Die IVH, Industriepark und Verwertungszentrum Harz GmbH mit Sitz in Hildesheim (Niedersachsen) hat über mehrere Jahre zusammen mit der Umweltdienste Kedenburg GmbH, beide Entsorgungs-/Recyclingunternehmen im Unternehmensverbund der Bettels-Gruppe, Hildesheim, und der Eisenmann Environmental Technologies GmbH, Holzgerlingen, deren NaRePAK-Verfahren zur großmaßstäblichen Umsetzung weiterentwickelt. Stoffkreisläufe zu schließen und somit die effiziente und nachhaltige Nutzung begrenzter Ressourcen zu verbessern ist die erklärte Philosophie der IVH, hier fügt sich das RiA-Verfahren nahtlos ein. In Deutschland fallen jährlich erhebliche Mengen teerhaltigen Straßenaufbruchs an. Dieser Abfallstrom besteht weit überwiegend aus mineralischen Komponenten (z.B. Gesteinskörnungen und Feinsand) und enthält neben Bitumen krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Letztere sind verantwortlich, dass dieser Massenstrom als gefährlicher Abfall eingestuft wird. PAK sind persistent und verbleiben ohne thermische Behandlung langfristig in der Umwelt. Die Abfallmengen sind dabei beträchtlich. Die Bundesregierung geht von einer Menge von etwa 600.000 Tonnen pro Jahr allein von Bundesautobahnen und -straßen aus, dazu kommt der Aufbruch von Landes- und Kreisstraßen, die mengenmäßig die Bundesautobahnen und -straßen weit übertreffen. Bisher wird teerhaltiger Straßenaufbruch überwiegend deponiert, wodurch die im Straßenaufbruch enthaltenen mineralischen Ressourcen dem Wertstoffkreislauf verloren gehen. Der in begrenztem Umfang alternativ mögliche Verwertungsweg: Kalteinbau in Tragschichten im Straßenbau, erfolgt ohne Entfernung der PAK und wird daher nur noch in geringem Umfang angewendet. Eine weitere Möglichkeit ist die thermische Behandlung in den Niederlanden. Dies ist nicht nur verbunden mit langen Transportwegen, auch arbeiten die niederländischen Anlagen in einem deutlich höheren Temperaturintervall – im Bereich der Kalzinierung (Kalkzersetzung) – was dazu führen kann, dass die mineralischen Bestandteile des Straßenaufbruchs nicht mehr die notwendige Festigkeit aufweisen, um für einen Einsatz als hochwertiger Baustoff für die ursprüngliche Nutzung des Primärrohstoffes in Frage zu kommen. Darüber hinaus wird beim Kalzinierungsprozess von Kalkgestein im Gestein gebundenes CO 2 freigesetzt. Mit dem Vorhaben RiA plant die IVH an ihrem Standort in Goslar / Bad Harzburg die Errichtung einer in Deutschland erstmaligen großtechnischen Anlage zur thermischen Behandlung von teerhaltigem Straßenaufbruch. Dabei soll eine möglichst vollständige Rückgewinnung der enthaltenen hochwertigen Mineralstoffe (Gesteinskörnungen)erfolgen. Gleichzeitig werden die enthaltenen organischen Bestandteile, die in Form von Teerstoffen und Bitumen vorliegen, als Energieträger genutzt. In der innovativen Anlage sollen pro Jahr bis zu 135.000 Tonnen teerhaltiger Straßenaufbruch mittels Drehrohr thermisch aufbereitet werden. Dabei werden im Teer enthaltene besonders schädliche Stoffe wie PAK bei Temperaturen zwischen 550 Grad und 630 Grad Celsius entfernt und in Kombination mit der separaten Nachverbrennung vollständig zerstört, ohne dass das Mineralstoffgemisch zu hohen thermischen Belastungen mit der Gefahr einer ungewollten Kalzinierung ausgesetzt ist. Zurück bleibt ein sauberes, naturfarbenes Gesteinsmaterial (ohne schwarze Restanhaftungen von Kohlenstoff), das für eine höherwertige Wiederverwendung in der Bauwirtschaft geeignet ist. Die mineralischen Bestandteile des Straßenaufbruchs können so nahezu vollständig hochwertig verwendet und analog Primärrohstoffen erneut bei der Asphaltherstellung oder Betonherstellung eingesetzt werden. Die organischen Anteile im Abgas werden mittels Nachverbrennung bei 850 Grad Celsius thermisch umgesetzt und vollständig zerstört. Die dabei entstehende Abwärme wird genutzt, um Thermalöl zu erhitzen, um damit Ammoniumsulfatlösungen einer benachbarten Bleibatterieaufbereitung der IVH