefährdet“ eingestuft werden. In den Jahren 2008 bis 2017 verdoppelte sich der Bestand im Bereich der Deutschen Bucht auf über 5.000 Tiere. Besonders die Anzahl der Geburten auf Helgoland zeigt diesen Aufwärtstrend von 6 Jungtieren in 2002/2003 auf 426 Jungtiere bis 2017/2018 (van Neer et al. 2017). Durch intensivere Beobachtungen der gestiegenen Bestände wurde nachgewiesen, dass Kegelrobben in der Nordsee sowohl Schweinswale (Haelters et al. 2015) als auch Seehunde (van Neer et al. 2014) aktiv jagen und erbeuten.

Bundesamt für Naturschutz: Schweinswalmonitoring Sichtungen (WFS)

Der Dienst beinhaltet die Einzelsichtungen für den Schweinswal und Einzelsichtungen von Schweinswaljungtieren und sonstige Sichtungen während des Schweinswalmonitorings in den deutschen Offshore-Gebieten. Einzelne Layer zeigen die Verbreitung der Art unterteilt in Jahreszeiten für einzelne Monitoringjahre. Datengrundlage sind die im Rahmen des Monitoringprogramms des BfN durchgeführten Schweinswalerfassungen. Die Beobachtungsdaten werden in Form von Punkten dargestellt, wobei die Punktgröße nach Anzahl der beobachteten Individuen variiert. Die Erfassung der Schweinswale basiert auf der für marine Säugetiere etablierten Transekt Methode (Buckland et al. 2001), die es erlaubt die Dichte von Populationen abzuschätzen. Der Datensatz enthält für jeden Beobachtungspunkt eine Information zu den beobachteten Tieren und einiger ergänzender Informationen (siehe Beschreibung der erfassten Attribute). Neben der erfassten Art und der Anzahl der gesichteten Tiere ist der Erfassungsaufwand eine bedeutende Größe. Diese gibt die Gesamtgröße der am Beobachtungspunkt untersuchten Fläche [km2] an. Dieser Wert ist für die Abschätzung der Populationsdichte von Bedeutung. Eine nähere Beschreibung der Methodik findet sich in den Monitoringberichten des BfN (https://www.bfn.de/wirbeltiere) oder in einer Zusammenfassung unter http://www.wal-und-mensch.de/wum2006/gilles.php

REFOPLAN 2022 - Ressortforschungsplan 2022, Habitat-Identifizierung, internationale akustische Monitoring-Harmonisierung und Nahrungsanalyse von Schweinswalen

Das Robben - und Schweinswalsterben in der Ostsee

Protokolle und Schriftverkehr mit dem Deutschen Meereskundemuseum, aus denen die aktuelle Zahl und Ursache der verstorbenen Robben und Schweinswale aus dem Jahr 2026 in der Ostsee hervorgeht.

DAM Schutz und Nutzen-2: Konzepte zur Reduzierung der Auswirkungen anthropogener Drücke und Nutzungen auf marine Ökosysteme und die Artenvielfalt, Vorhaben: Schutz der marinen Biodiversität in der deutschen Nordsee - Governance und Bildungsarbeit

Entwicklung eines Modells zur Ermittlung der Strahlendosis in marinen Säugetieren

Ressortforschungsplan 2023, Naturschutzfachliche Begleitung Deutsche Allianz für Meeresforschung BfN-Vergabe-Nr. 3523521500

Akustische Populationserfassung an entlegenen Standorten durch Edge-KI und Satellitenkommunikation

Phocoena phocoena phocoena (Linné, 1758) Schweinswal Säugetiere Stark gefährdet

Durch genetische Analysen mit „single nucleotide polymorphism“ (SNP) wurde nachgewiesen, dass sich die Tiere der inneren Ostsee von denen der dänischen Beltsee deutlich unterscheiden (Lah et al. 2016). Morphologische und akustische Daten stützen diesen Befund (Sveegaard et al. 2015). Populationsunterschiede zwischen Nordsee und der dänischen Beltsee sind auch mit anderen Methoden deutlich nachweisbar (Wiemann et al. 2010). Für die unterschiedlichen Einheiten stehen jedoch bisher keine Namen zur Verfügung, so dass sie hier gemeinsam unter dem Artnamen betrachtet werden. Die Gefährdungseinstufung für Deutschland ergibt sich aus der Zusammenschau der Gefährdungen in Nord- und Ostsee; die Population der Nordsee wird durch weiträumige schiffs- und luftgestützte Untersuchungen beobachtet. Sie zeigen, dass es Wanderungen zwischen nördlichen Bereichen der Britischen Inseln und Dänemarks und der deutschen und niederländischen Küste gibt (Hammond et al. 2013). Im Schutzgebiet Borkum-Riffgrund gibt es einen leichten Anstieg der Abundanz (Peschko et al. 2016). Aufgrund der anhaltenden Gefährdung durch Beifang in Stellnetzen, Umweltgifte und Lärm muss der Status trotz des insgesamt stabilen kurzfristigen Bestandstrends als „Gefährdet“ eingeschätzt werden. In der dänischen Ostsee und den angrenzenden Bereichen deuten Untersuchungen auf stabile Populationsgrößen um 30.000 Tiere hin (Sveegaard et al. 2013, Viquerat et al. 2014). Für die innere Ostsee werden dagegen nur noch ca. 500 Tiere (mit größerer Unsicherheit) geschätzt (SAMBAH 2016). Die Population pflanzt sich höchstwahrscheinlich auf der Midsjöbank in Schweden fort. Im Winter verteilen sich die Tiere auch in deutsche Gewässer. Der Status der Gesamtpopulation der inneren Ostsee und auch für die deutschen Ostsee-Anteile muss als „Vom Aussterben bedroht“ angesehen werden. Die größten Gefahren drohen durch das Ertrinken in Fischernetzen (Berggren et al. 2002), Umweltverschmutzung (Ochiai et al. 2013, van de Vijver et al. 2004), Unterwasserlärm durch Offshore-Installationen (Dähne et al. 2013, 2017) und durch reduzierte Beuteverfügbarkeit (DeMaster et al. 2001).

INSPIRE Verteilung Schweinswale in der AWZ - Vorkommen

Der INSPIRE Dienst Verteilung Schweinswale in der AWZ - Vorkommen stellt Vorkommensdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Der Datenbestand enthält Informationen zur Populationsdichte der Schweinswale in den deutschen Offshore-Gebieten basierend auf einem einem 10x10 km Raster (EU-GRID).

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