Other language confidence: 0.8573280424961355
(1) Poleotoleranz von Flechten der Stadt Wuerzburg (Kartierung, S-Gehalt, Pb-Gehalt-Beziehungen zur spezifischen Klimasituation). (2)Temperaturresistenz und photosynthetische Stoffproduktion von Flechten von extremen Standorten (im Bereich heisser Exhalationen auf Hawaii, in der Antarktis, in Australien, in Wuestengebieten). (3) Hitze- und Kaelteresistenz von Sukkulenten atlantischer Inseln. (4) Frostresistenz und ihre Ursachen bei Halophyten der Nordseekueste. (5) Frostresistenz und ihre Ursachen bei verschiedenen Sorten der Weinrebe.
Die Verschmutzung der marinen Umwelt durch organische UV Filter ist wissenschaftlich zunehmend besorgniserregend. Studien haben gezeigt, dass UV Filter potentielle negative Effekte auf Organismen haben können. Dies führte bereits zu ersten Anwendungsverboten einiger UV Filter in Sonnenschutzmitteln auf Palau und Hawaii. Die Ostsee ist eine beliebte Urlaubs- und Freizeitregion. Sie ist einem hohen anthropogenen Druck durch Verschmutzung ausgesetzt. Jener wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass eingetragene Schadstoffe sich in der Ostsee anreichern. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es jedoch nur wenige Studien über das Auftreten und das Langzeitverhalten von UV Filtern in der Ostsee. Der Fokus dieses Projektes soll es sein, ein grundlegendes, besseres Verständnis über das Verhalten und den Verbleib von UV Filtern in der Ostsee zu erlangen. Bisher wurden sie nur in Küstennähe (Wasserphase) und der offenen Ostsee (Oberflächensediment) detektiert. UV Filter werden hauptsächlich über die Wasserphase direkt bzw. indirekt in die Ostsee eingetragen. Es ist zurzeit nicht belegt, ob diese in der Wasserphase von küstennahen Gebieten bis in die offene Ostsee transportiert werden, ob sie in Buchten akkumulieren und ob es räumlich stark belastete Gebiete gibt. Der Schlüssel zu einem besseren Verständnis von möglichen Transportprozessen ist die Untersuchung der UV Filterdynamiken zwischen den einzelnen Kompartimenten Wasser, Sediment und Biota. Es ist hinreichend bekannt, dass Schadstoffe wie z. B. persistente organische Schadstoffe mit der Frühjahrs- und Sommerblüte im Meerwasser abgereichert und mit der absinkenden Biomasse im Sediment angereichert werden. Dieser Prozess kann auch für den Transport von UV Filtern aus der Wasserphase ins Sediment von großer Bedeutung sein. Es wird angenommen, dass UV Filter an Sedimenten adsorbieren können, welche somit als Senke für sie fungieren könnten. Die Funktion der Sedimente als langzeitige Senke wurde bisher noch nicht eingehend untersucht. Die Erforschung von UV Filtern in unterschiedlichen Sedimentschichten im Zusammenhang mit einer Altersdatierung der Sedimente ist relevant, um die Bedeutung der Sedimentsenkenfunktion und den Verbleib von UV Filtern in der marinen Umwelt zu studieren. Zusätzlich wird die Möglichkeit eröffnet, die Anreicherung von UV Filtern in der Biomasse zu analysieren, um so den Transportprozess aus der Wasserphase ins Sediment zu untersuchen. Mehrere Kampagnen sind geplant, um die Wasser- und Sedimentphase und die Biomasse (Algenblüten) zu unterschiedlichen Jahreszeiten zu beproben. Die UV Filter-Konzentrationen werden mittels moderner analytischer Verfahren quantifiziert und qualifiziert. Die Ergebnisse werden grundlegend dazu beitragen (i) die regional belasteten Gebiete zu identifizieren, (ii) die Transportprozesse von UV-Filtern zwischen den einzelnen Kompartimenten Wasser, Sediment und Biota besser zu verstehen und (iii) die Bedeutung der Sedimente als Langzeitsenke zu demonstrieren.
Kurzinformation des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 3 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Einzelfragen zur Photosynthese von C3- und C4-Pflanzen 1. C3- und C4-Pflanzen „C3-Pflanzen betreiben unter normalen Temperatur- und Lichtverhältnissen Photosynthese. Bei heißem und trockenem Wetter schließen sich die Spaltöffnungen, wodurch die Photosynthese- leistung sinkt. Bei normalen Temperatur- und Lichtverhältnissen ist der Grundtypus der Photosynthese, der in den sogenannten C3-Pflanzen stattfindet, am effektivsten. Bei heißem und trockenem Wetter schließen sich jedoch die Spaltöffnungen. Dann sind C4- bzw. CAM-Pflanzen im Vorteil. Bei C3-Pflanzen wird CO2 im Calvin-Zyklus bei der RuBisCO-Reaktion an Ribulose-1,5-bisphos- phat fixiert. Dabei entsteht eine instabile Zwischenstufe, die in zwei stabile Moleküle 3-Phospho- glycerat (3-PGA) zerfällt. 3-PGA ist aus drei Kohlenstoffatomen aufgebaut, daher der Name C3- Pflanzen. 3-PGA wird im Calvin-Zyklus weiter umgesetzt. Der überwiegende Teil höherer Pflanzen gehört zu den C3-Pflanzen. Um sich an Standort- bzw. Klimabedingungen optimal anzupassen, haben sich zudem besondere Formen der CO2-Fixierung entwickelt (C4- und CAM-Pflanzen).