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Soziale Diskurse und Ziele der Klimaanpassung

Übergeordnete (sozial konsentierte) Ziele bilden sich in (diskursiven) gesellschaftlichen Prozessen eher implizit heraus und bleiben aus guten Gründen vielseitig interpretierbar und für spezifische Interessen instrumentalisierbar. Ihre Konkretisierung bleibt darum typischerweise diffus und mehrdeutig. Demgegenüber sind Vorhaben, die auf strategische Planung und Gestaltung abzielen, auf die Festlegung, Operationalisierung und Kontrolle von Zielen und deren Erreichen angewiesen. Von daher ist es für politische Programme durchaus von Bedeutung, sich spezifizierte Ziele zu setzen und deren Erfüllung durch geeignete Monitoring- und Evaluationsverfahren zu prüfen. Vor diesem Hintergrund befasst sich diese Studie mit Kernmerkmalen, Bedingungen und Zielbildung sozialer Diskurse. Untersucht wurden die Felder (grüne) Gentechnik, Nachhaltigkeit und Transitionmanagement, mit dem Ziel die untersuchungsleitende Frage zu beantworten, ob sich ein übergreifender Diskurs initiieren lässt, in dem gesellschaftliche Zielvorstellungen über wünschenswerte Zukünfte unter Bedingungen des Klimawandels generiert werden. Aufgabe der Studie ist es darum, auf allgemeiner (soziologischer) Ebene die (typische) Entwicklungsdynamik sozialer Diskurse auf der Grundlage diskurstheoretischer Literatur zusammenzufassen, die Bedingungen der Möglichkeit deutlich zu machen, in der (Klima-)Politik problem- oder bereichsspezifische Diskurse zu initiieren und zu moderieren und Muster und Optionen der Zielbildung und Zielkonkretisierung in sozialen Diskursen herauszuarbeiten. Im Diskurs mögen die Akteure durchaus (strategisch) spezifische Ziele artikulieren; am Ende sind (explizite) Ziele vor allem Folgen von sich im Diskurs durchsetzender Realitätsdefinition, Framing und story line. Von daher lassen sich soziale Diskurse in ihrem Ausmaß und ihrer Entwicklungsdynamik nicht von einzelnen Akteuren steuern und auch nur sehr begrenzt initiieren. Sie ergeben sich aus der Interaktionsdynamik bestehender und als solche empfundener Problemlagen, Interessenlagen der (involvierten) Akteure, dem strukturbildenden Diskurskontext, den Rahmung(sstrategi)en der Akteure und den wechselseitigen Reaktionen und Positionierungen der Akteure auf- und zueinander. Vor dem Hintergrund günstiger Rahmenbedingungen und der Nutzung von Gelegenheitsfenstern trug das Umweltbundesamt (UBA) im letzten Jahrzehnt als ein entscheidender Akteur via des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung (KomPass) und der Stakeholder-Dialoge maßgeblich dazu bei, einen (Fach-)Diskurs über (Ziele der) Klimaanpassung zu generieren. Falls dieser Diskurs mit Blick auf Klimaanpassung weiterhin erfolgreich verläuft, öffentliche Resonanz erzeugt und Interesse bei Schlüsselakteuren findet, könnte er eine Eigendynamik mit Breitenwirkung entwickeln. Aus dieser könnten in einem öffentlichen Diskurs gesellschaftliche Zielvorstellungen (unter Bedingungen des Klimawandels) entwickelt werden, die unter Umständen konsens- und politikfähig sind und mit dem Herausarbeiten alternativer (kontrastierender) Zukunftsoptionen einhergehen. Quelle: Forschungsbericht

ENGENDER - Exploration genetischer Diversität von Brassica napus und Brassica spec. zur Erschließung neuer Resistenzmerkmale gegen bedeutende Krankheiten im Raps, Teilvorhaben 2: Genomanalyse-gestützte Identifizierung und Charakterisierung neuer Resistenzmerkmale gegen bedeutende Krankheiten

