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Indikator: Nachhaltiger Konsum

<p> Die wichtigsten Fakten <ul> <li>2024 wurden in den Produktbereichen mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln 8,9 % des Umsatzes mit besonders umweltfreundlichen und sozialverträglichen Produkten gemacht.</li> <li>Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass umweltfreundliche und sozialverträgliche Produkte bis 2030 einen Marktanteil von 34 % haben sollen.</li> <li>Insbesondere bei Lebensmitteln, Bekleidung und Pkw sind größere Anstrengungen nötig, um dieses Ziel zu erreichen.</li> </ul> </p><p> Welche Bedeutung hat der Indikator? <p>Haushalte können nachhaltigen Konsum direkt und indirekt fördern. Zum einen benötigen energieeffiziente Fahrzeuge oder gedämmte Häuser bei der Nutzung weniger Energie und verursachen einen geringeren Ausstoß von Treibhausgasen. Zum anderen nehmen Verbraucher*innen durch die Bevorzugung entsprechender Produkte indirekt Einfluss auf die Emissionen und die Sozialverträglichkeit der Herstellung.</p> <p>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> erfasst die Marktanteile von Produkten mit anspruchsvollen Umweltzeichen. Dabei werden bisher ausschließlich staatlich regulierte Nachhaltigkeitssiegel betrachtet: Energieverbrauchskennzeichnung (Pkw, Haushaltsgroßgeräte, Leuchtmittel und Fernseher), Bio-Siegel (Lebensmittel), Grüner Knopf (Bekleidung) sowie Blauer Engel (Hygienepapiere, Wasch- und Reinigungsmittel). Mit Hilfe des Indikators kann festgestellt werden, ob umweltfreundliche und sozialverträgliche Produktvarianten konventionelle Produktvarianten im Markt ersetzen. Denn nachhaltiger Konsum erfordert, nicht-nachhaltige Konsumweisen durch nachhaltige zu ersetzen.</p> </p><p> Wie ist die Entwicklung zu bewerten? <p>2024 hatten umweltfreundliche und sozialverträgliche Produkte einen Marktanteil von 8,9 % in den erfassten Produktgruppen. Damit entwickelt sich der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> entgegen der Zielrichtung. Dies hat im Wesentlichen mit dem Marktanteil von energieeffizienten Pkw zu tun. Nach dem Höchststand im Jahr 2021 sank der Marktanteil von A+-Pkw in den Folgejahren. 2024 wurde das neue Pkw-CO2-Label mit neuen Anforderungen eingeführt, das eine direkte Vergleichbarkeit mit den Jahren davor verhindert. Pkw mit dem besten Label (A) hatten 2024 einen Marktanteil von 15,7 %. Bei Biolebensmitteln hat sich in den letzten 5 Jahren wenig getan (6 bis 7 % Marktanteil). Bei den Haushaltsgroßgeräten sind seit der Einführung der neuen Effizienzkategorien wieder teilweise deutliche Verschiebungen hin zu effizienteren Kategorien zu erkennen. Bei den Hygienepapieren sind die Marktanteile bei Privathaushalten in den letzten 10 Jahren um über 10 Prozentpunkte auf nur noch 6,7&nbsp;% gesunken.&nbsp;</p> <p>Innerhalb der verschiedenen Produktgruppen unterscheiden sich die Marktanteile teilweise deutlich: 79,5 % der verkauften Waschmaschinen waren 2024 bereits mit der höchsten Effizienzkategorie A ausgezeichnet. Kühlschränke, Gefriergeräte und Geschirrspüler kommen an diese Größenordnung nur heran, wenn man die Kategorien A-D zusammenrechnet. Bei Elektroherden und Backöfen oder bei Klimageräten ist hohe Energieeffizienz hingegen weiterhin ein Nischenthema.</p> <p>Um das Ziel der <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/die-deutsche-nachhaltigkeitsstrategie-318846">Nachhaltigkeitstrategie</a> von 34 % Marktanteil bis 2030 erreichen zu können, sollte die sehr geringe Nachfrage nach umweltfreundlichen und sozialverträglichen Produkten neu belebt werden.</p> </p><p> Wie wird der Indikator berechnet? <p>Für die Berechnung des Indikators wurden für jeden Konsumbereich besonders umwelt- und sozialrelevante Produktgruppen identifiziert, für die Marktdaten verfügbar sind. Da die Märkte der einzelnen Produktgruppen unterschiedlich groß sind, werden die Marktanteile mit dem Umsatzvolumen des jeweiligen Gesamtmarktes gewichtet. Dies garantiert, dass hohe Marktanteile in kleinen Nischenmärkten den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> nicht verzerren.</p> <p><strong>Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel </strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/11321"><strong>"Grüne" Produkte: Marktzahlen.</strong></a></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Valide Umweltaussage oder Greenwashing? Tipps um Greenwashing zu erkennen

<p> Das können Sie tun: <ol> <li><strong>Hinterfragen </strong>und prüfen Sie bei Ihren Kaufentscheidungen umweltbezogene Produktaussagen.</li> <li><strong>Orientieren </strong>Sie sich – wenn möglich – an anerkannten Umweltsiegeln wie EU-Energielabel, EU-Biosiegel, EU Ecolabel oder dem Umweltzeichen Blauer Engel.</li> <li><strong>Melden </strong>Sie Verdachtsfälle von Greenwashing auf Produkten oder in Werbeaussagen an die Verbraucherzentralen.</li> </ol> Gewusst wie <p>Im Alltag begegnen uns viele positive Umweltaussagen auf und zu Produkten, sogenannte Green Claims. Das kann helfen, umweltfreundlichere Produktalternativen zu erkennen. Das Problem dabei ist allerdings, dass wir in vielen Fällen nicht prüfen können, ob die Aussagen stimmen oder nur gut klingen. Dies führt zu einem Dilemma:&nbsp;</p> <ul> <li><strong>Gutes Gefühl – ohne Grund:</strong> Wenn wir Produkte mit positiven Umweltaussagen bevorzugen, besteht die Gefahr, dass wir auch Produkte mit Umweltaussagen kaufen, die nur leere Versprechen statt des erhofften Umweltvorteils enthalten.</li> <li><strong>Große Skepsis – ohne Wirkung:</strong> Wenn wir demgegenüber vorsorglich gar keinen Umweltaussagen trauen, verhindern wir, dass reale Umweltvorteile durch unsere Kaufentscheidung zum Tragen kommen.</li> </ul> <p>Aus Umweltsicht sollten wir deshalb unbedingt einerseits bei unseren Kaufentscheidungen Umweltaussagen berücksichtigen, andererseits aber darauf achten, dass die Umweltaussagen auch mit echten Umweltvorteilen verbunden sind.</p> <p><strong>Greenwashing erkennen</strong></p> <p>Greenwashing lässt Produkte oder Dienstleistungen umweltfreundlicher erscheinen, als sie sind. Dabei gibt es verschiedene Varianten und Abstufungen – von klaren Falschaussagen bis hin zu ganz subtilen Effekten (z.B. Weglassen relevanter Informationen oder visuelle Gestaltungselemente, die einen umweltfreundlichen Eindruck erzeugen sollen). Während der Wahrheitsgehalt konkreter Umweltaussagen wie z.B. „Enthält kein Mikroplastik“, in der Regel nur von Prüfinstitutionen, z.&nbsp;B. im Labor festgestellt werden kann, lassen sich andere Formen von Greenwashing gut erkennen. Hinterfragen und prüfen Sie deshalb selbst die Belastbarkeit und Relevanz umweltbezogener Produktaussagen. Sechs typische Muster helfen Ihnen beim Erkennen von Greenwashing (siehe Abbildung).</p> <p><strong>Label-Imitat?</strong></p> <p>Ein Blatt in einem Kreis, vielleicht in einem satten Grün und noch mit dem Wort „geprüft“ ergänzt – fertig ist ein Label-Imitat. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein unabhängiges Umwelt- oder Prüfzeichen, ohne es zu sein.&nbsp;</p> <p><strong>Unabhängige Siegel?</strong></p> <p>Siegel sind eine wichtige Hilfe, um positive Umwelteigenschaften eines Produktes sichtbar zu machen. Empfehlenswerte Siegel haben ein transparentes und nachprüfbares Zertifizierungssystem und sind prinzipiell für alle Unternehmen zugänglich. Zudem sollten die Anforderungen des Siegels deutlich über das gesetzlich geforderte Umweltschutzniveau hinausgehen.</p> <p><strong>Allgemeine Umweltaussagen?</strong></p> <p>„Natürlich“ oder „Für die Umwelt“ sind gut klingende Bezeichnungen. Solche allgemeinen Umweltaussagen sind aber nichtssagend und nur erlaubt, wenn es eine klare Begründung oder belastbare Nachweise dafür gibt. Dies können unabhängige Siegel wie das <a href="https://www.eu-ecolabel.de/">EU Ecolabel</a>, der <a href="https://www.blauer-engel.de/de">Blaue Engel</a> oder eine besonders gute Energie-Effizienzklasse im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen/energieverbrauchskennzeichnung">EU-Energielabel</a> sein.</p> <p><strong>Klimaneutralitätsversprechen?</strong></p> <p>Es ist prinzipiell gut für die Umwelt, wenn Unternehmen Klimabeiträge in Höhe der Emissionen leisten, die durch ein Produkt entstehen. Auf Produkten oder im Marketing darf aber ein Neutralitätsversprechen nicht platziert werden, wenn es auf Kompensationszahlungen beruht. Verbraucher*innen können daran nicht erkennen, ob Herstellung oder Nutzung des Produktes selbst umweltfreundlicher sind als bei vergleichbaren Produktalternativen, da der Umweltnutzen von freiwilligen Kompensationszahlungen außerhalb des Herstellungsprozesses liegt. Es besteht so die Gefahr der Verbrauchertäuschung.</p> <p><strong>Fokus auf Teilaspekte?</strong></p> <p>Die Umweltbewertung eines Produktes sollte sich idealerweise auf das gesamte Produkt und dessen Lebenszyklus beziehen: von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung, den Transport, die Nutzung bis hin zur Entsorgung. Umweltaussagen beziehen sich aber häufig nur auf einen positiven Teilaspekt. Ein typisches Beispiel sind hervorgehobene Aussagen zum Verpackungsmaterial wie „40% weniger Plastik“. Durch die Hervorhebung eines solchen Teilaspekts wird der Anschein erweckt, dass das ganze Produkt umweltfreundlich sei. Auch der Fokus auf nur einen Umweltaspekt (hier im Beispiel die reduzierte Plastikmenge) kann die Umweltleistung größer erscheinen lassen, als sie tatsächlich ist. Geht der reduzierte Plastikeinsatz z.&nbsp;B. mit einem erhöhten Papierverbrauch einher, ist unklar, ob für diesen Teilaspekt der Verpackung tatsächlich ein Umweltvorteil vorliegt und wie groß dieser ist.&nbsp;</p> <p><strong>Betonung von Selbstverständlichkeiten?</strong></p> <p>Nicht alles, was besonders hervorgehoben wird, ist auch besonders. „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/fckw">FCKW</a>-frei“ ist gesetzlicher Standard und Kleidungsstücke sind in den meisten Fällen vegan. Es wird mit einem Vorteil geworben, der nichts oder kaum etwas für das beworbene Produkt bedeutet. Das lenkt ab und lässt das Produkt „grüner“ wirken.&nbsp;</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Grafik_Greenwashing_260526.jpg"> </a> <strong> Werbung auf dem Prüfstand </strong> <br> <p>Diese sechs typischen Muster helfen Ihnen dabei, irreführende Umweltaussagen und Greenwashing beim Einkauf schnell zu entlarven.</p> Quelle: Umweltbundesamt | 2026 An empfehlenswerten Umweltsiegeln orientieren <p>Umweltsiegel sind eine wertvolle Hilfe, um umweltrelevante Produkteigenschaften für Verbraucher*innen sichtbar zu machen. Nutzen Sie diese Hilfe! Bereits mit fünf empfehlenswerten Umweltsiegeln können Sie mit hoher Richtungssicherheit in einer Vielzahl von Einkaufsentscheidungen die umweltfreundlicheren Produktvarianten herausfinden:</p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen/energieverbrauchskennzeichnung">EU-Energielabel</a> (Elektrogeräte u.ä.m.)</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/20336">Bio-Siegel</a> (Lebensmittel)</li> <li><a href="https://www.eu-ecolabel.de/">EU Ecolabel</a> (verschiedene Alltagsprodukte)</li> <li><a href="https://www.blauer-engel.de/de">Blauer Engel</a> (verschiedene Alltagsprodukte)</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/73342">Grüner Knopf</a> (Bekleidung).