einzudampfen, aufzukonzentrieren und so ein vermarktungsfähiges Düngemittel herzustellen. Das Thermalöl wird dazu mit 300 Grad Celsius zu der Batterierecyclinganlage geleitet. Die Wärme ersetzt dabei andere Brennstoffe wie z. B. Erdgas. Die verbleibende Abwärme aus der Nachverbrennung wird mittels drei ORC-Anlagen zur Niedertemperaturverstromung genutzt. Es werden ca. 300 Kilowatt elektrische Energie pro Stunde erzeugt. Die beim RiA-Verfahren entstehenden Abgase werden in einer mehrstufigen Rauchgasreinigung behandelt. Die Abgase der Drehrohr-Anlage werden dazu aufwendig mittels Zyklone und nachgeschaltetem Gewebefilter entstaubt. Schwefeldioxid und Chlorwasserstoff werden mittels trockener Rauchgasreinigung nach Additivzugabe abgeschieden. Die Umwandlung von Stickstoffoxiden erfolgt mittels selektiver katalytischer Reduktion mit Harnstoff als Reduktionsmittel. Die bereits genannte Nachverbrennung zerstört verbliebene organische Reste. Die wesentliche Umweltentlastung des Vorhabens besteht in der stofflichen Rückgewinnung des ursprünglichen hochwertigen Gesteins im teerhaltigen Straßenaufbruch, also durch Herstellung eines wiederverwendbaren PAK-freien Mineralstoffgemisches von gleicher Qualität wie die ursprünglichen Primärrohstoffe. Das heißt die besonders umweltschädlichen PAKs werden nachhaltig aus dem Stoffkreislauf entfernt. Mit der Anlage können von eingesetzten 135.000 Tonnen Straßenaufbruch rund 126.900 Tonnen als Mineralstoffgemisch in Form von Gesteinskörnungen und Füller zurückgewonnen und für die Wiederverwendung bereit gestellt werden. Die Gesamtmenge von 126.900 Tonnen pro Jahr reduziert den jährlichen Bedarf von Gesteinsabbauflächen bei einer Abbautiefe von 30 Meter um rund 1.460 Quadratmeter. Bezogen auf den angenommenen Lebenszyklus von 30 Jahren wird eine Fläche von ca. 4,4 Hektar Abbaugebiet allein durch diese Anlage nicht in Anspruch genommen. Zusätzlich wird in gleichem Maße wertvoller Deponieraum bei knappen Deponiekapazitäten eingespart. Bei erfolgreicher Demonstration der technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit im industriellen Maßstab, lässt sich diese Technik dezentral auf verschiedene Standorte in Deutschland übertragen. Damit wird dem in der Kreislaufwirtschaft propagierten Näheprinzip entsprochen, das heißt die Transportwege und die damit verbundenen Umweltauswirkungen werden weiter reduziert. Auch der nach Region unterschiedlichen Gesteinsarten wird dabei Rechnung getragen. Branche: Wasser, Abwasser- und Abfallentsorgung, Beseitigung von Umweltverschmutzungen Umweltbereich: Ressourcen Fördernehmer: IVH, Industriepark und Verwertungszentrum Harz GmbH Bundesland: Niedersachsen Laufzeit: seit 2024 Status: Laufend
In diesem Fachthema werden Flächen mit unterschiedlichen Bodenbelastungen (Schwermetallbelastungen) dargestellt. Die Schadstoffeinträge in die Böden sind darauf zurückzuführen, dass im Harz über Jahrhunderte Erze abgebaut und verarbeitet wurden. Dabei gelangten anorganische Schadstoffe wie Blei, Cadmium, Zink und Arsen in die Flüsse, die im Harz entspringen, und über den Wasserpfad auch in die Böden der historischen Flussauen. Räumlich betroffen sind vor allem: • der Harz selbst (Landkreise Goslar und Göttingen) • die Innerste-Aue (Landkreise Hildesheim und Wolfenbüttel, Städte Hildesheim und Salzgitter) • die Oker-Aue (Landkreise Wolfenbüttel und Gifhorn, Stadt Braunschweig) • und die Allerniederung (Landkreise Celle, Gifhorn und Soltau-Fallingbostel, Stadt Celle). Die Nutzung der betroffenen Flächen erfordert eine besondere Aufmerksamkeit, damit die Schadstoffe nicht zu Risiken für die menschliche Gesundheit führen oder eine Beeinträchtigung weiterer Böden bewirken. Dies gilt insbesondere für folgende Nutzungsarten: • Aufenthalt im Wohnumfeld (Hausgärten), • Freizeitaktivitäten, insb. auf Kinderspielflächen, • Landwirtschaft und Gartenbau, • Baumaßnahmen und Gewässerunterhaltung, durch die Bodenmaterial und Baggergut