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Determinanten der Krebsbildung bei Xiphophorus: I. Molekulare Konkretisierung der Krebsgene

Seit unserer formalgenetischen Erstbeschreibung von Krebsdeterminanten arbeiten wir an deren molekularbiologischer Konkretisierung. In der Berichtszeit untersuchten wir die Expression xiphophoriner Onkogene (x-oncs) in erblichen xiphophorinen Melanomen, Neuroblastomen, Fibrosarkomen und Karzinomen, deren Boesartigkeit durch den homozygoten Verlust eines keimbahnvererbten onkostatischen Gens, Diff, und deren Gutartigkeit durch den hemizygoten Verbleib von Diff determiniert wird. Onkogentranskripte in gesunden Embryonen, Neugeborenen und Adultendienten als Standard: In gutartigen Neoplasien fanden wir im allgemeinen eine embryotypischex-onc-Expression. In boesartigen Tumorenherrscht meist Ueberexpression. Dies trifft zu fuer zwei von vier x-erbB-Genen, zwei von vier x-erbA-Genen, alle drei x-sis-, zwei x-pdgf-r-, drei x-src- ,drei x-ras-Transkripte sowie fuer die Transkripte zweier Retrotransposons. Das restliche der x-erbBGene, die beiden restlichenx-erbA, sowie x-myc sind bei gut- und boesartigen Tumoren gleichbleibend mittelstark exprimiert. Keiner der Tumoren, wohl aber deren Zellkulturen, zeigten x-myb-Expression. An der Bildung einer Neoplasie arbeiten demnach viele Onkogene, deren Aktivitaet koordiniert ist. Hiermit koordiniert ist der Inositoleinbau in Phoshoinositide, der hier als Mass fuer die Wachstumsregulation der Tumoren betrachtet wird. Als Koordinator tritt das zur x-erbB-Familie gehoerende Onkogen x-erbB hoch a auf, denn es ist die einzige hier bekannte Krebsdeterminante, die neben der komplexen Korrelation von Onkogenexpression und Malignitaetsgrad einen Erbgang zeigt (Nachweiseines v-erbB-homologen Fragments im Southern-blot), der sich mit dem der Suszeptibilitaet zur Tumorbildung deckt. x-erbB hoch a ist demnach der eigentlichen Tumorbildung vorgeschaltet; es verhaelt sich wie ein Kapellmeister, der dem Orchester vorsteht, aber auch mit seinem eigenen Instrument zum Konzert beitraegt. Zwei terminale Deletionen in der Keimbahn brachten weitere Hinweise auf die Koordinatorfunktion von x-erbB hoch a: Die eine verlor ein Gen fuer die Differenzierung von Pigmentzell-Vorlaeufern, behielt aber x-erB hoch a; die andere verlor beide Gene; ansonsten sind sie genetisch mit den Traegern erblich gut- und boesartiger Melanome identisch. Phaenotypisch sind sie gleich und bilden keine Melanome. Es zeigte sich, dass die in den Melanomen vorgefundene konzertierte Aktion von Expression und Ueberexpression der Determinanten der Krebsbildung incl. Inositollipid Turnover von x-erbB hoch a abhaengt, egal ob Tumoren gebildet werden oder nicht.

Effekte von UV-Exposition auf die Differenzierung von humanen dermalen Stammzellen in der Melanom-Genese, Teilprojekt B

Effekte von UV-Exposition auf die Differenzierung von humanen dermalen Stammzellen in der Melanom-Genese

Effekte von UV-Exposition auf die Differenzierung von humanen dermalen Stammzellen in der Melanom-Genese, Teilprojekt A

Alternativmethoden: Etablierung eines 3D-Schleimhautmodels als Alternative zu Tierversuchen bei PDT (3DPDT), Adaption, Verifizierung und Validierung eines 3D-Schleimhautmodels für die PDT

Determinanten der Krebsbildung bei Xiphophorus: II. Modelle, die die inhaerenten Potenzen zur Krebsbildung 'spontan' oder nach Provokation durch Initiatoren oder Promotoren der Umwelt freigeben

