Die derzeit geltende Fassung der Bedarfsgegenstaendeverordnung beinhaltet eine verlaengerte Uebergangsregelung (Paragraph 16 Abs. 2 Nr. 2 der Bedarfsgegenstaende-V) fuer den Recyclatfaseranteil in den entsprechenden Bedarfsgegenstaenden. Da diese Uebergangsfrist am 31.12.1999 auslief, war 1999 zu untersuchen, ob und in welchem Umfang mit einem Eintrag von Azofarbstoffen, die nach Paragraph 3 in Verbindung mit Anlage 1 Nr. 7 der Bedarfsgegenstaendeverordnung verboten sind, ueber den Recyclatfaseranteil zu rechnen ist. Auf dem textilen Sektor muss man bei der Gewinnung von Recyclatfasern zwei Ausgangspunkte unterscheiden. Eine Strecke ist das Recycling von Produktionsabfaellen, welches den Vorteil bietet, dass die Zusammensetzung und Herkunft der Abfaelle in der Regel bekannt sind. Diese Produktionsabfaelle stellen bis zu 90 Prozent und mehr der Ausgangsprodukte bei der Recyclatfaserherstellung dar. Es handelt sich hauptsaechlich um Produktionsabfaelle der Chemiefaserherstellung, Spinnerei- und Webereiabfaelle und um Abfaelle der Konfektion. Der andere Zweig ist die Herkunft aus Alttextilien, z.B. von Bekleidungs- und Heimtextilien aus Altkleidersammlungen. Aufgrund der inhomogenen Zusammensetzung und dem hohen Fremdkoerperanteil werden sie derzeit nur zu einem sehr geringen Prozentsatz zu Recyclatfasern verarbeitet.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Zur Vermeidung von Gesundheitsschäden in der Arbeitswelt ist häufig der Einsatz von Schutzhandschuhen unerlässlich. Diese sind jedoch keineswegs immer undurchlässig für die Chemikalien, mit denen am Arbeitsplatz umgegangen wird. Darüber hinaus sind sie auch selbst nicht indifferent für die Haut der Anwender. Deshalb war es Ziel des Projektes, für definierte Arbeitsbereiche konkrete Empfehlungen zu erarbeiten, die sowohl die Anforderungen seitens der Anwender, die in technischen Regelwerken festgeschriebenen Anforderungen an die Dichtheit von Chemikalienschutzhandschuhen und diesbezügliche Testmethoden sowie die Ergebnisse hautphysiologischer Untersuchungen berücksichtigen. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Zunächst ist eine Bestandsaufnahme zu den derzeitigen Testverfahren zur Überprüfung der Durchlässigkeit von Schutzhandschuhen und deren Standardisierung in technischen Regelwerken sowie eine kritische Bewertung des Status quo inklusive der Erarbeitung von notwendigen Optimierungsvorschlägen erfolgt. Parallel ist ein Vorauswahlverfahren für Schutzhandschuhe entwickelt und erprobt worden, das sich auf zwei Informationsquellen bezieht (einschlägige nationale und internationale Datenbanken zu Schutzhandschuhen, Herstellerbefragung). Die ermittelten Schutzhandschuhe sind nach DIN-EN 374Teil I-IV auf ihre Beständigkeit gegenüber Penetration sowie ihre Permeabilität gegenüber den ermittelten Arbeitsstoffen getestet worden. Um Anforderungen der Anwender an Schutzhandschuhe, Verbesserungsvorschläge sowie Anwenderfehler zu erfassen, ist eine erste empirische Befragung unter Beschäftigten aus den Bereichen Friseurhandwerk, Krankenpflege sowie Raumpflege durchgeführt worden. Diese und auch die zweite Befragung - welche die subjektive Bewertung der hautphysiologisch sowie auf ihre Beständigkeit getesteten Handschuhe erfasste - erfolgt schriftlich mittels eines standardisierten und strukturierten Fragebogens. Im Rahmen der hautphysiologischen Untersuchungen ist der Einfluss einer 20-minütigen Handschuhokklusion auf hautphysiologische Parameter bei Anwendung verschiedener Handschuhmaterialien erfasst worden. Es wurden die folgenden hautphysiologischen Messmethoden angewandt: Bestimmung des trasepidermalen Wasserverlustes (TEWL), der relativen Hornschichtfeuchte (RHF), des Hautoberflächen-pH-Wertes sowie der Hauttemperatur. Fazit: Die Durchführung des Förderprojektes hat konkrete Ergebnisse zur Verbesserung der Auswahl und Anwendung von Schutzhandschuhen für Beschäftigte in Feuchtberufen erbracht. Eine Weiterführung spezifischer Testungen für die bisher ausgewählten und weitere Feuchtberufe ist unerlässlich. Zudem sind Schulungskonzepte zur Verbesserung der Akzeptanz und Vermeidung von Anwendungsfehlern bei den Beschäftigten in Feuchtberufen zu entwickeln. ...