“ BMBF (2019). C3-Pflanzen. https://www.pflanzenforschung.de/index.php?cID=7812 „C4-Pflanzen binden CO2 besser als C3-Pflanzen. Sie haben sich an wärmere Regionen mit höhe- rer Lichteinstrahlung, also tropisches und subtropisches Klima angepasst. Normalerweise schließen Pflanzen bei hoher Umgebungstemperatur ihre Stomata, um Wasserver- luste durch Transpiration in Grenzen zu halten. Dadurch wird allerdings die Aufnahme von CO 2 für die Photosynthese erschwert. C4-Pflanzen haben daher einen Mechanismus entwickelt, um selbst geringste Mengen CO2 nutzen zu können. Im Gegensatz zu C3-Pflanzen besteht das erste Zwischenprodukt der Photosynthese bei C4-Pflan- zen – Oxalacetat - aus vier Kohlenstoff-Atomen. Mithilfe des Enzyms PEP-Carboxylase wird CO2 besonders effektiv gebunden. WD 8 - 3000 - 126/19 (26.09.2019) © 2019 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 2 Einzelfragen zur Photosynthese von C3- und C4- Pflanzen C4-Pflanzen können bei hoher Lichteinstrahlung und hoher Temperatur in kürzerer Zeit mehr Biomasse aufbauen als C3-Pflanzen. Entsprechend sind C4-Pflanzen vorwiegend an trockenen Standorten zu finden. Vor allem Gräser und Nutzpflanzen, wie Amarant, Hirse, Mais und Zucker- rohr nutzen die C4-Photosynthese.“ BMBF (2019). C4-Pflanzen. https://www.pflanzenforschung.de/index.php?cID=7812 2. Vorkommen der C4-Photosynthese im Pflanzenreich „Nur etwa drei Prozent der heute lebenden Gefäßpflanzen betreiben C4-Photosynthese. Da diese jedoch so effizient ist, machen sie ungefähr 25 Prozent der gesamten, auf dem Land betriebenen Photosyntheseleistung aus. Bekannte C4-Pflanzen sind Mais, Zuckerrohr, Amarant, Hirse und Chinaschilf. Die meisten gehören zu den Gräsern, gefolgt von Seggen. Doch auch bei einer Reihe von Zweikeimblättrigen gibt es diesen Stoffwechselweg, insbesondere bei den Fuchsschwanzge- wächsen und anderen Nelkenartigen, bei Wolfsmilchgewächsen und vereinzelt bei Windenge- wächsen und Korbblütlern. C4-Pflanzen wachsen schneller als C3-Pflanzen, bilden also in kürze- rer Zeit mehr Biomasse, was ihren landwirtschaftlichen Nutzen gegenüber anderen Pflanzen er- höht. Die C4-Photosynthese ist aus evolutionsbiologischer Sicht der jüngere und modernere Pho- tosynthesetyp. Die C3-Photosynthese gibt es schon seit über zwei Milliarden Jahren. Die C4-Pho- tosynthese hat sich erst vor 30 Millionen Jahren entwickelt. (…) Das Enzym Ribulose-1,5-bisphosphat-carboxylase/oxygenase (RuBisCO) ist dafür verantwortlich, dass alle photosynthetisch aktiven Pflanzen Kohlenstoffdioxid aufnehmen können, weshalb es vermutlich das mengenmäßig häufigste wasserlösliche Protein der Erde ist. C4-Pflanzen können mit viel weniger RuBisCO genau so viel Kohlenstoff aus der Luft fixieren wie C3-Pflanzen. So bleibt ihnen mehr Energie zum Wachsen.“ BMBF (2013). Die Evolution von C4-Pflanzen vorhersagen. Kann man C3-Pflanzen in C4-Pflanzen umzüchten? https://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/die-evolution-von-c4- pflanzen-vorhersagen-kann-man-c3-p-10069 C4-Pflanzen sind bei Wasserknappheit, hohen Temperaturen und Sonneneinstrahlung C3-Pflan- zen in ariden Klimazonen überlegen. So betreiben etwa 70 Prozent aller im Death-Valley-Natio- nalpark lebenden Arten eine C4-Photosynthese. Der Großteil aller C4-Gräser wächst in Regionen mit weniger als 30 Grad geographischer Breite. Seltener sind sie in kalten Regionen zu finden, wie z. B. in der borealen Zone zwischen dem 50. und 65. Breitengrad und in großen Höhenlagen. Es gibt einige kältetolerante C4-Pflanzen, die Frost sowie winterliche Temperaturen (−20 °C) überstehen können, beispielsweise C4-Gräser in den Anden. Vergleiche dazu: Rowan F. Sage, Ferit Kocacinar, David S. Kubien: C4 photosynthesis and tempe- rature. In: Raghavendra, Sage (Hrsg.): C4 photosynthesis and related CO2 concentrating mecha- nisms. 2011, S. 161–195. Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 3 Einzelfragen zur Photosynthese von C3- und C4- Pflanzen Unklar ist, warum es - bis auf ein paar wenige Ausnahmen - keine Bäume mit einer C4-Photosyn- these existieren. Rowan F. Sage schreibt dazu in einem Aufsatz aus dem Jahr 2017: "For reasons that are not fully understood, the C4 pathway is absent in trees, with the exception of a few rare species in Hawaii." Auf Hawaii existieren demnach nur vier Arten, darunter Euphorbia olowaluana (bis 10 m) und E. herbstii (bis 8 m). Euphorbia olowaluana wächst in trockenen Wäldern auf Hawaii, bildet aber kein dichtes Blätterdach. E. herbstii wächst größtenteils als Baum im Unterholz anderer Bäume und verfügt über eine ausgezeichnete Schattentoleranz. Vergleiche dazu: Rowan F. Sage: A portrait of the C4 photosynthetic family on the 50th anniver- sary of its discovery: species number, evolutionary lineages, and Hall of Fame. In: Journal of Ex- perimental Botany. Band 68, Nr. 2, 2017, S. e12–e13, https://academic.oup.com/jxb/ar- ticle/68/2/e11/2932223 ) *** Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)