Individuen aus Wildpopulationen von Xiphophorus (Freiland oder Labor) sind insuszeptibel fuer Krebsbildung. Dagegen sind Individuen aus panmiktischen Bastardpopulationen zu etwa 5 Prozent suszeptibel und bilden Retikulosarkome, Lymphosarkome, Leiomyosarkome, Rhabdomyosarkome, Fibrosarkome, intestinale Fibrome, Karzinome (Gallenblase, Niere, Leber, Pankreas, Schilddruese), Schuppenzellkarzinome, Papillome, Neuroblastome, Retinoblastome, Ganglioneurome, Neurilemmome, Melanome. Manche Populationsbastarde bilden die Tumoren 'spontan', andere nach Behandlung mit mutagenen Agenzien (Initiatoren), wiederum andere nach Behandlung mit zelldifferenzierenden Agenzien (Promotoren). Das xiphophorine Genom enthaelt also Krebsdeterminanten, auch dann, wenn keine Tumoren auftreten. Sie geben sich meist als Entwicklungsgene zu erkennen, repraesentieren Grundelemente der metazoischen Organisation, und sind als solche in der Evolution konservativ. Sie werden von flexiblen Systemen von Kontrollelementen reguliert, die nach Darwinistischen Prinzipien populationsspezifisch divers evoluiert sind. Folgende Test-Modelle fuer Melanombildung zeigen dies: a) Durch Introgressionsstrategien transferierten wir einzelne genetisch definierte Entwicklungsgene aus Wildpopulationen in Genome anderer Wildpopulationen, die ihre eigenen Entwicklungsgene durch anders organisierte Kontrollelemente regulieren. Nach Ersatz entscheidender Kontrollelemente des betreffenden Entwicklungsgens durch unbrauchbare fremde Kontrollelemente, entstehen 'spontan'Tumoren (S-Modell). b) Die gemeinsame Introgression einer Tumordeterminanten und ein mit ihr gekoppeltes Kontrollelement (Suppressorgen) in das fremde Genom garantiert primaer Tumorfreiheit; doch kann Tumorbildung bei bis zu 40Prozent der Tiere durch Initiatoren (somatische Mutation des Suppressorgens) provoziert werden (I-Modell). Promotoren sind beim I-Modell wirkungslos. c) Auch die Introgression einer Krebsdeterminanten zusammen mit einem die Stammzelldifferenzierung retardierenden Kontrollelement (ein onkostatisches Gen) garantiert Tumorfreiheit; doch durchbrechen schon geringe Dosen von Tumorpromotoren die Retardation der Zelldifferenzierung bei bis zu 100 Prozent der Tiere, die nun alle Tumoren bilden. Waehrend der Berichtszeit sind rund 100 karzinogen-verdaechtige Agenzien an rund 7000 Tieren am I- und P-Modell geprueft worden. Die meisten karzinogenen Agenzien erwiesen sich als Tumorpromotoren. Der Befund, dass die staerksten Promotoren, z.B. Androgene (Testosteron, Methyltestosteron, Trenbolon), Oestrogene (Ethinylestradiol, Diethylstilbestrol), das Antioestrogen Tamoxifen, sowie Vitamin-A-Saeure an tumortragenden Tieren Tumorregressionen provozieren, fordert zu weiteren Studien auf.