Es handelt sich um das Teilvorhaben A des Klinischen Zentrums Dresden innerhalb des Verbundantrags 'Trends und Risikofaktoren von Asthma und allergischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland'. Dieses Vorhaben ist in eine internationale kollaborative Studie (ISAAC) mit standardisierten Untersuchungsmethoden eingebettet. Zunaechst wird in einer Querschnittsstudie an 6-7jaehrigen und 13-14jaehrigen Kindern mit einem schriftlichen und einem Videofragebogen, mit Allergiehauttests und Lungenfunktionspruefungen vor und nach unspezifischer bronchialer Provokation die Praevalenz von Asthma, allergischen Erkrankungen, bronchialer Hyperreagibilitaet und der Atopie bestimmt. In der hoeheren Altersstufe werden zusaetzlich in einer Fall-Kontroll-Studie die moeglichen Risikofaktoren fuer die Entstehung von Asthma und allergischen Erkrankungen untersucht. Dabei werden sowohl individuelle Faktoren wie genetische Belastung und allergische Disposition als auch Umweltfaktoren wie Innenraumschadstoffe (Stickoxide, Staeube, Formaldehyd), Innenraumallergene und die Verkehrsbelastung betrachtet.
Ziele: Überprüfung von Hinweisen einer vorangegangenen Studie zu erhöhter innerer Nickelbelastung und erhöhten Sensibilisierungsraten gegenüber Nickel durch erhöhte Nickelimmissionswerte im Umfeld eines Edelstahlwerkes; Vorgehensweisen: Umweltmedizinische epidemiologische Querschnittstudie; Verwendung von Ausbreitungsrechnungen zur kleinräumigen Abschätzung der Immissionsbelastung; HBM (Nickel und Chrom im Urin); dermatologische Untersuchungen (Epikutantest, Pricktest, Hautbeurteilung); allergologische Untersuchungen (Blutparameter); Lungenfunktionsuntersuchungen; Fragebogen; Regressionsanalysen; statistische Überprüfung von Zusammenhängen zwischen äußerer Luftbelastung, innerer Belastung durch Chrom und Nickel, allergischen Krankheiten und Symptomen, Erkrankungen der Atemwege und der Lungenfunktion; Ergebnisse: Die Aufnahme von Nickel über die Atemluft steht in signifikantem Zusammenhang zur inneren Nickelbelastung sowie zur Sensibilisierung gegenüber Nickel und zu einzelnen allergischen Symptomen und Atemwegserkrankungen. Trotz des geringen Beitrags der durch die Luftbelastung verursachten erhöhung der inneren Nickelbelastung (gegenüber der Belastung aus Lebensmitteln) ist der Beitrag nachweisbar. Qualitätssicherung: Einhaltung der guten epidemiologischen Praxis, Begleitung durch wissenschaftlichen Beirat, Untersuchungen in akkreditierten Laboratorien, interne Kontrollgruppe. Grenzen: Statistisch signifikante Zusammenhängen nur für Gesamtkollektiv, nicht für einzelne Standorte möglich.
