Die stetig wachsende Bevölkerung führt zu einem steigenden Bedarf an Frischwasser und die Entnahme von Grundwasser ist eine der wichtigsten Quellen diesen Bedarf zu decken. Engpässe in der Frischwasserversorgung haben die Suche Nachweis von frischem Grundwasser unter dem heutigen Meeresboden angetrieben. Die Rolle glazialer Strukturen, welche während der Vergletscherungen entstanden sind, ist jedoch im Hinblick auf das Vorkommen frischen Grundwassers noch wenig bekannt. Insbesondere sogenannte Tunneltäler (TT), welche sich unter den Eisschilden bildeten, könnten von besonderer Relevanz sein. Ihre Ausmaße (bis zu 5 km breit, 400 m tief, 100te km lang) spiegeln die gewaltigen Schmelzwassermengen wider, die den Untergrund unter den Eisschilden durchspülten. Ihre Entstehung und Füllung resultierte in stark durchlässigen Sanden und Kiesen im unteren Teil und feinkörnigen Ablagerungen im oberen Teil dieser Strukturen. Diese Konfiguration begünstigt eine Rolle als bevorzugte Fließwege für offshore Grundwasser. Zur Untersuchung des Potenzials von TT als bevorzugte Fließwege für offshore frisches Grundwasser (OFG), verfolgt dieses Projekt folgende Ziele: (O1) Durch die Kombination von elektromagnetischen und seismischen Daten wollen wir ein strukturgebundenes Widerstandsmodell für mehrere TT erstellen; (O2) Wir wollen die Salzgehaltswerte für verschiedene Architekturen und Tiefen von TT abschätzen; (O3) Aufbauend auf den ersten beiden Zielen wollen wir die Ergebnisse für das gesamte Arbeitsgebiet in ein detailliertes lithologisches 3D-Modell extrapolieren. Die sich daraus ergebende Salzgehaltsverteilung im Untergrund wird dazu beitragen, die Ober- und Untergrenzen des Volumens frischen Grundwassers abzugrenzen und die Grundlage für ein detailliertes Grundwassermodell schaffen. Folgende Schritte sind dazu nötig: (S1) Kartierung und Charakterisierung der räumlichen Heterogenität von TT anhand vorhandener seismischer Daten; (S2) Erstellung eines lithologischen Modells für den Untergrund zwischen Amrum und Helgoland von 0 bis 400 m Tiefe; (S3) Identifizierung vielversprechender Standorte und Durchführung von CSEM-Messungen (Controlled Source Electromagnetic) zur Untersuchung der Verteilung des elektrischen Widerstands im Untergrund (TT); (S4) Kombination von Widerstandsmessungen mit Mehrkanal-Seismikdaten (MCS) zur Ableitung des Salzgehalts der Porenflüssigkeit; (S5) Extrapolation der Ergebnisse für das gesamte lithologische Modell. Tunneltäler existieren in ehemals vergletscherten Regionen weltweit. Gelingt uns der Nachweis von OFG in Tunneltälern, hätte dies erhebliche Implikationen für bisher unbekannte Süßwasserverteilungen und hydrologische Systeme. Die uns zur Verfügung stehenden Daten bieten eine einzigartige Möglichkeit zur Integration von CSEM- und seismischen Messungen bei begrenztem Aufwand. Die Ergebnisse des Projekts werden einen neuen Blick auf offshore Gletscherlandschaften und ihre Rolle im pleistozänen Wasserkreislauf erlauben.
Als Fortsetzung des Arbeitsblattes Pumpversuche in Porengrundwasserleitern (Herausgeber Min. fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Umwelt Baden-Wuerttemberg) soll ein entsprechendes Arbeitsblatt fuer die o.g. Grundwasserleiter erarbeitet werden. Dazu wertet das Geologische Landesamt alle verfuegbaren Pumpversuche nach den verschiedensten Verfahren aus.