Sonne in den Bergen: Auch im Winter auf UV-Schutz achten

Sonne in den Bergen: Auch im Winter auf UV-Schutz achten Ausgabejahr 2026 Datum 05.01.2026 In den Bergen sind Sonnenbrille und Sonnencreme auch im Winter wichtig Quelle: valentinrussanov/Getty Images Wer an sonnigen Tagen Wintersport in den Bergen genießt, sollte Sonnencreme und Sonnenbrille dabeihaben. Normalerweise ist hierzulande im Winter kein UV -Schutz notwendig. Aber es gibt Ausnahmen: Auf Schnee in Höhenlagen kann die Sonnenstrahlung so stark sein, dass sie Haut und Augen schädigt. "Viele unterschätzen die UV -Strahlung beim Rodeln, Skifahren oder beim Sonnenbad auf der Hütte" , sagt die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ), Inge Paulini. "Sonnencreme und Sonnenbrille gehören beim Ausflug in die Berge auch im Winter mit ins Gepäck." Hohen oder sehr hohen Lichtschutzfaktor wählen "Für Gesicht, Lippen und andere unbedeckte Hautstellen sollte man Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 wählen, besser 50 oder 50+" , rät die Behörden-Chefin. Außerdem sei es wichtig, dass die Creme sowohl vor UV -B- als auch vor UV -A- Strahlung schütze. Man sollte sie dem BfS zufolge etwa 20 bis 30 Minuten, bevor man ins Freie geht, auftragen und spätestens nach zwei Stunden erneuern. Auf Kennzeichnung UV400 achten Dr. Inge Paulini Quelle: bundesfoto/Bernd Lammel "Dass die Gläser einer Sonnenbrille die UV - Strahlung vollständig blocken, erkennt man an der Kennzeichnung UV400" , erläutert Paulini. Darüber hinaus soll eine Sonnenbrille das Auge gut umschließen. Für Freizeitaktivitäten im Schnee ist dies laut BfS besonders wichtig. Ski- und Gletscherbrillen, die diese Voraussetzungen erfüllen, sind hier die richtige Wahl. Höhenlage und Schnee verstärken UV - Strahlung In der Regel braucht man sich in der dunklen Jahreszeit um den UV -Schutz in Deutschland keine Gedanken machen, denn die UV - Strahlung ist weniger intensiv als im Sommer. Doch mit der Höhe über dem Meeresspiegel nimmt die UV - Strahlung zu. Zusätzlich reflektiert frisch gefallener Schnee bis zu 90 Prozent der UV - Strahlung . Zusammengenommen kann das in den Bergen zu einer hohen UV -Intensität führen, vor der man sich schützen sollte. Sonnenbrand und Hautkrebs vorbeugen Neuschnee reflektiert bis zu 90 Prozent der UV-Strahlung Quelle: dsodamin/stock.adobe.com Wer Haut und Augen nicht ausreichend vor UV - Strahlung schützt, riskiert Schäden: Sonnenbrand sowie Bindehaut- oder Hornhautentzündung der Augen können kurzfristig auftreten. Mögliche Spätfolgen sind vorzeitige Hautalterung, Krebserkrankungen der Haut und Augen sowie Grauer Star – eine Trübung der Augenlinse. Noch zwei Tipps in Kürze: Auch bei Fernreisen in den Wintermonaten den Sonnenschutz mit einpacken! Zudem erwägen im Winter manche, künstliche UV - Strahlung zu nutzen, etwa in Solarien. Das bedeutet jedoch eine zusätzliche UV -Belastung, von der das BfS dringend abrät. Stand: 05.01.2026

Ozonwerte in Nordrhein-Westfalen überschreiten die Informationsschwelle von 180 µg/m3

In Nordrhein-Westfalen wurden heute Ozonkonzentrationen oberhalb der Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Betroffene Orte und Regionen finden Sie in den Tabellen des WDR-Videotexts ab Seite 197 sowie online unter: Bei Ozonwerten über der Informationsschwelle wird besonders empfindlichen Personen empfohlen, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Sportliche Aktivitäten sollten möglichst auf die frühen Vormittags- oder die Abendstunden verlegt werden. Ozon kann Symptome wie Schleimhautreizungen, Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen und eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit verursachen. Diese Beschwerden treten vor allem bei empfindlichen Personengruppen auf, zu denen etwa zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung zählen. Auch Menschen mit Arbeitsplätzen im Freien, Sportler (aufgrund der erhöhten Atemfrequenz), Säuglinge und Kleinkinder (wegen ihres höheren Atemvolumens) sind besonders gefährdet. Wer sich im Freien aufhält, sollte zudem an ausreichenden Sonnenschutz denken. Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft, sondern erhöht auch das Risiko für Hautkrebs. Besonders Kinderhaut ist empfindlich und benötigt besonderen Schutz. Sollten die Ozonwerte die Alarmschwelle von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter überschreiten, erfolgt eine weitere Pressemitteilung. Aktuelle Karten mit Ozonprognosen für Nordrhein-Westfalen (für den laufenden und den folgenden Tag) finden Sie unter: Weitere Informationen zu gesundheitlichen Auswirkungen von Ozon finden Sie unter: zurück

Sonnenschutz im Winter?