<p> <p>Nach Wasserdampf ist Kohlendioxid (CO₂) das bedeutendste langlebige Treibhausgas in der Atmosphäre. Seit Beginn der Industrialisierung ist seine globale Konzentration um mehr als 50 Prozent gestiegen, während sie in den rund 10.000 Jahren zuvor nahezu konstant blieb. Auch die Konzentrationen weiterer langlebiger Treibhausgase wie Methan und Lachgas nehmen zu und verstärken den vom Menschen verursachten Klimawandel.</p> </p><p>Nach Wasserdampf ist Kohlendioxid (CO₂) das bedeutendste langlebige Treibhausgas in der Atmosphäre. Seit Beginn der Industrialisierung ist seine globale Konzentration um mehr als 50 Prozent gestiegen, während sie in den rund 10.000 Jahren zuvor nahezu konstant blieb. Auch die Konzentrationen weiterer langlebiger Treibhausgase wie Methan und Lachgas nehmen zu und verstärken den vom Menschen verursachten Klimawandel.</p><p> Kohlendioxid <p>Seit Beginn der Industrialisierung steigt die Konzentration von Kohlendioxid (CO₂) in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/atmosphaere">Atmosphäre</a> kontinuierlich an. Hauptursachen sind die Verbrennung fossiler Energieträger und Landnutzungsänderungen, insbesondere Entwaldung. Der Anstieg der atmosphärischen CO₂-Konzentration ist durch weltweite Messprogramme eindeutig belegt und zählt zu den wichtigsten Indikatoren des anthropogenen Klimawandels.</p> <p>Im Jahr 2025 betrug die globale mittlere CO₂-Konzentration 425,65 µmol/mol (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ppm-0">ppm</a>), wie aus Daten der NOAA hervorgeht. Damit lag sie mehr als 50 % über dem vorindustriellen Niveau von etwa 280 µmol/mol. Neben Kohlendioxid tragen auch Methan (CH₄), Lachgas (N₂O) und fluorierte Treibhausgase wesentlich zur zusätzlichen Erwärmung des Klimasystems bei.</p> <p>Das Umweltbundesamt überwacht die atmosphärischen Treibhausgaskonzentrationen an den Messstationen Schauinsland im Südschwarzwald und auf der Zugspitze. Beide Stationen verfügen über langjährige Messreihen, die einen wichtigen Beitrag zur Beobachtung der Hintergrundkonzentration der Atmosphäre leisten. Bereits im Jahr 2015 überschritt die mittlere CO₂-Konzentration an beiden Standorten erstmals den Wert von 400 µmol/mol.</p> <p>Die Messstation auf der Zugspitze liefert besonders repräsentative Daten für die Hintergrundbelastung der Atmosphäre in Mitteleuropa. Aufgrund ihrer Höhenlage befindet sie sich häufig in der unteren freien <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/troposphaere">Troposphäre</a> und wird daher nur gering von regionalen Emissionsquellen beeinflusst. Im Jahr 2025 betrug der Jahresmittelwert dort 426,93 µmol/mol (siehe Abbildung „Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre (Monatsmittel)”).</p> <p>Langjährige Messreihen ermöglichen eine zuverlässige Quantifizierung des weltweiten Anstiegs der atmosphärischen CO₂-Konzentration. Dank ihrer hohen Genauigkeit lassen sich langfristige Trends eindeutig von natürlichen Schwankungen unterscheiden. Die Messdaten bilden eine wesentliche Grundlage für die Analyse des globalen Kohlenstoffkreislaufs sowie für die Entwicklung, Validierung und Verbesserung von Klimamodellen.</p> <p>Für die Bestimmung des globalen CO₂-Anstiegs werden unter anderem die Messdaten des Global Atmosphere Watch (GAW)-Observatoriums auf dem Mauna Loa (Hawaii) herangezogen. Aufgrund seiner abgelegenen Lage und der geringen Beeinflussung durch lokale Emissionsquellen eignet sich dieser Standort besonders gut zur Erfassung der globalen Hintergrundkonzentration.</p> <p>Während der mittlere jährliche Anstieg der CO₂-Konzentration in den 1960er-Jahren noch bei rund 0,86 µmol/mol lag, betrug er in den vergangenen 15 Jahren durchschnittlich etwa 2,5 µmol/mol pro Jahr. Damit hat sich die jährliche Zunahme der atmosphärischen CO₂-Konzentration gegenüber den frühen Messjahren nahezu verdreifacht. Diese Entwicklung verdeutlicht den anhaltenden Einfluss anthropogener CO₂-Emissionen auf die Zusammensetzung der Atmosphäre.</p> <p>Das Diagramm zeigt die steigende Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre. Demnach wird die globale Kohlendioxid-Konzentration von der NOAA im Dezember 2025 mit rund 427,3 µmol/mol trockener Luft angegeben.</p> <strong> Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre (Monatsmittelwerte) </strong> Quelle: <p>Umweltbundesamt/ NOAA Global <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> Division and Scripps Institution of Oceanography</p> Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Kohlendioxid-Konz_2026-07-09.pdf">Diagramm als PDF (106,48 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-4_Abb_Langzeitreihen-Konz_2026-07-09_2.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (194,81 kB)</a></li> </ul> </p><p> Methan <p>Nach Kohlendioxid ist Methan das zweitwichtigste langlebige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/treibhausgas">Treibhausgas</a> in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/atmosphaere">Atmosphäre</a>. Es entsteht sowohl durch natürliche Prozesse, beispielsweise in Feuchtgebieten, als auch durch anthropogene Quellen, insbesondere durch die Landwirtschaft (Viehhaltung und Reisanbau), Deponien sowie die Förderung und Nutzung fossiler Energieträger.</p> <p>Die globale Methankonzentration ist seit der vorindustriellen Zeit deutlich angestiegen und dieser Trend setzt sich auch in den letzten Jahren fort. Im Jahr 2025 lag sie bei etwas über 1 936 nmol/mol (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ppb">ppb</a>). Dieser anhaltende Anstieg trägt wesentlich zur Verstärkung des Treibhauseffekts bei.</p> <p>An der Messstation Zugspitze wurde im Jahr 2025 ein Jahresmittelwert von rund 2 006 nmol/mol gemessen (siehe Abbildung „Methan-Konzentration in der Atmosphäre (Monats- und Jahresmittelwerte)“).</p> <p>Das Diagramm zeigt die Methan-Konzentration in der Atmosphäre. Ende 2025 stieg sie weltweit bis auf 1.946 nmol/mol trockener Luft.