Da die Grundwasservorraete der Nordsahara besonders in Libyen verstaerkt als Nutzwasser herangezogen werden, muss die Frage der Ausschoepfbarkeit dieser Vorraete und die eventuelle derzeitige Ergaenzung geprueft werden. Es wird die hydrogeologische Struktur dieses Gebiets untersucht und Altersbestimmungen des Wassers mit Hilfe des Kohlenstoff-14 vorgenommen.
Aenderungen der 14C-Grundwasseralter zeigen sich bei stark genutzten Aquifer. Es soll versucht werden, aus isotopen- und hydrochemischen Daten zu einer quantitativen Aussage ueber optimale Nutzungen von Grundwasservorkommen zu kommen.
Theoretische Untersuchungen; Modelluntersuchungen; Auswertung von Messergebnissen nach jedem erfolgten Bau eines Grossvertikalfilterbrunnens; Grundwassererschliessung, Sperrbrunnen, Versickerungsbrunnen.
Um gemessene Umweltdaten bearbeiten, bewerten und interpretieren zu koennen, werden in zahlreichen Komponenten des Umweltinformationssystems Baden-Wuerttemberg (UIS) Grenzwerte aus verschiedenen Quellen, zB Rechtsvorschriften oder technische Standards, verwendet. Es ist erforderlich, bei der Darstellung von Messwerten kontextabhaengig auf Grenzwerte zuzugreifen, zB abhaengig vom Umweltthemenbereich, dem gemessenen Parameter, dem Messzeitraum usw. Deshalb wurde eine zentrale, systemuebergreifende Grenzwerte-Datenbank des UIS Baden-Wuerttemberg vom Forschungszentrum Informatik an der Universitaet Karlsruhe entwickelt. Sie ermoeglicht eine konsistente Sicht auf Grenzwerte sowie deren einheitliche Verwendung in den IuK-Verfahren der Umweltverwaltung. Die Grenzwerte-Datenbank zeichnet sich durch zwei wesentliche Charakteristika aus: 1) Es wird eine Vielzahl von Werten aus diversen Gesetzen, Richtlinien und weiteren Umweltstandards beruecksichtigt. Trotz der Schwierigkeiten aufgrund der stark unterschiedlichen Terminologie und der zT inkonsistenten Semantik gelang es, Grenzwerte einheitlich zu modellieren. Dies eroeffnet eine umfassende Nutzung der Daten. 2) Das realisierte System unterstuetzt die Suche nach Grenzwerten ueber semantisch unscharfe Anfragen. So koennte zB die Suche nach einem Grenzwert fuer Nitrat im Grundwasser den zur Beantwortung 'aehnlichsten' Wert, in diesem Fall den aus Trinkwasserverordnung, anzeigen. Eine normale Datenbank wuerde hier nichts finden. Das System ist implementiert und wird zZ im Informationstechnischen Zentrum (ITZ) der Landesanstalt fuer Umweltschutz (LfU) fuer den Produnktionsbetrieb vorbereitet. Als erste Zielanwendung ist die Integration in das Technosphaere- und Luft-Informationssystem (TULIS) vorgesehen. Durch die Verwendung von Oracle Forms fuer die interaktiven Schnittstellen ist ein verteilter Zugriff ueber das lokale Netz der LfU von unterschiedlichsten Rechnern, ua Vax/VMS, UNIX, Macintosh und IBM-PC, aus moeglich. Die relevanten Werte aus dem von der LfU zusammengestellten Nachschlagewerk zu Grenzwerten ('Grenzwerte - Kennzahlen zur Umweltbelastung in Deutschland und in der EG', Ecomed Fachverlag, Landsberg 1992) werden in die Datenbank uebernommen.
