Anstelle leere Glasflaschen zu entsorgen oder auf Kunststoff umzusteigen, hat die Ölmühle Moog aus Lommatzsch (Sachsen) den Einsatz von Mehrwegflaschen gewählt. Die entwickelten Flaschen sind bruchsicher und können bis zu 50-mal wiederverwendet werden. Dadurch wird der CO2-Ausstoß im Vergleich zum Recycling von Einwegglas erheblich reduziert. Die Ökobilanz der Mehrwegflasche weist nach eigenen Angaben bereits ab der zweiten Wiederverwendung eine bessere Bilanz als das klassische Recycling auf. Das Unternehmen startete 2023 mit acht Ölsorten in 500 ml-Mehrwegflaschen für den deutschen Naturkostfachhandel. Für 2024 ist die Umstellung auf Mehrwegflaschen für 250 ml-Flaschen in Vorbereitung. Durch diesen ersten Schritt hofft das Unternehmen, andere Unternehmen zu motivieren, ihrem Beispiel zu folgen, sodass es möglicherweise bald ausschließlich Mehrwegsysteme für Speiseöl gibt. Die Umstellung auf Mehrwegflaschen kann so auch einen erheblichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zur Ressourceneffizienz leisten können. Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis hat die Ölmühle Moog mit der Marke BIO PLANÈTE 2023 deshalb in der Kategorie Biodiversität für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
Alte Sofas, Abfallsäcke, Elektrogeräte, Sperrmüll und andere unbrauchbare Dinge – immer wieder sorgt illegal entsorgter Müll am Straßenrand oder in der Landschaft für Verärgerung. Dabei sind die illegalen Müllhaufen nicht nur ein optisches Ärgernis, sie sind auch eine enorme Belastung für die Umwelt und sorgen für zusätzliche Kosten in Millionenhöhe für die Entsorger. „Das Fehlverhalten Einiger führt zu einer enormen Belastung der Umwelt und bezüglich der Entsorgung zu einer Belastung aller. Denn für die Entsorgung illegaler Ablagerungen im öffentlichen Raum ist der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger zuständig. Einen nicht unerheblichen Teil ihrer Arbeitszeit müssen sie für die Beseitigung der Müllberge aufbringen.“, erklärt der Präsident des Landesverwaltungsamtes Thomas Pleye. Diese Art der Müllentsorgung stößt bei den meisten Bürgerinnen und Bürgern auf Unverständnis, denn es gibt flächendeckend Möglichkeiten, seinen Müll loszuwerden. Jeder Haushalt ist an die öffentliche Abfallentsorgung angeschlossen, das heißt, Abfälle, die im Haushalt entstehen, können über die hauseigenen Mülltonnen entsorgt werden. Fallen Abfälle an, die nicht in die Mülltonnen passen oder von der Abfuhr ausgeschlossen sind, kann man kostenlos oder gegen kleinere Gebühren die Wertstoffhöfe der Kommunen nutzen. Auch Sperrmüll kann bis zu vier Mal im Jahr kostenlos zur Abholung angemeldet werden. „Es gibt also objektiv keinen Grund, sich seines Mülls illegal zu entledigen. Und dennoch müssen in Sachsen-Anhalt die Kommunen jedes Jahr rund 1.000.000 Euro aufwenden, um unbedacht weggeworfene Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen.“, so Pleye weiter. Teuer wird es jedoch nicht nur für die zuständigen Entsorgungsträger. Wer seine Sachen einfach auf der Straße oder in der freien Natur ausmustert und dabei erwischt wird, muss mit rechtlichen und finanziellen Konsequenzen rechnen. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für privaten Hausmüll, der rechtswidrig in öffentlichen Papierkörben entsorgt wird. Ein besonders gravierender Aspekt der illegalen Müllentsorgung ist ihre negative Auswirkung auf die Umwelt. Abfälle, die unsachgemäß in der Natur oder in städtischen Bereichen abgelegt werden, können Böden, Gewässer und die Luft verschmutzen. Plastiktüten, Glasflaschen oder Zigarettenstummel vergehen nicht nur über Jahre, sondern können auch Haus- oder Wildtieren schaden. „Illegale Müllentsorgung ist kein Kavaliersdelikt. Sauberkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir alle haben ein Interesse daran, dass unsere Städte und Wälder sauber und lebenswert bleiben!“, so Pleye abschließend. Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de