</p> <strong> Methan-Konzentration in der Atmosphäre (Monats- und Jahresmittelwerte) </strong> Quelle: <p>Umweltbundesamt, NOAA Global <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> Division</p> Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Abb_Methan-Konz_2026-07-09.pdf">Diagramm als PDF (323,91 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-4_Abb_Langzeitreihen-Konz_2026-07-09_3.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (194,81 kB)</a></li> </ul> </p><p> Lachgas <p>Lachgas ist ein weiteres langlebiges <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/treibhausgas">Treibhausgas</a> mit hoher atmosphärischer Verweildauer. Es entsteht überwiegend durch mikrobielle Prozesse in Böden und Ozeanen, wobei anthropogene Emissionen insbesondere aus der Landwirtschaft (Düngemitteleinsatz) eine zentrale Rolle spielen.</p> <p>Die globale Lachgaskonzentration ist ebenfalls kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2025 lag sie bei etwa 338,9 nmol/mol (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ppb">ppb</a>) (NOAA). Dieser Trend ist seit mehreren Jahrzehnten stabil steigend und trägt zur langfristigen Verstärkung des Strahlungsantriebs bei.</p> <p>An der Messstation Zugspitze wurde im Jahr 2025 ein Jahresmittelwert von rund 339,7 nmol/mol (ppb) ermittelt (siehe Abbildung „Lachgas-Konzentration in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/atmosphaere">Atmosphäre</a> (Monatsmittelwerte)“). </p> <p>Das Diagramm zeigt die Lachgas-Konzentration in der Atmosphäre. Weltweit lag sie Ende 2025 bei etwa 339,65 nmol/mol trockener Luft.</p> <strong> Lachgas-Konzentration in der Atmosphäre (Monats- und Jahresmittelwerte) </strong> Quelle: <p>Umweltbundesamt, NOAA Global <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> Division</p> Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_Abb_Lachgas-Konz_2026-07-09.pdf">Diagramm als PDF (68,50 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-4_Abb_Langzeitreihen-Konz_2026-07-09_4.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (194,81 kB)</a></li> </ul> </p><p> Beitrag langlebiger Treibhausgase zum Treibhauseffekt <p>Die langlebigen Treibhausgase Kohlendioxid, Methan, Lachgas und fluorierte Gase tragen gemeinsam zum anthropogenen Strahlungsantrieb der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/atmosphaere">Atmosphäre</a> bei. Sie beeinflussen das globale <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimasystem">Klimasystem</a> langfristig und mit hoher Wirksamkeit.</p> <p>Im Jahr 2024 betrug der gesamte Strahlungsantrieb dieser Gase etwa 3,5 W/m² (NOAA). Im Vergleich zu 1990 entspricht dies einer Zunahme von rund 50 %. Der größte Anteil entfällt dabei auf Kohlendioxid, das trotz geringerer pro Molekül-Wirkung aufgrund seiner hohen Konzentration den Hauptbeitrag zur Erwärmung leistet. Die relative Verteilung des Beitrags zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/treibhauseffekt">Treibhauseffekt</a> stellt sich wie folgt dar:</p> <ul> <li>Kohlendioxid: ca. 66 %</li> <li>Methan: ca. 16 %</li> <li>Lachgas: ca. 6 %</li> <li>Fluorierte Treibhausgase: ca. 12 % </li> </ul> <p>Diese Zusammensetzung verdeutlicht, dass insbesondere CO₂ der dominante Treiber des anthropogenen Klimawandels ist, während Methan und Lachgas wichtige sekundäre Beiträge leisten.</p> <p>Das Diagramm zeigt den Beitrag der Treibhausgase zum Treibhauseffekt. Kohlendioxid trägt mit 66 Prozent dazu bei, Methan mit 16 Prozent, Lachgas mit 6 Prozent, die halogenierten-Gase teilen sich mit 12 Prozent den Rest.</p> <strong> Beitrag zum Treibhauseffekt durch Kohlendioxid und langlebige Treibhausgase 2023 </strong> Quelle: <p>NOAA Earth System Research Laboratory</p> Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/5_Abb_Beitrag-Treibhauseffekt-CO2-THG_2026-07-09.pdf">Diagramm als PDF (39,81 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/5_Abb_Beitrag-Treibhauseffekt-CO2-THG_2026-07-09_0.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (34,28 kB)</a></li> </ul> </p><p> Obergrenze für die Treibhausgas-Konzentration <p>Um die angestrebte Zwei-Grad-Obergrenze der atmosphärischen Temperaturerhöhung mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 66 % zu unterschreiten, müsste die gesamte <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/treibhausgas">Treibhausgas</a>-Konzentration (Kohlendioxid, Methan, Lachgas und F-Gase) in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/atmosphaere">Atmosphäre</a> bis zum Jahrhundertende bei rund 450 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ppm-0">ppm</a> Kohlendioxid-Äquivalenten stabilisiert werden. Dabei ist eine kurzfristige Überschreitung dieses Konzentrationsniveaus möglich (<a href="https://www.de-ipcc.de/270.php">IPCC-Synthesebericht</a>).