Zur Erzeugung neuer krankheits-resistenter Rapssorten reichen oftmals die vorhandenen Züchtungs-Genpools nicht aus. Daher ist es notwendig, entsprechende Merkmale in nicht-adaptierten Brassica napus und Brassica Wildarten zu suchen. Ziel der hier vorgelegten Projektskizze ist die Identifikation von neuen Resistenzmerkmalen in Brassica napus und Raps-verwandten Arten gegen drei bedeutende pilzliche Krankheiten im Rapsanbau und deren Nutzbarmachung für die Rapszüchtung. Dies beinhaltet die Durchführung von Infektionstests an entsprechendem Pflanzenmaterial mit den Erregern Sclerotinia sclerotiorum (Sclerotinia), Leptosphaeria maculans (Phoma) und Pyrenopeziza brassicae (Cylindrosporiose). Für die genetische Bearbeitung vorhandener und im Rahmen von ENGENDER zu identifizierender Resistenzmerkmale stehen umfangreiche Populationen zur Verfügung. Darüber hinaus wird in einem artübergreifenden, innovativen Assoziations-Ansatz geprüft, inwieweit sich quantitative trait loci (QTL) in einem Diversitäts-Set aus B. napus und elterlichen Arten identifizieren lassen. Für die wissenschaftliche und züchterische Bearbeitung dieser QTL werden seit kurzem verfügbare Genomsequenzen von B. napus und den elterlichen Arten B. rapa und B. oleracea einbezogen, um relevante genetische Faktoren innerhalb der QTL zu bestimmen. Um das Ziel des Projekts zu verwirklichen wird die folgende Arbeitsplanung verfolgt: 1) Identifikation qualitativer und quantitativer Resistenzmerkmale gegen die drei pilzlichen Krankheitserreger Sclerotinia sclerotiorum, Leptosphaeria maculans und Pyrenopeziza brassicae in genetisch diversem Material, 2) molekulare und genetische Charakterisierung der Resistenz-merkmale und 3) die Überführung der Resistenzmerkmale aus nicht-adaptiertem B. napus oder Brassica Wildarten in das Rapsgenom.

Teilprojekt: Exposition und Wirkung von Bt-Mais mit multiplen Resistenzgenen für Nematoden, Teilprojekt: Effekte von Bt-Mais mit multiplen Maiszünsler- und Maiswurzelbohrer-Resistenzgenen auf Nicht-Zielorganismen

Bei der Kontrolle wirtschaftlich bedeutsamer Schädlinge an Nutzpflanzen können transgene Anbaupflanzen eine wirksame Alternative zur chemischen Bekämpfung bieten. Dies gilt besonders für die Anbaupflanze Mais und hinsichtlich des neu eingewanderten Schädlings Maiswurzelbohrer Diabrotica virgifera virgifera, der zusammen mit dem Maiszünsler Ostrinia nubilalis eine ernste Bedrohung des Maisanbaus in Deutschland darstellt. Vor einer kommerziellen Anwendung transgener Nutzpflanzen muss jedoch eine umfassende Bewertung hinsichtlich ihrer ökologischen Auswirkungen vorgenommen werden. Das Ziel des Teilprojekts 'Effekte von Bt-Mais mit multiplen Maiszünsler- und Maiswurzelbohrer- Resistenzgenen auf Nicht-Zielorganismen' ist es, im Rahmen des oben benannten Forschungsverbundes mögliche ökologische Auswirkungen von Bt-Mais auf Nicht-Zielorganismen der Maisbiozönose zu bewerten. Im Rahmen der Förderrichtlinie 'Beiträge zur Biologischen Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen' leistet das geplante Forschungsvorhaben somit einen wichtigen Beitrag bei der freisetzungsbegleitenden Sicherheitsforschung an transgenem Mais, welcher in Europa in der grünen Gentechnik eine Vorreiterrolle spielt. Im Mittelpunkt des Projektes steht ein Freisetzungsversuch mit dem neuen Maishybrid MON89034 x MON88017, einem 'stacked' Bt-Produkt, welches neben einer Herbizidtoleranz eine kombinierte Resistenz gegenüber Maiszünsler und Westlichem Maiswurzelbohrer besitzt. Anhand von Feldbeobachtungen und -experimenten im Rahmen des Freisetzungsversuchs mit MON89034 x MON88017-Mais soll getestet werden, ob Schlüsselarten der Maiskrautschicht und des Bodens, sowie Tagschmetterlinge in den Nachbarhabitaten durch den Anbau von transgenem Mais negativ beeinflusst werden. Durch den parallelen Anbau des Bt-Maises mit der nah-isogenen und zwei konventionellen Maissorten im Parzellendesign wird es dabei möglich sein, Sorteneffekte auf die Nicht-Zielorganismen von Bt-Effekten zu unterscheiden. Ergänzend soll in Laborexperimenten die Aufnahme und Toxizität des Bt-Toxins für die jeweiligen Nicht-Zielorganismen untersucht werden. Bei beiden Ansätzen werden klar definierte Hypothesen getestet und qualitative wie quantitative Aussagen über die möglichen ökologischen Effekte des Anbaus der transgenen Maissorte gemacht.