anfallen. In den belasteten Gebieten werden zahlreiche Menschen und Institutionen von der Problematik berührt: Haus- und Grundbesitzer, Landwirte, planende Gemeinden, Bauunternehmen, Abfallbehörden, Träger der Gewässerunterhaltung u.a.. Die Karte bietet eine räumliche Übersicht über die Erkenntnisse, für die die zuständigen Bodenschutzbehörden bereits verbindliche Regelungen zu den Bodenbelastungen erarbeitet und in Bodenplanungsgebietsverordnungen gefasst haben. Auf den Internetseiten der Behörden (Städte Hildesheim, Salzgitter, Braunschweig und Landkreise Hildesheim und Goslar) finden Sie weitere Einzelheiten über die geltenden Vorschriften. Für andere Gebiete sind 'Erwartungsflächen für Bodenbelastungen‘ dargestellt, auf denen nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand vor dem Hintergrund geowissenschaftlicher Erkenntnisse mit erhöhten Schadstoffgehalten im Boden zu rechnen ist. Bei diesen Gebietsdarstellungen handelt es sich zwangsläufig um vergröbernde Abschätzungen. Bei einer detaillierten Untersuchung einzelner Punkte oder Flächen können sich in den betreffenden Gebieten erhebliche Unterschiede im Schadstoffgehalt ergeben. Einige Flächen können auch unerhebliche Belastungen aufweisen.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Straßenbaubehörde) – regionaler Geschäftsbereich Nienburg - plant im Zuge der Ersatzneubaumaßnahme der Leinebrücke (BW 5439) und der Brücke über die DB-Strecke (BW 5442) den richtlinienkonformen Ausbau der B 6 (OU Neustadt) zwischen der Anschlussstelle (AS) Himmelreich und der AS L193 Hannoversche Straße. Die Maßnahme befindet sich in der Region Hannover, Stadt Neustadt am Rübenberge. Die B 6, welche von der Autobahn A 27 (nördlich Bremen) bis zur Autobahn A 369 (östlich Goslar) verläuft, verbindet dabei die beiden Städte Nienburg/Weser und Hannover. Im Bereich von Neustadt am Rübenberge wird die B 6 von der DB-Strecke 1740 (Wunstorf-Bremerhaven), der Leine und fünf weiterer Verkehrswege unterführt. Zudem trennt die B6 im Planungsbereich in weiten Teilen des Strecken-verlaufs Wohn- und Gewerbegebiet voneinander und stellt eine wichtige Verbin-dungsfunktion der Stadt und darüber hinaus über die DB-Strecke und Leine dar. Die Landstraßen L 191 sowie auch die L 193 sind über direkte Anschlussstellen mit der B 6 verbunden. Der in der Planung zu betrachtende Streckenabschnitt beginnt südlich der Anschlussstelle Himmelreich bei Bau-km 0+541,890 (Netzknoten 3422019) und endet südlich der Anschlussstelle L 193 (Hannoversche Straße) bei Bau-km 3+957,632 (Netzknoten 3422025) und umfasst damit die gesamte Strecke der B 6 im Bereich der Stadt Neustadt am Rübenberge auf einer Länge vom rd. 4 km. Anlass des Vorhabens ist, dass die Verkehrsbelastung in dem Streckenabschnitt seit der Inbetriebnahme im Jahr 1961 stark gestiegen ist. Aufgrund der nicht mehr ausreichenden Tragfähigkeit bzw. Dauerhaftigkeit der Brücke über die DB-Strecke und der Leinebrücke sind Ersatzneubauten der Brückenbauwerke in diesem Ab-schnitt und ein regelkonformer Ausbau der B 6 einschließlich der Berücksichtigung von Ein- und Ausfädelungsspuren an den Anschlussstellen der Landesstraßen erforderlich. lm Rahmen der Ausbauplanung der B 6 und der hohen Verkehrsbelas-tung sind Lärmvorsorgebetrachtungen in Hinblick auf lärmtechnische Schutzmaß-nahmen gegenüber der angrenzenden Wohnbebauung zu betrachten sowie ent-sprechend den aktuellen technischen Regelwerken und Planungsrichtlinien zu überprüfen und planerisch einzubeziehen. Insgesamt werden durch das Vorhaben sieben Brückenbauwerke erneuert, ein Brückenbauwerk ersatzlos zurückgebaut (Brücke über Suttdorfer Straße – BW 5438), die Anschlussstellen Neustadt Nord (L 191 Leinstraße) und Otternhagen (L 193 Mecklenhorster Weg / Hannoversche Straße) umgebaut sowie der Querschnitt der vierspurigen Straße entsprechend den einschlägigen Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL) von 16 m auf 21 m (RQ 21) vergrößert.
