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Grundwasserbelastung im Oberrheingraben

07.05.2026 Das Grundwasser aus 1.497 Grundwassermessstellen wurde auf 181 Einzelsubstanzen untersucht. Die Ergebnisse sind als aussagekräftig für das Grundwasser im Oberrheingraben einzustufen. An 96 % der Messstellen wurde im Grundwasser mindestens ein Spurenstoff nachgewiesen und an 59 % wurde mindestens ein grenzüberschreitend festgelegter Qualitätswert für Trinkwasser überschritten. Pflanzenschutzmittel und deren Abbauprodukte, PFAS, Arzneimittelrückstände — die Grundwasserbelastung durch synthetische Spurenstoffe kann den Ergebnissen zufolge als flächendeckend angesehen werden. Sie überlagert sich mit anderen Schadstoffbelastungen wie beispielsweise der durch Nitrat. Die Ergebnisse beziehen sich auf das Rohwasser und informieren damit über die chemischen Inhaltsstoffe des Grundwassers. Trinkwasser wird vor der Verteilung in die Netze nach strengen rechtlichen Vorgaben kontrolliert und wird einer speziellen Aufbereitung unterzogen, um Schadstoffe aus dem Grundwasser zu entfernen. Pflanzenschutzmittel und ihre Abbauprodukte wurden an 90 % der Grundwassermessstellen nachgewiesen und stellen damit die umfassendste Belastung des Grundwassers dar. PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) liegen mit Nachweisen an 69 % der Messstellen überwiegend in niedrigen Konzentrationen unterhalb der Grenzwerte vor. Es konnten klare Belastungsschwerpunkte mit Grenzwertüberschreitungen identifiziert werden. Trifluoressigsäure (TFA) wurde an 96 % der Messstellen im Projektgebiet nachgewiesen. TFA ist ein kleines, gut wasserlösliches und schlecht abbaubares Molekül, das in nahezu allen Umweltkompartimenten gefunden wird. Einträge von Spurenstoffen aus kommunalen Kläranlagen in Oberflächengewässer und das Grundwasser wurden erstmals im grenzüberschreitenden Maßstab dokumentiert. Spurenstoffe in geklärtem Abwasser können im Einflussbereich von Kläranlagen zu einer Belastung des Grundwassers führen, die sich durch das Vorhandensein von Arzneimittelrückständen, Lebensmittelzusatzstoffen, Tensiden, PFAS sowie bestimmten Pflanzenschutzmitteln auszeichnet. Erstmals wurden im Rahmen einer grenzüberschreitenden Bestandsaufnahme innovative Analysemethoden zur Identifizierung unbekannter Stoffe eingesetzt. Das Non-Target-Screening (NTS) ermöglichte den Nachweis von Substanzen, die nicht auf den Parameterlisten der gezielten Analysemethoden standen. An den sechs Pilotstandorten wurden zwischen 61 und 194 Moleküle identifiziert. Das Ergebnis bestätigt die Relevanz dieses Ansatzes. Ergebnisse aus Rheinland-Pfalz Das Untersuchungsgebiet in Rheinland-Pfalz erstreckte sich entlang des Rheins im Oberrheingraben von Mainz/Bingen bis an die französische Grenze. An 272 Grundwassermessstellen wurde die Grundwasserqualität untersucht, davon an 89 Messstellen auch mit einem Sondermessprogramm zu organischen Spurenstoffen. Insgesamt überschreitet an ca. 58 % der untersuchten Messstellen mindestens eine Substanz ihren Grenzwert. Insbesondere Pestizide sorgen im intensiv landwirtschaftlich genutzten Projektgebiet mit Grenzwertüberschreitungen an ca. 77 % der Messstellen für eine starke Belastung des Grundwassers. Nitrat wurde an ca. 14 % der Messstellen oberhalb des Grenzwerts von 50 mg/L gemessen. Zitate von Dr. Dirk Grünhoff, Präsident des Landesamtes für Umwelt: „Die Ergebnisse zeigen, dass der Grundwasserschutz weiterhin vor großen Herausforderungen steht. Die Daten des Projekts bilden eine solide Basis, diesen Herausforderungen zu begegnen und konkrete Maßnahmen abzuleiten. Eine konsequente Fortsetzung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bildet hierfür die Grundlage“, sagt LfU-Präsident Dr. Dirk Grünhoff anlässlich der Ergebnispräsentation. Der vollständige Bericht und die Daten sind auf der Website ermes-rhin.eu abrufbar. Hintergrund Die öffentliche Ergebnispräsentation findet am 7. Mai 2026 im Europäischen Parlament Straßburg statt, die Pressekonferenz am 6. Mai 2026 in Straßburg, Maison de la Région Grand Est, place Adrien Zeller. Über das Projekt: Seit 1991 finden grenzüberschreitende Bestandsaufnahmen des Grundwassers im Oberrheingraben statt. Mit dem Projekt ERMES-ii-Rhein wurden dreizehn Partnerinstitutionen aus dem Oberrheingebiet koordiniert (Baden-Württemberg, Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Elsass, Hessen, Rheinland-Pfalz). Das Landesamt für Umwelt ist zusammen mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd als Partnerinstitutionen aus Rheinland-Pfalz an dem Projekt beteiligt. Das Projekt ist freiwillig und wurde von der EU durch das Programm Interreg VI Oberrhein kofinanziert. Kurz-Zusammenfassung der Ergebnisse Kompletter Bericht Alle relevanten Berichte, Daten und Karten sind auf der Projektseite www.ermes-rhin.eu abrufbar.