BSE-Forschung im Rahmen des Forschungsverbundes Forprion. Im Zusammenhang mit dem Auftreten der ersten BSE-Fälle in Bayern wurden von der Bayerischen Staatsregierung Ende 2000 zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Prionenkrankheiten beschlossen. Dazu wurde Anfang 2001 der Bayerische Forschungsverbund Prionen (FORPRION) gegründet.()siehe auch www.abayfor.de/forprion) Ziel von FORPRION ist die Erforschung der Grundlagen der Prionenkrankheiten und anwendungsorientierter Fragestellungen in diesem Bereich. Durch die Ergebnisse sollen Fortschritte in der Pathogenese, Diagnostik, Therapie und dem Verbraucherschutz erzielt werden. Die Laufzeit des Forschungsverbundes wurde auf mindestens 5 Jahre festgelegt. Am Beispiel BSE wird deutlich, wie Krankheiten beim Tier auch zur Gefahr für den Menschen werden können. Nach wie vor sind im Bereich der Prionenforschung viele Fragen ungeklärt und werden auf internationaler Ebene diskutiert. Risikovorsorge und Forschung müssen daher weiterhin konsequent und im engen Zusammenwirken aller Fachdisziplinen betrieben werden. BSE Genetik C: Analyse der genetischen Variabilität im Prnp, weiterer Kandidatengene und genetischer Identitätsmarker mit einem Hochdurchsatzverfahren. Analyse der genetischen Faktoren bei Rindern für BSE und Suche nach Identitätsmarkern. MALDI- TOF-, (Matrix-assisted-laser-desorption-ionisation time-of-flight), Massenspektrometrie ist eine hervorragende Methode zur Analyse von DNA-Polymorphismen. In Zusammenarbeit mit Prof. Martin Förster, LMU München, und Prof. Hans-Rudolf Fries, TU München, die im Prion-Protein-Gen und weiteren Kandidatengenen nach DNA Polymorphismen suchen, werden die gefundenen Polymorphismen mittels MALDI TOF Massenspektrometrie in größeren Gruppen von gesunden und für BSE positiv getesteten bzw. erkrankten Tieren analysiert.
Ziel des Projektes ist die Optimierung der reduktiven Dechlorierung chlorierter Ethene zur Reinigung von kontaminiertem Grundwasser in einem on-site Prozess. Für die Prozessentwicklung wird ein Festbettreaktor (Volumen 3.5 m3) mit natürlichem Grundwasser aus einem Grundwasserförderbrunnen durchströmt (Förderrate 50 bis 100 L/h). Hauptkontamination im Grundwasser ist Trichlorethen (5 - 80 mg/L). Der Festbettreaktor wurde mit den dechlorierenden Kulturen von Dehalospirillum multivorans (Tetrachlorethen zu cis-1,2-Dichlorethen) und einer Trichlorethen zu Ethen dechlorierenden Mischkultur beimpft. Es wird der Einfluss der Grundwasserzusammensetzung auf die Effektivität der Dechlorierung ermittelt. Ein wichtiges Ziel ist weiterhin die Ermittlung des geeigneten Elektronendonators. Dieser muss einerseits möglichst selektiv die Dechlorierung fördern und andererseits kostengünstig sein.
Der rasch wachsende Wasserbedarf im Raum Khartoum erfordert eine intensivere Nutzung der Grundwasserresourcen. Im Rahmen des Projektes wurden die Grundwasservorkommen in der Provinz Khartoum prospektiert und die nutzbaren Grundwasserreserven quantitativ abgeschaetzt. Modellrechnungen ermoeglichten Vorhersagen ueber die Auswirkungen einer verstaerkten Grundwasserentnahme. Es wurden Empfehlungen fuer die optimale Nutzung des Grundwassers fuer die Versorgung der Bevoelkerung und fuer Bewaesserungsprojekte gegeben.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 54 |
| Kommune | 6 |
| Land | 8 |
| Wissenschaft | 18 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 54 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 54 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 53 |
| Englisch | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 45 |
| Webseite | 9 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 50 |
| Lebewesen und Lebensräume | 41 |
| Luft | 11 |
| Mensch und Umwelt | 54 |
| Wasser | 51 |
| Weitere | 54 |