In diesem Fachthema werden Flächen mit unterschiedlichen Bodenbelastungen (Schwermetallbelastungen) dargestellt. Die Schadstoffeinträge in die Böden sind darauf zurückzuführen, dass im Harz über Jahrhunderte Erze abgebaut und verarbeitet wurden. Dabei gelangten anorganische Schadstoffe wie Blei, Cadmium, Zink und Arsen in die Flüsse, die im Harz entspringen, und über den Wasserpfad auch in die Böden der historischen Flussauen. Räumlich betroffen sind vor allem: • der Harz selbst (Landkreise Goslar und Göttingen) • die Innerste-Aue (Landkreise Hildesheim und Wolfenbüttel, Städte Hildesheim und Salzgitter) • die Oker-Aue (Landkreise Wolfenbüttel und Gifhorn, Stadt Braunschweig) • und die Allerniederung (Landkreise Celle, Gifhorn und Soltau-Fallingbostel, Stadt Celle). Die Nutzung der betroffenen Flächen erfordert eine besondere Aufmerksamkeit, damit die Schadstoffe nicht zu Risiken für die menschliche Gesundheit führen oder eine Beeinträchtigung weiterer Böden bewirken. Dies gilt insbesondere für folgende Nutzungsarten: • Aufenthalt im Wohnumfeld (Hausgärten), • Freizeitaktivitäten, insb. auf Kinderspielflächen, • Landwirtschaft und Gartenbau, • Baumaßnahmen und Gewässerunterhaltung, durch die Bodenmaterial und Baggergut anfallen. In den belasteten Gebieten werden zahlreiche Menschen und Institutionen von der Problematik berührt: Haus- und Grundbesitzer, Landwirte, planende Gemeinden, Bauunternehmen, Abfallbehörden, Träger der Gewässerunterhaltung u.a.. Die Karte bietet eine räumliche Übersicht über die Erkenntnisse, für die die zuständigen Bodenschutzbehörden bereits verbindliche Regelungen zu den Bodenbelastungen erarbeitet und in Bodenplanungsgebietsverordnungen gefasst haben. Auf den Internetseiten der Behörden (Städte Hildesheim, Salzgitter, Braunschweig und Landkreise Hildesheim und Goslar) finden Sie weitere Einzelheiten über die geltenden Vorschriften. Für andere Gebiete sind 'Erwartungsflächen für Bodenbelastungen‘ dargestellt, auf denen nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand vor dem Hintergrund geowissenschaftlicher Erkenntnisse mit erhöhten Schadstoffgehalten im Boden zu rechnen ist. Bei diesen Gebietsdarstellungen handelt es sich zwangsläufig um vergröbernde Abschätzungen. Bei einer detaillierten Untersuchung einzelner Punkte oder Flächen können sich in den betreffenden Gebieten erhebliche Unterschiede im Schadstoffgehalt ergeben. Einige Flächen können auch unerhebliche Belastungen aufweisen.