Hochdurchsatz-Analytik für eine TILLING-adaptierte Stärkekartoffel-Züchtung (HATZ), Teilvorhaben 1: Züchtung

Die Kartoffel zeigt aufgrund ihrer tetrasomen Vererbung und der hohen Heterozygotie komplexe Erbgänge. Kombiniert mit der geringen vegetativen Vermehrungsrate resultieren Züchtungszyklen von 10 Jahren. Dies führt insbesondere bei der Züchtung von rezessiven/intermediären Merkmalen und bei der Auskreuzung von unerwünschten Genomanteilen (Wildarten) zu nicht akzeptablen Züchtungszeiträumen. Deshalb soll hier ein Verfahren (HATZ) entwickelt werden, das den Selektionsprozess durch die Kombination von Gewebekulturverfahren mit Marker-assistierter Selektion (MAS) drastisch verkürzt. Im Rahmen der MAS soll auf das gewünschte Gen/Allel und gegen unerwünschte Genomanteile selektiert werden. Um die molekulare Analyse im Hochdurchsatz zu ermöglichen, sind Verfahren zu entwickeln, welche die in tetraploiden Pflanzen auftretenden fünf Allelhäufigkeiten (nulliplex bis quadruplex) unterscheiden können. Als Modell für die Etablierung des HATZ-Verfahren werden Hoch-Amylopektin(HAP)-Kartoffeln verwendet. HAP ist ein hochwertiger Inhaltsstoff von solchen Kartoffeln, die homozygot sind für inaktive Allele des gbssI-Gens. Um die Eigenschaften dieses Wertstoffes weiter zu optimieren, sollen Sorten mit optimierter Amylopektinstärke (HAP-PLUS) gezüchtet werden, indem inaktive gbssI-Allele kombiniert mit inaktiven Allelen weiterer Gene der Stärkebiosynthese kombiniert werden. Als zweites Modell sollen Resistenzgene mittels HATZ-Zyklen mit dem Merkmal HAP-PLUS-Stärke kombiniert werden. Um dies zu erreichen, sind diagnostische Marker zu entwickeln, welche die gewünschten Gene/Allele bzw. die Alleldosis unabhängig vom genetischen Hintergrund nachweisen.

Hochdurchsatz-Analytik für eine TILLING-adaptierte Stärkekartoffel-Züchtung (HATZ), Teilvorhaben 2: Methodenentwicklung

