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Populationsmodell des Auerhuhns in den Schweizer Alpen: Grundlagen für den Artenschutz

Das Auerhuhn ist eine stark gefährdete Brutvogelart der Schweiz. Veränderungen in der Zusammensetzung und Nutzung des Waldes haben dazu geführt, dass sich die Bestände dieses Raufusshuhns in den letzten drei Jahrzehnten halbiert haben. Deshalb sollen die Lebensraumansprüche des attraktiven Waldvogels vermehrt in der Planung und Umsetzung von Waldreservaten und der Bewirtschaftung von Wäldern der höheren Lagen berücksichtigt werden. Auf der kleinen räumlichen Ebene sind die Habitatsansprüche der Art durch Untersuchungen in West- und Mitteleuropa (Storch 1993, 2002, Schroth 1994) und Skandinavien relativ gut bekannt. Dagegen werden die Populationsprozesse auf der Ebene der Landschaft erst in Ansätzen verstanden (Sjöberg 1996, Kurki 2000). Entsprechend konnte man die Bestandsrückgänge in den meisten Gebieten Europas noch nicht stoppen, da einerseits genauere Kenntnisse über das Zusammenspiel und die relative Bedeutung der einzelnen Faktoren fehlen (Habitatqualität, Störungen, Prädatoren, Witterung-Klima, Huftierkonkurrenz), und andererseits noch nicht versucht wurde, die Bestandsentwicklung im grossen landschaftlichen Massstab als Metapopulationsdynamik zu verstehen. Es ist das primäre Ziel dieses Projekts, ein räumlich explizites Metapopulationsmodell des Auerhuhns für einen grossen Landschaftsausschnitt der Schweizer Alpen zu erarbeiten. Dabei sollen die erwähnten Einflussfaktoren möglichst umfassend berücksichtigt werden. Die Arbeit soll modellhaft zeigen, dass für das Verständnis von Populationsvorgängen von raumbeanspruchenden Wildtierarten eine Analyse und Bewertung von lokal bis überregional wirksamen Einflussfaktoren notwendig sind. Die Ergebnisse sollen zudem als konzeptionelle Grundlage für den Nationalen Aktionsplan Auerhuhn und für regionale Artenförderungsprojekte dienen. Folgende Fragen und Themen sind für das Projekt von zentraler Bedeutung: Wie gross ist das landschaftsökologische Lebensraumpotenzial für das Auerhuhn in den Alpen, wie ist es räumlich verteilt? Wie verteilen sich die lokalen Auerhuhnpopulationen in diesen Potenzialgebieten? Wie gross sind die Bestände? Welche Faktoren beeinflussen den Status von Lokal- und Regionalpopulationen? Welche Populationen haben abgenommen oder sind verschwunden, welche sind stabil (Source-Sink-Mechanismen)? Zwischen welchen räumlich getrennten Populationen besteht ein Austausch? Welche Landschaftselemente wirken als Barrieren? Entwickeln einer nicht-invasiven Methode für die genetische Differenzierung von Populationen, sowie für Bestandsschätzungen und Monitoring.

