Mit diesem Teilprojekt soll die Glasmanufaktur Brandenburg sich auf die kommende Einstufung gemäß der Ökodesign-Richtlinie vorbereiten, welche den produktrelevanten CO2-Ausstoß und die Verwendung umweltschädlicher Materialien bewertet. Das Solarglas ist für Herstellung von Solarmodulen ein wichtiger Bestandteil, somit hat das Glas einen erheblichen Anteil bei der Bewertung gemäß der Ökodesign-Richtlinie. Folglich sind die Ziele im Projekt für die Aspekte Energieverbrauch, Recycling und Vermeidung von umweltschädlichen Materialien in der Glasproduktion in den entsprechenden Arbeitspaketen aufgegriffen. Die Energieeinsparung und die Wiederverwertbarkeit sollen mit der Verwendung von Sekundärrohstoffen aus dem Recycling und der Dickenreduzierung erreicht werden. Die Vermeidung umweltschädlicher Materialien betrifft die Gemengekomponente Antimon, welche reduziert oder ersetzt werden soll, ohne die Produkteigenschaften zu verlieren. Diese Arbeiten werden durch die Ertragsverbesserungen bei geringerer Degradation flankiert.
Verbundvorhaben: Am Beispiel der Glasindustrie ist ersichtlich, dass eine Betrachtung von Einzelmaßnahmen nicht das volle Potential im Sinne der Energieeffizienz und Dekarbonisierung der Industrie ausschöpfen kann und sich über die Handlungsfelder: Transformation der Kernprozesse, Transformation sektorenkoppelnder Sekundärprozesse, Anpassung elektrischer Verteilernetze sowie optimierte Energiebereitstellung und Energiedienstleistungen erstrecken muss. Daher ist es Ziel des Vorhabens ZORRO 2, am Beispiel der Thüringer Glasindustrie zu zeigen, wie eine hochverfügbare, nachhaltige und wirtschaftliche Elektroenergieversorgung umgesetzt werden kann. Teilvorhaben: Die TEAG Thüringer Energie AG wird mit den Tochterfirmen TEN Thüringer Energienetze und TMZ Thüringer Mess- und Zählerwesen und gemeinsam mit den Projektpartnern an der Transformation der Netzinfrastruktur, an der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf weitere Industriebranchen sowie an der Steuerbarkeit der industriellen Verbraucher arbeiten. Die Projektergebnisse können genutzt werden, um langfristig die Sektorenkopplung in Thüringen auszubauen und ggfs. die Elektrifizierung von Unternehmen zu beschleunigen. Es werden Grundlagen gelegt, welche die Machbarkeit einer klimaneutralen Glasproduktion in Thüringen aufzeigen und somit mittelfristig den Wirtschaftsstandort Thüringen attraktiver gestalten. Dies kann anschließend über verschiedene Kanäle kommuniziert werden um anderen Projekten bei der Transformation oder Umsetzung zu helfen.