Die Kartoffel zeigt aufgrund ihrer tetrasomen Vererbung und der hohen Heterozygotie komplexe Erbgänge. Kombiniert mit der geringen vegetativen Vermehrungsrate resultieren Züchtungszyklen von 10 Jahren. Dies führt insbesondere bei der Züchtung von rezessiven/intermediären Merkmalen und bei der Auskreuzung von unerwünschten Genomanteilen (Wildarten) zu nicht akzeptablen Züchtungszeiträumen. Deshalb soll hier ein Verfahren (HATZ) entwickelt werden, das den Selektionsprozess durch die Kombination von Gewebekulturverfahren mit Marker-assistierter Selektion (MAS) drastisch verkürzt. Im Rahmen der MAS soll auf das gewünschte Gen/Allel und gegen unerwünschte Genomanteile selektiert werden. Um die molekulare Analyse im Hochdurchsatz zu ermöglichen, sind Verfahren zu entwickeln, welche die in tetraploiden Pflanzen auftretenden fünf Allelhäufigkeiten (nulliplex bis quadruplex) unterscheiden können. Als Modell für die Etablierung des HATZ-Verfahrens werden Hoch-Amylopektin(HAP)-Kartoffeln verwendet. HAP ist ein hochwertiger Inhaltsstoff von solchen Kartoffeln, die homozygot sind für inaktive Allele des gbssI-Gens. Um die Eigenschaften dieses Wertstoffes weiter zu optimieren, sollen Sorten mit optimierter Amylopektinstärke (HAP-PLUS) gezüchtet werden, indem inaktive gbssI-Allele mit inaktiven Allelen weiterer Gene der Stärkebiosynthese kombiniert werden. Als zweites Modell sollen Resistenzgene mittels HATZ-Zyklen mit dem Merkmal HAP-PLUS-Stärke kombiniert werden. Um dies zu erreichen, sind diagnostische Marker zu entwickeln, welche die gewünschten Gene/Allele bzw. die Alleldosis unabhängig vom genetischen Hintergrund nachweisen.

Überprüfung von Risikoannahmen und Hypothesen aus den Anfängen der Anwendung der Agro-Gentechnik

Hypothesen zu Wirkungszusammenhängen und Effekten der Freisetzung transgener Organismen (GVOs) sowie die damit verbundenen Risikoannahmen sind naturgemäß prospektiv, bisweilen spekulativ, angelegt. Nicht zuletzt im Rahmen der behördlichen Risikoabschätzung und Genehmigung von Freisetzungen und kommerziellem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen stellt sich die Frage, ob die in den letzten ca. 20 Jahren geäußerten Risikoannahmen gerechtfertigt waren. Im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) werden in einer gewissermaßen 'historischen' Hypothesenüberprüfung, welche den Forschungsstand aus der Zeit des Beginns der Forschung an GVO retrospektiv erfasst, mit der derzeitigen Theorien- und Datenlage konfrontiert. Auf diese Weise wird die Realistik prognostizierter Effekte beurteilt, wie diese nun zunehmend in Form von Laborexperimenten, Freisetzungsversuchen und zunehmendem kommerziellen Anbau evident wird. Anhand ausgewählter Organismen (Bt-Mais und herbizidresistenter Raps) wird analysiert, inwiefern dabei allgemein formulierte Risikoannahmen zutreffen oder von anderen transgenen Organismen analog übertragen werden können. Ziel des Projekts ist, das - im Hinblick auf die Vermeidung eines im Detail noch zu fassenden 'ökologischen Schadens' - anzulegende Vorsorgeprinzip möglichst genau dann anzuwenden, wenn sich eine Risikoannahme als begründet herausstellt, insbesondere wenn Risiken oder Schäden für menschliche Gesundheit und die Umwelt drohen. Daneben werden aber auch ökonomische und soziale Aspekte der Gentechnik mit berücksichtigt. Für eine Bearbeitung dieser Frage werden Risikoannahmen aus den Anfängen der Anwendung der Agro-Gentechnik zu ausgewählten Pflanzen (herbizidtoleranter Raps, insektenresistenter Mais) mittels einer gewissermaßen historischen Hypothesenüberprüfung mit der derzeitigen, deutlich erweiterten Theorien- und Datenlage konfrontiert und auf ihre Realistik geprüft werden. Ein allgemeines Urteil über 'den' Sachstand ergibt sich aus einer möglichst umfassenden Bestandsaufnahme und einer nachvollziehbaren Interpretation der publizierten Literatur. Aus pragmatischen Gründen soll es allein um mögliche Risiken bzw. Schäden mit Bezug auf menschliche Gesundheit und die Umwelt gehen. Ergebnisse des Projekts sollen Anhaltspunkte und Belege für die Anwendung des Vorsorgeprinzips liefern. Der Abschlussbericht wird derzeit zur Veröffentlichung vorbereitet.