Felsenpinguine als Zeiger für Ökosystemwandel im subantarktischen Südpolarmeer

In marinen Lebensräumen können Seevögel als wertvolle Indikatoren für Nahrungsressourcen und die Produktivität des marinen Ökosystems dienen. Studien zeigen deutliche Veränderungen in marinen Ökosystemen, und eine Art, die auf solche Veränderungen empfindlich reagiert, ist der Südliche Felsenpinguin Eudyptes chrysocome (IUCN-Kategorie gefährdet). Analysen neuerer und historischer Daten deuten darauf hin, dass Felsenschreibepinguine in einem sich erwärmenden Ozean schlechter überleben und sich vermehren und dass der Klimawandel sie in mehreren Phasen der Brut- und Nicht-Brutsaison beeinflussen kann. Mehr als ein Drittel der Gesamtpopulation dieser Art brütet auf den Falklandinseln, wo die Populationen besonders stark zurückgehen, und unsere früheren Studien (2006-2011) hier haben auf reduzierte Überlebenswahrscheinlichkeiten unter zunehmend warmen Meerestemperaturen und leichtere Eier unter wärmeren Umweltbedingungen hingewiesen. Die zugrunde liegenden Ursachen für diese Veränderungen sind jedoch noch wenig bekannt. Das vorliegende Projekt knüpft an frühere Studien an, aber wir werden neu verfügbare Technologien anwenden, nämlich viel kleinere GPS-Beschleunigungs-Datenlogger, um die noch unbekannten Phasen der Brutzeit und die für die Futtersuche verwendete Energie zu untersuchen, und Analysemethoden aus dem Machine Learning („künstliche Intelligenz“) und der Energielandschaften-Modellierung. Komponentenspezifische stabile Isotopenanalysen und Metabarcodierung von Kotproben werden zudem eingesetzt, um die Ernährung während der verschiedenen Phasen des Brutzyklus zu untersuchen. Wir werden auch Zeitrafferkameras einsetzen und über "Penguin watch" - ein Toolkit zur Extraktion großflächiger Daten aus Kamerabildern und zur Einbeziehung der Öffentlichkeit - bürgernahe Wissenschaft betreiben. Insgesamt wollen wir verstehen, warum Südliche Felsenpinguine eine besonders empfindliche Art bei sich erwärmenden Meeresbedingungen sind.

Stenobothrus stigmaticus (Rambur, 1838) Kleiner Heidegrashüpfer Heuschrecken und Fangschrecken Gefährdet

Langfristig ist mit einem Bestandsrückgang zu rechnen, da wichtige Habitate wie Magerrasen und Zwergstrauchheiden (Maas et al. 2002, Fischer et al. 2020) insbesondere seit Mitte des 20. Jahrhunderts großflächig vernichtet wurden (u.a. WallisDeVries et al. 2002, Fartmann 2017, Löffler et al. 2020, Fartmann et al. 2021). Der langfristige Bestandsrückgang ist vermutlich nur mäßig, da Stenobothrus stigmaticus sehr geringe Flächenansprüche hat: Laut Behrens & Fartmann (2004) besiedelt die Art in der Medebacher Bucht (Südwestfalen/Nordhessen) Lebensräume bis zu einer Untergrenze von 50m² (Median: 300m²). Die zehn kleinsten Habitate in Bayern haben eine Flächengröße von 80 bis 2.000m² (Sachteleben 2003). Buchweitz (1998) gibt für Baden-Württemberg ein Minimalareal von unter 100m² an. Die Art kann sich somit länger in kleinflächigen Habitatinseln halten als die Schwesterarten Stenobothrus lineatus und Stenobothrus nigromaculatus, die beide etwas höhere Flächenansprüche haben (Dolek et al. 2003, Behrens & Fartmann 2004). Voraussetzung für ein Vorkommen von S. stigmaticus innerhalb von Reliktflächen ist eine dauerhaft hohe Habitatqualität. Die Art präferiert niederwüchsige Horstgrasrasen, die in der Regel vergleichsweise intensiv beweidet werden (Buchweitz 1998, Behrens & Fartmann 2004, Behrens & Fartmann 2004). Kurzfristig ist von einer mäßigen Abnahme auszugehen. Berechnet wurde eine Bestandsveränderung von −16%. Aus Sicht des Autorenteams ist dieser Wert realistisch. In mehreren Ländern Deutschlands nehmen die Bestände derzeit ab (u.a. Voith et al. 2016, Pfeifer et al. 2019, Detzel et al. 2022). Wenn sich die negative Bestandsentwicklung in den nächsten Jahren weiter fortsetzt, muss bei der nächsten Revision der Roten Liste die Gefährdungskategorie vermutlich angepasst werden.

Multivariate classification, biogeography and phylogeographical analysis of Pannonian steppe grasslands

Steppe grasslands of the Pannonian region represent habitats for numerous rare and endangered animal and plant species. Therefore, this region covers high levels of biodiversity. In a vegetation history perspective, steppes have been dominant throughout most of the Quaternary in vast areas of Europe. However, constancy of steppe communities over time remains a matter of research.

