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Schulfarm Insel Scharfenberg

Das Gymnasium liegt idyllisch im Grünen auf der Insel Scharfenberg im Tegeler See, welche zu einem Landschaftsschutzgebiet gehört. Angesichts des naturnahen Standorts überrascht es nicht, dass sich die Schulfarm Insel Scharfenberg im besonderen Maße im Umwelt- und Klimaschutz engagiert. Landwirtschaft auf der Insel Wie der Name der Schulfarm es bereits vermuten lässt, befindet sich auf der Insel ein landwirtschaftlicher Betrieb. Schafe, Ziegen, Schweine, Pferde, Ponys, Hühner und Kaninchen leben auf Scharfenberg. Zudem werden Ackerflächen zum Anbau von Getreide, Rüben und weiteren Futtermitteln bewirtschaftet. Auf der Inselgärtnerei werden verschiedene Gemüsesorten angebaut. Die Ernte wird direkt vor Ort verarbeitet und verzehrt. Durch die Einbindung in der Pflege und Entwicklung der Schulfarm erhalten die Schülerinnen und Schüler einen tiefen und nachhaltigen Einblick in die Haltung von Nutztieren und ökologisch geprägte Landwirtschaft. Zudem entwickeln sie ganz nebenbei eine besondere Verbindung zur Umwelt. Gemäß der Profilausrichtung der Schule liegt ein besonderer Fokus im schulinternen Curriculum auf dem Fachbereich Biologie. Dank der außergewöhnlichen Lage der Schule können nahezu alle Lernergebnisse anhand von Experimenten und Erlebnissen auf der Insel erzielt werden. So führen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise Wasser- und Bodenanalysen durch, beobachten die Tier- und Pflanzenwelt auf Scharfenberg aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven oder erforschen die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten der Ackerflächen. Darüber hinaus gehört praxisbezogener Projektunterricht zum festen Bestandteil der Bildungsvermittlung. Insbesondere in den Bereichen Gartenbau, Landwirtschaft, Reiten, naturwissenschaftliches Experimentieren und Imkern ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) fest integriert. Ein Freilandlabor ist in Planung. Weiterhin bietet der Lernort anderen Schulen die Möglichkeit, Scharfenberg im Rahmen eines Natur-Erlebnis-Tages zu besuchen und die Insel unter Einhaltung von Schutzregeln für Fauna und Flora erkunden. Die Insel Scharfenberg beherbergt zahlreiche wilde Tierarten. Um auf diese große ökologische Vielfalt aufmerksam zu machen, wurde ein Lehrpfad etabliert. Zehn Stationen sind quer über die Insel verteilt und informieren über die heimische Fauna. Biber, Fledermaus und Wildschwein kommen dabei ebenso vor wie Kellerassel, Wildbiene, Haubentaucher und Regenwurm. Als gebundene Ganztagsschule bietet die Schulfarm Insel Scharfenberg ihren Schülerinnen und Schülern naturverbundene Freizeitaktivitäten an. Sowohl beim Reiten als auch bei der Ausübung eines Wassersports – etwa Segeln, Schwimmen oder Rudern – werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt sensibilisiert. So gehört zum Wahlprojekt Reiten beispielsweise nicht nur das Reiten an sich, sondern ebenfalls die Versorgung der Pferde und Ponys und deren Lebensraums. Abfallvermeidung | Schulgarten | Biodiversität | Schulprogramm | Projekte Rund 500 Schülerinnen und Schüler besuchen das staatliche Gymnasium in Reinickendorf. Ca. 50 Lehrkräfte sind an der Schule angestellt. Der Schulfarm Insel Scharfenberg ist ein Internat angegliedert. Der Unterricht und der Alltag auf der Schulfarm Insel Scharfenberg folgt dem Motto „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ – ganz in der Tradition des Reformpädagogen Wilhelm Blume. Die gebundene Ganztagsschule wird als Schule besonderer pädagogischer Prägung geführt. Dies wird an einer alternativen Rhythmisierung des Schulalltags in 60- und 75-minütigen Blöcken, dem Einsatz von fächer- und jahrgangsübergreifenden Lehrformen sowie einem umfangreichen Zusatz- und Freizeitangebot deutlich. Umweltschule in Europa 2018 Bild: Rawpixel/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Reinickendorf Übersicht: Diese Reinickendorfer Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: Syda_Productions/Depositphotos.com Handlungsfelder im Klimaschutz Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen um nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