</li> </ul> <p>Weitere Infos finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label">TOP-Umweltsiegel für den nachhaltigen Konsum</a>“.&nbsp;</p> Greenwashing melden <p>Greenwashing lässt nicht nur einzelne Produkte umweltfreundlicher erscheinen, als sie sind. Es führt auch dazu, dass Verbraucher*innen Umweltaussagen generell weniger Vertrauen entgegenbringen. Die Vermarktung umweltfreundlicher Produkte wird dadurch erschwert. Es ist deshalb sinnvoll, Fälle von Greenwashing Verbraucherschutzorganisationen zu melden. So können Sie dazu beitragen, Greenwashing durch Unternehmen zu reduzieren und gleichzeitig seriöse Green Claims stärken. Verdachtsfälle von Greenwashing können Sie z.&nbsp;B. direkt bei den&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale.de/beschwerde">Verbraucherzentralen</a> oder bei der&nbsp;<a href="https://www.duh.de/mitmachen/greenwashing-melden/">DUH</a> melden.&nbsp;</p> Hintergrund <p>Umweltfreundliche Produktalternativen leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Umweltbelastungen. Damit Verbraucher*innen die umweltfreundlicheren Produkte erkennen und berücksichtigen können, braucht es vertrauenswürdige umweltbezogene Produktinformationen. Werden diese Informationen allerdings so dargestellt, dass der Umweltnutzen des Produktes größer erscheint, als er in Wirklichkeit ist, sprechen wir von „Greenwashing“. Dieses schadet der Umwelt in doppelter Hinsicht. Zum einen wird die durch Verbraucher*innen in gutem Glauben angestrebte Umweltentlastung im konkreten Produktkauf nicht oder nicht angemessen erreicht. Zum anderen führt als solches aufgedecktes und öffentlich diskutiertes Greenwashing dazu, das grundsätzliche Vertrauen in produktbezogene Umweltinformationen zu untergraben.</p> <p>Aus der Vertiefungsstudie der Umweltbewusstseinsstudie 2022 geht hervor, dass sich ein Großteil der Verbraucher*innen von der Fülle an Informationen eher verunsichert fühlt, als dass sie die angebotene Information als hilfreich für die eigene Kaufentscheidung ansehen. Das generelle Vertrauen in den Wahrheitsgehalt umweltbezogener Aussagen zu Produkten geht in der Bevölkerung zurück. Hohes Vertrauen genießen demgegenüber vor allem staatliche Nachhaltigkeitssiegel wie der Blaue Engel oder das EU Ecolabel (siehe Grafikbox).&nbsp;</p> <strong>Galerie: Verbraucherbefragung: Was wir über Umweltaussagen wissen und wie sie uns beeinflussen</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Diagramm2.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Diagramm3.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Diagramm1.png"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption <p><strong>Gesetzeslage:</strong> Auf EU‑Ebene ist im März 2024 die&nbsp;„EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den&nbsp;ökologischen Wandel durch besseren Schutz gegen unlautere Praktiken und durch bessere Informationen“ ((EU) 2024/825, kurz auch EmpCo oder ECGT genannt) in Kraft getreten. Ziel der Richtlinie ist es, Verbraucher*innen zu stärken und besser vor unlauteren Praktiken zu schützen. Durch strengere und klarere Vorgaben sollen Umweltaussagen verlässlicher, vergleichbarer und nachprüfbarer&nbsp;– und so Greenwashing bekämpft werden. Im Februar 2026 wurde die EU-Richtlinie in Form von zwei Gesetzesänderungen in deutsches Recht umgesetzt. Dessen Anforderungen gelten ab dem 27.09.2026. Eine ausführliche Zusammenstellung der Änderungen finden Sie auf unserer Themenseite <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/staerkerer-schutz-vor-greenwashing-in-deutsches">„Schutz vor Greenwashing“</a>.</p> <p>Neben dieser übergeordneten Gesetzgebung gibt es sowohl weitere gesetzliche Vorgaben als auch freiwillige Standards und Normen, die helfen sollen, Umweltaussagen belastbar zu machen. Hierzu gehören:</p> <ul> <li><strong>Gesetzlich geregelte Siegel und Begriffe: </strong>Die Anforderungen werden hierbei von der EU oder vom deutschen Staat festgelegt. So sind die Anforderungen für das EU-Energielabel durch EU-Verordnungen für die einzelnen Produktgruppen vorgegeben. Der Begriff „Bio“ ist wiederum durch die EU-Öko-Verordnung geschützt.</li> <li><strong>Unabhängig geprüfte, freiwillige Umweltzeichen: </strong>Kriterien, Prüfung und Vergabe sind transparent und unabhängig von einzelnen Herstellern. Die Vergabe kann entweder durch eine staatlich (z. B. Blauer Engel oder EU-Ecolabel) oder durch eine nichtstaatlich (z. B. FSC, PEFC, Grüner Strom oder ok-power) getragene Stelle erfolgen.&nbsp;</li> </ul> <p>Die Rechtsdurchsetzung und damit die Eindämmung von Greenwashing kann über verschiedene Wege adressiert werden: durch Regeln, durch Marktbeobachtung und durch Hinweise und Beschwerden von Verbraucher*innen, die irreführende Werbung sichtbar machen. Dabei spielen klageberechtigte Verbraucher- und Umweltorganisationen eine wichtige Rolle. Bestimmte Verbraucherorganisationen (z. B. Verbraucherzentralen, aber auch als Verbraucherorganisationen zugelassene Umweltorganisationen wie die DUH und BUND) sind nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) klageberechtigt und engagieren sich im Kampf gegen unlautere Umweltaussagen.&nbsp;</p> <p><em>Auf der voraussichtlich ab Herbst 2026 verfügbaren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Wissensplattform „Umweltbezogene Produktaussagen“ finden Sie künftig vertiefende Darstellungen der verschiedenen Instrumente.</em></p> </p><p> Das können Sie tun: <ol> <li><strong>Hinterfragen </strong>und prüfen Sie bei Ihren Kaufentscheidungen umweltbezogene Produktaussagen.</li> <li><strong>Orientieren </strong>Sie sich – wenn möglich – an anerkannten Umweltsiegeln wie EU-Energielabel, EU-Biosiegel, EU Ecolabel oder dem Umweltzeichen Blauer Engel.</li> <li><strong>Melden </strong>Sie Verdachtsfälle von Greenwashing auf Produkten oder in Werbeaussagen an die Verbraucherzentralen.</li> </ol> </p><p> Gewusst wie <p>Im Alltag begegnen uns viele positive Umweltaussagen auf und zu Produkten, sogenannte Green Claims. Das kann helfen, umweltfreundlichere Produktalternativen zu erkennen. Das Problem dabei ist allerdings, dass wir in vielen Fällen nicht prüfen können, ob die Aussagen stimmen oder nur gut klingen. Dies führt zu einem Dilemma:&nbsp;</p> <ul> <li><strong>Gutes Gefühl – ohne Grund:</strong> Wenn wir Produkte mit positiven Umweltaussagen bevorzugen, besteht die Gefahr, dass wir auch Produkte mit Umweltaussagen kaufen, die nur leere Versprechen statt des erhofften Umweltvorteils enthalten.</li> <li><strong>Große Skepsis – ohne Wirkung:</strong> Wenn wir demgegenüber vorsorglich gar keinen Umweltaussagen trauen, verhindern wir, dass reale Umweltvorteile durch unsere Kaufentscheidung zum Tragen kommen.</li> </ul> <p>Aus Umweltsicht sollten wir deshalb unbedingt einerseits bei unseren Kaufentscheidungen Umweltaussagen berücksichtigen, andererseits aber darauf achten, dass die Umweltaussagen auch mit echten Umweltvorteilen verbunden sind.</p> <p><strong>Greenwashing erkennen</strong></p> <p>Greenwashing lässt Produkte oder Dienstleistungen umweltfreundlicher erscheinen, als sie sind. Dabei gibt es verschiedene Varianten und Abstufungen – von klaren Falschaussagen bis hin zu ganz subtilen Effekten (z.B. Weglassen relevanter Informationen oder visuelle Gestaltungselemente, die einen umweltfreundlichen Eindruck erzeugen sollen). Während der Wahrheitsgehalt konkreter Umweltaussagen wie z.B. „Enthält kein Mikroplastik“, in der Regel nur von Prüfinstitutionen, z.&nbsp;B. im Labor festgestellt werden kann, lassen sich andere Formen von Greenwashing gut erkennen. Hinterfragen und prüfen Sie deshalb selbst die Belastbarkeit und Relevanz umweltbezogener Produktaussagen. Sechs typische Muster helfen Ihnen beim Erkennen von Greenwashing (siehe Abbildung).</p> <p><strong>Label-Imitat?</strong></p> <p>Ein Blatt in einem Kreis, vielleicht in einem satten Grün und noch mit dem Wort „geprüft“ ergänzt – fertig ist ein Label-Imitat. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein unabhängiges Umwelt- oder Prüfzeichen, ohne es zu sein.&nbsp;</p> <p><strong>Unabhängige Siegel?</strong></p> <p>Siegel sind eine wichtige Hilfe, um positive Umwelteigenschaften eines Produktes sichtbar zu machen. Empfehlenswerte Siegel haben ein transparentes und nachprüfbares Zertifizierungssystem und sind prinzipiell für alle Unternehmen zugänglich. Zudem sollten die Anforderungen des Siegels deutlich über das gesetzlich geforderte Umweltschutzniveau hinausgehen.</p> <p><strong>Allgemeine Umweltaussagen?</strong></p> <p>„Natürlich“ oder „Für die Umwelt“ sind gut klingende Bezeichnungen. Solche allgemeinen Umweltaussagen sind aber nichtssagend und nur erlaubt, wenn es eine klare Begründung oder belastbare Nachweise dafür gibt. Dies können unabhängige Siegel wie das <a href="https://www.eu-ecolabel.de/">EU Ecolabel</a>, der <a href="https://www.blauer-engel.de/de">Blaue Engel</a> oder eine besonders gute Energie-Effizienzklasse im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen/energieverbrauchskennzeichnung">EU-Energielabel</a> sein.</p> <p><strong>Klimaneutralitätsversprechen?</strong></p> <p>Es ist prinzipiell gut für die Umwelt, wenn Unternehmen Klimabeiträge in Höhe der Emissionen leisten, die durch ein Produkt entstehen. Auf Produkten oder im Marketing darf aber ein Neutralitätsversprechen nicht platziert werden, wenn es auf Kompensationszahlungen beruht. Verbraucher*innen können daran nicht erkennen, ob Herstellung oder Nutzung des Produktes selbst umweltfreundlicher sind als bei vergleichbaren Produktalternativen, da der Umweltnutzen von freiwilligen Kompensationszahlungen außerhalb des Herstellungsprozesses liegt. Es besteht so die Gefahr der Verbrauchertäuschung.</p> <p><strong>Fokus auf Teilaspekte?</strong></p> <p>Die Umweltbewertung eines Produktes sollte sich idealerweise auf das gesamte Produkt und dessen Lebenszyklus beziehen: von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung, den Transport, die Nutzung bis hin zur Entsorgung. Umweltaussagen beziehen sich aber häufig nur auf einen positiven Teilaspekt. Ein typisches Beispiel sind hervorgehobene Aussagen zum Verpackungsmaterial wie „40% weniger Plastik“. Durch die Hervorhebung eines solchen Teilaspekts wird der Anschein erweckt, dass das ganze Produkt umweltfreundlich sei. Auch der Fokus auf nur einen Umweltaspekt (hier im Beispiel die reduzierte Plastikmenge) kann die Umweltleistung größer erscheinen lassen, als sie tatsächlich ist. Geht der reduzierte Plastikeinsatz z.&nbsp;B. mit einem erhöhten Papierverbrauch einher, ist unklar, ob für diesen Teilaspekt der Verpackung tatsächlich ein Umweltvorteil vorliegt und wie groß dieser ist.&nbsp;</p> <p><strong>Betonung von Selbstverständlichkeiten?</strong></p> <p>Nicht alles, was besonders hervorgehoben wird, ist auch besonders. „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/fckw">FCKW</a>-frei“ ist gesetzlicher Standard und Kleidungsstücke sind in den meisten Fällen vegan. Es wird mit einem Vorteil geworben, der nichts oder kaum etwas für das beworbene Produkt bedeutet. Das lenkt ab und lässt das Produkt „grüner“ wirken.&nbsp;</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Grafik_Greenwashing_260526.jpg"> </a> <strong> Werbung auf dem Prüfstand </strong> <br> <p>Diese sechs typischen Muster helfen Ihnen dabei, irreführende Umweltaussagen und Greenwashing beim Einkauf schnell zu entlarven.