</p> <p>2024 lag die gesamte Treibhausgas-Konzentration bei 539 ppm Kohlendioxid-Äquivalenten (siehe Abb. „Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre“). Um die angestrebte Stabilisierung zu erreichen, müssen die globalen Treibhausgas-Emissionen gesenkt werden. In den meisten Szenarien des Welt-Klimarates (IPCC) entspricht dies einer Menge von weltweiten Treibhausgas-Emissionen zwischen 30 und 50 Milliarden Tonnen (Mrd. t) Kohlendioxid-Äquivalenten im Jahr 2030. Im weiteren Verlauf bis 2050 müssten die Emissionen weltweit zwischen 40 % und 70 % unter das Niveau von 2010 gesenkt werden und bis Ende des Jahrhunderts auf nahezu null sinken. Dazu sind verbindliche Zielsetzungen im Rahmen einer globalen Klimaschutzvereinbarung erforderlich. </p> <p>Im Dezember 2015 vereinbarte die Staatengemeinschaft auf der 21. Vertragsstaatenkonferenz unter der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/klimarahmenkonvention">Klimarahmenkonvention</a> (COP21) das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>-Übereinkommen von Paris. Darin ist zum ersten Mal in einem völkerrechtlichen Abkommen verankert, dass die durchschnittliche globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzt werden soll. Darüber hinaus sollen sich die Vertragsstaaten bemühen, den globalen Temperaturanstieg möglichst unter 1,5 Grad zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Treibhausgas-Emissionen sobald wie möglich abgesenkt werden. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts soll eine globale Balance der Quellen und das Senken von Treibhausgas-Emissionen (Netto-Null-Emissionen) erreicht werden. Das bedeutet die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft und damit einen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger. Enorme Anstrengungen sind notwendig, um dieses Ziel zu erreichen, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in allen Staaten, insbesondere den Industrienationen. Zur Erreichung der Klimaziele hat Deutschland das <a href="https://www.bmleh.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Landwirtschaft/Klimaschutz/Klimaschutzprogramm2030.html">Klimaschutzprogramm 2030</a> verabschiedet.</p> <p>Das Diagramm zeigt die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre durch eine Kurve an. Diese steigt kontinuierlich an und lag 2024 bei 539 µmol/mol.</p> <strong> Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre </strong> Quelle: <p>NOAA Earth System Research</p> Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_Abb_Treibhausgas-gesamt-Konz_2026-07-09.pdf">Diagramm als PDF (41,36 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_Abb_Treibhausgas-gesamt-Konz_2026-07-09.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (27,71 kB)</a></li> </ul> </p><p> Weiterführende Informationen <p>Auf den folgenden Seiten finden Sie weiterführende Informationen zu internationalen Klimabeobachtungssystemen:</p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/15818">Thema: Globale Überwachung der Atmosphäre (GAW)</a></li> <li><a href="https://community.wmo.int/activity-areas/gaw">WMO: Global Atmosphere Watch (GAW)</a></li> <li><a href="https://wmo.int/activities/global-climate-observing-system-gcos">WMO: Global Climate Observing System (GCOS)</a></li> <li><a href="https://gaw.kishou.go.jp/">Weltdatenzentrum für Treibhausgase (WDCGG)</a></li> <li><a href="https://gcos.dwd.de/DWD-GCOS/DE/publikationen/inventarbericht/inventarbericht_node.html">BMVBS/DWD: Die deutschen Klimabeobachtungssysteme</a></li> </ul> <p><em>Wir danken der Nationalen Administration für die Ozeane und die Atmosphäre (NOAA Global <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/monitoring">Monitoring</a> Division) in Boulder, USA und dem Scripps Institut für Ozeanography, La Jolla, USA für die CO2-Daten des GAW Globalobservatoriums von Mauna Loa, Hawaii, sowie dem Mace Head GAW Globalobservatorium, Irland und dem AGAGE Projekt für die Lachgasdaten.</em></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
R. costulatus stammt aus tropischen Gebieten von den Seychellen, Mauritius, Malaysia und Hawaii. In Europa werden Gewächshäuser besiedelt (Schmalfuss 2003). Gruner (1966) nennt Gewächshäuser des Botanischen Gartens Berlin sowie das Berliner Aquarium.
Taxon aus der Peronospora alta-Gruppe; Davis et al. (2021) beschreiben Peronospora kuewa W.J. Davis, M. Ko, J.R. Ocenar, M.K. Romberg & J.A. Crouch als neue Art an Plantago princeps var. princeps, einem endemischen Wegerich auf Hawaii. Abweichend vom Titel der Arbeit wird außerdem Peronospora gaponenkoae Thines an der kosmopolitisch verbreiteten Plantago lanceolata neu beschrieben. Morphologisch und phylogenetisch sind die Unterschiede zwischen beiden Arten gering, jedoch verlief ein Infektionsversuch von Peronospora kuewa auf Plantago lanceolata erfolglos. Der Name Peronospora gaponenkoae ersetzt die bisher wenig beachtete, aus Turkmenistan, Tadschikistan und Usbekistan beschriebene P. lanceolatae Gapon., weil deren Beschreibung durch Gaponenko (1972) nicht valide erfolgte (Thines 2019). Der Typusbeleg der neu beschriebenen Art stammt aus Sachsen (Kollm). Er wird durch Gensequenzen dokumentiert, aber morphologisch nicht beschrieben. Stattdessen wird die Identität mit dem Material von Gaponenko (1972) vorausgesetzt und folgende Angabe aus ihrer Arbeit übernommen „Konidien 20 × 11–14µm, Konidienträger 277–851µm, Kondienfarbe: keine Angabe, Oosporen: unbekannt“. Unabhängig von der Bewertung der Sippe wird die Präsenz einer genetisch eigenständigen Art an Plantago lanceolata in Deutschland durch die Untersuchung belegt.