Grüne Gentechnik und ökologische Landwirtschaft

Ökologisch wirtschaftende Landwirte verzichten nach ihrem weltweiten Konsens auf die Verwendung gentechnisch veränderter Organismen (GVO). Die von den Bio-Bauern in ihren eigenen Richtlinien entwickelte Vorgabe, in der ökologischen Landwirtschaft keine gentechnisch veränderten Organismen einzusetzen, findet sich als Rechtsnorm in allen entsprechenden Verbraucherschutzgesetzen, insbesondere in denen der USA, Japans und der Europäischen Union. Auch nach der in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union direkt wie ein nationales Gesetz wirkenden EU-Öko-Verordnung 2092/91/EWG dürfen Bio-Bauern in ihren Kulturen keine transgenen Organismen einsetzen. Veröffentlicht in Texte | 01/2003.

Naturschutz gegen Rechtsextremismus

Eine Argumentationshilfe [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Naturschutz gegen Rechtsextremismus Eine Argumentationshilfe 1 Naturschutz gegen Rechtsextremismus Eine Argumentationshilfe Inhalt Grußwort Ulrike Höfken, Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz5 Schutz der Kulturlandschaft: Deutsche Landschaften sind Kulturlandschaften?6 Ökonomie und Natur: Natur vor der Wirtschaft schützen?9 Ressourcennutzung: Deutschland ist zu dicht besiedelt?12 Natur in der Stadt: Stadt als Feindbild?15 Identität bewahren: Natur- und Umweltschutz als Heimatschutz?18 Wirtschaftspolitik: Planwirtschaft als Garant eines erfolgreichen Naturschutzes?22 Zukunft der Landwirtschaft: Rechtsextremismus, Naturschutz und bäuerliche Landwirtschaft?25 Migrationsdebatte: Fremde Pflanzen und Tiere als bedrohliche „Aliens“?29 Begrifflichkeit: Artenschutz als rechtsextremes Schlagwort?32 Impressum: Herausgeber: Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz · Mainz 2011 / 5. überarbeitete Auflage 2016 Autor: PD Dr. Nils M. Franke, Wissenschaftliches Büro Leipzig Redaktion: Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, Abteilung Naturschutz und nachhaltige Entwicklung; Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz, Präventionsagentur gegen Rechtsextremismus Gestaltung: Agentur 42 oHG, 55294 Bodenheim, www.agentur42.de Bildnachweis: Titelmotiv: © sensolux – fotolia.com Innenteil: Alle Bilder © Fotolia / Fotografen in alphabetischer Reihenfolge: Alexander Spörr, asray, awiebadenhorst, beatrice prève, beatuerk, Beboy, claudia Otte, cmfotoworks, damato, Daniel Ernst, Edler von Rabenstein, fotofac, Gieri, Gina Sanders, GooDAura, Graham Taylor, Heinz Waldukat, Henrik Larsson, Ingo Bartussek, JJS, kanvag, Kara, Konstantin Sutyagin, laurely, Leo Lintang, lu-photo, mario beauregard, Märis Külis, Markus Schieder, Martina Berg, Pavel Cheiko, Pavel Losevsky, photlook, Robert Kneschke, rook76, rrruss, Stas Perov, steschum, Sven Weber, Tetastock, tinlinx, TwilightArtPictures, wiw, Wolfgang Jargstorff, yelenayemchuk, Yuri Arcurs Grußwort der Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz Liebe Leserinnen und Leser,  ein Blick auf die Medien rechtsextremer Parteien und Publikatio- nen zeigt: Natur- und Umweltschutz ist für sie ein Thema. Die entsprechenden Inhalte drücken ein Engagement für Natur-, Landschaftsschutz und Heimat aus – gegen Agro-Gentechnik, gegen das Primat der Wirtschaft, gegen eine indus­trialisierte Landwirtschaft. Die Aussagen wirken fachlich versiert und von der Sache überzeugt. Auf den ersten Blick. Erst auf den zweiten Blick wird der politisch extreme Inhalt er- kennbar. Bis zu diesem Kern vorzustoßen, den rechtsextremen Hintergrund der einzelnen Aussagen also klar zu benennen, das verlangt genaueres Hinsehen und Nachforschen: Was ist wirklich gemeint? Was steckt hinter solchen Aussagen? Kann der Einzelne dies ohne fachliche Vorbildung überhaupt durchdringen? Oder steht er rechtsextremen Positionen zum Naturschutz zunächst ratlos gegenüber, weil ihm Gegenargumente fehlen? Mit diesen Fragen setzt sich die vorliegende Broschüre auseinander. Sie ist so aufgebaut, dass sie einzelne Aussagen zu naturschutz- relevanten Themen aus Publikationen rechtsextremer Organisa- tionen als Ausgangspunkt nimmt. Diese werden analysiert und ihr rechtsextremer Inhalt freigelegt. Auf dieser Basis können sich Naturschutzakteure und -akteurinnen klar gegen eine Vereinnah- mung von rechtsextremer Seite positionieren. Wir möchten so die Strategie von Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten durchkreuzen, die mit dem Thema Natur und Umwelt für sich werben, und Naturschutzakteurinnen und -akteure bei ihrer Auseinandersetzung mit Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten unterstützen. Ulrike Höfken Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz 5