Genetische Differenzierung vom Birkhuhn in der Steiermark

Das Birkhuhn (Tetrao tetrix) gilt als bedeutende Indikatorart alpiner Lebensräume im Bereich der Waldgrenze. Im österreichischen Verbreitungsgebiet werden die Bestände des Birkhuhns aus internationaler Sicht als stabil eingestuft, allerdings sind lokal auch negative Trends zu beobachten. Für die Steiermark ist grundsätzlich von keiner unmittelbaren Bedrohung auszugehen. Allerdings wurde bereits vor 10 Jahren anhand historischer Verbreitungskarten sichtbar, dass das Birkhuhn am südlichen steirischen Verbreitungsrand bereits beträchtliche Vorkommensareale eingebüßt hat. In diesen randalpinen Bereichen sind auch heute laufende Verluste an Birkhuhnlebensräumen festzustellen. Habitatveränderungen oder -verluste wirken sich in diesen relativ kleinen Gebieten besonders drastisch aus. Eine Fragmentierung der Lebensräume und damit Isolation der Bestände muss daher rechtzeitig erkannt werden, um geeignete Managementmaßnahmen ergreifen zu können. Ein besonders taugliches Mittel zur Erkennung dieser Effekte bieten genetische Analysen. Proben von Individuen aus verschiedenen Teilpopulationen werden an mehreren Mikrosatelliten-Loci untersucht, um anhand dieser auf die genetische Variabilität der Gesamtpopulation sowie auf die Populationsstruktur bzw. genetische Differenzierung der einzelnen Teilpopulationen schließen zu können. Der Vergleich verschiedener Probenstandorte lässt die Erkennung möglicher Verinselungseffekte zu. Das Sammeln der Proben erfolgt nicht invasiv (über Federfunde oder frische Losungsfunde), aber auch Gewebeproben erlegter Tiere werden in die Analyse einbezogen.

Langzeitdynamik einer Epiphytengemeinschaft - Muster und Prozesse

Die der Struktur und der Dynamik von Pflanzengemeinschaften zugrunde liegenden Mechanismen sind Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Diskussion. Zwei gegensätzliche Konzepte betonen einerseits Nischenerklärungen oder, alternativ, sog. 'neutrale' Verbreitungsprozesse. Wesentliche Voraussetzung für unser Projekt ist die Existenz eines im Jahr 2002 durchgeführten kompletten Zensus aller Gefäßepiphyten in einem Primärwald im Tiefland Panamas, der etwa 13,000 Pflanzen umfasste. Ein Baukran erlaubt Zugang zu allen Bereichen der Baumkronen. Durch diese einzigartigen Rahmenbedingungen kann so einerseits über eine Wiederholung des Zensus die Dynamik dieser Gemeinschaft in Raum und Zeit direkt dokumentiert werden, andererseits über experimentelle und beobachtende Versuchsansätze die zugrunde liegenden Mechanismen analysiert werden. Die Grundhypothese der Arbeit vermutet eine stark deterministische Gesellschaftsstruktur entlang eines ausgeprägten vertikalen, abiotischen Gradienten, bei dem aber vertikale 'Gilden' identifizierbar sind, die ihrerseits ökologisch äquivalente Artengruppen darstellen, also 'neutral' strukturiert sind.

The importance of local habitat fragmentation versus landscape composition for biodiversity conservation and ecosystem services in agricultural landscapes - FRAGMENT

The loss and fragmentation of semi-natural habitats are a major threat to biodiversity in agricultural landscapes, with potential negative consequences for the biological control of pest insects and pollination of crop plants. As habitat loss and fragmentation usually occur together, most existing studies have examined only their combined effect. While habitat loss usually has large, consistently negative effects on biodiversity, the effect of fragmentation per se is little known. Habitat isolation, expressed as the distance to neighbouring habitat patches, is one aspect of habitat fragmentation that is expected to reduce biodiversity. Habitat loss can be expressed as the change of landscape composition, i.e. the reduction of the share of a landscape covered by suitable habitat. The proposed study differentiates between the effect of habitat isolation and landscape composition on biodiversity, pollination and pest control. To this end we planted groups of young cherry trees as standardised habitat patches in 2008, which will be the study sites for 2010 - 2012.Thirty groups of seven trees were established along a gradient of landscape composition. The percentage of woody habitats ranges from 3.6 to 74.2Prozent within 500 m radius around the sites. Independent of this gradient in landscape composition, the study sites have three levels of habitat isolation: Ten of the sites are located at the edge of dense and tall-growing forest to represent no isolation from native habitat. Another 10 sites are connected to small-sized woody habitats such as hedgerows or single trees. The remaining 10 sites are isolated from any woody habitat by at least 100 m distance. Diversity, density and parasitism of arthropods are recorded and analysed with respect to habitat isolation and landscape composition. In addition, experiments are conducted in the field to quantify the influence of predators and parasitoids on black cherry aphids. Further, we study flower visitation and pollination success of the cherry trees. The two ecosystem services aphid control and pollination are analysed with respect to habitat isolation and landscape composition. As the planted cherry trees will be followed over five years, we will be able to test the influence of habitat age on effects of habitat isolation and landscape composition.