Schmierstoffe stellen komplexe Stoffgemische dar, deren Zusammensetzung sich aufgrund der thermischen und mechanischen Belastung beim Gebrauch (z.B. in den Werkzeugmaschinen) verändern kann. Die toxischen Wirkungen und z.T. auch die verfahrenstechnischen Parameter werden durch einzelne Inhaltsstoffe und deren Kombination in unterschiedlichem Maße beeinflusst. In diesem Teilprojekt werden Methoden bereitgestellt, mit denen die verfahrenstechnisch und toxikologisch relevanten Inhaltsstoffe der Fluide chemisch-analytisch quantitativ und qualitativ erfasst werden können. Die Ergebnisse sind für die anderen Teilprojekte des Sonderforschungsbereichs von zentraler Bedeutung:1. Die Messdaten sollen in die tribologische Bewertung und Modellbildung eingehen (Teilprojekt C1). 2. Sie werden für die Beurteilung des Alterungsverhaltens (Teilprojekt A3) und der gebrauchsbedingten Veränderungen (Teilprojekte B1 bis B6) benötigt. 3. Die Daten liefern grundlegende Informationen für die ökologische Bewertungsstrategie und für die Identifikation der toxisch wirkenden Inhaltsstoffe der Schmierfluide (Teilprojekt A4). 4. Darüber hinaus werden die Messdaten im hier beantragten Projekt für eine Abschätzung des humantoxikologischen Risikopotentials herangezogen. Bisher gibt es nur wenige Untersuchungen zur chemischen Analytik gebrauchsbedingter Veränderungen von Schmierstoffen auf der Basis synthetischer Ester, wobei zudem unterschiedlichste Methoden angewandt wurden. Dabei sind die Strukturbestimmungen noch nicht vollständig gelöst. Weiterhin wurden flüchtige organische Verbindungen und Aerosole an einigen Tribosystemen nachgewiesen und Staubemissionen können während des Beschichtens auftreten. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, die toxikologische Relevanz der luftgetragenen Emission und damit das Ausmaß der inhalativen und percutanen Resorption der Schmierstoffe zu erfassen (Ambiente-Monitoring).Die Analysenmethoden sollen dahingehend weiterentwickelt werden, dass eine Charakterisierung der Fluide und ihrer Emissionen auf Basis von möglichst vielen Einzelsubstanzen und Summenparametern erfolgen kann. Dies ermöglicht eine differenzierte toxikologische und verfahrenstechnische Interpretation der Messdaten. Anwendung finden Methoden der GC/MS, HPLC/MS, IR-Spektroskopie, NMR-Spektroskopie, ICP/OES und AAS. Zusätzlich sollen die wässrigen Extrakte und die Abbaumetabolite aus dem Teilprojekt A4 charakterisiert werden. Mit den bereitgestellten Methoden, den wirkungsbezogenen Untersuchungen mittels Genotoxizitätstests (Teilprojekt A4) und Hautverträglichkeitsuntersuchungen an ausgewählten Proben können dann die Prüfstände bzw. Werkzeugmaschinen in hygienisch-toxikologischer Hinsicht beurteilt werden.
In einer Zeit kontinuierlicher Umweltdiskussion geraet auch die Naturfaser Wolle in den Verdacht, Allergien ausloesen zu koennen. Zwar konnte der Verdacht ausgeraeumt werden, dass fasereigene Komponenten der Wolle Ursache fuer die sog. Wolle-Intoleranz sind, doch ist eine Beteiligung von Farbstoffen und Textilhilfsmitteln bei der Hautirritation durch Wollprodukte bis heute nicht eindeutig geklaert. Ziel des Forschungsprojektes ist es zu pruefen, ob aus mit Farbstoffen und Textilhilfsmitteln ausgeruesteter Wolle unter weitgehend physiologischen Bedingungen modifizierte Wollkomponenten herausloesbar sind und ob sie allergische oder pseudoallergische Hautreaktionen ausloesen koennen. Hierzu werden aus Wollendprodukten sowie aus Wollprodukten, die definierten Ausruestungsschritten unterzogen wurden, Extrakte hergestellt und charakterisiert. Nach Isolierung definierter Wollbestandteile (Lipide, Proteine, wollfremde Substanzen aus der Wollveredlung) wird unter Mitwirkung der Dermatologischen Universitaetsklinik Erlangen geprueft, ob diese allergische oder pseudoallergische Typ I-Reaktionen ausloesen koennen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 45 |
| Land | 2 |
| Wissenschaft | 19 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 45 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 45 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 45 |
| Englisch | 3 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 36 |
| Webseite | 9 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 26 |
| Lebewesen und Lebensräume | 39 |
| Luft | 26 |
| Mensch und Umwelt | 45 |
| Wasser | 23 |
| Weitere | 45 |