</p> Quelle: Umweltbundesamt | 2026 </p><p> An empfehlenswerten Umweltsiegeln orientieren <p>Umweltsiegel sind eine wertvolle Hilfe, um umweltrelevante Produkteigenschaften für Verbraucher*innen sichtbar zu machen. Nutzen Sie diese Hilfe! Bereits mit fünf empfehlenswerten Umweltsiegeln können Sie mit hoher Richtungssicherheit in einer Vielzahl von Einkaufsentscheidungen die umweltfreundlicheren Produktvarianten herausfinden:</p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen/energieverbrauchskennzeichnung">EU-Energielabel</a> (Elektrogeräte u.ä.m.)</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/20336">Bio-Siegel</a> (Lebensmittel)</li> <li><a href="https://www.eu-ecolabel.de/">EU Ecolabel</a> (verschiedene Alltagsprodukte)</li> <li><a href="https://www.blauer-engel.de/de">Blauer Engel</a> (verschiedene Alltagsprodukte)</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/73342">Grüner Knopf</a> (Bekleidung).</li> </ul> <p>Weitere Infos finden Sie in unserem Umwelttipp „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/siegel-label">TOP-Umweltsiegel für den nachhaltigen Konsum</a>“.&nbsp;</p> </p><p> Greenwashing melden <p>Greenwashing lässt nicht nur einzelne Produkte umweltfreundlicher erscheinen, als sie sind. Es führt auch dazu, dass Verbraucher*innen Umweltaussagen generell weniger Vertrauen entgegenbringen. Die Vermarktung umweltfreundlicher Produkte wird dadurch erschwert. Es ist deshalb sinnvoll, Fälle von Greenwashing Verbraucherschutzorganisationen zu melden. So können Sie dazu beitragen, Greenwashing durch Unternehmen zu reduzieren und gleichzeitig seriöse Green Claims stärken. Verdachtsfälle von Greenwashing können Sie z.&nbsp;B. direkt bei den&nbsp;<a href="https://www.verbraucherzentrale.de/beschwerde">Verbraucherzentralen</a> oder bei der&nbsp;<a href="https://www.duh.de/mitmachen/greenwashing-melden/">DUH</a> melden.&nbsp;</p> </p><p> Hintergrund <p>Umweltfreundliche Produktalternativen leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Umweltbelastungen. Damit Verbraucher*innen die umweltfreundlicheren Produkte erkennen und berücksichtigen können, braucht es vertrauenswürdige umweltbezogene Produktinformationen. Werden diese Informationen allerdings so dargestellt, dass der Umweltnutzen des Produktes größer erscheint, als er in Wirklichkeit ist, sprechen wir von „Greenwashing“. Dieses schadet der Umwelt in doppelter Hinsicht. Zum einen wird die durch Verbraucher*innen in gutem Glauben angestrebte Umweltentlastung im konkreten Produktkauf nicht oder nicht angemessen erreicht. Zum anderen führt als solches aufgedecktes und öffentlich diskutiertes Greenwashing dazu, das grundsätzliche Vertrauen in produktbezogene Umweltinformationen zu untergraben.</p> <p>Aus der Vertiefungsstudie der Umweltbewusstseinsstudie 2022 geht hervor, dass sich ein Großteil der Verbraucher*innen von der Fülle an Informationen eher verunsichert fühlt, als dass sie die angebotene Information als hilfreich für die eigene Kaufentscheidung ansehen. Das generelle Vertrauen in den Wahrheitsgehalt umweltbezogener Aussagen zu Produkten geht in der Bevölkerung zurück. Hohes Vertrauen genießen demgegenüber vor allem staatliche Nachhaltigkeitssiegel wie der Blaue Engel oder das EU Ecolabel (siehe Grafikbox).&nbsp;</p> <strong>Galerie: Verbraucherbefragung: Was wir über Umweltaussagen wissen und wie sie uns beeinflussen</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Diagramm2.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Diagramm3.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Diagramm1.png"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption </p><p> <p><strong>Gesetzeslage:</strong> Auf EU‑Ebene ist im März 2024 die&nbsp;„EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den&nbsp;ökologischen Wandel durch besseren Schutz gegen unlautere Praktiken und durch bessere Informationen“ ((EU) 2024/825, kurz auch EmpCo oder ECGT genannt) in Kraft getreten. Ziel der Richtlinie ist es, Verbraucher*innen zu stärken und besser vor unlauteren Praktiken zu schützen. Durch strengere und klarere Vorgaben sollen Umweltaussagen verlässlicher, vergleichbarer und nachprüfbarer&nbsp;– und so Greenwashing bekämpft werden. Im Februar 2026 wurde die EU-Richtlinie in Form von zwei Gesetzesänderungen in deutsches Recht umgesetzt. Dessen Anforderungen gelten ab dem 27.09.2026. Eine ausführliche Zusammenstellung der Änderungen finden Sie auf unserer Themenseite <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/staerkerer-schutz-vor-greenwashing-in-deutsches">„Schutz vor Greenwashing“</a>.</p> <p>Neben dieser übergeordneten Gesetzgebung gibt es sowohl weitere gesetzliche Vorgaben als auch freiwillige Standards und Normen, die helfen sollen, Umweltaussagen belastbar zu machen. Hierzu gehören:</p> <ul> <li><strong>Gesetzlich geregelte Siegel und Begriffe: </strong>Die Anforderungen werden hierbei von der EU oder vom deutschen Staat festgelegt. So sind die Anforderungen für das EU-Energielabel durch EU-Verordnungen für die einzelnen Produktgruppen vorgegeben. Der Begriff „Bio“ ist wiederum durch die EU-Öko-Verordnung geschützt.</li> <li><strong>Unabhängig geprüfte, freiwillige Umweltzeichen: </strong>Kriterien, Prüfung und Vergabe sind transparent und unabhängig von einzelnen Herstellern. Die Vergabe kann entweder durch eine staatlich (z. B. Blauer Engel oder EU-Ecolabel) oder durch eine nichtstaatlich (z. B. FSC, PEFC, Grüner Strom oder ok-power) getragene Stelle erfolgen.&nbsp;</li> </ul> <p>Die Rechtsdurchsetzung und damit die Eindämmung von Greenwashing kann über verschiedene Wege adressiert werden: durch Regeln, durch Marktbeobachtung und durch Hinweise und Beschwerden von Verbraucher*innen, die irreführende Werbung sichtbar machen. Dabei spielen klageberechtigte Verbraucher- und Umweltorganisationen eine wichtige Rolle. Bestimmte Verbraucherorganisationen (z. B. Verbraucherzentralen, aber auch als Verbraucherorganisationen zugelassene Umweltorganisationen wie die DUH und BUND) sind nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) klageberechtigt und engagieren sich im Kampf gegen unlautere Umweltaussagen.&nbsp;</p> <p><em>Auf der voraussichtlich ab Herbst 2026 verfügbaren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Wissensplattform „Umweltbezogene Produktaussagen“ finden Sie künftig vertiefende Darstellungen der verschiedenen Instrumente.</em></p> </p><p>Informationen für...</p>

"Grüne" Produkte: Marktzahlen

<p> <p>Die Nachfrage nach Produkten mit Umwelt- und Sozialsiegeln („Grüne Produkte“) entwickelt sich sehr unterschiedlich. Während sich insbesondere bei energie- und kosteneffizienten Produkten in der Vergangenheit teilweise sehr dynamische Entwicklungen mit hohen Marktdurchdringungen zeigten, finden die Marktentwicklungen bei anderen „grünen“ Produkten häufig noch in Marktnischen statt.</p> </p><p>Die Nachfrage nach Produkten mit Umwelt- und Sozialsiegeln („Grüne Produkte“) entwickelt sich sehr unterschiedlich. Während sich insbesondere bei energie- und kosteneffizienten Produkten in der Vergangenheit teilweise sehr dynamische Entwicklungen mit hohen Marktdurchdringungen zeigten, finden die Marktentwicklungen bei anderen „grünen“ Produkten häufig noch in Marktnischen statt.</p><p> Marktanteile „grüner“ Produkte: noch ein weiter Weg zum Ziel <p>Der Marktanteil von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln lag 2024 bei 8,9 % (siehe Abb. „Marktanteil von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln, nach Umsätzen gewichtet“). Die Marktanteile der einzelnen Produktkategorien werden jeweils nach Umsätzen gewichtet. Ziel der Bundesregierung ist es, den Marktanteil bis 2030 auf 34 % zu erhöhen (<a href="https://dns-indikatoren.de/12-1-a/">Indikator 12.1.a der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie</a>).</p> <p>Ein Diagramm zeigt die Marktanteile von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln. Der Anteil stieg von 2012 bis 2021 von 3,6 % auf 13,1 %, fiel danach aber auf 8,9 % im Jahr 2024. Ziel 2030 sind 34 % Marktanteil.</p> <strong> Marktanteil von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln, nach Umsätzen gewichtet </strong> <p>* Pkw, Haushaltsgroßgeräte, Leuchtmittel und Fernseher (Gute Kategorien der Energieverbrauchskennzeichnung); Lebensmittel (Bio-Siegel); Bekleidung (Grüner Knopf); Hygienepapiere, Wasch- und Reinigungsmittel (Blauer Engel)<br>** Ab 2020 zusätzlich mit der Kategorie Bekleidung&nbsp;<br>*** Überarbeitetes Pkw-CO2-Label<br>**** Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie 2016 der Bundesregierung</p> Quelle: <p>Umweltbundesamtes 2026</p> Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/DE_Indikator_KONS-03_Nachhaltiger-Konsum_2026-05-05.pdf">Diagramm als PDF (285,07 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/DE-EN_Indikator_KONS-03_Nachhaltiger-Konsum_2026-05-05_1.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (38,37 kB)</a></li> </ul> </p><p> Nachfrage nach gelabelten Produkten in Milliardenhöhe <p>Die Umsätze von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln, die im <a href="https://dns-indikatoren.de/12-1-a/">Indikator 12.1.a der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie</a> enthalten sind, lagen 2024 bei rund 41,0 Mrd. Euro (siehe Abb. „Umsätze von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln“). Veränderungen in einzelnen Vergabegrundlagen der Energieverbrauchskennzeichnung sowie die Neukonzeption des Pkw-Label schränken die Vergleichbarkeit mit früheren Werten ab 2021 (bei Kühl-/Gefriergeräten, Waschmaschinen, Geschirrspülern, Fernsehgeräten, Leuchtmitteln) bzw. ab 2024 (bei Pkw) ein.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Abb_Ums%C3%A4tze-Produkte-NH-Siegel_2026-05-15.png"> </a> <strong> Umsätze von Produkten mit staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln </strong> Quelle: Berechnungen des Umweltbundesamtes 2024 Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Abb_Ums%C3%A4tze-Produkte-NH-Siegel_2026-05-15.pdf">Diagramm als PDF (143,46 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Abb_Ums%C3%A4tze-Produkte-NH-Siegel_2026-05-06.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (86,23 kB)</a></li> </ul> </p><p> Marktdaten nach Konsumfeldern: Von der Nische bis zum Massenmarkt <p>Neben staatlichen Nachhaltigkeitssiegeln gibt es viele weitere Produkte oder Indikatoren eines nachhaltigen Konsums in den unterschiedlichen Konsumfeldern.</p> <ul> <li><strong>Marktdaten Wohnen</strong>. Klimaneutrales und ressourcenschonendes Wohnen ist ein Big Point beim nachhaltigen Konsum. Hierzu müssen – neben der Senkung des Wärmebedarfs von Gebäuden – vor allem der stetige Anstieg der Pro-Kopf-Wohnfläche gestoppt, die Wärmegewinnung von Verbrennungssystemen auf Wärmepumpe und solare Wärme sowie die Stromerzeugung auf erneuerbare Energien umgestellt werden. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31906"><em>Mehr zu Marktdaten Wohnen...</em></a></li> <li><strong>Marktdaten: Haushaltsgeräte und Beleuchtung.</strong> Mit energieeffizienten Haushaltsgeräten und Leuchtmitteln können Haushalte ihren Strombedarf in großem Maße senken. Dank der europäischen Ökodesign-Richtlinie und der EU-Energieverbrauchskennzeichnung erzielten die besonders energieeffizienten Geräte in den letzten 15 Jahren große Markterfolge. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31908"><em>Mehr zu Marktdaten Haushaltsgeräte und Beleuchtung...</em></a></li> <li><strong>Marktdaten: Mobilität.</strong> Die Ausgaben privater Haushalte für Verkehr fließen vor allem ins eigene Auto. Nur etwa jedes fünfte neue Auto ist ein Elektroauto. Der globale Autobestand stieg um weitere rund 30 Millionen Pkw an. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltzustand-trends/private-haushalte-konsum/mobilitaet"><em>Mehr zur Mobilität...</em></a></li> <li><strong>Marktdaten: Ernährung.</strong> Die Höhe des Fleischkonsums und der Marktanteil von Biolebensmitteln sind zentrale Kennzahlen für eine umweltgerechte und nachhaltige Ernährung. Auch die Marktzahlen für <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/msc">MSC</a>-gelabelten Fisch und für Fairtrade-Siegel geben Auskunft darüber, wie wichtig uns ökologische und soziale Kriterien bei der Ernährung sind. Die Senkung von Lebensmittelabfällen ist ein wichtiges umweltpolitisches Ziel. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31916"><em>Mehr zu Marktdaten Ernährung...</em></a></li> <li><strong>Marktdaten: Sonstige Konsumgüter.</strong> Textilien, Papiere oder Reinigungsmittel belasten in der Herstellung und Nutzung in vielfältiger Weise die Umwelt – nicht zuletzt durch Einträge gefährlicher Stoffe in die Umwelt. Neben einem sparsamen Verbrauch tragen auch Umweltlabel wie der Blaue Engel als Wegweiser zu umweltfreundlicheren Produktalternativen zur Senkung der Umweltbelastung bei. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31917"><em>Mehr zu Marktdaten Sonstige Konsumgüter...</em></a></li> <li><strong>Marktdaten: Finanzen.</strong> Nachhaltige Geldanlagen, freiwillige Kompensationszahlungen und Spenden erleichtern und ermöglichen die Finanzierung von Projekten zum Umwelt-, Natur- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>. Sie sind deshalb ein wichtiger zusätzlicher Beitrag der privaten Haushalte für einen Wandel hin zu klimaneutralen und umweltgerechten Lebens- und Wirtschaftsweisen. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31918"><em>Mehr zu Marktdaten Finanzen...</em></a></li> </ul> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Labelratgeber: TOP-Umweltsiegel für den nachhaltigen Konsum

<p> Diese Siegel und Label helfen beim umweltbewussten Einkauf <ul> <li>Nutzen Sie Umweltsiegel als Orientierungshilfe beim Einkauf.</li> <li>Behalten Sie einfach den Überblick mit den fünf TOP-Siegeln: EU-Energielabel, Bio-Siegel, EU Ecolabel, Blauer Engel, Grüner Knopf.</li> <li>Beachten Sie ansonsten die produktspezifischen Hinweise unserer <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Umwelttipps.</li> <li>Nutzen Sie die Bewertungsportale wie Siegelklarheit.de, wenn Sie Siegel nicht kennen oder unsicher sind.</li> </ul> Gewusst wie <p>Umweltfreundlich einkaufen und nachhaltig konsumieren erscheinen vielen als "ein Buch mit hunderten von Umweltsiegeln". Wir möchten dieser Siegelvielfalt nicht dadurch begegnen, dass wir jedes Label erklären und bewerten – hier gibt es mit Siegelklarheit bereits ein entsprechendes Angebot. Wir gehen auch nicht davon aus, dass die Zahl der Siegel sich spürbar verringern wird. Zu vielfältig sind die Produktgruppen, zu unterschiedlich die Interessen der Marktakteure. Wir zeigen Ihnen aber, wie Sie mit wenig Aufwand den umweltfreundlichen Weg durch den "Labeldschungel" finden können.</p> Umweltsiegel nutzen <p>Die meisten umweltrelevanten Produkteigenschaften sind für Käufer*innen "unsichtbar". Ob ein Gemüse ökologisch angebaut wurde, ein Lebensmittelerzeugnis vegan ist, ein Gerät wenig Strom benötigt, Farben gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten oder Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, sehen wir dem Produkt am Verkaufsort nicht an. Hierfür benötigen wir geeignete Produktkennzeichnungen.</p> <p>Umweltsiegel sind eine solche Hilfe. Nutzen Sie diese Hilfe! Denn bei aller Kritik am "Labeldschungel" können Siegel vielfältige und komplexe "unsichtbare" Produkt- und Herstellungseigenschaften einfach für uns sichtbar machen. Die Kunst liegt darin, relevante von irrelevanten, gute und glaubhafte von irreführenden Siegeln zu unterscheiden. Gute Umweltsiegel erfüllen in der Regel mindestens folgende Bedingungen:</p> <ul> <li>Die Anforderungen des Siegels gehen deutlich über das gesetzlich geforderte Umweltschutzniveau hinaus. Idealerweise wird bei der Beurteilung von Produkten ihr gesamter Lebensweg betrachtet.</li> <li>Das Siegel hat klar definierte, öffentlich zugängliche Umweltkriterien und Nachweisregelungen.</li> <li>Die Kriterienentwicklung erfolgt transparent mit hoher Expertise und die gestellten Anforderungen werden regelmäßig überarbeitet.</li> <li>Die Einhaltung der Siegelstandards werden durch unabhängige Prüfinstitutionen kontrolliert und die Vergabe ist für alle interessierten Unternehmen zugänglich.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775_0.jpg"> </a> <strong> Mit diesen fünf TOP-Umweltsiegeln behalten Sie im Labeldschungel den Überblick. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2025) TOP-Umweltsiegel kennen und beachten <p>Für die Berücksichtigung von Umweltaspekten beim Einkauf müssen Sie nicht hunderte von Siegeln kennen. In einer Vielzahl von Einkaufsentscheidungen können Sie die umweltfreundlicheren Produktvarianten bereits mit fünf Umweltsiegeln mit hoher Richtungssicherheit herausfinden:</p> <ul> <li>EU-Energielabel (Elektrogeräte u.ä.m.)</li> <li>Bio-Siegel (Lebensmittel)</li> <li>EU Ecolabel (verschiedene Alltagsprodukte)</li> <li>Blauer Engel (verschiedene Alltagsprodukte)</li> <li>Grüner Knopf (Bekleidung).</li> </ul> <p>Bei den ersten drei Siegeln werden die Kriterien in einem europäischen Prozess erarbeitet und abgestimmt. Die Kriterienerarbeitung beim Blauen Engel und dem Grünen Knopf erfolgt in Deutschland. Sie stehen aber auch ausländischen Unternehmen zur Kennzeichnung ihrer Produkte oder Dienstleistungen zur Verfügung. Diese Siegel sind deshalb TOP-Siegel, weil sie neben den oben genannten Bedingungen …</p> <ul> <li>eine Vielzahl von verschiedenen Produktkategorien und relevante Konsumbereiche abdecken,</li> <li>weit verbreitet sind,</li> <li>und von staatlichen Institutionen vergeben werden.</li> </ul> <p>Wir stellen diese TOP-Siegel im Folgenden vor.</p> EU-Energielabel <p>Das EU-Energielabel (EU-Energieverbrauchskennzeichnung) findet sich – gesetzlich verpflichtend – auf mehr als 20 Produktgruppen: auf Haushaltsgeräten wie Kühlschränke oder Wäschetrockner, auf Leuchtmittel, auf Fernsehgeräten, aber auch auf Heizgeräten oder Warmwasserbereitern. Die Farbskala von Dunkelgrün (= sehr gut) bis Rot (= sehr schlecht) ermöglicht eine schnelle Orientierung, wie energieeffizient ein Produkt ist. Die zusätzliche Bezeichnung der Effizienzkategorien mit Buchstaben wird nach und nach bei allen Produktgruppen einheitlich auf A – G umgestellt. Außerdem finden Verbraucher*innen auf dem Energielabel – je nach Produktgruppe – weitere nützliche Angaben wie den Jahresenergieverbrauch oder die Lärmemissionen bei der Nutzung. Zeicheninhaber ist die Europäische Kommission.</p> <p><strong>Tipps zu Produkten mit dem EU-Energielabel in unserem Ratgeber:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/13578">Fernseher, Bildschirm</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57310">Geschirrspüler</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/14941">Kühlgeräte</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15333">Gefriergeräte</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/30417">Waschmaschine</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16781">Wäschetrockner</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15308">Gasheizung</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16533">Ölheizung</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/69808">Kaminofen</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/69994">Pelletkessel</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16755">Wärmepumpe</a></li> </ul> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3201">EU-Energielabel</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite)</li> <li>UBA-Broschüre <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/86071">Ökodesign &amp; Energielabel</a></li> <li><a href="https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/Standardartikel/Dossier/A-label-uebersicht.html">Das neue EU-Energielabel</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmwk">BMWK</a>)</li> <li><a href="https://ec.europa.eu/info/energy-climate-change-environment/standards-tools-and-labels/products-labelling-rules-and-requirements/energy-label-and-ecodesign/energy-efficient-products_en">Energy efficient products</a> (Webseite der Europäischen Kommission)</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/11289">Daten zur Umwelt</a>: Energieeffiziente Produkte (UBA)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5324/bilder/eu_washing_machines_label.jpg"> </a> <strong> EU-Energielabel: Schnell und einfach die Geräte mit den geringsten Verbrauchskosten finden. </strong> <a href="http://ec.europa.eu/energy/node/885">Quelle: Europäische Kommission (Energy Labelling of Products)</a> Bio-Siegel <p>Während Begriffe wie "natürlich", "nachhaltig" oder "kontrolliert" nicht geschützt sind, darf bei Lebensmittel "bio" wirklich nur dort auf der Verpackung stehen, wo auch "bio" drin ist. Das EU-Bio-Logo kennzeichnet Lebensmittel, Futtermittel und weitere unverarbeitete landwirtschaftliche Produkte wie z. B. Baumwolle, die aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft stammen. Die Vergabekriterien der Kennzeichnung richten sich nach den aktuellen Bestimmungen gemäß der EG-Bio-Verordnung (EWG) 91/2092 zum ökologischen Landbau. Das deutsche Bio-Siegel kann zusätzlich zum EU-Bio-Logo und freiwillig auf der Verpackung angebracht sein. Es ist bezüglich der Anforderungen mit dem EU-Bio-Logo identisch. Zeicheninhaber sind die Europäische Kommission bzw. das Bundeslandwirtschaftsministerium.</p> <p><strong>Tipps zu Produkten mit dem EU-Bio-Label in unserem Ratgeber:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/20336">Biolebensmittel</a></li> </ul> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://ec.europa.eu/info/food-farming-fisheries/farming/organic-farming/organic-logo_de">EU-Bio-Logo</a> (EU-Kommission)</li> <li>Das <a href="https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/oekologischer-landbau/bio-siegel.html">Bio-Siegel</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmel">BMEL</a>)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/eu-und-bio-siegel_cms-uba_0.jpg"> </a> <strong> Mit dem Bio-Siegel erkennen Sie schnell und einfach Lebensmittel aus ökologischem Anbau. </strong> Quelle: EU-Kommission EU Ecolabel <p>Das EU Ecolabel kennzeichnet Produkte und Dienstleistungen, die geringere Umweltauswirkungen haben als vergleichbare Produkte oder Dienstleistungen. Das Label gibt es für über 20 verschiedene Produktgruppen. Das Spektrum reicht von Reinigungsprodukten über elektronische Displays, Textilien, Schmierstoffe, Farben und Lacke bis zu Beherbergungsbetrieben und Campingplätzen. Für jede Produktgruppe gibt es einen eigenen Kriterienkatalog, nach dem das Label vergeben wird. Das seit 1992 existierende EU Ecolabel (auch Euroblume genannt) ist die EU-Variante des Blauen Engel. In Deutschland ist das EU Ecolabel deshalb nicht so verbreitet, da der Blaue Engel schon länger existiert und im Markt als anerkanntes Umweltzeichen fest etabliert ist. Zeicheninhaber ist die Europäische Kommission.