7-Wirbellose.pdf

Wirbellose 7 Wirbellose In diesem Kapitel werden folgende Artengruppen behandelt: 7.1Schwebfliegen 7.2Langbeinfliegen 7.3Raupenfliegen 7.4Schmetterlinge 7.5Schnabelfliegen 7.6Bienen 7.7Rüsselkäfer 7.8Bockkäfer 7.9Buntkäfer 7.10 Schröter 7.11 Marienkäfer 7.12 Glanz- oder Glattkäfer 7.13 Rindenglanzkäfer 7.14 Feuerkäfer 7.15 Weichkäfer 7.16 Kurzflügler 7.17 Sandlaufkäfer und Laufkäfer 7.18 Wasserbewohnende Käfer 7,19 Netzflügler 7.20 Zikaden 7.21 Heuschrecken 7.22 Schaben 7.23 Ohrwürmer 7.24 Libellen 7.25 Zehnfüßige Krebse 7.26 Asseln 7.27 Kiemenfüßer und Blattfüßer 7.28 Weichtiere 181 Schwebfliegen (Diptera: Syrphidae) 7.1 Bestandssituation der Schwebfliegen (Diptera: Syrphidae) MATTHIAS JENTZSCH & FRANK DZIOCK In der Bundesrepublik Deutschland wurden bislang 440 Schwebfliegenarten nachgewiesen (SSYMANK et al. 1999). Aufgrund von Neufunden oder der Be- schreibung neuer Arten (z.B. VUJIC´ & CLAUSSEN 1994) kann sich diese Zahl noch erhöhen. Anderer- seits ist ein Artenschwund aufgrund unterschiedlichs- ter Gefährdungsursachen für viele Arten, z.B. durch Verlust der Lebensräume, zu befürchten. Schon des- halb ist eine gezielte und flächendeckende Erfassung dieser Dipteren dringend erforderlich. Innerhalb der aktuellen Grenzen Sachsen-Anhalts wurden bislang 247 Spezies nachgewiesen. Dabei kann auch auf Untersuchungen aus den Jahren 1910 bis 1930 zurückgegriffen werden (LASSMANN 1912, 1934, RAPP 1942). Diese betreffen jedoch nur den südwestlichen Landesteil etwa ab Halle. Erst in den 60er und den darauf folgenden Jahren wurden wieder, quasi im ”Einzugsbereich” der Halle- schen Universität und der Pädagogischen Hochschule Halle-Kröllwitz, Schwebfliegen erfaßt (BITTMANN et al. 1990, GROSSER & KLAPPERSTÜCK 1977, HEESE 1970). Mittlerweile liegen auch zahlreiche Daten aus dem Landkreis Sangerhausen und aus Halle-Neustadt vor (JENTZSCH 1991, 1992, RÖHRICHT & UTHLEB 1992). Darüber hinaus wurde die Datenmenge durch gezielte Untersuchungen der oberen Naturschutzbehörde ge- meinsam mit den Naturschutzstationen des Regie- rungspräsidiums Halle erweitert (BOCK et al. 1994, JENTZSCH 1997a, 1997b, 1999). Daneben liegen auch einzelne Daten aus dem Saalkreis (GROSSER 1988, KIEFER 1993) und von der Mittleren Elbe vor (DZIOCK in Vorb. b). Es kann eingeschätzt werden, daß der Erfassungs- grad der genannten Regionalfaunen zufriedenstellend ist. Dagegen stellen der Hoch- und Nordharz sowie die Magdeburger Börde derzeit komplett ”weiße Flecken” bezüglich der Schwebfliegennachweise dar. Die relative Fülle historischer und aktueller Daten aus jeweils gleichen Gebieten des Regierungsbezirkes Halle lassen Bestandstrends erahnen. So konnten 46 Arten nach 1960 nicht mehr nachgewiesen werden und müssen daher derzeit für den südlichen Teil des Landes Sachsen-Anhalt als ausgestorben bzw. ver- schollen gelten (JENTZSCH 1998a). Andererseits