Grundwasserneubildung aus Niederschlag (GWN); Dimension: mm/Jahr: Unter den Bilanzgrößen des Wasserhaushalts kommt der flächenhaften Grundwasserneubildung aus Niederschlag (GWN) eine hohe Bedeutung zu. Im Gegensatz zu anderen Wasserhaushaltsgrößen kann die GWN in der Regel nicht direkt gemessen werden. Der Anwendung entsprechender Modelle kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Die hier zur Verfügung gestellten Daten der GWN stammen aus der landesweiten Langzeit-Berechnung mit dem Bodenwasserhaushaltsmodell GWN-BW. GWN-BW ist ein modular aufgebautes, deterministisches und flächendifferenziertes Modell zur Berechnung der tatsächlichen Verdunstung, zur Simulation des Bodenwasserhaushaltes und der unterhalb der durchwurzelten Bodenzone gebildeten Sickerwassermenge. Wie die meisten vergleichbaren Wasserhaushaltsmodelle benötigt GWN-BW als meteorologischen Antrieb Daten der Niederschlagshöhe, der Lufttemperatur, der relativen Luftfeuchte, der Globalstrahlung oder Sonnenscheindauer sowie der Windstärke oder geschwindigkeit. https://www.hydrosconsult.com/hydrologie/bodenwasserhaushalt Die Berechnungen erfolgen auf insgesamt 102.677 Grundflächen, deren Geometrie auf der Verschneidung von Bodenkarte 1:50.000 und CORINE 2006 Landnutzung beruht. Bei der GWN handelt sich um eine berechnete Bilanzkomponente, welche dem Gesamtabfluss abzüglich schneller lateraler Abflusskomponenten entspricht. Der Direktabfluss wird mit Hilfe des regionalisierten Baseflow-Index berücksichtigt. Die berechnete GWN entspricht jener des jeweils obersten Grundwasserstockwerks. Dies können auch hängende Grundwasserleiter sein, die beispielsweise wieder über Quellen entwässern. Sie entspricht somit, je nach den hydrogeologischen Bedingungen, nicht zwingend der GWN des obersten Hauptgrundwasserleiters.
Entsprechend § 64 Abs. 2 LWaKüG M-V unterhält das LUNG M-V Landesmessnetze zur Überwachung des Grundwassers. Das Messnetz Grundwasserstand besteht aus ca. 700 Grundwassermessstellen; an 93 % der Messstellen wird der Grundwasserstand kontinuierlich mit Datensammlern gemessen, an 7 % der Messstellen erfolgen regelmäßige Stichtagsmessungen. Die Erhebung und Erfassung der Grundwasserstände der Landesmessstellen erfolgt durch den Gewässerkundlichen Landesdienst der Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt. Die geprüften Messwerte werden an das LUNG, Dezernat Hydrogeologie, übergeben. Das LUNG qualifiziert die Messwertreihen und wertet die Ganglinien aus, um Entwicklungen wie Trends im Grundwasserhaushalt zu erkennen und die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz und zur Bewirtschaftung des Grundwassers überwachen zu können. Der jährliche Erlass zur Gewässerüberwachung in Mecklenburg-Vorpommern, der vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V erlassen wird, enthält die Details für das Überwachungsprogramm Grundwasser. Die aktuellen Grundwassermessstellen des Landesmessnetzes Grundwasserstand sind im Umweltpotal Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht.
Bei der Darstellung der Messstellen mit aktuellen Messwerten wird unterschieden zwischen Trend (letzter Wert im Vergleich zum Vorwochenwert) und letzter Wasserstand bzw. prozentuale Quellschüttung im Vergleich zum langjährigen Monatsmittelwert. Die Trenddarstellung erfolgt nur dann, wenn der letzte Messwert nicht älter als 8 Tage und der vorletzte Wert nicht älter als 15 Tage ist, die Darstellung im Vergleich zum langj. Monatsmittelwert, wenn mehr als 10 vollständige Abflussjahre vorliegen.
In dem Layer werden Messstellen ohne aktuelle Messwerte aus aktuellen Messnetzen (der letzte Messwert ist älter als 31 Tage) oder Messstellen ohne aktuelles Messnetz mit Altdaten dargestellt, wenn mindestens 3 vollständige Abflussjahre im Datenspeicher des LfULG vorhanden sind.
In dem Layer wird die letzte Quellschüttung aus den letzten 31 Tagen prozentual mit dem langjährigen Monatsmittelwert des jeweiligen Kalendermonats verglichen. Die Anzeige im Layer erfolgt nur, wenn im Datenspeicher des LfULG von der Messstelle Messwerte von mehr als 10 vollständigen Abflussjahren vorliegen.
In dem Layer wird der letze gemessene Grundwasserstand an der Messstelle aus den letzten 31 Tagen mit dem langjährigen Monatsmittelwert des jeweiligen Kalendermonats verglichen. Die Anzeige im Layer erfolgt nur, wenn im Datenspeicher des LfULG von der Messstelle Messwerte von mehr als 10 vollständigen Abflussjahren vorliegen.
Bei der Darstellung der Messstellen mit aktuellen Messwerten werden Messstellen angezeigt, deren letzter Messwert nicht älter als 7 Tage und deren vorletzter Messwert nicht älter als 14 Tage ist. Aus der Differenz zwischen letzten und vorletzten Messwert wird der Anstieg in Metern ermittelt (Tabelle) und in Zentimetern(Layer) kategorisiert.
In dem Layer werden Grundwassermessstellen aus aktuellen Grundwassermenge- und Grundwasserbeschaffenheitsmessnetzen dargestellt, welche im Auftrag des LfULG durch die Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) betrieben werden. Die ermittelten Langzeitdatenreihen dienen der der Bewertung der Grundwasserbeschaffenheit/Grundwassermenge nach WRRL. Messstellen, welche Teil aktueller Messnetze sind aber nicht durch die BfUL betrieben werden, werden nicht dargestellt. Grundwasser (GW)-Beschaffenheit: 501 (ohne Messstellen Dritter) Grundwasser (GW)-Menge: 1043 (ohne Messstellen Dritter)
In dem Layer wird die letzte Quellschüttung aus den letzten 31 Tagen prozentual mit dem langjährigen Monatsmittelwert des jeweiligen Kalendermonats verglichen. Die Anzeige im Layer erfolgt nur, wenn im Datenspeicher des LfULG von der Messstelle Messwerte von mehr als 10 vollständigen Abflussjahren vorliegen.
Bei der Darstellung der Messstellen mit aktuellen Messwerten werden Messstellen angezeigt, deren letzter Messwert nicht älter als 7 Tage und deren vorletzter Messwert nicht älter als 14 Tage ist. Aus der Differenz zwischen letzten und vorletzten Messwert wird der Anstieg in Metern ermittelt (Tabelle) und in Zentimetern(Layer) kategorisiert.