Neun besondere Naturlandschaften im Herzen Europas [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] www.n at iona le -natu rl a n d s c h a ft e n - rl p . d e Rheinland-Pfalz Neun besondere Naturlandschaften im Herzen Europas NATURPARKE Vulkane, Wein, Wandern – aktives Natur- und Kulturerlebnis NATIONALPARK Hunsrück-Hochwald, einer der jüngsten Nationalparke in Deutschland BIOSPHÄRENRESERVAT Der Pfälzerwald, waldreich und grenzüberschreitend Die Nationalen Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz bilden ein wichtiges Netzwerk, das eng zusammenarbeitet – zum Wohle von Klima und Umwelt, von Artenvielfalt und Landschafts- schutz – und vor allem zum Wohle der Menschen. Im Bild: die Trekkingplattformen des Naturparks Nordeifel für spannende Nächte unter freiem Himmel. Mehr Informationen zu den Nationalen Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz gibt es unter: www.nationale-naturlandschaften-rlp.de Editorial LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, dieses Magazin ist eine Einladung. Lernen Sie die Nationalen Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz kennen. Sie sind Schatzkammern unserer reichen Natur- und Kulturlandschaft und Beispielorte dafür, wie eine nachhaltige Lebensweise gelingen kann. Der Nationalpark, das Biosphärenreservat und unsere Naturparke sind Naturschätze, kostbare Kleinode, Juwelen für den Erhalt von Deutschlands natürlicher Vielfalt. Neun der Nationalen Naturlandschaften Deutschlands liegen in unserem Bundesland. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen diese Landschaften vorstellen und Sie für die Schönheit, den Wert und die vielen Naturerlebnisangebote begeistern, die es dort gibt. Die Vielfalt des Lebens in unseren Naturlandschaften ist immens. Sie sind das Zuhause eines einzigartigen Artenreichtums. Und sie sind Lebensraum für viele seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Nationale Naturlandschaften sichern auch die Lebensgrundlage der Menschen. Sie stellen natürliche Ressourcen bereit, wie sauberes Wasser, reine Luft und ertragreiche Böden. Sie sind Zukunftsorte, Modellregionen zur Entwicklung nachhaltiger Wirtschaftsformen. Hier findet Regionalentwicklung statt, die zeigen will, wie wir unsere Umwelt nachhaltig gestalten und bewirtschaften können. Dazu zählen auch eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft und alternative Formen der Energiegewinnung mit Wind, Sonne und Biomasse. Wer Erholung sucht, entspannend oder aktiv, findet in den Nationalen Naturlandschaften vielfältige Möglichkeiten, Natur und Kultur aktiv zu erleben und zu entdecken. Unsere Nationalen Naturlandschaften sind schön und einzigartig. Lassen Sie sich in den Bann ziehen und erleben Sie faszinierende Vielfalt. Rheinland-Pfalz – naturreich. Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität 4 | naturreich – Rheinland-Pfalz INHALT NATURLANDSCHAFTEN | 06 Naturreichtum in Rheinland-Pfalz SCHUTZKATEGORIEN | 08 1430 1834 2238 2642 Die unterschiedlichen Arten von Schutzgebieten HUNSRÜCK-HOCHWALD | 10 Mehr Raum für Wildnis PFÄLZERWALD NORDVOGESEN | 14 Grenzenlos schön VULKANEIFEL | 18 Kopfsprung in die Erdgeschichte NORDEIFEL | 22 08 Schlafen unterm Sternenhimmel SÜDEIFEL | 26 Teufels Werk und Gottes Beitrag SAAR-HUNSRÜCK | 30 Schätze entdecken im Naturpark NASSAU | 34 Schlösser, Burgen, Kastelle – lebendige Geschichte SOONWALD-NAHE | 38 Kleine Auszeit vom Alltag 10 RHEIN-WESTERWALD | 42 Trekkingabenteuer vor der Haustür TITELBILD Das Coverfoto dieser Ausgabe zeigt den Blick von der Burgruine Wegelnburg bei Nothweiler über das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Die Wegelnburg liegt auf 571 Metern und ist damit die höchstgelegene Burg der Pfalz. INTERVIEW | 46 Gudrun Rau, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Naturparke in Rheinland-Pfalz KLIMA SCHÜTZT NATUR | 48 Roland Horne, Leiter der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz 6 | naturreich – Rheinland-Pfalz | Was sind Nationale Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz? 7 | naturreich – Rheinland-Pfalz | Was sind Nationale Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz? Erleben Sie Rheinland-Pfalz – naturreich Neun Nationale Naturland- schaften gibt es in Rhein- land-Pfalz. Sie bedecken 32 Prozent der gesamten Landesfläche und jede davon ist ein kleines Naturwunder. Wer sich nach endlosen Wäldern sehnt, muss nicht nach Kanada. Vul- kane gibt es hier mehr als auf Hawaii. Und einsame Wanderwege, auf denen man die Zivilisation ganz und gar aus den Augen verlieren kann, sowieso. Viele Gründe, um in der Nähe zu bleiben und die vielen besonderen An- gebote vor der Haustür zu erkunden. Echter Sympathieträger: Der Schwarzstorch brütet im Nationalpark Hunsrück-Hochwald Blick vom Erbeskopf am Nationalparktor Hunsrück-Hochwald, aus 816 Meter Höhe Guides bringen Kindern die Bedeutung des Naturschutzes näher Kernzonen lassen der Natur Raum, sich ungestört zu entwickeln 8 | naturreich – Rheinland-Pfalz | Was sind Nationale Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz? 9 | naturreich – Rheinland-Pfalz | Was sind Nationale Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz? Die Nationalen Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz Altenkirchen 9 Bad Neuenahr-Ahrweiler Montabaur Es gibt unterschiedliche Arten von Schutzgebieten in Rheinland-Pfalz, die sich unter dem Begriff Nationale Naturlandschaften sammeln: ein Nationalpark, ein UNESCO-Biosphären- reservat sowie sieben Naturparke, von denen einer auch als UNESCO-Geopark anerkannt ist. DAS BIOSPHÄRENRESERVAT Die UNESCO setzt sich für den Schutz vieler Kultur- und Naturgüter weltweit ein. Einen ganz besonderen Schutz- status genießen dabei die UNESCO-Biosphärenreservate. 