50 Jahre Januar-Sturmflut 1976: Ein Interview mit den Küstenschutzexperten Anne Rickmeyer und Peter Schley (NLWKN)

Norden . Sie führte zu den bisher höchsten gemessenen Sturmflutwasserständen an nahezu allen Pegeln der deutschen Nordseeküste: Die schwere Sturmflut vom 03. Januar 1976 war gewaltiger als die Flutkatastrophe von 1962, ist heute aber deutlich weniger im Bewusstsein der Menschen an der Küste verankert. Ein Grund: die nach den verheerenden Folgen der 62er Sturmflut ergriffenen Maßnahmen zeigten vielerorts Wirkung. Was hatte sich in nur 14 Jahren verändert – und mit welchen Herausforderungen sehen sich Küstenschützer heute, genau fünfzig Jahre später, konfrontiert? Ein Gespräch mit der Direktorin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Anne Rickmeyer und NLWKN-Küstenschutzexperte Peter Schley. Sie führte zu den bisher höchsten gemessenen Sturmflutwasserständen an nahezu allen Pegeln der deutschen Nordseeküste: Die schwere Sturmflut vom 03. Januar 1976 war gewaltiger als die Flutkatastrophe von 1962, ist heute aber deutlich weniger im Bewusstsein der Menschen an der Küste verankert. Ein Grund: die nach den verheerenden Folgen der 62er Sturmflut ergriffenen Maßnahmen zeigten vielerorts Wirkung. Was hatte sich in nur 14 Jahren verändert – und mit welchen Herausforderungen sehen sich Küstenschützer heute, genau fünfzig Jahre später, konfrontiert? Ein Gespräch mit der Direktorin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Anne Rickmeyer und NLWKN-Küstenschutzexperte Peter Schley. Frau Rickmeyer, bei der bisher schwersten Sturmflut an der deutschen Nordseeküste wurden am Nachmittag des 03. Januar 1976 etwa in Cuxhaven Wasserstände erreicht, die noch einmal fast 50 Zentimeter höher lagen, als im schicksalhaften Frühjahr 1962. Dennoch blieben weitreichende Überflutungen bewohnter Flächen aus – Menschen kamen nicht ums Leben. Was lief damals anders, als nur ein Jahrzehnt zuvor? Frau Rickmeyer, bei der bisher schwersten Sturmflut an der deutschen Nordseeküste wurden am Nachmittag des 03. Januar 1976 etwa in Cuxhaven Wasserstände erreicht, die noch einmal fast 50 Zentimeter höher lagen, als im schicksalhaften Frühjahr 1962. Dennoch blieben weitreichende Überflutungen bewohnter Flächen aus – Menschen kamen nicht ums Leben. Was lief damals anders, als nur ein Jahrzehnt zuvor? Anne Rickmeyer: Zunächst muss betont werden, dass die Sturmflut von 1976 keinesfalls spurlos an der niedersächsischen Küste vorüberging: Insbesondere im Bereich der zu diesem Zeitpunkt noch nicht hinreichend erhöhten Deiche im Raum Kehdingen richtete sie in Folge mehrerer Deichbrüche und Überspülungen sogar erhebliche Schäden an. Aber es stimmt, dass sich diese mit einigen Ausnahmen – das Zentrum von Freiburg an der Unterelbe etwa wurde vollständig überschwemmt – vor allem auf landwirtschaftlich genutzte, weniger dicht bewohnte Flächen auswirkten. Die Folgen waren also durchaus erheblich, aber die große menschliche Katastrophe blieb in der Tat aus. Dieser Umstand ist vor allem den Lehren zu verdanken, die man aus den schweren Sturmfluten 1962 mit über 300 Toten und rund 60 Deichbrüchen sowie 1953 mit über 2.000 Opfern gezogen hatte. Auch wenn 1976 noch längst nicht alles umgesetzt war, was man sich nach 1962 vorgenommen hatte, weil Maßnahmen des Küstenschutzes zwangsläufig Mammutprojekte mit erheblichem Aufwand sind: Die Küste war unterm Strich besser vorbereitet, weil nicht zuletzt Deiche vielerorts verstärkt und in Höhe und Geometrie angepasst worden waren. Mit welchen konkreten Strategien waren