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Waffenwirkung und Umwelt

Die Umwelt wird durch die neuen Vertraege des humanitaeren Voelkerrechts wie z.B. im Zusatzprotokoll I vom 12.12.1977 zu den Genfer Abkommen vom 12.8.1949 auch im bewaffneten Konflikt geschuetzt. Das Ausmass und den Umfang des Schutzes an Hand der Vertragsvorschriften und des voelkerrechtlichen Gewohnheitsrechts praezise zu bestimmen, stoesst angesichts der in den Vertraegen verwendeten Terminologie und der uneinheitlichen Staatenpraxis auf Schwierigkeiten. Die interdisziplinaer angelegte zweite Phase des Projekts dient der Aufarbeitung der naturwissenschaftlichen Rahmenbedingungen der voelkerrechtlichen Vorschriften. Dabei werden unter naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten sowohl methodische Fragestellungen des Schutzes der Umwelt im bewaffneten Konflikt aufgegriffen als auch Untersuchungen ueber die Auswirkungen bestimmter Waffen und Kriegsfuehrungsmethoden auf die Umwelt durchgefuehrt. Das Ziel des Projektes ist die Herausarbeitung von Empfehlungen fuer eine Verbesserung des Schutzes der Umwelt im bewaffneten Konflikt, die in den Prozess der Ueberpruefung der vertraglichen und gewohnheitsrechtlichen Grundlagen in den Vereinten Nationen Eingang finden koennen.

Traditionelle Streitbeilegungsformen in Landnutzungskonflikten

Die Bemuehungen zum Schutz der Artenvielfalt (Biodiversitaet) unseres Planeten durch die Errichtung von Naturschutzgebieten haben in der Vergangenheit zu einer Reihe von Konflikten mit indigenen Voelkern und anderen lokalen Gruppen gefuehrt, deren traditionelle Landnutzungsrechte durch die Nationalparke vielfach eingeschraenkt wurden. In diesen Auseinandersetzungen stehen sich nicht nur gegenlaeufige Interessen sondern auch unterschiedliche Konfliktloesungsregime gegenueber. - Das Gewohnheitsrecht vieler Populationen verfuegt ueber komplexe Streitbeilegungsformen, die nicht unbedingt den staatlichen oder internationalen Modellen entsprechen. Diese Normen sind stark von sozialen und kulturellen Faktoren gepraegt. Das beantragte Projekt versucht, an Hand einer Literatur- und Datenauswertung sowie einer detaillierten Fallstudie (Konflikt ueber die Nutzung der Naturressourcen der Galapagosinseln) diese Faktoren zu identifizieren und ihren relativen Stellenwert zu anderen strukurellen und prozessualen Parametern zu determinieren. Weiter soll untersucht werden, welche Auswirkungen die (Inter)Nationalisierung eines lokalen Konflikts auf Prozesse und Strategien der beteiligten Parteien hat.

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