</p> <p><strong>Tipps zu Produkten mit dem EU-Ecolabel in unserem Ratgeber:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12488">Blumenerde</a> (torffrei) – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3649">Wasch- und Reinigungsmittel</a></li> </ul> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.eu-ecolabel.de/">EU Ecolabel</a> (RAL gGmbH)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/ecolabel.gif"> </a> <strong> EU-Ecolabel: Europaweit erkennen Sie umweltfreundliche Produkte an dieser „Blume“. </strong> Quelle: Europäische Kommission Der Blaue Engel <p>Der Blaue Engel ist bereits über 40 Jahre alt und war das weltweit erste Umweltzeichen. In seinen hohen Anforderungen prüft der Blaue Engel die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt durch Kriterien wie ressourcenschonende und umweltverträgliche Herstellung, Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Verzicht auf gesundheitsgefährdende Chemikalien. Für die Bewertung verfolgt das Umweltzeichen eine ganzheitliche Betrachtung des Produktlebenszyklus – von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung und dem Recycling. Ziel ist es, die entscheidenden umweltrelevanten Bereiche für jede Produktgruppe zu identifizieren, bei denen wesentliche Umweltbelastungen verringert oder sogar vermieden werden können. In einigen Vergabekriterien werden auch soziale Aspekte adressiert. Den Blauen Engel gibt es für über 100 Produktgruppen und Dienstleistungen, z.B. für Recyclingpapier-Produkte, für Bauprodukte wie Farben, Lacke und Bodenbeläge, für Möbel und auch für Elektrogeräte.&nbsp;Zeicheninhaber ist das Bundesumweltministerium. Daneben sind in die Zeichenvergabe involviert: Die Jury Umweltzeichen als unabhängiges Beschlussgremium des Blauen Engels, das Umweltbundesamt als Geschäftsstelle und als Fachbehörde sowie die RAL gGmbH als Zeichenvergabestelle.</p> <p><strong>Tipps zu Produkten mit dem Blauen Engel in unserem Ratgeber:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/73342">Bekleidung</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10957">Carsharing</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/22168">Computer (PC, Laptop)</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15297">Gartenhäcksler</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/69808">Kaminöfen</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15509">Mehrwegflaschen</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15455">Papiertaschentücher, Hygienepapiere</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15547">Papier, Recyclingpapier</a> –&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/42826">Plastiktüten</a>–&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16786">Spanplatten und andere Holzwerkstoffe</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/23053">Smartphones</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/48287">Streumittel/ Streusalz</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3649">Wasch- und Reinigungsmittel</a></li> </ul> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.blauer-engel.de/de">Blauer Engel</a> (Website von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> und RAL gGmbH)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/blauer_engel-logo_1545x775px_0.png"> </a> <strong> Blauer Engel: Das weltweit erste Umweltzeichen weist den Weg beim umweltfreundlichen Einkauf. </strong> Quelle: Blauer Engel Grüner Knopf <p>Der Grüne Knopf vereint sowohl Umwelt- und Sozialanforderungen an das Produkt als auch Anforderungen an die Sorgfaltspflicht des Unternehmens. Die Umweltanforderungen umfassen bisher im Arbeitsschritt "Veredlung" unter anderem die Vermeidung gefährlicher Substanzen, die Verminderung von Abwasseremissionen und die Schadstoffprüfung bei Natur- und Chemiefasern. Weiterhin müssen soziale Anforderungen eingehalten werden. Diese beinhalten das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, die Zahlung von Mindestlöhnen, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. Der Grüne Knopf umfasst in der Einführungsphase noch nicht die gesamte Lieferkette. Zum Start prüft er die Produktionsstufen "Zuschneiden und Nähen" sowie "Bleichen und Färben". In der Weiterentwicklung ist die Ausweitung auf weitere Lieferkettenstufen geplant (Material- und Fasereinsatz). Der Grüne Knopf soll perspektivisch Mensch und Umwelt in der gesamten Lieferkette schützen – vom Baumwollfeld bis zum Bügel. In Bezug auf die Produktprüfung ist der Grüne Knopf als Metasiegel angelegt. D.h. der Nachweis der ökologischen und sozialen Produktkriterien erfolgt durch andere Siegel, die die formulierten Kriterien erfüllen müssen. Zeicheninhaber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmz">BMZ</a>). Bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) ist eine Geschäftsstelle eingerichtet.</p> <p><strong>Tipps zu Produkten mit dem Grünen Knopf in unserem Ratgeber:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/73342">Bekleidung</a></li> </ul> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.gruener-knopf.de/">Grüner Knopf</a> (BMZ)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/gruener-knopf-uba-umwelttipps.png"> </a> <strong> Grüner Knopf: Einfacher umweltschonend und sozialverträglich hergestellte Bekleidung finden. </strong> Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Produktspezifische Tipps beachten <p>Im Vorfeld des Einkaufs ist es ratsam, sich darüber Gedanken zu machen, ob und in welcher Größe oder mit welchen Funktionen das Produkt benötigt wird:</p> <ul> <li>Was ist die für mich passende Gerätegröße z.B. bei einem Kühlschrank?</li> <li>Brauche ich überhaupt Geräte wie einen Wäschetrockner? Reicht mir vielleicht ein Wäscheständer?</li> </ul> <p>Nach dem Kauf kann ich auch durch das eigene Nutzungsverhalten Gutes für die Umwelt tun:</p> <ul> <li>Wie dosiere ich z.B. Waschmittel?</li> <li>Wie nutze ich die Waschmaschine möglichst umweltschonend?</li> </ul> <p>Umweltfreundliches Handeln lohnt sich gerade bei größeren Einkaufsentscheidungen. Die produktspezifischen Tipps und Einkaufshilfen der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag">UBA-Umwelttipps</a>&nbsp;geben Orientierung. Die TOP-Umweltsiegel helfen dann das umweltschonende Produkt zu finden.</p> <p>In unserem Verbraucherportal finden Sie zu unterschiedlichsten Produkten und Konsumbereichen kurz und knapp die wichtigsten Umwelttipps. Sollte es von Belang sein, finden Sie dort auch jeweils Hinweise auf weitere empfehlenswerte Umweltsiegel wie z. B. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/msc">MSC</a>-Label bei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/14011">Fisch</a>, Grüner-Strom- und ok-power-Label bei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/24333">Ökostrom</a>, FSC- und PEFC-Label bei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16786">Holzprodukten</a> oder Goldstandard bei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16787">freiwilligen Kompensationszahlungen</a>.</p> Siegeldatenbanken nutzen <p>Sie möchten genau wissen, was hinter einem bestimmten Siegel steht? Dann werden Sie in Siegeldatenbanken fündig. Eine umfassende Bewertung einer Vielzahl von Umweltsiegeln finden Sie auf <a href="https://www.siegelklarheit.de/">Siegelklarheit.de</a> (Initiative der Bundesregierung).</p> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <p>Noch mehr Orientierung zum nachhaltigen Konsum und Siegelwissen gibt es in unserer&nbsp;<a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/orientierung#siegelwissen">UBA-Denkwerkstatt Konsum</a>:</p> <ul> <li><a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/was-macht-ein-gutes-siegel-aus">Was macht ein gutes Siegel aus?</a></li> <li><a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/alles-eine-typfrage-siegelarten">Welche Siegelarten gibt es?</a>&nbsp;</li> <li><a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/siegelvielfalt-mehr-verwirrung-als-orientierung">Warum gibt es so viele Siegel?</a></li> </ul> </p><p> Diese Siegel und Label helfen beim umweltbewussten Einkauf <ul> <li>Nutzen Sie Umweltsiegel als Orientierungshilfe beim Einkauf.</li> <li>Behalten Sie einfach den Überblick mit den fünf TOP-Siegeln: EU-Energielabel, Bio-Siegel, EU Ecolabel, Blauer Engel, Grüner Knopf.</li> <li>Beachten Sie ansonsten die produktspezifischen Hinweise unserer <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Umwelttipps.</li> <li>Nutzen Sie die Bewertungsportale wie Siegelklarheit.de, wenn Sie Siegel nicht kennen oder unsicher sind.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Umweltfreundlich einkaufen und nachhaltig konsumieren erscheinen vielen als "ein Buch mit hunderten von Umweltsiegeln". Wir möchten dieser Siegelvielfalt nicht dadurch begegnen, dass wir jedes Label erklären und bewerten – hier gibt es mit Siegelklarheit bereits ein entsprechendes Angebot. Wir gehen auch nicht davon aus, dass die Zahl der Siegel sich spürbar verringern wird. Zu vielfältig sind die Produktgruppen, zu unterschiedlich die Interessen der Marktakteure. Wir zeigen Ihnen aber, wie Sie mit wenig Aufwand den umweltfreundlichen Weg durch den "Labeldschungel" finden können.</p> </p><p> Umweltsiegel nutzen <p>Die meisten umweltrelevanten Produkteigenschaften sind für Käufer*innen "unsichtbar". Ob ein Gemüse ökologisch angebaut wurde, ein Lebensmittelerzeugnis vegan ist, ein Gerät wenig Strom benötigt, Farben gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten oder Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, sehen wir dem Produkt am Verkaufsort nicht an. Hierfür benötigen wir geeignete Produktkennzeichnungen.</p> <p>Umweltsiegel sind eine solche Hilfe. Nutzen Sie diese Hilfe! Denn bei aller Kritik am "Labeldschungel" können Siegel vielfältige und komplexe "unsichtbare" Produkt- und Herstellungseigenschaften einfach für uns sichtbar machen. Die Kunst liegt darin, relevante von irrelevanten, gute und glaubhafte von irreführenden Siegeln zu unterscheiden. Gute Umweltsiegel erfüllen in der Regel mindestens folgende Bedingungen:</p> <ul> <li>Die Anforderungen des Siegels gehen deutlich über das gesetzlich geforderte Umweltschutzniveau hinaus. Idealerweise wird bei der Beurteilung von Produkten ihr gesamter Lebensweg betrachtet.</li> <li>Das Siegel hat klar definierte, öffentlich zugängliche Umweltkriterien und Nachweisregelungen.</li> <li>Die Kriterienentwicklung erfolgt transparent mit hoher Expertise und die gestellten Anforderungen werden regelmäßig überarbeitet.</li> <li>Die Einhaltung der Siegelstandards werden durch unabhängige Prüfinstitutionen kontrolliert und die Vergabe ist für alle interessierten Unternehmen zugänglich.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/uba_infografiken_1545x775_0.jpg"> </a> <strong> Mit diesen fünf TOP-Umweltsiegeln behalten Sie im Labeldschungel den Überblick. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2025) </p><p> TOP-Umweltsiegel kennen und beachten <p>Für die Berücksichtigung von Umweltaspekten beim Einkauf müssen Sie nicht hunderte von Siegeln kennen. In einer Vielzahl von Einkaufsentscheidungen können Sie die umweltfreundlicheren Produktvarianten bereits mit fünf Umweltsiegeln mit hoher Richtungssicherheit herausfinden:</p> <ul> <li>EU-Energielabel (Elektrogeräte u.