wur- den in den letzten Jahren zahlreiche für Sachsen- Anhalt neue Arten gefunden. Nachweise von Chalco- syrphus femoratus, Trichopsomyia lucida, Cheilosia cynocephala u.a. sind überregional von Bedeutung. Neben der bisher festgestellten Artenfülle mag auch dies ein Hinweis darauf sein, daß Sachsen-Anhalt mit seiner wertvollen Naturraumausstattung eine sehr mannigfaltige Syrphidenfauna beherbergt. Wichtige Synonyme Aus praktischer Sicht muß auf einige häufig verwen- dete Synonyme hingewiesen werden: Brachymia berberina (F., 1805) → Criorhina berberina (F., 1805) Brachymyia floccosa (MEIGEN, 1822) → Criorhina floccosa (MEIGEN, 1822) Eupeodes OSTEN-SACKEN, 1877 → Metasyrphus MATSUMURA, 1917 Eurimyia lineata (F., 1787) → Anasimyia lineata F., 1787 Heringia RONDANI, 1856 → Neocnemodon GOFFE, 1944 Platycheirus ambiguus (FALLÉN, 1817) → Pachysphyria ambigua (FALLÉN, 1817) Die Nomenklatur richtet sich nach SSYMANK et al. (1999). Für Baccha obscuripennis und Pipiza notata bestehen unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich des Artstatus. Literatur BITTMANN, J., BÖHM, M., HOFMANN, G., SCHUBERT, H., STERNER, K., SCHNEIDER, K. (1990): Zur Arthropodenfauna von Habitatinseln in der Agrar- landschaft. Hercynia N.F. 27, 9-18. BOCK, H., DOEGE, K., JENTZSCH, M., NEEF, W., PIETSCH, T., WOLTER, H. (1994): Bestandserfas- sung ökologisch wertvoller Bereiche eines ehema- ligen sowjetischen Militärflugplatzes im Regie- rungsbezirk Halle. Natursch. im Land Sachsen- Anhalt 3(2), 19-32. BUTTSTEDT, L., JENTZSCH, M. (1998): Zur Flora, Fau- na und Gebietsausstattung des Naturschutzgebietes ”Hackpfüffler See” und seiner Umgebung. Na- tursch. im Land Sachsen-Anhalt 35(1), 3-10. DORNBUSCH, G. (1991): Wirbellose Tiere. In: REICHHOFF, L. et al.: Das Biosphärenreservat Mitt- lere Elbe. Natursch. im Land Sachsen-Anhalt 28(1/2), 55-61. DZIOCK, F. (in Vorb. a): Schwebfliegen (Diptera, Syrphidae) der Sammlung Victor von Röder in den 182 Schwebfliegen (Diptera: Syrphidae) Entomologischen Sammlungen der Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg. DZIOCK, F. (in Vorb. b): Schwebfliegen (Insecta, Dip- tera, Syrphidae). In: Arten- und Biotopschutzpro- gramm Sachsen-Anhalt. Elbe. Ber. Landesamt. Umweltsch. Sachsen-Anhalt. GROSSER, N. (1988): Schwebfliegen (Syrphidae). In: EBEL, F., SCHÖNBRODT, R. (Hrsg.): Pflanzen- und Tierarten der Naturschutzobjekte im Saalkreis. Teil 1, Rat des Saalkreises, Halle, S. 40. GROSSER, N., KLAPPERSTÜCK, J. (1977): Ökologische Untersuchungen an Syrphiden zweier Agrobiozö- nosen. Hercynia N.F. 14, 124-144. HEESE, W. (1970): Über die Saisondynamik von Schwebfliegen (Diptera, Syrphidae) im Raum von Halle/S. unter besonderer Berücksichtigung der Beziehung zu Kiefernlachniden. Dipl.