Das Dezernat Hydrogeologie gehört zum Geologischen Dienst Mecklenburg-Vorpommern im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V. Die Aufgaben des Dezernates sind die landesweite Erarbeitung und Bereitstellung hydrogeologischer Datengrundlagen und die Bearbeitung spezieller hydrogeologischer Fragestellungen, die Erarbeitung von Grundlagen zur Erschließung und Sicherung der Trink- und Brauchwasserversorgung und zur Nutzung und zum Schutz der Ressource Grundwasser, die Führung des Landesmessnetzes Grundwasserstand und die Bewertung des mengenmäßigen Zustandes der Grundwasserkörper nach EU-WRRL.
Der Datensatz zum Informationssystem Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen 1:100.000 [IS GK 100] stellt geologische Fachdaten über Alter, Beschaffenheit und Verbreitung der Gesteine zur Verfügung. Das Kartenwerk enthält eine flächendeckende, blattschnittfreie und durch neue Kartiererkenntnisse in regelmäßigen Abständen aktualisierte Karte. Es ist eine wichtige Planungsgrundlage bei großräumigen Nutzungsvorhaben der Landesplanung: Rohstoffgewinnung, Baugrundsicherung, Grundwassererschließung oder Ausweisung von Naturschutzgebieten. Verfügbare Kartenthemen: Geologische Oberflächenkarte bis 2 Meter Tiefe (Deckschichten), Geologische Karte in 2 Meter Tiefe (Hauptschichten) und Verlauf der Verwerfungen (Tektonik).
Berichtsdokumente über hydrogeologische Sachverhalte 1. Ergebnisberichte zur Grundwassersuche, Grundwassererkundung und Grundwassererschließung 2. Gutachten und Stellungnahmen zu Einzelwasserversorgungsanlagen 3. Gutachten und Stellungnahmen zu hydrogeologischen Fragen bei der Bewertung von Deponien, Altlastverdachtsflächen und Altlaststandorten 4. Gutachten und Stellungnahmen zu hydrogeologischen Fragen bei der Gewinnung von oberflächennahen Rohstoffen 5. Gutachten und Stellungnahmen zu hydrogeologischen Fragen von Bauvorhaben
Berichtsdokumente über geophysikalische Sachverhalte zur Interpretation gesteinsphysikalischer Parameter in Zusammenhang mit der Suche und Erkundung oberflächennaher Rohstoffe sowie Grundwasser. Vereinzelt Dokumente mit ingenieurgeophysikalischer Aufgabenstellung (Baugrunderkundung und -bewertung). Überwiegend Einsatz geoelektrischer Bohrlochmessungen.
Archivierte Schichtenverzeichnisse von Bohrungen zur Grundwassersuche, Grundwassererkundung, Grundwassererschließung und Grundwasserbeobachtung (teilweise sind zu Brunnen und Pegelbohrungen Ausbaudaten vorhanden).
Aenderungen der 14C-Grundwasseralter zeigen sich bei stark genutzten Aquifer. Es soll versucht werden, aus isotopen- und hydrochemischen Daten zu einer quantitativen Aussage ueber optimale Nutzungen von Grundwasservorkommen zu kommen.
Als Fortsetzung des Arbeitsblattes Pumpversuche in Porengrundwasserleitern (Herausgeber Min. fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Umwelt Baden-Wuerttemberg) soll ein entsprechendes Arbeitsblatt fuer die o.g. Grundwasserleiter erarbeitet werden. Dazu wertet das Geologische Landesamt alle verfuegbaren Pumpversuche nach den verschiedensten Verfahren aus.
Da die Grundwasservorraete der Nordsahara besonders in Libyen verstaerkt als Nutzwasser herangezogen werden, muss die Frage der Ausschoepfbarkeit dieser Vorraete und die eventuelle derzeitige Ergaenzung geprueft werden. Es wird die hydrogeologische Struktur dieses Gebiets untersucht und Altersbestimmungen des Wassers mit Hilfe des Kohlenstoff-14 vorgenommen.