Raumordnerische Grundlagen entlang der Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Republik Polen

Darstellung von Raumstrukturen auf topographischer Grundlage; Maßstab 1 : 100 000

Europäische territoriale Zusammenarbeit 2021-2027: Operationelles Programm Interreg VI A „Großregion“ zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

1. Der Ministerrat nimmt den Bericht der Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau über das künftige Operationelle Programm Interreg VI A „Großregion“ zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zur Kenntnis. 2. Die Ressorts einschließlich der Staatskanzlei verpflichten sich, im Rahmen ihrer fachlichen Zuständigkeiten, ihrer Verantwortung und ihren Aufgaben bei der Durchführung des Interreg VI A Programms „Großregion“ im Rahmen der rheinland-pfälzischen Teilnahme am Programm nachzukommen 3. Die Ministerpräsidentin ermächtigt die Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau zur Unterzeichnung einer Einverständniserklärung gegenüber der Verwaltungsbehörde des Programms und ggf. den am Programm beteiligten Partnerbehörden, um die Zustimmung des Landes zum Operationellen Programms zu bestätigen. Dies umfasst auch daraus resultierende weitere Vereinbarungen sowie gegebenenfalls notwendige Anpassungen am Entwurf des Operationellen Programms und spätere Änderungen. 4. Die Staatskanzlei wird gebeten, den Landtag gemäß der Vereinbarung zwischen Landtag und Landesregierung gern. Art. 89 b der Landesverfassung über den gegenwärtigen Verfahrensstand zu unterrichten.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Projektförderung auf Grundlage der Naturpark-Handlungsprogramme

HP 2021 Naturpark Südeifel - Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Projektförderung auf Grundlage der Naturpark-Handlungsprogramme

Europäische territoriale Zusammenarbeit 2021-2027: Operationelles Programm Interreg VI A „Maas-Rhein“ zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

1. Der Ministerrat nimmt den Bericht der Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau über das künftige Operationelle Programm Interreg VI A „Maas-Rhein“ zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zur Kenntnis. 2. Die Ressorts einschließlich der Staatskanzlei verpflichten sich, im Rahmen ihrer fachlichen Zuständigkeiten, ihrer Verantwortung und ihren Aufgaben bei der Durchführung des Interreg VI A Programms „Maas-Rhein“ im Rahmen der rheinland-pfälzischen Teilnahme am Programm nachzukommen. 3. Die Ministerpräsidentin ermächtigt die Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau zur Unterzeichnung einer Einverständniserklärung gegenüber der Verwaltungsbehörde des Programms und ggf. den am Programm beteiligten Partnerbehörden, um die Zustimmung des Landes zum Operationellen Programms zu bestätigen. Dies umfasst auch daraus resultierende weitere Vereinbarungen sowie gegebenenfalls notwendige Anpassungen am Entwurf des Operationellen Programms und spätere Änderungen. 4. Die Staatskanzlei wird gebeten, den Landtag gemäß der Vereinbarung zwischen Landtag und Landesregierung gern. Art. 89 b der Landesverfassung über den gegenwärtigen Verfahrensstand zu unterrichten.

Grenzüberschreitende Information und Gefahrenabwehr

Im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die von der Oberrheinkonferenz koordiniert wird, werden Projekte der präventiven Störfallvorsorge und des abgestimmten Vorgehens im Störfall zwischen schweizerischen, französischen und deutschen Dienststellen bearbeitet.