-Arb., Halle- Wittenberg. JENTZSCH, M. (1990): Pipiza austriaca MEIGEN, 1822 (Diptera, Syrphidae) bei Halle. Ent. Nachr. Ber. 34, 184. JENTZSCH, M. (1991): Schwebfliegen-Fauna einer Feldhecke in der Goldenen Aue. Ent. Nachr. Ber. 35, 193-196. JENTZSCH, M. (1992): Zur Schwebfliegenfauna von Halle-Neustadt (Dipt., Syrphidae). Ent. Nachr. Ber. 36, 167-173. JENTZSCH, M. (1997a): Schwebfliegennachweise aus dem Horletal im Südostharz (Dipt., Syrphidae). Ent. Mitt. Sachsen-Anhalt 5, 20-25. JENTZSCH, M. (1997b): Zur Schwebfliegenfauna des NSG ”Nordfeld Jaucha” und seiner Umgebung. unveröff. Manuskript. JENTZSCH, M. (1997C): Merodon rufus MG., 1838 (Dipt., Syrphidae) im NSG ”Neue Göhle”. Ent. Nachr. Ber. 41, 205-206. JENTZSCH, M. (1997d): Schwebfliegen-Nachweise im Naturschutzgebiet ”Forstwerder”. Ent. Nachr. Ber. 41, 165-205. JENTZSCH, M. (1998a): Rote Liste der Schwebfliegen des Landes Sachsen-Anhalt. Ber. Landesamt. Um- weltsch. Sachsen-Anhalt. 30, 69-75. Anschrift der Verfasser Dr. Matthias Jentzsch Stollenweg 21 D-06179 Langenbogen e-mail: matthias.jentzsch@t-online.de JENTZSCH, M. (1998b): Schwebfliegennachweise aus den Naturschutzgebieten Hasenwinkel, Hirsch- rodaer Graben, Stachelroder Tal und Lohtal sowie Zeitzer Forst. unveröff. Manuskript. JENTZSCH, M. (1999): Schwebfliegen aus der Roten Welle bei Sandersleben. Ent. Mitt. Sachsen-Anhalt, im Druck. KIEFER, E. (1993): Schwebfliegen (Syrphidae). In: EBEL, F., SCHÖNBRODT, R. (Hrsg.): Pflanzen- und Tierarten der Naturschutzobjekte im Saalkreis. 2. Ergänzungsband. LRA Saalkreis, Halle, S. 21. LASSMANN, R. (1912): II. Beitrag zur Hallischen Dip- teren-Fauna: Die Syrphus-Arten. Mitt. Ent. Ges. Halle 3/4, 59-61. LASSMANN, R. (1934): Beitrag zur Dipterenfauna von Halle und Umgebung. Mitt. Ent. Ges. Halle 13, 9- 23. PELLMANN, H. (1998): Die Gattung Brachyopa MEIGEN, 1822 (Insecta, Diptera, Syrphidae) in en- tomologischen Sammlungen sächsischer Museen und die Möglichkeit der Artunterscheidung anhand der Genitalien der Männchen. Studia dipterologica 5(1): 95-112. RAPP, O. (1942): Die Natur der mitteldeutschen Landschaft Thüringen. Die Fliegen Thüringens un- ter besonderer Berücksichtigung der faunistisch- ökologischen Geographie. Selbstverlag, Erfurt. RÖHRICHT, W., UTHLEB, H. (1992): Interessante Syrphiden-Funde aus Halle-Neustadt (Diptera, Syrphidae). Ent. Nachr. Ber. 36, 60-61. SSYMANK, A., DOCZKAL, D., BARKEMEYER, W., CLAUSSEN, C., LÖHR, P.-W., SCHOLZ, A. (1999): Syrphidae. – In: SCHUMANN, H., BÄHRMANN, R., STARK, A. (Hrsg.): Entomofauna Germanica 2 – Checkliste der Dipteren Deutschlands. Studia dip- terologica Suppl. 2: 195-203. VUJIC´, A., CLAUSSEN, C. (1994): Cheilosia orthotri- chia, spec. nov., eine weitere Art aus der Ver- wandtschaft von Cheilosia canicularis aus Mittel- europa. Spixiana 17, 261-267. Dipl. Biol. Frank Dziock Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH Projektbereich Naturnahe Landschaften und Ländliche Räume Permoser Str. 15 D-04318 Leipzig e-mail: dziock@pro.ufz.de 183