Entwicklung eines Ausschlussverfahrens für natürliche CaMV-Kontaminationen bei positivem Nachweis des CaMV-35S-Promotors im Screeningverfahren auf GVO-Bestandteile

Wie im vorangegangenen Projekt gezeigt, kann es bei der Untersuchung von Mais-Praxisschlägen zu einem falsch-positiven Nachweis von GvO kommen, die über den amtlichen Real-time PCR Nachweis des CaMV 35S-Promotors detektiert werden. Ursache hierfür ist sehr wahrscheinlich die Variabilität des CaMV-Genoms. Hieraus leitet sich die Notwendigkeit ab, den eindeutigen Nachweis von GvO über den 35S-Promotor-Screeningansatz weiter zu optimieren. Zur Einschränkung falsch positiver Befunde im GvO-Screening wird für den Real-time-PCR-Nachweis endogener CaMV ein neues (ggf. zusätzliches) PCR-Verfahren entwickelt und getestet. Der Test des Verfahrens erfolgt im Labor anhand eines breiten Spektrums von CaMV-Isolaten sowie in einer weiterführenden Feldstudie in unterschiedlichen Regionen Brandenburgs (CaMV-Kontamination von Mais auf Praxisschlägen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Raps).

PoNa - Politiken der Naturgestaltung. Ländliche Entwicklung und Grüne-Gentechnik zwischen Kritik und Vision (PoNa)

Ziel des Forschungsprojekts 'Politiken der Naturgestaltung' (PoNa) ist es, einen theoretisch und empirisch begründeten Beitrag zur Diskussion um nachhaltige Entwicklung zu leisten, in dem 'Natur' stärker als bisher als 'mit-hergestelltes' Resultat sozio-ökonomischer Entwicklungen angelegt ist. Ausgehend von einem solchen, als integrativ bezeichneten Verständnis, werden Empfehlungen zur inhaltlichen, strukturellen und prozeduralen Gestaltung gesellschaftlicher Naturverhältnisse in den beiden Politikfeldern Ländliche Entwicklung und Agro-Gentechnik abgeleitet. Am Beispiel der beiden Politikfelder wird zunächst eine dechiffrierende Analyse der der politischen Gestaltung gesellschaftlicher Naturverhältnisse zugrunde liegenden Rationalitäten in Natur-, Ökonomie- und Politikverständnissen geleistet. Die dabei identifizierten Potenziale und Grenzen für integrative Politiken der Naturgestaltung werden in einem iterativen Prozess mit bereits existierenden theoretischen Ansätzen (wie z. B. dem Konzept der (Re)Produktivität) ins Verhältnis gesetzt. Die theoretische Arbeit erfolgt in der gesamten Nachwuchsgruppe und zwei integrativen Teilprojekten, in denen jeweils zu den Ländern Deutschland und Polen gearbeitet wird, sowie in den 6 Qualifizierungsarbeiten (2 Habilitationen, 4 Dissertationen). Die empirische Arbeit wird insbesondere in den Qualifizierungsarbeiten geleistet (mit Methoden der qualitativen empirischen Sozialforschung). Eine Zusammenführung der Ergebnisse sowie des Ländervergleichs erfolgt mittels der Szenariomethode.

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