Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Das Große Bruch ist ein ehemaliges Niedermoorgebiet im Grünen Band. Aufgrund seiner naturräumlichen Ausstattung, seines Arteninventars und der Biotopverbundfunktion ist das Große Bruch von besonderer naturschutzfachlicher Bedeutung. Das Ziel ist es, das Große Bruch in seinen naturnahen Bereichen und seiner bestehenden Artenvielfalt sowie als Rückzugsraum für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Aufgrund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung des Umfeldes könnte es bei der Umsetzung der Extensivierungs- und Wiedervernässungsmaßnahmen zu Konflikten kommen. In dieser Studie werden die Bedingungen ermittelt, unter denen die Renaturierung und standortgerechte Nutzung von Feuchtgrünland auf ehemaligen Niedermoorstandorten umgesetzt werden kann.
Fazit: Es besteht großer Handlungsbedarf, um das Grüne Band im Großen Bruch weiter zu erhalten und eine zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft zu verhindern. Die in diesem Projekt entwickelten Maßnahmen finden bei allen beteiligten Gremien eine breite Zustimmung. Derzeit ist unklar, wie sich der künftige Eigentümer des Nationalen Naturerbes des Grünen Bandes im Großen Bruch dazu positioniert und ob dieser bereit ist, auf Einnahmen aus den Pachtzinserlösen zumindest teilweise zu verzichten. Somit ist es unerlässlich, vor Beginn eines Umsetzungsprojektes die Unterstützung und Zustimmung des künftigen Eigentümers einzuholen. Auch ist es im Rahmen eines Umsetzungsprojektes nötig, einige Flächen, die derzeit in Privatbesitz sind, zu erwerben. Aus Sicht der Bearbeiter ist eine Umsetzung der Maßnahmen unbedingt notwendig und wenn die oben erwähnten Bedingungen geklärt sind, auch umsetzbar