ä.m.)</li> <li>Bio-Siegel (Lebensmittel)</li> <li>EU Ecolabel (verschiedene Alltagsprodukte)</li> <li>Blauer Engel (verschiedene Alltagsprodukte)</li> <li>Grüner Knopf (Bekleidung).</li> </ul> <p>Bei den ersten drei Siegeln werden die Kriterien in einem europäischen Prozess erarbeitet und abgestimmt. Die Kriterienerarbeitung beim Blauen Engel und dem Grünen Knopf erfolgt in Deutschland. Sie stehen aber auch ausländischen Unternehmen zur Kennzeichnung ihrer Produkte oder Dienstleistungen zur Verfügung. Diese Siegel sind deshalb TOP-Siegel, weil sie neben den oben genannten Bedingungen …</p> <ul> <li>eine Vielzahl von verschiedenen Produktkategorien und relevante Konsumbereiche abdecken,</li> <li>weit verbreitet sind,</li> <li>und von staatlichen Institutionen vergeben werden.</li> </ul> <p>Wir stellen diese TOP-Siegel im Folgenden vor.</p> </p><p> EU-Energielabel <p>Das EU-Energielabel (EU-Energieverbrauchskennzeichnung) findet sich – gesetzlich verpflichtend – auf mehr als 20 Produktgruppen: auf Haushaltsgeräten wie Kühlschränke oder Wäschetrockner, auf Leuchtmittel, auf Fernsehgeräten, aber auch auf Heizgeräten oder Warmwasserbereitern. Die Farbskala von Dunkelgrün (= sehr gut) bis Rot (= sehr schlecht) ermöglicht eine schnelle Orientierung, wie energieeffizient ein Produkt ist. Die zusätzliche Bezeichnung der Effizienzkategorien mit Buchstaben wird nach und nach bei allen Produktgruppen einheitlich auf A – G umgestellt. Außerdem finden Verbraucher*innen auf dem Energielabel – je nach Produktgruppe – weitere nützliche Angaben wie den Jahresenergieverbrauch oder die Lärmemissionen bei der Nutzung. Zeicheninhaber ist die Europäische Kommission.</p> <p><strong>Tipps zu Produkten mit dem EU-Energielabel in unserem Ratgeber:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/13578">Fernseher, Bildschirm</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57310">Geschirrspüler</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/14941">Kühlgeräte</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15333">Gefriergeräte</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/30417">Waschmaschine</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16781">Wäschetrockner</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15308">Gasheizung</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16533">Ölheizung</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/69808">Kaminofen</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/69994">Pelletkessel</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16755">Wärmepumpe</a></li> </ul> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3201">EU-Energielabel</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Themenseite)</li> <li>UBA-Broschüre <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/86071">Ökodesign &amp; Energielabel</a></li> <li><a href="https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/Standardartikel/Dossier/A-label-uebersicht.html">Das neue EU-Energielabel</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmwk">BMWK</a>)</li> <li><a href="https://ec.europa.eu/info/energy-climate-change-environment/standards-tools-and-labels/products-labelling-rules-and-requirements/energy-label-and-ecodesign/energy-efficient-products_en">Energy efficient products</a> (Webseite der Europäischen Kommission)</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/11289">Daten zur Umwelt</a>: Energieeffiziente Produkte (UBA)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5324/bilder/eu_washing_machines_label.jpg"> </a> <strong> EU-Energielabel: Schnell und einfach die Geräte mit den geringsten Verbrauchskosten finden. </strong> <a href="http://ec.europa.eu/energy/node/885">Quelle: Europäische Kommission (Energy Labelling of Products)</a> </p><p> Bio-Siegel <p>Während Begriffe wie "natürlich", "nachhaltig" oder "kontrolliert" nicht geschützt sind, darf bei Lebensmittel "bio" wirklich nur dort auf der Verpackung stehen, wo auch "bio" drin ist. Das EU-Bio-Logo kennzeichnet Lebensmittel, Futtermittel und weitere unverarbeitete landwirtschaftliche Produkte wie z. B. Baumwolle, die aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft stammen. Die Vergabekriterien der Kennzeichnung richten sich nach den aktuellen Bestimmungen gemäß der EG-Bio-Verordnung (EWG) 91/2092 zum ökologischen Landbau. Das deutsche Bio-Siegel kann zusätzlich zum EU-Bio-Logo und freiwillig auf der Verpackung angebracht sein. Es ist bezüglich der Anforderungen mit dem EU-Bio-Logo identisch. Zeicheninhaber sind die Europäische Kommission bzw. das Bundeslandwirtschaftsministerium.</p> <p><strong>Tipps zu Produkten mit dem EU-Bio-Label in unserem Ratgeber:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/20336">Biolebensmittel</a></li> </ul> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://ec.europa.eu/info/food-farming-fisheries/farming/organic-farming/organic-logo_de">EU-Bio-Logo</a> (EU-Kommission)</li> <li>Das <a href="https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/oekologischer-landbau/bio-siegel.html">Bio-Siegel</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmel">BMEL</a>)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/eu-und-bio-siegel_cms-uba_0.jpg"> </a> <strong> Mit dem Bio-Siegel erkennen Sie schnell und einfach Lebensmittel aus ökologischem Anbau. </strong> Quelle: EU-Kommission </p><p> EU Ecolabel <p>Das EU Ecolabel kennzeichnet Produkte und Dienstleistungen, die geringere Umweltauswirkungen haben als vergleichbare Produkte oder Dienstleistungen. Das Label gibt es für über 20 verschiedene Produktgruppen. Das Spektrum reicht von Reinigungsprodukten über elektronische Displays, Textilien, Schmierstoffe, Farben und Lacke bis zu Beherbergungsbetrieben und Campingplätzen. Für jede Produktgruppe gibt es einen eigenen Kriterienkatalog, nach dem das Label vergeben wird. Das seit 1992 existierende EU Ecolabel (auch Euroblume genannt) ist die EU-Variante des Blauen Engel. In Deutschland ist das EU Ecolabel deshalb nicht so verbreitet, da der Blaue Engel schon länger existiert und im Markt als anerkanntes Umweltzeichen fest etabliert ist. Zeicheninhaber ist die Europäische Kommission.</p> <p><strong>Tipps zu Produkten mit dem EU-Ecolabel in unserem Ratgeber:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12488">Blumenerde</a> (torffrei) – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3649">Wasch- und Reinigungsmittel</a></li> </ul> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.eu-ecolabel.de/">EU Ecolabel</a> (RAL gGmbH)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/ecolabel.gif"> </a> <strong> EU-Ecolabel: Europaweit erkennen Sie umweltfreundliche Produkte an dieser „Blume“. </strong> Quelle: Europäische Kommission </p><p> Der Blaue Engel <p>Der Blaue Engel ist bereits über 40 Jahre alt und war das weltweit erste Umweltzeichen. In seinen hohen Anforderungen prüft der Blaue Engel die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt durch Kriterien wie ressourcenschonende und umweltverträgliche Herstellung, Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Verzicht auf gesundheitsgefährdende Chemikalien. Für die Bewertung verfolgt das Umweltzeichen eine ganzheitliche Betrachtung des Produktlebenszyklus – von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung und dem Recycling. Ziel ist es, die entscheidenden umweltrelevanten Bereiche für jede Produktgruppe zu identifizieren, bei denen wesentliche Umweltbelastungen verringert oder sogar vermieden werden können. In einigen Vergabekriterien werden auch soziale Aspekte adressiert. Den Blauen Engel gibt es für über 100 Produktgruppen und Dienstleistungen, z.B. für Recyclingpapier-Produkte, für Bauprodukte wie Farben, Lacke und Bodenbeläge, für Möbel und auch für Elektrogeräte.&nbsp;Zeicheninhaber ist das Bundesumweltministerium. Daneben sind in die Zeichenvergabe involviert: Die Jury Umweltzeichen als unabhängiges Beschlussgremium des Blauen Engels, das Umweltbundesamt als Geschäftsstelle und als Fachbehörde sowie die RAL gGmbH als Zeichenvergabestelle.</p> <p><strong>Tipps zu Produkten mit dem Blauen Engel in unserem Ratgeber:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/73342">Bekleidung</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/10957">Carsharing</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/22168">Computer (PC, Laptop)</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15297">Gartenhäcksler</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/69808">Kaminöfen</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15509">Mehrwegflaschen</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15455">Papiertaschentücher, Hygienepapiere</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15547">Papier, Recyclingpapier</a> –&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/42826">Plastiktüten</a>–&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16786">Spanplatten und andere Holzwerkstoffe</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/23053">Smartphones</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/48287">Streumittel/ Streusalz</a> – <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3649">Wasch- und Reinigungsmittel</a></li> </ul> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.blauer-engel.de/de">Blauer Engel</a> (Website von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> und RAL gGmbH)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/blauer_engel-logo_1545x775px_0.png"> </a> <strong> Blauer Engel: Das weltweit erste Umweltzeichen weist den Weg beim umweltfreundlichen Einkauf. </strong> Quelle: Blauer Engel </p><p> Grüner Knopf <p>Der Grüne Knopf vereint sowohl Umwelt- und Sozialanforderungen an das Produkt als auch Anforderungen an die Sorgfaltspflicht des Unternehmens. Die Umweltanforderungen umfassen bisher im Arbeitsschritt "Veredlung" unter anderem die Vermeidung gefährlicher Substanzen, die Verminderung von Abwasseremissionen und die Schadstoffprüfung bei Natur- und Chemiefasern. Weiterhin müssen soziale Anforderungen eingehalten werden. Diese beinhalten das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, die Zahlung von Mindestlöhnen, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. Der Grüne Knopf umfasst in der Einführungsphase noch nicht die gesamte Lieferkette. Zum Start prüft er die Produktionsstufen "Zuschneiden und Nähen" sowie "Bleichen und Färben". In der Weiterentwicklung ist die Ausweitung auf weitere Lieferkettenstufen geplant (Material- und Fasereinsatz). Der Grüne Knopf soll perspektivisch Mensch und Umwelt in der gesamten Lieferkette schützen – vom Baumwollfeld bis zum Bügel. In Bezug auf die Produktprüfung ist der Grüne Knopf als Metasiegel angelegt. D.h. der Nachweis der ökologischen und sozialen Produktkriterien erfolgt durch andere Siegel, die die formulierten Kriterien erfüllen müssen. Zeicheninhaber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmz">BMZ</a>). Bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) ist eine Geschäftsstelle eingerichtet.