die Küstenschützer den in den Jahrzehnten zuvor gemachten bitteren Erfahrungen begegnet? Mit welchen konkreten Strategien waren die Küstenschützer den in den Jahrzehnten zuvor gemachten bitteren Erfahrungen begegnet? Peter Schley: Im Nachgang insbesondere zur Sturmflut 1962 mit den verheerenden Folgen zum Beispiel im Hamburger Raum war eine sehr gründliche Analyse der Schäden, Schadensmechanismen und Defizite durch eine eigens hierfür eingesetzte Kommission vorgenommen worden. Eine wesentliche Konsequenz war die Optimierung des Deichprofils: Heute bietet dieses durch flachere Böschungen und dickere Kleischichten mehr Sicherheit gegen Sturmflutschäden durch Welleneinwirkung. Diese Kurskorrekturen sind in den 60er und 70er Jahren eingeleitet worden und haben 1976 bereits teilweise Wirkung gezeigt. Durchgehende Wege für die Deichverteidigung im Sturmflutfall sorgen zudem für deutlich bessere Rahmenbedingungen für ein Erreichen der Schadensstellen, was etwa 1962 ein großes Problem war. Vor allem aber erfolgte auch eine konsequentere Realisierung dieser Planungsparameter, was wegen Geldnot und widerstrebenden Interessen zuvor oft nicht gelungen war. Man hatte zudem mit dem Bau von zahlreichen Sperrwerken an den Nebenflüssen von Weser und Elbe begonnen, wo sich vorherige Fluten besonders verheerend ausgewirkt hatten. Die Sperrwerke Abbenfleth, Lühe und Freiburg etwa waren dabei 1976 bereits betriebsfähig. Andere Sperrwerke dagegen wie an der Ochtum oder das Sperrwerk Ruthenstrom wurden erst Ende der 70er in Betrieb genommen. Ein weiterer wichtiger Baustein war eine bessere, intensivere und pflichtbewusstere Pflege und Unterhaltung der Deiche: Wo früher schon mal grasende Rinder, Pferde, Gänse und Hühner anzutreffen waren, erfolgt heute vor allem eine Pflege der Grasnarbe durch Schafe. Außerdem war man sensibler geworden, wenn es um eine bessere Überwachung durch regelmäßige Deichschauen und einen konsequenteren Schutz der Deiche gegen Beschädigung und Schwächung geht. Schließlich wurden auch strategische Stellschrauben gedreht: Generalpläne für den Küstenschutz und umfassende Finanzierungsprogramme wurden aufgestellt und das niedersächsische Deichgesetz – ein in Deutschland bis heute einmaliges Gesetzeswerk – räumte dem lebenswichtigen Küstenschutz einen klaren Vorrang vor anderen, individuellen Interessen ein. Hat sich durch die Sturmfluterfahrungen der 50er, 60er und 70er Jahre auch in der Gesellschaft etwas verändert, was den Blick auf den Küstenschutz angeht? Hat sich durch die Sturmfluterfahrungen der 50er, 60er und 70er Jahre auch in der Gesellschaft etwas verändert, was den Blick auf den Küstenschutz angeht? Anne Rickmeyer: Unbedingt. Insgesamt hatte der Küstenschutz gerade in den 1960er/1970er Jahren gesamtgesellschaftlich einen höheren Stellenwert als zuvor. Die verheerenden Bilder von Deichbrüchen vor Augen, erhielten entsprechende Projekte und Ziele politischen Rückenwind und eine bessere finanzielle Ausstattung. Es war aber auch eine gesteigerte Akzeptanz etwa bei Anwohnern spürbar für Küstenschutzvorhaben und die mit ihnen verbundenen Eingriffe. Leider müssen wir feststellen, dass diese Akzeptanz stellenweise wieder nachlässt. Das mag auch damit zu tun haben, dass sich dank der getroffenen Maßnahmen ähnlich dramatische Bilder bei späteren Sturmfluten zum Beispiel 1994 nicht wiederholten. Wird der Küstenschutz also gewissermaßen Opfer seiner eigenen Erfolge? Wird der Küstenschutz also gewissermaßen Opfer seiner eigenen Erfolge? Peter Schley: Je länger solche einschneidende