Analysis of impacts of woodland fragmentation on indicator species in consideration of landscape metrics

In our central European man-made landscape more and more habitats become destroyed or fragmented because of the increasing anthropogenic need of available land. Roads, residential, and industrial areas separate formerly connected habitats into small remnants, thus creating small subpopulations. Especially stenotopic species with low dispersal power are endangered because exchange of specimen between different habitat patches is reduced or entirely inhibited. Methods for the quantification of fragmentation are necessary to develop management and species-specific conservation plans for habitat networks. In this project we investigate the structure of the German woodlands by calculating landscape metrics and study the impacts of fragmentation on different FFH-species' occurrences. Indices which significantly quantify the fragmentation of woodlands are identified by using a simulation model of neutral landscapes. ATKIS2008-data are used for the calculation of the selected landscape metrics. Topographic maps (TK25) serve as the interface between determinated fragmentation of forest and habitat modelling. A niche model of different species is calculated to demonstrate the impacts of woodland fragmentation on different woodland species (e.g. wild cat (Felis sylvestris), barbastelle bat (Barbastella barbastellus), stag beetle (Lucanus cervus), and black stork (Ciconia nigra).

Ausbreitungserfolg des Laubfrosches im Rahmen von Vernetzungsprojekten - Ein genetisches Kontrollprojekt im Reuss- und Thurtal

Schutzwürdige Arten und Lebensräume werden mit Mitteln der Kantone und des Bundes im Rahmen von Vernetzungsprojekten gefördert. Diese Förderung hat zum Ziel, die Ausbreitung von Individuen und damit den Genaustausch zwischen Restpopulationen innerhalb zerschnittener Landschaften zu ermöglichen. Der Prozess ist für das längerfristige Überleben bedrohter Arten notwendig, um der schleichenden genetischen Verarmung und deren negativen Folgen entgegen zu wirken. Die Förderung erfolgt durch landschaftsgestalterische Massnahmen wie direkte Aufwertungen, Neuschaffungen von Lebensräumen oder Verbindungselementen (Trittsteine). Erfolgskontrollen von Vernetzungsmassnahmen sind für den praktischen Naturschutz von grossem Interesse und werden gemäss Ökoqualitätsverordnung explizit verlangt. Da in Vernetzungsprojekten aber meist auch die Habitatsqualität aufgewertet wird, lassen sich die Effekte der Vernetzung bzw. der Habitataufwertung nicht einfach unterscheiden. Die Erfolgskontrolle der eigentlichen Vernetzung stellt für die Praxis ein methodisches Problem dar, weil die direkte Erfassung der Ausbreitung technisch schwierig durchzuführen und meist mit grossem Zeit-, Arbeits- und Kostenaufwand verbunden ist (z.B. Fang und Wiederfang markierter Individuen). Ausserdem lässt sich damit nicht beurteilen, ob sich ein wanderndes Individuum am neuen Ort auch fortpflanzt und somit Genaustausch tatsächlich stattfindet. Ziel des Projektes ist es, konkrete Vernetzungsprojekte auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und gleichzeitig die Restpopulationen einer akut bedrohten Art auf ihren genetischen Zustand hin zu beurteilen. Mit dem Laubfrosch als Modellart wird der Individuenaustausch zwischen Populationen durch das hohe Auflösungsvermögen von molekulargenetischen Methoden erfasst. Zusätzlich zur genetischen Analyse wird eine Landschaftsanalyse mit Hilfe eines geografischen Informationssystems (GIS) durchgeführt. Dabei werden die Landschaftsstrukturen auf für die Laubfroschausbreitung fördernde oder hemmende Wirkungen hin beurteilt. Mit der Aufzucht von Kaulquappen unter qualitativ verschiedenen Futterdiäten werden anschliessend die Laubfroschpopulationen auf Fitnessunterschiede hin untersucht.

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