700 dieser Gebiete gibt es weltweit. Eines davon liegt in Rheinland-Pfalz und dem benachbarten Frankreich: das länderübergreifende Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nord- vogesen. Biosphärenreservate dienen dem Schutz großräu- miger und charakteristischer Landschaftstypen. Und sie sind ein Lebens- und Wirtschaftsraum, in dem beispielhaft besonders naturschonende Wirtschaftsweisen entwickelt und erprobt werden sollen. Natur dort wieder ganz sich selbst überlässt. Nationalpar- ke gliedern sich meist in streng geschützte Kernzonen und Randbereiche, in denen es durchaus wirtschaftliche Aktivitä- ten und Besucherangebote gibt. Als Modellregion nachhaltiger Entwicklung sind sie in Kernzonen (Wildnisgebiete), Pflege- und Entwicklungszo- nen gegliedert. Die Menschen, die hier leben, werden dabei unterstützt, im Einklang mit der Natur eine hohe Lebens- qualität mit einer auch wirtschaftlich nachhaltigen Zukunft zu realisieren. Daher sind die Biosphärengebiete auf der ganzen Welt auch echte Zukunftswerkstätten. Ein weltwei- tes Netzwerk und ein regelmäßiger Austausch sorgen dafür, dass alle Partner von Erkenntnissen und Fortschritten profi- tieren und sich erfolgreiche Konzepte schnell verbreiten.DIE NATURPARKE Die Idee der Naturparke wurde bereits vor über 100 Jahren entwickelt, um großräumige Kulturlandschaften mit be- sonderer Eignung für die Erholung zu erhalten, zu pflegen, zu entwickeln oder wiederherzustellen. Jeder Naturpark repräsentiert dabei eine einzigartige Landschaft mit einem besonderen Erscheinungsbild. Ambitioniertes Ziel: Diese Landschaften sollen in enger Zusammenarbeit mit den Menschen, mit Wissenschaft und Forschung sowie den Akteuren vor Ort zu „großräumigen Vorbildlandschaften“ entwickelt werden. Durch Maßnahmen einer dauerhaft umweltgerechten Landnutzung erhalten sie Vorbildcharak- ter für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums. Die Herausforderung dabei ist es, die unterschiedlichen Interessen – Naturschutz, Naherholung, Landnutzung und Wirtschaftsentwicklung – zu moderieren und zukunftsfähi- ge Lösungen zu entwickeln. Naturparke haben auch den ge- setzlichen Auftrag der Bildung für nachhaltige Entwicklung. DER NATIONALPARK Natur Natur sein lassen – in einem Nationalpark soll und kann sich Wildnis entwickeln. Nationalparke sind vom Menschen weitgehend unbeeinflusste große Naturräume, die landschaftlich einzigartig sind und oft auch eine besondere Artenvielfalt oder seltene und vom Aussterben bedrohte Ar- ten beheimaten. Eine Region kann zu einem Nationalpark werden, weil sie noch weitgehend frei von menschlichem Einfluss ist und das auch so bleiben soll. Es kann aber auch Ziel einer Nationalparkentwicklung sein, dass der Mensch sich Stück für Stück aus dem Gebiet zurückzieht und dieEiner der Naturparke in Rheinland-Pfalz, der Naturpark Vulkaneifel, ist aufgrund der erdgeschichtlichen Entste- hung der Region durch den Vulkanismus auch als UNES- CO-Geopark anerkannt. Damit verbunden ist der Auftrag, diese landschaftliche Besonderheit zugänglich und versteh- bar zu machen. Um den besonderen Wert der Naturräume erlebbar und zugänglich zu machen, gehören auch Besu- cherzentren, Bildungsprogramme, Schulkooperationen und die Ausbildung von Rangern und Landschaftsführern als Besucherguides zu den Angeboten der Träger der neun Nationalen Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz. Mayen 4 Koblenz 7 3 Prüm Daun Neuerburg Wittlich Bitburg Mainz Simmern 5 8 Trier Bad Kreuznach 1 Alzey Idar-Oberstein 6 Saarburg Kaiserslautern 1 Nationalpark Hunsrück-Hochwald Brückener Straße 24 55765 Birkenfeld +49 (0) 6782 8780-0 poststelle@nlphh.de www.nationalpark-hunsrueck-hochwald.de Speyer 2 Pirmasens Landau 2 Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen Franz-Hartmann-Straße 9 67466 Lambrecht (Pfalz) +49 (0) 6325 9552-0 info@pfaelzerwald.bv-pfalz.de www.pfaelzerwald.de/biospherenreservat5 Naturpark Südeifel Auf Omesen 2 54666 Irrel +49 (0) 6525 79206 info@naturpark-suedeifel.de www.naturpark-suedeifel.de3 Natur- und Geopark Vulkaneifel Mainzer Str. 25 54550 Daun +49 (0) 6592 933-202, -206, oder -203 geopark@vulkaneifel.de www.geopark-vulkaneifel.de6 Naturpark Saar-Hunsrück Trierer Str. 51 54411 Hermeskeil +49 (0) 6503 9214-0 info@naturpark.org www.naturpark.org8 Naturpark Soonwald-Nahe Ludwigstraße 3-5 55469 Simmern +49 (0) 6761 82650 info@soonwald-nahe.de www.soonwald-nahe.de 4 Naturpark Nordeifel Tiergartenstraße 70 54595 Prüm +49 (0) 6551 985755 naturpark@pruem.de www.naturpark-eifel.de7 Naturpark Nassau Bachgasse 4 56377 Nassau +49 (0) 2604 4368 info@naturparknassau.de www.naturparknassau.de9 Naturpark Rhein-Westerwald Augustastraße 7-8 56564 Neuwied +49 (0) 2631 95 66 036 info@naturpark-rhein-westerwald.de www.naturpark-rhein-westerwald.de
Kurzinformation des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 3 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Literatur zu Künstlicher Intelligenz und „Automated Decision Making“ (ADM) in der öffentlichen Verwaltung Literaturliste zum Thema „Artificial Intelligence and Automated Decision Making (ADM) in Public Administration: Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste: o Arbeit zu Algorithmen: Sachstand WD 8 – 3000 – 031/17 „Algorithmen“ o Grundlegende Fragen zur Förderung von Künstlicher Intelligenz: WD 8 - 3000 – 108/18: Organisationsformen zu Digitalisierung und Künstli- cher Intelligenz in einzelnen Ressorts der Bundesregierung WD 8 - 3000 – 109/18: Forschungsförderung für Künstliche Intelligenz in Großbritannien WD 8 - 3000 – 129/18: Zur Forschungsförderung Künstliche Intelligenz (KI) WD 8 - 3000 – 131/18: Zu Ausgaben für Künstliche Intelligenz in ausge- wählten Ländern Papiere der Europäischen Kommission/ des Europäischen Parlaments: o European Commission: A comparative overview of public administration charac- teristics and performance in EU28 (2018), ISBN: 978-92-79-80740-4, https://ec.eu- ropa.eu/social/BlobServlet?docId=19208&langId=en (hierin insbesondere Kapitel zur Digitalisierung). o Zu