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COOREFLEX-Turbo, Nr. 1.1.3 Präzise Pneumatische Messtechnik

Ziel des Projekts ist die präzise Messung von Strömungen mithilfe der klassischen pneumatischen Sondenmesstechnik. Hierfür soll die Rückwirkung von Sonden auf die Strömungsmessung festgestellt werden, um mit dieser Kenntnis den systematischen Einfluss zu korrigieren. Dies soll ein genaues Verständnis der komplexen Strömungsfelder, wie sie in modernen Verdichtern herrschen, liefern. Zunächst ist eine Optimierung der Messtechnik und Traversiermechanismen am Freistrahl-Kalibrierkanal vorgesehen, damit für die zu untersuchenden Sonden hochwertige Messergebnisse sichergestellt werden können. Im Rahmen dieser Arbeiten wird ein mehrachsiger Roboter zum Traversieren der Sonden installiert und in Betrieb genommen. Dieser eignet sich zur Traversierung von Sonden konventioneller Bauart sowie skalierten Sonden. Gleichzeitig wird das laseroptische Messsystem PIV in Betrieb genommen, um eine flächige Vermessung der Sondenkopfumströmung im Freistrahl zu ermöglichen sowie um eine Referenzmessung der Strömung ohne Sondeneinfluss zu liefern. Anschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse auf die turbomaschinenähnliche Strömung im ebenen Gitterwindkanal übertragen. Durch eine systematische Variation von Parametern sollen zwischen den identifizierten charakteristischen Einflussgrößen Abhängigkeiten erkannt werden und die Definition der Einsatzgrenzen der Sondenmesstechnik erfolgen. Dafür müssen konstruktive Änderungen am ebenen Gitterwindkanal vorgenommen werden, die eine für die Lasermesstechnik geeignete mehrachsige Traversierung ermöglichen. Die begleitenden laseroptischen Messungen dienen zur Visualisierung der Umströmung des Sondenkopfes. Der Schwerpunkt aller Untersuchungen liegt auf dem Einfluss der unterschiedlichen Betriebspunkte auf die geänderte Nachlaufströmung des ebenen Gitters und damit auf der Rückwirkung der Sonde auf die zu messenden Strömungsgrößen.

HTGT-Turbotech, (Interimsphase) - Themen-Nr. 1.410: Stroemungsbeeinflussung zur Reduzierung der Sekundaerstroemungsverluste in Turbinengittern HTGT-Turbotech

Die Untersuchungen am maschinennahen Eintrittsleitgitter des MTU-Parallelvorhabens 1.2.2 zeigten einen deutlichen Einfluss der starken Kanalerweiterung im Seitenwandbereich auf das Verhalten der Sekundaerstroemung. Im Hochgeschwindigkeits-Gitterwindkanal koennen derartige Stroemungsverhaeltnisse dadurch naeherungsweise simuliert werden, dass im Gegensatz zu den bisher verwendeten parallelen Seitenwaenden konische Seitenwaende eingesetzt werden. In der Interimsphase soll deshalb der Einfluss konischer Seitenwaende auf die Entwicklung der Sekundaerstroemung am Turbinengitter T106 untersucht werden, das mit parallelen Seitenwaenden bereits im Vorhaben 1.2.2.1 verwendet wurde. Durch Vergleich mit den dabei gewonnenen Ergebnissen laesst sich so der Einfluss der Seitenwandneigung auf die Sekundaerstroemung und ihre Verluste bestimmen. Das beantragte Vorhaben beinhaltet neben der experimentellen Bestimmung der Stroemungsgroessen und der Turbulenzstrukturen innerhalb und stromab des Turbinengitters T106 auch entsprechende Stroemungsfeldrechnungen mit Hilfe von 3D-Navier-Stokes-Rechenverfahren. Diese Rechenverfahren werden darueberhinaus an praxisnahen Aufbauten mit verschiedenen Beeinflussungskonfigurationen.

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