BeetleTrees - Käfer an alten Bäumen und Totholz - Schutz und Schaffung von Lebensräumen

Beschreibung und Ziele: Das Projekt wird einen wichtigen Beitrag zum Erhalt saproxylische Käfer leisten. Diese sind ein ökologisch bedeutender, jedoch gefährdeter Bestandteil der Biodiversität und für die Erfüllung der Ökosystemleistungen und -funktionen des Waldes von großer Wichtigkeit. Bei der Umsetzung werden die neuesten wissenschaftlich fundierten Ansätze und Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität in gesetzlich geschützten und privat bewirtschafteten Gebieten angewandt. Zur Erreichung dieses Ziels wird eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit beitragen, die aus einer Reihe von Aktivitäten besteht. Diese Aktivitäten können thematisch in drei Gruppen unterteilt werden. Es werden Informationen über das Vorkommen und die Ansprüche von fünf Schirmarten von Käfern sowie die Reaktion der gesamten Käfergemeinschaft auf verschiedene in den vergangenen Jahren durchgeführte Eingriffe erfasst und ausgewertet. Das Projekt wird das Wissen über die Anforderungen gefährdeter Arten erweitern, die langfristigen Auswirkungen verschiedener Waldbewirtschaftungsansätze auf saproxylische Käfer bewerten und dazu beitragen, die Pflege auf alte Bäume zu konzentrieren. Diese sind wichtige Träger des biologischen Erbes und des kulturellen Gedächtnisses der Landschaft. Die grüne Infrastruktur wird durch aktive Maßnahmen gefördert, die die Kontinuität der für alte Bäume typischen Mikrohabitate gewährleisten und somit die Populationen gefährdeter Käferarten stärken. Die Reihe geplanter Maßnahmen im Gelände dient der Schaffung neuer Lebensräume, der Verbesserung des Zustands bestehender Lebensräume und der Beschleunigung der natürlichen Prozesse ihrer Entstehung. Dies wird sich sowohl unmittelbar als auch in den kommenden Jahren positiv auf die Biodiversität auswirken. Es erfolgt eine Einbeziehung relevanter Zielgruppen (private Waldbesitzer, Naturschutzbehörden und die Öffentlichkeit) sowie eine Verbreitung der Ergebnisse. Die aus der Feldforschung gewonnenen Informationen fließen in ein grenzüberschreitendes, koordiniertes Schutzkonzept für bedeutende Käferarten sowie in den Aufbau einer grünen Infrastruktur zur Erhaltung und Verbreitung dieser Arten in der Landschaft ein. An diesem Konzept sind alle relevanten Akteure beteiligt.

Suburbia - Grenzübergreifende Kooperationsprojekte - Portal Hamburg

Ziel der Karte "Kooperationsprojekte mit Hamburger Nachbargemeinden und -kreisen" ist es, Projekte und Aktivitäten zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu kommunizieren. Die interaktive Karte stellt mittels verschiedenen Symbolen solche Kooperationsprojekte zwischen Hamburg und seinen Nachbargemeinden und -kreisen dar, an denen die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt oder ein Hamburger Bezirk beteiligt sind. Die Karte ist auf drei Zoomstufen begrenzt. Jedes dargestellte Projekt wird einer von sieben Kategorien zugeordnet, die jeweils durch ein Symbol repräsentiert werden: Entwicklungskonzepte, Nachbarschaftsforum, Regionalpark, Stadtentwicklungsprojekt, Naturschutzprojekt, Verkehrsprojekt, Regionalwerkstatt. Durch Anklicken eines Symbols erhält der User eine Kurzinformation über das konkrete Projekt, den Hamburger Kontakt und ggf. den entsprechenden Link zur Projektseite. Die Karte wird kontinuierlich von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (Referat Raumordnung und Regionalentwicklung) gepflegt.

Grenzüberschreitender Hochwasserschutz

Nach den verheerenden Hochwässern von 1993 und 1995 haben sich Deutschland, Frankreich und Luxemburg in der IKSMS zusammengeschlossen, um einen Aktionsplan zum Hochwasserschutz im Einzugsgebiete von Mosel und Saar auszuarbeiten. Im Saarland wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem Land sowie den deutschen und französischen Blies-Anliegerkommunen durch ein im Jahr 2004 geschlossenens Kooperationsabkommen gestärkt. Erster Arbeitsschritt ist ein grenzüberschreitender Aktionsplan Hochwasser.

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