Der NLWKN betreibt im Rahmen der Tätigkeiten als Gewässerkundlicher Landesdienst Niedersachsens zahlreiche Grundwassermessstellen in ganz Niedersachsen, die je nach Fragestellung unterschiedlichen Messnetzen und Messprogrammen innerhalb des Gewässerüberwachungssystems Niedersachsen (GÜN) zugeordnet sind. Auf diesem Informationsportal werden verschiedene Messwerte und Datenauswertungen veröffentlicht. Die messstellenspezifischen Messwerte und Datenauswertungen liegen sowohl in tabellarischer als auch in graphischer Form vor, der Darstellungszeitraum ist auswählbar. Zusätzlich sind die für die Grundwassermessstellen zugrundeliegenden Stammdaten inklusive Ausbauschema und Bohrprofil verfügbar.
Nach längerer Corona-Pause fand am 20. April 2023 erneut das Niedersächsische Gewässerforum statt, zu dem der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) rd. 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen konnte. Das Gewässerforum stand unter dem Motto: „Umgang mit Hochwasservorhersagen, -warnungen und –informationen – und das in Zeiten des Klimawandels“ „Umgang mit Hochwasservorhersagen, -warnungen und –informationen – und das in Zeiten des Klimawandels“ und betrachtete alle Ebenen der möglichen Akteure (Bund – Land – Kommunen – Bürger*innen). Die Präsentationen der einzelnen Vorträge stehen zum Download als PDF-Datei zur Verfügung (s. unten). Neben den Möglichkeiten der Vorhersage und Warnung stand auch die Gefahrenabwehr und Einleitung von Hochwasserschutzmaßnahmen vor Ort in den Kommunen im Fokus. Ein Bericht zum katastrophalen Hochwasser in RLP 2021, ein Vortrag zu der erwartenden Verschärfung der Hochwasserereignisse durch den Klimawandel sowie die Beiträge in den Diskussionen belegte die Bedeutung des Themas. Nach der Begrüßung durch NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer hat Niedersachsens Umwelt- und Klimaschutzminister Christian Meyer in die Veranstaltung eingeführt. Im Impulsvortrag machte Prof. Kai Schröter deutlich, welche hohen Schäden Hochwasser verursachen können und welche Prozesse und Faktoren die Folgen von Hochwasser beeinflussen. Er zeigte uns, vor welche Herausforderungen uns der Wandel im Hochwasserrisikomanagement stellt und welche neuen Methoden hier eingesetzt werden können bzw. welche Analysen wir weiterführen müssen. Im Gewässerforum wurde die ganze Kette von der Erfassung über die Vorhersage, das Informieren, das Melden bis zum Warnen und das Handeln vor Ort in den Fokus gestellt. Alle Zahnräder müssen ineinandergreifen, damit auch effektiv dem Hochwasser begegnet werden kann – sei es bereits in der Vorsorge als auch in der Abwehr. In den Diskussionen wurde deutlich, dass daran auch zukünftig weiter intensiv gearbeitet werden muss. Alle Prozesse müssen stets geprüft und optimiert werden sowie die Datengrundlagen und Modelle sind aktuell zu halten und weiterzuentwickeln. Im ersten Teil der Veranstaltung wurde zum einen die Hochwasservorhersage in den Blick genommen, die von Seiten der Länder vorgenommen wird. Dazu hat Marlena Heunecke die HWVZ Niedersachsen vorgestellt und konnte den Startschuss geben für die Aufnahme des Testbetriebes für die Bundesländer-übergreifende Vorhersage an der Ober- und Mittelweser. Die Vorhersage an der anderen Bundeswasserstraße Elbe verdeutlichte Janine Oelze in ihrem Vortrag und zeigte auch wie Sachsen-Anhalt im Bereich der Hochwassermeldung und –vorhersage aufgestellt ist. Im Anschluss erfolgte ein Einblick in die lokale Ebene: das Frühwarnsystem in Goslar, was die Vorhersage lokal vor Ort mit einer KI ergänzt; für den Landkreis Osnabrück wurde aufgezeigt, was ein lokales Meldesystem ermöglichen kann und wohin die Reise noch gehen soll. Hochwasservorhersagesysteme können in ihrer Gesamtheit nur funktionieren, wenn die Alarmsignale – also die erwartete Hochwasser-Situation – bei den Entscheidungsträgern ankommen, in der Gefahrenabwehr berücksichtigt werden und somit auch