</p> <p><strong>Tipps zu Produkten mit dem Grünen Knopf in unserem Ratgeber:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/73342">Bekleidung</a></li> </ul> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.gruener-knopf.de/">Grüner Knopf</a> (BMZ)</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/gruener-knopf-uba-umwelttipps.png"> </a> <strong> Grüner Knopf: Einfacher umweltschonend und sozialverträglich hergestellte Bekleidung finden. </strong> Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) </p><p> Produktspezifische Tipps beachten <p>Im Vorfeld des Einkaufs ist es ratsam, sich darüber Gedanken zu machen, ob und in welcher Größe oder mit welchen Funktionen das Produkt benötigt wird:</p> <ul> <li>Was ist die für mich passende Gerätegröße z.B. bei einem Kühlschrank?</li> <li>Brauche ich überhaupt Geräte wie einen Wäschetrockner? Reicht mir vielleicht ein Wäscheständer?</li> </ul> <p>Nach dem Kauf kann ich auch durch das eigene Nutzungsverhalten Gutes für die Umwelt tun:</p> <ul> <li>Wie dosiere ich z.B. Waschmittel?</li> <li>Wie nutze ich die Waschmaschine möglichst umweltschonend?</li> </ul> <p>Umweltfreundliches Handeln lohnt sich gerade bei größeren Einkaufsentscheidungen. Die produktspezifischen Tipps und Einkaufshilfen der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag">UBA-Umwelttipps</a>&nbsp;geben Orientierung. Die TOP-Umweltsiegel helfen dann das umweltschonende Produkt zu finden.</p> <p>In unserem Verbraucherportal finden Sie zu unterschiedlichsten Produkten und Konsumbereichen kurz und knapp die wichtigsten Umwelttipps. Sollte es von Belang sein, finden Sie dort auch jeweils Hinweise auf weitere empfehlenswerte Umweltsiegel wie z. B. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/msc">MSC</a>-Label bei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/14011">Fisch</a>, Grüner-Strom- und ok-power-Label bei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/24333">Ökostrom</a>, FSC- und PEFC-Label bei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16786">Holzprodukten</a> oder Goldstandard bei <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16787">freiwilligen Kompensationszahlungen</a>.</p> </p><p> Siegeldatenbanken nutzen <p>Sie möchten genau wissen, was hinter einem bestimmten Siegel steht? Dann werden Sie in Siegeldatenbanken fündig. Eine umfassende Bewertung einer Vielzahl von Umweltsiegeln finden Sie auf <a href="https://www.siegelklarheit.de/">Siegelklarheit.de</a> (Initiative der Bundesregierung).</p> <p><strong>Weitere Informationen:</strong></p> <p>Noch mehr Orientierung zum nachhaltigen Konsum und Siegelwissen gibt es in unserer&nbsp;<a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/orientierung#siegelwissen">UBA-Denkwerkstatt Konsum</a>:</p> <ul> <li><a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/was-macht-ein-gutes-siegel-aus">Was macht ein gutes Siegel aus?</a></li> <li><a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/alles-eine-typfrage-siegelarten">Welche Siegelarten gibt es?</a>&nbsp;</li> <li><a href="https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/siegelvielfalt-mehr-verwirrung-als-orientierung">Warum gibt es so viele Siegel?</a></li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Ratgeber zu Umwelt-Siegeln

<p> So kaufen Sie Umwelt-freundlich ein: <p><strong>Warum Umwelt-Siegel wichtig sind:</strong></p> <p>Viele Dinge sehen Umwelt-freundlich aus.</p> <p>Aber das heißt nicht, dass sie es auch wirklich sind.</p> <p>Zum Beispiel:</p> <p>Man sieht einem Apfel nicht an, ob er aus Bio-Anbau kommt.</p> <p>Oder ob ein Gerät wenig Strom verbraucht.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Deshalb gibt es Umwelt-Siegel.</p> <p>Sie helfen beim Einkauf.</p> <p>Ein gutes Umwelt-Siegel zeigt:</p> <p>Dieses Produkt ist wirklich Umwelt-freundlich.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Umwelt-freundlich bedeutet:</p> <p>Die Sachen halten sehr lange.</p> <p>Wenn etwas kaputt geht, kann man es reparieren.</p> <p>Elektrische Geräte verbrauchen nur wenig Strom.</p> <p>Die Sachen sind nicht giftig.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Ein gutes Umwelt-Siegel erfüllt diese Punkte:</strong></p> <ul> <li>Es verlangt mehr als die Vorschriften.</li> <li>Es prüft das Produkt von der Herstellung bis zum Wegwerfen.</li> <li>Es gibt klare Regeln, wann eine Firma ein Siegel benutzen darf.</li> <li>Die Regeln sind öffentlich.<br>Öffentlich bedeutet: Etwas ist für alle Menschen da.</li> <li>Fach-Leute machen die Regeln.<br>Fach-Leute sind Menschen, die sich in einem bestimmten Bereich besonders gut auskennen.</li> <li>Andere Menschen prüfen, ob Firmen die Regeln einhalten.</li> <li>Jede Firma kann Produkte für das Siegel vorschlagen.</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Diese 5 Siegel sind besonders wichtig:</strong></p> <ul> <li>EU-Energie Siegel (für Elektrogeräte)</li> <li>Bio-Siegel (für Lebensmittel)</li> <li>EU-Eco-Siegel (für viele Alltags-Produkte)</li> <li>Blauer Engel (für viele Alltags-Produkte)</li> <li>Grüner Knopf (für Kleidung)</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Warum sind diese Siegel besonders gut?</p> <p>Sie gelten für viele Produkte.</p> <p>Viele Menschen kennen sie.</p> <p>Sie werden vom Staat vergeben.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>1. EU-Energie-Siegel</strong></p> <p>Dieses Siegel zeigt:</p> <p>Wie viel Strom ein Gerät verbraucht.</p> <p>Das Siegel ist Pflicht für viele Geräte:</p> <p>Zum Beispiel Kühlschränke oder Fernseher.</p> <p>Pflichten sind Dinge, die jemand tun muss.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Die Farbe zeigt, wie gut das Gerät ist:</p> <p>Grün bedeutet sehr gut.</p> <p>Rot bedeutet sehr schlecht.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Auch der Buchstabe A bis G zeigt, wie gut das Gerät ist.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie sehen auf dem Siegel auch:</p> <p>Wie laut das Gerät ist.</p> <p>Wie viel Strom es im Jahr braucht.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mit dem EU-Energie-Siegelfinden Sie Geräte, die wenig Strom verbrauchen.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>2. Bio-Siegel</strong></p> <p>Das Bio-Siegel gibt es auf Lebens-Mitteln, die keine schädlichen Stoffe enthalten.</p> <p>Bei Bio-Lebens-Mitteln werden die Tiere besser behandelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Es gibt 2 Bio-Siegel:</p> <ul> <li>Das EU-Bio-Siegel. Das muss auf allen Bio-Produkten sein.</li> <li>Das deutsche Bio-Siegel. Das ist freiwillig. Die Regeln sind genau wie beim EU-Bio-Siegel</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p><strong>3. EU-Eco-Siegel</strong></p> <p>Dieses Siegel zeigt:</p> <p>Das Produkt ist besser für die Umwelt als andere Produkte.</p> <p>Umwelt ist alles um uns herum. Zum Beispiel Pflanzen, Tiere und Menschen, Luft, Wasser und die Erde.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Das EU-Eco-Siegel gibt es für viele Dinge:</p> <p>Zum Beispiel Reinigungsmittel, Farben, Kleidung oder Hotels.</p> <p>In Deutschland sieht man es nicht so oft.</p> <p>Denn es gibt hier schon lange den Blauen Engel.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>4. Blauer Engel</strong></p> <p>Der Blaue Engel ist das älteste Umwelt-Siegel der Welt.</p> <p>Es gibt ihn seit über 40 Jahren.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Der Blaue Engel zeigt:</p> <ul> <li>Wie Umwelt-freundlich ist das Produkt?</li> <li>Ist es haltbar?</li> <li>Kann man es reparieren?</li> <li>Hat es gefährliche Stoffe?</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Auch soziale Regeln werden manchmal geprüft.</p> <p>Zum Beispiel: gute Arbeits-Bedingungen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Den Blauen Engel gibt es für über 100 Produkte.</p> <p>Zum Beispiel: Farben, Möbel oder Papier.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>5. Grüner Knopf</strong></p> <p>Der Grüne Knopf ist für Kleidung.</p> <p>Er zeigt:</p> <p>Wie Umwelt-freundlich ist die Herstellung?</p> <ul> <li>Gibt es gefährliche Stoffe?</li> <li>Wird auf Abwasser geachtet?</li> <li>Werden Menschen gut behandelt?<br>Zum Beispiel:<br>Keine Kinder-Arbeit<br>Gute Löhne<br>Der Lohn ist das Geld, das eine Arbeiterin oder ein Arbeiter für die Arbeit bekommt.&nbsp;</li> </ul> <p>Der Grüne Knopf prüft nicht alles selbst.</p> <p>Er verlangt andere anerkannte Siegel als Nachweis.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Tipps für den Einkauf</strong></p> <p>Fragen Sie sich vor dem Kauf:</p> <ul> <li>Brauche ich das Kleidungs-Stück wirklich?</li> <li>In der Größe?</li> <li>Brauche ich das Gerät wirklich?</li> <li>Brauche ich z. B. wirklich einen Wäsche-Trockner?</li> <li>Reicht vielleicht ein Wäsche-Ständer?</li> </ul> </p><p> So kaufen Sie Umwelt-freundlich ein: <p><strong>Warum Umwelt-Siegel wichtig sind:</strong></p> <p>Viele Dinge sehen Umwelt-freundlich aus.</p> <p>Aber das heißt nicht, dass sie es auch wirklich sind.</p> <p>Zum Beispiel:</p> <p>Man sieht einem Apfel nicht an, ob er aus Bio-Anbau kommt.</p> <p>Oder ob ein Gerät wenig Strom verbraucht.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Deshalb gibt es Umwelt-Siegel.</p> <p>Sie helfen beim Einkauf.</p> <p>Ein gutes Umwelt-Siegel zeigt:</p> <p>Dieses Produkt ist wirklich Umwelt-freundlich.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Umwelt-freundlich bedeutet:</p> <p>Die Sachen halten sehr lange.</p> <p>Wenn etwas kaputt geht, kann man es reparieren.</p> <p>Elektrische Geräte verbrauchen nur wenig Strom.</p> <p>Die Sachen sind nicht giftig.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Ein gutes Umwelt-Siegel erfüllt diese Punkte:</strong></p> <ul> <li>Es verlangt mehr als die Vorschriften.</li> <li>Es prüft das Produkt von der Herstellung bis zum Wegwerfen.</li> <li>Es gibt klare Regeln, wann eine Firma ein Siegel benutzen darf.</li> <li>Die Regeln sind öffentlich.<br>Öffentlich bedeutet: Etwas ist für alle Menschen da.</li> <li>Fach-Leute machen die Regeln.<br>Fach-Leute sind Menschen, die sich in einem bestimmten Bereich besonders gut auskennen.</li> <li>Andere Menschen prüfen, ob Firmen die Regeln einhalten.</li> <li>Jede Firma kann Produkte für das Siegel vorschlagen.</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Diese 5 Siegel sind besonders wichtig:</strong></p> <ul> <li>EU-Energie Siegel (für Elektrogeräte)</li> <li>Bio-Siegel (für Lebensmittel)</li> <li>EU-Eco-Siegel (für viele Alltags-Produkte)</li> <li>Blauer Engel (für viele Alltags-Produkte)</li> <li>Grüner Knopf (für Kleidung)</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Warum sind diese Siegel besonders gut?</p> <p>Sie gelten für viele Produkte.</p> <p>Viele Menschen kennen sie.</p> <p>Sie werden vom Staat vergeben.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>1. EU-Energie-Siegel</strong></p> <p>Dieses Siegel zeigt:</p> <p>Wie viel Strom ein Gerät verbraucht.</p> <p>Das Siegel ist Pflicht für viele Geräte:</p> <p>Zum Beispiel Kühlschränke oder Fernseher.</p> <p>Pflichten sind Dinge, die jemand tun muss.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Die Farbe zeigt, wie gut das Gerät ist:</p> <p>Grün bedeutet sehr gut.</p> <p>Rot bedeutet sehr schlecht.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Auch der Buchstabe A bis G zeigt, wie gut das Gerät ist.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Sie sehen auf dem Siegel auch:</p> <p>Wie laut das Gerät ist.</p> <p>Wie viel Strom es im Jahr braucht.