oben genannter Publikation „A comparative overview of public administration characteristics and performance in EU28“ Veröffentlichungen der einzelnen Staa- ten (insgesamt 29 Publikationen): https://publications.europa.eu/en/publication- detail/-/publication/3e89d981-48fc-11e8-be1d-01aa75ed71a1/language-en o Informationsseite der Europäischen Kommission zu „Artificial Intelligence fort eh public sector“: https://ec.europa.eu/knowledge4policy/ai-watch/topic/ai-public- sector_en o Studie im Auftrag des „European Parliament's Committee on Industry, Research and Energy“ zum Thema: „European Artificial Intelligence (AI) leadership, the WD 8 - 3000 - 032/19 (4. März 2019) © 2019 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 2 Literatur zu Künstlicher Intelligenz und „Automated Decision Making“ (ADM) in der öffentlichen Verwaltung path for an integrated vision“ (2018), im Internet verfügbar unter: http://www.eu- roparl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2018/626074/I- POL_STU(2018)626074_EN.pdf Publikationen durch Stiftungen: o Julia Krüger und Konrad Lischka: Machines in the Service of Humankind Creating AI that sustains and supports social needs - Working paper (2018) - DOI 10.11586/2018061 https://doi.org/10.11586/2018061 https://www.bertelsmann- stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Algorith- menethik_Loesungspanorama_English.pdf o Ralph Müller-Eiselt: When Machines Decide – Are EU countries prepared? Bericht vom 29.1.2019; https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/topics/latest- news/2019/january/when-machines-decide-are-eu-countries-prepared/ sowie: Al- gorithmWatch gGmbH (ed.): Automating Society Taking Stock of Automated Deci- sion-Making in the EU; https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/fi- les/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/001-148_AW_EU-ADMre- port_2801_2.pdf Wissenschaftliche Papiere: Georgios N.Kouziokas: The application of artificial intelligence in public administration for fore- casting high crime risk transportation areas in urban environment (2017); Transportation Rese- arch Procedia; Volume 24, 2017, Pages 467-473 https://doi.org/10.1016/j.trpro.2017.05.083 P. K. Agarwal: Public Administration Challenges in the World of AI and Bots (2018); Public Ad- ministration Review; Volume78, Issue6 November/December 2018; Pages 917-921 https://doi.org/10.1111/puar.12979 Andrew Le Sueur: Robot Government: Automated Decision-Making and its Implications for Par- liament. In: Horen, A and Le Sueur, A, (eds.) Parliament: Legislation and Accountability. Hart Studies in Constitutional Law; https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2668201 Annika Andersson, Karin Hedström und Elin Wihlborg: Automated Decision-Making and Legi- timacy in Public Administration (2018); Konferenzbeitrag: Scandinavian Workshop on Electro- nic Government (SWEG 2018), Copenhagen, Denmark, Jan. 31-Feb. 1, 2018; Antonio Cordella, Niccolò Tempini: E-government and organizational change: Reappraising the role of ICT and bureaucracy in public service delivery (2015); Government Information Quarterly Volume 32, Issue 3, July 2015, Pages 279-286; https://doi.org/10.1016/j.giq.2015.03.005 Johann Höchtl, Peter Parycek und Ralph Schöllhammer: Big data in the policy cycle: Policy deci- sion making in the digital era (2016); Journal of Organizational Computing and Electronic Com- merce, Volume 26, 2016 - Issue 1-2; https://www.tandfon- line.com/doi/full/10.1080/10919392.2015.1125187 Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 3 Literatur zu Künstlicher Intelligenz und „Automated Decision Making“ (ADM) in der öffentlichen Verwaltung Elin Wihlborg, Hannu Larsson, Karin Hedström: "The Computer Says No!" -- A Case Study on Automated Decision-Making in Public Authorities (2016), Konferenzbeitrag: 49th Hawaii Interna- tional Conference on System Sciences (HICSS); https://ieeexplore.ieee.org/document/7427547/ci- tations#citations Stefano Civitarese Matteucci: Digitalisation and reforms of public administration in Italy (2016), Italian Journal of Public Law; http://www.ijpl.eu/archive/2016/issue-14/digitalisation-and-re- forms-of-public-administration-in-italy Dennis Broeders, Erik Schrijvers, Bart van der Sloot, Rosamunde van Brakel, Jost de Hoog, Ernst Hirsch Ballin: Big Data and security policies: Towards a framework for regulating the phases of analytics and use of Big Data (2017); Computer Law & Security Review; Volume 33, Issue 3, June 2017, Pages 309-323; https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0267364917300675 Konferenz: Es wird im Oktober 2019 eine Konferenz „19th European Conference on Digital Government“ stattfinden. Eine Konferenzseite, sowie die Hinweise und Publikationen der vergangenen Konfe- renzen sind unter: https://www.academic-conferences.org/conferences/ecdg/ verfügbar. *** Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)
In den USA war der März 2012 der bisher wärmste März seit Beginn der Zeitreihe 1895. Das Temperaturmittel der USA (ohne Alaska und Hawaii) betrug 10,6 °C (51,1 °F) und lag damit um 4,8 K über dem Märzmittel des 20. Jahrhunderts von 5,8 °C. Zeitweise herrschten sommerliche Temperaturen, die zu zahlreichen neuen Temperaturrekorden für diesen Monat führten. Zusammen mit einem sehr milden Jahresbeginn war auch das gesamte erste Vierteljahr das bisher wärmste.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 40 |
| Land | 8 |
| Weitere | 3 |
| Wissenschaft | 25 |
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| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 11 |
| Förderprogramm | 25 |
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| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 15 |
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| Language | Count |
|---|---|
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