darin unterstützen können, zeitlich richtige Maßnahmen – oder aber auch Entscheidungen, ob evakuiert werden muss - u.a. treffen zu können. Christian Siemon stellte dazu in seinem Vortrag die Möglichkeiten vor, wie solch ein Hochwasser-Warn-System die Alarm- und Einsatzpläne effektiv unterstützen kann. Eine anschauliche mobile Hochwasserschutz-Maßnahme wurde von Peter Geisenhainer-Anhalt der Stadt Braunschweig vorgestellt. Bei solchen Maßnahmen spielt eine Verlängerung der Vorwarnzeit durch Hochwasservorhersage auch eine entscheidende Rolle. Uwe Petry hat abschließend vor der Podiumsdiskussion eindrücklich dargestellt, welche Herausforderungen uns durch den Klimawandel gestellt werden. Wir haben gesehen: die Hochwasserereignisse werden sich durch den Klimawandel verschärfen. Der Erfahrungsbericht zum Hochwasser in RLP im Juli 2021 zeigte uns ganz deutlich, dass extreme Hochwasserereignisse nach wie vor auch eine extreme Herausforderung für alle Akteure darstellen. Dr. Margret Johst hat uns gut dargelegt, dass wir insbesondere im Extrembereich als eine Herausforderung die Vorhersageunsicherheiten haben, mit denen wir umgehen müssen. Auch die Verbesserung des Verständnisses für mögliche Gefahren ist im Vortrag – und auch im Laufe des Tages - deutlich geworden. Veranstaltungsort: Akademie des Sports im LandesSportBund Niedersachsen e.V., Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover. Veranstaltungsort: Die einzelnen Vorträge stehen zum Download bereit. Mit Klick auf den Vortragslink öffnet sich der jeweilige Vortrag als PDF-Dokument zum Download. Begrüßung Einführung Prof. Kai Schröter (Impulsvortrag), Technische Universität Braunschweig: Hochwasserrisiko - Methoden und Werkzeuge zur Analyse und Vorsorge Hochwasserrisiko - Methoden und Werkzeuge zur Analyse und Vorsorge Rückblick auf mittlerweile rund zwölf Jahre Hochwasservorhersagezentrale und Aufnahme der Vorhersage an Ober- und Mittelweser Hochwasservorhersage in Sachsen-Anhalt mit dem Schwerpunkt der Erstellung der Gemeinsamen Hochwasservorhersage für die gesamte deutsche Binnenelbe Hochwasserfrühwarnsystem Goslar unter Verwendung künstlicher Intelligenz Hochwasserereignisse 2021 in Rheinland-Pfalz Das Hochwassermeldesystem des Landkreises Osnabrück – Möglichkeiten und Grenzen eines lokalen Meldesystems Nutzung verfügbarer Hochwasserinformationen und Hochwasservorhersagen zur Vorbereitung der Gefahrenabwehr auf kommunaler Ebene Mobiler Hochwasserschutz – Erfahrungen und Ausblick Herausforderungen durch den Klimawandel und mögliche Anpassungsoptionen Herausforderungen durch den Klimawandel und mögliche Anpassungsoptionen Mögliche Veränderungen der Hochwasserverhältnisse unter dem Einfluss des Klimawandels 16:00 Moderation: Markus Anhalt und Wilfried Seemann, NLWKN
Die Stadt Goslar verfügt über ca. 600 analoge und digitale Bebauungspläne.
Die Stadt Goslar verfügt über ca. 600 analoge und digitale Bebauungspläne.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 89 |
| Kommune | 2 |
| Land | 568 |
| Weitere | 38 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 21 |
| Zivilgesellschaft | 202 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 6 |
| Daten und Messstellen | 209 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 49 |
| Hochwertiger Datensatz | 2 |
| Infrastruktur | 1 |
| Taxon | 198 |
| Text | 130 |
| Umweltprüfung | 34 |
| WRRL-Maßnahme | 6 |
| unbekannt | 460 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 139 |
| Offen | 546 |
| Unbekannt | 199 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 884 |
| Englisch | 32 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 11 |
| Bild | 19 |
| Datei | 13 |
| Dokument | 724 |
| Keine | 72 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 297 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 780 |
| Lebewesen und Lebensräume | 884 |
| Luft | 119 |
| Mensch und Umwelt | 882 |
| Wasser | 174 |
| Weitere | 732 |