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mit dem EU-Energie-Siegelfinden Sie Geräte, die wenig Strom verbrauchen.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>2. Bio-Siegel</strong></p> <p>Das Bio-Siegel gibt es auf Lebens-Mitteln, die keine schädlichen Stoffe enthalten.</p> <p>Bei Bio-Lebens-Mitteln werden die Tiere besser behandelt.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Es gibt 2 Bio-Siegel:</p> <ul> <li>Das EU-Bio-Siegel. Das muss auf allen Bio-Produkten sein.</li> <li>Das deutsche Bio-Siegel. Das ist freiwillig. Die Regeln sind genau wie beim EU-Bio-Siegel</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p><strong>3. EU-Eco-Siegel</strong></p> <p>Dieses Siegel zeigt:</p> <p>Das Produkt ist besser für die Umwelt als andere Produkte.</p> <p>Umwelt ist alles um uns herum. Zum Beispiel Pflanzen, Tiere und Menschen, Luft, Wasser und die Erde.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Das EU-Eco-Siegel gibt es für viele Dinge:</p> <p>Zum Beispiel Reinigungsmittel, Farben, Kleidung oder Hotels.</p> <p>In Deutschland sieht man es nicht so oft.</p> <p>Denn es gibt hier schon lange den Blauen Engel.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>4. Blauer Engel</strong></p> <p>Der Blaue Engel ist das älteste Umwelt-Siegel der Welt.</p> <p>Es gibt ihn seit über 40 Jahren.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Der Blaue Engel zeigt:</p> <ul> <li>Wie Umwelt-freundlich ist das Produkt?</li> <li>Ist es haltbar?</li> <li>Kann man es reparieren?</li> <li>Hat es gefährliche Stoffe?</li> </ul> <p>&nbsp;</p> <p>Auch soziale Regeln werden manchmal geprüft.</p> <p>Zum Beispiel: gute Arbeits-Bedingungen.</p> <p>&nbsp;</p> <p>Den Blauen Engel gibt es für über 100 Produkte.</p> <p>Zum Beispiel: Farben, Möbel oder Papier.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>5. Grüner Knopf</strong></p> <p>Der Grüne Knopf ist für Kleidung.</p> <p>Er zeigt:</p> <p>Wie Umwelt-freundlich ist die Herstellung?</p> <ul> <li>Gibt es gefährliche Stoffe?</li> <li>Wird auf Abwasser geachtet?</li> <li>Werden Menschen gut behandelt?<br>Zum Beispiel:<br>Keine Kinder-Arbeit<br>Gute Löhne<br>Der Lohn ist das Geld, das eine Arbeiterin oder ein Arbeiter für die Arbeit bekommt.&nbsp;</li> </ul> <p>Der Grüne Knopf prüft nicht alles selbst.</p> <p>Er verlangt andere anerkannte Siegel als Nachweis.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Tipps für den Einkauf</strong></p> <p>Fragen Sie sich vor dem Kauf:</p> <ul> <li>Brauche ich das Kleidungs-Stück wirklich?</li> <li>In der Größe?</li> <li>Brauche ich das Gerät wirklich?</li> <li>Brauche ich z. B. wirklich einen Wäsche-Trockner?</li> <li>Reicht vielleicht ein Wäsche-Ständer?</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Kriterienentwicklung und -überarbeitung für den Blauen Engel für Textilien

Mit dem Blauen Engel (BE) werden Produkte und Dienstleistungen ausgezeichnet, die umweltfreundlicher sind und zugleich hohe Ansprüche an den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Gebrauchstauglichkeit erfüllen. Das Vorhaben dient der Überarbeitung der Kriterien des BE für Textilien (DE-UZ 154). Im Mittelpunkt steht die ökologische Bewertung verschiedener textiler Fasern, auf deren Basis fundierte Kriterien, einschließlich Nachweise, abzuleiten sind. Neben den bisher schon adressierten Fasern (Natur-, chemische, regenerierte Zellulose- und Recyclingfasern) im BE sollen daher neuere Fasern mit in die ökologische Bewertung einbezogen werden. Recyclingfasern als auch textile Endprodukte sollen hinsichtlich ihrer Schadstoffe untersucht werden, um einen Schadstoffeintrag in Textilien zu vermeiden. Der Aspekt der Recyclingfähigkeit der (Frisch-) Fasern als auch der daraus produzierten textilen Endprodukte soll ebenfalls beleuchtet werden, um dem Ziel der stärkeren Kreislauffähigkeit von Textilien Rechnung zu tragen. Fachgespräche sollen die Erarbeitung der Faserkriterien, einschließlich Nachweis, unterstützen. Zudem sind die übrigen Vergabekriterien auf Aktualität zu prüfen und ggf. anzupassen. Gleichzeitig sind die Ausschreibungsempfehlungen für die öffentliche Beschaffung anzupassen. Dabei sind die aktuellen Anforderungen aus den BREFs für die Textilindustrie, des Textilbündnisses sowie des Grünen Knopfs zu berücksichtigen. Die Ergebnisse sind der breiten Fachöffentlichkeit zu multiplizieren sowie in Technischen Reports zu dokumentieren.

Umweltministerium fordert Umdenken bei Vernichtung ungetragener Textilien

Rheinland-Pfalz stellt bei der Umweltministerinnen und -ministerkonferenz Antrag zur Wiederverwertung neuer Kleidungsstücke / Risiken anhaltender Trockenheit durch Klimawandel minimieren. Die Textilproduktion hat sich seit 2002 weltweit verdoppelt. Bis zu 24 Kollektionen bringen Modemarken pro Jahr zu niedrigen Preisen und geringerer Qualität auf den Markt. Die Konsequenz: Ein erheblicher Ressourcenverbrauch, denn die Produktion von Kleidung braucht etwa große Mengen an Wasser und Energie. „Aufgrund der Zunahme an zurückgesendeten und unverkauften Textilien werden viele Kleidungsstücke ungetragen vernichtet. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch einmal verschärft: Nach Schätzungen steht eine Vernichtung von rund 500 Millionen neuer Kleidungsstücke an. Daher setzen wir uns auf der kommenden Umweltministerinnen und -ministerkonferenz (UMK) für eine Stärkung der Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit bei Textilien ein“, sagte Staatsministerin Anne Spiegel heute in Mainz. Die UMK berät am kommenden Freitag über den rheinland-pfälzischen Antrag. Darin ist eine zügige Vorlage der Transparenzverordnung vom Bund gefordert, die Herstellerinnen und Hersteller von Textilien zur nachvollziehbaren Dokumentation verpflichtet, wie sie mit unverkaufter Ware umgehen. Zudem braucht es langfristige Bundesvorgaben, damit das Vernichten der Ware nicht kostengünstiger ist als das Spenden von Kleidungsstücken. „Durch die Verlängerung der Lebensdauer unserer Kleidung von einem auf zwei Jahre können wir 24 Prozent unserer CO2-Emissionen einsparen. Zum Schutz unseres Klimas und unserer Umwelt müssen wir daher das Recyceln von Textilien stärken und dafür einen europaweiten Markt schaffen“, erläuterte Spiegel. Zudem müssen Informationen über die Lebensdauer und Kreislauffähigkeit von Textilien in bestehenden Labeln wie dem grünen Knopf ergänzt werden, damit Verbraucherinnen und Verbraucher dies bei ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen können. „In Rheinland-Pfalz setzen wir uns seit Jahren mit unserer Kampagne ‚Müll nicht rum‘ für Abfallvermeidung und Ressourcenschonung ein. Ein Schwerpunkt liegt auf der Langlebigkeit und Wiederverwendung von Textilien: Auf der Webseite sind viele Secondhand-Läden im Land über eine Karte oder Suchfunktion abrufbar, Tendenz steigend“, so Spiegel weiter. Lösungsansätze für klimawandelbedingte Trockenheit unabdingbar Zudem stellt Rheinland-Pfalz bei der UMK gemeinsam mit Baden-Württemberg und Thüringen einen Antrag zur Minimierung von Risiken durch die klimawandelbedingte Trockenheit. „Die Lage ist ernst: 2018 waren aufgrund der langanhaltenden Trockenheit rund 70 Prozent der Böden in Deutschland von Dürre betroffen. Wir müssen daher dringend Lösungen und Strategien entwickeln, wie wir unsere Lebensgrundlagen dauerhaft vor dem Klimawandel schützen“, erklärte Spiegel. Hierbei sind die Sicherung der Trinkwasserversorgung sowie ein ökologisch verträglicher Umgang mit Niedrigwasser von großer Bedeutung. Neben der Verbesserung der Vorhersage- und Warnsysteme stünden zudem die Risikobewertung, Vorsorgemaßnahmen und die Erstellung von Verhaltensweisen im Krisenfall im Fokus, betonte die Ministerin abschließend. Weitere Informationen zur Kampagne „Müll nicht rum“ sind abrufbar unter: www.muellnichtrum.rlp.de

Spiegel: „Umweltministerinnen und -minister setzen deutliches Zeichen gegen die Vernichtung von neuen Kleidungsstücken“

Rheinland-pfälzischer Antrag zur Wiederverwertung neuer Kleidungsstücke einstimmig bei der Umweltministerinnen und -ministerkonferenz beschlossen. „Wir sind heute auf der Umweltministerinnen und -ministerkonferenz in Sachen Ressourceneffizienz ein entscheidendes Stück weiter gekommen. Es ist ein großer Erfolg, dass die Umweltministerinnen und -minister einstimmig unserem Antrag zugestimmt haben und somit ein deutliches Zeichen gegen die Vernichtung von Kleidungsstücken setzen“, erklärte Staatsministerin Anne Spiegel. „Der Bund ist nun aufgefordert, etwa zügig eine Transparenzverordnung vorzulegen, die Herstellerinnen und Hersteller von Textilien dazu verpflichtet, nachvollziehbar zu dokumentieren, wie sie mit unverkaufter Ware umgehen. Zudem braucht es dauerhafte Rahmenbedingungen des Bundes, damit das Vernichten der Ware nicht kostengünstiger ist als das Spenden von Kleidungsstücken.“ Denn die Zunahme von zurückgesendeten und unverkauften Textilien führt dazu, dass auch immer mehr Kleidungsstücke ungetragen vernichtet werden. Das Problem besteht nicht erst seit der Corona-Pandemie. Die pandemiebedingten Ladenschließungen haben die Situation aber noch einmal verschärft: Nach Schätzungen steht eine Vernichtung von rund 500 Millionen neuer Kleidungsstücke an. Um hier Gegenzusteuern hatte Rheinland-Pfalz den Antrag „Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit bei Textilien stärken - Ungetragene Textilien wiederverwerten statt vernichten“ bei der Umweltministerinnen- und -ministerkonferenz eingebracht. Aktuell zeigt die Entwicklung in der Textilbranche jedoch in eine andere Richtung: Seit 2002 hat sich die Textilproduktion weltweit verdoppelt. Rund 60 Kleidungsstücke pro Jahr kaufen sich Bürgerinnen und Bürger in Deutschland im Schnitt – Tendenz steigend. Dabei werden die Kleidungsstücke nur noch halb so lang wie noch vor 15 Jahren getragen. „Dieser Trend zur sogenannten Fast Fashion geht klar zu Lasten von Umwelt und Klima und benötigt erhebliche Ressourcen: Die Produktion von Kleidung braucht etwa große Mengen an Wasser und Energie. Für die Produktion eines Kilogramms Baumwolle sind bis zu 25.000 Liter Wasser erforderlich. Das entspricht rund 100 vollgefüllten Standard-Badewannen“, erläuterte Spiegel. Alleine die Verlängerung der Lebensdauer der Kleidung von einem auf zwei Jahre könnte eine Einsparung der CO2-Emissionen von 24 Prozent bringen. Die Umweltministerinnen und -minister sprechen sich mit dem Antrag auch dafür aus, das Recyceln von Textilien zu stärken und dafür einen europaweiten Markt zu schaffen. Laut EU-Kommission werden weltweit weniger als ein Prozent der Kleidung recycelt und zur Herstellung neuer Kleidungsstücke verwendet. Zudem sollen Informationen über die Lebensdauer und Kreislauffähigkeit von Textilien in bestehende Label wie dem grünen Knopf intergiert werden, damit Verbraucherinnen und Verbraucher diese bei ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen können. Rheinland-Pfalz setzt sich seit Jahren mit der Kampagne „Müll nicht rum“ für Abfallvermeidung und Ressourcenschonung ein. Dabei liegt ein Schwerpunkt auch auf Textilien. So sind auf der Webseite www.muellnichtrum.rlp.de viele Secondhand-Läden im Land über eine Karte oder Suchfunktion abrufbar. Diese Übersicht kann z.B. ein Anhaltspunkt für Verbraucherinnen und Verbraucher sein, Textilien ein zweites „Leben zu schenken“.

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