Sturmflutereignisse wie 1976 zurückliegen, desto mehr schwindet in der Tat die Bereitschaft zu Einschränkungen als Privatperson oder bei den Vertretern anderer Belange – etwa wenn es darum geht, Flächen zur Verfügung zu stellen oder die Verbauung von Meerblick in Kauf zu nehmen. Da Küstenschutz vorsorgend ausgerichtet ist und eine lange Perspektive hat, machen es diese Ansprüche den Küstenschützern in Summe immer schwerer, dringend benötigte Deichverstärkungen umzusetzen. Hinzu kommen neue Herausforderungen durch eine grassierende Klimawandelskepsis und eine Zunahme von Wissenschaftsfeindlichkeit in Teilen der Gesellschaft. Beides ist gerade hier an der Küste fatal. Wie gut ist Niedersachsen heute und in Zukunft für Sturmfluten gewappnet? Wie gut ist Niedersachsen heute und in Zukunft für Sturmfluten gewappnet? Anne Rickmeyer: Seit den 1960er Jahren haben Bund und Land mit fortwährenden Investitionen im Rahmen von umgerechnet rund 3,4 Mrd. Euro dafür gesorgt, dass wir heute das beste Schutzniveau haben, welches es in der Geschichte des Küstenschutzes je gab. Es ist aber auch klar: Küstenschutz wird eine Daueraufgabe bleiben, die kein Verharren im Status Quo duldet. Das erleben wir auf den besonders exponierten Ostfriesischen Inseln, die durch ihre Wellenbrecher-Funktion letztlich auch das niedersächsische Festland schützen. Das erleben wir aber auch an der Elbe, wo die in den 60er und 70er Jahren errichteten Sperrwerke inzwischen wieder an die aktuellen Bedarfe des Küstenschutzes angepasst werden müssen. An der Ilmenau zum Beispiel ist das in den letzten Jahren bereits passiert – für die anderen Sperrwerke reden wir auch hier von einer Mammutaufgabe für die kommenden Jahrzehnte. Über allem steht der Generalplan Küstenschutz, der die Küstenschutzstrategie und die erforderlichen Maßnahmen beschreibt. Die Herausforderungen werden durch den Klimawandel künftig noch steigen. Seine Auswirkungen, etwa wenn es um den prognostizierten Meeresspiegelanstieg geht, fließen bereits heute in die Überlegungen der Küstenschützer ein: Bei der Konzeption von Küstenschutzanlagen wurde das hierfür gedachte Vorsorgemaß für zukünftige Auswirkungen des Klimawandels vor wenigen Jahren auf 100 Zentimeter erhöht. Der neue niedersächsische Klimadeich ermöglicht darüber hinaus für den Fall ungünstiger Entwicklungen eine Deicherhöhung um einen weiteren Meter. All diese Maßnahmen brauchen aber gerade in Zeiten rasant steigender Baupreise auch eine entsprechende finanzielle Ausstattung – der Bedarf an Geldmitteln zum Schutz der Niedersächsischen Küste wird künftig sogar noch steigen – aber auch der Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren, um diese Planungsaufgaben zu bewältigen. Bedenkt man, dass Küstenschutzanlagen schon heute rund 6.500 Quadratkilometer und damit 14 Prozent der Landesfläche, 1,1 Millionen Menschen und Sachwerte im dreistelligen Milliardenbereich schützen, ist jeder Euro, der in den Küstenschutz fließt, gut investiert. Zur Person: Zur Person: Anne Rickmeyer leitet seit Mitte 2016 als Direktorin den NLWKN. Der Landesbetrieb ist in ganz Niedersachsen mit elf Betriebsstellen und zahlreichen weiteren Standorten und Stützpunkten präsent. Anne Rickmeyer Peter Schley leitet seit 2023 die Betriebsstelle Stade des NLWKN. Der Diplom-Ingenieur ist hier als Geschäftsbereichsleiter ebenfalls unmittelbar für die Küstenschutzplanungen und Projekte in der Region zuständig. Peter Schley NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer NLWKN-Betriebsstellen- und Geschäftsbereichsleiter Peter Schley