Die stetig wachsende Bevölkerung führt zu einem steigenden Bedarf an Frischwasser und die Entnahme von Grundwasser ist eine der wichtigsten Quellen diesen Bedarf zu decken. Engpässe in der Frischwasserversorgung haben die Suche Nachweis von frischem Grundwasser unter dem heutigen Meeresboden angetrieben. Die Rolle glazialer Strukturen, welche während der Vergletscherungen entstanden sind, ist jedoch im Hinblick auf das Vorkommen frischen Grundwassers noch wenig bekannt. Insbesondere sogenannte Tunneltäler (TT), welche sich unter den Eisschilden bildeten, könnten von besonderer Relevanz sein. Ihre Ausmaße (bis zu 5 km breit, 400 m tief, 100te km lang) spiegeln die gewaltigen Schmelzwassermengen wider, die den Untergrund unter den Eisschilden durchspülten. Ihre Entstehung und Füllung resultierte in stark durchlässigen Sanden und Kiesen im unteren Teil und feinkörnigen Ablagerungen im oberen Teil dieser Strukturen. Diese Konfiguration begünstigt eine Rolle als bevorzugte Fließwege für offshore Grundwasser. Zur Untersuchung des Potenzials von TT als bevorzugte Fließwege für offshore frisches Grundwasser (OFG), verfolgt dieses Projekt folgende Ziele: (O1) Durch die Kombination von elektromagnetischen und seismischen Daten wollen wir ein strukturgebundenes Widerstandsmodell für mehrere TT erstellen; (O2) Wir wollen die Salzgehaltswerte für verschiedene Architekturen und Tiefen von TT abschätzen; (O3) Aufbauend auf den ersten beiden Zielen wollen wir die Ergebnisse für das gesamte Arbeitsgebiet in ein detailliertes lithologisches 3D-Modell extrapolieren. Die sich daraus ergebende Salzgehaltsverteilung im Untergrund wird dazu beitragen, die Ober- und Untergrenzen des Volumens frischen Grundwassers abzugrenzen und die Grundlage für ein detailliertes Grundwassermodell schaffen. Folgende Schritte sind dazu nötig: (S1) Kartierung und Charakterisierung der räumlichen Heterogenität von TT anhand vorhandener seismischer Daten; (S2) Erstellung eines lithologischen Modells für den Untergrund zwischen Amrum und Helgoland von 0 bis 400 m Tiefe; (S3) Identifizierung vielversprechender Standorte und Durchführung von CSEM-Messungen (Controlled Source Electromagnetic) zur Untersuchung der Verteilung des elektrischen Widerstands im Untergrund (TT); (S4) Kombination von Widerstandsmessungen mit Mehrkanal-Seismikdaten (MCS) zur Ableitung des Salzgehalts der Porenflüssigkeit; (S5) Extrapolation der Ergebnisse für das gesamte lithologische Modell. Tunneltäler existieren in ehemals vergletscherten Regionen weltweit. Gelingt uns der Nachweis von OFG in Tunneltälern, hätte dies erhebliche Implikationen für bisher unbekannte Süßwasserverteilungen und hydrologische Systeme. Die uns zur Verfügung stehenden Daten bieten eine einzigartige Möglichkeit zur Integration von CSEM- und seismischen Messungen bei begrenztem Aufwand. Die Ergebnisse des Projekts werden einen neuen Blick auf offshore Gletscherlandschaften und ihre Rolle im pleistozänen Wasserkreislauf erlauben.
Theoretische Untersuchungen; Modelluntersuchungen; Auswertung von Messergebnissen nach jedem erfolgten Bau eines Grossvertikalfilterbrunnens; Grundwassererschliessung, Sperrbrunnen, Versickerungsbrunnen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 66 |
| Kommune | 7 |
| Land | 23 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 18 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 57 |
| Text | 8 |
| Umweltprüfung | 5 |
| unbekannt | 14 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 19 |
| Offen | 60 |
| Unbekannt | 5 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 83 |
| Englisch | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2 |
| Dokument | 12 |
| Keine | 55 |
| Webdienst | 2 |
| Webseite | 19 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 84 |
| Lebewesen und Lebensräume | 63 |
| Luft | 21 |
| Mensch und Umwelt | 84 |
| Wasser | 84 |
| Weitere | 81 |