Sonnenschutz im Winter? Der Winter bringt kurze Tage und wenig Sonnenlicht. Doch in den Bergen und beim Wintersport sowie bei Fernreisen ist das Sonnenlicht, genauer die UV -Strahlung, nicht zu unterschätzen. Hier erfahren Sie, wann und warum Sie Ihre Haut und Augen auch im Winter vor zu viel UV -Strahlung schützen sollten. Quelle: kuznetsov_konsta/stock.adobe.com Warum UV -Schutz auf Reisen auch im Winter wichtig ist Im Winter ist die UV -Belastung in Deutschland so gering, dass Sie für den Alltag keinen Sonnenschutz brauchen. Ausgenommen: Sie sind auf Reisen in sommerlich-sonnigen Gebieten oder im Gebirge. Bei Fernreisen in den Süden sind UV -Schutz-Maßnahmen entsprechend dem dort herrschenden UV -Index wichtig, um Ihre Haut und Ihre Augen vor sofort auftretenden Gesundheitsschäden wie Sonnenbrand zu bewahren. Außerdem schützen sie vor langfristigen Folgen wie vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs. Wie ein guter Schutz aussieht, können Sie hier nachlesen. UV -Schutz im Gebirge Quelle: dsodamin/stock.adobe.com Im Winter im Gebirge ist es gut zu wissen: Die UV -Strahlung nimmt um ca. 10 Prozent pro 1000 Höhenmeter zu. Frischer Schnee reflektiert bis zu 90 Prozent der UV -Strahlung und verstärkt sie dadurch. Dies zusammengenommen führt dazu, dass an sonnigen Tagen die UV -Belastung in den Bergen auch in den Wintermonaten so hoch werden kann, dass Haut und Augen nachhaltig geschädigt werden können. Viele unterschätzen, wie stark die UV -Belastung durch die Höhenlage und die Schneereflexion ist. Ein Sonnenbad auf der Hütte und lange Aktivitäten im Freien können auch im Winter zu ernsthaften Schäden für Augen und Haut führen. Erfahrene Bergsteiger*innen und Skifahrer*innen wissen, dass der Schutz der Haut und der Augen auch im Winter unabdingbar ist. Um Schäden zu vermeiden, sollten Sie unbedeckte Haut und die Lippen mit einem Breitband-Sonnenschutzmittel (Schutz vor UV -A- und UV -B-Strahlung) mit einem hohen bis sehr hohen Lichtschutzfaktor schützen. Für die Augen sind eine die Augen umschließende Sonnenbrille mit UV400-Schutz, UV400-Skibrillen oder sogenannte Gletscherbrillen mit UV400-Schutz unverzichtbar. Der Vitamin D-Spiegel sinkt: Ab ins Solarium? Manche mögen jetzt in der kalten Jahreszeit ans Solarium als Ersatz für das fehlende Licht und die Wärme denken, zumal laut Werbung damit auch noch für Vitamin D gesorgt werden kann. Aber das ist nicht die richtige Adresse. Denn die UV -Strahlung in Solarien ist in der Regel so stark wie die Sonne am Äquator im Sommer zur Mittagszeit bei höchstem Sonnenstand. Die künstliche UV -Strahlung im Solarium ist ebenso wie die natürliche UV -Strahlung der Sonne krebserregend und Auslöser von ernsthaften Erkrankungen von Haut und Augen. Diese negativen Folgen passieren immer gleichzeitig mit dem Anstoß der körpereigenen Vitamin-D-Bildung. Sie überwiegen den Vorteil der UV -initiierten Vitamin-D-Bildung bei weitem. International wird darum von der Solariennutzung dringend abgeraten. Stand: 12.11.2025