Erhebung über die Viehbestände

Ermittelt werden die Bestände an Rindern, Schweinen, Schafen, Pferden und Geflügel allgemein oder repräsentativ. 1. allgemein alle vier Jahre, beginnend 2003, zum Berichtszeitpunkt 3. Mai : Rinder, Schweine, Schafe, Pferde und Geflügel 2. repräsentativ in jedem Jahr (mit Ausnahme der Jahre, in denen die Erhebung nach Nummer 1 stattfindet), beginnend 2002, zum Berichtszeitpunkt 3. Mai: Rinder, Schweine und Schafe 3. repräsentativ in jedem Jahr zum Berichtszeitpunkt 3. November: Rinder und Schweine.

Risikoabschaetzung von Umweltchemikalien. Pharmakokinetik und Biotransformation von 2,2',4,5'-Tetrachlorbiphenyl beim Huhn

Pharmakokinetische Eigenschaften, Verteilung und Ausmass der Biotransformation von 2,2',4,5'-Tetrachlorbiphenyl im Huhn wurden bestimmt. Das die Metaboliten dieses Chlorbiphenyls ueber Kot und Eier ausgeschieden werden, soll nach einer Neusynthese der 14C-markierten Substanz ((14C)-TCB) diese wiederum an Huehner verabreicht werden. Es ist geplant, ihre Metaboliten aus Kot und Eiern zu isolieren und ihre Struktur aufzuklaeren. Weiterhin soll geprueft werden, ob das mikrosomale Enzymsystem der Huehnerleber sowie isolierte Huehnerhepatocyten (14C)-TCB biotransformieren und welche Metaboliten gebildet werden. Im Rahmen dieser Experimente soll auch geklaert werden, ob (14C)-TCB an DNA und RNA der Huehnerleber bindet. Kann dies im in-vitro Experiment gezeigt werden, soll der entsprechende in-vivo Versuch durchgefuehrt werden, indem DNA und RNA aus der Leber von Huehnern isoliert werden, denen (14C)-TCB oral verabreicht wurde.

Transformation of organic carbon in the terrestrial-aquatic interface

The overarching goal of our proposal is to understand the regulation of organic carbon (OC) transfor-mation across terrestrial-aquatic interfaces from soil, to lotic and lentic waters, with emphasis on ephemeral streams. These systems considerably expand the terrestrial-aquatic interface and are thus potential sites for intensive OC-transformation. Despite the different environmental conditions of ter-restrial, semi-aquatic and aquatic sites, likely major factors for the transformation of OC at all sites are the quality of the organic matter, the supply with oxygen and nutrients and the water regime. We will target the effects of (1) OC quality and priming, (2) stream sediment properties that control the advective supply of hyporheic sediments with oxygen and nutrients, and (3) the water regime. The responses of sediment associated metabolic activities, C turn-over, C-flow in the microbial food web, and the combined transformations of terrestrial and aquatic OC will be quantified and characterized in complementary laboratory and field experiments. Analogous mesocosm experiments in terrestrial soil, ephemeral and perennial streams and pond shore will be conducted in the experimental Chicken Creek catchment. This research site is ideal due to a wide but well-defined terrestrial-aquatic transition zone and due to low background concentrations of labile organic carbon. The studies will benefit from new methodologies and techniques, including development of hyporheic flow path tubes and comparative assessment of soil and stream sediment respiration with methods from soil and aquatic sciences. We will combine tracer techniques to assess advective supply of sediments, respiration measurements, greenhouse gas flux measurements, isotope labeling, and isotope natural abundance studies. Our studies will contribute to the understanding of OC mineralization and thus CO2 emissions across terrestrial and aquatic systems. A deeper knowledge of OC-transformation in the terrestrial-aquatic interface is of high relevance for the modelling of carbon flow through landscapes and for the understanding of the global C cycle.

Untersuchungen zum Leistungsniveau und Gesundheitsstatus in Legehennenhaltungen verschiedener Haltungssysteme - Teilprojekt Mecklenburg-Vorpommern

Allergien in einem Großbackbetrieb durch Hühnereiaerosol

Ziel: Hühnerei-Aerosol ist in Bäckereien - im Gegensatz zu Mehlstaub - eher selten zu finden, hat aber eine hohe allergisierende Potenz. In einem Großbackbetrieb zeigten vier Beschäftigte allergische Reaktionen bis hin zu asthmatischen Attacken, kurz nachdem eine Druckluft-Sprühstation zur Beschichtung von Backwaren mit flüssigem Hühner-Vollei in die Produktion eingeführt worden war. Ziel des Projektes war, die Exposition und die Lungenfunktion der Beschäftigten zu bestimmen. Methodik: Eingesetzt wurden - personenbezogen und ortsfest - Streulichtmessgeräte, um den Zeitverlauf der Exposition zu erfassen und Probenahmepumpen mit Impingern für die Ermittlung der mittleren Aerosolbelastung. Ergebnisse: Personenbezogene, kontinuierliche Messungen während einer vollständigen Produktionsphase ergaben 4,7 mg/m3 für den Arbeitsplatz an der Sprühstation. Auffallend waren hohe räumliche Gradienten (großer Arbeiter - 35 Prozent, kleine Arbeiterin plus 57 Prozent, ortfeste Messung seitlich - 75 Prozent), hohe Spitzenkonzentrationen (bis 21 mg/m3) und eine Verschleppung des Aerosols über große Hallenbereiche durch die Lüftungsanlage, einer der sensibilisierten Arbeiter reagierte sogar in 30 m Entfernung mit einem Abfall des Einsekundenvolumens um 30 Prozent. Alle vier betroffenen Personen mussten die Tätigkeit beenden, zwei waren schließlich sogar auf Nahrungsmittel allergisch, die Hühnerei enthielten. Das für alle Arbeitnehmer in der Halle bestehende Risiko einer Allergisierung wurde mit Stilllegung der Sprühstation und Ersatz durch Airless-Handpritzpistolen erheblich verringert.

Der Sauerstoffverbrauch von Gefluegelembryonen als Indikator fuer Fitness, Reproduktionsleistung und Verhalten

Sauerstoffverbrauch und mitochondriale Atmungsaktivitaet verschiedener Gewebe koennen als Kenngroessen des konstitutionellen Leistungsniveaus von Tieren dienen.Das Forschungsvorhaben soll Zusammenhaenge zwischen dem embryonalen Energiemetabolismus und dem Leistungsvermoegen im adulten Stadium aufzeigen. Das Interesse gilt insbesondere den Zusammenhaengen mitVitalitaet, Lege- und Mastleistung von Huehnern und Fasanen, aber auch den Beziehungen zu genetisch fixierten Verhaltensmerkmalen bei Japanischen Wachteln. Schliesslich dienen die Studien der Etablierung eines Systems zur Evaluierung der Einwirkung externer, chemischer und physikalischer Noxen toxikologischer und produktionstechnischer Natur auf den Gefluegelembryo. Die Untersuchungen werden an Bruteiern von Huehnern, Fasanen und Japanischen Wachteln durchgefuehrt. Die Erfassung des embryonalen Sauerstoffverbrauchserfolgt mit Hilfe einer eigens hierfuer entwickelten Variante der polarographischen Sauerstoffmessung mittels Clark- Zellen. Die Ergebnisse zeigen signifikante Zusammenhaenge zwischen embryonalem Sauerstoffverbrauch und den Schlupfraten, sowie den zu erwartenden Legeleistungen der adulten Tiere. Auch ein Zusammenhang mit genetisch determinierten Verhaltensmerkmalen bei Japanischen Wachteln konnte nachgewiesen werden. Moegliche Anwendungsbereiche der Methodik liegen in einer vorgezogenen und verkuerzten Leistungspruefung fuer Legehennen. Diese Moeglichkeit wird derzeit ueberprueft. Darueber hinaus laesst das System Moeglichkeiten zur Beurteilung chemisch- physikalischer Noxen und zur Optimierung von Produktionstechniken erwarten.