Wirkung von Infrarotstrahlung

Wirkung von Infrarotstrahlung Die Wirkung von Infrarotstrahlung ( IR ) beruht darauf, dass ihre Energie vom Körper aufgenommen wird. Moleküle werden in Schwingung versetzt, das Ergebnis kennen wir von der natürlichen Infrarotstrahlung der Sonne: Wärme. Die kurzwellige IR -A- Strahlung erreicht die Unterhaut, beziehungsweise im Auge die Netzhaut. IR -B und IR -C Strahlung werden weitestgehend schon in der Oberhaut (Epidermis) absorbiert. Die direkte Wirkung von Infrarotstrahlung betrifft also vorwiegend die Körperoberfläche. Durch Wärmeleitung erreicht die Temperaturerhöhung jedoch auch tiefer gelegene Körperregionen. Auf der positiven Wärmewirkung beruht die Verwendung von Infrarotstrahlung in der Medizin und im Wellnessbereich , zum Beispiel in Infrarot-Kabinen. Zu hohe Temperatur schadet Hohe Wärmebelastungen durch intensive Infrarotbestrahlung können genauso wie direkte Hitzeeinwirkung zu Störungen im Wärmehaushalt des Gesamtorganismus führen. Negative Wirkungen treten vor allem dann auf, wenn die Erhöhung der Körpertemperatur sowie die Einwirkdauer kritische Grenzen überschreiten. Dann können Hitzeschäden wie Hitzekrampf, Hitzekollaps, Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag die Folge sein. Hitzekrampf, Hitzekollaps, Hitzschlag Die mildeste Form einer thermischen Überbeanspruchung ist der Hitzekrampf, eine Muskelverkrampfung, die durch einen Verlust von Körpersalzen infolge verstärkten Schwitzens zustande kommt. Durch rechtzeitiges Trinken salzhaltiger Getränke kann ein Hitzekrampf vermieden werden. Steigt die Temperatur im Körperinneren (Kerntemperatur) auf circa 40 Grad Celsius ( °C ), kommt es durch die Erweiterung oberflächennaher Blutgefäße zu einem Blutdruckabfall mit Mangeldurchblutung des Gehirns, der sogar Bewusstlosigkeit zur Folge haben kann (Hitzekollaps). Steigt die Körperkerntemperatur auf über 41 °C , kann es zu einem Kreislaufkollaps und thermischer Schädigung von Organen kommen (Hitzschlag). Sonnenstich Der sogenannte Sonnenstich entsteht, wenn besonders Kopf und Nacken längere Zeit ungeschützt der Infrarotstrahlung ausgesetzt werden. Häufigste Ursache im Alltag ist eine zu lange und intensive Sonnenbestrahlung. Beim Sonnenstich werden die Hirnhäute gereizt und können sich sogar entzünden. Besonders anfällig sind Kinder und auf dem Kopf wenig behaarte Menschen. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne sollte in jedem Fall leichte, luftige Kleidung, die eine gute Luftzirkulation ermöglicht, und eine Kopfbedeckung getragen werden. Das Risiko für eine Hirnhautentzündung ist bei Kleinkindern größer als bei Erwachsenen. Auf den Schutz von Kindern muss also auch aus diesem Grund besonders geachtet werden. Hitzemelanose Eine seltene, für Einzelfälle bei regelmäßigem, langzeitigem Gebrauch verschiedener Wärmequellen (zum Beispiel Heizdecken und -kissen, beheizte Autositze, Laptops, Infrarotlampen) berichtete Erscheinung ist die Hitzemelanose ("Erythema ab Igne"). Dabei handelt es sich um eine rötlich-bräunliche netzartige Verfärbung der Haut, die eher ein kosmetisches Problem darstellt. Allerdings macht sie die Haut möglicherweise anfälliger für die Entstehung von Hautkrebs und sollte daher vermieden werden. Wirkungen auf das Auge Besondere Aufmerksamkeit beim Auge verdient der kurzwellige Infrarot-Anteil ( IR -A). Für diesen Bereich ist der vordere Teil des Auges durchlässig, sodass die Netzhaut erreicht wird und Netzhautschädigungen möglich sind. Bei chronischer Bestrahlung mit starken Infrarot-Quellen kann langfristig die Linse getrübt werden (zum Beispiel entsteht so der so genannte Glasbläserstar). Sonstige Wirkungen Mehrere Untersuchungen schreiben der Infrarotstrahlung eine Beteiligung am Kollagenabbau und an der beschleunigten Hautalterung zu. Ergebnisse aus Untersuchungen zu möglichen Wechselwirkungen von Infrarot mit UV - Strahlung zum Beispiel auf die Schädigung der Erbsubstanz ( DNA ) und auf Reparaturprozesse ergeben bisher kein klares Bild. Stand: 03.11.2025

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