Funktionelle Analyse von non-Resistenzfaktoren der pandemischen Extended-Spektrum Beta-Laktamase bildenden Escherichia coli-Sequenztypen ST131 und ST648

Im letzten Jahrzehnt nahm die Prävalenz Extended-Spektrum Beta-Laktamase (ESBL) (1)- bildender Escherichia coli in Human- und neuerdings auch Tiermedizin dramatisch zu. Phylogenetische Analysen mittels Multilokus-Sequenztypisierung belegen eine Assoziation dieser multiresistenten Bakterien mit bestimmten Sequenztypen (STs). Innerhalb dieser ESBL-STs existieren pandemische klonale Linien, die in unterschiedlichsten Habitaten auftreten. Sie werden in klinischen aber auch in Wildtier- und Umwelt-proben nachgewiesen, somit unabhängig von einem konstanten Antibiotika-Selektionsdruck. Die ESBL-Linien ST131 und ST648 zeigen eine für E. coli ungewöhnliche Kombination von Resistenz und Virulenz. Dies kann der entscheidende Faktor für die pandemische Ausbreitung dieser Sequenztypen sein. Im vorliegenden Antrag sollen die zugrundeliegenden Mechanismen dieses Phänomens anhand folgender Hypothesen aufgeklärt werden: Stämme der Linien ST131 und ST648 besitzen (i) eine erhöhte-Plasmidaufnahme-Aktivität; (ii) ein phylogenetisch determiniertes Kerngenom, dessen Interaktion mit dem Plasmidgenom in erhöhter Virulenz oder Virulenz-unabhängiger Adaptation an bestimmte Habitate resultiert; (iii) im Kern- bzw. akzessorischen Genom unabhängig vom aufgenommenen Plasmid definierte Metabolismus-/Virulenzfunktionen, die eine erweiterte Habitatfunktion bedingen. Die Veri- bzw. Falsifizierung der Hypothesen erfolgt zunächst auf Basis von in silico-Analysen der DNA-Sequenzen von Plasmiden und Genomen dieser pandemischen ESBL-STs. Mit Hilfe eines in vivo Screenings im natürlichen Habitat Vogeldarm werden Wildtypstämme der ESBL-STs ausgewählt bei denen anschließend Kandidatengene aus den Bereichen Metabolismus und Virulenz deletiert werden. Die Auswahl dieser Kandidatengene wiederum erfolgt auf Transkriptom- (RNA-Sequencing) und Phänotyp-Ebene (phänotypischer Makroarray) sowie basierend auf der Genomanalyse und den in vivo Screenings. Abschließend werden diese Gene auf ihre in vivo-Relevanz mittels Deletionsmutanten in demselben Hühner-Infektionsmodell funktionell analysiert.

Zirkulare Fütterungsstrategien in der ökologischen Hühnerhaltung

Ziel des Projekts GreenChicken ist die Entwicklung von zukunftsfähigen, zirkularen Fütterungsstrategien in der ökologischen Hühnerhaltung mit den Wertschöpfungsketten Ei und Geflügelfleisch bei gleichzeitiger Verbesserung der Umwelt- und Klimawirkungen. GreenChicken untersucht und entwickelt Fütterungsstrategien für Legehennen und Masthühner und betrachtet dabei den ganzen Lebens- und Produktionszyklus vom Küken- über das Jungtierstadium bis zur Legehenne bzw. zum Endmast-Broiler. Im Fokus steht der Vergleich des in der Öko-Praxis aktuell am weitesten verbreiteten Systems der Haltung von Legehybriden zur Eiproduktion in Verbindung mit der Bruderhahnaufzucht und der Haltung von Zweinutzungshühnern. Dabei werden bisherige Erkenntnisse aus Praxis und Beratung adäquat in die Forschung einbezogen, um so praxisnahe Lösungen zu entwickeln.

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